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Thema: Umpolung der Erde (Polsprung)

  1. #31
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    Röntgenstrahlen erforschen Erdkern

    Röntgenstrahlen erforschen Erdkern

    Jules Verne’s „Reise nach dem Mittelpunkt der Erde“ ist Legende. Während der Futurologe vor 150 Jahren unter unseren Füßen eine urzeitliche Parellelwelt visionierte, wissen wir heute: Im Erdkern herrschen Drücke dreieinhalb Millionen Mal so groß wie der Atmosphärendruck. Die Temperaturen reichen an die der Sonnenoberfläche heran: 6000 Grad Celsius. Mit Röntgenstrahlen wollen Geophysiker dieser Höllenwelt auf die Spur kommen.


    Schnitt durch die Erde: außen der feste Mantel, innen der flüssige Erdkern aus Eisen
    European Synchrotron Radiation Facility ESRF

    Für Untersuchungen im Erdmantel und Erdkern entwickelten Forscher an der European Synchroton Radiation Facility (ESRF) in Grenoble eine neuartige Röntgenstrahlen-Methode. Der ID24 ist eine Art Kanone, der intensive Röntgenstrahlendosen in eine Probe hineinfeuert.

    Der Fachbegriff dafür ist „Röntgen-Absorptions-Spektroskopie“. Die in das Material eindringenden Röntgenstrahlen machen es sichtbar, darunter seine chemischen und elektronischen Zustände, seine Umgebung sowie die Interaktion mit ihr.


    Bewegungen im Mantel rund um den Erdkern herum
    European Synchrotron Radiation Facility ESRF

    Mit Röntgenstrahlen auf Eisen schießen

    Das Röntgenstrahlenverfahren ist kein direktes, sondern nur mittelbares Instrument der Untersuchung. Dafür nehmen die Forscher Materialien her, die im Erdkern vorkommen wie etwa Eisen. Diese werden vor dem Beschuss auf die im Inneren herrschenden Temperaturen und Drücke gebracht. Die mit Hilfe der Röntgenstrahlen gewonnenen Bilder bilden die Vorgänge im Erdkern ab.


    Erdkern-Beschuss: Eisen wird Röntgenstrahlen ausgesetzt
    European Synchrotron Radiation Facility ESRF

    Diese Studien sollen uns ein besseres Verständnis über die Prozesse im Inneren unseres Planeten vermitteln. Wie entsteht in dem eisernen Erdkern dort das Magnetfeld, um warum hat es sich im Verlauf der Erdgeschichte in periodischen Abständen umgepolt? Erst wenn die Geophysiker das herausbekommen, [size=110:2bmtj6we]lassen sich auch Vorhersagen für den nächsten Polsprung treffen sowie die zu erwartenden Folgen.[/size]

    http://www.pm-magazin.de/r/natur/r%C3%B6ntgenstrahlen-erforschen-erdkern

  2. #32
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    Re: Umpolung der Erde (Polsprung)

    Naturfelder und Bewusstsein - Zunehmend schwächer werdendes Erdmagnetfeld führt zu ungeahnten Folgen
    Gerade in den letzten Tagen ist es in einigen Kommentaren zum Thema LFS - LebensFeldStabilisator wieder hoch hergegangen. Um nun noch einmal mehr Licht ins dunkel für die Interessierten zu bringen und Wind aus den Segeln der Kritiker, die gerne mal kritisieren ohne wirklich etwas zu wissen gibt hier noch einmal das Interview vom August diesen Jahres. Auf Grundlage der Forschungen von Biophysiker Dieter Broers entstand ein Gerät - der Lebensfeldstabilisator soll bei Schwankungen von Naturfeldern regulierend wirken. Im Interview schildert er die wissenschaftlichen Hintergründe, die zur Entwicklung dieser Technologie geführt haben. Ein Benutzer, der für sich das Gerät seit 2007 erfolgreich einsetzt, hat mir den folgenden Artikel gesandt, denn ich ungekürzt veröffentlichen möchte.
    Projektbeschreibung „Feldgenerator“
    Die ständig abnehmenden Erdmagnetfelder (und die hierdurch hervorgerufenen Veränderungen der Schumann-Resonanzen) führen zu unterschiedlichen Krankheitsbildern. Dieser Mechanismus wird durch die künstlich erzeugten Felder (Elektrosmog) zusätzlich verstärkt. Forschungsergebnisse des Max Plack-Institut Andechs belegen eindeutig, dass dieses Defizit durch entsprechende, künstlich generierte Felder (natürliche Felder im Optimum) auszugleichen ist. Zunehmend schwächer werdendes Erdmagnetfeld führt zu ungeahnten Folgen. Bei der Entstehungsgeschichte und Ausprägung des Lebens spielte das Magnetfeld unserer Erde eine fundamentale Rolle. Ohne diese Felder wäre Leben, wie wir es kennen, nicht möglich. Erdmagnetfelder stabilisieren unsere Gesundheit. Mit Besorgnis registrieren Geophysiker eine dramatische Abschwächung des Erdmagnetfeldes. Diese, immer stärker verlaufende Abschwächung des Erdmagnetfeldes führt zu einer Anzahl von psychischen Anomalien und neuen Krankheitsbildern bei Mensch und Tier. Erstaunlicherweise bleiben selbst unsere Psyche und unser Verhaltensmuster hiervon nicht Unberücksicht. Bedauerlicherweise werden in diesem Zusammenhang in erster Linie materielle Folgeerscheinungen herausgestellt. Verständlicherweise würden die Ausfälle unserer (teilweise globalen) Strom- und elektronischen Kommunikationsversorgung (nicht nur Handy und Internetverbindungen) ungeahnte Probleme hervorrufen. Was jedoch verschwiegen wird, sind die Folgen, die sich auf die Stabilität unserer Psyche auswirken. Tatsächlich ist die neuro-chemische Aktivität unseres Gehirns in einem ganz erheblichem Umfang von den naturgegebenen Erdfeldern abhängig.
    Kleinste Schwankungen dieser Felder bewirken eine erhebliche neuro-chemische Reaktion, die wiederum auf unterschiedliche Art unsere Psyche beeinflusst. Im kleineren Maßstab kennen wir dieses Phänomen als „Wetterfühligkeit“, weithin „Fön“ genannt. Die unterschiedlichen Symptome, die sich während eines „Föns“ einstellen, werden, in einem erheblichen Maße, durch sehr schwache Felder, den Spherics* hervorgerufen. Befinden, Stimmungslage, bestimmte Schmerzzustände usw. werden bekanntlich vom Wetter beeinflusst. Unlust und Häufung von Fehlern korrelieren mit so genannten biotropen Wetterlagen. Erheblich weit reichender dürften die Reaktionen bei uns sein, wenn sich das Erdmagnetfeld in seiner naturgemäßen Stabilität verändert. Betrachten wir beispielsweise die Pionierzeit der bemannten Raumfahrt. Die Astronauten (und Kosmonauten), die sich im Weltraum befanden, waren außerhalb der der Einflüsse der natürlichen Felder der Erde. Die Symptome, die sich hierdurch einstellten, waren von derart, dass sie das gesamte Raumfahrtprojekt gefährdeten. Erst als die Weltallgäste durch künstlich hervorgerufene Erdfelder stabilisiert wurden, konnten diese Pioniere ihre Tätigkeit erfolgreich vorsetzen und abschließen. Die Symptome, die bei einem Ausfall der natürlichen Felder hervorgerufen werden, sind durch Studien, die das Max-Planck-Institut in Erding-Andechs durchgeführt hatte, eindeutig belegt. Jahre bevor die NASA ihre ersten Astronauten in den Weltraum schickte, erteilte sie diesem Max-Planck-Institut einen Forschungsauftrag indem es darum ging, Menschen (Probanden) zu Untersuchen, die von ihren natürlichen Feldern abgetrennt waren. Erst diese Ergebnisse, die über Jahre gesammelt und ausgewertet wurden, führten zu einer Berücksichtigung der ersten Pionierflüge ins All, was bedeutet, dass in jeder bemannten Raumkapsel künstliche Erdfelder erzeugt werden. Betrachten wir unsere gegenwärtigen Erdfelder, so bleiben zunächst zwei Dinge festzustellen:
    das Erdmagnetfeld und die Erdresonanzfrequenz (Schumann-Resonanz*) zeigen sich außerordentlich Instabil, weichen teilweise ganz erheblich von ihren Normwerten ab der weitere Verlauf dieser Feldabweichungen ( Reduzierung und Schwankungen) vollzieht sich in dramatisch rasanter Weise Konsequenterweise ergibt sich aus diesen Fakten eine Situation, die den Bedingungen gleicht, welche die Probanden in der oben aufgeführten Versuchsreihe erfuhren. So erklären sich ein erheblicher Teil der neu aufgetretenen Krankheitsbilder. So können Hyperaktivität, Stimmungslagen, Realitätsverzerrungen, oder Herz-Kreislaufprobleme, durchaus in diesem Zusammenhang betrachtet werden. Für Chronoastrobiologen (beispielsweise Chronoastrobiology Research der University of Minnesota) ist seit längerem klar, dass naturgegebene Felder einen erheblichen Einfluss auf die endokrinologischen Systeme (Hormonregulationen) ausüben. Neurochemikern wiederum ist bekannt, dass Hormone (und/ oder Neurotransmitter) unsere Gefühle und Stimmungen hervorrufen – wobei diese Reaktionen bis zur Bewusstseinsveränderungen führen können. Letztlich ist durch eine elektro-chemische Umwandlung aus der körpereigenen Tryptaminreihe (Serotonin-Melatonin-Pinoline-Dimethyltryptamin) eine Realitätsveränderung nur zu verständlich abzuleiten. Betrachten wir nur die Wirkungen von Dimethyltryptamin (DMT) und seine außergewöhnlichen Eigenschaften auf unser Bewusstsein. Erfreulicherweise sind wir in der Lage, auf Forschungsergebnisse des Max-Planck- Instituts, unter der Leitung von Prof. R.Wever und Prof. J.Aschoff, zurückzugreifen. Die Erfahrungen, die bisher lediglich den Raumfahrern zu gute kamen, liegen nun für uns bereit zur Nutzung. Bevor jedoch näher auf die einzelnen Ergebnisse eingegangen wird, soll zunächst ein allgemeiner Überblick vermittelt werden. Die folgende Darstellung kennzeichnet den aktuellen Stand zum Thema „Erdmagnetfeldanomalien“. Die hier aufgeführten Zitate aus öffentlich rechtlichen Medien sind eine kleine Zusammenfassung aus einer großen Anzahl von Publikationen. Unter der Überschrift „Alarmstufe Nord“ veröffentlichte die Süddeutsche Zeitung* einen Bericht von Hubert Filser und Axel Bojanowski, worin die Frage gestellt wurde „Die Pole wandern, das Magnetfeld der Erde nimmt ab – droht eine geophysikalische Apokalypse?“
    “Eine Entwicklung deutet sich an“ so heißt es in diesem Bericht „die bedeutende Auswirkungen auf das Leben der Menschheit haben könnte.“ Forscher haben Anomalien im Magnetfeld unseres Planeten entdeckt, die darauf hindeuten, dass sich die Pole womöglich umkehren. Gleichzeitig bewegt sich der magnetische Nordpol mit hohem Tempo in Richtung Russland. Seine Wandergeschwindigkeit hat in den vergangenen Jahren von 10 auf 50 Kilometer pro Jahr zugenommen, berichtet Volker Haak vom Geoforschungszentrum Potsdam (GFZ). Tatsächlich ist der Verlauf dieser Abnahme für geologische Maßstäbe erstaunlich schnell. Seit den ersten Messungen vor 170 Jahren hat seine Stärke um etwa zehn Prozent abgenommen.
    Derzeit lenken die Feldlinien den Strom elektrisch geladener Teilchen aus der Sonne, den Sonnenwind, zu den Polen. Dort ruft die kosmische Strahlung Polarlichter hervor und legt – wie etwa 1989 in Québec – auch schon mal das Stromnetz lahm. Ohne das Magnetfeld würden die Teilchen auch in niederen Breiten auf die Erde treffen. Es lasse sich nicht genau berechnen, ob und wann das Magnetfeld verschwindet, bekannte unlängst der Chef des Geoforschungszentrums Potsdam (GFZ), Rolf Emmermann. Schon länger rätseln die Experten, ob das Erdmagnetfeld kurz vor einer Umpolung steht. In der Vergangenheit tauschten magnetischer Nord- und Südpol alle paar hunderttausend Jahre ihre Plätze. Das dokumentieren magnetisierte Gesteinsschichten am Ozeanboden. Während der Umpolung nimmt das Magnetfeld vorübergehend stark ab. Aus Untersuchungen magnetisierten Gesteins weiß man, dass sich das Erdfeld im Mittel alle 500.000 Jahre umpolt.


    http://www.z-e-i-t-e-n-w-e-n-d-e.blogspot.com/
    Liebe Grüsse
    Angeni
    Sonnige Grüsse
    Angeni



    Die Wissenschaft hat die Ganzheit getrennt und je detaillierter man das Atom in seinem
    Kern erforscht hat, desto weiter sind wir von uns selber weg gekommen
    - Angeni

  3. #33
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    Re: Umpolung der Erde (Polsprung)

    "Swarm"-Satelliten sollen Hinweise für bevorstehenden Polsprung sammeln

    ESA-Satelliten werden ab Juli vier Jahre lang Messungen durchführen und Informationen zu Stärke und Richtung des Felds sammeln

    Ottobrunn/München - Das Magnetfeld der Erde soll neu und vor allem wesentlich exakter als bislang von drei europäischen Forschungssatelliten vermessen werden. Mit der Mission "Swarm" will die Europäische Raumfahrtorganisation ESA über mindestens vier Jahre genaue Daten zu Stärke und Richtung des Felds sammeln. Das Magnetfeld schirmt die Erde vor Sonnenwinden ab und wird durch den flüssigen Teil des Erdkerns, aber auch durch den Erdmantel, die Erdkruste, die Ozeane sowie Einflüsse aus dem Weltall bestimmt. Die Satelliten wurden nun in Ottobrunn bei München im Raumfahrtzentrum des ESA Partners IABG vorgestellt, wo sie letzte Tests durchliefen.


    Die drei "Swarm"-Satelliten werden das Erdmagnetfeld exakt
    vermessen


    Nach der derzeitigen Planung sollen die drei Satelliten im Juli an Bord einer Rockot-Trägerrakete vom russischen Weltraumbahnhof Plesetsk ins All starten. Schon einige Wochen nach dem Start erwarten die Wissenschafter erste Daten. Richtig wertvoll würden die Informationen aus "Swarm" aber durch die Beobachtung über einen längeren Zeitraum, hieß es bei der ESA. Die Daten sollen dann zu einem 3D-Bild magnetischer Feldstärken zusammengefügt werden.


    Eine der Aufgaben des Trios wird es sein, Hinweisen auf einen
    möglicherweise bevorstehenden Polsprung zu sammeln.


    Hinweise auf Polsprung

    Besonders interessiert die Forscher die Möglichkeiten eines sogenannten Polsprungs. Da das Magnetfeld zurzeit abnimmt, könnte sich tatsächlich eine Umpolung des Erdmagnetfeldes anbahnen. Die Wissenschafter nehmen an, dass es innerhalb der nächsten 2.000 Jahre soweit sein wird. Der Vorgang des Polsprungs selbst dauerte in der Vergangenheit bis zu 10.000 Jahre. Während dieser Phase war die Erde dem Sonnenwinde verstärkt ausgesetzt.

    Die "Swarm"-Satelliten werden in Höhen zwischen 450 Kilometern und 550 Kilometern die Erde umkreisen. Sie wurden unter der Führung von EADS Astrium in Friedrichshafen am Bodensee gebaut. Dies ist die vierte Erd-Beobachtungsmission der ESA. Die drei Vorgängermissionen beobachten den Wasserkreislauf auf der Erde, Erdanziehungskräfte sowie die Dicke des Eises an den Polen.
    http://derstandard.at/1328508066301/Erdmagnetfeld-Swarm-Satelliten-sollen-Hinweise-fuer-bevorstehenden-Polsprung-sammeln
    Liebe Grüsse
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  4. #34
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    Re: Umpolung der Erde (Polsprung)

    Abenteuer Forschung - Verkehrte Welt - Wenn am Nordpol Süden ist

    Wenn am Nordpol Süden ist - Etwa alle 250.000 Jahre stellt sich das Magnetfeld der Erde auf den Kopf: Aus Nord wird dann Süd. Die letzte Umkehr war vor 780.000 Jahren, die nächste ist also längst überfällig. Wann steht uns eine neue Umpolung bevor - und mit welchen Folgen?



    Liebe Grüsse
    Angeni
    Sonnige Grüsse
    Angeni



    Die Wissenschaft hat die Ganzheit getrennt und je detaillierter man das Atom in seinem
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  5. #35
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    Re: Umpolung der Erde (Polsprung)




    gruß n.i.c.t


    Polwanderung Der magnetische Nordpol wandert aus


    Der magnetische Nordpol bewegt sich nach Erkenntnissen von Forschern immer rascher. Bis 2050 könnte er Nordsibirien erreicht haben.
    ächer

    Der magnetische Nordpol bewegt sich nach Erkenntnissen von Forschern immer rascher. Bis 2050 könnte er Nordsibirien erreicht haben. Zudem wird das Magnetfeld der Erde schwächer, das den Planeten vor dem Einfluss kosmischer Energiestürme schützt. Mit den gewaltigen Auswirkungen auf die Technik und den Menschen befasst sich eine letzte Woche von deutschen Wissenschaftlern gegründete Forschungseinrichtung.
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    Das interdisziplinäre Zentrum für Katastrophenmanagement und -vorsorge trägt die Kurzbezeichnung CEDIM (für: Center for Disaster Management and Risk Reduction Technologies). Die Einrichtung der Universität Karlsruhe und des Geoforschungszentrums Potsdam (GFZ) widmet sich der Erforschung von Überschwemmungen, Stürmen, Vulkanismus und Erdbeben, hat aber auch einen Projektbereich »Elektromagnetische Tiefensondierung und geomagnetische Felder«. Dabei geht es vor allem um das Phänomen der Polwanderung und dessen künftige Auswirkungen etwa auf Stromnetze, elektronische Anlagen oder Pipelines.

    Es ist seit Jahrhunderten bekannt, dass der magnetische nicht mit dem geographischen Nordpol identisch ist und sich zudem bewegt. »Die Geschwindigkeit des magnetischen Nordpols hat sich deutlich beschleunigt«, berichtet der Leiter des Projektbereichs, Professor Hermann Lühr vom GFZ. Vor einem Jahrhundert waren es wenige Kilometer pro Jahr, mittlerweile sind es etwa 40 Kilometer. Derzeit zwischen Nordostkanada und Grönland gelegen, könnte der magnetische Nordpol nach Einschätzung Lührs in gut 20 Jahren in der Nähe des geographischen Nordpols angelangt sein und bis 2050 Sibirien erreichen.

    Parallel dazu beobachten die Forscher ein zweites Phänomen. Das Magnetfeld der Erde, das den Planeten vor einem zu starken Einfluss kosmischer Stürme, der »Sonnenwinde«, schützt, hat sich laut Professor Karsten Bahr von der Universität Göttingen in den vergangenen 150 Jahren um etwa acht Prozent abgeschwächt.


    Polarlichter über Deutschland

    Die Auswirkungen des Sonnenwinds bekamen 1989 die Bewohner Ostkanadas zu spüren. Damals führten von der Sonne ausgestoßene stark aufgeladene Teilchenströme in der Provinz Quebec zu schweren Störungen im Stromsystem. Mehrere Transformatoren brannten nach Überhitzung ab, die Elektrizitätsversorgung der Provinz war neun Stunden lang lahm gelegt.
    Betroffen von solchen Energieströmen, die durch ein schwächeres Magnetfeld kaum mehr abgefangen würden, wären unter anderem auch Kommunikationssysteme und elektronische Anlagen in Flugzeugen und Satelliten. Die Polwanderung und die Abnahme des Magnetfeldes sind wahrscheinlich keine getrennten Prozesse. Gesteinsmagnetische Untersuchungen zeigen, dass Nord- und Südpol im Lauf der Erdgeschichte durchschnittlich alle 500.000 Jahre ihre Position tauschen. Vor dieser Polumkehr schwächt sich das Magnetfeld zunehmend ab und verschwindet schließlich nahezu ganz, bevor es sich danach in entgegengesetzter Orientierung wieder neu aufbaut.

    Das letzte Umklappen der Pole ereignete sich vor etwa 750.000 Jahren. Damit könnte nun ein neuer Polsprung bevorstehen. Ein solcher Vorgang dauert laut Lühr etwa 1.000 bis 2.000 Jahre. Da es sich um einen chaotischen Prozess handele, seien zuverlässige Prognosen nicht möglich, sagte der Geophysiker. Ziel des CEDIM-Projektbereichs ist es, die Risiken in Zusammenhang mit der Polwanderung und der Abnahme des Magnetfeldes zu erforschen und Vorkehrungen zum Schutz technischer Anlagen zu entwickeln.

    Die Ursache für das Magnetfeld liegt weit im Erdinneren im flüssigen äußeren Erdkern unterhalb von 2.900 Kilometer Tiefe begründet. Weil dieser Kern zur Mitte hin heißer ist als außen am Erdmantel, ist die Flüssigkeit in ständiger Konvektionsbewegung, ähnlich wie brodelndes Wasser in einem Kochtopf. Zusätzlich löst die Rotationsbewegung der Erde Wirbel aus, vergleichbar mit den Hoch- und Tiefdruckgebieten in der Atmosphäre.

    Da der flüssige Erdkern vor allem aus Metall und damit aus leitender Materie besteht, wird die Bewegungsenergie in elektrische Energie umgewandelt. Diese elektrischen Ströme erzeugen wiederum magnetische Felder, die sich gegenseitig beeinflussen.

    Die Polwanderung hat aber auch eine erfreuliche Seite: Sollte der magnetische Pol in der Tat den geographischen Nordpol passieren und in den folgenden Jahrzehnten nach Süden vorrücken, kann man sich in Deutschland auf ein faszinierendes Naturspektakel freuen. Die von der Sonne ausgehenden magnetischen Stürme verursachen auch die Polarlichter, die dann häufiger in unseren Breiten sichtbar wären.


    http://www.stern.de/wissen/natur/2-polwanderung-der-magnetische-nordpol-wandert-aus-501805.html
    Wenn man 1 Tag glücklich sein will,
    dann genießt man sein Lieblingsessen!
    Wenn man 1 Jahr glücklich sein will,
    dann heiratet man eine Frau!
    Und wenn man für immer glücklich sein will,
    dann wird man Gärtner!(altes chinesisches Sprichwort)

  6. #36
    Moderator Avatar von Aaljager
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    Re: Umpolung der Erde (Polsprung)

    Also ich besitze noch einen echten udn vorallem alten Kompass mit Deklinationskorrektur. Hatte diese mind. 15 Jahre nicht mehr gemacht, habe mir nun den Spass erlaubt diese neu einzurichten und es stimmt der Pol ist gewandert, meine alte Deklination passte nicht mehr mit der neuen überein. Hatte zwar immerwieder gelesen der Pol würde wandern und das Magnetfeld Phasenweise örtliche Sprünge machen (Zum Glück nur in bestimmten Gebieten, wo es schon früher zu besonderheiten gekommen ist) aber auf die simple Idee dies selber mit dem Kompass zu prüfen wäre ich nie gekommen. Und dies einem uralt Pfadfinder, der sein halbes Leben mit dem Kompass durch die Gegend gewandert ist.

  7. #37
    Luzifer
    Gast

    Re: Umpolung der Erde (Polsprung)

    Ein echter Anachronismus. Heute benutzt man dafür eine App auf dem iPhone. *g*

    Ich finde es wirklich bemerkenswert, dass sich heute noch jemand mit so etwas auskennt und weiss, was er tut, statt nur auf Knöpfchen zu drücken.

  8. #38
    Erfahrener Benutzer Avatar von AreWe?
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    Re: Umpolung der Erde (Polsprung)

    Sehr viele Aspekte in unterschiedliche Richtungen im Artikel, also für jeden etwas (oder auch nicht).



    LG
    Bill Gates ist 100% Eugeniker!
    Leute! Denkt immer an: "Teile und herrsche", und fragt Euch wer der "Dritte" ist! Cui bono?
    1 + 1 = 2 (universell und ewig)
    Love, peace and freedom!

  9. #39
    Luzifer
    Gast

    Re: Umpolung der Erde (Polsprung)

    Gehe ich recht in der Annahme, dass das berüchtigte Jahr 2003 schon etwas her ist?

    Die Aussage, man könne das Alter der Erde anhand der Stellung der Erdachse bestimmen, ist schon recht putzig.

  10. #40
    Moderator Avatar von Aaljager
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    Re: Umpolung der Erde (Polsprung)

    Gehe ich recht in der Annahme, dass das berüchtigte Jahr 2003 schon etwas her ist?

    Die Aussage, man könne das Alter der Erde anhand der Stellung der Erdachse bestimmen, ist schon recht putzig.
    Stimmt da stellt sich mir sofort die Frage wie wollen die dann Erdbeben wie das grosse in Japan mit einrechnen, denn da wurde die Achse ja wieder ein wenig geändert.

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