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Thema: Neues aus dem Vatikan

  1. #101
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    Verrat unterm Kreuz

    Ob das schon alles war?

    Vatikan macht Gabriele den Prozess

    Über Wochen kommen geheime Informationen aus dem Vatikan ans Licht der Öffentlichkeit. Die Kurie ist lange ahnungslos, bis sie die vermeintliche undichte Stelle findet: Benedikts Kammerdiener Paolo Gabriele soll geplaudert haben. Hinter den Mauern den Vatikan wird ihm dafür ab heute der Prozess gemacht. Die Affäre hat den Vatikan in Aufruhr versetzt. Geheime und brisante Dokumente aus den privaten Gemächern des Papstes landeten in den Medien, Informationen über Intrigen und Missstände sickerten durch die sonst so undurchdringlichen Mauern. Monatelang suchten die Ermittler nach der undichten Stelle. Heute muss sich in der Enthüllungsaffäre "Vatileaks" der Ex-Kammerdiener des Papstes, Paolo Gabriele, vor dem Tribunal des Vatikans als Hauptangeklagter verantworten - in einem kleinen Gerichtssaal innerhalb des Vatikanstaates.

    weiter hier: http://www.n-tv.de/politik/Vatikan-m...le7349356.html
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  2. #102
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    Das geheimnisvolle Archiv des Papst-Butlers

    Das geheimnisvolle Archiv des Papst-Butlers

    Vor Gericht gibt der päpstliche Kammerdiener Gabriele freimütig Auskunft über gestohlene Papiere
    – das ist wohl auch seiner geringen Intelligenz geschuldet. Was da zu Tage tritt, ist abenteuerlich.



    © AFP Kammerdiener Paolo Gabriele, im Hintergrund der Papst

    Als Kammerdiener war Paolo Gabriele (46) der verschwiegene Mann im Hintergrund des päpstlichen Haushalts, der stumm den Tee eingoss, die Koffer für die Reisen packte, vorne rechts im Auto saß, immer still.
    Doch eigentlich ist er, wie nun vor Gericht offenbar wurde, eine ausgemachte Plaudertasche. Das wurde ihm noch mehr zum Verhängnis als das riesige Intelligenz- und Bildungsgefälle, das den ehemaligen Putzmann des Petersdoms vom intelligentesten und gebildetsten Mann des Vatikans und anderen Mitarbeitern des Papstes trennte. Dies machte den Geheimnisträger zu einer höchst willkommenen Quelle auf zwei Beinen für jeden, der ihm in die Arme lief – und umgekehrt.
    Paolo Gabriele hatte also eine ganz und gar ordentliche Seite, die man seinem eleganten Anzug heute noch ebenso ansieht wie seiner tadellosen Frisur, und ein fast unvorstellbares Chaos in seiner Seele, wie der Inhalt des "riesigen Schrankes" offenbart, in dem er die Unmengen von Diebesgut verstaute, die er dem Papst wie ein Rabe über viele Jahre gestohlen und gesammelt hatte.



    Eine Zeitbombe im Palast

    So war er von Anfang an eine Zeitbombe im päpstlichen Palast, seit Monsignore Paolo Sardi ihn da hinauf empfohlen hat.

    Ingrid Stampa hingegen, die ehemalige Papstvertraute, die seit Jahren behauptet, sie habe schon Joseph Ratzinger und erst recht Benedikt XVI. geschworen, niemals ein Interview zu geben, hat sich nun recht ausführlich im Mailänder "Corriere della Sera" geäußert, nachdem Paolo Gabriele vor Gericht gestanden hat, dass sie selbst wie der heutige Kardinal Sardi zu seinen "Vertrauensleuten" im Vatikan zählte, die einen gewissen "Einfluss" auf ihn hatten.
    "Komplizen" würde er sie zwar niemals nennen; dennoch habe er sich mit ihnen über die "allgemeine Atmosphäre" ausgetauscht. Jedenfalls zählten die beiden jetzt auch zu den ersten Namen, die er nannte, die in jenes bisher anonyme Netz von rund zwanzig Personen passen, von denen er noch im Januar sprach, als er im Fernsehen mit verdecktem Gesicht dem Journalisten Gianluigi Nuzzi Fragen zu eventuellen Hintermännern seines Geheimnisverrats beantwortete.
    "Hätte er mit mir über das gesprochen, was er tat, hätte ich ihm gesagt, hör auf damit!" sagte Professoressa Stampa hingegen am Mittwoch. Im Vatikan wohnt sie im gleichen Haus zwei Etagen unter der Familie Gabriele, mit der sie gut bekannt ist.
    "Einen anderen Weg"

    "Vielleicht hätten wir einen anderen Weg gesucht. Über seine Sorgen hätte er doch mit dem Heiligen Vater sprechen können, vielleicht hätte auch ich das für ihn machen können. Aber so: nein!" Den Bericht "der Welt" (in dem am 15. Juli im Zusammenhang der Vatileaks-Affäre auch ihr Name erstmals gefallen war), der am Samstag auf Antrag der Verteidigung Gabrieles aus dem Konvolut der Prozessakten heraus genommen wurde, findet sie knapp drei Monate nach der Veröffentlichung "einfach nur lächerlich". Das seien "alles Fantasien, Verleumdungen." Von Gabriele aber hofft sie, dass er sich und seine Motive noch einmal besser erklären könne. "Hätte er doch nur mit jemandem gesprochen, wäre all dies vielleicht nicht geschehen."
    An zu wenig Gesprächen aber kann es gerade nicht gelegen haben, dass der untreue Kammerdiener das Vertrauen des Papstes so dramatisch gebrochen hat, wie er mittlerweile selbst zugibt und bedauert.
    Am Dienstag hat er vor Gericht dargelegt, dass die drei Minuten Fußweg, die der 46jährige Familienvater nach Dienstschluss bis zu seiner Wohnung zurückzulegen hatte, schon manchmal bis in den Nachmittag dauerten, so sehr kam er hier mit diesem und jenem und wieder einem anderen Bekannten ins Gespräch.

    as seien "alles Fantasien, Verleumdungen." Von Gabriele aber hofft sie, dass er sich und seine Motive noch einmal besser erklären könne. "Hätte er doch nur mit jemandem gesprochen, wäre all dies vielleicht nicht geschehen."
    An zu wenig Gesprächen aber kann es gerade nicht gelegen haben, dass der untreue Kammerdiener das Vertrauen des Papstes so dramatisch gebrochen hat, wie er mittlerweile selbst zugibt und bedauert.
    Am Dienstag hat er vor Gericht dargelegt, dass die drei Minuten Fußweg, die der 46jährige Familienvater nach Dienstschluss bis zu seiner Wohnung zurückzulegen hatte, schon manchmal bis in den Nachmittag dauerten, so sehr kam er hier mit diesem und jenem und wieder einem anderen Bekannten ins Gespräch.
    Obessives Verhalten nicht ausgeschlossen

    In seinen Verhören habe er ja schon eine Reihe von Namen genannt. Er habe mit einer "enormen Zahl von Personen" gesprochen, von denen er jetzt nur Kardinal Paolo Sardi, Cardinal Angelo Comastri, Bischof Franceco Carina und Professoressa Ingrid Stampa nannte. Glaubt sie nach ihrer Kenntnis Gabrieles denn, dass er vielleicht gesteuert worden sei?
    Da könne sie nur sagen, dass er ein Mann sei, "der es liebte, viel und allein zu studieren", der das ganze Material wohl "gesammelt" habe, um sich ein "Bild der Situation" zu machen. Auch eine gewisse Obsession in seinem Verhalten würde sie ausschließen. "Er ist eine Person, die viel und gut überlegt und beobachtet. Er bewertet die Dinge."
    Diese Einschätzung der Nachbarin Gabrieles und ehemaligen Vertrauten des Papstes (der nach einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" vom 25. Juli inzwischen allerdings der Schlüssel zum Aufzug entzogen wurde, mit dem sie in den letzten Jahren immer ungehindert in das päpstliche Wohnung kommen konnte) kontrastiert auch darin streng mit den Aussagen der Polizisten, die am Mittwoch die Hausdurchsuchung schilderten, in der am 23. Mai von 3 Uhr nachmittags bis um 11 Uhr abends in 8 Stunden 82 Kisten mit Unterlagen aus der Wohnung Paolo Gabrieles sichergestellt und herausgetragen wurden.
    In dieser Unmenge von Material befanden sich wild durcheinander gemischt auch viele hunderte von Papieren aus dem Päpstlichen Palast, entweder als Kopie, oder im Original (manche mit dem handschriftlichen Vermerk auf deutsch "Vernichten!").
    Die Zeit war viel zu kurz

    Vier Polizisten berichteten von dem Vorgang, bei dem sie auch einen PC sicherstellten, "zwei oder drei Laptops", zahllose USB-Sticks (die jeweils Unmengen von Daten speichern können), zwei Festplatten, verschiedene Speicherchips, eine Playstation und ein iPad.
    Theoretisch können diese Speichermedien außer Texten auch Bilder und Audio-Aufnahmen enthalten. In der Vernehmung kam nicht zur Sprache, ob diese Datenspeicher schon alle ausgewertet werden konnten. Doch eigentlich war die Zeit nach der Festnahme Gabrieles dafür bis heute noch viel zu kurz.
    Die Dokumente und Materialien in seiner Wohnung überstiegen jedenfalls bei weitem die Menge, die Gianluigi Nuzzi in seinem Bestseller verwandte, den er aus dem Diebesgut fabrizierte, das ihm von Gabriele zugespielt wurde, und die Frage kam noch gar nicht ernsthaft auf, ob Gabriele diese Dokumente nicht möglicherweise auch mit anderen geteilt hatte.
    Das scheint auch die Polizei des Vatikans noch nicht zu wissen. "Seht ihr, wie gern ich lese?" hatte Gabriele die Beamten bei der Durchsuchung gefragt. "Seht ihr, wie gern ich studiere? Schade, dass ich euch noch so spät beschäftige."
    Merkwürdiges 007-Archiv

    Die Turiner "La Stampa" schrieb danach von einem "merkwürdigen 007-Archiv" in seiner Wohnung, das im Geheimdienststil neben den verbotenen Dokumenten aus dem Papstpalast, einem Scheck über 100.000 Euro, einem Goldnugget und einem wertvollen Codex, "Briefe von Politikern, Korrespondenzen zwischen dem Papst und Kardinälen und zahllosen Dokumente über die Freimaurerei und verschiedene Logen und Geheimdienste versammelte, dazu Ausdrucke "über das Christentum und Yoga, Yoga und Buddhismus oder Untersuchungen "wie sich jpg- und Wort-Dateien verbergen und wie sich Videos erstellen ließen oder wie man auf verdeckte Weise ein Handy benutzen kann".
    Darum entschied die Polizei, kurzerhand das ganze Material aus dem Haus heraus zu schaffen – plus zwei Lederkoffern und zwei gelben Plastiktaschen voller Briefe. Insgesamt umfasste dieses Archiv "Hunderttausende" von Dokumenten.
    Die schiere Menge des Materials war so überwältigend groß, dass Gabrieles Anwältin Cristiana Arru nach der Gerichtssitzung darauf hinwies, dass sie dem Gericht mit ihren Nachfragen habe zeigen wollen, dass es ihrer Ansicht nach einfach technisch unmöglich gewesen sei, eine solche Menge von Material in der Wohnung Gabrieles aufzubewahren.
    Ähnliche Fragen stellen sich auch andere Beobachter. Wie konnte es möglich sein, dass seine Frau nichts merkte? Und keiner seiner Besucher? Dass seine Frau nicht einmal einen Blick auf die Papierberge warf? Und dass sie sich nicht über die Vielzahl der USB-Sticks und Memory-Cards wunderte und was sie zu seinen "Studien" sagte? Es sind Fragen über Fragen.
    Eine ungeklärte Verbindung

    Vollkommen ungeklärt blieb im Prozess bisher vor allem aber auch, wie die Verbindung Gabrieles mit Gianlugi Nuzzi zustande kam, dem in Rom seit den Tagen Silvio Berlusconis mehr oder weniger offen Kontakte zum militärischen Geheimdienst nachgesagt werden.
    Die Charakterisierung, dass Paolo Gabriele eine Person ist, " die viel und gut überlegt und beobachtet und die Dinge bewertet," scheint seinen Charakter und seine Handlungen bisher also nur auf eine eher wunderliche Weise zu erfassen. Tatsächlich war er der Mann, der zu jedem geheimem Material der privaten Wohnung des Papstes Zugang hatte.
    Was Nuzzi in seinem Buch versammelt hat., sind Peanuts gegen das, was er in seine Wohnung schleppte. Je mehr sich der Prozess seinem Ende nähert, desto mehr wachsen die Widersprüche, die er ungelöst übrig lässt. Gut möglich, dass sein Ende der Beginn einer sehr viel dramatischeren und größeren Geschichte werden könnte.




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    LG Angeni

  3. #103
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    Kontroverse: Vatikan bezeichnet Papyrus des
    "Evangeliums der Ehefrau Jesu" als Fälschung




    Das neu entdeckte Papyrusfragment mit der Bezeichnung
    "Evangelium der Ehefrau Jesu".
    | Copyright: Karen L. King


    Vatikan - Der Fund eines Papyrus aus dem vierten Jahrhundert, aus dessen Text hervorgeht,
    dass Jesus verheiratet gewesen sein könnte (...wir berichteten), hat seit seiner Präsentation
    durch die Haravrd-Kirchenhistorikerin Karen L. King weltweit für Aufsehen, Kontroversen und
    besonders unter katholischen Gläubigen für Unsicherheit über grundlegende Fragen der Ehe
    und des Zölibats geführt. Nachdem schon zuvor vornehmlich katholische Kirchenforscher Kritik
    an Kings Behauptungen geäußert hatten, hat nun auch dir Vatikanszeitung "L'Osservatore Romano"
    eindeutig Stellung gegen die Authentizität des Fundes bezogen und das Papyrusfragment als
    "plumpe Fälschung" bezeichnet. Im Interview mit "grenzwissenschaft-aktuell.de" erläutert
    zudem auch der deutschen Kirchenhistoriker Michael Hesemann Fragen um den kontroversen
    Fund.





    Schon der Herausgeber des "L'Osservatore Romano", bezeichnet das Papyrusfragment im Editorial der aktuellen Ausgabe als "aus allen Blickwinkeln offenkundige Fälschung."

    Gefolgt wird dieses Statement von einem Artikel des Experten für koptische Religionsgeschichte Alberto Camplani. In diesem kritisiert der Historiker von der Università degli Studi di Roma ("La Sapienza") zunächst die Art und Weise, wie der Fund und die Schlussfolgerungen der Wissenschaftlerinnen schon vor der Pressekonferenz in den US-Medien lanciert wurde.

    Für Camplani spricht besonders der Umstand, dass in sonst keinem historischen Dokument die Rede von einem verheirateten Jesus ist, deutlich gegen die Echtheit des Papyrus. Zudem gebe auch die Provenienz, also die Herkunft des Fundes, Anlass zur Vorsicht. "(Das Fragment), wurde nicht etwa bei Ausgrabungen gefunden sondern stammt von einem Antiquitätenmarkt", zitiert "Discovery.com" aus dem Artikel. "Ein solches Objekt bedarf es, dass gleich mehrere Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden müssen, wenn es um die Feststellung der Glaubwürdigkeit und um den Ausschluss der Möglichkeit einer Fälschung geht."


    Auch Francis Watson, Experte für neutestamentarischer Studien an der britischen Durham University hält das Papyrusfragment für eine Fälschung und erläutert dies in einem Artikel, in dem er die Komposition des Textes als Wörter und Phrasen herausarbeitet, die aus gedruckten Ausgaben des Thomas-Evangeliums entlehnt worden sein sollen: "Sehr wahrscheinlich handelt es sich um eine Komposition eines neuzeitlichen Autors der selbst koptisch nicht als Muttersprache spricht".



    Bislang liegt noch keine Stellungnahme der Forscherinnen Karen L. King und AnneMarie Luijendijk zu den Einschätzungen ihrer Kritiker vor. Allerdings hatte King schon in ihrer ursprünglichen Presseinformation der Harvard Divinity School erklärt, dass weitere Untersuchungen notwendig seien, um die Einschätzung noch anhand von chemischen Analysen der verwendeten Tinte zu überprüfen. Zudem machte die Forscherin schon in ihrer ersten Präsentation deutlich, dass das Papyrusfragment selbst noch nicht als Beweis dafür angesehen werden könne, dass Jesus tatsächlich verheiratet war. Allerdings belege der Fund (sollte er echt sein...), dass einige der frühen christlichen Gemeinden genau davon ausgingen.


    Im weltberühmten "Abendmahl" von Leonardo da Vinci sehen Vertreter der Theorie eines verheirateten Jesus einen Hinweis darauf, dass auch das Renaissance-Genie von Maria Magdalena als Gefährtin Jesu ausging und diese sogar zu seiner Rechten abgebildet hatte (6. v. l.). Kirchenhistoriker deuten diese Person (die für den Betrachter links neben Jesus sitzt) als Johannes dem "Lieblingsjünger". Kritiker dieser konservativen Deutung verweisen jedoch auf dessen auffallend weibliche Züge und sogar einen weiblichen Brustansatz.
    | Copyright: Public Domain

    Auch der deutsche Kirchenhistoriker Michael Hesemann hat sich schon früh zum Papyrusfund geäußert und sich gegen dessen Authentizität ausgesprochen. Im Interview mit "grenzwissenschaft-aktuell.de" erläutert er Fragen und Konsequenzen rund um den Papyrus.

    GreWi: Herr Hesemann, in einem Statement zum Papyrus haben sie geschrieben, dass selbst wenn der Papyrus bzw. das damit verbundene angebliche "Evangelium" (historisch) echt sein sollte, es sich dennoch nur um eine "gnostische Fiktion des 4. Jahrhunderts ohne den geringsten historischen Anspruch" handeln könne. Als Grund erläutern Sie, die frühen Kirchenväter seien sich "einig mit den authentischen Evangelien aus der Zeit der Augenzeugen, dass Jesus, wie viele Juden seiner Zeit und die meisten Propheten und Gottesmänner des Alten Bundes oder auch Johannes der Täufer - EHELOS (sic.) lebte". Wie kann man aber sicher sein, dass dieser Personenkreis die "Wahrheit" in dieser Frage kannte, wurden diese Entscheidungen doch ebenfalls von Personen getroffen, die Jesus selbst nicht mehr direkt gekannt haben können?

    Hesemann: Die Definition der christlichen Glaubenswahrheiten fand (schon) in den ersten hundert Jahren nach der Auferstehung Christi statt. Die Männer, die wir Christen als die ersten Kirchenväter verehren, Männer wie Justin der Märtyrer und Irenäus von Lyon, waren noch Schüler von Schülern der Apostel, die noch weit mehr, als in den Evangelien steht, in direkter, unmittelbarer Überlieferung von den Jüngern und Weggefährten Jesu erfahren haben. Daher definiert Irenäus ja auch in seinen Büchern über die frühen Häresien die apostolische Sukzession, also eine Weihelinie, die direkt auf einen Apostel zurückgeht, als das entscheidende "Qualitätssiegel" für die Authentizität einer Tradition.

    Die Kirche in direkter apostolischer Sukzession hat immer nur die vier kanonischen Evangelien anerkannt. Aber es gab halt, seit Simon Magus, immer auch schon eine "Konkurrenz" - Sekten, deren Gründer sich meist auf eine Privatoffenbarung beriefen und einen anderen Christus lehrten. Wie früh es dieses "Christentum Marke Eigenbau" schon gab, enthüllen uns die Briefe des hl. Paulus, die aus den Jahren zwischen ca. 49 und ca. 64-66 stammen. In der Kirche, die sich auf eine apostolische Gründung berufen konnte, bestand nie der geringste Zweifel an der Ehelosigkeit Jesu, die ja Johannes und Paulus als Vorbild für die eigene Ehelosigkeit diente. Aus ihr ging die heutige katholische Kirche ebenso hervor wie die orthodoxen und altorientalischen Kirchen.


    GreWi: Können Sie uns erläutern, welche Konsequenzen der Nachweis eines verheirateten Jesus für die Gläubigen und die römisch-katholische Kirche hätte?

    Hesemann: Es kann keinen Nachweis für einen verheirateten Jesus geben, weil Jesus nie verheiratet war, ohne wenn und aber. Daran kann auch ein Papyrusfragment nichts ändern, gleich, ob es sich nun um eine Fälschung oder um eine gnostische Fiktion aus der Spätantike handelt. Denn gerade die gnostischen "Evangelien" enthalten keinerlei historisch verifizierbare Informationen, auch kein originär jüdisches Gedankengut, wie es Jesus und seinen Jüngern zuzutrauen wäre, sondern synkretistische neoplatonische Spekulationen, die nicht mehr spirituellen Wert haben als die "Channelings" der modernen Esoterik.


    Kontroverse: Johannes oder Maria-Magdalena? Vergrößerung der Figur zur Rechten Jesu, aus Leonardo da Vinci "Abendmahl". | Copyright: Public Domain

    Einige Gnostiker glaubten, dass jede Seele ihr weibliches Gegenstück hatte und dass dies auch für Jesus gelten müsste - und auf der Suche nach einer "Seelengefährtin" stießen sie eben auch mal auf Maria Magdalena (s. Abb. Hinweis d. GreWi-Red.: Auch das diskutierte Papyrusfragment benennt eine "Maria" als die vermeintliche Ehefrau Jesu...)

    Natürlich kann man spekulieren und feststellen, dass etwa der Priesterzölibat nicht mehr als Lebensstand in der Nachfolge Jesu haltbar wäre, wenn Jesus denn verheiratet gewesen wäre. Aber er war es nicht. Wäre er es gewesen, dann wäre er nicht der Sohn Gottes, der das Ende seines irdischen Wirkens im Voraus kannte. Sonst hätte verantwortungslos gehandelt - eine prophetische Verkündigung des Evangeliums war einfach nicht mit einem Ehe- oder Familienleben vereinbar! Aber, im Gegenteil, er rief seine Jünger auf, alles zu verlassen, um ihm nachzufolgen, nicht einmal die Toten zu begraben, und zu Ehelosen um des Himmelreiches willen zu werden!


    GreWi: Immer wieder verweisen Vertreter der Theorie eines verheirateten Jesus auf die jüdische Tradition, wonach von einem Rabbi aufgrund seiner Vorbildsfunktion erwartet wird, verheiratet zu sein und Kinder zu haben. Da Jesus von seinen ersten Jüngern auch als Rabbi bezeichnet wurde, ist es da nicht anzunehmen, dass auch Jesus verheiratet war?

    Hesemann: Jesus wurde tatsächlich als "Rabbi" bezeichnet, was wörtlich "Großer", "Bedeutender" heißt und als Anrede für einen Lehrer oder Meister benutzt wurde. Das hatte noch nichts mit dem Amtstitel aus der talmudischen Zeit zu tun und noch weniger mit dem heutigen Rabbinertum. Tatsächlich ist das talmudische Judentum ausschließlich pharisäisch geprägt, während es zur Zeit Jesu, d.h. vor der Zerstörung des Tempels, drei etwa gleichstarke "Schulen" gab, nämlich neben den Pharisäern noch die Essener und die Sadduzäer.

    Insofern ist es ein völliger Anachronismus, die heutige Definition des Titels "Rabbi" auf Jesus anzuwenden. Im vortalmudischen Judentum gab es eine sehr starke Tradition der prophetischen Ehelosigkeit - man erwartete praktisch von einem Propheten, dass er sich ganz in den Dienst des Herrn stellte und asketisch lebte. Johannes der Täufer war ein zeitgenössisches Beispiel und auch Paulus verzichtete nach seiner Berufung zum Apostolat auf eine Ehe. Es gab auch einen Enthaltsamkeitseid, das sog. Nasiräat, und schon die Torah bietet die Möglichkeit an, als Mann oder auch als Ehepaar zölibatär zu leben. Speziell die Essener propagierten die Enthaltsamkeit, um sich rein zu machen für die Ankunft des Messias. So berichteten der Jude Flavius Josephus, aber auch der Römer Plinius von der Ehelosigkeit der Essener. Das Ideal im messianischen Judentum war also der Zölibat, nicht die Ehe!



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    LG Angeni

  4. #104
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    Also die Reaktion der Kirche und derren gekauften Sprechern, also in der Gnostischen Lehre bzw. den Apokryphen sind einige Verweise auf eine Ehe zwischen Jesus und Maria Magdalena zu finden. Auch bezeichnend ist im Johannes Evangelium (dem echten nicht korrigiertem!), seine Frage an Jesus warum Er Maria Magdalena zu seiner 1.ten Priesterin machte. Leider ist die Anwort auf diese Frage angeblich nicht vorhanden aber der sonstige Text quasi vollständig. Ich gehe mal davon aus da wurde früher eine Passage, welche nicht zum Dogma passte entsorgt.

    In der sog. Urkirche z.B. wurde nicht zwischen Mann und Frau unterschieden, dort wurde der Beste in das Amt des Priesters erhoben. Erst ein Vatikanisches Konzil machte aus der Frau ein unmündiges, unreines Wesen, welche keine Rechte auf irgendwas besitzen durfte.

  5. #105
    Redakteur Avatar von Angeni
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    Wie viel verdienen der Papst und seine Kardinäle?




    Vatikanische Würdenträger mussten sich in Vergangenheit
    bereits Proteste gegen ihre Ausgabenpolitik anhören

    Einer der mächtigsten Männer der Welt bekommt für seine Arbeit kein Geld – jedenfalls nicht offiziell. Was der Papst für seine Amtsgeschäfte und sein persönliches Wohlbefinden braucht, bekommt er gestellt. Dabei unterstützen ihn zwei Sekretäre und drei Ordensschwestern. Diese haben einen jährlichen Etat von 1,2 Millionen Euro zur Verfügung. Die 20 italienischen Kardinäle (weltweit gibt es 135 Eminenzen) verdienen jeder etwa 150000 Euro im Jahr; diese Zahl ist deutlich niedriger für ihre Kollegen in Afrika und Südamerika, aber immer noch weit über dem durchschnittlichen Monatseinkommen des jeweiligen Landes. Die Zahlen für Deutschland: zwischen 110000 Euro (Kardinal Karl Lehmann) und 150000 Euro (Kardinal Joachim Meisner, Erzbischof von Köln), etwa genauso viel wie der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland. Die Würdenträger bekommen außerdem Angestellte, eine Wohnung und ein Auto mit Fahrer zur Verfügung. Über den Urlaub können sie ebenfalls frei entscheiden. Was dazu kommt: In katholisch geprägten Ländern wie Südamerika sind Kardinäle Superstars – fraglich, ob sie, wenn sie im Restaurant essen, wirklich bezahlen müssen.
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    LG Angeni

  6. #106
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    Italien: Katholische Kirche richtet Exorzisten-Hotline ein




    In Italien wächst die Nachfrage nach Exorzisten, welche Teufel austreiben, so rasant,
    dass die katholische Kirche nun in Mailand die erste Exorzisten-Hotline eingerichtet hat.
    Sie ist Montags bis Freitags von 14:30 bis 17:00 Uhr besetzt und vermittelt Priester,
    welche in der Nähe der »Kunden« wohnen und nicht weit anreisen müssen. Mehr...

    LG Angeni

  7. #107
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    Milliarden-Steuerhinterziehung muß nicht zurückgezahlt werden:
    19.12.12
    EU lets Catholic Church off its billion-euro tax bill
    The Vatican has received a generous early Christmas present from European Union chiefs with the announcement that illegal tax exemption from 2006 to 2011, which saved the Catholic Church billions of euros, will not have to be paid back....
    http://www.independent.co.uk/news/wo...l-8426163.html


  8. #108
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    Vatikan überwacht Personal ab 2013 per RFID

    Der Vatikan wird ab dem 1. Januar 2013 sämtliches Personal durch eine ID-Card mit RFID Technik überwachen.
    Zu dieser Entscheidung kam es, da der Kammerdiener (Paolo Gabriele) des Pabstes 2011/2012 vertrauliche Vatikan-Dokumente an die Öffentlichkeit gegeben hatte.
    Diese Art der Sicherheitsmaßnahme war bereits innerhalb des Vatikans seit Jahren im Gespräch gewesen.

    Quelle: http://www.psyflex.de/vatikan-uberwa...2013-per-rfid/
    Liebe Grüße
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  9. #109
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    Zitat Zitat von AreWe? Beitrag anzeigen
    Der Vatikan wird ab dem 1. Januar 2013 sämtliches Personal durch eine ID-Card mit RFID Technik überwachen.
    Zu dieser Entscheidung kam es, da der Kammerdiener (Paolo Gabriele) des Pabstes 2011/2012 vertrauliche Vatikan-Dokumente an die Öffentlichkeit gegeben hatte.
    Diese Art der Sicherheitsmaßnahme war bereits innerhalb des Vatikans seit Jahren im Gespräch gewesen.

    Quelle: http://www.psyflex.de/vatikan-uberwa...2013-per-rfid/
    na da bin ich gespannt ... den in der Politik und dem Finanzwesen ist es ja schon gang und gebe ...

    Ich habe nichts gegen Gott ! Aber seine Fan Clubs kotzen mich an !

  10. #110
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    Der Vatikan nimmt nur noch Bares

    Elektronischer Zahlungsverkehr gesperrt

    Die italienische Zentralbank hat den Vatikan vom elektronischen Zahlungsverkehr abgeschnitten. Damit können Besucher und Gläubige nur noch bar bezahlen. Der Ausgangspunkt des Problems hat im Vatikan eine lange Vorgeschichte. Er lautet: Verdacht auf Geldwäsche.

    "Ci scusiamo per possibili disagi - wir entschuldigen uns für mögliche Unannehmlichkeiten", heißt es lapidar auf der Homepage der Vatikanischen Museen. Leider sei seit dem 1. Januar keine Bezahlung per Kredit- oder EC-Karte möglich. Diese harmlos klingende Mitteilung beinhaltet allerdings reichlich Sprengstoff - denn dahinter steckt viel mehr.

    Im gesamten Vatikan kann derzeit nicht mit elektronischen Zahlungsmitteln bezahlt werden. Die italienische Zentralbank hat nämlich dem Vatikan den elektronischen Zahlungsverkehr komplett gesperrt. Und so ist in Apotheke, Supermarkt, Vatikan-Post, vor allem aber an den Eintrittskassen berühmten Museen - mit einem Jahresumsatz von mehr als 90 Millionen Euro - derzeit nur Barzahlung möglich. Alternativ werden auch Schecks akzeptiert.
    Genehmigung für Zahlungsverkehr abgelehnt

    Bisher hat die Deutsche Bank Italien einen Großteil des Zahlungsverkehrs für den Vatikan abgewickelt. Nur unterliegt diese italienischen Bestimmungen. Die Deutsche Bank habe zwar 2012 eine Genehmigung beantragt, schreibt die Nachrichtenagentur ANSA. Die sei aber abgelehnt worden.
    Der Hintergrund ist für den Vatikan ungefähr so unangenehm wie der "Vatileaks"-Skandal. Er lautet: Verdacht auf Geldwäsche. Die Banca d’Italia ist nämlich der Auffassung, dass der Vatikan die internationalen Anti-Geldwäsche-Standards immer noch nicht erfüllt. Daher dürften italienische Banken diese Finanztransaktionen im Vatikan nicht abwickeln.
    Vatikanbank mehrmals im Visier der Ermittler

    In den vergangenen Jahren gab es immer wieder Ermittlungen wegen undurchsichtiger Transaktionen der Vatikanbank IOR. 2010 hatten die italienischen Behörden eine Zahlung von 23 Millionen Euro über einen längeren Zeitraum beschlagnahmt. Das Geld befand sich auf dem Konto einer anderen Bank und sollte zu JP Morgan in Frankfurt und anderen Instituten überwiesen werden. Das IOR hatte offenbar keine Kontrollmitteilungen über den Transfer der Summen gemacht. Vor gut einem Jahr tauchte der Vatikan dann in einem Bericht des US-Außenministeriums auf einer Liste der Staaten auf, die wegen Verdachts auf Geldwäsche beobachtet werden.
    Ettore Gotti-Tedeschi musste im Mai 2012 als Chef der Vatikanbank gehen. Es gab wohl noch weitere Vorkommnisse. Denn im vergangenen Mai hatte der IOR-Aufsichtsrat den verantwortlichen Chef der Vatikanbank, Ettore Gotti-Tedeschi, über Nacht gefeuert. Zur Begründung hieß es nur, dieser habe verschiedene wichtige Aufgaben seines Amtes nicht erledigt. Gotti-Tedeschi selbst ließ allerdings verlauten, seine Probleme in der Bank hätten genau dann begonnen, als er Fragen nach den Namen hinter den Nummernkonten stellte.
    Skandal in den 1970er-Jahren

    Ende der 1970er-Jahre hatte es einen großen Skandal um die Geschäfte der Vatikanbank gegeben, in den auch die Mafia verwickelt war. Der damalige Leiter des IOR, Kardinal Marcincus, hatte sich sogar vor einer Verhaftung in die USA geflüchtet.
    Juristisch gesehen arbeitet die Vatikanbank mit eigenem Vermögen und auf eigene Rechnung im Auftrag des Papstes und fungiert damit als eine Art Girozentrale der katholischen Kirche.
    Vatikan gibt keinen Kommentar ab

    Zum aktuellen Vorfall gibt es übrigens keinen Kommentar aus dem Vatikan. Vatikansprecher Lombardi bestätigte nur, dass die Verträge einiger vatikanischen Einrichtungen mit einem ihrer Finanzdienstleister ausgelaufen sind. Wie lange der Vatikanstaat von der elektronischen Finanzwelt abgeschnitten ist, ist unklar, allerdings werde momentan intern mit Hochdruck an einer Ersatzlösung gearbeitet, heißt es.

    Quelle: http://www.tagesschau.de/wirtschaft/...erkehr100.html
    Liebe Grüße
    Bill Gates ist 100% Eugeniker!
    Leute! Denkt immer an: "Teile und herrsche", und fragt Euch wer der "Dritte" ist! Cui bono?
    1 + 1 = 2 (universell und ewig)
    Love, peace and freedom!

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