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Thema: Sonstige Dokus

  1. #31
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    Re: Sonstige Dokus

    The Aswang Phenomenon - Full Documentary on the Filipino Vampire

  2. #32
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    Re: Sonstige Dokus

    Griechenland: Zurück aufs Land

    HTML-Code:
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    Michael Unger, Thomas Vollherbst und Anne Rigollet – ARTE GEIE - Frankreich 2012

    Seit Jahrzehnten gab es in Griechenland einen klaren Trend: Die Menschen zogen aus der Provinz in die Städte.

    Jetzt, wo das Land in der tiefsten Rezession seit Ende des Zweiten Weltkriegs steckt, ein Unternehmen nach dem anderen dicht macht und die Arbeitslosenzahlen steigen, hat sich die Binnenmigration umgekehrt.

    Immer mehr Griechen, die in den Städten keine Chance auf einen Job sehen, wandern in die Dörfer zurück. Dort widmen sich viele als Selbstversorger der Landwirtschaft.

    Während die Politiker über das Schicksal des europäischen Landes entscheiden, das am härtesten von der Krise getroffen ist, muss die Bevölkerung sozusagen die Zeit zurückdrehen, um über die Runden zu kommen.

    http://videos.arte.tv/de/videos/griechenland_zurueck_aufs_land_-6354944.html

  3. #33
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    Re: Sonstige Dokus

    John Stossel's Illegal Everything

  4. #34
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    Re: Sonstige Dokus

    Zitat Zitat von S.E.T.I
    Griechenland: Zurück aufs Land

    Während die Politiker über das Schicksal des europäischen Landes entscheiden, das am härtesten von der Krise getroffen ist, muss die Bevölkerung sozusagen die Zeit zurückdrehen, um über die Runden zu kommen.

    http://videos.arte.tv/de/videos/griechenland_zurueck_aufs_land_-6354944.html
    wie soll ma diese aussage, speziell das markierte, verstehen?
    a) früher war alles beser?
    b) ein rückschritt bringt den fortschritt
    c) oder gar degenerierung der modernen errungenschaften?

    ----
    Anm. ein liter benzin kostet dort 1.75€uro? (wird im film gesagt)

    lg mike
    um apollo 11 auf den mond zu bekommen, war eine rechnerleistung von DREI commodore 64 notwendig...
    um heute einen ticket zu lösen, ist EIN pentium-prozessor nicht ausreichend.


  5. #35
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    Re: Sonstige Dokus

    Hallo

    Diese Dokumentation ist was älter,leider aber immer noch Aktuell oder schlimmer!


    Es ist der 28. Mai 2011. Am Morgen noch hatte General Markus Kneip, der Kommandeur der Nato-Truppen in Nordafghanistan, bei der Trauerfeier für einen gefallenen deutschen Soldaten im Lager Kunduz gesprochen; davon, dass der Einsatz trotzdem für jeden weitergehen müsse: Tage, Wochen -- oder wie bei ihm selbst -- bis weit in das nächste Jahr. Nur wenige Stunden später ist alles anders. Der General gerät persönlich ins Visier der Taliban. Ein verheerendes Selbstmordattentat überlebt er schwer verletzt, sieben andere Menschen sterben, darunter der afghanische Polizeichef und zwei Soldaten der Bundeswehr. Der Anschlag gehört zu den schlimmsten in einem überaus blutigen afghanischen Sommer. ARD-Autor Ashwin Raman hat diesen Tag in Kunduz dokumentiert. Im Sommer 2011 ist er unterwegs im Norden Afghanistans. Der mit dem deutschen Fernsehpreis ausgezeichnete Kriegsreporter reist wie immer auf eigene Faust und auf eigenes Risiko, ausgerüstet mit einer kleinen Videokamera und einer kugelsicheren Weste. Sein Ziel: eine möglichst hautnahe Bestandsaufnahme nach zehn Jahren Krieg -- in jener Region, in der die Bundeswehr für Sicherheit und Stabilität sorgen muss. Vier Wochen reist Raman durch den Norden des Landes, besucht die Standorte bei Kunduz, Mazar-e-Sharif und Baghlan. Er ist mit Bundeswehrsoldaten unterwegs bei Patrouillen und gefährlichen Einsätzen. Er macht Station an abgelegenen deutschen Außenposten im afghanischen Niemandsland und begleitet die afghanische Armee bei einer Offensive gegen die Taliban. Mehrfach wird er Zeuge von tödlichen Anschlägen. Ist dieser Krieg zu gewinnen, wenn sich die Spirale der Gewalt immer weiter dreht? Die Zweifel wachsen, auch unter den deutschen Soldaten in Afghanistan. "Um hier wirklich etwas zu verändern, dafür müsste man in Zeiträumen von mehreren Generationen denken", sagt ein deutscher Offizier. Und fürchtet, dass der Bundeswehreinsatz mit mittlerweile mehr als 50 Toten vielleicht völlig sinnlos war.

    Ashwin Ramans Reportage zeichnet das Bild eines geschundenen Landes im zehnten Kriegsjahr. Seine Bewohner leben in ständiger Bedrohung durch grausame Anschläge und versuchen sich einzurichten in einen Alltag so nah am Tod.



    mfg
    olaf
    Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 – “Haftung für Links” hat das Landgericht (LG) Hamburg entschieden, dass man durch das Setzen eines Links, die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Hiermit distanzieren ich mich ausdrücklich von den verlinkten Seiten, dafür sind ausschließlich die Urheber bzw. Betreiber verantwortlich.)

  6. #36
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    Re: Sonstige Dokus

    Hallo




    Ein Film von Yoav Shamir über den sogenannt Antisemitismus.

    Regisseur: Yoav Shamir ; Montage: Morten Hojbjerg ; Kamera: Yoav Shamir ; Musik:Mischa Krausz ; Produzenten: Karoline Leth - Kopenhagen
    Sandra Itkoff - Los Angeles ;
    Philippa Kowarsky - TelAviv ;
    Knut Ogris - Wien
    mfg
    olaf
    Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 – “Haftung für Links” hat das Landgericht (LG) Hamburg entschieden, dass man durch das Setzen eines Links, die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Hiermit distanzieren ich mich ausdrücklich von den verlinkten Seiten, dafür sind ausschließlich die Urheber bzw. Betreiber verantwortlich.)

  7. #37
    Redakteur Avatar von Angeni
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    Re: Sonstige Dokus

    Müll vermeiden statt Müll erzeugen

    [angeni]truchsess_muell-vermeiden-statt-muell-erzeugen[/angeni]

    Müll recyceln mag fortschrittlich sein, ist aber unlogisch. Keinen Müll erzeugen ist besser, und auch notwendig. Die Zukunft beginnt jetzt und hier. Mit kompostierbaren Ökoverpackungen sieht die Welt anders aus, als mit Plastik, denn es entsteht erst gar kein Müll.

    Im Detail geht es um:

    • Die Welt versinkt in Plastikmüll. Es gibt bereits in vielen Bereichen brauchbare Alternativen.
      Millionen von Tonnen an Plastik werden über die Meere oder offene Verbrennung «entsorgt».
      Landwirtschaft als Müllproduzent. Plastikmulchfolien am Acker (Weichmacher gelangen in die Erde, und somit auch in das Gemüse), Silofolien, Millionen Tonnen Plastikschnüre als Rankhilfe. Plastikblumentöpfe im Biobereich.
      Verpackungswahnsinn. z. B. fünf Blatt Wurst sind in Plastikverpackung verpackt. Bei dieser Art der Verpackung kostet die Verpackung mehr als der Inhalt. Wenn man einen Joghurtbecher eingräbt, liegt dieser 2500 Jahre in der Erde.
      Wie reagiert der Lebensmittelhandel?
      Wie reagieren die Entsorger. Viele hassen die kompostierbaren Ökoverpackungen, da es dabei bald weniger Müll gibt.
      Wie reagieren die Politiker? Viele wissen noch immer nicht, wie man PLA entsorgen soll, ob-wohl es eindeutig in der Bioverordnung steht.


    Und Alfred Truchsess’ Lösung: Alles Müll, oder was? Das «Was ist die Alternative».

    • Haben Ihre Kaffebecher noch immer eine Polyethylenbeschichtung, und sind daher Müll? Unsere Becher sind kompostierbar!
      Plastiktragtaschen? In vielen Ländern hat man diese längst verboten. Warum nicht kompostierbare Tragtaschen?
      Fleisch oder Torten auf Styroportassen? Warum nicht kompostierbare Bagassetassen?
      Mehlspeisen auf PE beschichteten Kartontassen? Warum nicht unsere kompostierbaren Tassen?
      Plastikbesteck? Warum nicht kompostierbares Besteck aus Stärke?
      Verkaufen Sie Fertigsalate, Fruchtsalate, Joghurt, Obst und Biogemüse im Plastikbecher? Unsere kompostierbaren Becher und Schalen sind kein Müll!
      Unsere kompostierbaren Schalen sind sowohl gefriertauglich als auch mikrowellentauglich.
      Plastikteller? Brauchen wir überhaupt nicht! Wir haben kompostierbare Teller!
    http://www.alpenparlament.tv/playlis...muell-erzeugen

    LG Angeni
    Geändert von lamdacore (26.10.2012 um 15:42 Uhr)
    Sonnige Grüsse
    Angeni



    Die Wissenschaft hat die Ganzheit getrennt und je detaillierter man das Atom in seinem
    Kern erforscht hat, desto weiter sind wir von uns selber weg gekommen
    - Angeni

  8. #38
    Lisa
    Gast

    Re: Sonstige Dokus

    Wie alles begann

    Die Frage nach der Entstehung der Erde bzw. der Welt beschäftigt die Menschheit schon seit vorgeschichtlichen Zeiten. Verschiedene Kulturkreise brachten zahlreiche Schöpfungsmythen, wie zum Beispiel die des 1. Buch Mose (Genesis), hervor. Dagegen brachte erst die Neuzeit wissenschaftliche Erkenntnisse darüber, welche astrophysikalischen Prozesse zur Bildung der Erde geführt haben können.

    In einem größeren Kontext ist die Entstehungsgeschichte der Erde dabei mit der Geschichte des Universums und unserer Heimatgalaxie, der Milchstraße, im Allgemeinen sowie mit der Geschichte unseres Sonnensystems im Besonderen verknüpft.
    Die Wissenschaft geht heute -- stark vereinfacht gesagt -- davon aus, dass sich das Universum seit dem Urknall vor etwa 13,7 Milliarden Jahren immer weiter ausdehnt. Im Zuge dessen verteilte sich auch die Materie in ihm räumlich, jedoch unregelmäßig. Die Unregelmäßigkeiten in der Materiedichte führten durch Gravitation zu ersten größeren Gasansammlungen. Erst im Laufe von Jahrmilliarden und nach vielfachen Umgestaltungen bildete sich daraus die uns heute bekannte Ordnung von Galaxien und Planetensystemen, indem sich Materie durch Gravitation und Zentrifugalkraft (Fliehkraft) in bestimmten Systemen bündelte und ordnete.

    Es wird angenommen, dass als Vorläufer unseres Sonnensystems zunächst ein gigantischer Sonnennebel (oder Sonnenwolke) bestand, der vor 4,6 bis 4,7 Milliarden Jahren durch seine Gravitation kollabierte. Durch dieses Zusammenziehen erhöhte sich aufgrund der notwendigen Erhaltung des Bahndrehimpulses die Rotationsgeschwindigkeit des Gebildes, wodurch sich, im Zusammenspiel mit der Schwerkraft, die Materie entlang elliptischer Bahnen zu konzentrieren begann. Dieser Vorgang wird auch als Akkretion bezeichnet. Die im Zentrum akkumulierte Masse erreichte dabei eine so hohe Dichte, dass ein nuklearer Fusionsprozess einsetzte; die Sonne war geboren. Die übrige, um die Sonne kreisende Materie ballte sich nun zu frühen Planeten, den Planetesimalen zusammen. Ab einer bestimmten Größe führt deren Gravitation zu einer immer weiter fortschreitenden, jedoch nicht unbedingt kontinuierlichen, Materialakkumulation, also einem Anwachsen der Gebilde bis hin zur Größe von Protoplaneten.



  9. #39
    Lisa
    Gast

    Re: Sonstige Dokus

    300 Tage allein auf einer Insel

    Monatelang nichts als Fisch und Kokosnüsse, bewaffnet mit Taschenmesser und Machete - Xavier Rosset hat 300 Tage auf einer einsamen Insel im Pazifik gelebt. Auf dem winzigen Fleck Erde fand der Sinnsucher jedoch keine überwältigende Erkenntnis. Sondern kämpfte ums Überleben.



    Nach 24 Stunden im Paradies verzweifelt Xavier Rosset. Acht Stunden harrt er mit der Angel am Meer aus, doch kein Fisch beißt an. Er klettert auf Kokospalmen, und rutscht doch an deren glattem Stamm immer wieder ab. Ohne Wasser, ohne Essen, ohne Freunde und 22.000 Kilometer entfernt von allem, was er kennt, zweifelt der 32-Jährige plötzlich an seinem großen Traum: dem Leben auf einer einsamen Insel.

    "Ich wäre vor Hunger fast gestorben", sagt der Schweizer heute über die ersten Tage auf Tofua im Südpazifik. In Ruhe und Abgeschiedenheit, fernab von Lärm, Menschen und Vergnügungen wollte er als Eremit eigentlich dem Sinn seines Lebens auf die Schliche kommen. Ihn hatte - wie so viele moderne Aussteiger - der Inselmythos gepackt, und er sehnte sich nach Sandstrand, Korallenriffen, Kokosnüssen - und vor allem nach Zeit.

    "Ich wollte mich selbst besser kennenlernen, viel nachdenken und herausfinden, was ich im Leben wirklich will", sagt er. Statt wie andere zur Selbstfindung drei Wochen auf dem Jakobsweg zu wandeln, suchte der Abenteurer die Erkenntnis in einem Leben wie vor 300 Jahren, zehn Monate lang.

    Rosset liebt die Extreme. Bis er ausstieg, hatte sich der 1,92 Meter große Profisportler mit den besten Snowboardern der Welt bei waghalsigen Rennen gemessen. Er feierte rauschende Partys, hatte ständig viele Freunde um sich. Acht Jahre lang war der Mann mit den kurzen dunklen Haaren, dem runden Gesicht und den strahlenden Augen schon mit derselben Frau liiert - doch auf Sinnsuche ging er alleine: "Dann bist du gezwungen, dich mit dir selbst zu beschäftigen", sagt er.

    "Es gibt nichts zu essen - es ist fürchterlich"

    Eine Machete, ein Schweizer Taschenmesser, ein Erste-Hilfe-Set, ein Satellitentelefon und eine solarbetriebene Ladestation für die Kamera: Mit diesem Gepäck zieht Rosset im September 2008 von Verbier im Schweizer Kanton Wallis nach Tofua. Das menschenleere Eiland ist eine von 176 Inseln und Atollen des Königreichs Tonga. Mitten im Südpazifik gelegen, 50 Kilometer entfernt von der nächsten Stadt, wurde die Vulkaninsel vor 50 Jahren von den letzten Bewohnern verlassen.

    Rossets einziger Kontakt zur Außenwelt ist das Telefon, so kann er zur Dokumentation der Reise alle zwei Wochen eine Nachricht auf einen Anrufbeantworter in der Schweiz sprechen. Die ersten Eindrücke hinterlässt er bereits nach 24 Stunden: "Es gibt hier nichts zu essen oder zu trinken. Ich vermisse alles, es ist fürchterlich." Gleichzeitig dreht er über seinen Aufenthalt in der Einöde einen Film, der in verschiedenen Städten Deutschlands ab dem 10. Oktober im Rahmen der European Outdoor Film Tour zu sehen sein wird (Trailer siehe linke Spalte).

    "Tofua - meine Insel", so nennt Rosset heute liebevoll seine Kurzzeit-Heimat. "Doch die Insel war ganz anders, als ich sie mir erträumt hatte." 54 Quadratkilometer groß, dichter Wald, in der Mitte ein mächtiger, aktiver, schwarzer Vulkan - kein Sandkorn weit und breit, messerscharfe Steine bilden den Weg zum Meer.

    Um sich heimischer zu fühlen, baut er sich eine Hütte. Äste bilden das Gerüst, Rinde nutzt er als Seile, das Dach steckt er aus heruntergefallenen Palmenblättern zusammen. Nach zweieinhalb Tagen steht sein Domizil: ein Unterschlupf, drei Meter breit, vier Meter lang und gerade hoch genug, dass er darin stehen kann.

    Selbstgespräche gegen die Einsamkeit

    Die Idylle hält bis zum ersten Regenguss. Rosset hetzt in sein Heim, doch nach wenigen Minuten unterm Palmendach ist er klitschnass. Die Hütte ist nicht wasserdicht. Er muss die Palmenblätter erst Zentimeter um Zentimeter miteinander verweben, wie es ihm ein Fischer gezeigt hat. Keine Sache von Tagen, sondern von sechs Wochen.

    Nach den Schwierigkeiten zu Beginn kehrt mit der Zeit Routine in Xavier Rossets Inseldasein: Er geht fischen, reinigt Wasser, knackt Kokosnüsse. Sind die Grundbedürfnisse gestillt, schlägt sich der Mann mit der Machete einen Pfad durch den Wald oder klettert auf den glühenden Vulkan. "Es sah dort aus wie auf dem Mond", sagt er.

    In den ersten Tagen dehnt er sich noch jeden Morgen bei gymnastischen Übungen. Doch das Wurzelnausgraben und Holzsammeln zehrt schnell all seine Kraft auf. Auch wird das tägliche Einerlei Rosset bald zu langweilig, die Einsamkeit nimmt ihm all seine Motivation. Er rafft sich nur noch zum Nötigsten auf. "Warum sollte ich Feuer machen? Ich war alleine und konnte schöne Dinge mit niemandem teilen."

    Viele Fragen drehen sich in seinem Kopf, er beginnt, laut zu reden. Doch da ihm niemand widerspricht, führen die Diskussionen zu nichts. "Manchmal kommst du von alleine einfach nicht auf eine Antwort." Nach einer Woche ertönt seine Stimme nur noch selten - wenn er der Insel, dem Vulkan oder dem Ozean seine Gedanken mitteilt.

    Handoperation per telefonischer Anweisung

    Das karge Leben in der Isolation birgt Gefahren: Stürme kommen auf, zweimal erschüttert ein Erdbeben den Zufluchtsort. An den scharfen Steinen am Strand reißt sich Rosset immer wieder Hände und Füße blutig. Einige der Wunden infizieren sich, seine Finger schmerzen, so dass er 20 Tage lang nur noch eine Hand bewegen kann. Er angelt zwar noch, doch die meisten Fische entwischen ihm. Kokosnüsse fallen als Nahrung aus, denn er kann nicht mehr klettern.

    "Ich hatte Angst, dass ich an der Infektion sterben würde", sagt Rosset. Deswegen holt er sich per Satellitentelefon Rat von seinem Arzt in der Schweiz. Der Mediziner erklärt ihm genau, wie er die Verletzungen vorsichtig mit einer desinfizierten Nadel säubern und sich die Hand selbst verbinden kann. Seine Selbst-Operation funktioniert, die Wunde heilt.

    Rosset zählt dennoch die Tage. Jeden Morgen ritzt er mit dem Taschenmesser eine zwei Zentimeter lange Markierung in eine Kokospalme. "Sonst hätte ich nach zwei Wochen nicht mehr gewusst, wie lange ich schon dort war", sagt er. Zu ähnlich sind die Tage, auch wenn sie Überraschungen bergen.

    Unverhofft bringt ihm nach einigen Monaten mitten im Niemandsland der Fischer einen Gefährten auf die Insel: "Sugar", einen kleinen weißen Hund mit zwei schwarzen Flecken um die Augen. Der Hund folgt ihm in den Wald und zum Fischen. "Sugar veränderte mein Leben komplett." Als er einen Begleiter hat, akzeptiert Rosset seine Abgeschiedenheit allmählich - und schließt kurze Zeit später erneut Freundschaft. Ein Baby-Wildschwein geht ihm in die Falle. "Piggy" ist winzig, behaart, mit Stupsnase, einfach zu putzig zum Verspeisen und bleibt zwei Monate bei ihm.

    "Eine tolle Erfahrung. Aber ich werde so etwas nicht noch einmal tun"

    Ende Juni 2009 geht Rosset zurück in die Zivilisation. Nach einem 28-stündigen Flug warten am Flughafen in Genf rund 50 Freunde auf den Heimkehrer. Sie erkennen ihn kaum: Er hat 18 Kilo abgenommen, seine Haare sind gewachsen, ein dichter Vollbart bedeckt sein Gesicht. Die Freunde singen und tanzen zur Begrüßung, spielen auf Gitarren und Trommeln. Überwältigt von seinen Gefühlen schließt Rosset seine Freundin Nataly nach 300 Tagen wieder in die Arme. Endlich ist der Mann, der die Einsamkeit gesucht hatte, nicht mehr alleine.

    Heute verdient Rosset sein Geld mit Vorträgen über sein Leben auf Tofua und führt im Winter Touristen durch die heimischen Alpen. Seine Gedanken während des Insellebens hat er auf 295 Seiten in einem Tagebuch festgehalten. Was ihm auch nach seiner Rückkehr bleibt, ist ein Gefühl der Zufriedenheit. Er nehme nichts mehr persönlich, er renne nicht mehr wie alle anderen, sondern nehme sich Zeit für die wichtigen Dinge im Leben: "Freunde, Familie und Glück", so Rosset.

    Das Wichtigste, was er in seiner Zeit als Einsiedler gelernt hat, ist jedoch: "Man soll seine Träume realisieren." Seinen großen Traum hat der Schweizer gelebt, doch eine traumhafte Zeit war sein Tofua-Aufenthalt nicht. "Es war eine tolle Erfahrung. Aber ich werde so etwas nicht noch einmal tun."



  10. #40
    Gast

    Re: Sonstige Dokus

    Traumhaftes Taiwan

    Die Aussicht ist grandios: 'Taipeh 101' gilt als eines der höchsten Gebäude der Welt und als Wahrzeichen von Taiwans Hauptstadt Taipeh. Seine Glitzerfassade steht für das moderne Taiwan, für eine pulsierende Metropole, für Aufbruch, Fortschritt, Zukunft. Doch Taiwan ist weit mehr. Das Team des ARD-Studios Ostasien hat sich auf Entdeckungstour durch die traumhafte Natur des Landes gemacht. Glasklares Wasser an den Stränden im Süden, atemberaubende Marmor-Bergschluchten, sanfte Teeplantagen in alpiner Bergwelt. Ein Land, das trotz aller Moderne noch tief verwurzelt ist in seinen Traditionen. Und in seinem Glauben - die Welt der Geister ist sehr lebendig in Taiwan ... Taiwan ist vielfältig: Korrespondent Philipp Abresch wirft sich in die vibrierend lebendigen Nachtmärkte der Hauptstadt. Er testet Schweineblutpudding, Sarg-Brot und Schlangen-Cocktails. So gestärkt geht es auf eine abenteuerliche Reise quer durchs Land - von den feinen Sandstränden des Pazifik bis in die sagenhafte Bergwelt des Taroko-National-Parks mit Wasserfällen und buddhistischen Tempeln. Dort leben noch Ureinwohner, die bis heute ihre Riten lebendig halten. Wie die Großfamilie mit besonderer Berufstradition: Großvater, Vater und Tochter arbeiten als Knochengräber und sorgen so für das Seelenheil ihrer Vorfahren. Und vor der alpinen Kulisse der Alisha Berge ackern die Teebauern wie vor 100 Jahren - und sind doch mit ihrer Erfindung voll in der Neuzeit angekommen: Es ist der weltweit berühmte Perlentee. Und auch sie gibt es: Touristen! Wovor sich das demokratische Taiwan immer fürchtete - die kommunistische Invasion - sie hat längst begonnen. Immer mehr Chinesen vom Festland machen einen Abstecher auf die schöne Insel - sehr zur Freude von Hoteliers und Fremdenführern. Eine friedliche Annäherung der beiden Chinas ...


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