Seite 2 von 21 ErsteErste 12345612 ... LetzteLetzte
Ergebnis 11 bis 20 von 202

Thema: Weltweite Regimeproteste und Auswirkungen

  1. #11
    Lisa
    Gast

    Re: Weltweite Regimeproteste und Auswirkungen

    Berichte aus den Unruhegebieten

    Das Internet in Ägypten ist zwar weitgehend blockiert, aber Blogger und Journalisten in vielen Ländern versuchen, über das aktuelle Geschehen in dem Land und die Hintergründe zu den Unruhen in Tunesien, Ägypten und Jemen zu informieren. tagesschau.de hat Blogs und Informationsquellen im Web zusammengestellt.

    Informationen in Twitter

    Der Kurznachrichtendienst Twitter quillt geradezu über mit Informationen über die Situation in Ägypten und die jüngste Lage in Tunesien. Der Journalist Sultan Al Qassemi, der als Kolumnist auch für die englischsprachige Zeitung "The National" in den Vereinigten Arabischen Emiraten schreibt, veröffentlicht teils im Minutentakt neue Informationen. Er bezieht sich oftmals auf Informationen arabischsprachiger Medien und bietet so mit seinen Twitter-Meldungen eine gute Zusammenfassung auf Englisch.

    Aktuelle Berichte über die Lage in Kairo sendet unter anderem der "Arabist" über Twitter. Dahinter versteckt sich der freiberufliche Journalist Issandr El Amrani, der seit dem Jahr 2000 in Kairo lebt und für viele britische und US-amerikanische Medien berichtet. Ausführliche aktuelle Berichte und Analysen veröffentlicht er auch in seinem Blog - sofern es die Internetverbindungen in Ägypten derzeit zulassen.
    Blogs

    Auch zahlreiche Blogger befassen sich mit der Entwicklung in Ägypten, den Golfstaaten und Maghreb. Gute Analysen bieten die Wissenschaftler Marc Lynch, Amjad Atallah und Daniel Levy von der George Washington Universität in Ashington D.C. und der New America Foundation mit ihrem "Middle East Channel". Sie bezeichnen sich selbst als unparteiisch und sind ausgewiesene Experten der politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse der Region. Die US-amerikanische "New America Foundation" versteht sich als unabhängige Denkfabrik.

    Mit dem Projekt "CrowdVoice" hat die "MideastYouth" ein digitales Netzwerk aufgebaut: Mit diesem will sie nach eigenen Angaben gegen Unterdrückung und für Meinungs- und Pressefreiheit im Nahen Osten und Nordafrika kämpfen. Vor allem Fotos und Videos der Proteste in Tunesien und Ägypten sind hier zu finden.
    Zeitungen und mehr

    Eine gute Zusammenfassung der Ansichten verschiedener Wissenschaftler, Experten und Blogger ist auf "The Atlantic Wire" zu finden. Die US-amerikanische Seite hat es sich zum Ziel gesetzt, bei wichtigen Themen die Meinungen von Experten zusammenzufassen und auf einen Blick darzulegen. Im Hinblick auf die Unruhen in Ägypten wird die Debatte aufgezeigt, warum sich die Proteste nach und nach von Tunesien auf andere Länder ausgeweitet haben.

    In einer der führenden pan-arabischen Tageszeitungen, der "Al Hayat", publizieren viele liberale Intellektuelle der arabischen Länder - oftmals auch auf Englisch.
    http://www.tagesschau.de/ausland/linklisteaegypten100.html

  2. #12
    Erfahrener Benutzer Avatar von AreWe?
    Registriert seit
    20.07.2010
    Beiträge
    20.468
    Blog-Einträge
    189
    Mentioned
    248 Post(s)
    Follows
    0
    Following
    0
    Renommee: 505326

    Re: Weltweite Regimeproteste und Auswirkungen

    Anti-government protest in Albania

    TENS of thousands of demonstrators have started a silent protest in the Albanian capital Tirana, a week to the day after clashes during an opposition rally killed three.

    The demonstrators, headed by the leadership of the opposition Socialists and the families of the victims, started a march on the government buildings. People continued to pour into the downtown area near the government, bringing traffic in central Tirana to a standstill. Many protesters carried flowers.

    In the square in front of the government, a stage was set up, and opposition leader Edi Rama, the mayor of the capital, was expected to address the crowds later.

    Pictures of the three fatalities of the last rally were placed on stage, with the word "justice" written on them in Albanian and English.

    There was a huge police presence in the capital, with two cordons surrounding the government buildings and 30 elite officers guarding the entrance.

    Quelle:

    http://www.heraldsun.com.au/ipad/anti-government-protest-in-albania/story-fn6s850w-1225996491961
    LG
    Bill Gates ist 100% Eugeniker!
    Leute! Denkt immer an: "Teile und herrsche", und fragt Euch wer der "Dritte" ist! Cui bono?
    1 + 1 = 2 (universell und ewig)
    Love, peace and freedom!

  3. #13
    Erfahrener Benutzer Avatar von AreWe?
    Registriert seit
    20.07.2010
    Beiträge
    20.468
    Blog-Einträge
    189
    Mentioned
    248 Post(s)
    Follows
    0
    Following
    0
    Renommee: 505326

    Re: Weltweite Regimeproteste und Auswirkungen

    Ägyptische Regierung unter Ahmad Nazif tritt zurück – Unruhen in Jordanien und Saudi-Arabien

    Nach den gewaltsamen Protesten der vergangenen Tage hat der ägyptische Präsident Husni Mubarak in der Nacht zum Samstag im staatlichen Fernsehen des Landes angekündigt, er werde heute (Samstag) eine neue Regierung bilden und Maßnahmen zur Erlangung der Demokratie in Ägypten ergreifen. Die Ankündigung erfolgt zu einer Zeit, in der die Ägypter grundsätzliche Änderungen in der Staatsordnung des Landes fordern. Laut Krankenhausangaben starben in der ägyptischen Stadt Suez, während der gewaltsamen Proteste in den vergangenen Tagen mindestens 13 Personen, 75 weitere wurden verletzt. In Kairo stand das Hauptquartier der herrschenden Nationaldemokratischen Partei (NDP) in Flammen, während Demonstranten in Alexandria den Regierungssitz des Gouverneurs in Brand steckten und die Zentrale des Provinzparlaments anzündeten.
    Wie Augenzeugen der Nachrichtenagentur Reuters telefonisch mitteilten, schlugen aufgebrachte Demonstranten in Alexandria die Fenster und Türen des Gebäudes ein und steckten es in Brand. Der qatarsche Fernsehsender al-Dschasira verkündete in einer gestrigen Eilmeldung, Mubarak habe den Ausnahmezustand in allen Provinzen ausgerufen. Zuvor war in Kairo, Alexandria und Suez eine Ausgangssprerre verhängt worden.

    Mubarak, der seit Beginn der Proteste am vergangenen Dienstag geschwiegen hatte, sagte weiter: “Wir müssen vorsichtig ein, dass kein Chaos ausbricht, denn dadurch entsteht keine Demokratie.” Ägypten müsse stabil und sicher sein. Während er sprach, zogen Plünderer und Demonstranten, die seinen Rücktritt forderten, weiter durch die Straßen der Hauptstadt.

    Mubarak versprach den Ägyptern mehr Demokratie und größere Bemühungen zur Bekämpfung der hohen Jugendarbeitslosigkeit. “Wir bewahren, was wir erreicht haben, und wir bauen darauf auf”, fügte er hinzu. Der ägyptische Präsident erklärte zudem, er wolle soziale, wirtschaftliche und politische Reformen vorantreiben. Er verteidigte auch den Einsatz von Militär gegen die Demonstranten.

    Der ägyptische Generalstabschef Sami Anan hat einen Besuch in Washington abgebrochen. Anan, der sich an der Spitze einer Delegation zu Gesprächen mit Vertretern des US-Verteidigungsministeriums aufhielt, werde wegen der anhaltenden Unruhen in Ägypten in sein Land zurückkehrten, sagte US-General James Cartwright. Der Besuch hätte bis Mittwoch dauern sollen.

    “Wissen noch nicht, auf welcher Seite die Armee steht”

    Die Armee war auch mit Panzern in Kairo unterwegs. Mehrere Soldaten den zeigten Demonstranten das Friedenszeichen, diese wiederum reagierten mit Applaus. Viele Demonstranten kletterten auf die Militärfahrzeuge, jedoch ohne, dass es zu Zwischenfällen kam.”Wir wissen noch nicht, auf welcher Seite die Armee steht”, sagte ein junger Demonstrant, der mit tausenden Menschen durch den Bezirk Dokki marschierte. “Aber wir alle respektieren die Armee.”

    Unruhen auch in Saudi-Arabien und Jordanien

    Inspiriert von dem Umsturz in Tunesien, haben tausende Menschen in Saudi-Arabien und Jordanien demonstriert. Der saudische König und der jordanische König gerieten zunehmend unter Druck. Zwischen 30 und 50 Menschen wurden in der Hafenstadt Dschidda in Gewahrsam genommen. Auch in Riad kam es zu Protestkundgebungen. Der Nachrichtenagentur “Reuters” zufolge ging die saudische Polizei mit aller Härte gegen die Demonstranten vor.
    Den Aufruf zu dem Protest bewerten Beobachter als offene Herausforderung der autoritären Staatsführung. Die Demonstranten hatten nach den jüngsten schweren Überflutungen Verbesserungen bei der Infrastruktur eingefordert.
    Auch gingen in Jordanien am Freitag erneut Tausende Menschen unter anderem in der Hauptstadt Amman, in Irbid und Karak auf die Straße und protestierten gegen steigende Preise, Inflation und Arbeitslosigkeit. Agenturmeldungen zufolge versammelten sich allein in der Hauptstadt über 3500 Personen. Sie folgten dem Aufruf linker Gruppen, von Gewerkschaften und islamischen Zusammenschlüssen und forderten vehement den sofortigen Rücktritt von Ministerpräsident Samir Rifai.
    Es war schon die dritte Freitagsdemonstration in Jordanien in Folge. Die größte Protestkundgebung ging von der großen Husseini-Moschee im Zentrum der Hauptstadt Amman aus.

    Quelle:

    http://www.politaia.org/politik/korrution/agyptische-regierung-unter-ahmad-nazif-tritt-zuruck/
    LG
    Bill Gates ist 100% Eugeniker!
    Leute! Denkt immer an: "Teile und herrsche", und fragt Euch wer der "Dritte" ist! Cui bono?
    1 + 1 = 2 (universell und ewig)
    Love, peace and freedom!

  4. #14
    Erfahrener Benutzer Avatar von AreWe?
    Registriert seit
    20.07.2010
    Beiträge
    20.468
    Blog-Einträge
    189
    Mentioned
    248 Post(s)
    Follows
    0
    Following
    0
    Renommee: 505326

    Re: Weltweite Regimeproteste und Auswirkungen

    Tausende protestieren in Algerien gegen die Regierung

    Tausende Menschen haben in der algerischen Küstenstadt Bejaïa in der Region Kabylei gegen die Regierung des Landes protestiert. Nach Angaben der Sammlungsbewegung für die Kultur und die Demokratie (RCD) beteiligten sich rund 10.000 Demonstranten an der friedlichen Kundgebung etwa 250 Kilometer östlich der Hauptstadt Algier, die von einem großen Polizeiaufgebot begleitet wurde. Demnach forderten die Teilnehmer einen "radikalen Wechsel" in der politischen Führung Algeriens.

    Die RCD hatte zuletzt vor einer Woche einen Protestmarsch in Algier organisiert, der auf Grundlage der seit dem Jahr 1992 gültigen Notstandsgesetze zunächst verboten und später gewaltsam aufgelöst wurde. Dabei wurden dutzende Menschen verletzt. Die Oppositionspartei rief daraufhin für den 12. Februar zu einer weiteren Kundgebung in der Hauptstadt auf. Anfang des Monats waren bei Unruhen in Algerien fünf Menschen ums Leben gekommen. Die Regierung kündigte daraufhin vorübergehende Preisnachlässe für Speiseöl und Rohrzucker an.

    Quelle: http://de.news.yahoo.com/2/20110129/tpl-tausende-protestieren-in-algerien-ge-ee974b3.html
    LG
    Bill Gates ist 100% Eugeniker!
    Leute! Denkt immer an: "Teile und herrsche", und fragt Euch wer der "Dritte" ist! Cui bono?
    1 + 1 = 2 (universell und ewig)
    Love, peace and freedom!

  5. #15
    Lisa
    Gast

    Re: Weltweite Regimeproteste und Auswirkungen

    Chaos in Ägypten
    Tausende Häftlinge fliehen aus den Gefängnissen



    Rauchwolken über Kairo (Samstag): Plünderer sind in den Straßen unterwegs

    Mehr als 6000 Gefangene haben die Unruhen in Kairo zum Ausbruch genutzt, unter ihnen Schwerverbrecher und Islamisten. In der Nacht zerstörten Plünderer Mumien im Ägyptischen Museum, Anwohner versuchten vergeblich, das Gebäude zu schützen. Am Morgen beruhigte sich die Lage - vorerst.

    Kairo - Bei den Unruhen in Ägypten sind Tausende Häftlinge aus den Gefängnissen geflohen, unter anderem handelt es sich um Schwerverbrecher und radikale Islamisten. Nach Informationen des lokalen Fernsehens gelang allein aus dem Gefängnis Abu Saabel, außerhalb Kairos, ungefähr 6000 Gefangenen die Flucht. Bei der Revolte der Gefangenen bemächtigten sie sich auch der Waffen der Wächter.

    Ein weiterer Gefangenenausbruch wurde aus dem Zentralgefängnis in der Oasenstadt Fajum südlich von Kairo gemeldet. Dort sollen die Häftlinge einen Polizeigeneral getötet und einen weiteren General verschleppt haben.

    Die ägyptische Armee schützte am Sonntagmorgen nach wie vor nur öffentliche Gebäude. Soldaten fahren zudem in einigen Straßen Patrouille. Auch in der Nacht zum Sonntag waren in Kairo wieder Plünderer unterwegs. In den Wohnvierteln der Hauptstadt, wo das Militär nicht in Stellung gegangen war, organisierten sich Bewohner in Bürgerwehren, um sich gegen Plünderer zu schützen. An vielen Orten waren Schüsse zu hören.

    Randalierer drangen auch ins Ägyptische Museum ein. Sie hätten zwei Mumien zerstört, berichtete der TV-Sender Arabija am Samstagabend. Das Museum beherbergt neben anderen unwiederbringlichen Artefakten die goldene Maske des Königs Tutenchamun. Ein Archäologe berichtet im Staatsfernsehen, dass Ägypter auf der Straße versucht hätten, das Gebäude durch eine Menschenkette zu schützen. Die Vandalen seien aber von Dach in das Museum gelangt.

    Zudem wurden Supermärkte, Banken, Juweliere und Regierungsgebäude ausgeplündert. Demonstranten setzten am Samstag zudem die Zentrale der ägyptischen Steuerbehörde in Brand. Trotz einer Ausgangssperre waren am Abend Tausende Menschen auf der Straße.

    Plünderer überfallen auch Kinderkrankenhaus

    Wie Klinikärzte am Samstagabend mitteilten, wurden auch Krankenhäuser angegriffen. Eine Kinderkrebsklinik sei überfallen und von Plünderern ausgeraubt worden. In einem Krankenhaus im Kairoer Bezirk Abbasija hätten Ärzte Molotowcocktails hergestellt, um das Hospital verteidigen zu können. Das ägyptische Staatsfernsehen zeigte am Abend erstmals Bilder von Dutzenden von Männern, bei denen es sich um festgenommene Plünderer handeln soll.

    Zwar hätten trotz der Ausgangssperre noch Demonstranten über Nacht auf dem zentralen Tahrir-Platz ausgeharrt, berichtete al-Dschasira. Ihre Zahl sei aber deutlich zurückgegangen. Auf Livebildern waren am Morgen weitgehend leere Straßen zu sehen, nur das Militär zeigte Präsenz. Aus ausgebrannten Partei- und Regierungsgebäuden stieg Rauch auf.

    Am Samstag waren erneut Zehntausende gegen die Regierung von Präsident Husni Mubarak auf die Straßen gegangen. Nach unterschiedlichen Berichten kamen bei den Protesten seit Freitag in ganz Ägypten bis zu hundert Menschen ums Leben.

    Präsident Mubarak hatte am Samstag eine neue Führungsriege gebildet, in der Geheimdienst und Militär dominieren. Er ernannte Geheimdienstchef Omar Suleiman am Samstag zu seinem Stellvertreter. Suleiman war seit längerer Zeit als möglicher Nachfolger des Staatschefs gehandelt worden. Der General war bisher Mubaraks Mann für heikle Aufträge. Zwischen Israel und den Palästinensern hat er schon mehrfach vermittelt. Auch in den USA wird er geschätzt. Neben ihm wurde der frühere Luftwaffenstabschef Ahmed Schafik zum neuen Ministerpräsidenten ernannt.
    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,742479,00.html

  6. #16
    Gast

    Re: Weltweite Regimeproteste und Auswirkungen

    Armee rückt in Scharm al-Scheich ein

    Die ägyptische Armee ist heute in Teile der Touristenhochburg Scharm al-Scheich am Roten Meer eingerückt. Auch in al-Arisch im Norden der Sinai-Halbinsel hätten Soldaten Stellung bezogen, berichteten Augenzeugen und Sicherheitskreise auf dem Sinai.

    Die Lage im beliebten Badeort Scharm al-Scheich blieb am Wochenende weiter ruhig, während es in vielen ägyptischen Städten zu Demonstrationen gegen das Regime von Präsident Hosni Mubarak sowie Plünderungen und Gewalt kam.

    Quelle :

    http://news.orf.at/stories/2039377/

  7. #17
    Erfahrener Benutzer Avatar von AreWe?
    Registriert seit
    20.07.2010
    Beiträge
    20.468
    Blog-Einträge
    189
    Mentioned
    248 Post(s)
    Follows
    0
    Following
    0
    Renommee: 505326

    Re: Weltweite Regimeproteste und Auswirkungen

    Nach Tunesien und Ägypten: Massenproteste auch in Indien

    In Indien sind am Sonntag Zehntausende Menschen auf die Straße gegangen, um gegen Korruption zu protestieren. Auslöser der Aktionen in Neu Delhi und anderen Großstädten waren die permanenten Korruptionsskandale, die seit Herbst die Regierung von Manmohan Singh erschüttern.

    In Neu Delhi fordern tausende Demonstranten die Gründung eines gesellschaftlichen Gremiums, welches korrupte Beamte entlassen und korrupte Politiker von Wahlen ausschließen dürfen soll, wie ein Korrespondent RIA Novosti RIA Novosti vor Ort berichtet.

    Die heutigen Proteste fallen mit dem 63. Todestag des weltberühmten indischen Freiheitskämpfers Mahatma Gandhi zeitlich zusammen. Fünf Oppositionelle sind in der indischen Hauptstadt in Hungerstreik getreten, um die Regierung zum Einlenken zu zwingen.

    "Wir sind bereit, unsere Leben zu opfern - für die Werte, für die sich Mahatma Gandhi eingesetzt hatte", sagte einer der Streikenden, Schambu Datta (93), zu RIA Novosti. „Wir nehmen kein Essen zu sich, solange die Reaktion der Regierung ausbleibt."

    Auch in der Finanzmetropole Mumbai sowie in Bangalore und Dutzenden weiteren Städten gingen viele Menschen unter ähnlichen Parolen auf die Straße.

    Der indische Politexperte und Verleger, Mudjibur Akbar, sieht die heutigen Demonstrationen in Indien als Fortsetzung der grenzübergreifenden Protestwelle, die bereits mehrere arabische Staaten wie Tunesien und Ägypten erfasst hat.

    "Der Volkszorn in Indien ist Bestandteil der internationalen Bewegung gegen die korrupten Eliten, die das Volkseigentum für sich und ihre Familien ausrauben“, sagte Akbar, der Chefredakteur der Zeitschriften India Today und Sunday Guardian ist, zu RIA Novosti. Er erwarte jedoch nicht, dass die Proteste in Indien in Gewalt umschlagen.

    In mehreren arabischen Ländern haben in den vergangenen Tagen Tausende Menschen gegen ihre Regierungen protestiert. Nach dem Umsturz in Tunesien gingen erneut Tausende Menschen gegen die Übergangsregierung auf die Straße, im Jemen forderte eine Menschenmenge den Rücktritt des Staatschefs. Auch in Ägypten schlugen die Massenkundgebungen gegen die Korruption in gewaltsame Proteste gegen die Regierung und Krawalle um.

    Quelle:

    http://de.rian.ru/politics/20110130/258217087.html
    LG
    Bill Gates ist 100% Eugeniker!
    Leute! Denkt immer an: "Teile und herrsche", und fragt Euch wer der "Dritte" ist! Cui bono?
    1 + 1 = 2 (universell und ewig)
    Love, peace and freedom!

  8. #18
    Erfahrener Benutzer Avatar von AreWe?
    Registriert seit
    20.07.2010
    Beiträge
    20.468
    Blog-Einträge
    189
    Mentioned
    248 Post(s)
    Follows
    0
    Following
    0
    Renommee: 505326

    Re: Weltweite Regimeproteste und Auswirkungen

    Aus den ägyptischen Aufständen Lehren ziehen: 10 Dinge, die passieren, wenn Gesellschaften zusammenbrechen

    Wenn Gesellschaften zusammenbrechen…Eines Tages wird die Weltwirtschaft vollständig in sich zusammenbrechen, aber nur die wenigsten Menschen bereiten sich darauf vor. Die Aufstände in Ägypten in der vergangenen Woche zeigen, wie tiefgreifend gesellschaftliche Umwälzungen sein und wie rasch sie eintreten können und welche Probleme dabei auftreten

    Die Aufstände in Ägypten sind bisher vielleicht die größte Nachrichtenmeldung in 2011. Die Geschwindigkeit, mit der sich die ägyptische Gesellschaft innerhalb der vergangene Woche gewandelt hat, ist absolut atemberaubend.

    Vor wenigen Monaten hätte niemand zu träumen gewagt, dass es in den Straßen großer ägyptischer Städte zu riesigen Aufständen kommen wird, bei denen die Menschen den Rücktritt von Hosni Mubarak fordern. Aber nun ist es passiert und Ägypten wird nie wieder das alte sein.

    Und was hält die Zukunft für Ägypten bereit? Nun ja, einige sind voller Hoffnung, dass durch diese Revolution eine bessere Regierung an die Macht kommt und sich die Lebensumstände des gewöhnlichen Ägypters verbessern. Ich bin da jedoch bei weitem nicht so optimistisch. Vielmehr gehe ich davon aus, dass hier die große Gefahr besteht, dass eine noch repressivere Regierung anstelle des aktuellen Regimes an die Macht kommen könnte.

    Wie dem auch sei, auf alle Fälle gibt es wichtige Lehren, die aus den Aufständen in Ägypten gezogen werden können. Lehren, die uns vermitteln, was passiert, wenn eine Gesellschaft zusammenbricht. Der gesellschaftliche Zusammenbruch ist oftmals eine sehr chaotische und sehr gewaltsame Angelegenheit.

    Eines Tages, wenn die Weltwirtschaft vollständig in sich zusammenbricht, könnte es sein, dass es überall auf dem Planeten zu Aufständen kommt, auch in den Vereinigten Staaten, und wir sollten alle darauf vorbereitet sein.

    Bisher kamen während der Unruhen, die Ägypten seit vergangener Woche erschüttern, weit über 100 Menschen ums Leben. In einigen Berichten wurde auch gemeldet, dass die wirkliche Zahl der Toten wesentlich höher sei. Unzählige Läden und Unternehmen wurden geplündert. Es kam zu Dutzenden Vergewaltigungen. Die Ägypter bildeten Bürgerwehren, um ihre eigenen Häuser zu schützen. Genau solche Dinge passieren, wenn eine Gesellschaft zusammenbricht.

    Aber könnte so etwas auch in den USA geschehen? Natürlich. Da braucht man sich nur an die Tage nach dem Wirbelsturm Katrina zurückerinnern. Stellen Sie sich vor, was in den USA passieren würde, wenn eine noch größere Katastrophe einträte. Wäre dann irgendjemand von uns wirklich sicher?

    In einem vorangegangenen Artikel hatte ich einige Details vorgestellt, was jeder tun kann, um sich auf einen Zusammenbruch der Gesellschaft vorzubereiten. Bedauerlicherweise werden zahlreiche US-Bürger erst damit anfangen sich vorzubereiten, wenn es für diese Maßnahmen bereits zu spät ist.

    Der Rest von uns, also diejenigen, die bereit sind dazuzulernen, kann aus den Ereignissen, die während der Aufstände in Ägypten stattfanden, einige wichtige Lehren ziehen:

    1. Wenn Gesellschaften zusammenbrechen, suchen die Menschen nach allen erdenklichen Waffen, die sie nur finden können. Im Laufe der vergangenen Woche wurden die Waffenarsenale aufgegebener ägyptischer Polizeistationen geplündert.

    2. Wenn Gesellschaften zusammenbrechen, kann sich niemand in Sicherheit wähnen. So bildeten die „mit Stöcken und Rasiermessern bewaffneten“ gewöhnlichen Ägypter Bürgerwehren, um die Wohnungen und Häuser vor wilden Plünderungen zu schützen, die sich aus den Protesten heraus entwickelten.

    3. Wenn Gesellschaften zusammenbrechen, kümmert man sich besser um den Schutz seiner Frau und seiner Kinder. Seit dem Ausbruch der Aufstände wurden offiziell mindestens 60 Vergewaltigungen gemeldet. Die inoffizielle Zahl dürfte bei weitem höher liegen.

    4. Wenn Gesellschaften zusammenbrechen, haben die Kriminellen keine Angst mehr vor dem Gesetz. Es gibt Berichte, dass mindestens 4 Gefängnisse angegriffen wurden und zigtausende Häftlinge auf die Straßen flüchten konnten.

    5. Wenn Gesellschaften zusammenbrechen, fangen autoritäre Regime damit an, Nahrungsmittel zu horten. Die britische Zeitung Telegraph berichtete, dass der gesamte Nahe Osten und Nordafrika als Reaktion auf all die anhaltenden Aufstände nun damit begonnen haben, riesige Nahrungsmitteldepots anzulegen.

    6. Wenn Gesellschaften zusammenbrechen, kann es in rasend schneller Geschwindigkeit zu Nahrungsmittelverknappungen kommen. Da der Handel in Ägypten zum Erliegen kam, traten laut verschiedener Meldungen auch erste ernsthafte Verknappungen bei einigen der wichtigsten Grundnahrungsmittel auf. Viele ägyptische Familien haben gerade einmal genügend Lebensmittel, um ein paar Tage überleben zu können.

    7. Wenn Gesellschaften zusammenbrechen, dann fliegt auch der Respekt vor dem Privateigentum aus dem Fenster. So wurden gemeldet, dass es in ganz Ägypten zu Einbrüchen in Geschäfte und bei Unternehmen kam, die vollständig ausgeplündert wurden.

    8. Wenn Gesellschaften zusammenbrechen, wird der Mob damit anfangen, auf die allerdümmsten Ideen zu kommen. Laut einem der angesehensten Ägyptischen Archäologen, Zahi Hawass, brachen Plünderer während der Aufstände in das Ägyptische Museum ein und „zerstörten zwei Pharaonen-Mumien“.

    9. Wenn Gesellschaften zusammenbrechen, dann kommt es immer zu einem „Machtvakuum“. Die Obama-Regierung fordert nun, dass in Ägypten ein „geordneter Machtübergang“ stattfindet, aber es gibt absolut keine Garantie dafür, dass dies auch so kommen wird, im Besonderen weil es sich bei Ägypten um ein Land handelt, das keine demokratische Vergangenheit hat.

    10. Wenn Gesellschaften zusammenbrechen, sind oftmals auch ausländische Kräfte daran beteiligt. Derjenige, der aktuell als viel gepriesener neuer „Führer“ der Protestbewegung in Ägypten gefeiert wird, ist niemand anderes als Mohamed ElBaradei.

    Wer genau ist Mohamed ElBaradei? Nun ja, Paul Joseph Watson von Prisonplanet.com beschreibt ihn so:

    „ElBaradei ist im Kuratorium der International Crisis Group, die heute eine Presseerklärung herausgab, in der man gegen die Entscheidung der ägyptischen Behörden protestierte, ElBaradei unter Hausarrest zu nehmen.

    Die International Crisis Group ist eine geheimnisvolle Nichtregierungsorganisation, die in den Genuss eines jährliches Budget von über USD 15 Millionen kommt und durch Organisationen wie Carnegie, die Ford Foundation, die Bill & Melinda Gates Foundation sowie das Open Society Institute von George Soros finanziert wird. Soros selbst sitzt als Vorstandsmitglied in der International Crisis Group. Mit anderen Worten: Es handelt sich hier um eine bedeutende geopolotische Gruppe der globalen Elite.“

    Na ist das nicht schön. Wollen wir hoffen, dass die Proteste in Ägypten einige positive Veränderungen für die ägyptische Bevölkerung mit sich bringen. Wir sollten jedoch auch verstehen, dass diejenigen, die die Hände an den Schaltstellen der globalen Macht haben, versuchen werden, die Ereignisse so zu steuern, dass sie ihren Interessen dienen.

    Wie dem auch sei, die ägyptischen Proteste haben uns jedoch gezeigt, wie schnell sich eine Gesellschaft verändern kann. Es stellt sich die Frage, ob wir eines Tages auch in den USA ähnliche Szenen, wie sie aktuell in Ägypten beobachtet werden können, erleben werden.



    Quelle:
    http://www.propagandafront.de/161260/aus-den-agyptischen-aufstanden-lehren-ziehen-10-dinge-die-passieren-wenn-gesellschaften-zusammenbrechen.html
    LG
    Bill Gates ist 100% Eugeniker!
    Leute! Denkt immer an: "Teile und herrsche", und fragt Euch wer der "Dritte" ist! Cui bono?
    1 + 1 = 2 (universell und ewig)
    Love, peace and freedom!

  9. #19
    Gast

    Re: Weltweite Regimeproteste und Auswirkungen

    Heute Großdemonstration in Ägypten

    "Marsch der Million" gegen Mubarak - Armee verweigert Gewalt



    Der Tharir-Platz in Kairo Montag Nachmittag. Am Dienstag soll in Kairo eine Million Menschen auf die Straßen gehen. - Foto: APA/EPA/Hanschke

    "Forderungen der Demonstranten legitim" - Proteste trotz Regierungsumbildung: Tausende bei Demos in Kairo

    Kairo - Ungeachtet der Ausgangssperre gingen die Proteste gegen das Regime von Präsident Hosni Mubarak auch in der Nacht zum Dienstag weiter. Wie der arabische Nachrichtensender Al-Jazeera berichtete, hielten sich gegen 3.00 Uhr Ortszeit Hunderte von Demonstranten auf dem zentralen Tahrir-Platz in Kairo auf. Ein neuer Massenprotest, der so genannte "Marsch der Million", soll heute Mubarak zum Rücktritt zwingen. Die Demonstranten sollen zum Präsidentenpalast ziehen. Zur Behinderung der Anreise sei der Eisenbahnverkehr landesweit unterbrochen worden, berichtete Al-Jazeera.

    Ägyptens Armee hatte zuvor erklärt, sie werde keine Gewalt gegen die Bevölkerung einsetzen. Die Forderungen der Demonstranten seien "legitim", hieß es in dem Text weiter. "Die Meinungsfreiheit in friedlicher Form wird allen garantiert", betonte ein Armeesprecher laut ägyptischen Medien.

    "Präsenz für euch"

    "Die Präsenz der Armee auf der Straße ist für euch, für eure Sicherheit und euer Wohlergehen. Die Streitkräfte werden nicht Gewalt gegen unser großartiges Volk anwenden", hieß es in der Erklärung der Armee am Montag weiter. Weiters wurde betont, dass die Armee Plünderungen, Angriffe und "Terror gegen Bürger" nicht erlauben würde. Auch in Tunesien hatte die Armee im Gegensatz zur Polizei bei den Protesten gegen das Regime von Zine El Abidine Ben Ali Zurückhaltung geübt und damit die Achtung der Menschen gewonnen.

    Vizepräsident kündigt Gespräche an

    Ägyptens neuer Vizepräsident Omar Suleiman hat Gespräche mit allen politischen Parteien angekündigt. Suleiman sprach am Montagabend im Fernsehen. Präsident Hosni Mubarak habe ihn gebeten, einen Dialog zu beginnen, sagte er.


    Auch am Montag versammelten sich tausende Demonstranten in Kairo. - Foto: AP/Schmidt

    Regierungsumbildung

    Mubarak hatte zuvor nach tagelangen Protesten gegen seine Führung die Regierung umgebildet. Der Innen- und der Finanzminister wurden am Montag ausgetauscht. Dagegen behielten der Verteidigungs- und der Außenminister ihre Posten. Die Proteste gehen jedoch unverändert weiter. Den ganzen Tag über sammelten sich erneut Demonstranten in Kairo. Für Dienstag haben Regierungsgegner wieder zu Massenprotesten aufgerufen. Wegen der Demonstrationen und Plünderungen in einigen Stadtteilen fliegen viele Staaten ihre Bürger aus. Die Sorge vor Instabilität im Nahen Osten belastete die Aktienbörsen weltweit.

    Neuer Innenminister wird General Mahmud Wagdi, der bislang Chef der Kriminalpolizei in Kairo und zuvor Gefängnisdirektor war. Dem bisherigen Innenminister Habib al-Adli werfen Kritiker vor, er sei massiv mit Tränengas und Gummigeschossen gegen Demonstranten vorgegangen. Verteidigungsminister Mohamed Hussein Tantawi übernimmt zusätzlich den Posten des stellvertretenden Ministerpräsidenten. Ahmed Abul Gheit bleibt Außenminister. Neuer Finanzminister ist Samir Mohamed Radwan. Das Handelsressort übernimmt Samiha Fausi Ibrahim. Am Samstag war das Kabinett wie von Mubarak angekündigt zurückgetreten. Bereits am Freitag hatte Präsident Mubarak Geheimdienstchef Omar Suleiman zu seinem Stellvertreter und den bisherigen Luftfahrtminister Ahmed Schafik, einen Ex-Luftwaffenkommandeur, zum Regierungschef ernannt.

    "Haut ab"

    Von der Regierungsumbildung zeigte sich die Opposition unbeeindruckt. Auf dem zentralen Tahrir-Platz in Kairo versammelten sich Tausende Demonstranten. "Sie vergeuden nur ihre Zeit", sagte einer. "Der Kopf des Regimes, Mubarak, muss gehen." Die Menge sang die Nationalhymne und skandierte: "Haut ab! Wir wollen, dass ihr verschwindet!" Auf Transparenten forderten die Demonstranten die Soldaten auf, sich den Protesten anzuschließen und den Präsidenten zu stürzen: "Die Armee muss sich zwischen Ägypten und Mubarak entscheiden." Das Militär war zwar vor Ort, griff aber nicht ein - in den vergangenen Tagen wäre das undenkbar gewesen. Über der Stadt kreisten seit den frühen Morgenstunden Helikopter. Im Zentrum der Stadt waren zunächst weniger Demonstranten als in den Tagen zuvor. Offiziell galt am Montag seit 1500 Uhr (14.00 MEZ) eine Ausgangssperre. Die Jugendbewegung "6. April", die die Kundgebungen entscheidend mitträgt, rief für Dienstag zu einem "Mega-Protest" gegen Mubarak auf, zu dem sie eine Million Menschen auf die Straße bringen möchte.

    Generalstreik

    Die Bewegung unter Führung von Friedensnobelpreisträger Mohamed ElBaradei rief ihre Anhänger für Dienstag zum Generalstreik und zu einem "Marsch der Million" auf. Nachdem Arbeiter in Suez am Sonntagabend zu einem Streik aufgerufen hatten, schloss sich die Oppositionsbewegung dem Aufruf am Montag an. Der Generalstreik solle so lange dauern, "bis unsere Forderungen erfüllt werden", sagte Oppositionsvertreter Mohamed Waked. Als Reaktion auf die Ankündigung wurde der gesamte Zugverkehr im Land eingestellt, wie das Staatsfernsehen mitteilte. Die Opposition in Alexandria beschloss daraufhin, am Dienstag zusätzlich zum Protestmarsch in Kairo auch in Ägyptens zweitgrößter Stadt einen "Marsch der Million" zu organisieren.

    "Proteste bis zum Sturz"

    Die einflussreiche Oppositionsbewegung der Muslimbruderschaft hat die Einwohner des Landes dazu aufgerufen, die Massenproteste bis zum Sturz Mubaraks fortzusetzen. Zugleich lehnten sie Mubaraks am Montag erneut umgebildete Regierung "komplett" ab, wie aus einer Mitteilung der Bruderschaft hervorging. Diese entspreche "nicht dem Willen des Volkes". Die Menschen sollten daher "in ganz Ägypten" so lange demonstrieren, bis "die gesamte Staatsführung" aus "Präsident, Partei, Ministern und Parlament" sich zurückziehe, erklärten die Muslimbrüder.

    In der letzten Woche wurden mehr als 100 Menschen bei Auseinandersetzungen mit den Sicherheitskräften getötet. Die Armee ist ausschlaggebend für das Schicksal des 82-jährigen Mubarak. Die Generäle haben sich bislang zurückgehalten und den Aufstand nicht niedergeschlagen. Sie haben sich aber auch nicht gegen Mubarak gestellt.

    Al-Jazeera-Mitarbeiter wieder frei

    Die ägyptische Armee hat sechs Mitarbeiter des arabischen Fernsehsenders Al-Jazeera am Montag wenige Stunden nach ihrer Festnahme wieder freigelassen. Beschlagnahmte Geräte seien herausgegeben worden, berichtete der Sender. Die ägyptischen Behörden hatten am Sonntag das Kairoer Büro des Fernsehsenders geschlossen. Dieser musste daraufhin zeitweise seine von den Behörden kritisierte Live-Berichterstattung von Brennpunkten der Proteste gegen das Regime von Präsident Hosni Mubarak einstellen. Der in Katar beheimatete Sender behalf sich damit, auf andere Übertragungen aufzuschalten.


    Godwins Gesetz gilt auch in Ägypten. - Foto: APA/EPA/Hanschke

    EU fordert Dialog mit Demonstranten

    Die Europäische Union (EU) rief die ägyptische Regierung auf, mit der Opposition rasch Gespräche aufzunehmen und Schritte hin zur Demokratie zu gehen, um die Unruhen zu beenden. Die Behörden müssten friedliche Demonstranten sofort aus der Haft entlassen, forderte die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton in Brüssel vor Beratungen der EU-Außenminister. Bundesaußenminister Guido Westerwelle mahnte, es müsse eine Radikalisierung verhindert werden. "Wir wollen nicht, dass radikale Trittbrettfahrer die Profiteure einer solchen freiheitlichen Demonstration werden können."

    Wegen der Proteste in Ägypten fliegen viele Staaten ihre Bürger aus, darunter Deutschland, die USA, China, Japan, Indien und die Türkei. Am Flughafen in Kairo warteten Hunderte Touristen auf zusätzliche Maschinen. In den Feriengebieten fernab der Großstädte zeigten sich deutsche und russische Touristen dagegen gelassen: Die meisten brachen ihren Urlaub nach Angaben der Reiseveranstalter nicht ab. Und der Veranstalter Thomas Cook flog sogar weiterhin deutsche Touristen in das Land am Nil.


    Zahi Hawass, sichtlich erregter neuer Minister für Altertumsgüter. - Foto: AP/Whitehill

    Einbrüche in Museum verhindert, Zahi Hawass wird Minister

    Inmitten der ägyptischen Unruhen haben etwa 50 Männer versucht, ins Ägyptische Museum in Kairo einzubrechen. Die Streitkräfte erklärten am Montag, 35 Männer seien am Sonntag festgenommen worden, 15 weitere am Montag. Auf dem Dach des Gebäudes waren Scharfschützen postiert, andere Soldaten patrouillierten in der Umgebung. Die Soldaten erklärten, sie hätten Anweisungen erhalten, nicht zu schießen, sondern nur das Gebäude zu schützen.

    Zahi Hawass, der bisherige Leiter der Behörde für Antikenverwaltung, wurde unterdessen zum neuen Minister für Altertumsgüter ernannt. "Wenn das Museum sicher ist, ist Ägypten sicher", sagte er. (Reuters)

    Quelle :

    http://derstandard.at/1295571262643/Heute-Grossdemonstration-in-Aegypten-Marsch-der-Million-gegen-Mubarak---Armee-verweigert-Gewalt

  10. #20
    Erfahrener Benutzer Avatar von Mickey
    Registriert seit
    25.01.2011
    Ort
    SIN CITY
    Beiträge
    274
    Mentioned
    0 Post(s)
    Follows
    0
    Following
    0
    Renommee: 45

    Re: Weltweite Regimeproteste und Auswirkungen

    Wenn die Deutschen auch nur wenigstens ein kleines bissel von dem Schneid der Ägypter hätten, würde sich unsere dämliche Regierung geschockt anne Birne kratzen.

    Aber der Deutsche pennt und hat nicht den Schneid was Zusammenhalt betrifft!!
    Es ist die Gemeinschaft, die uns stark macht. Aber leider schnallt es der Deutsche nicht und verreckt... WENN ICH HUNDE HÄTTE MIT BESTIMMTEN POLITIKERGESICHTERN, DANN WÜRDE ICH IHNEN DEN ARSCH RASIEREN UND IHNEN DAS RÜCKWÄRTSLAUFEN BEIBRINGEN...

    http://mickeyknox.phpbb6.de/

Seite 2 von 21 ErsteErste 12345612 ... LetzteLetzte

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •