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Thema: Der Mars

  1. #21
    Gast

    Re: Der Mars

    Forscher überrascht

    Mars-Atmosphäre enthält viel mehr Wasserdampf als gedacht



    Die dünne Mars-Atmosphäre enthält mehr Wasserdampf als bisher angenommen, nun muss der Wasserkreislauf unseres Nachbarplaneten neu überdacht werden. - Foto: NASA

    Mittlere Schichten in 20 bis 50 Kilometern Höhe regelrecht übersättigt - Neue Erkenntnisse widerlegen bisherige Klimamodelle

    Aktuelle Analysen von Spektrometer-Daten der europäischen Sonde "Mars Express" brachten für die Marsforschung unlängst eine Überraschung: Es zeigte sich, dass die obere Atmosphäre des Roten Planeten nur so von Wasserdampf strotzt. Russische Forscher konnten zudem dieser Tage nachweisen, dass sich dieser Wasserdampf nahezu über die gesamte nördliche Hemisphäre sowie über den Südpol verteilt - damit enthält die Atmosphäre des Planeten zumindest während eines Teils des Marsjahres wesentlich mehr Wasser als bisher angenommen. Die neuen Erkenntnisse widerlegen bisherige Mars-Klimamodelle, nun muss der Wasserkreislauf unseres Nachbarplaneten und seine Entwicklung neu überdacht werden.

    Die neuen Daten des sogenannten SPICAM-Spektrometer (Spectroscopy for Investigation of Characteristics of the Atmosphere of Mars) füllen eine klaffende Lücke im Wissen um die Verteilung von Gasen in der Mars-Atmosphäre: Nachdem Sonden in der Regel von oben in Richtung Oberfläche blicken, lagen bislang hauptsächlich Informationen zur horizontalen Verteilung der Gase vor. Erst eine genaue Analyse des Sonnenlichts, das kurz nach Sonnenaufgang und vor Sonnenuntergang durch die Marsatmosphäre fällt, enthüllte die vertikale Struktur der Mars-Atmosphäre. Was den Forschern dabei besonders ins Auge sprang, waren unerwartete Mengen an Wasserdampf in großer Höhe über dem Marsboden.

    Mit Wasserdampf übersättigt

    Wie die Forscher um Luca Maltagliati vom Laboratoire Atmosphères, Milieux, Observations Spatiales (LATMOS) im Fachmagazin "Science" schreiben, erbringen die Beobachtungen im infraroten Lichtspektrum, dass die Mars-Atmosphäre mit Wasserdampf regelrecht übersättigt ist. Im Vergleich zur Erde enthält die Mars-Atmosphäre zwar rund 10.000 Mal weniger Wasserdampf, trotzdem handelt es sich bei Wasserdampf um ein äußerst dynamisches Spurengas, dessen Verteilung besonders von den Jahreszeiten abhängig ist.

    Auf der Erde kondensiert Wasserdampf um Staub- und andere Partikel zu Wassertröpfchen, wenn die Temperatur unter einen bestimmten Punkt fällt. Da sie bei entsprechendem Luftdruck dann nicht mehr Feuchtigkeit halten kann, spricht man von einer "gesättigten" Atmosphäre. Wenn zusätzlicher Dampf unter bestimmten Umständen nicht zu Regentropfen kondensiert oder gefriert, dann kann es zu einer Übersättigung kommen. Man nimmt an, dass zu bestimmten Zeiten im Jahr in der Mars-Atmosphäre zu wenige Kondensationskeime existieren und beachtliche Mengen von überschüssigem Wasserdampf in der Atmosphäre verbleiben.

    10 bis 100 Mal mehr Wasserdampf

    Bisher ging die Forschung davon aus, dass eine derartige Übersättigung in der kalten Mars-Atmosphäre nicht möglich ist und überschüssiger Wasserdampf automatisch zu Eis gefriert. Die Daten des SPICAM-Spektrometers haben nun aber gezeigt, dass es immer wieder in den mittleren Schichten der Mars-Atmosphäre in 20 bis 50 Kilometern Höhe zu genau dieser Übersättigung kommt, wenn der Planet seinen sonnenfernsten Punkt erreicht. Die Übersättigung der Mars-Atmosphäre kann dabei das 10-fache der Werte auf der Erde erreichen. Damit stellte sich heraus, dass die Atmosphäre des Mars zwischen dem 10- und 100-fachen der bisherigen angenommenen Menge an Wasserdampf enthält.

    "Unsere neuen Messungen haben einschneidende Auswirkungen auf unsere Vorstellungen des Klimas und über den Transport von Wasser von einer auf die andere Hemisphäre des Planeten", erklärt Maltagliati. Franck Montmessin fügt hinzu: "Unsere Daten legen nahe, dass deutlich mehr Wasserdampf hoch genug in die Atmosphäre getragen wird, um hier von photolytischen Reaktionen beeinflusst zu werden." Durch diesen zusätzlichen Effekt könnte auch mehr Wasser in den Weltraum entweichen als bisher angenommen: Die Wassermoleküle würden durch die Sonneneinstrahlung und den Sonnenwind in Sauerstoff und Wasserstoffatome aufgespalten, die sich schließlich in das Weltall verflüchtigen, so Montmessin.
    http://derstandard.at/1319181275886/...pf-als-gedacht
    Geändert von Susi (03.11.2012 um 14:47 Uhr)

  2. #22
    Gast

    Re: Der Mars

    NASA-Studie: Marsuntergrund war hunderte Millionen Jahre lang nass


    Anhand von Kratern und geologischen Aufbrüchen auf dem Mars lassen sich im Untergrund verborgene Tonmineralien analysieren und bestimmen. (Klicken Sie auf die Bildmitte, um zu einer vergrößerten Darstellung zu gelangen.) | NASA/JPL-Caltech/JHUAPL

    Pasadena/ USA - Eine neuen NASA-Studie kommt zu der Einschätzung, dass die am längsten und dauerhaft lebensfreundlich gebliebene Umgebung auf dem Mars nicht auf der Oberfläche sondern unmittelbar im Untergrund des Roten Planeten zu finden war. Diese Einschätzung hat grundsätzliche Auswirkungen auf die Frage, ob es einst auf dem Mars Leben gegeben und wie sich die Marsatmosphäre verändert hatte.

    Basierend auf einer neuen Auswertung von langjährigen mineralogischen Kartierungen von mehr als 350 Orten auf dem Mars durch Orbitalsonden von NASA und ESA kommen die Forscher um Bethany Ehlmann vom "California Institute of Technology" und am "Jet Propulsion Laboratory" der NASA (JPL) und John Mustard von der "Brown University" zu der Einschätzung, dass es auf der Marsoberfläche selbst nur für vergleichsweise kurze geologische Zeiträume Wasser in flüssiger Form gegeben hatte. Diese Perioden ereigneten sich erst am Ende einer hunderte Millionen Jahre andauernden Phase, während der warmes Wasser hingegen fortwährend mit Böden und Gestein im Untergrund interagiert hatte.

    "Die Arten von Tonmineralien, die sich unmittelbar unterhalb der Oberfläche gebildet haben, sind überall auf dem Mars zu finden", erläutert Mustard, die Ergebnisse der Studie, die aktuell im Fachmagazin "Nature" veröffentlicht wurde. "Jene Arten, die sich auf der Oberfläche gebildet haben, finden sich hingegen nur an einer kleinen Anzahl von Orten auf dem Mars und sind zudem recht selten."

    Zum ersten Mal wurden Tonmineralien auf dem Mars 2005 entdeckt und deuteten seither für viele Wissenschaftler darauf hin, dass der Rote Planet im Gegensatz zu heute einst auch warme und feuchte Phasen durchlebt hatte. Sollten diese Bedingungen für genügend lange Zeiten auch auf der Oberfläche des Mars geherrscht haben, müsste der Mars damals aber auch eine deutlich dichtere Atmosphäre als heute gehabt haben, um etwa die Wassermengen vor dem Verdampfen ins All oder dem Zufrieren bewahrt zu haben. Aus diesem Grund suchen Wissenschaftler seither nach Hinweisen auf einen Prozess, durch den diese postulierte dichte Atmosphäre selbst nach und nach ins All entwichen sei konnte.

    Die neue Studie stützt nun jedoch eine alternative Hypothese, nach der über geologische lange Zeiträume beständig warmes Wasser lediglich im Marsuntergrund zu finden war und die zahlreichen geologischen Strukturen, die dennoch gewaltige Wassererosion an und auf der Oberfläche des Planeten belegen, lediglich während vergleichsweise kurzer Perioden entstanden sind, während derer es auch auf der Oberfläche des Roten Planeten große Wassermengen in flüssiger Form gab.

    "Doch auch wenn es an der Oberfläche nur für vergleichsweise kurze Zeit lebensfreundliche Habitate gab, bedeutet dies nicht, dass die Aussichten für Leben auf dem Mars damit schlechter geworden sind", kommentiert Ehlmann die Schlussfolgerungen der aktuellen Studie. "Aber es sagt uns, nach welcher Art von potentiell lebensfreundlicher Umgebung wir suchen sollten: Die langfristig stabilsten Habitate auf dem Mars fanden sich offenbar nicht an der Oberfläche, sondern im Untergrund. Auch auf der Erde gibt es unterhalb der Erdoberfläche geothermale Umgebungen mit aktiven Ökosystemen."

    Tonmineralien, die sich dort bilden, wo das Verhältnis von mit dem Gestein wechselwirkenden Wassers gering ist, behalten grundsätzlich die gleiche chemischen Elemente bei, wie jene, die im ursprünglichen vulkanischen Gestein gefunden werden, das dann erst später von Wasser verändert wurde.

    Die Studie interpretiert die Daten derart, dass es genau diese Art der Eisen- und Magnesiumtone ist, die an den meisten der untersuchten Orte vorgefunden wurden. Im Gegensatz dazu wiesen Umgebungen auf der Oberfläche deutlich größere Mengen an Wasser auf, die das Gestein sehr viel weitreichender verändern konnten. Lösliche Elemente wurden hier vom Wasser weggeschwemmt und es haben sich gänzlich andere Tonmineralien gebildet.

    Ein weiterer Hinweis auf die Interpretation der aktuellen Datenauswertung durch Ehlmann und Mustard ist der Nachweis eines Minerals mit dem Namen Prehnit, das sich nur bei Temperaturen von mehr als 200 Grad Celsius bildet. Diese Temperaturen seien sehr viel typischer für hydrothermale Umgebungen unterhalb der Oberfläche als für Oberflächengewässer.

    "Unsere Interpretation stellt eine Abkehr von der Vorstellung dar, dass die einst warme und nasse Umgebung vornehmlich auf der Oberfläche des Mars zu finden war. Stattdessen schlagen wir vor, dass sich diese Umweltbedingungen vornehmlich unterhalb der Oberfläche fanden und dies mit nur einigen wenigen Ausnahmen", erläutert ein weiterer Mitautor, Scott Murchie vom "Johns Hopkins University Applied Physics Laboratory", die Auslegung der Untersuchungsergebnisse.

    Eine dieser Ausnahmen könnte der Marskrater Gale darstellen, in dem die mobile Landeeinheit "Curiosity" der noch in diesem Monat anvisierten "Mars Science Laboratory"-Mission landen und nach Spuren von einstigem Wasser und Leben suchen soll. Auch die für 2013 geplanten "MAVEN"-Mission der NASA könnte die Interpretation der Forscher bestätigen oder widerlegen, wenn die Sonde spezifische Messungen der heutigen dünnen Atmosphäre durchführen soll, um anhand dieser Daten Rückschlüsse auf die Geschichte des Planeten ziehen zu können (...wir berichteten).
    http://grenzwissenschaft-aktuell.blo...-hunderte.html
    Geändert von Susi (03.11.2012 um 14:47 Uhr)

  3. #23
    Lisa
    Gast

    Re: Der Mars

    Mars-Mission:
    Countdown für "Curiosity" läuft
    Rover soll Bewohnbarkeit des Roten Planeten untersuchen


    Der neue zur Marserkundung vorgesehene Rover „Curiosity“ wird voraussichtlich am 26. November 2011 um 16.02 Uhr Mitteleuropäischer Zeit an Bord einer Atlas-V-Trägerrakete von Cape Canaveral, Florida, starten. Die so genannte Mars Science Laboratory (MSL) genannte Mission der NASA soll vor allem untersuchen, ob die auf dem Mars herrschenden Umweltbedingungen jemals für mikrobische Lebewesen geeignet waren oder eventuell heute noch sind. Ziel ist es demnach, die „Bewohnbarkeit“ des Roten Planeten zu untersuchen. Die Reise wird rund neun Monate dauern.


    Mars Rover „Curiosity”
    © NASA/JPL-Caltech


    Die Besonderheiten des Mars und der MSL-Mission stellen außergewöhnliche Anforderungen an die im Rover befindlichen Weltraumsysteme: So sind beispielsweise einige Komponenten Betriebstemperaturen zwischen -130º C und +50º C ausgesetzt, externe Faktoren wie Staub oder Wind erfordern zudem die Entwicklung spezifischer Schutzvorrichtungen für einige der exponierten Sensoren.

    Hinzu kommt, dass die Kommunikation nicht unmittelbar erfolgt, da die Verzögerung beim Empfang der Informationen auf der Erde wegen der großen Entfernungen stark variiert. Grund hierfür ist, dass das Licht die Strecke von Erde zu Mars und umgekehrt bei günstigsten Positionen - also bei einer geringen Entfernung zwischen Mars und Erde - in etwas mehr als drei Minuten zurücklegt, in anderen Konstellationen aber bis zu 22 Minuten benötigen kann.

    Hochleistungsantenne hilft Energie sparen

    An Bord des Fahrzeugs werden zwei von Astrium in Spanien für das Vorhaben entwickelte und gebaute Schlüsselsysteme sein. Eins davon ist eine Hochleistungsantenne. Das steuerbare Gerät hat die Fähigkeit, Informationen in spezifische Richtungen zu übertragen. Auf diese Weise wird die Kommunikation zwischen dem Rover auf der Marsoberfläche und der Erde direkt hergestellt. Das System besitzt eine flache, bidirektionale Antenne und ein Tracking-Mechanismus.

    Die bewegliche Antenne hat den Vorteil, dass sie gezielt auf die Erde gerichtet werden kann, wodurch auf eine Ausrichtung des Rovers verzichtet und Energie gespart wird. So werden die wissenschaftlichen Daten der verschiedenen Instrumente und die Informationen über den Zustand des Rovers übermittelt. Es ist ferner möglich, die für den Fahrzeugeinsatz erforderlichen Kommandosignale ohne Zwischenrelais (Orbiter) zu senden. Die Signale werden in den drei Kontrollzentren des Weltraumnetzes – eines davon in Robledo de Chavela bei Madrid – empfangen.

    Wetterstation REMS liefert Klimadaten

    Das andere von Astrium entwickelte System ist die Wetterstation REMS (Rover Environmental Monitoring Station). Sie soll täglich Berichte über die im Aufenthaltsgebiet des Fahrzeugs herrschenden Wetterbedingungen senden. Durch die zahlreichen Sensoren von REMS werden Parameter wie Luftdruck und relative Luftfeuchtigkeit, Sonnenultraviolettstrahlung, Windgeschwindigkeit und -richtung - einschließlich vertikaler Bewegungen - sowie Luft- und Bodentemperatur gemessen. Ziel ist die Beschreibung des Klimas auf dem Roten Planeten, die zusammen mit den geologischen Daten als Grundlage für künftige bemannte Marsmissionen dienen soll.

    „Bevor ein Fahrzeug auf den Weg zum Mars geschickt wird, gilt es, viele technische Herausforderungen zu bewältigen. Astrium trägt zur Stärkung der Rolle Europas in der Weltraumerkundung bei und entwickelt Schlüsseltechnologien, die eine aktive und erfolgreiche Teilnahme an diesen ehrgeizigen Projekten ermöglichen“, sagt Antonio Cuadrado von Astrium.
    http://www.scinexx.de/kosmos.html
    Geändert von Susi (03.11.2012 um 14:47 Uhr)

  4. #24
    Radio
    Gast

    Re: Der Mars

    Opportunity ist immer noch funktionsfähig - seit 7 Jahren. Spirit ist leider im letzten (Mars) Winter ausgefallen.

  5. #25
    Lisa
    Gast

    Re: Der Mars

    NASA-Marsrover "Curiosity" erfolgreich gestartet und auf dem Weg zu Mars



    Start der "Atlas V"-Trägerrakete am 16. November 2011. Mit an Bord ist das der Rover "Curiosity" der "Mars Science Laboratory"-Mission. | Copyright: NASA

    Cape Canaveral / USA - An Bord einer "Atlas V"-Trägerrakete ist am vergangenen Samstag die NASA-Mission "Mars Science Laboratory" (MSL) erfolgreich zum Roten Planeten gestartet. Teil der Mission ist die mobile Laboreinheit "Curiosity", mit der die NASA, auf dem Mars nach Spuren von Wasser und Leben suchen will. Im August 2012 soll die Mission ihr Ziel erreichen.

    Laut Mitteilung der NASA sei die Sonde in gutem Zustand und habe anhand erster Signale bestätigt, dass sie sich in freiem Flug zu Mars befindet. Der etwa kleinbusgroße Rover soll im Innern des 154 Kilometer durchmessenden Gale-Kraters landen, aus dessen Zentrum sich ein fünf Kilometer hoher Berg erhebt. Dieser besteht aus Ton- und Sulfatmineralien, die zu ihrer Entstehung Wasser benötigen. Aus diesem Grund vermuten Forscher, dass es sich hierbei um Sedimentschichten handelt, die sich auf dem Kraterboden abgesetzt hatten, als der Krater einst für einige hundert Millionen Jahre mit Wasser gefüllt war.



    Der Gale-Krater | Copyright: NASA/JPL-Caltech/ASU

    Zunächst werde die Mission wahrscheinlich nur eine Untersuchung des Fußes des Berges erlauben. Sollte "Curiosity" (Neugierde) es jedoch seinem Vorgänger, dem Mars-Rover "Opportunity" gleichtun und seine Einsatzfähigkeit weit über das erhoffte Minimalziel der Mission hinaus erhalten, könnte die Laboreinheit nach und nach auch in höhere Regionen vorstoßen.



    Die mobile Laboreinheit "Curiosity" bei Einsatz auf dem Mars (Illu.). | Copyright: NASA / JPL

    Als Primärziel soll der Rover etwa ein Marsjahr lang (rund zwei Erdenjahre) seine Umgebung untersuchen und Proben analysieren, um festzustellen, ob der Krater tatsächlich einst lebensfreundliche Umweltbedingungen aufzeigte. Neben der Suche nach Spuren einstigen Wassers, wird der Rover aber auch in der Lage sein, Biomarker wie organische Komponenten im Boden und Felsgestein zu identifizieren.

    Mit insgesamt zehn Instrumenten an Bord soll der Rover Informationen liefern, wie lebensfeindlich oder auch -freundlich der Mars in der Vergangenheit war - und für zukünftige bemannte Missionen sein kann. An der Mission beteiligt sind auch das "Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt" (DLR) und die "Christian-Albrechts-Universität Kiel". Diese haben dazu das Strahlungsmessgerät RAD (Radiation Assessment Detector) entwickelt, mit dem die Forscher erstmals vor Ort messen wollen, wie hoch die Strahlung für zukünftige Astronauten ist und in welcher Bodentiefe Lebensformen überleben könnten.

    Nachdem frühere Rover an Fallschirmen oder im Innern von Luftkissen auf dem Roten Planten abgesetzt wurden, wird heuer die Mobile Landeeinheit der Mission mit einem ausgefeilten Kransystem von einer Raketenplattform auf die Marsoberfläche herabgelassen - ein Anblick, der vermeintlichen Marsbewohnern wohl wie eine klassische UFO-Landung erscheinen würde.
    http://grenzwissenschaft-aktuell.blo...folgreich.html
    Geändert von Susi (03.11.2012 um 14:48 Uhr)

  6. #26
    Gast

    Re: Der Mars

    Berge und unterirdische Eisfelder auf dem Mars

    2 Dezember 2011 Neue Aufnahmen der ESA-Mars-Sonde Mars Express zeigen die Phlegra Montes-Bergkette. Radardaten weisen auf große unterirdische Wassereisvorkommen in dieser Marsregion hin, die zukünftigen Astronauten möglicherweise als Wasserquelle dienen könnte.



    Die feinen Linien die sich den Abhang hinunter ausbreiten sind die bisher besten Indizien für die Existenz von flüssigem Wasser auf dem Mars
    (Bild: NASA)

    Vollständiger Artikel

  7. #27
    Lisa
    Gast

    Re: Der Mars

    Studie: Der Mars ist großflächig lebensfreundlicher als die Erde



    Blick auf den Mars | Copyright: Viking Project, NASA

    Weston/ Australien - Eine neue Studie kommt zu dem Schluss, dass große Teile des Marsuntergrunds derart warm sind, dass dort Wasser in flüssiger Form existieren kann und irdische und damit auch potentielle Marsmikroben leben könnten. Stimmen die Berechnungen der Forscher, so wären größere Regionen des Mars lebensfreundlich als der Erde - zumindest für mikrobische Lebensformen.

    Wie die Forscher um die Doktorandin Eriita Jones und Dr. Charley Lineweaver und von der Australian National University (anu.edu.au) aktuell im Fachmagazin "Astrobiology" berichten, haben sie eine bislang unübertroffene Modellberechnung des Mars durchgeführt, um das Potential des Roten Planeten Wasser in flüssiger Form beherbergen zu können auszuloten.

    "Unsere Modelle sagen uns, dass der Marsuntergrund voll von Wasser sein könnte - Wasser, dessen Temperaturen und Druckverhältnisse lebensfreundlich für irdisches Leben sein könnten", so Jones.

    Dass die Erde über eine warme und bis zu fünf Kilometer tief hinabreichende Biosphäre verfügt sei bekannt, so Lineweaver, "Wenn es eine vergleichbare sich tief in den Untergrund erstreckende Biosphäre auf dem Mars gibt, so wäre würde diese rund 30 Kilometer hinabreichen."

    Schon zuvor hatten die Wissenschaftler die lebensfreundlichen Regionen der Erde ermittelt und haben nun die gleichen Methoden auch auf den Mars angewandt: "Wir haben herausgefunden, dass etwa drei Prozent des Volumens des heutigen Mars das Potential aufweist, zumindest irdisches Leben zu ermöglichen", so Lineweaver. "Im Vergleich zu dem lediglich einen Prozent der Erdmasse, das diese Qualität aufweist, ist das unerwartet viel."

    Der beste Weg, auf dem Mars flüssiges Wasser und potentielle Mikroben zu finden, wäre, so schlussfolgern die Forscher, dort in die Tiefe zu graben. Leider ist die sich derzeit auf dem Weg zum Mars befindliche Rover-Mission der NASA, das "Mars Science Laboratory" (MSL), darauf jedoch nicht ausgelegt und kann gerade einmal 10 bis 20 Zentimeter tief im Marsboden graben.
    http://grenzwissenschaft-aktuell.blo...roflachig.html
    Geändert von Susi (03.11.2012 um 14:49 Uhr)

  8. #28
    Administrator Avatar von zwirni
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    Re: Der Mars

    Hallo an alle,

    hier mal eine Frage an unsere Astronomen...
    Dies ging mir heute Nacht durch den Kopf als ich nicht schlafen konnte.

    Was wäre mit dem Mars wenn (hypothetisch) man ihn mit Wasser fluten würde bis er, ähnlich wie die Erde, zu einem Großteil,KM weise,mit Wassr bedeckt wäre. Würde sich nicht die Größe (der Durchmesser), das Gewicht (und dadurch ja auch die Gravitation) und die Umlaufbahn ändern? Was genau hätten so viele Millionen Tonnen Wasser zusätzlich für eine Auswirkung?

    Freu mich jetzt schon auf eure Antworten...

    Lg. zwirni

  9. #29
    Moderator Avatar von Joe
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    Re: Der Mars

    grüß Dich Sven,
    am Umfang denke ändert sich nix,denn der Umfang wird wohl an der mittleren Höhe der Erhebungen gemessen.Also wenn du hier das Wasser weg nimmst würde sich ja der Umfang auch nicht ändern,Wir lassen dabei mal die Kataklysmen außer acht,die eventuel hier einen geringfügigen Durchmesser Wachstum entstehen lassen würde,wegen der Druckabnahme der Kruste.
    Aber die Frage nach der Gravitation find ich sehr interessant.Denn die Gravitation spielt ja eine emense Rolle beim Abstand zur Sonne.
    Wenn Mars eine geschlossene große Meeresfläche hatte,dann wäre er doch auch bestimmt an einer anderen Stelle des Sonnensystems gewesen und wie sich das dann insgesammt auswirkt,würde mich auch interessieren.

    LG Joe
    sut Yahusha ilu samesa

  10. #30
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    Re: Der Mars

    Was genau hätten so viele Millionen Tonnen Wasser zusätzlich für eine Auswirkung?
    einen spezifisch schwereren mars, der dann warscheinlich einen kleineren radius (aber nur verschwindend kleineren) um die sonne hat. desweiteren eine höhere luftfeuchtigkeit und dadurch resultierend eine etwas dichtere atmosphäre. die jedoch für den (heutigen) menschen noch immer zu gering ausfallen würde.

    eine solch ähnlich klingende frage und antwort stand vor vielen jahren (ende 80-anfang 90) in einer der zeitschriften wie GEO oder sowas. man hat schon mal so eine berechnung durchgeführt. damals hat man die resultierende atmosphäre auf etwa 10-12000Km erdhöhe errechent.

    lg mike
    um apollo 11 auf den mond zu bekommen, war eine rechnerleistung von DREI commodore 64 notwendig...
    um heute einen ticket zu lösen, ist EIN pentium-prozessor nicht ausreichend.


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