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Thema: Alles zum Thema Pflanzen, Obst und Gemüse

  1. #41
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    Re: Alles zum Thema Planzen, Obst und Gemüse

    Ur-Apfel gegen jegliche Keime resistent - Pestizide bald überflüssig?

    In den Bergen Kasachstans wächst er, der Ur-Apfel. Ein Produkt der Natur, das jeglichen Krankheiten und Keimen zu trotzen scheint.

    Er ist jedoch durch starke Abholzung vom Aussterben bedroht und kann sich nicht selbst fortpflanzen. Die Verbreitung seiner Saat geschieht einzig und allein durch die Nahrungsaufnahme von Bären, welche den Samen in ihren Mägen von ihrer natürlichen Hülle lösen.

    Entdeckt wurde da Apfel von einem sowjetischen Biologen namens Nikolai Wawilow, welcher jedoch im Gefängnis starb und kaum Möglichkeit hatte, seine Entdeckung publik zu machen. Erst 1945 nahm Diplom-Landwirt, Aimak Dschangaljew die Entdeckung publik und verfasste einen umfangreichen Bericht.

    http://www.feelgreen.de/ur-apfel-ist-resistent-gegen-saemtliche-krankheiten/id_53284642/index

  2. #42
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    Re: Alles zum Thema Planzen, Obst und Gemüse



    Alte Gene für neue Äpfel
    Dokumentarfilm Frankreich 2010
    Woher stammt der Apfel des Gartens Eden? Vielleicht aus dem Hochgebirge Tian Shan in Kasachstan. Es ist die Heimat des Asiatischen Wildapfels "Malus sieversii". Er schmeckt sehr gut und ist außergewöhnlich resistent gegen Krankheiten.

    Im Hochgebirge Tian Shan in Kasachstan wuchsen vor 165 Millionen Jahren vermutlich die ersten Apfelbäume der Erde. Ist dies die Heimat des Apfels aus dem Garten Eden? Es ist auf jeden Fall die Heimat des Asiatischen Wildapfels "Malus sieversii". Der dichte Wälder bildende Apfelbaum kann über 30 Meter hoch und etwa 300 Jahre alt werden. Die Äpfel gibt es in verschiedenen Variationen, darunter äußerst schmackhafte. Und diese Äpfel haben einen großen Vorteil verglichen mit anderen Apfelsorten. Sie zeichnen sich durch eine außergewöhnliche Resistenz gegen Krankheiten aus, besonders gegen die am meisten verbreitete aller Apfelbaumkrankheiten, den Schorf. Was ist das Geheimnis ihrer Widerstandskraft? Der kasachische Wissenschaftler Aymak Djangaliev hat sein ganzes Leben der Erforschung und dem Schutz des "Malus sieversii" gewidmet. Dank seiner spannenden wissenschaftlichen und historischen Untersuchungen konnte er aufzeigen, dass der ursprüngliche Apfel eine Genkombination besaß, die im Laufe seiner Domestikation und auf der Reise von Asien nach Europa verloren gegangen ist. Darüber hinaus beschäftigt sich Djangaliev mit den Möglichkeiten, die sich aus der Entdeckung dieses Apfels ergeben. Könnte man nicht - nach dem Vorbild der in Frankreich entwickelten Apfelsorte "Ariane" - den "Malus sieversii" zu Kreuzungen nutzen, aus denen Bioäpfel mit natürlichem Schorfschutz hervorgehen?
    [sf:2ndctniv]3861896c-eeec-4a4e-8b7c-b24b974ca811[/sf:2ndctniv]
    http://www.videoportal.sf.tv/video?id=3861896c-eeec-4a4e-8b7c-b24b974ca811
    LG
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    Leute! Denkt immer an: "Teile und herrsche", und fragt Euch wer der "Dritte" ist! Cui bono?
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  3. #43
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    Re: Alles zum Thema Planzen, Obst und Gemüse

    Hallo leutz
    hab da mal was über meine Lieblingspflanze.
    gruß n.i.c.t



    Bambus Der Rohstoff der Zukunft?

    Ein sehr gutes Beispiel für pflanzliche Leichtbauweise ist der natürliche Bauplan des Grases.

    Es wird vielen physikalischen Anforderungen gerecht: Rund, leicht, hohl, gekammert, biegsam und sehr elastisch ist es auch wasserfest und wasserdicht, also insgesamt hoch belastbar. Die lackartige Oberfläche der Halme bewirkt eine hohe Widerstandsfähigkeit gegen Feuer und Chemikalien. Eine Oberflächenbehandlung der Halme wird daher nicht benötigt. Vergleicht man Bambus mit anderen Werkstoffen, so ist er mit 40 Kilopond pro Quadratmillimeter genauso reißfest wie Baustahl, in puncto Härte kann man Bambus mit Eiche vergleichen.

    Die enorme Flexibilität und Belastbarkeit zugleich zeigt sich bei den erdbebensicheren Anwendungen im Gerüstbau in Asien. Die Elastizitäts- und Biegeeigenschaften sind im Vergleich zu anderen Holzarten mit Abstand die Besten. Bereits nach 4-6 Jahren Wachstum kann Bambus geerntet und als Baustoff verarbeitet werden. Er ist also ein schnell nachwachsender und damit sehr ökologischer Werkstoff aus der Pflanzenwelt. Binnen 35 Jahren kann eine Pflanze bis zu 15 Kilometer verwertbare Halme (Stämme) hervorbringen. Deswegen wären bei seiner breiten Anwendung auch in westlichen Ländern keine wesentlichen Engpässe bei der Versorgung mit Material zu erwarten.

    Der Feind des Bambus ist der Bohrkäfer „Dinoderus minutus“ . Seine Larven sind gierig auf die Stärke im Halm, wo sie sich dann auch in den porösen Zwischenräumen einnisten. Einmal befallen, können ganze Bambus-Bauten innerhalb von 5 Jahren einstürzen. Angesichts dieses Risikos übernahm man in Asien scheinbar die langlebigeren Baustoffe aus der westlichen Welt. Es wurde sehr viel an unterschiedlichsten Schutzverfahren gegen den „Käferbefall gearbeitet, die meisten „Mittelchen“ waren aber, wie auch hier im Westen die Anti-Holzwurm-Produkte, sehr gesundheitsschädlich.

    Der Hamburger Professor Walter Liese hat aber mittlerweile ein umweltfreundliches Verfahren entwickelt, wobei mit hohem Luftdruck der Bambussaft aus den Halmen gepreßt wird. Die Käferlockspeise wird dann durch eine Salzlösung ersetzt, die nur dem Schädling schadet. Auf Bali und in Costa Rica wurden diese Verfahren bereits erfolgreich eingesetzt. Auch das Räuchern der Bambusstangen über stark rauchenden Feuerstellen verhindert den Schädlingsbefall.

    Anwendungen

    Mit weit über 1000 Nutzungsarten von Bambus wird hier eine sehr große Bandbreite abgedeckt.

    Dächer, Böden, Wände und Decken, Zäune, Gefäße, Nahrungsmittel und Küchengeräte, Angelruten, Netze, Kleidungsstücke, Schiffe, Flugzeuge, Sonnenschirme, Tabakpfeifen, Musikinstrumente, Papier, Matten und Waffen werden aus Bambus gefertigt. Aber wer weiß schon, daß die im Halm entstehende Kieselsäure, der „Bambuszucker“ ein Heilmittel gegen Astma ist oder daß man aus Bambus in China Likör, in Tansania Schnaps in Burma Pfeilgift und in Vietnam Flugzeugtreibstoff herstellt.

    Alexander Graham Bell zeichnete den ersten Ton seines Phonographen mit Hilfe einer Bambusnadel auf. Sogar bei den grausamen Foltermethoden der Roten Khmer in Kambodscha kam Bambus zur Anwendung. Ein sehr breit gefächertes Anwendungsgebiet ist die Architektur. Das Stuttgarter Institut für leichte Flächentragwerke hat über 1000 bambusspezifische Konstruktionssysteme aus aller Welt gesammelt. Die „Große Brücke“ in der chinesischen Provinz Sichuan überspannte 1000 Jahre den Min-Fluß. Sie war eines der ältesten intakten Bambusbauwerke, bevor sie im Jahre 1998 einer Überschwemmungskatastrophe zum Opfer fiel.

    Die Urmutter aller Hängebrücken war aus nachspannbaren, 18 Zentimeter dicken Bambuskabeln konstruiert und gehörte zu den Weltwundern der antiken Ingenieurskunst. Die spektakulärste Leistungsfähigkeit des Werkstoffes in puncto Flexibilität und Belastbarkeit zeigen uns die mit Bambus eingerüsteten Wolkenkratzer-Baustellen in Hongkong, Tokio oder Shanghai. In Kolumbien und Costa Rica überstanden Bambusbauten als einzige mehrere Erdbeben.

    Heutzutage werden jährlich rund 20 Millionen Tonnen Bambus geerntet. Über 2 Milliarden Menschen weltweit verdienen Ihren Lebensunteralt mit dem Erzeugen, Verarbeiten und Vermarkten von Bambus. Trotzdem haben die westliche Zivilisation und deren Werkstoffe wie Beton, Stahl und Plastik Bambus in Asien ins Abseits gedrängt. Es gilt als „poor man’s timber, das „Holz des armen Mannes“. Dabei hat er ökonomisch und ökologisch große Vorteile gegenüber den vermeintlich „moderneren“ Materialien.
    Wenn man 1 Tag glücklich sein will,
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    Wenn man 1 Jahr glücklich sein will,
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    Und wenn man für immer glücklich sein will,
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  4. #44
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    Re: Alles zum Thema Planzen, Obst und Gemüse

    [attachment=0]4RIAN_00527819.LR.ru.jpg[/attachment]





    ich wußte es ! immer dieses gequatsche auf der Fensterbank

    Britischen Biologen ist der Nachweis gelungen, dass Pflanzen miteinander kommunizieren. Die Forscher hielten auf einem Film fest, wie ein Vertreter der Flora einen anderen vor einer drohenden Gefahr warnte.

    Die Wissenschaftler hatten ein Kohlblatt angeschnitten und anschaulich fixiert, wie die Pflanze ein Gas austreten ließ. Diese „Stimme“ der Pflanze zu hören, half den Forschern ein der DNS der Kohlpflanze zugefügtes Eiweiß, dass die Glühwürmchen in der Nacht leuchten lässt. Zwei andere Pflanzen, die sich in der Nähe befanden und unberührt blieben, erhielten diese „Mitteilung“ und wappneten sich: Ihre Blätter begannen aktiv chemische Giftstoffe auszustoßen die zur Abwehr potentieller Feinde bestimmt sind, berichtet die Zeitung Vesti.

    http://german.ruvr.ru/2012/02/08/65610392.html
    gruß n.i.c.t.
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  5. #45
    Lisa
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    Re: Alles zum Thema Planzen, Obst und Gemüse

    Zitat Zitat von n.i.c.t
    ich wußte es ! immer dieses gequatsche auf der Fensterbank
    Herrlich! Und ich dachte immer, ich höre Stimmen

    Nachdem ich deinen Post gelesen habe, ist mir ein Buch eingefallen, welches äußerst empfehlenswert ist:




    Durch wirklich bahnbrechende wissenschaftliche Versuche wurde inzwischen bewiesen, was Außenseiter unter den Pflanzenforschern schon vor Jahrhunderten zu behaupten wagten: Pflanzen reagieren wie Menschen. Sie haben Gefühle und Erinnerungsvermögen, nehmen optische und akustische Eindrücke wahr und unterscheiden zwischen Harmonie und Dissonanzen. In Experimenten wurden Pflanzen an empfindliche Meßgeräte angeschlossen. Diese Geräte zeigen an, daß Pflanzen erschreckt reagieren, wenn sie sich bedroht fühlen, und freudig, wenn sich ihnen ein Freund näherte.
    Die Entdeckung der Pflanzen als beseelte Lebewesen und ihrer physischen und emotionalen Beziehungen zum Menschen eröffnet atemberaubende Perspektiven für unser gesamtes Naturverständnis.
    Was wir über die "Blumensprache" wissen, wie ihre Bio-Signale zu verstehen sind und wie all diese revolutionierenden Erkenntnisse sich praktisch nutzen lassen, haben die Autoren in diesem Pionierwerk über die neue Wissenschaft von dem Verhalten der Pflanzen hier erstmals dargestellt.

    http://www.amazon.de/geheime-Leben-Pfla ... 350213748X

  6. #46
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    Re: Alles zum Thema Planzen, Obst und Gemüse

    Zitat Zitat von n.i.c.t
    ich wußte es ! immer dieses gequatsche auf der Fensterbank
    Herrlich! Und ich dachte immer, ich höre Stimmen

    Nachdem ich deinen Post gelesen habe, ist mir ein Buch eingefallen, welches äußerst empfehlenswert ist:

    ja ich habe mich lange damit beschäftigt und hab viele positive ergebnisse erziehlt bei meinen Pflanzen....
    es geht wirklich........
    Wenn man 1 Tag glücklich sein will,
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  7. #47
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    Re: Alles zum Thema Planzen, Obst und Gemüse

    Mehr zum Thema.......

    gruß n.i.c.t




    Wie Pflanzen kommunizieren

    von Frantisek Baluska im Interview mit Daniel Bach
    Artikel weiterempfehlen

    Wer denkt, dass Pflanzen einfach vor sich hin wachsen, irrt gewaltig. Sie riechen, schmecken und spüren selbst feinste Veränderung in ihrer Umgebung. Und sie kommunizieren unentwegt mit anderen Pflanzen und Tieren. Beides mit dem gleichen Ziel: das Überleben zu sichern.

    Herr Baluska, Sie sind Mitbegründer der Gesellschaft für Pflanzenneurobiologie. Das tönt, als hätten Blumen und Lauchstängel auch Nervenstränge…

    Wir unterscheiden zwischen Nerven und Neuronen. Von Nerven sprechen wir bei Tieren und Menschen, der Begriff Neuronen hat breitere Gültigkeit – er bezieht sich auch auf die Fähigkeit von pflanzlichen Zellen, Informationen aus ihrer Umgebung über Sensoren aufzunehmen, zu transportieren, zu speichern, zu verarbeiten und daraus zu lernen. Dies dient der Pflanze, so wie jedem anderen Lebewesen, dazu, sich optimal an die Umgebung anzupassen.

    Läuft dieser Informationsfluss in der Pflanze über elektrische Signale oder mittels chemischer Botschaften?

    Beides. Auf einen Reiz folgen erst elektrische Signale dann chemische, beide sind auch Teil der komplexen Wahrnehmung der Pflanze. Das Problem ist allerdings, dass dieser Bereich noch kaum erforscht ist. Bis in die siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts war es ein ernsthaftes wissenschaftliches Feld, dann kam es etwas in Verruf wegen eines Buches über paranormale Phänomene. Dabei weiss man ganz genau, dass Pflanzen sofort auf jede Art von Stress wie Kälte, grelles Licht oder Verwundungen mit elektrischen und chemischen Signalen reagieren. Die elektrische und die chemische Kommunikation sind vernetzt. Wie genau, ist leider noch unbekannt.

    Wodurch wird eine Pflanze derart unter Stress gesetzt?

    Licht, Trockenheit, Kälte, Wind, Parasiten …. Alles, was auf sie einwirkt.

    Wie nehmen denn die Pflanzen ihre Umgebung überhaupt wahr?

    Pflanzen haben in Sachen Wahrnehmung enorme Fähigkeiten. Sie sind oft sogar empfindlicher als viele Tiere und Menschen. Jede noch so kleine Berührung löst erst elektrische und dann chemische Reaktionen aus. Jede Änderung des Zustands wird sofort registriert. Sie sehen, hören und spüren mit Zellen ihres Körpers. Sie haben zum Beispiel viele Rezeptoren für Licht. Es gibt Pflanzen, die mühelos Sonnenstrahlen von reflektiertem Licht unterscheiden können. Besonders berührungsempfindlich sind die Wurzeln. Sie reagieren auf Berührungen, die 100 bis 1000 Mal kleiner sind als solche, die ein Mensch oder Tier wahrnimmt.

    Stichwort Wurzeln: es gibt ja solche, die zielstrebig auf Mineralien zuwachsen.

    Ja, sie scheinen schon aus der Ferne zu spüren, wo die Quellen oder Nährstoffe oder wo stressreiche Regionen sind. Es gibt solche, die salzhaltige Gebiete grossräumig umwachsen. Aber fragen Sie mich nicht, wie sie das spüren können. Das weiss man noch nicht.
    Zurück zur Kommunikation: Wann wählen die Pflanzen die elektrische Sprache, wann die chemische?

    Innerhalb einer Pflanze erfolgt die Kommunikation auf beide Arten, von Pflanze zu Pflanze eher über Duftstoffe. In der pflanzeninternen Kommunikation spielen die klassischen pflanzlichen Hormone und verschiedene Signalmoleküle eine wichtige Rolle.

    Wozu dient denn die Kommunikation zwischen den Pflanzen? Warnen Sie einander vor Feinden oder informieren sie sich über Veränderungen in ihrer Umgebung?

    Leider wissen wir noch sehr wenig. Aber es ist bekannt, dass sich Pflanzen mittels chemischer Kommunikation besser vor Angreifern schützen können. Genau diese Fragen möchten wir wir durch unsere Forschungen im Bereich der pflanzlichen Neurobiologie klären.

    Die Pflanzen kommunizieren ja nicht nur untereinander, sondern auch mit Tieren. Sie locken mit Hilfe von Duftstoffen die Feinde ihrer Feinde an. Der Mais ruft zum Beispiel eine Nutzwespe zu Hilfe, die Eier in Raupen legt, welche ihn bedrohen. Was bieten sie ihren Verbündeten denn als Lohn an?

    Sie produzieren zum Beispiel Früchte, die Tiere, aber auch Menschen essen können. Das dient dazu, die Samen zu verbreiten. Das Nahrungsangebot spielt beim Anlocken generell eine wichtige Rolle. Manchmal täuschen die Pflanzen den Lohn aber auch nur vor. Es gibt eine Orchidee, die Formen, Farben und Düfte produziert, welche die Insektenmännchen glauben lassen, sie hätten ein Weibchen vor sich. Mit den Kopulationsversuchen tragen die Männchen zur Bestäubung der Orchidee bei. Das ist ziemlich raffiniert.

    Die chemische Kommunikation mit anderen Pflanzen und Tieren kostet die Pflanze ziemlich viel Energie, welche ihr fürs Wachstum fehlt. Warum nimmt sie dies auf sich?

    Auch da tappen wir noch ziemlich im Dunkeln. Aber die Antwort ist wahrscheinlich einfach: Jeder lebende Organismus muss kommunizieren, um zu überleben. Nur wer Informationen über Veränderungen aufnimmt und schnell daraus lernt, kann richtig darauf reagieren und überleben. Pflanzen stehen dauernd unter Stress, weil sie sich nicht bewegen und damit auch nicht fliehen können. Der Informationsfluss und die kommunikative Vernetzung dienen dazu, diesen Stress zu bewältigen. Aus jedem Stress kann man lernen.

    Die Pflanzen könnten ihre Feinde ja auch direkt mit ihren Duftstoffen in die Flucht schlagen. Warum wählen sie die aufwändigere Strategie?

    Sie sind tatsächlich in der Lage, toxische Stoffe zu produzieren, mit denen sie ihre Feinde sogar töten können. Aber sie wollen das offenbar nicht. Mann könnte spekulieren, dass sie irgendwie spüren oder wissen, dass sie uns, also Menschen und Tiere, auch brauchen. Aber was genau in ihnen vorgeht, wissen wir nicht. Und auch nicht, ob Pflanzen Schmerzen empfinden. Das ist lange kategorisch ausgeschlossen worden, weil man es nicht beweisen kann. Dabei kann man es genau so wenig ausschliessen. Die Wissenschaft hat leider die Tendenz, Dinge zu verneinen, über die noch zu wenig Wissen existiert.

    Welchen Einfluss hat die biologische Vielfalt in der Umgebung und die Gesundheit des Bodens auf die Pflanzenkommunikation? Anders gefragt: Herrscht in der Monokultur Funkstille?

    Auch darüber wissen wir noch wenig. Und auch das möchten wir herausfinden.

    Das gilt wohl auch für die Frage, welchen Einfluss negative Umweltfaktoren wie Smog, Dürre wegen des Klimawandels, usw. auf die Kommunikationsfähigkeit der Pflanzen haben…

    Auch hierauf bleibt mir nur dieselbe Antwort

    blatt-unter-mikroskopHalten wir dennoch fest: Pflanzen können mit ihrer Umgebung interagieren und Strategien für ihr Überleben entwickeln. Sie planen die Zukunft. Kann man also von Intelligenz sprechen?

    Das hängt davon ab, was man unter Intelligenz versteht. Wir Menschen definieren den Begriff im Bezug auf unsere Fähigkeiten. Über eine solche „menschliche” Intelligenz verfügen Pflanzen natürlich nicht, aber sie haben eine eigene Form von Intelligenz. Sie lösen andere Probleme auf andere Weise, aber sie lösen sie sehr geschickt. Indem sie Dinge wahrnehmen, daraus lernen und sich optimal anpassen.

    Wagen Sie einmal eine Prognose: Was werden Sie und ihre Kollegen in den nächsten Jahren noch über die Sinnesleistungen der Pflanzen herausfinden? Und über deren Kommunikation?

    Das ist schwierig zu sagen. Man kann auf diesem Gebiet noch nicht frei forschen, und man bekommt auch kein Geld dafür. Es wird also noch einige Zeit dauern, bis diese Fachrichtung anerkannt ist und grössere Fortschritte möglich werden.

    Eine nicht ganz ernst gemeinte Frage zum Schluss: Meine Mutter sagt immer, man müsse den Pflanzen mit dem Wegwerfen drohen, wenn sie nicht wachsen. Das habe bei ihr immer funktioniert, die Pflanzen seien plötzlich wieder gewachsen…

    (lacht). Möglich ist alles. Ich schliesse nichts aus, so lange nicht das Gegenteil bewiesen ist.

    http://www.ithaka-journal.net/wie-pflanzen-kommunizieren
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  8. #48
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    Böse Re: Alles zum Thema Planzen, Obst und Gemüse

    Ergänzend zu diesem Thema hier ein älterer Bericht von 2007....
    gruß n.i.c.t


    Wenn Pflanzen sprechen

    Wenn man die Sprache der Pflanzen hören könnte, dann wäre es laut im Wald: Bäume und Kräuter flüstern, schwatzen und klagen. Sie warnen bei Gefahr und rufen Verbündete zu Hilfe. Einige Arten sind wahre Kommunikationskünstler.

    Doch wir können ihre Stimmen nicht hören, ihre Sprache besteht nicht aus Worten, sondern aus Düften. Sie zu untersuchen und zu verstehen haben sich die Forscher vom Max-Planck-Institut für Chemische Ökologie in Jena zum Ziel gesetzt.


    Da Pflanzen an ihren Standort gebunden sind, brauchen sie Verbündete. Zur Sicherung ihrer Fortpflanzung sind viele von ihnen auf Insekten angewiesen. Deshalb bilden sie Blüten in auffälligen Farben und mit intensiven Düften, um die Bestäuber anzulocken, und belohnen sie mit Nektar und Pollen für ihre Arbeit. Weil Pflanzen auch nicht vor ihren Feinden davonlaufen können, haben sie viele Strategien entwickelt, um sich gegen gefräßige Parasiten zu wehren. Sie sind besetzt mit Stacheln und Haaren, um sich die Biester vom Leib zu halten, oder sie machen ihnen mit Giftstoffen den Garaus.

    Oft reichen diese Abwehrstrategien aber nicht aus, da Insekten im Laufe der Evolution sehr schnell resistent gegen solche Waffen werden. Da hilft nur eine Allianz mit dem Feind des Feindes. So erzeugen zum Beispiel Maispflanzen einen Duftstoff, wenn sie von Raupen angefallen werden. Deren natürliche Feinde, die Schlupfwespen, folgen dem chemischen Hilferuf, da er leichte Beute verspricht. Sie legen ihre Eier in die Raupen ab, und die Larven, die daraus schlüpfen, fressen sie von innen her auf.

    Solche indirekte Verteidigung ist im Pflanzenreich weitverbreitet. Wie aber wissen die Pflanzen, dass sie von Parasiten angegriffen werden? Als Ted Turling von der Universität Neuenburg gemeinsam mit den Forschern von Jena versuchte, Maispflanzen einen Hilferuf zu entlocken, blieben sie zunächst erfolglos. Die mechanische Verletzung der Blätter reichte offensichtlich nicht aus. Also bestrichen sie die Blätter mit dem Kot der Raupen, erhielten aber wiederum keine Reaktion. Erst als sie den Speichel der Raupen sammelten und auf den verletzten Blättern verteilten, begannen die Pflanzen, Duftsignale auszusenden.

    Besonders wehrhaft ist die Tabakpflanze, deren Gift die Menschen so gerne als Suchtmittel missbrauchen. Wird sie angegriffen, so beginnt sie, Nikotin in ihren Blättern anzureichern. Um Energie zu sparen, produziert sie das Gift nur dann in hohen Konzentrationen, wenn es nötig ist. Die meisten Feinde schlägt sie so in die Flucht, nicht aber die Raupen des Tabakschwärmers. Ihnen kann das Nervengift nichts anhaben, im Gegenteil: Sie speichern das Nikotin sogar in ihrem Körper, um sich selbst gegen Fressfeinde zu schützen. Doch die Tabakpflanze erkennt, mit wem sie es zu tun hat: Wird sie von den Raupen befallen, so produziert sie statt Nikotin einen anderen Stoff, der deren Verdauung schädigt. Zusätzlich sondert sie einen bestimmten Duftstoff ab, der natürliche Feinde des Tabakschwärmers anlockt.

    Pflanzen können aber nicht nur mit Insekten kommunizieren, sondern unterhalten sich vorzugsweise untereinander. Viele stoßen bei Fraßschädigung ein Duftsignal aus, das von anderen Pflanzen wahrgenommen werden kann. Diese sind so gewarnt und können die Stoffwechselwege für die Verteidigung aktivieren. Diese Art von Kommunikation funktioniert sogar über die Artgrenzen hinaus: Der wilde Tabak kann die Warnsignale von verletzten Exemplaren des Wüsten-Beifußes wahrnehmen und entsprechend darauf reagieren.

    Doch welchen Vorteil hat denn eine Pflanze, wenn sie ihre Konkurrenten auf die Gefahr vorbereitet? Die Evolutionstheorie lehrt uns doch, dass sich die konkurrenzstärksten Arten durchsetzen. Sie müssten doch profitieren, wenn die Pflanzen um sie herum krank werden oder gar sterben. Es blieben mehr Nährstoffe und Sonnenlicht für sie. Doch dieses Konkurrenzdenken greift zu kurz. Oft nehmen sich Pflanzen nicht nur gegenseitig Licht und Nährstoffe weg, sondern sie profitieren auch voneinander. So ist es bei Wassermangel unter Umständen besser, eine Nachbarpflanze zu haben, die vor trockenem Wind schützt und das Mikroklima durch das Verdunsten von Wasser verbessert. Genauso kann es sich lohnen, andere Pflanzen vor gefräßigen Schädlingen zu warnen, damit sie sich verteidigen können. Denn eine befallene Nachbarpflanze bildet eine Brutstätte für Ungeziefer und ist ein größerer Nachteil als ein gesunder Konkurrent.

    Könnte man solche Mechanismen nicht zur Schädlingsbekämpfung nutzen? Tatsächlich besaßen viele Nutzpflanzen ursprünglich solche Abwehrstrategien. Über die Jahrhunderte haben sie aber verlernt, Hilferufe auszustoßen, Nützlinge anzulocken und Schädlinge mit biochemischen Tricks abzuwehren. Bei der Zucht wurden sie nach dem Ertrag und nicht nach ihren sprachlichen Fähigkeiten selektiert. Es gibt verschiedene Bestrebungen, den Nutzpflanzen das Sprechen wieder beizubringen, damit sie sich wieder selbst verteidigen können. Damit könnte nicht nur die Umwelt von Pestiziden entlastet, sondern auch bares Geld gespart werden. Während die einen Forscher versuchen, den Pflanzen ihre Wehrhaftigkeit durch Rückkreuzung mit alten Sorten zurückzugeben, setzen andere auf Gentechnologie. So könnten den Nutzpflanzen durch Einsetzen der entsprechenden Gene auch Abwehrstrategien anderer Pflanzen beigebracht werden.

    Pflanzen können also auf unterschiedliche Situationen adäquat reagieren und sogar vorausplanen. Sie können Reize aufnehmen und verarbeiten und selber Signale aussenden. Erstaunlich für Wesen, die uns so passiv und unkommunikativ vorkommen. Anthony Trewavas von der Universität Edinburgh schreibt den Pflanzen sogar Intelligenz zu: "Die Fähigkeit der Pflanzen, sich flexibel an sich ändernde Umweltbedingungen anzupassen, zeugt von Intelligenz." Wilhelm Boland vom Max-Planck-Institut widerspricht heftig: "Mit Intelligenz hat das nichts zu tun, das sind die großen Regelkreise der Natur."


    http://www.welt.de/print-welt/article706610/Wenn_Pflanzen_sprechen.html
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  9. #49
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    Re: Alles zum Thema Planzen, Obst und Gemüse

    Photosynthese als Stromquelle


    Von der dynamischen Messung der Fotosynthese in lebenden Pflanzen zur Umwandlung von Sonnenlicht in Strom.

    Den Forschern des Nationalen Zentrums für wissenschaftliche Forschung (CNRS) ist es gelungen, die chemische Energie der Photosynthese in elektrische Energie umzuwandeln. Diese neue Strategie könnte es ermöglichen, aus der Solarenergie umweltfreundlich Elektrizität zu gewinnen. Diese Biobatterie könnte auch im medizienischem bereich anwendung finden.

    Bei der Photosynthese werden CO2 und H2O bei Lichteinstrahlung durch chemische Reaktionen der Pflanzen in Glucose und O2 umgewandelt. Die Forscher des Forschungszentrums Paul Pascal des CNRS haben eine Biobatterie entwickelt, die auf der Basis der beiden Produkte der Photosynthese (Glucose und O2) funktioniert, und die aus zwei durch Enzyme modifizierten Elektroden besteht. Diese Batterie wird in eine lebende Pflanze (hier einem Kaktus) eingefügt.


    Dank dieser auf O2 und Glucose empfindlich reagierenden Elektroden, ist es den Forschern gelungen, die Photosynthese in Echtzeit in vivo zu untersuchen. Sie konnten einen Anstieg des Stromflusses beim Einschalten einer Lampe und eine Verminderung beim Ausschalten beobachten. Sie haben auch zum ersten Mal die Veränderung der Glucose in Echtzeit beobachtet. Diese Methode eröffnet neue Wege zum besseren Verständnis der Mechanismen der Photosynthese.

    Die Forscher konnten ebenfalls nachweisen, dass eine in einen Kaktus integrierte Biobatterie eine Leistung von 9 mW pro cm2 erzeugen kann. Da der Wirkungsgrad proportional zur Intensität des Lichts ist, beschleunigt ein verstärkter Lichteinfall die Produktion von Glucose und O2, wodurch mehr Brennstoff erzeugt wird, um die Biobatterie zu betreiben. In ferner Zukunft könnte dieses Verfahren eventuell eine neue Strategie darstellen, um Solarenergie umweltfreundlich in Elektrizität umzuwandeln.von mir hinterfragt und umgesetzt...

    Neben diesem Ergebnis bestand das eigentliche Ziel dieser Arbeiten in der Entwicklung einer Biobatterie für medizinische Anwendungen. Diese würde unter der Haut (in vivo) autonom funktionieren, indem sie die chemische Energie aus dem in den physiologischen Flüssigkeiten natürlich vorkommenden Glucose-Sauerstoff-Paar schöpft. Sie könnte somit implantierte medizinische Objekte, wie z.B. autonome Sensoren unter der Haut zur Messung des Glucosewertes bei Diabetes-Patienten, versorgen.......
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    Re: Alles zum Thema Planzen, Obst und Gemüse




    Welches ist das größte Lebewesen der Welt?

    Der durchschnittliche deutsche Mann ist 1,80 Meter groß. Der Amerikaner Robert Wadlow, der am 15. Juli 1940 starb, legte fast einen Meter drauf. Doch seine 2,72 Meter, mit denen er bis heute unangefochten auf Platz eins im "Guinness Buch der Rekorde" steht, sind für andere Lebewesen ein Klacks. Schon die Blumen haben mehr zu bieten als der Mensch: 2,94 Meter erreichte die Titanwurz in der Stuttgarter Wilhelmina. Bis zu 35 Meter schafft ein Blauwal. Und der Stratosphere Giant, ein Küstenmammutbaum im "Humboldt Redwoods State Park" in Kalifornien, bringt es auf 112,83 Meter. Damit gilt er als der größte Baum der Erde. Dennoch, im Vergleich zum größten Lebewesen sind das alles Kinkerlitzchen!

    Das größte bekannte Geschöpf der Welt erstreckt sich über neun Quadratkilometer, das entspricht 1200 Fußballfeldern. Erst im Jahr 2000 wurde das Monsterwesen entdeckt. Denn es lebt im Untergrund. Seit 2400 Jahren wächst der Riesenhallimasch in der Erde des "Malheur National Forest" in Oregon, USA. Nur an Stümpfen und Stämmen zeigt der Ständerpilz seine gelblichen Hüte, die etwa zwölf Zentimeter hoch werden. Den größten Teil seines gewaltigen Körpers verbirgt der Megapilz unter der Erde. Er reicht fast einen Meter tief. Ganz langsam frisst sich der "Dunkle Hallimasch" (Armillaria ostoyae) von Baum zu Baum durch den Waldboden, bohrt sich durch das Erdreich, indem er schwarzbraune, millimeterdicke Fäden vorantreibt. Diese sogenannten Rhizomorphe können länger als drei Meter werden und bilden jenes zusammenhängende Geflecht namens Myzel, das sich mittlerweile kilometerweit erstreckt.
    Eine Gruppe honiggelber Pilze wächst um einen Baumstamm herum aus dem Boden. (Rechte: Mauritius)

    Ver*wand*ter des Rie*sen: Ho*nig*gel*ber Hal*li*masch


    Auf seinem Weg wird der Riese zum Killer. Kaum sind die Pilzfäden in einen Baum eingedrungen, saugt der Hallimasch Wasser, Zucker und andere Nährstoffe auf. Seine Lieblingsspeise sind Nadelbäume wie Tannen und Douglasien. Die Bäume bilden Wundgewebe, um den Parasiten abzuwehren. Gelingt das nicht, kriecht der Pilz immer weiter den Stamm hinauf. Weißlicher Schleim überzieht das Innere der Rinde, der Baum stirbt. Dass der Hallimasch von Oregon sein enormes Ausmaß erreichen konnte, erklären die Pilzkundler mit dem trockenen Klima im Osten des Bundesstaates. Weil es dort so wenig regnet, kommen die Fruchtkörper nur selten aus dem Boden. Ohne Fruchtkörper kann der Hallimasch sich nicht geschlechtlich fortpflanzen, Nachwuchs bleibt aus, so dass der alte Pilz Platz findet, sich ungehemmt auszudehnen.

    Den Giganten entdeckten die Forscher um Forstwissenschaftlerin Catherine Parks mit Hilfe von Luftaufnahmen. In Gebieten, in denen der Wald krank war, sammelten sie 112 Proben pilzbefallener Wurzeln. Die überraschende Erkenntnis bei der Genanalyse: 61 der Proben stammten von demselben Hallimasch. Als sie ihre Werte auf eine Landkarte übertrugen, dämmerte den Forschern, welch einem Riesen sie da auf die Spur gekommen waren. 600 Tonnen wiegt er schätzungsweise - mehr als vier Blauwale. Der Vielfraß hat aber auch seine guten Seiten: Der Dunkle Hallimasch befällt nicht nur gesunde Pflanzen, sondern verspeist auch totes Holz - und recycelt so das organische Material.

    Der Hallimasch kommt auch in deutschen Wäldern reichlich vor, wenn auch nicht in der amerikanischen Größenordnung. Er ist ein begehrter Speisepilz. Roh ist er allerdings giftig. Und selbst bei gründlich gegarten Pilzen kann es zu Unverträglichkeiten kommen. Wo der deutsche Name herkommt - dazu gibt es sehr widersprüchliche Angaben. Die einen leiten ihn von "Heil im Arsch" her. Denn ihm wird eine heilende Wirkung bei Hämorrhoiden nachgesagt. Die anderen aber vermuten, er komme von "Höll' im Arsch", denn rohe oder nicht genügend gekochte Pilze wirken stark abführend..............
    gruß n.i.c.t
    http://www.planet-wissen.de/natur_technik/pilze/gift_und_speisepilze/wissensfrage_groesste_lebewesen.jsp
    Wenn man 1 Tag glücklich sein will,
    dann genießt man sein Lieblingsessen!
    Wenn man 1 Jahr glücklich sein will,
    dann heiratet man eine Frau!
    Und wenn man für immer glücklich sein will,
    dann wird man Gärtner!(altes chinesisches Sprichwort)

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