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Thema: Der Mars

  1. #11
    Gast

    Re: Der Mars

    Astrofotografie: Weiteres Mars-Gesicht entdeckt


    Ein weiteres "Mars-Gesicht" oder zufällige Felsformation? | Copyright: ESA/DLR/FU Berlin

    Berlin/ Deutschland - Schon seit jeher beflügelt der Mars die Vorstellungskraft von Visionären, Autoren, Laien und Wissenschaftlern. War es zunächst ein Netzwerk von Kanälen, das noch bis ins 20. Jahrhundert hinein selbst unter angesehenen Astronomen für Spekulationen über eine technologische Zivilisation auf dem Roten Planeten sorgte, folgten in den 1970er Jahren Satellitenaufnahmen einer Gesteinsformation mit menschlichen Zügen. Während dieses "Face on Mars" immer noch entweder als künstliche Struktur oder Illusion aus Fels, Licht und Schatten kontrovers diskutiert wird, haben Nutzer des Online-Mars-Atlas' "Google Maps Mars" nun ein weiteres angebliches Gesicht auf dem Mars entdeckt.

    Schon das am 25. Juli 2976 von der Viking-Sonde der NASA fotografierte "Mars-Gesicht" in der Marsregion Cydonia sorgte für Spekulationen über eine dortige künstliche Struktur. Erneute Aufnahmen aus dem Jahr 2001, wie sie die Struktur in hochausflösender Qualität und bei anderem Sonnenstand zeigten, lassen diesen Eindruck jedoch verschwinden und einen stark erodierten Tafelberg erkennen. Andere Forscher glauben jedoch weiterhin an eine künstliche, ebenfalls erodierte Struktur und erkennen Hinweise auf einen symmetrischen Grundaufbau.


    Das "Marsgesicht", fotografiert am 25. Juli 1976 (l.) und 2001 | Copyright: NASA

    Eine ähnliche Diskussion wird sich erwartungsgemäß nun wohl auch um das neue Gesicht auf dem Mars entspinnen, das eine Größe von rund 2 x 1,5 Kilometern aufweist. Kritische Betrachter halten indes auch hier ein Spiel aus Licht und Schatten, gepaart mit dem Wahrnehmungspsychologischen Phänomen der Pareidolie, die uns konkrete Formen und Gegenstände in chaotisch entstandenen natürlichen Strukturen wie Wolken, Bäumen und Felsen erkennen lässt, für die wahrscheinlichste Erklärung.

    Überzeugen Sie sich selbst: Das neue "Mars-Gesicht" auf Aufnahmen der ESA finden Sie bei den Mars-Koordinaten "3°12'29.82"N, 12°55'51.21"W

    Ein ähnlich imposantes "Portrait" findet sich auch auf der Erde. In der kanadischen Provinz Alberta scheint der Verlauf einer Hügelkette das Antlitz eines südamerikanischen Ureinwohners mit Federschmuck zu zeigen. Eine Straße erweckt zudem auch noch den kuriosen Eindruck, der Indianer würde weiße Kopfhörer und damit das Markenzeichen des iPod tragen.

    Der felsige Indianer im kanadischen Alberta befindet sich bei den "Google Earth/Maps"-Koodinaten 50° 0'38.20"N 110° 6'48.32"W | Copyright/Quelle: maps.google.de
    http://grenzwissenschaft-aktuell.blo...s-gesicht.html
    Geändert von Susi (03.11.2012 um 15:41 Uhr)

  2. #12
    Lisa
    Gast

    Re: Der Mars

    Entdeckung auf Google-Mars: Gewaltige Station auf dem Roten Planeten?


    Marsstation? | Copyright: NASA/Google.com

    Washington/ USA - Auf den Aufnahmen des interaktiven Online-Atlas "Google Mars" hat ein Hobby-Astronom eine Struktur entdeckt, die er für eine künstliche Station hält und schon kurz nach der Veröffentlichung der Bilder im Internet hat sich eine hitzige Diskussion rund um die vermeintliche Marsstation entwickelt.

    Fraglos ist: Die entsprechende Struktur ist tatsächlich unter den Koordinaten 71°49'19.73"N 29° 33'06.53"W mit Google Mars zu finden und es stimmt auch, dass sie sich deutlich von der sonstigen Umgebung abhebt (s. Abb.). Sie hat eine Länge von rund 200 Meter und ist maximal 80 Meter breit.

    Die Deutung als künstliche Struktur, wie sie ihr "Entdecker" David Martines in einem Youtube-Video zusammengefasst hat, ergibt sich jedoch hauptsächlich aufgrund der grobgepixelten Auflösung der entsprechenden Aufnahme, wie sie für den Online-Atlas ab einem bestimmten Vergrößerungsfaktor charakteristisch ist. Ob die Struktur tatsächlich derart rechtwinklig aufgebaut ist, lässt sich zumindest aus der Aufnahme auf Google Earth nicht exakt bestimmen.


    Ebenfalls nicht klar ist, ob es sich bei der Struktur tatsächlich auch um ein "Objekt" auf der Marsoberfläche selbst handelt, ob es sich zwischen dem Satelliten und der Oberfläche befindet oder ob es sich auch um einen Aufnahmefehler oder ein digitales Artefakt handelt.


    Hier finden sie die vermeintliche Marsstation auf "Google Mars": 71°49'19.73"N 29°33'06.53"W | Copyright: NASA/Google.com

    Martines selbst zeigt sich davon überzeugt, eine künstliche Struktur entdeckt zu haben und spekuliert schon einmal über die Herkunft der "Anlage", der er den Namen "Biostation Alpha" verliehen hat: "Alleine die Größe ist schon ungewöhnlich und es sieht so aus, als bestehe die Station aus einem Zylinder oder aus mehreren Zylindern. (...) Es könnte sich um ein Kraftwerk handeln oder um einen Biocontainer - hoffentlich ist es keine Waffe. (...) Ich bezweifele, dass es von der NASA stammt. Vielleicht wissen die selbst noch gar nichts davon."

    Bis zum Redaktionsschluss dieser Meldung war noch keine Statement der NASA selbst zu besagter Struktur bekannt...

    http://grenzwissenschaft-aktuell.blogspot.com/
    Geändert von Susi (03.11.2012 um 15:42 Uhr)

  3. #13
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  4. #14
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    Re: Der Mars

    DEMON EFFIGY ON MARS?

    Joseph P. Skipper, der Inhaber von Marsanomaly Research hofft, das sich hier ein Mitarbeiter der ESA einen Scherz erlaubt hat...seht selbst.

    http://www.marsanomalyresearch.com/e...mon-effigy.htm

    Gruss Norrin
    Geändert von Susi (03.11.2012 um 15:43 Uhr)
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  5. #15
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    Re: Der Mars

    Interessante Artefakte auf dem Mars:

    http://web.archive.org/web/199910040.../directry.html

    Gruss Norrin
    Geändert von Susi (03.11.2012 um 15:43 Uhr)
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  6. #16
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    Re: Der Mars

    Der NASA Leak geht weiter...hier der klare Beweis das das Marsgesicht ECHT ist:

    http://adsabs.harvard.edu/abs/1998DPS....30.5531V

    Hier der Text des Dokuments aus dem veborgenen NASA Archiv in Harvard:

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    SAO/NASA ADS Astronomy Abstract Service

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    Title:
    The ``Face on Mars" at Cydonia: Natural or Artificial?
    Authors:
    van Flandern, T.
    Affiliation:
    AA(Meta Research)
    Publication:
    American Astronomical Society, DPS meeting #30, #55.P31; Bulletin of the American Astronomical Society, Vol. 30, p.1453
    Publication Date:
    12/1998
    Origin:
    AAS
    Bibliographic Code:
    1998DPS....30.5531V
    Abstract
    3-D contours, bilateral symmetry and location on the former Martian equator led to suspicions that the so-called ``Face" in the Cydonia region of Mars might be an artifact. New high-resolution images taken by the Mars Global Surveyor (MGS) spacecraft have now been processed. Using height information from Viking imagery, MGS photos can be ortho-rectified to show the view as it would have appeared from overhead -- quite different from the view actually seen as the spacecraft passed far to the west, especially in raw, unprocessed imagery. In the properly processed, reconstructed view, we can again locate the features that appeared to portray eyes, nose, mouth, and enclosure in the Viking imagery. Remarkably, secondary facial characteristics not previously seen (eyebrow, pupil, nostrils, lips) now also appear, each with the correct relative size, shape, location, and orientation. Moreover, no background of similar features exists that would allow us to choose just those that fit the impression of a face. Although the original finding of a face-like mesa is a posteriori and therefore lacking in statistical significance, these new features fulfill a priori predictions of the artifact hypothesis, and are therefore not so easily dismissed. Other anomalous objects and surface markings in the vicinity reinforce this conclusion. These circumstances are so unlikely to arise by chance that the highest priority should be attached to obtaining additional images of the entire Cydonia region.
    Bibtex entry for this abstract Preferred format for this abstract (see Preferences)

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    Physics
    arXiv e-prints



    Sie können jetzt sogar die Augenbrauen erkennen..mann was haben die uns angelogen..aber das ist jetzt wie Ihr ja sehen könnt Geschichte..

    Gruss Yoda/Norrin
    Geändert von Susi (03.11.2012 um 15:43 Uhr)

  7. #17
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    Re: Der Mars

    Wo bitte ist denn da ein Beweis???
    Der Gesunde hat viele Wünsche, der Kranke nur einen.

  8. #18
    Moderator Avatar von Joe
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    Re: Der Mars

    Prompt Übersetzung des Textes von dem Cydonia Gesicht

    3. Konturen, bilaterale Symmetrie und Speicherstelle auf dem ehemaligen Marsäquator führten zu Verdacht, dass das so genannte "Gesicht" im Cydonia Gebiet des Mars ein Kunsterzeugnis sein könnte. Neue hochauflösende Bilder, die vom Mars Globaler Landvermesser (MG) Raumfahrzeug genommen sind, sind jetzt bearbeitet worden. Höhe-Information von Wikinger-Bildern verwendend, können MG-Fotos ortho-berichtigt werden, um die Ansicht zu zeigen, weil es von oberirdisch - ziemlich verschieden von der wirklich gesehenen Ansicht geschienen wäre, weil das Raumfahrzeug weit nach Westen besonders in rohen, unverarbeiteten Bildern ging. In der richtig bearbeiteten, wieder aufgebauten Ansicht können wir wieder die Eigenschaften ausfindig machen, die schienen, Augen, Nase, Mund, und Einschließung in den Wikinger-Bildern zu porträtieren. Bemerkenswert erscheinen sekundäre Gesichtseigenschaften nicht vorher gesehen (Augenbraue, Schüler, Nasenlöcher, Lippen) jetzt auch, jeder mit der richtigen Verhältnisgröße, Gestalt, Speicherstelle, und Orientierung. Außerdem besteht kein Hintergrund von ähnlichen Eigenschaften, der uns erlauben würde, gerade diejenigen zu wählen, die den Eindruck eines Gesichtes passen. Obwohl die ursprüngliche Entdeckung eines gesichtmäßigen mesa a posteriori deshalb in der statistischen Bedeutung und fehlt, erfüllen diese neuen Eigenschaften a priori Vorhersagen der Kunsterzeugnis-Hypothese, und werden deshalb nicht so leicht abgewiesen. Andere anomale Objekte und Oberflächenmarkierungen in der Umgebung verstärken diesen Beschluss. Diese Verhältnisse werden so kaum zufällig entstehen, dass der höchste Vorrang dem Erreichen von zusätzlichen Bildern des kompletten Cydonia Gebiets beigefügt werden sollte.
    Der Bibtex Zugang für dieses abstrakte Bevorzugte Format für diesen Auszug (sieh Einstellungen)
    Das ist noch kein Beweis, das stimmt, aber es unterstützt die These des Gesichtes.

    LG Joe
    sut Yahusha ilu samesa

  9. #19
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    Re: Der Mars

    Wurde der Mars durch eine natürliche Nuklearexplosion zur Wüste?

    Die rote Farbe unseres Nachbarplaneten war ein Grund, warum man ihn nach dem römischen Kriegsgott Mars nannte.
    Aber warum erscheint uns der Mars als rötlicher Wüstenplanet?
    Der Wissenschaftler Dr. John Brandenburg hat im Rahmen eines kurzen Interviews mit dem Sender Foxnews eine neue Hypothese vorgestellt.

    Demnach erschütterte vor 180 Millionen Jahren eine gigantische auf natürliche Weise entstandene nukleare Reaktion den Mars und löschte alles auf dem Planeten aus. Die Schockwelle verwandelte den Planeten in trockenen Sand.
    Noch unglaublicher: Eine solche natürliche nukleare Reaktion könnte auch auf unserem eigenen Planeten aufgetreten sein - und es könnte wieder passieren, sagte Dr. John Brandenburg, ein Antriebs-Wissenschaftler beim Unternehmen Orbital Technologies Corp.

    "Die Marsoberfläche ist von einer dünnen Schicht radioaktiver Substanzen bedeckt, darunter Uran, Thorium und radioaktives Kalium - und dieses Muster geht strahlenförmig von einem Hotspot auf dem Mars aus", sagte er.


    Credit: NASA and The Hubble Heritage Team (STScI/AURA)

    "Eine nukleare Explosion könnte Trümmer um den ganzen Planeten herum verteilt haben", sagte er. "Gammastrahlungskarten des Mars zeigen einen großen roten Fleck, der wie ein strahlendes Trümmerfeld aussieht ... auf der anderen Seite des Planeten ist ein weiterer roter Fleck."

    Brandenburg zufolge ereignete sich die natürliche Explosion mit dem Äquivalent von einer Million 1-Megatonnen-Wasserstoffbomben im nördlichen Mare Acidalium, wo es hohe Konzentrationen radioaktiver Strahlung gibt. Diese Explosion reicherte die Marsatmosphäre auch mit Radio-Isotopen an, die in kürzlich von der NASA gesammelten spektroskopischen Daten über die Gammastrahlung zu sehen sind. Die Radioaktivität erklärt auch, warum der Mars rot aussieht.*

    Brandenburg sagte, spektroskopische Untersuchungen der letzten Jahre zeigen Strahlungsspitzen von Xenon 129 - eine Steigerung wurde nach einer nuklearen Reaktion oder einer Kernschmelze auch auf der Erde beobachtet, etwa bei Tschernobyl 1986 oder bei der Katastrophe in Japan.

    Dr. David Beaty, Mars Programm Wissenschaftsmanager am Jet Propulsion Laboratory der NASA sagte, dass er die Idee fesselnd und faszinierend finde. Aber um sie zu beweisen, würde die NASA eine Mission planen müssen, um das Mare Acidalium auf dem Mars zu erforschen.

    Quelle
    http://www.astropage.eu/index_news.php?id=204

    LG Mario
    Geändert von Susi (03.11.2012 um 15:44 Uhr)
    "Wir haben es mit einer monolithische und ruchlosen weltweiten Verschwörung zu tun, die ihren Einfluß mit verdeckten Mitteln ausbreitet."
    John Fitzgerald Kennedy

  10. #20
    Lisa
    Gast

    Re: Der Mars

    "Mars Express" findet Strömungsmuster und "Inseln" im Mündungsgebiet von Ares Vallis


    Senkrechte Draufsicht auf das Mündungsgebiet von Ares Vallis. (Klicken Sie auf die Bildmitte, um zu einer vergrößerten Darstellung zu gelangen.) | Copyright: ESA/DLR/FU Berlin (G. Neukum).

    Berlin-Adlershof/ Deutschland - Das Ausflusstal Ares Vallis windet sich über 1.700 Kilometer durch das südliche Mars-Hochland und endet in einer über 100 Kilometer breiten Mündung im Tiefland der Chryse-Ebene. In der Frühzeit des Mars strömten hier große Mengen Wasser. Am 11. Mai 2011 nahm die vom "Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt" (DLR) betriebene hochauflösende Stereokamera (HRSC) an Bord der ESA-Raumsonde "Mars Express" im Orbit 9393 einen Teil der Mündungsregion von Ares Vallis auf. Die Bilder zeigen einen großen, teilweise abgetragenen Krater, stromlinienförmige Inseln und terrassenartige "Uferbänke" an den Talrändern: Spuren von Erosion, die das Wasser, das in Ares Vallis einst geflossen ist, in der Landschaft hinterlassen hat.

    Die Bilder zeigen einen Ausschnitt der Mündungsregion Ares Vallis bei 16 Grad nördlicher Breite und 327 Grad östlicher Länge. Sie wurden von Mars Express aus einer Höhe von 300 Kilometern aufgenommen. Die Bildauflösung beträgt etwa 15 Meter pro Bildpunkt (Pixel). Benannt wurde das Tal nach Ares, dem griechischen Kriegsgott, dessen Entsprechung in der römischen Götterwelt der Mars ist.

    Ares Vallis wurde im Jahr 1976 auf den Bildern der amerikanischen Viking-Sonden entdeckt. In der Frühzeit des Mars strömten große Mengen Wasser durch das Tal. Um die Spuren dieses Wasserstroms zu untersuchen, landete 1997 der kleine Marsrover Pathfinder im Mündungsgebiet von Ares Vallis. Markantestes Geländemerkmal ist der etwa 32 Kilometer große Einschlagskrater Oraibi, der sich nur etwa 100 Kilometer südlich der Landestelle des Pathfinder-Rovers befindet, der dort am 4. Juli 1997 landete und zwölf Wochen lang die Umgebung erkundete.


    Perspektivischer Blick von Südwesten nach Nordosten auf den Krater Oraibi. (Klicken Sie auf die Bildmitte, um zu einer vergrößerten Darstellung zu gelangen.) | Copyright: ESA/DLR/FU Berlin (G. Neukum).

    Am Krater Oraibi sind die Erosionsspuren besonders gut zu sehen. Die Landschaftsformen zeigen, dass der Krater stark umspült wurde und die Energie der Wassermassen offenbar so stark war, dass der südliche Rand des Kraters von den Wassermassen durchbrochen und das Innere des Kraters geflutet und von Sedimenten verfüllt wurde. Die Wassermassen scheinen einst mit erheblicher Energie durch das Tal geflossen zu sein und konnten mit ihrem Druck große Mengen an Material erodieren. So zeigen die "Uferbänke" eine stufige, terrassenförmige Morphologie. Parallel verlaufende Rillen und Rinnen längs der Fließrichtung deuten ebenfalls auf starke Erosion hin. Andere Erosionsformen am Talboden sind anhand von stromlinienförmigen Inseln erkennbar. Diese zeigen die einstige Fließrichtung an.

    http://www.dlr.de/dlr/Portaldata/1/Resources/bilder/missionen/mars/16_9/ares_vallis_3d3.jpg

    Perspektivischer Blick von Nordwesten auf eine 'Flussinsel' in Ares Vallis. (Klicken Sie auf die Bildmitte, um zu einer vergrößerten Darstellung zu gelangen.) | Copyright: ESA/DLR/FU Berlin (G. Neukum)


    Aufschlussreich sind auch so genannte "Geisterkrater", deren Umrisse nur noch schwach zu erkennen sind: Sie finden sich sowohl im Tal selbst als auch auf dem Plateau. Dies lässt vermuten, dass auch Teile des Plateaus, das sich etwa 1000 Meter über Ares Vallis erhebt, zumindest teilweise überflutet wurden. Auf dem Plateau sind viele einzelne Rest- oder Inselberge zu sehen. Sie erscheinen als Überbleibsel einer früheren durchgehenden Bedeckung, die größtenteils erodiert wurde. Ebenso ist auf dem Plateau am linken Bildrand auch noch der Teil einer Auswurfdecke eines großen Einschlages zu sehen.

    Ein interessantes Detail ist ein Hangrutsch, der am oberen linken Bildrand zu erkennen ist. Die Rutschung weist eine Breite von etwa vier Kilometer auf. Der Hangrutsch könnte durch den Einschlag des Asteroiden entstanden sein, dessen Kraterauswurfmasse im Bildausschnitt 4 zu sehen ist. Einzelne Strahlen dieser Auswurfdecke können bis zur Rutschung verfolgt werden.

    Charakteristisch für dieses Gebiet ist aber auch die ungewöhnlich starke Häufung von Kluster von Einschlagskratern. Diese sind entweder als "Haufen" oder gerichtet angeordnet. Für das Auftreten solcher Kratergruppen sind zwei Prozesse verantwortlich. Zum einen entstehen Kratergruppen, wenn ein Projektil (Asteroid) beim Eindringen in die Atmosphäre in viele kleine Brocken auseinander bricht und diese dann einzeln auf die Oberfläche einschlagen. Zum anderen sind solche Kratergruppen aber auch charakteristisch für sekundäre Krater, das heißt, durch den Einschlag eines Asteroiden werden viele Gesteinsbrocken des getroffenen Gebiets in die Luft geschleudert und fallen in mehreren Kilometern Entfernung wieder zu Boden, wo sie dann diese kleineren Krater bilden.


    http://www.dlr.de/dlr/Portaldata/1/R...vallis_3d1.jpg

    Perspektivischer Blick von Ost nach West über das Mündungsgebiet von Ares Vallis. (Klicken Sie auf die Bildmitte, um zu einer vergrößerten Darstellung zu gelangen.) | Copyright: ESA/DLR/FU Berlin (G. Neukum)

    Das Kameraexperiment HRSC auf der Mission Mars Express der Europäischen Weltraumorganisation ESA wird vom Principal Investigator (PI) Prof. Dr. Gerhard Neukum (Freie Universität Berlin), der auch die technische Konzeption der hochauflösenden Stereokamera entworfen hatte, geleitet. Das Wissenschaftsteam besteht aus 40 Co-Investigatoren aus 33 Institutionen und zehn Nationen. Die Kamera wurde am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) unter der Leitung des PI G. Neukum entwickelt und in Kooperation mit industriellen Partnern gebaut (EADS Astrium, Lewicki Microelectronic GmbH und Jena-Optronik GmbH). Sie wird vom HRSC Experiment-Team im DLR-Institut für Planetenforschung in Berlin-Adlershof durch das European Space Operation Centre (ESOC) der ESA betrieben. Die systematische Verarbeitung der Daten erfolgt am DLR. Die hier gezeigten Darstellungen wurden am Institut für Geologische Wissenschaften der FU Berlin erstellt.
    http://grenzwissenschaft-aktuell.blo...uster-und.html
    Geändert von Susi (03.11.2012 um 15:46 Uhr)

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