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Thema: Fluten / Überschwemmungen / Wassermassen

  1. #101
    Redakteur Avatar von Angeni
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    Re: Fluten / Überschwemmungen / Wassermassen

    Unwetter in Mittel- und Südamerika
    Durch die anhaltenden schweren Regenfälle und Erdrutsche in Mittelamerika sind in den
    vergangenen Tagen mehr als 70 Menschen ums Leben gekommen.
    Auch in Kolumbien Unwettertote
    In Kolumbien rissen die Fluten am Samstag drei Kinder in den Tod.
    Am Sonntag erfasste eine Schlammlawine sechs Menschen auf einer Bergstrasse,
    sie starben. Für die kommenden Tage sei weiterhin mit heftigem Regen und
    Schlammlawinen zu rechnen, teilten Meteorologen mit.


    LG Angeni

    Quelle:
    http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/erdrutsche_und_ueberschwemmungen_in_mittelamerika_ 1.13021873.html
    Sonnige Grüsse
    Angeni



    Die Wissenschaft hat die Ganzheit getrennt und je detaillierter man das Atom in seinem
    Kern erforscht hat, desto weiter sind wir von uns selber weg gekommen
    - Angeni

  2. #102
    Redakteur Avatar von Angeni
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    Re: Fluten / Überschwemmungen / Wassermassen

    Hier ein Video zu den aktuellen Überschwemmungen auch in Mittelamerika:



    LG Angeni
    Sonnige Grüsse
    Angeni



    Die Wissenschaft hat die Ganzheit getrennt und je detaillierter man das Atom in seinem
    Kern erforscht hat, desto weiter sind wir von uns selber weg gekommen
    - Angeni

  3. #103
    Erfahrener Benutzer Avatar von Ruthle
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    Re: Fluten / Überschwemmungen / Wassermassen

    Hochwasserkatastrophe in Thailand
    Regierungschefin lässt Bangkok fluten
    http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,792943,00.html
    "wo ein Wille ist, ist ein Weg, der Weg ist das Ziel"

  4. #104
    Lisa
    Gast

    Re: Fluten / Überschwemmungen / Wassermassen

    Bangkok:
    Wasser kurz vor Flughafen Don Mueang


    Dämme brachen und der Chao Phraya River trat über die Ufer: Das Vorhaben, das Wasser kontrolliert durch Bangkok zu leiten, um es im Osten ins Meer fließen zu lassen, scheint nicht ganz planmäßig abzulaufen.


    [img_lytebox=Ein Zug in der Nähe des Bahnhofes Don Mueang:2bslyavu]http://www.thailandtip.net/typo3temp/pics/8c2282698d.jpg[/img_lytebox:2bslyavu]


    Ein Zug in der Nähe des Bahnhofes Don Mueang

    Unterschätzt wurde offensichtlich, mit welcher Gewalt sich das Wasser Lücken sucht und mit welchem Druck es auf den Dämmen lastet.

    Das Wasser drang im Norden in den Bezirk Don Muang ein, aber nicht über den dort verlaufenden Kanal, sondern von der anderen Seite. Die Fluten ergossen sich via Pathum Thani und Rangsit in den Bangkoker Stadtbezirk. Kritisch wurde die Lage im Norden, als das Wasser nicht mehr weit vom Flughafen Don Mueang entfernt war.

    Fieberhaft wurden dort Deiche erhöht und verstärkt, ebenso an den Ufern des Chao Phraya, als plötzlich der Pegel anstieg. Der Stadtverwaltung (Originalzitat BMA: „Der Pegel des Chao Phraya River stieg aus völlig unerklärlichen Gründen plötzlich an.“) blieb nichts anderes übrig, als die Anwohner der Häuser am Fluss auf Evakuierungsmaßnahmen vorzubereiten.

    Experten warnen, dass das Wasser wochenlang in Bangkok stehen könnte, für Thonburi wurde ein Hochwasserstand von einem Meter vorhergesagt.

    Premierministerin Yingluck forderte alle Einwohner der Hauptstadt auf, ihre Habe in höher gelegene Etagen zu schaffen.

    Ein weiteres Problem ist die Kanalisation: Der Druck des Hochwassers lässt das Wasser wie artesische Brunnen aus den Gullys sprudeln, so geschehen im Bezirk Phra Kanong.

    http://www.thailandtip.net/

  5. #105
    Lisa
    Gast

    Re: Fluten / Überschwemmungen / Wassermassen

    Hochwasser in Bangkok
    Keine Garantie, dass die Dämme halten

    In Bangkok steigt das Hochwasser unaufhaltsam: Weitere Bezirke der Millionenmetropole und das Geschäftszentrum sind bedroht. Die Regierung versucht zu beruhigen.




    Obst, Gemüse und jede Menge Plastikmüll schwimmen durch die Straßen von Bangkok in der Nähe eines Marktes© Sukree Sukplang/Reuters

    Zahlreiche Dämme in der thailändischen Hauptstadt Bangkok können den Wassermassen kaum noch standhalten. Damit droht die Flut immer näher an das Geschäftsviertel zu heranzukommen. Der Gouverneur warnte die Einwohner von sechs weiteren Bezirken in der Nacht zu Montag vor bis zu 80 Zentimeter hohen Überschwemmungen. Es gebe keine Garantie, dass die Dämme halten. Er rief die Einwohner auf, ihre Wertsachen in Sicherheit zu bringen und sich auf die Flucht vorzubereiten. Einer der bedrohten Bezirke ist nur noch rund zehn Kilometer vom Geschäftszentrum der Millionen-Metropole entfernt.

    Etwas weiter nördlich wurde der Campus der Thammasat-Universität so stark überschwemmt, dass das dortige Notaufnahmezentrum für rund 3500 Hochwasserflüchtlinge schließen musste. Trotz der zwei Meter hohen Flut war zwar niemand in Gefahr, doch fielen Strom- und Wasserversorgung aus. Die Menschen wurden mit Bussen in andere Notunterkünfte gebracht. Auch im Thanyaburi-Gefängnis stieg der Wasserstand auf rund 80 Zentimeter. Die mehr als 1000 Häftlinge wurden in andere Gefängnisse in den Provinzen verlegt.

    Thailands Regierungschefin Yingluck Shinawatra inspizierte zusammen mit Gouverneur Sukhumbhand Paribatra am Montag eine Pumpstation am Phra-Khanong-Kanal. Sie lobte die Krisenarbeit der Hauptstadtbehörden. Auch der Gouverneur blieb zuversichtlich, dass die 50 Bezirke Bangkoks trotz vereinzelter Überschwemmungen insgesamt glimpflich davonkommen werden.
    Wahrzeichen Bangkoks kurz vor der Überflutung

    Mehr als 20 der rund 780 Tankstellen in Bangkok mussten wegen der Wassermassen vorübergehend schließen. Die wichtigsten entlang der Hauptverkehrsstraßen wurden aber später wieder geöffnet, berichtete die Zeitung "Nation" unter Berufung auf das Energieministerium. Demnach droht kein Sprit-Engpass.

    Inzwischen hat das Wasser im Fluss Chao Phraya die Oberkante der verstärkten Deiche erreicht. Das Gewässer fließt keine 100 Meter vom alten Königspalast entfernt. Dort waren am Montag noch Touristen unterwegs. Der Fährverkehr auf dem Chao Phraya wurde eingestellt. Tausende Menschen nutzen die kleinen Boote, um zur Arbeit zu kommen.

    In einigen Regionen nördlich von Bangkok hatten aufgebrachte Bewohner versucht, den Dammbau zu behindern. Sie fürchteten, dass sich das Wasser dadurch auf ihren eigenen überschwemmten Straßen und Feldern stauen und langsamer ablaufen könnte. Die Regierung verbot ihnen daraufhin, sich Deichen, Dämmen, Schleusen und Pumpstationen zu nähern.

    http://www.stern.de/panorama/hochwasser-in-bangkok-keine-garantie-dass-die-daemme-halten-1742618.html

  6. #106
    Gast

    Re: Fluten / Überschwemmungen / Wassermassen

    Wolkenbruch verschärft Situation nochmals

    Dammbruch im Norden Bangkoks


    Etwa 35 km nördlich der Hauptstadt Bangkok ist in Thailand durch die Hochwasser ein wichtiger Damm gebrochen. In dem Gebiet um den alten Flughafen Don-Mueang droht nun eine Flutwelle von 1,5 Metern Höhe. Die rund 30.000 betroffenen Menschen wurden aufgefordert, sich sofort in Sicherheit zu bringen. Zudem verschärft ein Wolkenbruch die Situation vor Ort.


    Bangkoks Innenstadt ist noch immer vom Hochwasser bedroht - Im Norden nach Dammbruch 30.000 Menschen evakuiert

    Menschen zerstören Abschnitte der Dämme

    Nach Angaben des Krisenzentrums zerstörten einige Anwohner die Dämme bereits zum Teil selbst. Die Dämme schützen nur die Hauptstadt - viele Anwohner befürchten, dass dadurch das Wasser langsamer aus ihren eigenen Straßen und Feldern abfließt. Durch die Zerstörungen der Dämme gelangen weitere Wassermassen in Richtung Bangkok.

    Kritischer Pegelstand bei 2,5 Metern

    Inzwischen erreicht der Chao Phraya-Fluss, der durch die dicht besiedelte westliche Innenstadt Bangkoks fließt, neue Rekordpegelstände. Der Gouverneur gab den Medien gegenüber jedoch bekannt, dass der Pegelstand bisher unterhalb des kritischen Pegelstandes von 2,5 Metern geblieben ist.

    Wolkenbruch verschärft Situation in der Hauptstadt

    Am Abend verschärfte zudem ein schwerer Wolkenbruch die Situation vor Ort - jeder weitere Niederschlag erhöht die Pegel der bereits überfüllten Abwassersysteme noch weiter. Zwar ist in den kommenden Tagen in der Region nicht mit besonders starken Regenfällen zu rechnen, jedoch kommt es immer wieder in den Nachmittags- und Abendstunden (Ortszeit) zu Schauern und teilweise auch Gewittern, was jedoch für diese Region üblich ist.

    Drei freie Tage angesetzt

    Inzwischen hat die Regierung in Thailand von Donnerstag bis Montag für Schulen Regierungsgebäude und Institutionen des öffentlichen Dienstes freie Tage angesetzt. Die Menschen sollen Zeit bekommen, sich selbst und ihr Hab und Gut in Sicherheit zu bringen, hieß es seitens der Regierung. Thailand befindet sich seit Wochen in der schlimmsten Flutkatastrophe seit Jahrzehnten. Über neun Millionen Menschen verloren ihre Häuser. Mehr als 350 Menschen verloren bei den Fluten ihr Leben.

    http://www2.wetterspiegel.de/de/nachrichten/update-hochwasser-rueckt-immer-naeher-an-bangkoks-innenstadt-heran-184004.html

  7. #107
    Gast

    Re: Fluten / Überschwemmungen / Wassermassen

    Bangkok: Flucht nach Dammbruch

    Rund 35 Kilometer nördlich der thailändischen Hauptstadt hat das Hochwasser einen wichtigen Damm zerstört. Das Krisenzentrum forderte die Einwohner südlich der gebrochenen Barriere dringend zur Flucht auf.

    Auch am Raphipat-Kanal zwischen der schwer überschwemmten alten Königsstadt Ayutthaya und Bangkok haben die Fluten die Deiche aufgeweicht. Damit schwappten zusätzlich Unmengen Wasser in Richtung der Millionen-Metropole.






    Wasserstand steigt weiter

    Alarm für 30.000 Menschen bei Bangkok: Rund 35 Kilometer nördlich der thailändischen Hauptstadt hat das Hochwasser am Dienstag einen wichtigen Damm zerstört. Das Krisenzentrum FROC forderte die Einwohner südlich der gebrochenen Barriere dringend zur Flucht auf. Der Umgebung drohe eine bis zu eineinhalb Meter hohe Flutwelle, sagte der Direktor des Krisenzentrums, Justizminister Pracha Promnok.

    „Die Anrainer müssen aus Sicherheitsgründen so schnell wie möglich gehen“, sagte der Minister. Die Armee stehe mit Lastwagen bereit, um den Menschen bei der Flucht zu helfen. Der Sprecher des Krisenzentrums schätzte die Zahl der Betroffenen auf rund 30.000.

    Dämme zum Teil von Anrainern abgerissen

    Auch am Raphipat-Kanal zwischen der überschwemmten alten Königsstadt Ayutthaya und Bangkok haben die Fluten die Deiche aufgeweicht. Damit flossen zusätzlich Unmengen Wasser in Richtung der Millionenmetropole. Nach Angaben des Krisenzentrums hatten aufgebrachte Anrainer die Dämme zum Teil mit Absicht eingerissen. Sie glauben, dass die Barrieren nur Bangkok schützen und so verhindern, dass das Wasser aus ihren überschwemmten Gebieten schneller abfließt.


    Die Menschen versuchen sich und ihre Habseligkeiten in Sicherheit zu bringen

    Die Pegelstände des Flusses Chao Phraya, der durch die dicht besiedelte westliche Innenstadt Bangkoks fließt, erreichten fast Rekordhöhe. Das Hochwasser blieb aber zunächst unterhalb der 2,50 Meter hohen Dammoberkante, sagte Gouverneur Sukhumbhand Paribatra. Auch in der Nähe des Königspalastes waren die Straßen trocken, berichtete der Besitzer des Arun-Residence-Hotels, das direkt am Wasser liegt.
    Drei freie Tage

    Die thailändischen Behörden setzten unterdessen angesichts befürchteter weiterer Überschwemmungen drei freie Tage an. Schulen, Regierungsgebäude und Institutionen des öffentlichen Dienstes sollen von Donnerstag bis einschließlich Montag geschlossen bleiben, wie ein Behördenvertreter nach einer Sondersitzung des Kabinetts der thailändischen Regierung am Dienstag sagte. Das solle den Menschen Zeit geben, sich selbst sowie ihr Hab und Gut in Sicherheit zu bringen. Die Schulferien wurden bis 15. November verlängert. Private Unternehmen mit Ausnahme der Lebensmittelhersteller wurden gebeten, ihre Angestellten auf Wunsch freizustellen.


    Die Infrastruktur ist in manchen Teilen der Haupstadt zum Erliegen gekommen

    Die Maßnahme gilt demnach für die Hauptstadt Bangkok sowie für 20 weitere Provinzen des Landes, die von den schweren Unwettern betroffen sind. Die Behörden in Bangkok rechnen damit, dass der Chao Phraya bis zum Wochenende eine Höhe von 2,60 Metern erreicht - die Dämme sind im Durchschnitt nur 2,50 Meter hoch.

    Flughafen geschlossen


    Nach dem Bruch der Flutbarriere ist der Inlandsflughafen der Stadt nicht mehr sicher. Die Flughafenaufsicht kündigte am Dienstag die Schließung des Don-Mueang-Airports an. Hochwasser aus den Überschwemmungsgebieten drohe die Landebahnen zu überfluten. Nach Informationen von Lokalmedien schwappte schon Wasser in die Abfertigungshallen.

    Don Mueang ist der alte Flughafen Bangkoks, rund 20 Kilometer nördlich des Stadtzentrums. Er war im Jahr 2006 mit der Eröffnung des Suvarnabhumi-Airports im Westen der Stadt zunächst geschlossen, dann aber für einige Inlandsflüge wieder geöffnet worden. An dem Flughafen ist auch das Krisenzentrum der Regierung angesiedelt.
    „In höchster Alarmbereitschaft halten“

    „Ich wiederhole noch einmal meine Warnung an alle, die in der Nähe wohnen“, sagte der Gouverneur von Bangkok, Sukhumbhand Paribatra. Die Menschen sollten „ihre Habseligkeiten in Sicherheit bringen und sich in höchster Alarmbereitschaft halten“. Bangkok bereitet sich seit Tagen auf weitere schwere Überschwemmungen vor und verstärkte etwa den Schutz der Altstadt und des Finanz- und Handelszentrums.

    Thailand erlebt seit mehr als zwei Monaten die heftigsten Regenfälle und Überschwemmungen in Jahrzehnten. Mehr als 350 Menschen kamen ums Leben, neun Millionen Menschen verloren ihre Häuser. Für den Wiederaufbau der zerstörten Regionen stellte die Regierung 225 Milliarden Baht (5,26 Milliarden Euro) zur Verfügung.

    http://orf.at/stories/2086100/2086099/

  8. #108
    Redakteur Avatar von Angeni
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    Re: Fluten / Überschwemmungen / Wassermassen

    Dangerous flooding in Dublin Oct 24- 2011



    LG Angeni
    Sonnige Grüsse
    Angeni



    Die Wissenschaft hat die Ganzheit getrennt und je detaillierter man das Atom in seinem
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    - Angeni

  9. #109
    Lisa
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    Re: Fluten / Überschwemmungen / Wassermassen

    Bangkok könnte wochenlang unter Wasser stehen

    Die Sorge vor einer Überschwemmung der Innenstadt von Bangkok wächst. Das Hochwasser im Fluss Chao Phraya hat am Mittwoch eine Rekordmarke von 2,40 Metern erreicht. Brechen die Dämme, könnte Bangkok die nächsten vier Wochen unter Wasser stehen.





    Das Hochwasser in Bangkok hat sich am Mittwoch weiter einem Terminal des zweitgrößten Flughafens der Stadt genähert. Mehr als 1.000 Menschen, die dort in Notunterkünften untergebracht waren, ergriffen bis zum Morgen die Flucht. Auch neue Warnungen der thailändischen Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra schürten die Sorge vor einer Verschlimmerung der Lage.

    In einer Fernsehansprache am Dienstagabend erklärte sie, dass die Wassermassen in Zusammenhang mit dem monatlichen Hochstand der Gezeiten am Freitag und Samstag die Schutzwälle überwinden könnten. In tiefer gelegenen Stadtteilen sei dann mit bis zu anderthalb Metern Hochwasser zu rechnen.

    Die Sorge vor einer Überschwemmung der Innenstadt von Bangkok wächst. Das Hochwasser im Fluss Chao Phraya, der durch den dicht besiedelten Westteil der thailändischen Hauptstadt fließt, hat am Mittwoch eine Rekordmarke von 2,40 Metern erreicht.

    Die Flutbarrieren sind 2,50 Meter hoch. Regierungschefin Yingluck Shinawatra rief die Behörden dazu auf, den Abfluss des Wassers aus den Überschwemmungsgebieten weiter zu beschleunigen. „Wir hoffen, dass die Innenstadtbereiche trocken bleiben“, sagte sie. Anderenfalls könnte die Stadt bis zu vier Wochen unter Wasser stehen.

    Kopfzerbrechen bereitet den Behörden, dass im Golf von Thailand zum Wochenende ein besonders hoher Wasserstand bei Flut erwartet wird. Das drückt in die Mündung des Chao Phraya und könnte den Wasserpegel auf 2,60 Meter erhöhen, sagte ein Sprecher der Marine im Fernsehen. Dann würde das Wasser in die tiefliegenden Stadtteile entlang des Flusses strömen.

    Hotels in der Innenstadt bereiteten sich auf die Möglichkeit vor, dass auch die belebte Sukhumvit Road überschwemmt werden könnte. Dazu gehört das Fünf-Sterne-Nai Lert Hotel im Herzen des Geschäftsviertels. „Wir haben alle tief liegenden Ausgänge zum Garten und Pool mit PVC-Platten geschützt und das mit Silikon abgedichtet“, sagt Hotelmanager Torsten Pinter.

    Eine Küche wurde aus dem Untergeschoss auf die Höhe der Lobby verlegt. Die höher gelegenen Veranstaltungsräume werden zur Lagerung von Vorräten genutzt. „Bei der undurchsichtigen Nachrichtenlage bereiten wir uns auf alles vor“, sagte Pinter.

    Die Regierung hat die Tage von Donnerstag bis Montag zu Feiertagen erklärt. So brauchen viele Bangkoker nicht zu arbeiten und können die Stadt verlassen oder ihre Häuser und Wohnungen besser schützen.

    Das Krisenzentrum der Regierung (Froc) operiert weiter von dem wegen Hochwassers geschlossenen Don Muang-Flughafen aus. Die Mitarbeiter seien im zweiten Stock, sagte ein Sprecher. Die Behörden werden wegen chaotischer Planung und irreführender Angaben immer schärfer kritisiert. Mitarbeiter widersprechen sich gegenseitig, wo die Gefahrenzonen sind, welche Deiche halten und welche nicht.

    Ein US-Flugzeugträger, der eigens mit Hubschraubern für Evakuierungen in den Golf von Thailand gekommen war, fuhr unverrichteter Dinge wieder ab, berichtete die „Bangkok Post“. Es sei nie eine Bitte um Hilfe eingegangen, sagte ein US-Sprecher der Zeitung.dpa/dapd/cb

    http://www.morgenpost.de/vermischtes/article1806106/Bangkok-koennte-wochenlang-unter-Wasser-stehen.html?slideshowpage=30






    http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,793839,00.html

  10. #110
    Lisa
    Gast

    Re: Fluten / Überschwemmungen / Wassermassen

    Student in der Flutkatastrophe
    Uni unter in Bangkok





    Das Hochwasser überraschte Dominik Köppl, 24, während seines Auslandsstudiums in Bangkok. Er reiste nicht ab, sondern packt Hilfspakete und füllt Sandsäcke. Am Strand liegen wollte er nicht, während sein Gastgeberland davonschwimmt - und so lange es Strom gibt, wird er bleiben.


    Die braune Brühe steht mir bis über die Hüfte. Sonst ist die Straße vor unserem Haus mit Menschen, Taxis und Tuk-Tuks überfüllt, seit das Wasser steigt und steigt, fahren nur noch Militärlastwagen und zu Booten umfunktionierte Badewannen.

    Ich wate zum nächsten Laden, um Wasser zu kaufen. Die Bewohner Bangkoks bunkern Wasserflaschen und Fertignudeln, Milch, Eier, Babynahrung - auch Batterien und Toilettenpapier sind begehrt. Viele Läden sind deswegen leer, nur ein paar Kaugummis und Softdrinks stehen noch in den Regalen. Auf einer Brücke zum nächsten Laden mit Wasservorräten haben Thailänder ihre Autos geparkt - in der Hoffnung, dass sie hier nicht untergehen.

    Seit August studiere ich im Rahmen eines Austauschprogramms für ein Semester Volkswirtschaftslehre an der Thammasat-Universität in Bangkok. Nachdem ich schon in Deutschland, Südafrika und Dänemark studiert habe, wollte ich Asien kennenlernen. Die Uni hat einen hervorragenden Ruf, bietet Programme auf Englisch an und liegt in der Altstadt zwischen dem Touristen-Highlight Königspalast und der Backpacker-Meile Khao-San-Road. Perfekt, dachte ich. Anfangs machte ich mir Sorgen wegen der Wahlen im Sommer. Ich hatte mit politischen Unruhen gerechnet, nicht mit einer Naturkatastrophe.

    Niemand weiß, wann die Uni wieder öffnet

    In den ersten beiden Monaten reiste und feierte ich viel, ganz so wie ich mir das für mein Auslandssemester in Thailand vorgestellt hatte. Mein Master an der Thammasat-Universität ist ein Teilzeit-Programm, das heißt die meisten Studenten arbeiten Vollzeit und studieren in der Freizeit. Die Vorlesungen sind meist spät abends und am Wochenende. Unter der Woche reisten wir zu Inseln im Süden, zu den Tempeln in Ayutthaya und zu den weltbekannten Wasserfällen in Kanchanaburi. Viele Austauschstudenten nutzten die billigen Flüge innerhalb Südostasiens für Kurztrips in andere Länder.

    Es gab schon zu Anfang meiner Zeit hier vereinzelt Überschwemmungen in Thailand, aber niemand von uns rechnete damit, dass die Hauptstadt überschwemmt werden könnte. Schließlich ist Bangkok eines der wichtigsten Wirtschaftsstandorte des Landes. Der Stadt kann nichts passieren, weil nichts passieren darf, dachten wir.

    Seit August habe ich an der Uni erst einen Kurs besucht. Seit ungefähr zwei Wochen ist die Uni, die direkt am Fluss liegt, geschlossen. Niemand weiß genau, wann sie wieder öffnet. Gerüchten zufolge, könnte die Uni sogar das ganze Semester geschlossen bleiben.

    Uni überschwemmt, Krokodile im Fluss

    Wir bekommen nur spärlich neue Informationen, zudem sind sie oft widersprüchlich: Mal heißt es, die richtige Flutwelle kommt am nächsten Tag und nichts passiert. Am Tag darauf kann es genau andersherum sein. Auch wenn die Politiker beteuerten, Bangkok sei sicher, ahnten wir, dass das nicht stimmt, denn schon vor Wochen haben Ladenbesitzer die ersten Sandsack-Barrikaden vor ihren Geschäften aufgebaut.

    In den vergangenen Tagen und Wochen haben viele Austauschstudenten freiwillig gearbeitet. Wir halfen beispielsweise auf dem zweiten Campus unserer Uni: Er wurde zum Auffanglager für mehrere tausend Flüchtlinge umfunktioniert. Wir packten Essensrationen für den Norden Bangkoks, der sehr stark von der Flut betroffen ist, und füllten Sandsäcke. Allerdings ist inzwischen auch der zweite Campus überschwemmt und musste evakuiert werden, auch dabei haben wir geholfen.

    Normalerweise sollte man mit dem Wasser nicht in Berührung kommen. Reiseführer warnen ausdrücklich davor, wie die thailändischen Kinder im Fluss oder einem der Kanäle zu baden. Jetzt ist das Wasser überall. Es schwimmt Müll drin und Schlangen. Ein anderer Austauschstudent will sogar schon Krokodile im Fluss gesehen haben, der durch Bangkok fließt. Mehrere hundert Krokodile sollen während der Überschwemmungen aus einer Krokodil-Farm nördlich von Bangkok ausgebrochen sein. Die Regierung hat inzwischen für jedes gefangene Krokodil eine Belohnung von 1000 Bath, das sind knapp 25 Euro, ausgelobt.

    Inzwischen steht das Wasser teilweise über einen Meter hoch, in manchen ärmeren Vierteln an den vielen Kanälen Bangkoks sogar noch deutlich höher. In diesen Gebieten sind Häuser schon seit Wochen überflutet. Weil sie auf Stelzen über dem Wasser gebaut sind, können Sandsäcke sie nicht schützen. Viele ehemalige Bewohner schlafen nun dort, wo sie eine trockenen Platz finden. Einige legen sich nachts auf Brücken, um vor dem Wasser sicher zu sein.

    Fällt der Strom aus, brauche ich einen Plan B

    Nicht alle Viertel sind betroffen, im Geschäftsviertel von Bangkok liegen zwar Sandsäcke, aber alles ist trocken. Während es in unserem Viertel kein Wasser und keine Fertignudeln mehr gibt, könnte ich in den Edelsupermärkten im neuen Zentrum von Bangkok Wasser aus Fiji und Steaks aus Japan für 30 Euro pro 100 Gramm kaufen.

    Zuletzt ist das Wasser bei uns aber derart schnell gestiegen, dass viele Panik bekommen haben: Von 75 Austauschstudenten in unserem Hotel in Bangkok Noi, am Westufer des Flusses Chao Phraya, sind nur noch eine Handvoll geblieben. Vor allem die Eltern der Austauschstudenten sorgen sich sehr. Viele Heimatuniversitäten haben ihre Studenten auch in andere Teile Thailands geschickt oder sogar nach Hause geholt.

    Ich werde nicht abreisen, auch wenn ich zugeben muss, dass mich die Situation stresst und ich schon länger nicht mehr durchgeschlafen habe. Ich bleibe hier, um über die Situation zu bloggen und zu helfen. Ich will nicht am Strand in der Sonne liegen, während große Teile des Landes überschwemmt sind.

    Wenn das Wasser noch weiter steigt, wird im Ernstfall der Strom abgeschaltet. Damit gäbe es kein Leitungswasser mehr, weil die Versorgung in den meisten Häusern an elektrischen Pumpen hängt. Wenn es so weit kommt, muss auch ich mir einen Plan B überlegen.

    http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,794428,00.html

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