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Thema: Umpolung der Erde (Polsprung)

  1. #51
    Erfahrener Benutzer Avatar von zottel
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    Wer von euch hat einen Kompass aufgestellt um ev. eine Polverlagerung zu beobachten?
    Kann das vielleicht wer bestätigen?
    Bezieht sich die Frage auf eine magnetische Polverlagerung oder auf eine geografische Polveränderung?
    Die Kompassnadel zeigt immer auf den magnetischen Pol, nicht auf den geografischen (Nord)Pol, weshalb es früher für die Seefahrer
    schwierig war - trotz Kompass - den geografischen Norden zu finden. Diese Differgenz musste stets errechnet werden.

    Hätten wir eine geografische Polverschiebung - wie im obigen Video erklärt in Höhe von 30 °, hätten wir das sicherlich alle mitbekommen.
    Leider hat die Dame, die das Video drehte, nur angenommen, dass die Sonne am nächsten Morgen nunmehr um 30 ° versetzt aufgehen würde und ihre Annahme anscheinend nicht überprüft, denn dann hätte sie vermutlich festgestellt, dass die Sonne genau noch dort auf geht, wo sie bisher auch auf ging.

    LG
    zottel

    Edit: Hier ein Link wo das noch einmal wunderbar erklärt wird.
    Geändert von zottel (08.10.2012 um 01:56 Uhr)
    "Immer weigere ich mich, irgendetwas deswegen
    für wahr zu halten,
    weil Sachverständige es lehren, oder auch,
    weil alle es annehmen.

    Jede Erkenntnis muss ich mir selbst erarbeiten.
    Alles muß ich neu durchdenken, von Grund auf,
    ohne Vorurteile."


    Albert Einstein (1879-1955)

  2. #52
    Redakteur Avatar von Angeni
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    Danke euch für die Infos und Link.
    Das dachte ich mir eben auch, dass 30° viel sind und wir was
    mitbekommen haben müssten.

    Lieber Gruss
    Angeni

  3. #53
    Erfahrener Benutzer Avatar von AreWe?
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    Die Erde kippt

    Die Erde sucht ihr Gleichgewicht, sie kippt. Riesige Gesteinswobbel im Bauch des Planeten sorgen für Unwucht. Mit einer neuen Methode haben Geoforscher um Bernhard Steinberger vom Helmholtz-Zentrum Potsdam GFZ das Taumeln des Planeten berechnet.

    Ihre Studie zeigt, dass die Erde zweimal in den vergangenen 100 Millionen Jahren so stark gekippt ist, dass Kontinente in neuen Klimazonen lagen. Und derzeit neige sich der Planet erneut. Experten sprechen von Echter Polwanderung - denn die Erde kippte gegenüber ihren Drehpolen.

    weiter hier: http://nachrichten.t-online.de/die-e...60135724/index
    Liebe Grüße
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  4. #54
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    Nur keine Panik.
    Hier ein Auszug aus dem Artikel :

    ..Das Ergebnis lässt staunen: Um neun Grad sei der Planet jeweils vor 90 bis 60 und vor 60 bis 40 Millionen Jahren gekippt. Die Simulationen zeigten für jene Zeiten, dass sich nicht nur die Erdkruste, sondern auch der drunter liegende Mantel gegenüber den Drehpolen stetig verschoben hat - das unterstreiche ihr Ergebnis, meinen die Wissenschaftler....
    Ich denke ca 30 Millionen Jahre werden wohl für eine Anpassung an das entstehende Klima, sofern es überhaupt nochmal passiert, reichen.

    Frei nach den Borg: Widerstand ist und war schon immer Zwecklos !
    Ihre biologischen und technologischen Charakteristika wird der unseren angepasst. Nur das dies ein Planet (Erde) das lautlos über ein paar Millionen Jahre durch ausspricht.

  5. #55
    Erfahrener Benutzer Avatar von AreWe?
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    Die Erde kann kippen und viele Theorien ebenso



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  6. #56
    Luzifer
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    Zitat Zitat von AreWe? Beitrag anzeigen
    Die Erde kann kippen und viele Theorien ebenso
    Welche Theorie ist denn "gekippt"? In dem Video konnte ich leider keinen Beleg dafür finden.

    Zitat Zitat von conrebbi
    Im Sommer 2012 gab es insgesamt drei Meldungen darüber, daß sich die Achsneigung der Erde verändern kann. Zahllose wissenschaftliche Thesen erweisen sich nun als falsch und die Klimatologen können ihre bisherigen Erkenntnisse über das Paläoklima nicht mehr gebrauchen.
    Da hat unser Conrebbi mal wieder das getan, was er immer tut. Er hat irgendwelchen Blödsinn, den ihm jemand zugeschickt hat, in einem Video verwurstet.

    Bei ihm sind es gleich "zahllose" Theorien. Woher will er das wissen? Er kennt weder Theorien noch Tatsachen. Conrebbi spricht z. B. den paar Zentimetern, die bei grossen Erdbeben die Achsneigung änderten. Das sind berechnete Werte, die nicht einmal praktisch nachzuweisen sind. Oder den Bericht, nach dem sich die Erachse durch eine Unwucht ändert. Ein Grad in fünf Millionen Jahren. Bei ihm hört sich das an, als stünden wir nächste Woche alle "auf dem Kopf".

    Er hätte nur Wiki anklicken müssen, von wissenschaftlichen Seiten will ich gar nicht reden, um zu erfahren, dass sich die Achsneigung dauernd ändert. Ein kurzer Blick auf die Ekliptik hätte auch nicht geschadet.

    In haltloses Taumeln kann die Erde nie geraten, weil und Mond sie daran hindert.

    Also nichts Neues bei Conrebbi. Nicht eine Sekunde recherchiert!

  7. #57
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    Von Polsprüngen und Supervulkanen: das Laschamp-Ereignis

    Von Polsprüngen und Supervulkanen: das Laschamp-Ereignis




    Eine oft gestellte Frage dreht sich darum, wie schnell es zu einem Polsprung kommen kann. Unter diesem Phänomen versteht man eine Umkehrung der Polarität des Erdmagnetfeldes. Der magnetische Nordpol liegt nach einem Polsprung nahe dem geografischen Südpol und umgekehrt. Zudem können auch Nebenpole entstehen. Während des Polsprunges kann die Stärke des Erdmagnetfeldes stark abnehmen, oder es kann ganz kollabieren. Da das Erdmagnetfeld quasi unser Schutzschild vor kosmische Strahlung ist, geht von einem Polsprung eine große Gefahr für Lebewelt und Technik aus. Statistisch gesehen findet so ein Polsprung alle 250.000 Jahre statt und der Zeitraum während dem sich die Polarität des Erdmagnetfeldes ändert dauert zwischen 4.000 und 10.000 Jahre. Der letzte Polsprung soll sich vor gut 780.000 Jahren ereignet haben, demnach wäre ein neuer Polsprung überfällig. Wenigstens sind das die allgemein publizierten Daten.
    Dass dem nicht so ist bewies ein Forscherteam des GFZ-Potsdams. Das Team um Dr. Norbert Nowaczyk und Prof. Helge Arz untersuchte eine Anomalie im Paläomagnetismus der Erde, die sich vor 41.000 Jahren ereignete: das Laschamp-Ereignis. Diese Anomalie entdeckte man bereits vor 45 Jahren im Lavagestein der gleichnamigen Ortschaft im vulkanischen Zentralmassiv. Die Vulkane waren zur Zeit des Ereignisses noch aktiv. Bei einem Vulkanausbruch wurden Lavaströme gefördert und in der Schmelze kristallisierten magnetische Mineralien. Die Magnetisierung dieser Mineralien richtete sich nach dem damaligen Verlauf der Erdmagnetfeldlinien aus, welche deutlich von der Richtung der heutigen Feldlinien des Erdmagnetfeldes abweicht. Bisher hielt man diese Anomalie für ein lokales Phänomen. Das Forscherteam des GFZ untersuchte nun Sedimentbohrkerne aus dem Schwarzen Meer. Die Sedimente wurden im Zeitraum der letzten Eiszeit abgelagert. In den Sedimenten fanden sich auch magnetische Mineralien, deren Magnetisierung jener entspricht, wie man sie von den Gesteinen aus Laschamp kennt. Die Forscher verglichen weitere Daten, u.a. aus Hawaii und können nun sagen, dass sich vor 41.000 Jahren ein Polsprung zugetragen hat. Zudem enthalten die Sedimente vom Schwarzen Meer auch Hinweise auf das Klima zur Zeit ihrer Ablagerung. Die Wissenschaftler verglichen Daten von besonderen Klimaereignissen während der letzten Eiszeit, mit Eisbohrkernen aus Grönland und konnten so Zeitmarken setzten und die Geschwindigkeit der Sedimentation berechnen. Daraus ließ sich der zeitliche Hergang des Polsprunges rekonstruieren. Das Ergebnis überraschte selbst die Wissenschaftler: die entgegengesetzte Polarisation bestand für 440 Jahre und die Umpolphase dauerte nur 250 Jahre, im geologischen Zeitrahmen betrachtet sind das sehr kurze Zeiträume! Die Stärke des Erdmagnetfeldes betrug während der Umpolphase nur noch 5% des heutigen Wertes. Soweit die Forschungsergebnisse der Wissenschaftler. Was bedeutet das für uns? Jenseits der bereits bekannten langfristigen Polsprünge gibt es Polsprünge die sich rasant entwickeln und nur kurze Zeit anhalten. Bereits seit einigen Jahrzehnten gibt es Hinweise auf einen beginnenden Polsprung. An einigen Orten der Erde nimmt die magnetische Feldstärke stark ab und die magnetischen Pole verlagern sich. Bisher sind die meisten Wissenschaftler davon ausgegangen, dass wir noch sehr viel Zeit haben, uns auf eine mögliche Katastrophe globalen Ausmaßes vorzubereiten, doch vielleicht bleibt uns diese Zeit nicht. Zu befürchten ist, dass Satelliten und elektrische Geräte durch einen Polsprung und dem erhöhten Strahlungsbeschuß beschädigt, oder zerstört werden. Wahrscheinlich wird es eine starke Zunahme von Krebsfällen geben. Auf der anderen Seite gab es zur Zeit der Laschamp-Umpolung bereits Menschen, die das Ereignis überlebt haben. Allerdings begann ungefähr zu dieser Zeit auch das Aussterben des Neandertalers. Ich würde vermuten, dass ein Polsprung unsere Zivilisation stark verändern würde, dass die Menschheit als solches aber überlebt. Neben besondere Klimaereignisse und den Spuren des Polsprungs, konnten die Geoforscher ein weiteres Ereignis globaler Bedeutung aus den Sedimentbohrkernen lesen: den Supervulkan-Ausbruch der Campi Flegrei. Diesen datierten sie auf 39.400 Jahre vor heute. Einige Wissenschaftler halten es für möglich, dass dieser Vulkanausbruch das Verschwinden des Neandertalers einleitete. Das endgültige Ende des Neandertalers korreliert mit einem weiteren gigantischen Vulkanausbruch gut 13.000 Jahre nach der Eruption der Campi Flegrei. Damals brach auf Neuseeland der Calderavulkan Taupo aus.
    Quelle

    LG Angeni

  8. #58
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    Geowissenschaft: Pole auf Wanderschaft

    Geowissenschaft: Pole auf Wanderschaft



    Die geografischen Pole der Erde können sich zuweilen schnell verschieben, rutschen nach solchen Exkursionen aber meist ebenso rasch wieder in ihre ursprüngliche Position zurück. Eine Erklärung für dieses merkwürdige Verhalten, das als echte Polwanderung bezeichnet wird, stellen jetzt Forscher um Jessica Creveling vom Caltech vor. Demnach wird die Drehbewegung zum einen durch die Figur der Erde stabilisiert, zum anderen aber auch durch die Strömungen des Gesteins im Erdmantel.
    Um welche Pole die Erde in der Vergangenheit gekreist ist, können Geowissenschaftler anhand von magnetisiertem Basaltgestein rekonstruieren. Wenn flüssiges Magma abkühlt und fest wird, friert es die bestehende Richtung des Erdmagnetfeldes sozusagen ein. Da die Kontinente sich durch die Plattentektonik über die Erdoberfläche schieben, stimmt die Richtung des Gesteinsmagnetfeldes meist nicht mit der heutigen Richtung des Erdmagnetfeldes überein. Aus dieser „scheinbaren Polwanderung“ können Forscher schlussfolgern, wie sich die Kontinente über die Erdoberfläche schieben.
    Einige Wissenschaftler hegen allerdings bereits seit längerem den Verdacht, dass es auch eine „echte Polwanderung“ gibt – dass sich also die gesamte Erdkugel oder zumindest Kruste und oberer Mantel gegenüber der Drehachse verschieben. Einer Theorie zufolge gab es vor 550 Millionen Jahren eine Polwanderung um 50 Grad, die innerhalb von nur 10 oder 20 Millionen Jahren vonstatten ging. Würde es heute zu solch einer Verlagerung kommen, könnte sich Deutschland zum Beispiel plötzlich am Äquator wiederfinden.
    Ausgelöst werden echte Polwanderungen der Theorie nach durch Massenverlagerungen auf der Erdoberfläche oder im Erdinneren. Solche Veränderungen können eine Unwucht erzeugen, die die kreiselnde Erde aus dem Gleichgewicht bringt. Wie Creveling und Kollegen nun berichten, sind die Polwanderungen aber meist nur vorübergehende Phänomene. Nach kurzer Zeit pendelt der Erdkörper wieder in seine alte Lage zurück. Die Ursache für dieses Verhalten war bislang rätselhaft.
    Creveling und ihre Kollegen führten nun Computersimulationen durch, um die Frage zu klären. Ihr Ergebnis zeigt, dass es zwei Kräfte gibt, die Polwanderungen wieder rück-gängig machen. Zum einen liegt es an der Figur der Erde. Denn unser Planet ist keine perfekte Kugel, sondern eine Art Ei. Um den Äquator herum ist er etwas fülliger – eine Folge der Fliehkraft, die Massen am Äquator stärker nach außen drückt. Zudem ist die Erde in Südafrika und am Pazifik etwas ausgebeult. „Der Äquatorwulst stabilisiert die Rotation der Erde – so wie ein schweres Gewicht am Boden eines Stehaufmännchens dieses wieder aufrichtet, wenn es zur Seite gedrückt wird”, erläutert Creveling.
    Ein zweiter Grund für die Lagestabilität des Erdkörpers liegt in der Elastizität der tektonischen Platten. Wenn sich die Pole verlagern, werden die Platten ein wenig deformiert. „Wie elastische Bänder, die gedehnt werden, wollen die Platten wieder in ihre ursprüngliche Länge zurück“, sagt Creveling.
    Der Forscherin zufolge ist die Wahrscheinlichkeit für echte Polwanderungen dann besonders groß, wenn die Landmassen zu einem Superkontinent vereint sind. Im Augenblick sind die Kontinente allerdings auf dem gesamten Erdball verteilt. Daher sei zurzeit nicht mit plötzlichen Exkursionen Mitteleuropas zum Äquator rechnen. Ein anderes Team um Pavel Doubrovine von der Universität Oslo hatte allerdings im Oktober berichtet, dass die Pole derzeit um 0,2 Grad pro Jahrmillion wandern.
    Quelle

    LG Angeni

  9. #59
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    Extrem kurze Umpolung des Erdmagnetfeldes

    Eine extrem kurze Umpolung des Erdmagnetfeldes die vom Deutschen GeoForschungs-Zentrum (GFZ) Potsdam bestätigt wurde, hatte ich ja schon mehrfach [siehe 1 2 3] beschrieben. Die zufällige Entdeckung eines Kosmonauten bei Wartungsarbeiten könnte jedoch Teile unserer heutigen Physiktheorie ad absurdum führen und einen plötzlichen Polsprung, ja sogar ein drehen der gesamten Erde verursachen. Völliger Blödsinn, sagen Sie? Na. ja, so ähnlich ging es Galileo Galilei ja auch schon mal. Heute weiss es jeder Depp!



    LG Angeni
    Sonnige Grüsse
    Angeni



    Die Wissenschaft hat die Ganzheit getrennt und je detaillierter man das Atom in seinem
    Kern erforscht hat, desto weiter sind wir von uns selber weg gekommen
    - Angeni

  10. #60
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    Rätselhafte Gegendrehung des Erdkerns erklärt
    Rückkopplung mit dem Magnetfeld beeinflusst Rotation und Strömungen
    Seit 300 Jahren spekulieren Geoforscher darüber, wie genau sich das Zentrum unseres Planeten dreht. In letzter Zeit mehren sich die Hinweise, dass der innere Kern dabei genau entgegengesetzt zu Strömungen im äußeren Kern rotiert - und auch entgegengesetzt zur langsamen Verschiebung des Erdmagnetfelds. Dass das Ganze trotzdem zusammenpasst und wie, das haben jetzt britische und Schweizer Forscher mit Hilfe eines Computermodells gezeigt.
    Erdinneres: Der innere Kern (gelb) ist fest, der äußere (orange) flüssig.
    © gemeinfrei
    Die Struktur des Erdinneren ist schon lange bekannt: in der Mitte sitzt ein fester, innerer Kern etwa von der Größe des Mondes. Umgeben ist er von dem aus flüssigem Eisen-Nickel-Gemisch bestehenden äußeren Erdkern. Die Strömungen in dieser leitfähigen Flüssigschicht sind es, die das irdische Magnetfeld erzeugen. Soweit, so klar. Schon der Astronom Edmund Halley aber beobachtete im Jahr 1692, dass das Erdmagnetfeld nicht immer gleich bleibt, sondern sich im Laufe der Zeit leicht nach Westen verschiebt.

    Innerer Kern nach Osten, Außenkern nach Westen?
    Warum das so ist und durch welchen Mechanismus diese Drift entsteht, das versuchen Geoforscher seit gut 300 Jahren zu erklären - bisher aber nur in Teilen erfolgreich. Eine naheliegende Theorie wäre, dass westwärts gerichtete Strömungen im äußeren Kern im Laufe der Zeit dafür sorgen, dass das Magnetfeld sich verschiebt. Allerdings wurde in den letzten Jahrzehnten auch ein scheinbar dem widersprechendes Phänomen entdeckt: Denn seismische Messungen und Modelle zeigen, dass der innere Erdkern etwas schneller rotiert als der Erdmantel - nach Osten.

    Für den flüssigen Kern bedeutet dies, dass er quasi eingeklemmt liegt zwischen dem ostwärts der Erddrehung vorauseilenden Innenkern und dem Erdmantel. Soll die Theorie halten, müsste er aber trotzdem in seinem Außenbereich eine relativ dazu nach Westen zeigende Strömung entwickelt haben. Philip Livermore von der University of Leeds und seine Kollegen haben nun mit Hilfe eines Computermodells diese Situation nachgestellt und festgestellt, dass dieses scheinbare Paradox physikalisch durchaus funktionieren kann.

    Rückkopplung durch das Magnetfeld
    Mit Hilfe des Supercomputers am Schweizer Nationalen Rechenzentrum in Lugano konnten die Forscher eine Simulation rechnen, die die Vorgänge im Erdkern 100-fach genauer abbildet als bisherige Modelle. Sie ergab, dass es der Einfluss des Magnetfelds sein muss, der zu den seltsam entgegengesetzten Bewegungen der Kernzonen führt - quasi wie eine Art störende Rückkopplung. "Das Magnetfeld gibt dem Inneren Kern einen Ostwärts-Schub, der diesen dazu bringt, etwas schneller zu rotieren als der Rest der Erde", erklärt Livermore. "Aber auf den äußeren, flüssigen Kern wirken die Kräfte anders, dort lösen sie eher eine Westwärts-Bewegung aus."

    Diese Rückkopplung des Magnetfelds auf die Kernbewegungen könnte nach Ansicht der Forscher auch erklären, warum die Rotation des inneren Kerns im Laufe der Jahre und Jahrzehnte fluktuiert und mal schneller, mal langsamer läuft. Auch dafür könnten Störeinflüsse des Magnetfelds verantwortlich sein, dessen Struktur und Stärke ebenfalls in dekadischen Zyklen schwankt. Diese Vorgänge im Erdinneren zu verstehen ist wichtig, um Veränderungen am Magnetfeld der Erde einschätzen und auch vorhersagen zu können.
    Quelle

    LG Angeni
    Sonnige Grüsse
    Angeni



    Die Wissenschaft hat die Ganzheit getrennt und je detaillierter man das Atom in seinem
    Kern erforscht hat, desto weiter sind wir von uns selber weg gekommen
    - Angeni

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