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Thema: Alles über Planeten und Trabanten

  1. #31
    Gast

    Re: Alles über Planeten und Trabanten

    Video zeigt Vesta in 3D

    Er sieht aus wie ein deformierter Golfball im Weltall: Seit Monaten untersucht die Nasa den mit Kratern übersäten Asteroiden Vesta. Jetzt hat die Raumfahrtbehörde ein 3D-Video des Himmelskörpers veröffentlicht.



    25 Kilometer hoher Berg

    "Wer wissen will, wie es ist, eine neue Welt wie Vesta zu erforschen, der hat mit diesem Video die Chance, es selbst zu erfahren", sagt Ralf Jaumann vom Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrum (DLR). Jaumann hat den rund 100 Sekunden langen Film erstellt.

    Das Video zeigt den Gesteinsbrocken in der Totalen sowie Nahaufnahmen seiner mit Kratern übersäten Oberfläche. Die Bilder stammen von der Sonde "Dawn", die den Asteroiden in etwa 2.700 Kilometern Höhe umkreist.

    Höhepunkt des Überflugs ist ein gewaltiger Berg am Südpol von Vesta, der mit etwa 25.000 Metern knapp dreimal so hoch wie der Mount Everest ist. Der Durchmesser von Vesta beträgt 530 Kilometer (zum Vergleich die Erde: 12.700 Kilometer), sein Alter rund 4,4 Milliarden Jahre.

    Die Mission startete im September 2007, knapp vier Jahre später erreichte "Dawn" nach einer 2,7 Milliarden Kilometer langen Reise am 15. Juli 2011 Vesta. Derzeit schraubt sich "Dawn" bis auf 210 Kilometer an Vestas Oberfläche heran. Nächsten Juli fliegt die Sonde dann weiter zum größten bekannten Asteroiden Ceres, wo sie 2015 ankommen soll.

    http://science.orf.at/stories/1691217/

  2. #32
    Susi
    Gast

    Re: Alles über Planeten und Trabanten




    ***

    «Kepler»-Teleskop entdeckt erdähnlichen Planeten




    Wie viele Erden gibt es im All? Das Weltraumteleskop «Kepler» hat jetzt einen Planeten gefunden, der unserer Heimat schon sehr ähnlich scheint. Hinweise auf Leben gibt es von dort aber (noch) nicht.


    Im Schaubild hat die Nasa den Vergleich vom «Kepler-22b»-System zu unserem Sonnen-System hergestellt. reuters



    Das Weltraumteleskop «Kepler» hat einen möglicherweise bewohnbaren Planeten bei einem anderen Stern gefunden. Die Entdeckung wurde am Montag auf einer «Kepler»-Konferenz der US-Raumfahrtbehörde Nasa in Kalifornien (USA) bekanntgegeben.



    Erster Fund von «Kepler»

    Der Planet mit der Katalognummer Kepler-22b umkreist demnach einen sonnenähnlichen Stern in dessen bewohnbarer Zone. Es ist nicht der erste Nachweis eines Planeten in der bewohnbaren Zone eines anderen Sterns, aber der erste mit dem Weltraumteleskop «Kepler». Hinweise auf Leben haben die Astronomen dort bislang jedoch nicht gefunden.

    «Dies ist ein wesentlicher Meilenstein bei der Suche nach einem Zwilling der Erde»
    «Kepler»-Forscher Douglas Hudgins

    Kepler-22b und sein Heimatstern sind etwa 600 Lichtjahre von der Erde entfernt. Der ferne Planet ist nach Nasa-Angaben der bislang kleinste, der in der bewohnbaren Zone eines sonnenähnlichen Sterns aufgespürt worden ist. Sein Durchmesser ist nur etwa 2,4 Mal grösser als derjenige der Erde.



    Erdähnliche Planeten: Das «Kepler»-Projekt

    Die Nasa hat dem Weltraum-Teleskop «Kepler» eine eigene Externer LinkWeb-Site gewidmet. Dort wird über die Geschichte des Programms auch in Multimedia-Sequenzen informiert und Erkenntnisse dokumentiert, die mit dem Fernrohr im All gewonnen wurden. Auch die Ergebnisse zu Externer Link«Kepler-22b» werden laufend aktualisiert. Ein Externer LinkVideo zeigt das Briefing über das Auffinden von «Kepler-22b» und die bisherige Suche nach erdähnlichen Planeten.



    Sonnen-Umrundungszeit: 290 Tage

    Der Exoplanet umrundet seine Sonne, die etwas kleiner und kühler ist als unsere, alle 290 Tage. Ob es sich allerdings um einen Gesteinsplaneten wie die Erde handelt, oder ob der ferne Planet hauptsächlich flüssig oder gasförmig ist, stehe noch nicht fest, erläuterte die Nasa. Dennoch handele es sich um einen bedeutenden Fund.

    «Dies ist ein wesentlicher Meilenstein bei der Suche nach einem Zwilling der Erde», unterstrich «Kepler»-Forscher Douglas Hudgins. Der Fund soll im Fachblatt «The Astrophysical Journal» veröffentlicht werden.



    Über 700 Exoplaneten aufgespürt

    Planetenjäger haben bereits mehr als 700 Planeten anderer Sterne aufgespürt, sogenannte Exoplaneten. Die meisten von ihnen sind heisse Geschwister des Gasriesen Jupiter, dem grössten Planeten unseres Sonnensystems, die ihre Sonnen in geringem Abstand umkreisen. Dennoch hatten auch frühere Beobachtungen bereits potenziell erdähnliche Planeten in oder am Rande der bewohnbaren Zonen ihrer Heimatsterne gefunden.

    So hatten Forscher im vergangenen Jahr den Exoplaneten Gliese 581g in der bewohnbaren Zone seiner Sonne geortet, einem roten Zwergstern. Als bewohnbare Zone um einen Stern gilt derjenige Bereich, in dem Wasser flüssig wäre. Flüssiges Wasser ist die Grundvoraussetzung für Leben wie wir es kennen.



    48 Kandidaten in bewohnbaren Zonen

    Das Nasa-Weltraumteleskop «Kepler», das zur Suche nach erdähnlichen Planeten gestartet worden war, hat bislang mehr als 2300 Kandidaten für Exoplaneten bei anderen Sternen gefunden, davon 48 Kandidaten in bewohnbaren Zonen. Von diesen ist Kepler-22b der erste, dessen Existenz sich mit Folgebeobachtungen bestätigen liess, hiess es auf der Konferenz im Ames-Forschungszentrum der Nasa in Moffet Field (Kalifornien).

    «Das Schicksal meinte es gut mit uns bei der Entdeckung dieses Planeten», sagte «Kepler»-Chefwissenschaftler William Borucki. Den ersten Hinweis auf Kepler-22b habe das Weltraumteleskop bereits drei Tage nach der offiziellen Inbetriebnahme im Frühjahr 2009 geliefert. Die Bestätigung sei dann in der Weihnachtszeit 2010 beobachtet worden




    Quelle

    ***

  3. #33
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    Re: Alles über Planeten und Trabanten

    Moin,

    und wie kommt man dort hin?
    thcok
    Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 – “Haftung für Links” hat das Landgericht (LG) Hamburg entschieden, dass man durch das Setzen eines Links, die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Hiermit distanzieren ich mich ausdrücklich von den verlinkten Seiten, dafür sind ausschließlich die Urheber bzw. Betreiber verantwortlich.)

  4. #34
    Gast

    Re: Alles über Planeten und Trabanten

    Freitag, 9. Dezember 2011Sonnenforscher erklären planetengroßes "Objekt" in der Nähe des Merkur


    Standbild: Eine von der Sonne ins All geschleuderte Plasmafackel (CME) lässt offenbar eine gewaltige Struktur rechts neben dem Planeten Merkur für wenige Augenblicke sichtbar werden. | Copyright/Quelle: secchi.nrl.navy.mil

    Washington/ USA - Am 1. Dezember 2011 dokumentierte die Kamera an Bord der Zwillingssonden des NASA-Sonnenobservatoriums STEREO einen koronalen Masseauswurf der Sonne und in der Folge, wie dessen Plasmawelle auf den innersten Planeten Merkur trifft und über diesen hinwegfegt. Auf den Originalaufnahmen dieses Vorgangs entdeckte ein Beobachter dann eine Erscheinung, die auf den ersten Blick tatsächlich wie ein gewaltiges Objekt erscheint, das - offenbar getarnt - erst durch den Plasmafackel für einige Augenblicke sichtbar wird. Während die einen in den Aufnahmen eine gewaltige künstliche Struktur von planetarer Größe zu erkennen glauben, sind Wissenschaftler der US Navy, auf deren Seiten die ursprünglichen Aufnahmen veröffentlicht wurden, zuversichtlich, die Erscheinung als Bildartefakte erklären zu können.

    Auf das "Atemberaubende riesige UFO direkt neben Merkur" (Amazing huge cloaked UFO next to Mercury MUST SEE!!!) machte "siniXster" die Internetgemeinde mit einem Video auf Youtube aufmerksam. Die fraglichen "HI 1"-Aufnahmen der STEREO-Sonde A entdeckte er auf der Internetseite des Forschungsprojekts der US Navy über Zusammenhänge zwischen Sonne und Erde ("Sun Earth Connection Coronal and Heliospheric Investigation" SECCHI) auf "secchi.nrl.navy.mil".

    In seinen eigenen Kommentaren zeigt sich "siniXster" offensiv fasziniert von seiner Entdeckung und lässt, wie die schon im Titel seines Videos, keinen Zweifel daran, dass es für ihn keinerlei andere Erklärung für die Bilder geben kann, als dass hier ein getarntes Raumschiff durch die Plasmafackel des Sonnensturms für kurze Zeit sichtbar wird - "Star Trek" lässt grüßen.




    Vergrößertes Standbild des "Objekts" | Copyright/Quellen: secchi.nrl.navy.mil / youtube.com

    Nachdem das Video innerhalb nur weniger Tage mittlerweile schon mehr als eine Million mal aufgerufen wurde und sich gerade auf einschlägigen Internetseiten und in Foren hitzige Diskussionen darüber entwickelt haben, was die Aufnahmen zeigen, haben sich nun auch die Wissenschaftler des SECCHI-Projekts dazu geäußert und erklären die Erscheinung als bekanntes Artefakt des Berechnungsprozesses der Bilddaten:

    "Für die Darstellung der HI 1-Aufnahmen wird ein täglicher Mittelwert verwendet, um eine bestmögliche Darstellungsverstärkung der Plasmawolken der CMEs zu erhalten. Dieses Verfahren lässt bei Planeten, wie in diesem Beispiel Merkur, dunkle Flächen entstehen. Indem wir den Hintergrund ableiten, wird eine Interpolation aus den Halbwerten zweier Tage erstellt. Da die gezeigten Bilder jedoch immer dann be- und verarbeitet werden, wenn sie auch aufgenommen werden (in diesem Fall am 1. Dezember), steht natürlich noch kein Halbwert des kommenden Tages zur Verfügung. Aus diesem Grund werden für den beschriebenen Vorgang die Halbwertdaten des Vortages (30. November) verwendet und mit der aktuellen Aufnahmen (1. Dezember) kombiniert. Durch die Interpolation des aktuellen Bildes und des Bildes vom Vortag, entsteht bei Objekten wie etwa Planeten ein dunkler Fleck im Hintergrund, dabei handelt es sich sozusagen um das Negativabbild des Planeten vom Vortag, der dann wiederum in den verstärkten Aufnahmen als helle Flächen erscheint.

    Wenn wir also diese Bilde sozusagen am darauf folgenden Tag (in diesem Fall dem 2. Dezember erneut generieren, wird das helle Bildartefakt an der bisherigen Stelle verschwinden, da wir dann die Halbwertdaten des Folgetages nutzen. (...)"

    Anhand der folgenden drei Aufnahmen wird der auf den Aufnahmen sichtbare Effekt anschaulich aufgezeigt:

    Tag 1

    Vierfache Detailvergrößerung (Merkur) des Tageshalbwerts der HI 1-A Aufnahmen vom 30. November 2011 um 15:02Z (T1) | Quelle: secchi.nrl.navy.mil

    Tag 2

    Vierfache Detailvergrößerung (Merkur) des Tageshalbwerts der HI 1-A Aufnahmen vom 1. Dezember 2011 um 12:02Z (T2) | Quelle: secchi.nrl.navy.mil



    Vierfache Detailvergrößerung des Ergebnisses der Interpolation der beiden vorangegangenen Tageshalbwerte der HI 1-A Aufnahmen, so zu sehen am 1. Dezember 2011, 23:29Z (T) | Quelle: secchi.nrl.navy.mil

    Tatsächlich sind diese Artefakte nichts Ungewöhnliches und können immer wieder auf den STEREO-Aufnahmen gefunden werden, wenn Planeten von CMEs überflutet werden:



    - Die vollständige Erläuterung des SECCHI-Teams mit weiteren Detailinformationen finden Sie HIER


    http://grenzwissenschaft-aktuell.blogsp ... groes.html

  5. #35
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    Re: Alles über Planeten und Trabanten






  6. #36
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    Re: Alles über Planeten und Trabanten

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  7. #37
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    Re: Alles über Planeten und Trabanten

    Mal wieder eine typische VT-Pistole! Das Objekt ist ein reines Verarbeitungsphänomen des Mediums. So produzieren diese sensiblen Kameras
    eben Artefakte.

    Dabei hat der Bildfehler nicht einmal einen realen Korpus, da er sonst ähnlich wie der kleine Merkur einen Smear-Effekt aufweisen würde.


    Es ist bedauerlich, dass sich die Leute, bevor sie loshypen, nicht einmal auch nur einen Moment in die Mechanismen und Verarbeitungsabläufe dieser
    hochsensiblen Kameras einarbeiten. So könnten viele Irrtümer vermieden werden.

    Davon abgesehen ist Merkur ein Winzling unter den Planeten und kaum größer als unser Mond. Die Bezeichnung planetengroßes Objekt ist also in höchstem
    Maße irreführend, da es sich hier nur um einen Kameraeffekt handelt, der natürlich kurzfristig auftritt.



    Bezeichnend ist, dass die VT-Hyper sofort nach UFOs mit Tarnkappen oder sonstigen Unsinn schreien.
    Raumschiff Enterprise wäre natürlich weit realer als dieses Bild-Artefakt.

    Advent, Advent, ein Vtler brennt! Zwar ist es nur der Hut, aber das tut in der Langeweile dem Vtler gut!

  8. #38
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    Re: Alles über Planeten und Trabanten

    Advent, Advent, ein Vtler brennt! Zwar ist es nur der Hut, aber das tut in der Langeweile dem Vtler gut!
    Hey Jochi !
    Nix gegen VTler...davon "lebt" das Forum, eher nicht von Typen wie dir.

  9. #39
    Gast

    Der verschwundene Gasriese

    Der verschwundene Gasriese


    So könnte der mögliche Riesenplanet ausgesehen haben, der sich spurlos aus dem Sonnensystem verabschiedete. - Illu.: Southwest Research Institute

    [size=110:2md5f162]US-Astronom wartet mit einer spektakulären These auf: Unser Sonnensystem hatte früher wohl noch einen Planeten

    Boulder/Wien - In unserem Planetensystem deutet einiges darauf hin, dass die Konfiguration der Sonnentrabanten früher einmal etwas anders war als heute. So gab es auf den "Außenbahnen" des jungen Sonnensystems wahrscheinlich nicht genug Material, das zur Bildung von Uranus und Neptun in ihrem heutigen Abstand ausgereicht hätte. Unklar ist auch, warum die inneren Planeten des Sonnensystems wie die Erde (und auch unser Mond) in ihrer Frühphase einem so starken Bombardement von Kleinstplaneten ausgesetzt waren.[/size]

    Nun wartet der US-Astronom David Nesvorný vom Southwest Research Institute in Boulder mit einer spektakulären These auf: Der Forscher wollte mit den Simulationen mehr über die turbulente Jugendphase des Sonnensystems herausfinden, und seine Computersimulationen hätten ergeben, dass es ursprünglich einen fünften großen Gasplaneten besessen haben könnte.

    Nesvorný berücksichtigte für seine Berechnungen auch 1000 Kleinplaneten, die in einer weiten Scheibe um die Sonne zogen. Zudem fügte er bei einem Teil der mehr als 6000 Simulationen zu den vier existierenden Gasplaneten (Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun) einen fünften äußeren Planeten hinzu.

    Die Simulationen mit vier Gasplaneten führten in den seltensten Fällen zur heute vertrauten Konstellation. Sehr viel häufiger geschah das mit einem fünften Gasriesen, der sich bald verabschiedete und dabei einiges Material in die äußeren Regionen des Sonnensystems (für Uranus und Neptun) mitnahm, wie Nesvorný in einem ArXiv-Aufsatz schreibt.

    Dass so ein Szenario plausibel sein kann, legten kürzlich erst Sichtungen von Gasriesen nahe, die ohne "Sonnenbindung" durch das All treiben. "Das lässt vermuten, dass das Verstoßen eines Planeten keine Ausnahmeerscheinung ist", so Nesvorný. (tasch, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 15. November 2011)



    http://derstandard.at/1319182803509/Astronomie-Der-verschwundene-Gasriese

  10. #40
    Gast

    Re: Alles über Planeten und Trabanten

    Sonnenwind erstickt Merkurs Magnetfeld
    26.12.2011,


    Merkurs Magnetfeld steht unter massivem Teilchenbeschuss durch die Sonne (Quelle: NASA/APL)

    Das Magnetfeld vom Planeten Merkur müsste eigentlich vor Kraft strotzen. Doch tatsächlich ist es sehr schwach. In Simulationen kommen deutsche Forscher dem Phänomen nun auf die Spur. Sie glauben einen strahlenden Widersacher gefunden zu haben.

    Seit Jahren stehen Astronomen vor einem Rätsel: Obwohl der Merkur ein ähnlich starkes Magnetfeld wie die Erde haben müsste, zeigten Erkundungen mit Raumsonden, dass es nahezu 150-mal schwächer ist.

    Nun haben Forscher in einer Computersimulation ermittelt, woran das liegt. Schuld könnte demnach der Sonnenwind sein. Er umgibt das Magnetfeld des Planeten - und erstickt es förmlich.

    Merkur bekommt Teilchen besonders stark zu spüren

    Als einziger Gesteinsplanet des Sonnensystems neben der Erde besitzt Merkur ein globales Magnetfeld, das ebenfalls durch einen Dynamo im Innern des Planeten entsteht. Doch warum ist davon nur so wenig zu merken? Forscher von der Technischen Universität Braunschweig und dem Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung glauben nun, eine Lösung gefunden zu haben, wie sie im US-Fachblatt "Science" berichten.

    "Der Merkur steht mit dem ihn umgebenden Sonnenwind in einer engen Wechselwirkung", erklärt Daniel Heyner von der Technischen Universität Braunschweig. Der Sonnenwind ist ein beständiger Strom elektrisch geladener Teilchen von der Sonne. Merkur ist nur rund ein Drittel so weit von der Sonne entfernt wie die Erde und bekommt ihn daher besonders stark zu spüren.

    Die Dynamoregion tief im Innern des Merkurs ist - wie auf der Hand liegt - nicht für direkte Beobachtungen zugänglich. Um das Phänomen also zu erklären, testeten die Forscher verschiedene komplizierte alternative Dynamomechanismen im Computermodell. Alle diese Modelle ließen jedoch das Feld der äußeren Magnetosphäre außer Acht.

    Magnetfeld wird stark zusammengepresst

    Am plausibelsten erwies sich schließlich folgendes Szenario: Der Sonnenwind drückt das Magnetfeld des Planeten so stark zusammen, dass es kaum aus der Oberfläche herausragt. Dadurch liegt die sogenannte Magnetopause, wo der Einflussbereich des Merkur-Magnetfelds endet, dicht über der Oberfläche des Planeten. Dort fließen durch den Sonnenwind starke elektrische Ströme, die wiederum ein eigenes Magnetfeld erzeugen. Es ist dem planeteneigenen entgegengerichtet und schwächt es damit ab, erstickt es beinahe.

    Ob das auch der Realität entspricht, hoffen die Forscher bald herauszufinden. Sie erwarten mit Spannung Magnetfeldmessungen vom Merkur von der NASA-Sonde "Messenger". Mit der europäisch-japanischen Raumsonde "BepiColombo" wollen sie dann ab 2020 gezielt das Magnetfeld des Planeten erkunden - und ihre Theorie weiter prüfen.
    Quelle

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