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Thema: Archäologie

  1. #31
    Redakteur Avatar von Angeni
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    Guatemala:
    Archäologen entdecken seltenes Maya-Fries

    DPA/ Homul Archaelogical Project
    Das Maya-Relief: "Findet man nur einmal im Leben"

    In einer Ruinenstadt im Norden von Guatemala haben Forscher ein rund 1400 Jahre altes Maya-Relief entdeckt. Dabei handele es sich um den bislang spektakulärsten Fund der Region.

    Guatemala-Stadt - Archäologen haben in Guatemala nach eigenen Angaben einen "außergewöhnlichen", rund 1400 Jahre alten Maya-Fries entdeckt. "Das ist ein außergewöhnlicher Fund, wie er nur einmal im Leben eines Archäologen vorkommt", sagte der Wissenschaftler Francisco Estrada-Belli in Guatemala-Stadt. Dieser Maya-Fries sei "der spektakulärste, den man bis jetzt gesehen hat".
    Ein Team von Archäologen um Estrada-Belli hatten den acht mal zwei Meter großen Stuck-Fries im Juli auf einer Pyramide im präkolumbianischen Zentrum Holmul im Verwaltungsbezirk Peten entdeckt, rund 600 Kilometer nördlich von Guatemala-Stadt. Die acht Meter lange und zwei Meter hohe Steinmetzarbeit erhebt sich in 10 Metern Höhe über dem Platz der Stätte und wurde zusammen mit den Überresten einer Pyramide aus dem Jahr 600 nach Christus gefunden. Das Relief zeige drei Personen, geschmückt mit Federn des Quetzal und Jade - Insignien höchsten gesellschaftlichen Ranges in der damaligen Maya-Kultur. Nach Aussage der Forscher sind Götter und göttliche Herrscher abgebildet, über deren Figuren sich eine als "Himmelsband" bekannte Reihe von Sternzeichen entlangzieht.

    Blitz und Donner auf der Bordüre
    Die Figur in der Mitte identifizierten die Forscher mit Hilfe der Inschriften in seinem Kopfschmuck als Och Chan Yopaat - übersetzt etwa "Der Blitz betrat den Himmel". Die Figuren thronen auf den Köpfen von Ungetümen, die in der naturverbundenen Religion für Berge stehen. Unter dem gesamten Relief verlaufe eine Bordüre aus 30 Schriftzeichen, berichteten die Wissenschaftler. Auch die Pyramide sei mit Bildern von Herrschern und Göttern verziert. Zudem ließen Inschriften darauf schließen, dass die Stadt in kriegerischem Konflikt mit dem rund 35 Kilometer entfernten Tikal stand, der Hauptstadt eines der mächtigsten der damaligen Maya-Reiche.
    Die Maya-Königreiche erstreckten sich von Südmexiko über Guatemala und Belize bis nach Honduras, wo ihre Nachfahren weiterhin leben. Die Städte und Tempelanlagen der klassischen Periode wurden aber noch vor der Jahrtausendwende aufgegeben. Die im Dschungel teils freigelegten Ruinen von Tikal (Guatemala), Copán (Honduras) oder Palenque (Mexiko) sind heute Touristenmagneten. Manche andere Maya-Stätten sind bisher praktisch kaum erschlossen.
    Die Maya-Stätte Holmul wurde Estrada-Belli zufolge um das Jahr 1910 wiederentdeckt. Damals wurden aber keine tiefergehenden Erkundungen angestellt. In ersten Grabungen im Jahr 2000 wurde ein mit 28 Keramikvasen und einer Holzmaske bestatteter Leichnam in Holmul gefunden, sagt Estrada-Belli - wahrscheinlich ein Mitglied der herrschenden Klasse. Fasziniert von diesem Fund habe er beschlossen, weiter zu forschen.
    Es handle sich um ein "großes Kunstwerk", sagte Estreda-Belli. Zudem gebe der Fries Aufschluss über eine wichtige Epoche der Maya-Ureinwohner zwischen 250 und 900 unserer Zeitrechnung. Immer wieder machen Archäologen in Guatemala wichtige Funde. Im Mai 2012 stießen Forscher in der Ausgrabungsstätte Xultun auf den ältesten Maya-Kalender. Dieser entstand im neunten Jahrhundert.
    Soviel stand allerdings sofort fest: Den Weltuntergang sagten die Zahlenreihen nicht voraus. Die astronomischen Berechnungen der Maya sind zwar weltberühmt - leider im Wesentlichen durch das Missverständnis, dass sie den Weltuntergang am 21. Dezember 2012 vorhergesagt hätten. Archäologen beteuerten schon vor dem mittlerweile verstrichenen Stichtag immer wieder, dass die überlieferten Texte der Maya dies gar nicht hergäben.
    Quelle

    LG Angeni
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    Angeni



    Die Wissenschaft hat die Ganzheit getrennt und je detaillierter man das Atom in seinem
    Kern erforscht hat, desto weiter sind wir von uns selber weg gekommen
    - Angeni

  2. #32
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    Eine Million Jahre alte Landkarte oder kuriose natürliche Steinstruktur?

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    Vorderansicht der sogenannten "Paläo-Karte". | Copyright: David King, colnianman.com
    Wartford (England) - Die ältesten landschaftlich-kartografischen Darstellungen, da sind sich Historiker mehr oder weniger einig, stammen aus dem alten Mesopotamien aus der Zeit zwischen 2340 und 2200 v. Chr. Ein englischer Amateur-Archäologe hat allerdings einen Fund gemacht, von dem er glaubt, dass er die Geschichte der Menschheit vollkommen neudatieren könnte. Wie zu erwarten findet er unter Vertretern der konservativen Wissenschaften selbst kaum Unterstützer. Sollte Kings Interpretation des Steins als "Paläo-Karte" richtig sein, stellt sich als nächstes die Frage, "wer" eine derart genaue Karte, die fast schon einer Satellitenaufnahme gleicht, vor so langer Zeit herstellen konnte - und natürlich auch das "wie".

    David King bezeichnet sich selbst als "intuitiven Archäologen" und gräbt - nachdem ihm erste Funde zwar von Landesarchäologen als von zweifelsfrei künstlicher Herkunft bestätigt wurden, zugleich jedoch deutlich gemacht wurde, dass für weitere Grabungen weder die nötigen Mittel noch die entsprechenden Expertisen zur Verfügung stünden - seit 15 Jahren auf eigene Faust im Colne Valley zwischen Wartford und Hillingdon Hill in der nordenglischen Grafschaft Hertfordshire.
    ier, so berichtet King auf seiner Internetseite "thefoundationofkingdavid.org", sei ihm vor einigen Jahren der Fund eines zunächst gewöhnlich anmutenden "Kieselsteins" gelungen, dessen Oberfläche aber schon auf den zweiten Blick eine Struktur aufweist, bei der es tatsächlich nicht viel Fantasie braucht, um darin die Umrisse Europas, de Mittelmeerraumes und Teilen Afrikas zu erkennen.
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    Kurios strukturierter Kiesel oder älteste Karte der Welt? Die "Paläo-Karte" im Größenvergleich zu David Kings Hand. | Copyright: David King,
    colnianman.com
    Anhand von Beifunden in der gleichen Bodenschicht, geht zumindest King davon aus, dass der eiförmige kaum 10 Zentimeter große "Kartenstein" zwischen einer halben und einer Millionen Jahre alt ist.

    Trotz zahlreicher Bemühungen und Anfragen bei offiziellen Archäologen, habe sich bislang noch niemand den Fund genauer ansehen wollen. "Sie sagen alle, dass es sich um einen Zufall oder um eine natürlich entstandenen Form handelt, da der prähistorische Mensch schließlich zu so einer Leistung nicht in der Lage gewesen sei. Fakt ist aber, dass (dieser Stein) hergestellt wurde. Selbst ein Kind mit ersten geografischen Kenntnissen kann die Küstenlinie Westeuropa darauf erkennen." Darüber hinaus, so ist King sich sicher, zeige der Steine Küstenlinien, Seen und Flusssysteme von Nordeuropa bis hinunter ins südliche Afrika.

    Für King spricht die Vielzahl nahezu exakter Übereinstimmungen der Merkmale der Struktur auf dem Stein mit existierenden geografischen Merkmalen eindeutig gegen die Vorstellung, dass es sich lediglich um zufällige Ähnlichkeiten und Übereinstimmungen handele:

    Neben Grönland sei die Westküste Frankreichs ebenso eindeutig zu erkennen, wie die Iberische Halbinsel, England, die Straße von Gibraltar, die Nordküste Afrikas und das - wenn auch etwas merkwürdig geformte - Mittelmeer. Auch das Schwarze Meer sei ebenso zu erkennen, wie zahlreiche europäische Flüsse, zudem der Nil und der Viktoriasee. In einigen Fällen zeige die Karte sogar geografische Details, die erst von der vergleichsweise jüngeren Archäo- und Geolologie nachgewiesen wurden, wenn etwa Funde von Höhlenzeichnungen südlich von Marseille belegen, dass die Gegend - genau wie auf der Steinkarte - einst deutlich oberhalb der heutigen Wasserlinie lagen. Geologisch bislang unbestätigt sei jedoch u.a. der Umstand, dass die Steinkarte im Gebiet des heutigen Pariser Beckens offenbar zwischen Seine und Somme ein ausgedehntes Flutgebiet eingezeichnet sei. Zudem glaubt King den Verlauf des Eridanus erkennen zu können. Hierbei handelt es sich um einen von einigen Wissenschaftlern vermuteten einstigen Strom, der bis vor rund 700.000 Jahren von der Ost- in die Nordsee geflossen sein soll. Zudem zeigt die Karte eine große Landmasse im Nordatlantik, die heute vielleicht unterhalb des Meeresspiegels liegt oder unter Eis verborgen ist
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    Erläuterte Detailansicht Nordwest-Europa...
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    ...Südeuropa, Mittelmeerraum und Afrika...
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ID:	3111
    ...und die bereits von King identifizierten europäischen und afrikanischen Hauptflüsse und Binnengewässer. | Copyright: David King,
    colnianman.com
    David King selbst vermutet, dass seine "Paläo-Karte" das Ergebnis mehrerer Generationen damaliger Seefahrer ist: "Auch wenn bislang nur sehr wenig über die Prä-Neandertaler bekannt ist, so glaube ich, dass ich einen Beweis dafür gefunden habe, dass die europäische Unterart des Homo erectus (möglicherweise Homo antecessor oder Homo heidelbergensis), die zuerst vor 1,2 Millionen Jahren aus Afrika kam, sehr viel intelligenter und höher entwickelt waren, als wir uns das heute vorstellen. Ich glaube nicht, dass irgendjemand heute noch ein solches Artefakt von Hand herstellen könnte. Das bedeutet aber nicht, dass es nicht von den Menschen früher hergestellt worden sein könnte." Natürlich seien aber auch alternative Erklärungsszenarios wie den Stein als das Ergebnis außerirdischer Besucher oder einer einstigen Superzivilisation zu deuten, zwar möglich, doch lägen diese noch weiter außerhalb des für naturwissenschaftliche Archäologen Denkbaren, als die Existenz einer solchen Karte selbst.Die Karte wurde, so King, als Relief aus der Steinoberfläche freigelegt und die Wasserflächen schwarz - möglicherweise mit Mangandioxid - eingefärbt. Die so erstellte Vorlage könnte sogar als eine Art Rollsiegel verwendet worden sein, um davon Kopien zu erstellen. Derzeit arbeite King an einem Buch über seine Funde im Colne Valley, in dem er auch ausführlich auf die "Paläo-Karte" eingehen will.


  3. #33
    Erfahrener Benutzer Avatar von zottel
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    Die Kinder-Mumie vom Dachboden
    Erich von Däniken sicher: „Es ist ein Mischwesen“



    • Vergrößern In diesem Sarkophag lag die 1,49 Meter kleine Mumie auf einem Speicher in Diepholz


    • LG
    • zottel
    "Immer weigere ich mich, irgendetwas deswegen
    für wahr zu halten,
    weil Sachverständige es lehren, oder auch,
    weil alle es annehmen.

    Jede Erkenntnis muss ich mir selbst erarbeiten.
    Alles muß ich neu durchdenken, von Grund auf,
    ohne Vorurteile."


    Albert Einstein (1879-1955)

  4. #34
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    Jerusalem: Goldschatz am Tempelberg entdeckt
    Schmuck für Tora und Münzen aus dem 7. Jahrhundert wurden von Flüchtlingen hinterlassen
    Am Fuß des Tempelberges in Jerusalem haben Archäologen einen überraschenden Fund gemacht: Sie stießen auf zwei rund 1.400 Jahre alte Bündel mit Goldmünzen, Gold- und Silberschmuck und einem goldenen Medaillon. Der Schatz stammt aus der Zeit nach der persischen Eroberung Jerusalems und wurde vermutlich von seinen Eigentümern vor ihrer Flucht dort versteckt.
    Goldmedaillon mit Leuchter, Widderhorn und Torarolle
    © Ouria Tadmor
    Schon seit längerem führen Archäologen der Hebräischen Universität Jerusalem am Tempelberg in Jerusalem Ausgrabungen durch. Denn südlich des von einer Mauer umgebenen Plateaus liegen Relikte von Gebäuden aus der Zeit des ersten Tempels, der rund 950 vor Christus errichtet wurde. Jetzt allerdings haben die Forscher dort einen sehr viel jüngeren Fund gemacht. In den Überresten eines Gebäudes aus der byzantinischen Ära im frühen 7. Jahrhundert nach Christus stießen sie auf zwei Bündel mit Schätzen, die vermutlich einst jüdischen Bewohnern der Stadt gehörten.

    Schmuck für die Tora
    Die Bündel enthielten ein Goldmedaillon, auf dem ein siebenarmiger Leuchter, ein zeremonielles Widderhorn und eine Tora-Rolle eingraviert sind. "Das war eine völlige Überraschung", erklärt Grabungsleiter Eilat Mazar. Der siebenarmige Leuchter ist ebenso wie die Tora ein Symbol des Judentums und deutet darauf hin, dass der Schatz einst jüdischen Bewohnern der Stadt gehörte. Aus dem Fundort geht hervor, dass zumindest eines der Bündel ursprünglich eingegraben wurde.

    Einige der 36 Goldmünzen aus byzantinischer Zeit
    © Ouria Tadmor
    Die Archäologen vermuten, dass der rund zehn Zentimeter große Medaillon kein am Hals getragenes Schmuckstück war, sondern als Verzierung der Tora, einer Schriftrolle mit Texten des Alten Testaments, diente. Auch zwei kleinere Schmuckstücke, eines aus Gold und eines aus Silber gehören vermutlich zu diesem Toraschmuck. Sollte sich dies bestätigen, würde es sich um den bisher ältesten Fund eines solchen Tora-Ornaments handeln, wie die Forscher berichten.

    Bei der Flucht zurückgelassen
    Die 36 ebenfalls in einem der Bündel gefundenen Goldmünzen sind erst der dritte Fund von Goldmünzen bei archäologischen Ausgrabungen in Jerusalem. "Die Münzen stammen aus der Regierungszeit verschiedener byzantinischer Kaiser zwischen dem vierten und frühen siebten Jahrhundert", erklärt Mazar. Während dieser Zeit gehörte Jerusalem zum oströmischen Reich und wurde christianisiert. Während eines Großteils dieser Zeit war es Juden verboten, die Stadt zu betreten.

    Fundort der beiden Bündel mit den Goldobjekten
    © Eilat Mazar / Hebrew University of Jerusalem
    Zu der Zeit, als diese Wertsachen vergraben wurden, herrschten die Perser über Jerusalem und weite Teile Israels. Viele Juden, die zur Zeit der byzantinischen Herrschaft in Jerusalem geflohen waren, kehrten nach der Eroberung der Stadt durch die Perser im Jahr 614 allmählich zurück. Doch schon wenige Jahre später wurden sie wieder aus der Stadt verbannt - ob wegen Unruhen oder weil der persische Herrscher sich mit Byzanz gutstellen wollte, ist unklar. Vermutlich wurden der jetzt entdeckte Schatz zu dieser Zeit von Flüchtlingen vergraben, rund 50 Meter von der Mauer des Tempels entfernt.

    "Möglicherweise war der Schatz einst als Beitrag zum Bau einer neuen Synagoge gedacht", mutmaßt Mazar. "Aber offensichtlich scheiterte diese Mission. Der Schatz wurde aufgegeben und seine Besitzer kehrten nie wieder zurück, um ihn zu bergen." Zusammen mit den Münzen und den Tora-Ornamenten waren in den Bündeln auch goldene Ohrringe, ein goldüberzogenes sechseckiges Prisma und ein Silberbarren gefunden.
    Quelle

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    Die Wissenschaft hat die Ganzheit getrennt und je detaillierter man das Atom in seinem
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    Erstaunliche Funde

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  6. #36
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    Sensationsfund in Ägypten:
    Forscher entdecken das Grab eines unbekannten Pharaos




    Über die „Zweite Zwischenzeit“ des alten Ägypten ist bis heute wenig bekannt. Nun wurde ein Grab eines Königs aus jener Ära gefunden.
    US-Archäologen haben im ägyptischen Abydos einen Sensationsfund gemacht. Das Team um Josef Wegner grub die Grabstätte eines bislang unbekannten Pharaos aus.
    Die Forscher gehen davon aus, dass es sich bei König Senebkai um einen Herrscher aus der 2. Zwischenzeit handelt, der um das Jahr 1650 v. Chr. gelebt hat. An einer Wand in der Grabanlage wurde eine Kartusche mit seinem Namen entdeckt. Die Farben der mehr als 3500 Jahre alten Wanddekorationen (Bild: So schreibt man „Senebkai“, zumindest teilweise) in dem von Mauern umsäumten Grab sind insgesamt relativ gut erhalten.
    In der Grabstätte lag keine Mumie, wie dies bei einem König zu vermuten gewesen wäre, sondern nur ein Skelett. Die ägyptische Antikenbehörde geht deshalb davon aus, dass Räuber das Königsgrab schon kurz nach der Bestattung aufbrachen und dabei die präparierte Leiche beschädigten.
    Bis auf das reich ausgestattete Grab von Tutenchamun wurde bisher noch kein unver-sehrtes Königsgrab entdeckt. Im Alten Ägypten legte man den Herrschern stets reiche Gaben ins Grab, von Goldschmuck über Kleidung bis zu Nahrungsmittel. Diese würden ihnen dann, so glaubte man damals, im Jenseits zur Verfügung stehen.



    Nach der Entdeckung des Grabes von Senebkai (Foto) müssen die Ägyptologen über-legen, ob die Herrschaftszeit einiger Könige der 2. Zwischenzeit möglicherweise neu datiert werden muss. Das Grab ist im Vergleich zu anderen Pharaonengräbern relativ klein. Dies lasse Rückschlüsse auf die vermutlich nicht besonders gute wirtschaftliche Lage des Reiches während seiner Regierungszeit zu, zitierte die Antikenbehörde den Grabungsleiter.
    Das Grab des unbekannten Königs ist nicht der erste spektakuläre Fund, den die Archäologen von der Universität Pennsylvania in dieser Grabungssaison in Abydos gemacht haben. Unlängst hatten sie das Grab von Pharao Sebekhotep I. gefunden, einem weiteren Herrscher aus der 2. Zwischenzeit. Auch diese Grabstätte konnte anhand einer Inschrift identifiziert werden. Der schwere Quarzit-Sarkophag des Pharaos war komplett leer.
    Quelle & Fotostrecke


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  7. #37
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    Gottes Landkarte

    Russische Wissenschaftler fanden 120 Millionen Jahre altes Artefakt

    Russische Wissenschaftler haben in der Republik Baschkortostan (südliche Uralregion) ein rätselhaftes Artefakt entdeckt, zu dessen Herstellung technische Fertigkeiten benötigt wurden, wie sie nur einer fortschrittlichen Hochzivilisation zur Verfügung stehen würden. Die tonnenschwere Steintafel zeigt eine dreidimensionale Landkarte der Region.

    Was aber noch unglaublicher ist: Sowohl die Untersuchung des Materials als auch Besonderheiten in der Darstellung der Landkarte lassen nur den Schluß zu, daß diese Karte vermutlich etwa 120 Millionen Jahre alt ist.

    Die geheimnisvollen weißen Tafeln


    Im Archiv des Generalgouverneurs der Stadt Ufa in der Republik Baschkortostan (Rußland) befinden sich einige alte Notizen aus dem 18. Jahrhundert. Sie berichten von etwa 200 ungewöhnlichen Steintafeln, die in der Nähe des Dorfes Chandar, nordöstlich von Ufa, von russischen Forschungsreisenden im 17. und 18. Jahrhundert gefunden worden sein sollen. Diese "weißen Tafeln" hätten seltsame Inschriften getragen. Die alten Eintragungen werden bestätigt in den Forschungsberichten des Archäologen A. Schmidt, der die Region Anfang des 20. Jahrhunderts bereist und die weißen Tafeln angeblich ebenfalls gesehen hatte.

    Diese alten Dokumente würden weiterhin gemütlich im Dornröschenschlaf vor sich hin schmoren, hätte sie nicht der Mathematiker und Physiker Alexander Chuvyrov von der Baschkirischen Staatsuniversität in Russland wieder ausgegraben.

    Eigentlich sind Mathematiker und Physiker komische Leute. Im Alltag sitzen sie in ihren Laboren zwischen ihren Experimenten und Formeln, aber irgendwann zieht es sie immer wieder ins Unbekannte.


    Eigentlich sind Mathematiker und Physiker komische Leute. Im Alltag sitzen sie in ihren Laboren zwischen ihren Experimenten und Formeln, aber irgendwann zieht es sie immer wieder ins Unbekannte.
    So hatte sich Alexander Chuvyrov seit 1995 einem Forschungsgebiet gewidmet, das für seine Fachrichtung eigentlich ungewöhnlich ist – er stellte die Theorie auf, in prähistorischen Zeiten seien Völker aus China nach Sibirien und ins Uralgebiet eingewandert und hätten dort gesiedelt. Zusammen mit Huan Hong, einer postgraduierten Studentin, die aus China stammt, suchte Professor Chuvyrov in den folgenden Jahren nach möglichen Beweisen für seine Theorie.
    Und tatsächlich schien er mit seinen Vermutungen recht zu behalten. Im Verlauf mehrerer Expeditionen in das Gebiet fand er eine Reihe von Höhlenzeichnungen mit Schriftzeichen, die eindeutig altchinesischen Ursprungs waren. Es gelang, diese Schriftzeichen zu entziffern. Sie gaben Zeugnis ab von einer frühen Kultur. Die schriftlichen Zeugnisse waren zumeist profaner Natur, sie handelten von Handelsbeziehungen und registrierten Eheschließungen und Todesfälle.

    Abb. 2: Chuvyrovs Forschungen erstreckten sich auf das Gebiet der russischen Republik Baschkortostan (früher: Baschkiristan) im südlichen Ural, rund um die Industriestadt Ufa (rot umrandeter Bereich).
    "Daschkas Stein" wird gefunden
    Nachdem Alexander Chuvyrov im Archiv von Ufa die Berichte über die weißen Tafeln gefunden hatte, ließ ihn dieses Geheimnis nicht mehr zur Ruhe kommen. Er charterte einen Hubschrauber und suchte die ganze Gegend nach den mysteriösen Tafeln ab, ohne auch nur eine Spur von ihnen zu entdecken. Er glaubte schon, einer Legende aufgesessen zu sein, als er ganz unverhofft doch noch Glück hatte.
    Bei einem seiner Besuche im Dorf Chandar traf Chuvyrov auf Vladimir Krainov, den ehemaligen Vorsitzenden des örtlichen Landwirtschaftsrats. Krainov fragte Chuvyrov, ob er vielleicht nach Steintafeln suchte, und fügte hinzu: "Ich habe eine auf meinem Hof."
    Chuvyrov nahm auch diesen Hinweis zunächst gar nicht ernst, ging aber mit, um sich selbst Klarheit zu verschaffen. Heute sagt er: "Ich werde mich immer an das exakte Datum erinnern. Es war der 21. Juli 1999." Unter der Veranda von Krainovs Bauernhaus sah er eine große Steinplatte mit zahlreichen Einritzungen, zu schwer, als dass die zwei Männer sie hätten ausgraben und hervorziehen können. Es dauerte eine weitere Woche, bis Chuvyrov Verstärkung aus Ufa anfordern konnte.
    Zuerst wurde der Stein ausgegraben und dann mit Hilfe eigens angefertigter Holzrollen vorsichtig hervorgezogen. Es sollte für Chuvyrov der Fund seines Lebens werden, und er nannte ihn "Daschkin kamen" ("Daschkas Stein"), zu Ehren seiner kleinen Enkeltochter, die gerade am Tage zuvor geboren war. Enkeltöchter von Physikern erhalten zuweilen seltsame Geschenke...
    Der Stein ist 1,48 m lang, 1,06 m breit und 16 cm dick und wiegt ungefähr eine Tonne. Seine gesamte Oberfläche ist überzogen mit einer Vielzahl reliefartiger Linien, von denen man sofort sah, dass es sich nicht um eine natürlich entstandene Gesteinsformation handeln konnte. Dieser Stein - das wusste Alexander Chuvyrov sofort - war in der Vergangenheit bearbeitet worden. lrgendetwas war auf ihm dargestellt, eine Art Landkarte, und zwar nicht ein primitiv in die Oberfläche des Steins geritzter Lageplan, sondern eine hochwertige dreidimensionale Reliefdarstellung.
    Die nächste Frage, die sich den Wissenschaftlern stellte: Welche Region war in diesem Relief dargestellt worden? Es stellte sich schnell heraus, dass an einem Rand die Gegend um die heutige Stadt Ufa dargestellt war. Die Hügelketten am Rande der Stadt, die sich seit Millionen von Jahren geologisch kaum verändert hatten, waren unmittelbar erkennbar.
    Abb. 3: Der rätselhafte "Daschka-Stein" aus Chandar. Der tiefe dunkle Riss von oben nach unten stellt nach Aussage von Prof. Chuvyrov den Bjelaja-Fluss dar (heutiger Verlauf s. Abb. 4, gelbe Markierung)

    Abb. 4: Die Region Baschkortostan mit den Städten Ufa, Sterlitamak und Salawat, dem Dorf Chandar (nordöstlich von Ufa) sowie dem Fluss Bjelaja (gelbe Markierung)
    Chuvyrov schätzte, dass die Tafel höchstens einige Tausend Jahre alt sei, und wunderte sich nur, auf ihr eine so fein gearbeitete Reliefdarstellung zu sehen und nicht die üblichen Darstellungen von Mammuts, Hirschen und anderen prähistorischen Tieren. Doch schon bald wartete die nächste faustdicke Überraschung auf ihn. Südlich von Ufa, in Richtung des heutigen Sterlitamak, zeigte die Karte nämlich einen Canyon, den es in dieser Form heute dort nicht gibt. Chuvyrov führte geologische Recherchen durch und erfuhr, dass – in erdgeschichtlich längeren Zeiträumen – durch die Tektonik der Erdkruste doch einige Verschiebungen stattgefunden hatten. Der Wissenschaftler schaltete einen ganzen Arbeitsstab von Kollegen ein, um das Rätsel zu lösen: Kartographen, Geologen, Physiker, Mathematiker, Chemiker und Kenner der altchinesischen Sprache. Am Ende gelang es, den Canyon zu identifizieren. Es ist das heutige Bett des Urshak-Flusses (Abb. 4, rote Markierung).
    Eine Millionen Jahre alte Landschaftsformation?
    Da die sonstigen Darstellungen auf der Karte so exakt waren, war diese Abweichung schwerlich auf Ungenauigkeiten bei der Herstellung zurückzuführen, sondern man musste davon ausgehen, dass sie angefertigt wurde, als der Canyon tatsächlich noch von Ufa aus in Richtung Sterlitamak verlief. Dann müsste die Karte aber Millionen von Jahren alt sein!
    Dennoch – mit dieser Vorgabe konnten alle weiteren Details auf der Karte tatsächlich identifiziert werden. Es ergab sich eine exakte und maßstabgetreue dreidimensionale Reliefdarstellung der Region Baschkortostan mit den Flüssen Bjelaja, Ufimka und Sutolka, bis hinunter zur Stadt Salawat, allerdings so, wie die Landschaft in einem früheren Erdzeitalter ausgesehen haben musste.

    Abb. 5: Das Dorf Chandar nordöstlich von Ufa, Fundort des "Daschka-Steins"

    Abb. 6: Huang Hong, Professor Chuvyrovs chinesische Assistentin
    Da dies natürlich für die Wissenschaftler eine Ungeheuerlichkeit war, begannen sie nun, den Stein genauer in Augenschein zu nehmen. Vielleicht war es ja doch eine Laune der Natur, und die Forscher hätten sich durch eine möglicherweise überraschende Ähnlichkeit der Oberflächenstruktur mit dem Relief der Region täuschen lassen.
    Anstatt sich allerdings auf diese Weise beruhigen zu können, fand man jetzt etwas, was allen den Atem raubte: Der Stein war nicht nur eindeutig künstlich bearbeitet worden, sondern sogar mit einer Technik, die nur einer Hochzivilisation möglich gewesen sein konnte, die mindestens mit unserer heutigen Kultur vergleichbar war. "Daschkas Stein" war nämlich nicht irgendein x-beliebiger Stein, sondern bestand aus drei höchst unterschiedlichen Schichten, von denen zwei künstlich aufgetragen waren.
    Seltsame keramische Werkstoffe
    Die unterste Schicht, ca. 14 cm dick, ist eine natürliche Steinplatte aus hartem Dolomitgestein. Darüber liegt, knapp 2 cm stark, eine Schicht aus Diopsidglas, aufgetragen mit einer Technik, die uns heute unbekannt ist. In dieser Glasschicht ist das eigentliche Relief herausgearbeitet. Darüber liegt dann noch eine knapp 2 mm starke weiße Schicht aus Calcium-Porzellan, die offenbar die empfindliche Oberfläche stoß- und schlagfest machen sollte und die dem Stein das charakteristische Aussehen verleiht (Abb. 7).
    Wenn man also die häufig gestellte Skeptikerfrage stellt, wieso eine Hochzivilisation, die in der Lage ist, eine 3D-Reliefkarte herzustellen, diese in Stein ritzen sollte (schließlich haben schon die alten Chinesen und Ägypter vor Christi Geburt Papier gekannt), so gibt es dafür zwei logische Antworten:
    1. Wir wissen nicht, was für Technologien eine mögliche Hochkultur in so ferner Vergangenheit im einzelnen benutzt haben mag. Tatsache ist jedoch, dass die einzigen Artefakte, die überhaupt eine Chance hätten, nach so langer Zeit noch gefunden zu werden, aus Stein sein müssten.
    2. "Daschkas Stein" ist keineswegs das Werk primitiver Steinzeitmenschen, die mit Faustkeilen aus Feuerstein irgend etwas in eine Steinplatte ritzten, sondern eine technische Leistung der Sonderklasse. Durch Röntgenaufnahmen kann man beweisen, dass für die Ausarbeitung des Reliefs hochentwickelte Präzisionswerkzeuge notwendig waren.

    Abb. 7: Diese Seitenansicht zeigt die Oberflächenbeschichtung des Steins

    Abb. 8: Diese Ausschnittvergrößerung von "Daschkas Stein" zeigt die filigrane und detailgetreue Ausarbeitung des Reliefs in der seltsamen Glas-Porzellan-Beschichtung

    Abb. 9: Die in Abb. 8 als "Chess Hill" markierte Landschaftsformation in ihrer heutigen Gestalt
    Auf der Tafel wurden auch unbekannte Schriftzeichen entdeckt, und da sie vertikal angeordnet waren, vermutete man zunächst, dass es Altchinesisch sein könnte, wie es etwa bis zum 3. Jahrhundert v. Chr. noch benutzt wurde (selbst wenn dann die Frage erlaubt wäre, woher die alten Chinesen eine Millionen von Jahren alte Geländeformation kennen konnten). Doch diese Vermutung stellte sich schnell als falsch heraus. Alexander Chuvyrov erhielt die Erlaubnis, sich insgesamt 40 Minuten in der chinesischen Staatsbibliothek aufzuhalten und einige seltene historische Bücher einzusehen. Keines von ihnen zeigte auch nur ansatzweise ähnliche Schriftzeichen. Nach einer Konsultation mit chinesischen Sprachwissenschaftlern gab Chuvyrov diese Hypothese endgültig auf. Bis heute weiß man nur, dass es eine hieroglyphenähnliche Silbenschrift unbekannten Ursprungs ist, die bislang niemand entziffern konnte.
    Spuren einer fremden Zivilisation
    Je länger sich Alexander Chuvyrov mit der rätselhaften Steinplatte beschäftigte, desto mehr Sensationen entdeckte er auf ihr. Die Reliefkarte zeigte nicht nur die natürliche Landschaft mit den Bergen und Flussbetten, sondern auch reiche Spuren einer alten Zivilisation. Am meisten sticht dabei ein umfangreiches Bewässerungssystem von Kanälen und Dämmen ins Auge, und zwar in geradezu gigantischen Ausmaßen. Jeder dieser Kanäle und Dämme war rund 500 Meter breit, bis zu 3000 Meter tief und etliche Kilometer lang. "Im Vergleich zu diesen Kanälen würde unser heutiger Wolga-Don-Kanal nur wie ein unbedeutender Kratzer in der Oberfläche wirken.", so Chuvyrov. Das Bett des Bjelaja-Flusses war eindeutig künstlich verändert. "Die heutige Menschheit wäre nur in der Lage, einen Bruchteil dessen zu bauen, was auf dieser Karte dargestellt ist.", fügte der Wissenschaftler hinzu.
    Eine Altersbestimmung der Tafel erwies sich als äußerst schwierig. Weder die in der Archäologie übliche Radiokarbonmethode noch das Scannen der Gesteinsschichten mit Hilfe von Uran-Chronometern erbrachte schlüssige Resultate. Während dieser Untersuchungen fand man an der Oberfläche der Tafel zwei fossile Muscheln, die offenbar absichtlich eingesetzt worden waren, um bestimmte Punkte auf der Karte zu markieren. Muscheln sind in der Paläontologie häufig wichtige Leitfossilien, um das Alter einer Gesteinsschicht zu erkennen, da diese Tiere nicht sehr langlebig sind und als Arten eine schnelle Evolution durchmachen. Die eine Muschel wurde identifiziert als Navicopsina munitus und lebte vor etwa 500 Millionen Jahren. Die andere war jüngeren Datums: Ecculiomphalus princeps ist "nur" etwa 120 Millionen Jahre alt.
    Natürlich konnten die Leute, die die Karte herstellten, auch damals schon eine versteinerte, also uralte und tote Muschel als Markierung verwenden, und doch kristallisiert sich die Zahl 120 Millionen Jahre langsam als Arbeitshypothese für das vermutete Alter der Karte heraus, wie Professor Chuvyrov betont. Die Zahl stimmt nämlich überein mit einer Analyse der Ausrichtung von mikroskopischen Metallteilchen, wie sie gerade bei Porzellan- und Keramikarbeiten zur Altersbestimmung ebenfalls herangezogen werden können. Danach wurde die Beschichtung der Tafel erstellt zu einer Zeit, als der magnetische Nordpol nicht an seiner heutigen Stelle lag, sondern in der Gegend von Franz-Josef-Land, einer zu Russland gehörenden Inselgruppe östlich von Spitzbergen (. Dies war aber nach heutiger Erkenntnis vor ca. 120 Millionen Jahren letztmals der Fall!

    Abb. 10: Vor ca 120 Millionen Jahren lag der magnetische Nordpol etwa im Gebiet der Franz-Josef-Inseln (rot umrandetes Gebiet)
    Wer um Himmels willen brauchte vor 120 Millionen Jahren eine Präzisions-3D-Karte des Uralgebiets und – was noch wichtiger ist – besaß auch die Fähigkeit, eine solche herzustellen? Nach heutigem Wissen war die Erde damals hauptsächlich von Dinosauriern bevölkert, die zwar heute wieder sehr in Mode gekommen sind, aber dennoch allgemein nicht gerade als ein Ausbund an Klugheit gelten. Die damaligen Säugetiere des Kreidezeitalters waren kleine, rattenähnliche Wesen und mögen zwar schon etwas pfiffiger als die plumpen Dinos gewesen sein, dennoch dürften auch sie die Präzisionsbearbeitung einer Steinplatte und anschließende Beschichtung mit technisch aufwendigen keramischen Werkstoffen kaum zuwege gebracht haben.
    Wer stellte "Gottes Landkarte" her, und wozu?
    Doch damit noch nicht genug. Selbst wenn man die ungeheuerliche Vermutung einmal akzeptiert, dass es zur Zeit der Dinosaurier schon Menschen gegeben haben könnte (eine Hypothese, die ja nicht zum ersten Mal geäußert wird), so meinte man damit in der Regel so eine Art vorzeitlicher "Familie Feuerstein", aber keinesfalls eine technische Hochzivilisation. Doch die Wissenschaftler des Zentrums für historische Kartographie in Wisconsin (USA), denen Alexander Chuvyrov seine Reliefkarte zeigte, sagten da ganz etwas anderes:
    Wer immer diese Karte angefertigt hat, so die amerikanischen Wissenschaftler, der tat dies zum Zweck der Navigation – eine andere Verwendung ist kaum vorstellbar – und er musste fliegen können, vermutlich sogar im Orbit, außerhalb der Erdatmosphäre. Die Erfassung der Oberflächendetails in der vorliegenden Präzision ist nur durch Vermessung aus der Luft möglich. Die Kartographen wissen, wovon sie reden. Schließlich ist die NASA gerade dabei, mit Hilfe mehrerer Space-Shuttle-Missionen so einen dreidimensionalen Weltatlas zu erstellen, der nach derzeitiger Planung um 2010 fertig sein soll. Kurz gesagt: damit wir das haben werden, was Alexander Chuvyrov jetzt als Fragment in den Händen hält, werden wir mit unserer Technologie des 21. Jahrhunderts noch etwa acht Jahre brauchen! Man braucht dazu die Leistungsfähigkeit von Supercomputern und modernste Geräte für die Altimetrie vom Shuttle aus. Zu behaupten, das gleiche könne ein primitiver Höhlenmensch mit seinen Faustkeilen bewerkstelligen, ist jedenfalls für die amerikanischen Experten absolut lächerlich.
    Und noch etwas ist zutiefst mysteriös: Trotz der eindeutigen Spuren der Besiedlung durch eine Hochzivilisation (man denke an das Kanalsystem) sind auf der Reliefkarte keine Straßen oder sonstigen Landwege eingezeichnet. Wer immer diese Karte erstellt und benutzt hat, er hat sich nicht zu Lande fortbewegt, sondern ganz offenbar nur auf dem Wasser und in der Luft!
    Es wurde auch schon die Vermutung geäußert, die Schöpfer der Karte hätten dort überhaupt nicht gelebt, sondern es sei nur ein Erkundungstrupp gewesen, der das Terrain sondierte und kartographierte und ein Bewässerungssystem anlegte, um es den eigenen Lebensbedürfnissen anzupassen. Ein Erkundungstrupp vor 120 Millionen Jahren? Wer soll das gewesen sein? Und woher sind sie gekommen?
    Alexander Chuvyrov ist als Wissenschaftler sehr vorsichtig: "Ich rede nicht über Dinge wie UFOs und Außerirdische.", sagt er. Den Urheber des Reliefs nennt er ganz einfach "den Schöpfer". Ist das also etwa "Gottes Landkarte"?
    Jede Untersuchung im Zusammenhang mit der Landkarte bringt eine neue Sensation. Mittlerweile sind die russischen Wissenschaftler sogar schon der Überzeugung, dass die Karte nur ein Fragment eines viel größeren Artefakts ist, möglicherweise einer Reliefdarstellung der ganzen Erde, wie sie auch von der NASA gerade erstellt wird.
    Abb. 11: Alexander Chuvyrov mit seiner Reliefkarte aus dem Ural
    Schon die alten Aufzeichnungen aus dem 18. Jahrhundert sprachen ja von etwa 200 Tafeln. Durch Untersuchungen von Erdproben stellte man fest, dass das Artefakt sich vermutlich ursprünglich in einer Schlucht der Sokolinaja-Berge befunden haben muß. Durch die Vergletscherung der gesamten Region während der Eiszeit, so die Ansicht der Forscher, zerbrach die riesige Tafel (die nach den Berechnungen Chuvyrovs etwa 340 * 340 Meter groß gewesen sein muß) in unzählige Teile, die sich beim Abschmelzen des Eises dann in alle Richtungen verteilten. Anhand des Archivmaterials vermutet Chuvyrov ein paar Bruchstücke sogar schon lokalisiert zu haben, zum Beispiel unter dem Haus des Kaufmanns Khasanov in Chandar oder unter einer Brücke der lokalen Schmalspurbahn. Wie man schon an diesen Orten sieht, wird es nicht so einfach sein, die Schätze zu bergen.
    Nach allgemeiner wissenschaftlicher Auffassung ist der Fund von Chandar weltweit ohne Beispiel. Mit einer Ausnahme: Auf dem Höhepunkt der Forschungsarbeiten wurde ein kleiner Halbedelstein – ein Chalzedon – gefunden, der an seiner Oberfläche ein kleines Relief trug, das dem vom Daschka-Stein sehr ähnlich sieht, so als ob jemand, der die große Karte sah, sich diese kopieren wollte, sozusagen als Taschenausgabe. Wer aber war das, und wozu tat er es?
    Viele Fragen bleiben offen...
    So spekakulär und spannend die ganze Geschichte auch ist, so sehr sind an dieser Stelle auch einige kritische Anmerkungen angebracht, die sich ausdrücklich nicht gegen Professor Chuvyrov und seine Arbeit, sondern allenfalls gegen die (notgedrungen) für den nicht-wissenschaftlichen Leser vereinfachte Darstellung in der Moskauer Zeitung "Prawda" richten kann, auf deren Artikeln diese Story im wesentlichen beruht.
    Es hat auf jeden Fall den Eindruck, dass Alexander Chuvyrov und sein Team bei ihren Untersuchungen alle gebotene wissenschaftliche Sorgfalt walten ließen. Allerdings sind auf der Basis des momentan vorliegenden Materials die Forschungsergebnisse für den Leser nur schwer nachzuvollziehen. Vergleicht man zum Beispiel den (heutigen) realen Verlauf des Bjelaja-Flusses (Abb. 4, gelbe Markierung) mit dem vertikalen Spalt auf dem Stein (Abb. 3), so sind Ähnlichkeiten kaum erkennbar.
    Paradoxerweise könnte dies gerade für die Echtheit des Steins sprechen, denn auf ihm soll ja die Landschaft in prähistorischer Zeit dargestellt sein.
    Man muß sich vor Augen halten, dass unser Globus in so ferner Vergangenheit ein vollkommen anderes Aussehen hatte als heute. Nicht nur, dass sich unsere heutigen Gebirgsformationen durch Auffaltung und Erosion in der Gestalt ändern – in so langen Zeiträumen, wie sie hier zur Diskussion stehen, haben sich die Kontinente als Ganzes erheblich gegeneinander verschoben.
    Im Jurazeitalter vor etwa 150 Millionen Jahren (Abb. 12) bildeten Südamerika, Afrika, Indien, die Antarktis und Australien noch einen gemeinsamen Kontinent, den die Geologen Gondwana genannt haben. Zentralasien und China waren nach Norden in Richtung Nordpol verschoben, und fast ganz Europa lag vollkommen unter dem Wasserspiegel des eurasischen Urozeans. Interessanterweise lag der Höhenzug des Ural, der damals schon existierte, nicht wesentlich anders als heute.

    Abb. 12: Position der Kontinente im Jurazeitalter vor ca 150 Millionen Jahren
    Im nachfolgenden Kreidezeitalter, etwa vor knapp 100 Millionen Jahren (Abb. 13) sah die Situation schon ganz anders aus. Afrika, Indien und Australien befanden sich schon auf dem Weg zu ihren heutigen Positionen, und Europa begann langsam aus den Tiefen des Meeres aufzutauchen. Interessanterweise finden wir den Ural weiterhin ungefähr an seiner heutigen Stelle.


    Abb. 13: Die Erde zur Kreidezeit (ca. 94 Millionen Jahre vor unserer Zeit)
    Diese Beispiele verdeutlichen, wie schwer es für die Wissenschaft ist, zum Beispiel für die Zeit vor 120 Millionen Jahren abzuschätzen, wie etwa einige Flüsse, Bergrücken und Täler in einer eng umgrenzten Region sich entwickelt haben. Um es überhaupt möglich zu machen, benötigt man komplizierte Computersimulationen, die die bekannten erdgeschichtlichen Kontinentalwanderungen berücksichtigen können.


    Vor diesem Hintergrund ist auch die Untersuchung des "Daschka-Steins" zu sehen. Professor Chuvyrov stellte es in einer Online-Pressekonferenz der "Prawda" am 6. 6. 2002 klar: Die Identifizierung des Reliefs als die Region um Ufa vor 120 Millionen Jahren geschah nicht durch bloßen Augenschein (was, wie man sieht, sowieso nicht möglich ist) sondern ist Ergebnis solcher umfangreicher Computerberechnungen.


    Es bleiben natürlich in diesem Fall noch viele Fragen offen, doch an den jetzt aufgeflammten weltweiten Spekulationen über die möglichen Urheber der Karte beteiligt sich Alexander Chuvyrov ohnehin nicht. Wie er immer wieder betont, sieht er seine Aufgabe darin, den Stein zu untersuchen, das Material, aus dem er gemacht wurde, um sein Alter festzustellen, und sicherzustellen, dass er nicht auf natürliche Weise entstanden ist. Alles andere überlässt er anderen Wissenschaftlern überall auf der Welt, nachdem er seine Forschungsergebnisse nunmehr veröffentlicht hat.


    Wie wir sehen, ist in diesem sensiblen Fall Ruhe und Sachlichkeit angebracht. Es wäre schade, wenn die Story jetzt durch sensationell klingende Spekulationen zu schnell hochgeputscht würde, so dass möglicherweise seriöse wissenschaftliche Untersuchungen verhindert würden. Denn eines ist klar – wenn der Stein wirklich das ist, für das Professor Chuvyrov ihn hält, dann würde dies unser gesamtes Weltbild für immer verändern.


    Egal, wer nun "Gottes Landkarte" gemacht hat - ob er ein Angehöriger einer früheren Hochzivilisation war oder ob er vor Urzeiten aus dem Ur-All in die Gegend des Ural kam -, wir brauchten 120 Millionen Jahre, um auf die gleiche Idee zu kommen wie er. Zum Glück kann er jedoch nicht seine Urheberrechte geltend machen, wenn die NASA eines Tages unseren dreidimensionalen Weltatlas fertig hat, denn seine Zivilisation ist entweder seit langem ausgestorben oder längst in die Weiten des Alls davongedüst.

    Quelle: http://www.fosar-bludorf.com/ural/

    LG

  8. #38
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    Warum auch nicht?!

    Ich halte das ganze für sehr dubios...einerseits wäre es der "Stein von Rosette/a" für uns. Andererseits ist der Artikel an sich fragwürdig!?
    Es wird so viel "persönliche" Geschichte beigemischt das ich denke das ist ein Fake. Aber geile Story^^

    lg

  9. #39
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    Gottes Landkarte vermutlich Aprilscherz aus 1999

    Zitat Zitat von Eutervogel Beitrag anzeigen
    Ich halte das ganze für sehr dubios...einerseits wäre es der "Stein von Rosette/a" für uns. Andererseits ist der Artikel an sich fragwürdig!?
    Es wird so viel "persönliche" Geschichte beigemischt das ich denke das ist ein Fake. Aber geile Story^^

    lg
    Grüß dich Eutervogel,

    auch meiner Meinung nach ist es ein Fake aber eine gute Story!

    Hab das nachfolgende Geschreibsel in einem anderen Forum gefunden.

    Das gab's wohl schon 2002 und der Bericht soll vom 01.04.99 sein.^^

    Allerding funzt keiner der Links mehr.

    Wieder mal ein alter Spaß neu aufgefrischt!

    Habe aber ehrlich gesagt nur die erste Seite im Thread überflogen.


    Zitat:

    06.05.2002

    120 Mio Jahre alte Landkarte?

    Ich hab mich mal nach ein paar im Artikel gemachten Aussagen im Netz umgesehen und dabei auch den Original-Bericht der Prawda (in englisch) aufgetrieben. Der Inhalt stimmt größenteils mit dem von Freenet überein. Es gibt da noch ein weiteres Foto, sagt aber auch nicht mehr aus...

    Dann fand ich noch ein paar Links zum Thema:

    Sciforums

    The russian issues

    Der Bericht in letztem Link oben ist schon am 2.4.02, also knapp einen Monat vor dem der Prawda erschienen, ist noch etwas ausführlicher.

    Der Fund der Reliefsteine war schon im Juli 99, warum hört man eigentlich erst jetzt davon? Schade, dass es nicht ein paar ausführlichere Bilder gibt...
    Beim Stöbern nach noch mehr Infos habe ich auch einen weiteren russischen Text entdeckt... und als ich so auf die URL schaute kam mir ein Gedanke: Kennt man in Russland auch Aprilscherze?? Denn aus dem Link scheint hervor zu gehen, dass der Artikel wohl doch am 1. April erschien (im Gegensatz zur englischen Ausgabe der Prawda, wo was vom 30. April stand???)


    Quelle
    LGW

  10. #40
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    Dashka Stein

    Grüße Euch,

    Ich hatte über diese Steinplatte schonmal einen Thread eröffnet.

    hier noch ein paar weitere Info
    sut Yahusha ilu samesa

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