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Thema: die Mainstreams

  1. #11
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    Re: die Mainstreams

    Süddeutsche Zeitung: Yes, we can BILD!

    also wenn ich mir den film ned angeguggt hätte, wäre ich eher auf einen absichtlichen rechtschreibfehler gekommen, der eigentlich etwas gänzlich anderes aussagen soll.

    vorab die begründung: alle buchstaben sind GROSSBUCHSTABEN mit der ausnahme des kleinen "t"-s....

    sollte die botschaft denn nicht lauten
    WE (t)HANG YOU
    um apollo 11 auf den mond zu bekommen, war eine rechnerleistung von DREI commodore 64 notwendig...
    um heute einen ticket zu lösen, ist EIN pentium-prozessor nicht ausreichend.


  2. #12
    Redakteur Avatar von Angeni
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    Re: die Mainstreams

    Medienmanipulation : Ein Fotograf hinter der Kulisse

    Die Frage lautet ähnlich wie so oft, können wir unseren Augen noch trauen? Nein, das ist die konsequente und ehrliche Antwort. In unzähligen Artikeln habe ich auf gestellte und manipulierte Bilder aus Kriegs- oder Krisengebieten hingewiesen. Nun hat ein Fotograf den Codex gebrochen und zeigt, wie die Bilder entstehen und wie starkt dort gedreht und manipuliert wird. Dieses ist nur eins der unzähligen Beispiele für Verbrechen gegen die Ehrlichkeit. Es geht immer um den perfekten Schuss. Die großen Medien schicken Fotografen in die Krisen- oder Kriegsgebiete, mit der Zielsetzung eine bestimmte Emotion mit Bildern auszulösen. Was die Fotografen mit ihrer Arbeit auslösen, scheint den wenigsten bewusst zu sein. Ruben Salvadori hat nun ein Tabu gebrochen und ein wenig mehr dieser Kulisse fotografiert, ein Fotograf hinter der Kulisse. Es gibt Beispiele, die viel weitreichendere Konsequenzen hatten und haben werden, jedoch ist dieses recht gut, um die Arbeitsweise dieser sauberen Damen und Herren zu zeigen. Ein großer Teil der menschlichen Haltung wird durch eben solche Bilder beeinflußt und so mancher Krieg erst legitemiert. Ob die Fotografen und Kamerateams das nun wissen oder nicht, viele Tote gehen so mit auf ihr Konto. Zunächst ein Beispiel auf der Webseite der Rebellen: http://www.rubensalvadori.com/index2.php



    Dieses ist noch ein sehr harmloses Beispiel, zeigt aber sehr gut, wie dieses “Business” funktioniert. Hier ein Video mit einigen Beispielen und einer Presseerklärung von Ruben.



    Leider wird es immer jemanden geben, der seine Seele verkauft. Besonders aus diesem Grund ist die Arbeit von Ruben so wichtig, um zu zeigen wie solche Manipulationen ablaufen, hierfür hat er meinen Respekt und Dank. Beruflich dürfte es für seine Karriere nicht unbedingt förderlich gewesen sein, aber zumindest menschlich hat er gewonnen.

    Ein Artikel vom ORF dazu :
    http://orf.at/stories/2084773/2084763/ Gefunden habe ich diesen Schmankerl im OT, dafür auch ein Danke.
    Link zur Webseite von Ruben:
    http://www.rubensalvadori.com
    Quelle:
    http://iknews.de/2012/03/06/medienmanip ... r-kulisse/
    Liebe Grüsse
    Angeni
    Sonnige Grüsse
    Angeni



    Die Wissenschaft hat die Ganzheit getrennt und je detaillierter man das Atom in seinem
    Kern erforscht hat, desto weiter sind wir von uns selber weg gekommen
    - Angeni

  3. #13
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    Presserat

    DER DEUTSCHE PRESSERAT

    Oder: Vergewaltigung in aller Öffentlichkeit

    Den Deutschen Presserat gibt es seit 1956. In ihm sind Verleger und Journalistenverbände zusammengeschlossen. Der Rat hat hehre Ziele. In seinem Kodex heißt es: "Die Achtung vor der Wahrheit, die Wahrung der Menschenwürde und die wahrhaftige Unterrichtung der Öffentlichkeit sind oberste Gebote der Presse. - Unbestätigte Meldungen, Gerüchte und Vermutungen sind als solche erkennbar zu machen."

    Als im Februar letzten Jahres der libysche Bürgerkrieg begann und im März einige Nato-Staaten in den Krieg zugunsten der "Rebellen" eingriffen, hielt sich die deutsche Regierung zumindest offiziell zurück: Man wollte der deutschen Bevölkerung, die schon dem Krieg in Afghanistan nicht zustimmte, keinen weiteren Krieg zumuten. Ganz anders sahen es die wichtigen deutschen Zeitungen: Deutschland sei ein großes Land, man könne doch in einem solch wichtigen Krieg nicht zurückstehen. Der Gaddafi-Clan, der in Libyen herrschte, sei eine Bande von Mördern. Es ging vorgeblich um Menschenrechte in diesem Krige, um eine anderes, besseres Libyen. Was die deutsche Regierung betriebe, das sei Feigheit vor dem Feind. Vor welchem Feind? Und wer war der Freund? Und warum?

    Die Freunde der deutschen Presse, die Rebellen, haben zwischenzeitlich, mit Hilfe der NATO und deren 26.500 Lufteinsätzen und 9.700 Bombardierungen, gesiegt. Der Gaddafi-Clan ist von der Macht vertrieben. Doch immer noch gibt es Folterung, politische Gefangene und Willkür. Die konkurrierenden Milizen, alles gute Freunde der NATO-Interventen, herrschen in diesem oder jenem Teil Libyens. Die neueste Nachricht aus der Rebellion besagt, dass der ölreiche Osten des Landes die Autonomie verlangt. Das Land beginnt ein "failed state" zu werden, ein gescheiterter Staat. Doch in den mehr als sieben Monaten Krieg war sich die deutsche Presse ziemlich einig: Die NATO tue ihre Pflicht. Bomben seien gut für Libyen. Und nach den Bomben begönne in Libyen das bessere Leben.

    Weil aber während des Krieges die Deutschen, immer noch geprägt vom verlorenen Nazi-Krieg, keine Lust zeigten, den Krieg in Libyen nett zu finden, begannen die wesentlichen Zeitungen des Landes mit einer Propaganda-Offensive für den den NATO-Einsatz. Ein zentrales Stück dieser publizistischen Bomben-Begleit-Offensive waren öffentlich behauptete Massenvergewaltigungen, die angeblich auf persönlichen Befehl Gaddafis verübt wurden: "Tag und Nacht fliegt die Nato Angriffe auf die Truppen Muammar al-Gaddafis - doch die Allianz kann nicht verhindern, dass die Soldaten des libyschen Diktators weiter nicht nur gegen Aufständische, sondern auch Zivilisten wüten." Schreibt der Spiegel Anfang Juni und erzählt dann die Story von den Massenvergewaltigungen.

    Von der ZEIT, über die WELT, den FOCUS, die FAZ bis zur bewährten BILD-Zeitung: Überall die selbe Story: Gaddafi habe seine Soldaten mit Viagra ausgerüstet und zur Vergewaltigung der Rebellen-Frauen aufgerufen. Mehr als 250 Frauen seien zu Opfern geworden. Und entdeckt habe dies eine libysche Frau. Die habe im März, mitten im Bürgerkrieg, mehr als 70.000 Fragebögen an andere Frauen verschickt und damit die Fälle von Vergewaltigung ermittelt. In der deutsche Presse stützte man sich auf den Bericht des Chefanklägers des Internationalen Strafgerichtshofs in Den Haag, Luis Moreno-Ocampo, der wusste über die Massenvergewaltigungen angeblich ganz genau bescheid. Einst galt es als guter Brauch der Presse, eine zweite Quelle zur Bestätigung oder zur Relativierung einer Meldung zu nutzen. Die Quelle gab es auch: Der UNO-Ermittler für Libyen, Sherif Bassiuni, sagte, die Vorwürfe seien vermutlich Ausdruck einer "Massenhysterie". Von diese zweiten Quelle war aber in Deutschland fast nicht zu lesen.

    Was auch nicht zu lesen war: Libyen hatte eines der höchsten Pro-Kopf-Einkommen des afrikanischen Kontinents. Die Sozialversicherung der Einwohner umfasste die kostenlose medizinische Versorgung sowie Witwen-, Waisen- und Altersrenten. Die allgemeine Schulpflicht bei kostenlosem Unterricht bestand für Sechs- bis Fünfzehnjährige. Alles kostbare Seltenheiten für Afrika. Auch mochten die deutschen Qualitätszeitungen weder über Libyens noch nicht erschlossene Ölressourcen von über fünf Billionen Dollar schreiben, noch darüber, dass die libyschen Ölverträge mit ausländischen Konzern "die härtesten Bedingungen der Welt" enthielten, wie Bob Frylund, früherer Präsident der libyschen Niederlassung des US-amerikanischen Unternehmens ConocoPhillips sagte. Weil sich die staatliche libysche Ölfirma NOC sich fast 90 Prozent des geförderten Öls sicherte.

    Nach der Vergewaltigung der Öffentlichkeit, nach den vielen Falschmeldungen und nachdem sich die Rebellen keineswegs als bessere Herrscher Libyens herausgestellt haben als das Vorgänger-Regime, könnte doch folgender Passus des Pressekodex greifen: "Veröffentlichte Nachrichten oder Behauptungen, insbesondere personenbezogener Art, die sich nachträglich als falsch erweisen, hat das Publikationsorgan, das sie gebracht hat, unverzüglich von sich aus in angemessener Weise richtig zu stellen." Aber nein, keine Richtigstellung nirgends, keine Entschuldigung, keine Aufklärung. Statt dessen erfährt man, dass der neue Chef im Osten Libyens, aus einer "angesehenen Familie" stammt. Es ist jene königliche Familie, die in ihrer Regentschaft als erstes alle Parteien abgeschafft hatte und zu den beinharten Islamisten gezählt werden durfte.

    Immerhin kann der Deutsche Presserat, der keine der Propagandalügen rügte und bis heute keine Richtigstellung verlangt, sich auf andere gesellschaftliche Kräfte stützen: Wie die SPD-nahe Friedrich-Ebert-Stiftung, die in einer Studie feststellt, dass der Libyen-Krieg ein voller Erfolg gewesen sei. Oder auch auf die außenpolitische Sprecherin der GRÜNEN, Kerstin Müller, die zu Beginn der Krieges wusste, dass der NATO-Einsatz in Libyen der "internationalen Schutzverantwortung" diene. Gemeinsam lügt es sich einfach besser.

    Quelle: http://www.rationalgalerie.de/archiv/index_3_89.html
    LG
    Bill Gates ist 100% Eugeniker!
    Leute! Denkt immer an: "Teile und herrsche", und fragt Euch wer der "Dritte" ist! Cui bono?
    1 + 1 = 2 (universell und ewig)
    Love, peace and freedom!

  4. #14
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    Re: die Mainstreams

    Entlarven der Lügen der Märchenschau verboten

    Neben Terroranschlägen setzen das zionistische Regime und seine Unterstützer weiterhin auf erfundene Nachrichten zur Schwächung Irans durch die Destabilisierung Syriens. Willige Verbreiter für erfundene Nachrichten finden sie dabei in DPA, der Springerpresse und der staatlichen deutschen Tagesschau.

    Die staatliche deutsche Märchenschau titelte heute:
    “Kämpfe in der syrischen Hauptstadt – Mindestens 80 Tote in Damaskus” und meldete:

    Bei Kämpfen in der syrischen Hauptstadt Damaskus sollen nach Angaben von Oppositionellen
    in den Morgenstunden mehr als 80 Menschen getötet worden sein.

    Tatsächlich gab es in Damaskus am heutigen Montag Morgen gegen 04:00h tödliche Schüsse. Die staatliche syrische Nachrichtenagentur SANA berichtete, ein Angehöriger der Sicherheitsdienste und drei Terroristen seien dabei ums Leben gekommen. Bei Twitter wurde von @iAsteria folgender Ablauf des Geschehens berichtet: Ein Mann wollte in dem leerstehenden Haus seiner Tante in Mazzeh nach dem Rechten sehen, hörte jedoch Stimmen und Geräusche. Der Mann alarmierte die Polizei. Die Polizei stellte fest, dass sich Terroristen in dem Haus eingenistet hatten, stürmte das Haus, tötete dabei drei der heftige Gegenwehr leisteten Terroristen, nahm einen weiteren Terroristen fest und entdeckte außerdem eine Autobombe. Ähnlich berichtete das Geschehen der freie Journalist Christoph Hörstel aus Damaskus: Gefechte mit Dutzenden von Toten sind frei erfunden.

    Ein Parteibuch-Leser hat in der Märchenschau folgenden Kommentar abgegeben, in dem Leser und die Reaktion darauf hingewiesen wurden, dass die Behauptung von 80 Toten erfunden ist:

    Ungefähre Angaben
    @eli
    “Außerdem ist die Zahl nur eine ungefähre Angaben – welcher Opposition?”

    DPA hat heute morgen eine Mitteilung veröffentlicht, derzufolge Aktivisten gesagt hätten,
    es habe 80 Tote gegeben. Ein Aktivist namens Haytham al-Abdullah habe DPA gesagt,
    50 Regierungskräfte seien dabei gestorben, heißt es da.

    “Ungefähre Angaben” scheint es gut zu treffen. Andere Agenturen berichten anderes.
    AP meldet 3 Tote. Reuters schreibt, Rami Abdulrahman habe gesagt, 18 “Pro-Assad-Kämpfer”
    seien verwundet worden.

    SANA berichtet, bei der Erstürmung eines Terroristenverstecks seien zwei Terroristen
    sowie ein Angehöriger der Sicherheitsdienste ums Leben gekommen.

    Die Tagesschau unterdrückte den Kommentar, und korrigierte bis jetzt auch ihre erfundene Meldung nicht. Das Entlarven der Lügen der Märchenschau ist verboten.

    PS: Bei Reuters haben der eit seiner Enttarnung als heimlicher US-Informant in Jordanien stationierte Khalid Yacoub Oweis und der unter dem Pseudonym Rami Abdulrahman bekannte Lügner aus London ihre Geschichte inzwischen von einer auf Deserteure basiernenden Geschichte in eine Geschichte eines “heroischen” Angriffes auf einen syrischen General durch “bis zu sechs” Terroristen umgedichtet.
    http://nocheinparteibuch.wordpress.com/2012/03/19/entlarven-der-lugen-der-marchenschau-verboten/http://nocheinparteibuch.wordpress.com/2012/03/19/entlarven-der-lugen-der-marchenschau-verboten/
    LG Angeni
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  5. #15
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    Re: die Mainstreams

    Beweis: ZDF zensiert Kommentare

    Dieses Video zeigt, wie ich diesmal mittels Yahoo Cache die Zensur mehrerer Kommentare im ZDF Youtube Channel über das Interview Ahmadinedschads nachvollziehen konnte.


    Dieses Video zeigt, wie ich mit einer Googlesuche die Zensur eines Kommentares über die Übersetzungszensur im ZDF nachvollziehen konnte


    LG Angeni
    Sonnige Grüsse
    Angeni



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  6. #16
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    Re: die Mainstreams

    Aufgedeckt - Die Schauspieler von Syrien

    Die syrischen Aktivisten verfügen über ein vorzügliches Schauspieltalent. Sie nutzen es auch tagtäglich, um die westliche Presse über den derzeitigen Zustand in Syrien zu "informieren". Diese übernehmen die manipulierten Szenen teilweise blind. Als besonders begabter Laiendarsteller tut sich hierbei Khaled Abu Salah hervor. Mal ist er Reporter, mal einfacher Bürger, zwischendurch gibt er sich des öfteren als Schwerverletzter aus. Einige Zeit war er der Superstar der westlichen Medien. Nun hat er es mit seinem Aktivismus leider ein wenig übertrieben, wodurch sogar unsere vertrottelten Mainstream-Sender auf ihn aufmerksam wurden beziehungsweise zähneknirschend eingestehen mussten, dass mit dem Kerl irgendwas nicht stimmt.

    Des Weiteren beinhaltet das folgende Video ein Gruppe von Rebellen die sich mit roter Farbe beschmieren und sich dann in Stellung bringen um ein angebliches Massaker vorzutäuschen sowie einen Al-Jazeera Reporter der auch ganz gerne mal den Rebellen mimt.

    Das Rohmaterial für das Video fand ich zu einem großen Teil auf http://bundes.blog.de/ sowie auf http://urs1798.wordpress.com/



    LG Angeni
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    Angeni



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  7. #17
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    Re: die Mainstreams

    Umstrittenes Zitat von Ahmadinedschad
    Der iranische Schlüsselsatz

    Kein Satz wird so häufig mit dem amtierenden Präsidenten Irans, Mahmud Ahmadinedschad, assoziiert wie dieser: Israel muss von der Landkarte radiert werden. Das Problem ist nur - er hat diesen Satz nie gesagt.

    Bekanntlich sind Verschwörungstheorien beliebt im Orient und unter Orientalen. Doch dass zurzeit die Gefahr einer Atommacht Iran, die zudem noch Vernichtungsphantasien gegenüber Israel hegen soll, künstlich heraufbeschworen wird, um einen Militärschlag gegen Iran zu rechtfertigen, ist nicht vollkommen von der Hand zu weisen. Tatsache ist: Die Vernichtungsphantasien, die Iran unterstellt werden, gehen auf einen einzigen Satz zurück: "Israel must be wiped off the map."

    Kein Satz wird so häufig mit dem amtierenden Präsidenten Irans, Mahmud Ahmadinedschad, assoziiert wie dieser: Israel muss von der Landkarte radiert werden. Das Problem ist nur - er hat diesen Satz nie gesagt. Ahmadinedschad hat die Worte für "map" und "wipe off" nie benutzt. Die persische Originalversion von Ahmadinedschads Äußerungen über Israel ist weit weniger martialisch als die Übersetzung, die verschiedene Agenturen verbreitet haben und die wiederum auf der englischen Übersetzung des persischen Originals beruht.

    Um es gleich vorwegzuschicken: Es bleiben immer noch genug Äußerungen übrig, in denen Ahmadinedschad dumm, unverschämt und rassistisch über Israel spricht. Es geht hier nicht darum, Ahmadinedschad zu verteidigen, sondern um die journalistische Redlichkeit. Dazu gehört, auch politische Gegner korrekt zu zitieren - und sei es nur, um politische Optionen realistisch zu beurteilen.

    Was also ist passiert? Am 26.10.2005 sprach Ahmadinedschad auf einer Konferenz, die unter dem Motto stand "Die Welt ohne Zionismus". Es waren im Wesentlichen die großen westlichen Nachrichtenagenturen, die die Übersetzung dieser Passage lieferten: Israel von der Landkarte radieren (AFP), Israel von der Landkarte tilgen (AP, Reuters), Israel ausrotten (DPA). Ahmadinedschad sagte jedoch wörtlich: "in rezhim-e eshghalgar bayad az safhe-ye ruzgar mahv shavad."

    Das bedeutet: "Dieses Besatzerregime muss von den Seiten der Geschichte (wörtlich: Zeiten) verschwinden." Oder, weniger blumig ausgedrückt: "Das Besatzerregime muss Geschichte werden." Das ist keine Aufforderung zum Vernichtungskrieg, sondern die Aufforderung, die Besatzung Jerusalems zu beenden.
    Ein Zitat Chomeinis

    Interessant ist in diesem Zusammenhang die Übersetzung von Memri, dem Middle East Media Research Institute. Memri wertet arabische und persische Medien aus und übersetzt deren Beiträge. Das Institut, gegründet von einem ehemaligen Offizier des israelischen Militärgeheimdienstes und gewiss keiner pro-iranischen Haltung verdächtig, wird regelmäßig wegen angeblicher Entstellung persischer oder arabischer Zitate angegriffen.

    In diesem Fall ist die Übersetzung von Memri jedoch weit akkurater als die der Nachrichtenagenturen. Die auf dem Farsi-Text beruhende, von der offiziellen iranischen Nachrichtenagentur Isna veröffentlichte und von Memri herausgegebene Version der Rede vom 26.10.2005 lautet: "This regime that is occupying Qods must be eliminated from the pages of history." Qods - die Heilige - ist der arabische und auch persische Name für Jerusalem.

    Die Memri-Übersetzung ist nur ungenau, weil sie das transitive Verb "eliminieren" statt des intransitiven "verschwinden" verwendet - also ein zielgerichtetes, aktives Handeln statt einer ungezielten, passiven Entwicklung. Im Persischen ist mahv shodan jedoch ein intransitives Verb, im Gegensatz zum transitiven eliminieren.

    Unter den Tisch gefallen ist auch der Kontext, in dem Ahmadinedschad gesprochen hat. Seine Äußerung war nämlich ein Zitat Chomeinis, und Ahmadinedschad fügte hinzu, dass das israelische Besatzungsregime verschwinden müsse, so wie das Regime des Schah verschwunden sei, wie dies Chomeini einst prophezeit habe. Auch dieser Zusatz macht deutlich, dass Ahmadinedschad nicht die Auslöschung Israels forderte oder die Vernichtung des jüdischen Volkes, sondern einen Regimewechsel.

    Alles andere wäre in diesem Kontext unsinnig - hieße es doch, Chomeini zu unterstellen, dass er das iranische Volk auslöschen wollte, als er in den siebziger Jahren gegen den Schah opponierte. Ein weiteres Detail unterstreicht, dass Chomeini damals und Ahmadinedschad heute keine Vernichtungsphantasien ventilierten: Chomeini machte seine Bemerkung, dass das Besatzerregime zu verschwinden habe, in den achtziger Jahren. Damals verkaufte Israel Waffen an Chomeinis Iran - ungeachtet der rhetorischen Verteufelung gab es also unter der Hand funktionierende Beziehungen.

    Englischsprachige Medien haben übrigens auf die falsche Übersetzung hingewiesen. So schrieb Jonathan Steele bereits am 2. Juni 2006 im Guardian: "Er sprach keine militärische Drohung aus. Er forderte ein Ende der Besatzung Jerusalems, irgendwann in der Zukunft. Die ,page of time'-Formulierung legt nahe, dass er nicht davon ausging, dies werde bald geschehen. Das beinhaltete nicht, dass Chomeini, als er die Äußerung als Erster machte, oder Ahmadinedschad, als er sie wiederholte, dachte, dass dies bald bevorstünde oder dass Iran eine Rolle dabei spielen würde, es Wirklichkeit werden zu lassen."
    Bedrohung für das eigene Volk

    Die Reaktion auf Ahmadinedschads angebliche "wipe off the map"-Äußerung fiel deutlich aus: Der israelische Premierminister Ehud Olmert entwickelte das falsche Zitat zu der Behauptung weiter, der iranische Präsident spreche "von der völligen Zerstörung und Vernichtung des jüdischen Volkes" und schlug den Bogen zur atomaren Bedrohung Israels durch Iran. Die unterstellte atomare Bedrohung ebenso wie die mutmaßliche verbale Drohung können so jederzeit einen Angriff auf Iran rechtfertigen.

    Olmerts Argumentation übersieht allerdings zweierlei: Allen geheimdienstlichen Erkenntnissen zufolge sind die Iraner noch weit entfernt vom Bau einer Atombombe (im Gegensatz zu Israel). Und die iranischen Herrscher - man mag von ihnen halten, was man will - würden vermutlich nicht so dumm sein, sie einzusetzen. Zu groß ist ihr Selbsterhaltungstrieb, und sie sind weit weniger ideologisch verbrämt gegenüber Israel als oft angenommen - siehe die Waffengeschäfte mit Israel in den Achtzigern.

    Erstaunlich ist in diesem Zusammenhang auch die verschobene Logik unserer Wahrnehmung. Während der acht Jahre, in denen der Reformer Mohammad Chatami Präsident Irans war, wurden westliche Medien nicht müde, darauf hinzuweisen, dass er keine Reformen durchbringen könnte, weil er als Präsident kaum über Macht verfüge und dass diese in den Händen von Revolutionsführer Chamenei liege. Nun plötzlich scheint dies vergessen zu sein.
    Chamenei entscheidet über Krieg und Frieden

    Und den tatsächlichen und angeblichen Aussagen Ahmadinedschads wird so viel Bedeutung beigemessen, als handle es sich bei ihm als Präsidenten plötzlich um einen Entscheidungsträger ersten Ranges. Der ist jedoch nach wie vor Revolutionsführer Ali Chamenei. Er entscheidet über Krieg und Frieden und hat die Richtlinienkompetenz in der Politik.

    Chamenei aber bemühte sich wenige Tage nach dem Wirbel um die Äußerungen Ahmadinedschads um Schadensbegrenzung, indem er sagte: "Iran wird gegen keine Nation eine Aggression begehen." Auch Außenminister Manutschehr Mottaki bemühte sich um Richtigstellung. Nur Ahmadinedschad ließ den Übersetzungsfehler auch auf Nachfrage bestehen.

    Die einzige Nation, gegen die das iranische Regime eine Aggression begehen will und begeht, ist folglich die iranische. Denn das iranische Regime ist weit eher eine Bedrohung für die eigene Bevölkerung als für jede andere Nation der Welt.
    http://www.sueddeutsche.de/kultur/umstr ... z-1.287333
    LG Angeni
    Sonnige Grüsse
    Angeni



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  8. #18
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    Re: die Mainstreams

    Sorgsame Nachrichtenauswahl

    Im Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) höre ich, dass in Syrien Tausende Regierungsgegner demonstriert haben. Das steht auch in allen Zeitungen. In der kleinen genossenschaftlichen jungen Welt, einem der wenigen nicht konzernabhängigen Blätter im Lande, lese ich, dass in Syrien Hunderttausende im Sinne der Regierung gegen Einmischung von außen demonstriert haben. Beide Nachrichten scheinen mir wahr zu sein: zwei Wahrheiten, die einander nicht ausschließen müssen, sondern ergänzen können.

    Wenn man alles zusammennimmt, was man – auch irgendwo im Internet versteckt – erfahren kann, erhält man am Ende vielleicht die ganze Wahrheit. Aber wer kann sich so viel Zeit nehmen, überall zu suchen? Wenn das landestypische regionale Monopolblatt, das seine In- und Auslandsnachrichten von einem der großen Medienkonzerne bezieht, die gleichen Nachrichten verbreitet wie der Regionalsender, den wir im Radio eingeschaltet haben, wenn sich also die Medien gegenseitig zu bestätigen scheinen – und sie stimmen fast immer überein, auch in der Wortwahl –, können uns schwerlich Zweifel an diesen Nachrichten befallen. Wir halten uns dann für wahrheitsgemäß informiert und geben uns, eben weil wir nichts anderes lesen, hören und ahnen, mit der halben Wahrheit zufrieden, die eine ganze Unwahrheit ist. Viele Nachrichten sind sogar frei erfunden. Wie können wir die täglich neuen Inszenierungen des Weltgeschehens durchschauen, wie die Interessen erkennen, die hinter der Bühne wirken?

    Jede Inszenierung braucht Gute und Böse. In einem derzeit vielgespielten Propagandastück ist der syrische Präsident Assad der Böse oder, wie die Bild-Zeitung ihn nennt, „der Irre“. So hat das auflagenstärkste deutsche Tageblatt zuvor schon Miloševi?, Saddam, Gaddafi tituliert. Als besonders wirkungsvoll hat sich auch die Bezeichnung „der Schlächter“ erwiesen. Die bösen Männer schlachten nämlich die eigenen Völker, die wir deshalb vor ihnen schützen müssen, und zwar dringend. An der Seite unserer guten Freunde in Washington, London und Paris müssen wir – legitimiert durch unser hochentwickeltes Verantwortungsbewusstsein – den Völkern helfen, sich aus der bösen Gewalt ihrer Präsidenten zu befreien – mittels unserer hochentwickelten guten Gewalt. Das völkerrechtliche Verbot der Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten gilt selbstverständlich nicht für uns, die wir doch immer nur den Guten beistehen. Von der Propaganda angeleitet, mit der uns die dominierenden Medien reichlich bedenken, leiden wir mit den Opfern der bösen Gewalt; von Opfern der guten Gewalt wissen wir nichts. Was nicht in die Inszenierung passt, sollen wir möglichst gar nicht erfahren. So hindern uns die sorgsam auswählenden Propagandamedien an störenden, womöglich verstörenden Gedanken. Ganz fern bleibt uns etwa die Überlegung, dass die angeblichen Schurken, Irren, Schlächter vielleicht doch nicht so irrational und brutal handeln, wie sie uns dargestellt werden, sondern ihre Sicherheitskräfte einsetzen, um Souveränität und Selbstbestimmung ihrer Völker zu verteidigen, wie es gemeinhin die Aufgabe von Staatspräsidenten ist.

    Von den Guten, denen wir lieber heute als morgen Militärhilfe leisten würden, haben wir zwar auch keine näheren Vorstellungen, aber wir glauben fest, dass sie Demokraten sind und nichts anderes erstreben als die Demokratie, wie wir sie haben. Damit wir den schönen Glauben nicht verlieren, ersparen uns die dominierenden Medien beispielsweise Nachrichten über das Referendum, mit dem sich die Syrer Ende Februar mehrheitlich für eine von Präsident Assad vorgeschlagene neue Verfassung entschieden haben. Das Weiße Haus in Washington hatte den Volksentscheid schon im vorhinein als „lächerlich“ abgetan; er verhöhne die „syrische Revolution“. Dass Assad das Volk aufgrund der neuen Verfassung demnächst wählen lassen will, dass er also den Weg friedlicher Reformen weitergeht, verträgt sich nicht mit den Intentionen der Revolutionsfreunde im Weißen Haus und in den Chefredaktionen der Konzernmedien, deswegen schweigen sie möglichst darüber. Womöglich hätten wir auch ins Nachdenken kommen können, warum eigentlich die Deutschen in der Bundesrepublik von 1949 und der erweiterten von 1990 nie Gelegenheit bekommen haben, über die Verfassung abzustimmen.

    Dass US-amerikanische Revolutionsstifter wie in Libyen, Irak, Afghanistan und zuvor schon in Jugoslawien nun auch in Syrien fanatische Muslimgruppen zum Terror anstellen, würde das Verständnis der Öffentlichkeit überfordern, deshalb steht es ebenfalls nicht in unseren braven sogenannten Heimatblättern. Nachdem sie jahrelang den „Islamismus“ als globale Bedrohung dargestellt haben, könnten sie ihren Lesern schwerlich erklären, dass Assad gerade bei den syrischen Christen starken Rückhalt hat und dass Autobomben der „Revolutionäre“ gerade in christlichen Wohngegenden hochgehen. Darüber schweigen sie wie einst über die von „Kosovaren“ zerstörten christlichen Kirchen im Kosovo.

    Einige Aufschlüsse hätte uns der Report der Beobachtermission der Arabischen Liga geben können. Zivile und militärische Experten aus 13 arabischen Staaten unter Leitung eines sudanesischen Generals, in allen Provinzen Syriens stationiert, vermittelten zwischen bewaffneten Gruppen und der syrischen Regierung und schickten täglich Berichte an die Einsatzzentrale. Der zusammenfassende Report enthält auch deutliche Kritik an den Medien. Doch welche deutschen Medien außer der jungen Welt haben über die Mission und die von ihr gesammelten Erkenntnisse informiert?

    Und welche Medien haben Korrespondenten nach Syrien entsandt? Bitte melden! Ich kann es nicht genau feststellen, aber ich bin sicher: Viele können es nicht sein, denn es würde mit den beiden Hauptaufgaben der Medienkonzerne kollidieren: ihrem Propaganda- und ihrem Sparsamkeitsauftrag; sie sollen den Eigentümern der Konzerne möglichst hohe Gewinne liefern, also möglichst wenig gutes Geld für journalistische Recherche verschwenden.

    Der frühere CDU-Politiker und Manager des Burda-Konzerns, Jürgen Todenhöfer, der sich schon im Afghanistan-, im Irak- und im Libyenkrieg umgesehen und ganz andere Beobachtungen mitgebracht als wir sie gewohnt sind, konstatierte am 19. Februar in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung eine „gigantische Medienkampagne gegen das Syrien Assads (...) Jede zweite Meldung, die ich während meines vierwöchigen Aufenthalts in Syrien überprüfte, war falsch“. Ich fürchte, weitere Überprüfungen würden zu einem noch viel ärgeren Ergebnis führen.

    Wer genau hinschaut, analysiert und Vergleiche zieht, wird nach und nach hinter all den Falschmeldungen und Weglassungen ein starkes Interesse erkennen: den Anspruch der guten alten Kolonialmächte, andere Staaten, vor allem die, die reich an Bodenschätzen sind, in koloniale Abhängigkeit zurückzuführen. Mit diesem Anspruch wäre es unvereinbar, wenn die tonangebenden Medien die Guten und die – ihren Reichtum nicht freiwillig hergebenden – Bösen nach gleichen Maßstäben messen würden. Zum Beispiel Israel und Iran. Über die atomare Aufrüstung Israels herrschte lange Zeit Schweigen. Der Atomforscher Mordechai Vanunu, der das Schweigen brach, wurde für zwei Jahrzehnte eingesperrt und steht nach wie vor unter Arrest. Inzwischen gilt es als selbstverständlich, dass Israel Atombomben bauen darf (es besitzt schon mehr als 200), Deutschland liefert U-Boote als Abschussrampen für Atomraketen.

    Einige reaktionäre arabische Monarchien dürfen helfen, die Ausbeutungs- und Herrschaftsverhältnisse in Nahost zu festigen. Hohe Wertschätzung gilt vor allem Saudi-Arabien. Dass dort den (kleinen) Dieben die Hand abgehackt wird und Ehebrechern die Todesstrafe droht, darf schon mal erwähnt werden, aber bitte mit gebührendem Respekt vor unseren Geschäftspartnern. Dieses Terrorregime bewährte sich im vergangenen Jahr, als im benachbarten Bahrain soziale Proteste die Monarchie gefährdeten. Riad entsandte Truppen, die – gut ausgerüstet und ausgebildet – die demokratische Bewegung niederschlugen. Deutschland beliefert dieses Regime jetzt mit Hunderten Kampfpanzern. Und niemand hindert Saudi-Arabien daran, Atomkraftwerke zu bauen, derzeit sind 16 Kraftwerksblöcke geplant. Welche Zeitung, welcher Sender würde solche Tatsachen im Zusammenhang mit dem Aufbau der iranischen Atomindustrie erwähnen?

    Im März 2012 geschah jedoch etwas Außergewöhnliches: Das Zweite Deutsche Fernsehen ließ den iranischen Präsidenten Ahmadinedschad zu Wort kommen. Claus Kleber interviewte ihn. Andere Medien empörten sich darüber, zum Beispiel Cicero aus dem schweizerischen Ringier-Konzern. Miloševi? Saddam, Gaddafi waren in unseren guten Medien schon Jahre vor ihrem Tode mundtot gemacht worden. Dem, der vernichtet werden soll, verweigern sie jede Gelegenheit, seine An- und Absichten zu erklären, sonst könnte ja eine Konfliktlösung per Verhandlung möglich erscheinen. Das ZDF hatte sich ausdrücklich vorbehalten, das Interview redaktionell zu bearbeiten. Kleber bemühte sich auch, den Iraner zu provozieren. Aber mit Entsetzen stellte Cicero fest, dass Ahmadinedschad glaubwürdig und überzeugend wirkte – oder hätte wirken können. Offenbar hatte das ZDF selber davor so große Sorge, dass es das Interview erst nach Mitternacht ausstrahlte.

    Über einen anderen mit großer Mehrheit gewählten Präsidenten schrieb die Frankfurter Rundschau dieser Tage unter der Überschrift „Der gnadenlose Barbar“: „Ein Präsident, der glaubt, den Tod von Menschen mit dem Tod anderer Menschen bestrafen zu können, macht sich mit den Mördern gemein.“ Der Verruf galt dem am Anfang und nochmals am Ende des Artikels als „Diktator“ titulierten Weißrussen Alexander Lukaschenko, dem die Zeitung aus dem DuMont-Konzern vorwarf, zwei zum Tode verurteilte Attentäter nicht begnadigt zu haben – bei dem Anschlag auf die Minsker U-Bahn waren 15 Menschen getötet und viele verletzt worden. Würde das Blatt jemals einen US-Präsidenten „Barbar“ nennen, der zum Beispiel Osama bin Laden samt Familie nachts in der Wohnung erschießen ließ, ohne dass bin Laden je angeklagt, geschweige verurteilt worden war, und der dafür verantwortlich ist, dass immer mehr Menschen in fernen Ländern Opfer nächtlicher Drohnen-Angriffe werden? Die Getöteten werden – wie auch der französische Attentäter, den 30 Elite-Polizisten angeblich nicht lebend aus seiner Wohnung zu holen vermochten – in keinem Prozess aussagen können. Und dem US-Soldaten Bradley Manning, der versucht hat, über WikiLeaks US-amerikanische Kriegsverbrechen im Irak aufzuklären, droht lebenslange Haft.

    http://www.hintergrund.de/201204122017/hintergrund/medien/sorgsame-nachrichtenauswahl.html

    LG Angeni
    Sonnige Grüsse
    Angeni



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    - Angeni

  9. #19
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    Re: die Mainstreams

    Tagesschau manipuliert und zensiert Berichterstattung zum “Welttag der Pressefreiheit”
    3. Mai 2012

    Ein besonders primitives und dreistes Stück an Medienmanipulation hat sich am heutigen “Welttag der Pressefreiheit” bei der staatlichen deutschen Tagesschau Jörg Paas vom ARD-Hörfunkstudio Südosteuropa geleistet. Sein Tagesschau-Bericht zum “Welttag der Pressefreiheit” stützt sich auf eine über drei Monate alte Liste zur Rangfolge der Pressefreiheit der schon vor Jahren als CIA-Front in die Kritik geratenen Organisation “Reporter ohne Grenzen” und trägt nicht den Titel “Serbien gleichauf mit Bulgarien,” sondern “Serbien liegt zwischen Togo und Kenia” und der manipulativ im Kolonialstil (Erwünschte Assoziation beim Leser: Afrika = rückständig, ergo Serbien auch rückständig) gewählte Titel ist Programm.

    Ein Parteibuch-Leser kommentierte den manipulativen Bericht der staatlichen deutschen Märchenschau zum “Welttag der Pressefreiheit” mit folgenden Worten:

    Peinlich

    Die Nichterwähnung dessen, dass Reporter ohne Grenzen von der französischen und amerikanischen Regierung finanziert wird und auch über Beziehungen zur CIA verfügt, kann ich ja noch nachvollziehen.

    Aber dass die Tagesschau hier am 3.5.2012 aus einer Liste vom 25.1.2012 Serbien rauspickt, dabei kritisiert, dass der EU-Beitrittskandidat Serbien da auf dem 80. Platz “zwischen Togo und Paraguay” und “knapp vor Kenia” liegt, und dabei kein Wort darüber verliert, dass der EU-Staat Bulgarien ebenfalls genau den 80. Platz belegt, das ist einfach nur peinlich.

    Selbstverständlich haben die Zensoren der Tageschau diesen entlarvenden Kommentar am “Welttag der Pressefreiheit” nicht freigeschaltet, sondern unterdrückt und wegzensiert. Wie es kommt, dass Deutschland mit seinen strengstes zensierten und nahezu völlig gleichgerichteten Medien in der Rangfolge der Pressefreiheit auf Platz 16 gekommen ist, mag ein Geheimnis von “Reporter ohne Grenzen” bleiben. Die bezogen auf die Liste von “Reporter ohne Grenzen” sachlich richtige Schlagzeile “Israel liegt hinter Togo, Serbien, Bulgarien und Kenia” wäre in den in Bezug auf Israel (Platz 92) gleichgeschalteten deutschen Massenmedien beispielsweise völlig undenkbar.

    Kein Geheimnis ist hingegen, dass der serbische Rundfunk den Propagandisten der NATO mit seiner kritischen und entlarvenden Berichterstattung zum verbrecherischen Bombenkrieg der NATO gegen Libyen ein Dorn im Auge war.
    http://nocheinparteibuch.wordpress.c...ressefreiheit/

    LG Angeni
    Geändert von lamdacore (26.10.2012 um 16:26 Uhr)
    Sonnige Grüsse
    Angeni



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  10. #20
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    Re: die Mainstreams

    Massenmedien geben offen zu über Syrien zu lügen

    Die syrischen Aktivisten verfügen über ein vorzügliches Schauspieltalent. Sie nutzen es auch tagtäglich, um die westliche Presse über den derzeitigen Zustand in Syrien zu "informieren". Diese übernehmen die manipulierten Szenen teilweise blind. Als besonders begabter Laiendarsteller tut sich hierbei Khaled Abu Salah hervor. Mal ist er Reporter, mal einfacher Bürger, zwischendurch gibt er sich des öfteren als Schwerverletzter aus. Einige Zeit war er der Superstar der westlichen Medien. Nun hat er es mit seinem Aktivismus leider ein wenig übertrieben, wodurch sogar unsere vertrottelten Mainstream-Sender auf ihn aufmerksam wurden beziehungsweise zähneknirschend eingestehen mussten, dass mit dem Kerl irgendwas nicht stimmt.

    Den einen Schauspieler (5:10) wurde ja bereits in einem anderen Video gezeigt und entlarft.


    LG Angeni
    Sonnige Grüsse
    Angeni



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