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Thema: Alles über Satelliten

  1. #1
    Erfahrener Benutzer Avatar von findthetruth
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    Alles über Satelliten

    Satellit stürzt ab

    26. Februar 2011 Noch in diesem Jahr wird ein tonnenschwerer deutscher Forschungssatellit aus dem Weltraum abstürzen. Bisher ist nicht klar, ob der Satellit „Rosat“ in der Atmosphäre komplett verglühen wird oder ob Trümmerteile die Erdoberfläche erreichen. Das sagte am Samstag Andreas Schütz, Sprecher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln und Oberpfaffenhofen. Er bestätigte einen Bericht des Nachrichtenmagazins „Spiegel“. Demnach haftet Deutschland weltweit für Schäden, die durch den Absturz entstehen.


    http://www.faz.net/s/RubCD175863466D...~Scontent.html

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/w...747899,00.html


    und nun ne meldung vom 08.02.2002

    Eingeweihte Wissenschaftler erhielten die Anordnung, Stillschweigen über den riskanten Rückkehrer zu bewahren, weil noch "eine abschließende Bewertung“ für das Bundesforschungsministerium ausstehe, zitiert das Magazin DLR-Projektdirektor Klaus Berge. Wie der SPIEGEL weiter berichtet, fürchten die Verantwortlichen öffentliche Debatten über eine versäumte Risikovorsorge und die immensen Kosten eines Noteinsatzes. Diskutiert werde unter anderem eine Abfangmission, bei der ein Spezialsatellit an "Rosat“ ankoppeln und den Irrläufer gezielt über dem Meer abstürzen lassen könnte. Zeit genug bleibe noch für ein solches Projekt: "Rosat“ werde frühestens in drei Jahren vom Himmel fallen.



    http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/...181497,00.html


    findthetruth
    Geändert von Martin (07.08.2012 um 13:00 Uhr)
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  2. #2
    Erfahrener Benutzer Avatar von findthetruth
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    Re: „Rosat“- Deutscher Satellit stürzt ab

    In 1998 a U.S.-German satellite known as ROSAT, used for peering into deep space, was rendered useless after it turned suddenly toward the sun. NASA investigators later determined that the accident was linked to a cyber-intrusion at the Goddard Space Flight Center in the Maryland suburbs of Washington. The interloper sent information to computers in Moscow, NASA documents show. U.S. investigators fear the data ended up in the hands of a Russian spy agency.

    1998 wurde ein amerikanisch-deutscher Satellit bekannt als ROSAT, der verwendet wurde, um in den tiefen Raum zu spähen, nutzlos gemacht, nachdem es sich plötzlich zur Sonne drehte. Ermittlungsbeamte der NASA beschlossen später, dass der Unfall eine Cyberattacke am Goddard Raumflugzentrum in den Maryland Vorstädten Washingtons verbunden wurde. Der Eindringling sandte Information zu Computern in Moskau, Dokumentenshow von NASA. Amerikanische Ermittlungsbeamte fürchten, dass die Daten in den Händen einer russischen Spion-Agentur endeten.

    http://www.businessweek.com/print/magazine/content/08_48/b4110072404167.htm
    aha, die russen haben also diesen satelliten abstürzen lassen, so so.
    oder war es doch nur die unfähigkeit sich eigene fehler einzugestehen oder waren sie vielmehr fähig ihre fehler einem andern in die schuhe zu schieben?
    400kg mit 5 km/s können schon einen emensen schaden anrichten.


    findthetruth
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  3. #3
    Gast

    Re: „Rosat“- Deutscher Satellit stürzt ab

    Deutscher Satellit wird zur Bedrohung

    "Rosat" wird im Herbst abstürzen - Trümmer könnten auf Erdoberfläche einschlagen


    Berlin - Ein deutscher Forschungssatellit droht im Herbst auf die Erde zu stürzen. Das 2,2 Tonnen schwere Gerät "Rosat" befinde sich derzeit rund 500 Kilometer von der Erde entfernt und werde zwischen Oktober und Dezember in die Erdatmosphäre eintreten, sagte die Sprecherin des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), Sabine Göge, am Samstag zu Reuters. Dabei werde er "im besten und günstigsten Falle" komplett verglühen. Im ungünstigsten Falle könnten jedoch Teile des Satelliten auf die Erde fallen.

    "Rosat", der 1990 von Florida aus ins Weltall geschossen worden war, sei nicht mehr steuerbar. Er werde aber mit Radarsystemen von der Erde aus beobachtet. Wann genau er innerhalb des genannten Zeitraums in die Erdatmosphäre eintrete, lasse sich derzeit noch nicht sagen. Dies sei letztlich von der Sonnenaktivität abhängig. Die Wahrscheinlichkeit, das "Rosat" komplett verglühe, sei sehr hoch. In Kürze will das DLR laut Göge eine Website schalten, auf der stets die genaue Position angezeigt wird.

    Abschuss angedacht

    Nach Angaben der Sprecherin wird über einen Abschuss des Satelliten nicht nachgedacht. Das Risiko, dadurch andere Satelliten zu beschädigen, sei größer als die von "Rosat" ausgehende Gefahr. Sie bestätigte aber, dass zeitweise über ein Abschuss diskutiert worden war.

    Nach Angaben des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" heißt es in der Regierung vorliegenden Analysen, wenn Teile des Satelliten auf die Erde fielen, könnten die Auswirkungen immens sein. Einer internationalen Vereinbarung zufolge hafte Deutschland für alle Schäden, die weltweit durch einen solchen Absturz entstehen.(Reuters)

    Quelle :

    http://derstandard.at/1297819036304/...-zur-Bedrohung
    Geändert von Martin (07.08.2012 um 13:03 Uhr)

  4. #4
    Moderator Avatar von Joe
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    SOHO

    SOHO´s Orbit in Space





    SOHO Daten

    SOHO steht für „Solar and Heliospheric Observatory“ (Sonnen- und Heliosphären-Observatorium) und ist eine Raumsonde bzw. ein Weltraumobservatorium von ESA und NASA

    Mission

    Die Aufgaben des SOHO umfassen zahlreiche Experimente, die der Erforschung des Zentralgestirns dienen. Das SOHO vereinigt dabei europäische und US-amerikanische Sonden-Planungen der 1980er Jahre. Die ESA ist für die Leitung der Mission verantwortlich und stellt neun Experimente. Die NASA stellt drei Experimente und war für die Trägerrakete verantwortlich. Die Kommunikation mit dem SOHO und dessen Steuerung wird ebenfalls von der NASA gewährleistet.


    Aufbau


    SOHO ist ein dreiachsstabilisierter modular aufgebauter Satellit, der permanent auf die Sonne ausgerichtet ist. Die Sonde ist rund 4,3 × 2,7 × 3,7 Meter groß (9,5 Meter mit ausgefalteten Solarzellen) und etwa 610?kg (1850?kg beim Start) schwer. Über die High-Gain-Hauptantenne können Bilder und Daten mit einer Rate von 200 kbit/s zur Erde gesendet werden. Als Empfangsstationen dienen die Einrichtungen des Deep Space Network der NASA. SOHO wurde von einem europäischen Team unter Federführung von Astrium gebaut.

    Verlauf

    SOHO wurde in Europa gebaut und am 2. Dezember 1995 vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral der NASA mit einer Atlas-II-AS-Rakete gestartet.

    SOHO befindet sich in einem Halo-Orbit mit 600.000?km Radius um den Lagrange-Punkt L1, in einer Entfernung von ca. 1,5 Millionen Kilometern zur Erde. In diesem Orbit hat es wegen der Erdanziehung die gleiche Umlaufzeit um die Sonne wie die Erde und kann sich dort ohne Energieaufwand halten. Von der Erde aus gesehen steht es immer in der Nähe der Sonne, hat dabei aber immer einen ausreichenden Abstand, so dass einerseits der Blick des Observatoriums auf die Sonne nicht durch den Mond oder die Erde gestört werden kann, aber andererseits Funkverkehr möglich ist.

    Im Jahre 2003 fiel einer der Ausrichtungsmotoren der Hauptantenne aus. Durch Aufzeichnen der Daten in der Sonde, verbesserte Datenkompression und Nutzung größerer Empfangsantennen auf der Erde konnten die Daten bisher ohne nennenswerte Beeinträchtigung aber auch über die Low-Gain-Ersatzantenne übertragen werden.

    Die kritischste Situation gab es aber bereits in der Anfangsphase der Mission. Am 25. Juni 1998 ging während normaler Bahnmanöver der Kontakt zur Sonde verloren [1]. Eine Wiederaufnahme der Funkverbindung gelang zunächst nicht, so dass SOHO fast verloren schien. Erst mit Hilfe der Radioteleskope in Arecibo (305?m Durchmesser) und Goldstone (70?m) gelang es, SOHO zu lokalisieren [2] und am 3. August 1998 mit Hilfe des Deep Space Networks den Kontakt wiederherzustellen [3]. Es folgte eine langwierige und schwierige Reaktivierungsprozedur [4][5]. Letztlich war SOHO am 5. November 1998 und 133 Tage nach dem Kommunikationsabbruch wieder vollständig einsatzbereit [6][7].

    SOHO ist nach wie vor das Flaggschiff der Sonnenforschungssonden. Die Mission wurde im Oktober 2009 bis Dezember 2012 verlängert.


    Wissenschaftliche Experimente


    Nachfolgend eine Liste der Einrichtungen und Experimente des SOHO:

    * CDS (Coronal Diagnostic Spectrometer)
    * CELIAS (Charge, Element, and Isotope Analysis System; Universität Bern)
    * COSTEP (Comprehensive Suprathermal and Energetic Particle Analyzer; Universität Kiel)
    * EIT (Extreme ultraviolet Imaging Telescope; NASA?/?Goddard Space Flight Center)
    * ERNE (Energetic and Relativistic Nuclei and Electron experiment; Universität Turku in Finnland)
    * GOLF (Global Oscillations at Low Frequencies; Institut d'Astrophysique Spatiale, Frankreich)
    * LASCO (Large Angle and Spectrometric Coronagraph; Naval Research Laboratory, USA und Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung)
    * MDI/SOI (Michelson Doppler Imager/Solar Oscillations Investigation; Stanford-Universität)
    * SUMER (Solar Ultraviolet Measurements of Emitted Radiation; Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung und Goddard Space Flight Center, USA)
    * SWAN (Solar Wind Anisotropies; FMI, Finnland und Service d'Aeronomie, Frankreich)
    * UVCS (Ultraviolet Coronagraph Spectrometer; Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics, USA)
    * VIRGO (Variability of Solar Irradiance and Gravity Oscillations; Europäisches Weltraumforschungs- und Technologiezentrum)

    Obwohl die Sonde ursprünglich nicht explizit dafür vorgesehen war, konnten mit SOHO auch über tausend bisher unbekannte Kometen entdeckt werden. Die Kometen fielen auf, wenn sie sich durch das Sichtfeld des bildgebenden LASCO-Detektors bewegten. Um von LASCO erfasst zu werden, müssen diese Kometen der Sonne näher als 800.000 km kommen, daher bezeichnet man diese Gruppe auch als Sungrazer.

    Quelle:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Solar_a...ic_Observatory

    SOHO Website:
    http://sohowww.nascom.nasa.gov/





    LG Joe
    Geändert von Martin (07.08.2012 um 13:06 Uhr)
    sut Yahusha ilu samesa

  5. #5
    Gast

    Mission BRITE

    Mission BRITE

    Österreich schickt 2012 die ersten Nanosatelliten ins All



    Die Kleinsatelliten TUGSAT-1 und UniBRITE sollen für mindestens zwei Jahre die massereichsten und hellsten Sterne am Himmel unter die Lupe nehmen. - Foto: IKS/TU Graz

    Raumsonden der TU Graz und der Uni Wien sind startklar - Nächstes Jahr sollen sie mit einer indischen Rakete abheben

    Graz - Die ersten österreichischen Nanosatelliten sollen spätestens Anfang März 2012 mit indischer Hilfe ins All starten, verkündete der österreichische Projektverantwortliche Otto Koudelka von der TU Graz am UN/ESA-Symposium in Graz. Nano- bzw. Kleinsatelliten umkreisen bereits in großer Zahl die Erde und bieten viele Anwendungen im Bereich Wissenschaft, Telekommunikation und Erdbeobachtung. Bis 16. September findet in Graz das traditionelle UN/ESA-Symposium zu den Anwendungsmöglichkeiten für eine nachhaltige Entwicklung statt.

    Frühwarnsysteme für Unwetter bis hin zu Berechnungen der zu erwartenden Stärke eines Tsunamis stützen sich immer stärker auf kleine, künstliche Himmelskörper. Mit ihrer Hilfe können Waldbrände in ihrer Ausdehnung und deren Flammentemperaturen vom Weltall aus bestimmt, Vulkan-Aktivitäten beobachtet, Wolken- und Vegetationsanalysen gemacht oder die Helligkeitsschwankungen von Sternen gemessen werden.

    Mission BRITE



    Auf letzteres hat sich die Mission BRITE mit den ersten beiden österreichischen Mini-Raumsonden TUGSAT-1 und UniBRITE spezialisiert. Diese beiden - mit einer Kantenlänge von nur 20 Zentimeter und einer Masse von sieben Kilogramm - sollen Ende Februar, Anfang März 2012 vom Satish Dhawan Space Centre an der Südküste Indiens in eine 800 Kilometer hohe Umlaufbahn gebracht werden. Ursprünglich war der Herbst 2011 vorgesehen. "Grund für die Verzögerung ist eine Veränderung der Start-Liste der Launch-Provider in Indien. Die Geräte sind fertig getestet und startklar", so Otto Koudelka vom Institut für Kommunikationsnetze und Satellitenkommunikation der TU Graz.

    "TUGSAT-1" wurde von der TU gebaut, der baugleiche "UniBRITE" wurde von der Uni Wien beim Spaceflight Lab der Universität Toronto in Auftrag gegeben. Am TU-Gebäude in Graz ebenso wie in Wien hat man Bodenstationen installiert. Zu den österreichischen Satelliten werden sich weitere vier bis auf die Farbfilter baugleiche Exemplare gesellen - je zwei aus Polen und Kanada - die bis 2013 ins All fliegen sollen. Damit werden räumliche und zeitliche Beobachtungsfenster besser abgedeckt als mit Einzelsatelliten. Mit den "Sternenkameras" will man die Helligkeitsschwankungen sehr heller Sterne messen, woraus man sich Verbesserungen der Theorien über den Aufbau von Sternen und über die Geschichte des Universums erhofft.

    Am Grazer Symposium werden sich bis zum 16. September Experten aus 42 Nationen mit Entwicklung und Anwendung von Kleinsatelliten auseinandersetzen. Dabei geht es um den Stand internationaler Programme, Fragen der Planung und Organisation entsprechender Missionen, weltraumrechtliche Fragen sowie betriebswirtschaftliche Aspekte bei der Durchführung der Programme, so Koudelka. Veranstalter sind das UN-Büro für Weltraumfragen, die Bundesregierung und die Europäischen Weltraumorganisation ESA. Organisiert wird die Veranstaltung von der steirischen Forschungsgesellschaft Joanneum Research. (red/APA)

    Links





    http://derstandard.at/1315006254212/Mission-BRITE-Oesterreich-schickt-2012-die-ersten-Nanosatelliten-ins-All
    Geändert von Martin (07.08.2012 um 13:05 Uhr)

  6. #6
    Gast

    Re: Alles über Satelliten

    Ausrangierter NASA-Satellit trudelt Erde entgegen
    Genaues Absturzgebiet der Trümmerstücke noch ungeklärt


    [size=130:30vzywk2]Ungenaue Prognosen bis zuletzt[/size]

    [flv:30vzywk2]http://files2.orf.at/iptv/201138/2011-09-20__in_00_aptn_nasa-earth-hit__161694.flv[/flv:30vzywk2]

    Der womöglich am Freitag abstürzende UARS (Upper Atmosphere Research Satellite) der NASA gilt offiziell nicht als „Risikoobjekt“, so die US-Raumfahrtbehörde in ihrer offiziellen Risikobewertung. Dass Menschen zu Schaden kämen, sei „extrem“ unwahrscheinlich. Klarer formuliert: Die Wahrscheinlichkeit, dass es Tote gibt, liegt bei 1:3.200.

    Der 20 Jahre alte Satellit wurde schon im Jahr 2005 aus seiner Bahn gebracht. Der Absturz auf der Erde war seither nur noch eine Frage der Zeit. Und zumindest dabei hat sich die NASA gründlich verschätzt: Der Eintritt in die Erdatmosphäre hätte erst zum Jahresende stattfinden sollen. Der 5,6 Tonnen schwere Satellit rast aber - laut NASA wegen überraschend hoher Sonnenaktivität - viel schneller auf die Erde zu als gedacht.

    Zeit = Raum = Ungewissheit

    Laut jüngsten Prognosen soll UARS am Freitag auf der Erde aufschlagen. Noch immer versieht die NASA diese Schätzung mit der Schwankungsbreite von „+/- 1 Tag“. Durch immer genauere Prognosen in immer kürzeren Abständen will die NASA diese Unschärfe eingrenzen. Die letzte Prognose soll zwei Stunden vor dem erwarteten Aufschlag veröffentlicht werden. Auch sie wird jedoch noch eine Ungenauigkeit von „+/- 25 Minuten“ aufweisen.

    Die zeitliche Unschärfe bedeutet auch eine räumliche Unschärfe. Auch die allerletzte Prognose kann das Gebiet des Aufschlags nur auf 5,76 Mio. Quadratkilometer eingrenzen - also etwa die halbe Fläche Europas. Was die technisch-physikalischen Aspekte des Absturzes anbelangt, können die NASA-Experten dafür genauere Angaben machen: Der Großteil des Satelliten wird demnach beim Eintritt in die Erdatmosphäre verglühen, 26 Einzelteile werden diesen jedoch „überleben“.

    Aus 640 Gramm werden 16 „Impact“-Kilo

    Der kleinste auf der Erde erwartete Satellitenteil wiegt laut NASA-Angaben 640 Gramm, der größte beinahe 160 Kilo. Die „ballistische Einwirkung“ beim Aufschlag beträgt - bei einer Fallhöhe aus Dutzenden Kilometern Höhe - ein Vielfaches davon. Aus 640 Gramm werden dabei zum Beispiel 16 Kilo. Insgesamt bringen alle Teile, die auf der Erde einschlagen werden, über 532 Kilo auf die Waage.

    Je nach Beschaffenheit, Material und Form unterscheiden sich außerdem die prognostizierten Flugbahnen der Teile. Die ersten einschlagenden Teile werden laut den Schätzungen zwei jeweils 1,1 Kilo schwere Beryllium-Container sein, der letzte Teil mit der weitesten Flugbahn eine drei Kilo schwere Beryllium-Ummantelung. Dazwischen werden 550 Kilometer und 23 andere Teile aus Titan, Aluminium und Stahl liegen.

    Ein Pinguin müsste man sein

    Dass das Risiko von Sachschäden oder gar Verletzten durchaus gegeben ist, lässt sich vor allem zwischen den Zeilen der NASA-Expertise herauslesen. Da heißt es fast schon entschuldigend, dass zum Zeitpunkt des Satellitenstarts im Jahr 1991 noch nicht in dem Maß an Absturzrisiken gedacht wurde wie das heute der Fall ist. Inzwischen „bemüht“ sich die NASA laut eigener Aussage, „das Risiko menschlicher Opfer durch wiedereintretende Himmelskörper geringer als 1:10.000“ zu halten.

    Noch nie seit Beginn der Raumfahrt habe es zudem „bestätigte Berichte“ über Verletzte durch herabfallenden Weltraumschrott gegeben, sagt die US-Raumfahrtbehörde. Auch habe man inzwischen gelernt, den Absturz künstlicher Himmelskörper in unbewohnte Gebiete zu lenken. Diesmal ist sich die NASA aber nur in einer Hinsicht sicher: Nur die Antarktis kann demnach als mögliches Absturzgebiet des Satelliten ausgeschlossen werden.

    Links:
    • UARS-Übersichtsseite (NASA)

      Offizielle NASA-Risikobewertung zu UARS (PDF)
      [attachment=0]585584main_UARS_Status.pdf[/attachment]

      UARS (Wikipedia)


    http://news.orf.at/stories/2080174/2080175/

  7. #7
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    Re: Alles über Satelliten

    Zitat Zitat von S.E.T.I

    Je nach Beschaffenheit, Material und Form unterscheiden sich außerdem die prognostizierten Flugbahnen der Teile. Die ersten einschlagenden Teile werden laut den Schätzungen zwei jeweils 1,1 Kilo schwere Beryllium-Container sein, der letzte Teil mit der weitesten Flugbahn eine drei Kilo schwere Beryllium-Ummantelung. Dazwischen werden 550 Kilometer und 23 andere Teile aus Titan, Aluminium und Stahl liegen.
    Sicherheitshinweise

    Berylliumerz
    Beryllium, Berylliumoxid und Berylliumsalze sind giftig und karzinogen. Beryllium kann zu Haut-, Lungen-, Milz- und Leberschäden führen.[12]
    Beryllium akkumuliert sich im menschlichen Körper und führt nach jahrelanger Latenzzeit zur Bildung von Tumoren. Gefährlich ist vor allem inhaliertes Beryllium, es führt zur Berylliose. Hierbei kommt es in der Lunge zur Bildung von charakteristischen Epitheloidzellgranulomen. Verschlucktes Beryllium ist relativ ungefährlich, da es überwiegend wieder ausgeschieden wird. Bei der Berylliumverarbeitung ist Absaugung und Abkapselung bei der Spanabnahme unbedingt erforderlich. Bei der Zerstörung berylliumoxidhaltiger elektronischer Bauteile kann Berylliumoxid freigesetzt werden, sie müssen daher entsprechend gekennzeichnet sein.
    Beryllium reichert sich in Tabakpflanzen an und gelangt beim Tabakrauchen in Luft und Lunge, was zufällig am Max-Planck-Institut für Metallforschung in Stuttgart entdeckt wurde. Auch in Tomatenpflanzen wurden Spuren von Beryllium nachgewiesen. Dies ist jedoch durch die weite Verbreitung von Beryllium in der Erdkruste begründet.
    Gruss Gwynfor
    ----------------
    http://befriediger.blog.de

  8. #8
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    Re: Alles über Satelliten

    hier ist mal ein (einer der vielen) NASA-berichte...
    Update #8
    Thu, 22 Sep 2011 01:44:51 PM GMT+0200

    As of 7 a.m. EDT Sept. 22, 2011, the orbit of UARS was 115 mi by 120 mi (185 km by 195 km). Re-entry is expected sometime during the afternoon of Sept. 23, Eastern Daylight Time. The satellite will not be passing over North America during that time period. It is still too early to predict the time and location of re-entry with any more certainty, but predictions will become more refined in the next 24 to 36 hours.

    ...weiterlesen hier...
    http://www.nasa.gov/mission_pages/uars/index.html
    da steht nichts von "zerbrechne in 26 teile", wie es gestern schon in der deutschen online(regenbogen)presse berichtet wurde

    lg mike

    nachtrag:
    Article:
    Falling Satellites & Space Junk:
    Q&A with Orbital Debris Expert Ray Williamson

    by Denise Chow, SPACE.com Staff Writer
    Date: 22 September 2011 Time: 02:40 PM ET

    For the latest news about NASA's UARS spacecraft fall, visit: Falling NASA Satellite: Complete Coverage of UARS Spacecraft's Fiery Demise.

    A defunct NASA climate satellite is tumbling back toward Earth, and will likely make its fiery plunge through the atmosphere tomorrow (Sept. 23), according to agency officials

    The agency's Upper Atmosphere Research Satellite, or UARS, is expected to make landfall tomorrow, and while the threat of any debris falling over populated regions of the planet is very remote, the event has highlighted the ongoing issue of junk in space, and the need to promote sustainability and situational awareness in low-Earth orbit. Or at least orbital debris experts hope so.
    http://www.space.com/13053-falling-nasa-satellite-space-junk-orbital-debris-interview.html
    um apollo 11 auf den mond zu bekommen, war eine rechnerleistung von DREI commodore 64 notwendig...
    um heute einen ticket zu lösen, ist EIN pentium-prozessor nicht ausreichend.


  9. #9
    Gast

    Re: Alles über Satelliten

    Satellitenabsturz: NASA präzisiert Absturzvorhersage


    Ansichten des sich langsam zur Erde taumelnden Erdbeobachtungssatelliten UARS. (Klicken Sie auf die Bildmitte, um zu einer vergrößerten Darstellung zu gelangen.) | Copyright: Thierry Legault Emmanual Rietsch, astrophoto.fr

    Washington/ USA - Die NASA hat ihre Vorhersage zum Absturz des Erdbeobachtungssatelliten "UARS" am morgigen Freitag präzisiert. Wo genau die erwarteten Trümmer niedergehen werden, kann jedoch immer noch nicht genau gesagt werden. Nur eines scheint sicher: Nordamerika ist außer Gefahr. Mittlerweile liegen erste Aufnahmen des taumelnden Satelliten vor.

    Wie die NASA auf der Seite zum "Upper Atmosphere Research Satellite" berichtet, wird dessen Wiedereintritt für den morgigen Freitagnachmittag (Eastern Daylight Time) also für Freitagabend gegen 22 Uhr mitteleuropäischer Zeit erwartet. Zudem könne allerdings schon jetzt gesagt werden, dass die Trümmer nicht auf der nordamerikanischen Landmasse niedergehen werden.

    Die französischen Astrofotograf Thierry Legault (astrophoto.fr) und Emmanual Rietsch haben den Satelliten in den vergangenen Tagen verfolgt und eine Serie faszinierender Aufnahmen erstellt, die wir hier auf "grenzwissenschaft-aktuell.de" mit freundlicher Genehmigung des Fotografen zeigen können. Gemacht wurden die Aufnahmen am 15 September 2011 mit einem 14-Zoll-Teleskop von Dunkerque aus. Die Aufnahmen belegen eindrucksvoll das taumelnde Verhalten des außer Kontrolle geratenen, kleinbusgroßen und 6,5 Tonnen schweren Satelliten.

    Legaults und Rietschs Videoaufnahmen des taumelnden Satelliten

    [spacecom:2hdqzr69]1171124999001[/spacecom:2hdqzr69]

    Laut Aussagen der NASA besteht der Satellit aus etwa 26 Komponenten, die groß genug sind, um den Wiedereintritt und Höllenritt durch die Erdatmosphäre zu überstehen und die Erdoberfläche zu erreichen. Das größte dieser Teile wiegt 150 Kilogramm.

    In Anbetracht der Tatsache, dass es rund sieben Milliarden Menschen auf der Erde gibt, so erläutert der Chefwissenschaftler des "Orbital Debris Program" der NASA Nick Johnson, und der Großteil der Erdoberfläche von Wasser bedeckt ist, liege die geschätzte Wahrscheinlichkeit, dass überhaupt ein Mensch getroffen wird bei 1:3.200. Die Wahrscheinlichkeit dass ein bestimmter Mensch von den Trümmern getroffen werde schätzt die NASA auf 1 zu 21 Billionen.

    http://grenzwissenschaft-aktuell.blogspot.com/2011/09/satellitenabsturz-nasa-prazisiert.html
    Absturz Simulation

    [spacecom:2hdqzr69]1174127514001[/spacecom:2hdqzr69]

  10. #10
    Lisa
    Gast

    Re: Alles über Satelliten

    NASA: Satelliten-Absturz verzögert sich

    Der Absturz des US-Satelliten UARS soll sich verzögern. Nun wir der Aufschlag des Weltraumschrotts für Sonnabendmorgen erwartet.



    Dieser Satellit soll am frühen Sonnabend auf die Erde stürzen. Wo er genau landet, ist bisher unklar
    Foto: dapd


    Washington/Darmstadt. Der mit Spannung erwartete Absturz eines busgroßen NASA-Satelliten hat sich am Freitag verzögert. Das sechs Tonnen schwere Stück Weltraumschrott sank langsamer als ursprünglich erwartet, wie die US-Raumfahrtbehörde in Cape Canaveral mitteilte. Das Auftreffen des Satelliten UARS auf der Erde werde nun für Sonnabendmorgen (MESZ) erwartet.

    Das Absinken des Wettersatelliten werde nun nicht mehr hauptsächlich von der Sonnenaktivität beeinflusst, erklärte die NASA weiter. Vielmehr habe der UARS offenbar seine Ausrichtung geändert, was den Absturz verlangsamt habe. Zuvor hatte die Raumfahrtbehörde darauf hingewiesen, dass nun eine – allerdings unwahrscheinliche - Möglichkeit bestehe, dass Trümmer des Flugkörpers in den USA landen könnten. Noch Anfang der Woche hatten die NASA-Experten erklärt, Nordamerika komme als Ort des Auftreffens nicht infrage. Eine Landung im Meer galt als wahrscheinlich.

    Es wurde erwartet, dass der sechs Tonnen schwere Forschungssatellit in mehr als 100 Einzelteile zerbrechen wird, von denen die meisten beim Eintritt in die Erdatmosphäre verglühen dürften. 26 große Bruchstücke mit einem Gesamtgewicht von 544 Kilogramm sollten jedoch auf der Erde einschlagen. Der UARS war vor 20 Jahren von der Raumfähre „Discovery“ ins All gebracht worden.

    Gefahr für Menschen gering

    Der US-Satellit UARS hat ausgedient: Er soll seine Umlaufbahn verlassen und in Richtung Erde stürzen. „Das Risiko, davon getroffen zu werden, ist sehr gering“, sagte der Leiter des Weltraumschrott-Büros der Europäischen Raumfahrtagentur Esa, Prof. Heiner Klinkrad, in Darmstadt. Das rund sechs Tonnen schwere Stück Weltraumschrott sollte nach Angaben der Nasa in der Nacht zum Samstag in die Erdatmosphäre eintreten. Eine genaue Zeit nannte sie zunächst nicht. Der ausrangierte Satellit verglüht demnach aber nicht vollständig, sondern fällt in Einzelteilen auf die Erde.

    Nach Angaben von Klinkrad bleiben von dem Satelliten nur etwas mehr 500 Kilogramm übrig – auf 20 Fragmente verteilt. „Das Risiko ist 1 zu 3200, dass überhaupt ein Mensch dabei ernsthaft verletzt wird“, sagte der Experte. „Wenn man das umrechnet auf das Risiko für jeden einzelnen, dann liegt es bei 1 zu 100 Milliarden.“ Die Wahrscheinlichkeit, vom Blitz getroffen zu werden, sei wesentlich höher. „Von all den Objekten, die wieder eingetreten sind, ist bisher niemand auf der Erde verletzt worden.“

    Der Aufprallort der Trümmer, war unter Experten am Freitag aber noch umstritten. „Wo er herunterfällt, lässt sich nur sehr schwer vorhersagen“, sagte Klinkrad. „Im Moment kann man aber davon ausgehen, dass Nordamerika nicht betroffen sein wird.“ Die Russen wagten unterdessen genauere Prognosen: „Er könnte in den Indischen Ozean nördlich der Crozetinseln fallen“, sagte Oberst Alexej Solotuchin der russischen Agentur Itar-Tass. Am Mittwoch hatte die russische Raumfahrtbehörde mitgeteilt, der Satellit stürze voraussichtlich in den Pazifik. Russische Medien hatten zuvor berichtet, dass die Hauptstadt Moskau in der Risikozone liegen könnte.



    http://www.abendblatt.de/ratgeber/wissen/article2037736/NASA-Satelliten-Absturz-verzoegert-sich.html

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