Seite 5 von 5 ErsteErste 12345
Ergebnis 41 bis 44 von 44

Thema: Plattentektonik (News und evtl. Zusammenhänge dazu...)

  1. #41
    Redakteur Avatar von Angeni
    Registriert seit
    31.12.2010
    Ort
    Schweiz
    Beiträge
    10.659
    Mentioned
    249 Post(s)
    Follows
    0
    Following
    0
    Renommee: 366008

    AW: Plattentektonik (News und evtl. Zusammenhänge dazu...)

    Super gute Nachrichten!
    Endlich werden die neuen Theorien (welche praktisch belegt sind) von Dutch von der Geophysik angeschaut und studiert!

    2/20/2018 -- Professionals study CRATON INTERIORS -- Major step forward in Geophysics


    Professionals now studying CRATON BOUNDARIES -- Interior plate movement on craton edges
    Geändert von Angeni (21.02.2018 um 12:34 Uhr)
    Sonnige Grüsse
    Angeni



    Die Wissenschaft hat die Ganzheit getrennt und je detaillierter man das Atom in seinem
    Kern erforscht hat, desto weiter sind wir von uns selber weg gekommen
    - Angeni

  2. #42
    Redakteur Avatar von Angeni
    Registriert seit
    31.12.2010
    Ort
    Schweiz
    Beiträge
    10.659
    Mentioned
    249 Post(s)
    Follows
    0
    Following
    0
    Renommee: 366008

    AW: Plattentektonik (News und evtl. Zusammenhänge dazu...)

    England: Verborgene Plattengrenze entdeckt

    Großbritannien entstand aus drei Erdplatten statt aus nur zwei

    Spannender Fund: Geologen haben im Südwesten Englands eine verborgene Plattengrenze entdeckt – sie trennt Cornwall vom Norden Devons. Damit ist Großbritannien einst nicht nur aus zwei, sondern aus gleich drei Erdplatten entstanden, wie die Forscher im Fachmagazin "Nature Communications" berichten. Die Grenze zwischen den Urzeitkontinenten Avalonia und Armorica liegt demnach nicht wie angenommen unter dem heutigen Ärmelkanal, sondern weiter nördlich.


    Im Südwesten Englands verläuft eine erst jetzt entdeckte alte Plattengrenze. Sie trennt Cornwall und den Süden Devons vom Rest ab. © NASA/GSFC, Jacques Descloitres/ MODIS

    Großbritannien war nicht immer eine Einheit – auch geologisch nicht. Denn quer durch die Insel verläuft eine urzeitliche Plattengrenze. Sie trennt Schottland und Nordengland von Wales und Mittelengland ab. Diese Grenze markiert den Bereich, in dem vor rund 400 Millionen Jahren die Urkontinente Laurentia und Avalonia miteinander kollidierten. Gängiger Theorie nach entstand Großbritannien demnach einst aus zwei Erdplatten.

    Nahtstelle unter dem Ärmelkanal?
    Doch es gibt noch eine weitere Plattengrenze: Sie trennt das einstige Avalonia vom Urkontinent Armorica, auf dem heute Frankreich und weitere Teile Kontinentaleuropas liegen. "Im Silur und Devon waren Armorica und Avalonia noch durch ein dazwischenliegendes Meeresbecken getrennt", berichten Arjan Dijkstra und Callum Hatch von der University of Plymouth. Als dann die Kontinentaldrift dieses Becken schloss, blieb nur eine alte Nahtstelle zurück.

    Bisher vermuteten Geologen diese urzeitliche Plattengrenze südlich der Britischen Inseln: "Man hat immer angenommen, dass die Grenze zwischen Avalonia und Armorica unter dem Ärmelkanal verlief – er scheint ja quasi eine natürliche Nahtstelle zu sein", sagt Dijkstra. Doch wie er und sein Kollege nun entdeckt haben, ist das ein Irrtum.

    Geologische Grenze trennt Südwesten Englands
    Für ihre Studie entnahmen die Forscher an 22 Orten in Cornwall und Devon Gesteinsproben aus Formationen, in denen Adern eines urzeitlichen Lavagesteins vorkommen. Diese sogenannten Lamprophyre gelten als mögliche Anzeiger für eine Subduktion – die Kollision zweier Erdplatten, bei der eine unter die andere abtaucht. Über die Analysen der Strontium- und Neodym-Isotope im Gestein gelang es den Geologen, die Geschichte dieser Formationen zu rekonstruieren.


    Laurentia, Avalonia und Armorica - Großbritannien
    ist aus drei Erdplatten entstanden. © University of Plymouth

    Das überraschende Ergebnis: Die Proben aus Cornwall und Süddevon zeigten klare Unterschiede zu denen aus weiter nördlich gelegenen Probenstellen. Erstaunlich auch: Die Proben aus Cornwall waren in ihren Isotopenwerten nahezu identisch mit gleichalten Lamprophyren aus dem Armorica-Gebiet jenseits des Ärmelkanals.

    Verborgenes Fragment Armoricas
    "Unsere Daten sprechen dafür, dass eine klare geologische Grenze Cornwall und den Süden Devons vom Rest Englands trennt", konstatiert Dijkstra. "Auch wenn es an der Oberfläche keine sichtbare Naht gibt, liegt hier eine Grenze." Und nicht nur das: Das Gebiet, das südlich dieser geologischen Nahtstelle liegt, muss zum Urzeit-Kontinent Armorica gehören, wie die Forscher erklären.

    Das aber bedeutet: Entgegen bisherigen Annahmen verläuft die alte Grenze zwischen Avalonia und Armorica nicht unter dem Ärmelkanal, sondern durch den Südwesten Englands. Obwohl heute der Ärmelkanal die Bretagne von Cornwall getrennt, haben beide demnach denselben geologischen Ursprung. "Das eröffnet eine völlig neue Sicht darauf, wie Großbritannien einst geformt wurde", sagt Dijkstra. Denn Großbritannien ist demnach nicht nur aus zwei urzeitlichen Kontinentalplatten entstanden, sondern aus drei.


    Ruinen einer alten Zinnmine in Cornwall.

    Erklärung für Erzreichtum Cornwalls
    "Wir wussten ja schon vorher, dass man noch vor rund 10.000 Jahren trockenen Fußes von England nach Frankreich laufen konnte", sagt Dijkstra. "Aber jetzt wissen wir, dass die Verbindung zwischen den beiden Ländern schon Millionen Jahre älter ist." Dies könnte auch erklären, warum es in Südwest-England wie in der Bretagne besonders viele Zinn- und Wolframvorkommen gibt, im Rest Englands dagegen nicht:

    Wie die Geologen berichten, enthält die untere Kruste Armoricas metallreiche Formationen, die durch die urzeitlichen Plattenbewegungen und vulkanische Aktivität in diesen Gebieten nach oben befördert wurden. "Das erklärt den immensen Mineralreichtum Südwest-Englands, der zuvor eher ein Rätsel war", sagt Dijkstra.
    http://www.scinexx.de/wissen-aktuell...ce=RUN_mopo.de

    LG Angeni
    Sonnige Grüsse
    Angeni



    Die Wissenschaft hat die Ganzheit getrennt und je detaillierter man das Atom in seinem
    Kern erforscht hat, desto weiter sind wir von uns selber weg gekommen
    - Angeni

  3. #43
    Redakteur Avatar von Angeni
    Registriert seit
    31.12.2010
    Ort
    Schweiz
    Beiträge
    10.659
    Mentioned
    249 Post(s)
    Follows
    0
    Following
    0
    Renommee: 366008

    AW: Plattentektonik (News und evtl. Zusammenhänge dazu...)

    Querverweis
    Plattentektonik: Mexikobeben brach komplette Erdplatte

    Im September 2017 wurde Mexiko von einem starken Erdbeben getroffen.
    Das Land entging wohl nur knapp einer noch größeren Katastrophe.
    Die Wucht zerlegte eine komplette Platte.
    Weiterlesen
    Sonnige Grüsse
    Angeni



    Die Wissenschaft hat die Ganzheit getrennt und je detaillierter man das Atom in seinem
    Kern erforscht hat, desto weiter sind wir von uns selber weg gekommen
    - Angeni

  4. #44
    Redakteur Avatar von Angeni
    Registriert seit
    31.12.2010
    Ort
    Schweiz
    Beiträge
    10.659
    Mentioned
    249 Post(s)
    Follows
    0
    Following
    0
    Renommee: 366008

    AW: Plattentektonik (News und evtl. Zusammenhänge dazu...)

    Istanbul: Akute Erdbebengefahr bestätigt

    Istanbul liegt seismisch auf einem Schleudersitz. Wie hoch die Spannung an der nordanatolischen Verwerfung
    direkt vor der Stadt ist, haben nun Forscher ermittelt. © gece33/ iStock

    Aufgestaute Spannung: Ein neues Messsystem bestätigt die akute Erdbebengefahr für die Millionenstadt Istanbul – und quantifiziert sie erstmals. Die Messungen belegen, dass die Nordanatolische Verwerfung unter dem Marmarameer komplett blockiert ist. Dadurch hat sich genügend Spannung aufgestaut, um ein Erdbeben der Magnitude 7,1 bis 7,4 auszulösen, wie die Forscher im Fachmagazin „Nature Communications“ berichten. Für die Bewohner Istanbuls wäre ein solches Erdbeben fatal.

    Istanbul sitzt auf einer seismischen Zeitbombe. Denn unmittelbar südlich der Millionenstadt liegt unter dem Marmarameer die Nordanatolische Verwerfung – eine aktive Plattengrenze. Hier schieben sich die eurasische und die anatolische Erdplatte langsam aneinander vorbei. Weil dabei das Gestein immer wieder verhakt, entlädt sich die Spannung in Erdbeben, die bislang immer weiter Richtung Westen gewandert sind – auf Istanbul zu. Doch das 150 Kilometer lange Teilstück unter dem Marmarameer ist seit 1766 nicht mehr gebrochen – es bildet eine seismische Lücke.

    Kriechen oder Blockade?
    Bislang war jedoch unklar, wie hoch die Spannung unter dem Marmarameer inzwischen ist – und ob nicht doch ein langsames Kriechen einen Teil davon abgebaut hat. Der Grund dafür: Die Signale von GPS und Radarsatelliten werden vom überdeckenden Meerwasser größtenteils geschluckt. Deshalb konnten Forscher bisher nur auf Basis der GPS-Messungen an den Ufern schätzen, ob und wie stark sich die Verwerfung an dieser Stelle bewegt.




    Lage der Messgeräte (Dreiecke) und zuvor registrierte seismische Aktivität (rot)
    an der Verwerfung im Marmarameer – im Zentrum blieb es lange ruhig.
    © Lange et al./ Nature Communications, CC-by-sa 4.0



    Jetzt jedoch haben Dietrich Lange vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel und sein Team ein neuartiges Messsystem auf Basis akustischer Signale eingesetzt, um die Untergrundbewegungen am Grund des Marmarameeres direkt zu vermessen. Zweieinhalb Jahre lang führten zehn Messgeräte in 800 Metern Wassertiefe beiderseits der Störung mehr als 650.000 Abstandmessungen durch.
    Erst durch diese Daten konnten die Forscher nun feststellen, ob die Nordanatolische Verwerfung an dieser Stelle komplett verhakt ist oder aber sich kriechend ohne seismische Aktivität bewegt.

    Verwerfung ist komplett blockiert
    Das Ergebnis: „Unsere Messungen zeigen, dass die Verwerfungszone im Marmarameer verhakt ist und sich deswegen tektonische Spannungen aufbauen“, sagt Lange. Die oberflächliche Versatzrate entlang des Messnetzwerks war nahezu gleich null, wie die Messdaten ergaben. Dies spreche gegen einen schleichenden Versatz und für eine völlige Blockade der Verwerfung in diesem 150 Kilometer langen Teilstück, so die Forscher.
    Ihren Erkenntnissen nach ist das Gestein der Plattengrenze bis in mindestens drei Kilometer Tiefe komplett verhakt, wahrscheinlich sogar bis in noch tiefere Gesteinsschichten. „Wenn man davon ausgeht, dass der letzte Bruch der Nordanatolischen Verwerfung im Marmarameer im Jahr 1766 stattfand, dann hat sich seitdem ein Versatzdefizit von vier Metern angesammelt“, berichten die Forscher.

    Potenzial für ein Beben der Stärke 7,1 bis 7,4
    „Das ist der erste direkte Nachweis über den Spannungsaufbau am Meeresboden südlich von Istanbul“, sagt Lange. Sollte sich diese Spannung abrupt in einem Erdbeben entladen, hätte dies verheerende Folgen. Denn nach Berechnungen der Forscher würde dies je nach Länge des Bruchs ein Erdbeben der Magnitude 7,1 bis 7,4 verursachen. Für die nahegelegene Metropolregion Istanbul und ihre 15 Millionen Einwohner wäre das fatal.

    Das letzte starke Beben im Marmarameer am 22. Mai 1766 hatte eine Magnitude von 7,5 und verursachte schwere Schäden. Häuser wurden zerstört, Hafenanlagen beschädigt und tausende Menschen starben durch Trümmer und Flutwellen.
    https://www.scinexx.de/news/geowisse...hr-bestaetigt/



    Collapsed houses, destroyed port facilities and thousands of victims — on 22 May 1766 an earthquake of approximately 7.5 magnitude units and a subsequent water surge triggered a catastrophe in Istanbul. The origin of the quake was located along the North Anatolian fault in the Sea of Marmara. It was the last major earthquake to hit the metropolis on the Bosporus.

    Istanbul: Meeresbodenstudie belegt erstmals Erdbebenrisiko

    Eingestürzte Häuser, zerstörte Hafenanlagen und Tausende von Opfern - am 22. Mai 1766 löste ein Erdbeben mit einer Stärke von etwa 7,5 Einheiten und eine anschließende Wasserwelle eine Katastrophe in Istanbul aus. Der Ursprung des Bebens lag an der nordanatolischen Verwerfung im Marmarameer. Es war das letzte große Erdbeben in der Metropole am Bosporus.

    Forscher des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel (Deutschland) konnten nun gemeinsam mit Kollegen aus Frankreich und der Türkei erstmals mit direkten Messungen am Meeresboden nachweisen, dass sich auf Nordanatolien wieder eine erhebliche tektonische Belastung aufgebaut hat Fehler unter dem Marmarameer. „Es würde ausreichen, ein weiteres Erdbeben mit einer Stärke zwischen 7,1 und 7,4 auszulösen“, sagt Geophysiker Dr. Dietrich Lange von GEOMAR. Er ist der Hauptautor der Studie, die heute in der internationalen Zeitschrift Nature Communications veröffentlicht wurde.

    Die nordanatolische Verwerfungszone markiert die Grenze zwischen der eurasischen und der anatolischen Platte. „Starke Erdbeben treten auf, wenn die Fehlerzone gesperrt wird. Dann sammeln sich tektonische Spannungen an und die seismische Energie wird bei einem Erdbeben freigesetzt “, erklärt Dr. Lange. Das letzte Mal geschah dies 1999 in einem Abschnitt der nordanatolischen Verwerfung in der Nähe von Izmit, etwa 90 Kilometer östlich von Istanbul.

    Der Aufbau tektonischer Dehnungen entlang von Verwerfungszonen an Land wird seit Jahren regelmäßig mithilfe von GPS- oder Landvermessungsmethoden überwacht. In Störzonen am Meeresboden ist dies aufgrund der geringen Eindringtiefe der GPS-Satellitensignale unter Wasser nicht möglich. Der Teil der nordanatolischen Verwerfung, der die Metropolregion Istanbul erheblich gefährdet, befindet sich jedoch unter Wasser im Marmarameer.

    Bisher war es nur möglich, beispielsweise mit Hilfe von Landbeobachtungen zu extrapolieren, ob sich die Plattengrenzen dort bewegen oder verriegelt sind. Die Methoden konnten jedoch nicht zwischen einer Kriechbewegung und der vollständigen Verriegelung der tektonischen Platten unterscheiden. Mit dem neuen, am GEOMAR entwickelten GeoSEA-System, das akustische Abstände auf dem Meeresboden misst, können Wissenschaftler erstmals die Krustenverformung direkt und mit mm-Genauigkeit messen. In zweieinhalb Jahren wurden insgesamt zehn Messgeräte in einer Wassertiefe von 800 Metern auf beiden Seiten der Verwerfung installiert. In dieser Zeit haben sie mehr als 650.000 Entfernungsmessungen durchgeführt.

    „Um auf einigen Millimetern über mehrere hundert Meter genau messen zu können, ist eine sehr genaue Kenntnis der Schallgeschwindigkeit unter Wasser erforderlich. Daher müssen auch Druck- und Temperaturschwankungen des Wassers über den gesamten Zeitraum sehr genau gemessen werden “, erklärt Prof. Dr. Heidrun Kopp, GeoSEA-Projektleiterin und Mitautorin der aktuellen Studie.

    „Unsere Messungen zeigen, dass die Verwerfungszone im Marmarameer gesperrt ist und sich daher eine tektonische Belastung aufbaut. Dies ist der erste direkte Beweis für den Belastungsaufbau auf dem Meeresboden südlich von Istanbul “, betont Dr. Lange.

    „Wenn sich die angesammelte Belastung während eines Erdbebens löst, würde sich die Störungszone um mehr als vier Meter bewegen. Dies entspricht einem Erdbeben der Stärke 7,1 bis 7,4 “, ergänzt Professor Kopp. Ein solches Ereignis hätte sehr wahrscheinlich ähnliche weitreichende Folgen für das nahe Istanbul wie das Erdbeben von 1999 für Izmit mit über 17.000 Opfern.
    http://www.geologypage.com/2019/07/i...#ixzz5uFgxHhGE

    Sonnige Grüsse
    Angeni



    Die Wissenschaft hat die Ganzheit getrennt und je detaillierter man das Atom in seinem
    Kern erforscht hat, desto weiter sind wir von uns selber weg gekommen
    - Angeni

Seite 5 von 5 ErsteErste 12345

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •