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Thema: Indigene Völker

  1. #11
    Erfahrener Benutzer Avatar von poseidon
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    Re: Indigene Völker

    Sikkim - Das alte Wissen der Schamanen







    Liebe Grüße
    Wir können die Windrichtung nicht ändern. Aber wir können die Segel richtig setzen.

  2. #12
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    Re: Indigene Völker

    "Ein Indianer saß am Fluss und angelte. Da kam ein Weißer Mann daher und sagte zu ihm: Warum gehst Du nicht arbeiten? Du kannst Geld verdienen, dir ein Haus kaufen, eine Familie gründen, kannst ein großes Auto fahren. Du könntest wirklich ein gutes Leben führen. Dann fährst du in den Urlaub, z. B. an einen Fluss zum Angeln.
    Der Indianer antwortete: Ja, weißer Mann du hast recht. Das könnte ich tun. Aber ich sitze ja schon an einem Fluß und fische."

    Der Rote Mann kämpft für sein Volk, seine Familie, um Nahrungsvorräte und Jagdgebiete, um das Überleben. Der Weisse Mann kämpft aus Gier nach mehr für sich und seinen Hunger nach Geld und Gold. Er denkt an sich immer zuerst. Bei den roten Männern ist der reich zu nennen, der viele Geschenke macht; Bei den weissen Männern kommt es darauf an, immer noch mehr anzuhäufen und bloss nichts wegzugeben. Der rote Mann liebt die Natur, weil er ein Teil von ihr ist. Der weisse Mann tötet die Natur, obwohl auch er ein Teil von ihr ist. DAS nenne ich verückt..

  3. #13
    Gast

    Re: Indigene Völker

    Selten willkommen......
    Die Volksgruppen der Roma und Sinti haben es trotz ihrer 600-jährigen Geschichte in Europa nicht leicht: Viele haben an ihren Wohnorten nur eine begrenzte Aufenthaltsgenehmigung und leben in prekären Verhältnissen.

    Gewalt gegen Roma

    Osteuropas vergessener Bürgerkrieg

    Es ist eine Tragödie mitten in Europa: In vielen Ländern des Kontinents werden Roma von Rechtsextremisten drangsaliert. Der Rassismus gegen die Minderheit gilt vielerorts als gesellschaftsfähig - zur Lösung fehlt jede Strategie.

    In Osteuropa herrscht ein moderner Bürgerkrieg. Die Regierungen von Tschechien bis Bulgarien spielen ihn seit Jahren herunter, die westliche Öffentlichkeit weiß wenig von ihm: Es ist ein Krieg gegen die Roma. Es gibt Aufmärsche gegen sie, selbsternannte Ordnungshüter schikanieren und bedrohen sie; um die Viertel, in denen sie wohnen, werden Mauern errichtet; ihre Häuser werden angezündet; sie werden von ihren Wohnorten vertrieben, manchmal brutal ermordet.

    Geführt wird dieser Krieg mal von paramilitärisch organisierten Rechtsextremisten oder von Rechtsterroristen, mal von Hooligans oder einfach von aufgebrachten, ansonsten jedoch unbescholtenen Bürgern. Die Behörden schauen fast überall lange zu, am Ende verhindern Ordnungskräfte nur das Schlimmste. Oder auch nicht. "Wir sind fast vogelfrei", sagt der ungarische Roma-Aktivist Aladár Horváth, der sich nach mehr als drei Jahrzehnten Menschrechtsarbeit nun fühlt, als stünde er vor einem Scherbenhaufen.

    So wie bei den derzeitigen Gewaltexzessen gegen Roma in Bulgarien ist das Szenario überwiegend dasselbe: Am Anfang steht ein privater, zuweilen banaler Streit zwischen Roma und Nicht-Roma, es geht um Schulden, um kleine Diebstähle oder schlicht um beleidigende Worte im Suff. Die genauen Umstände solcher Streitereien lassen sich selten rekonstruieren. Häufig enden sie mit Körperverletzung, manchmal sogar mit Toten. Anschließend kommt es in einem Maß zu pogromartigen Ausschreitungen und Selbstjustiz, die in keinem erklärbaren Verhältnis mehr zum vorangegangenen Ereignis stehen.

    Das Ausmaß der flächendeckenden Gewalt gegen Roma in Osteuropa, so lautet die erste Erkenntnis bei der Suche nach den Ursachen, könnten die jeweiligen Staaten bereits dadurch eindämmen, dass ihre Ordnungskräfte konsequent gegen Gesetzesbrüche durchgreifen, sei es gegen ausufernde Erntediebstähle, sei es gegen organisierte Kriminalität, sei es gegen Selbstjustiz. Doch das ist nicht der Fall. Die Staaten der Region haben ein tiefes Autoritätsproblem, ihre Institutionen sind schwach, marode und korrupt. Im "wilden Osten" herrscht das Recht dessen, der die besseren Beziehungen hat und der mit höheren Summen bestechen kann.

    Rassismus als gesellschaftlicher Konsens

    Unter solchen Umständen eignen sich die Roma hervorragend als Sündenböcke. Sie stehen am untersten Rand der Gesellschaft, sie haben keine Lobby, sie sind politisch schlecht organisiert. Der Rassismus gegen sie ist ein gesellschaftlicher Konsens, der von einem Großteil der herrschenden Eliten legitimiert wird. Manche Beobachter sprechen bereits von einem Scheitern der Zivilgesellschaft in Osteuropa. Tatsächlich scheinen viele Länder der Region nur auf dem Papier wirklich gut in das moderne politische Europa integriert zu sein. In Westeuropa häufig unbeachtet, ist der Diskurs osteuropäischer Eliten geprägt von Rassismus und Nationalismus, Gewalt gegen Minderheiten indirekt legitimiert.

    Doch das Geflecht der Ursachen für die ausufernde Gewalt gegen Roma in Osteuropa ist komplexer. Gemeinsam ist den eigentlich sehr unterschiedlichen Roma-Gemeinschaften vor allem eines: Ihre große Mehrheit lebt in tiefster Armut und hat ein immenses, historisch aufgehäuftes Modernisierungsdefizit. Unter den kommunistischen Diktaturen wurde dieses Defizit durch den formalen Schul- und Arbeitszwang kaschiert, aber nicht beseitigt. Nach 1989 überließen die postkommunistischen Regierungen die Roma-Gruppen sich selbst. Verelendung und Ghettoisierung nahmen stark zu. Die extrem prekären Lebensbedingungen - Analphabetismus, fehlende Gesundheitsvorsorge, Arbeitslosigkeit, Abhängigkeit von geringfügigen staatlichen Hilfen - oder ein Abgleiten in Prostitution und Kleinkriminalität sind in vielen Roma-Gruppen seit mehreren Generationen das gültige Existenzmodell.

    Millionenbeträge zur Roma-Hilfe versickern für Studien und Konferenzen

    Es gibt in keinem einzigen osteuropäischen Land und auch auf EU-Ebene keine umfassende Strategie, um den betroffenen Roma aus dieser Situation herauszuhelfen. Zwar stellen einzelne Länder und die EU immer wieder Millionenbeträge als Roma-Hilfe zur Verfügung, doch das Geld versickert in Behörden, für Studien oder Konferenzen und bei Roma-Organisationen selbst. Letzteres konstatiert beispielsweise der rumänische Soziologe Nicolae Gheorghe, lange Jahre Roma-Beauftragter der OSZE: Die winzigen Roma-Eliten in Osteuropa hätten es nicht geschafft, der Mehrheit der Roma auch nur punktuell aus ihrem Elend zu helfen. Stattdessen gebe es inzwischen überall in Osteuropa eine kleine, verbürokratisierte Roma-Elite, die Fördergelder konsumiere.

    Die Perspektivlosigkeit der Roma in Osteuropa hat dazu geführt, dass Zehntausende in den Westen gehen, vor allem aus Rumänien und Bulgarien. Nach Italien, Spanien, Frankreich und England sind neuerdings auch wieder deutsche Großstädte Fluchtziele von Roma. In westeuropäischen Ländern arbeiten sie für ein paar Euro pro Stunde in Putzdiensten oder auf dem Bau oder betteln, manche stehlen. Je nach Gesetzeslage erhalten sie Sozialhilfe oder Kindergeld. Für viele ist das mehr, als sie in ihren Heimatländern jemals erwarten können. Doch natürlich ist Westeuropa damit überfordert, die jahrzehntealten sozialen Probleme ganzer osteuropäischer Bevölkerungsschichten zu lösen.

    Es bedürfte einer kohärenten gesamteuropäischen Strategie, um den Roma vor Ort aus ihrer Perspektivlosigkeit zu helfen. Dabei sollte sich niemand Illusionen über schnelle Erfolge machen. Gefragt ist über Jahre hinweg sehr kleinteilige, aufwendige Sozialarbeit. Ganz unten.

    Doch um den Bürgerkrieg gegen die Roma in Osteuropa zu beenden, braucht es noch mehr. Zunächst vor allem eines: Empathie. Das ist etwas, woran es der politischen Elite in Osteuropa weitgehend mangelt, zumindest im Fall der Roma. Als 1993 im siebenbürgischen Dorf Hadareni drei Roma unter Beteiligung der Polizei gelyncht wurden, äußerte die Regierung hinterher in einer amtlichen Erklärung Verständnis für die "Wut der Dorfbewohner". Und als im Februar 2009 in dem ungarischen Dorf Tatárszentgyörgy rechtsextreme Killer das Haus einer Roma-Familie anzündeten und anschließend den aus den Flammen flüchtenden Familienvater und seinen kleinen Sohn erschossen, da rief kein Mitglied der ungarischen Regierung den "Aufstand der Anständigen" aus.



    http://www.spiegel.de/thema/sinti_und_roma/

  4. #14
    Gast

    Re: Indigene Völker

    Die Bezeichnung "Indigene Völker"


    Kleine Aufklärung am Rande für Interessierte

    Die Bezeichnung Indigene Völker gebraucht man seit 1986 für die Menschen, die einen Kontinent als erstes besiedelten.

    Die Bezeichnung *Indianer* ist eine deutsche und wird eher als ein Schimpfwort angesehen!
    Ich persönlich sage auch nicht zu einem "Farbigen": "Schwarzer" oder "Neger"
    Leider wissen die wenigsten wenn man von "Native American" spricht,
    worum es sich dabei dreht.

    Die verschiedenen Bezeichnungen der "Uhreinwohner" Amerikas setzten sich aus unseren FALSCHEN Vorstellungen wie folgt zusammen:

    Nord: Indianer (Schimpfwort!)
    Mittel und Süd: Indios (Schimpfwort!)
    und die Arktis: Eskimo (Schimpfwort!)

    Richtig wäre:

    Nord: Native Americans, Native, oder in Kanada First Nation
    Mittel: Indigena (Einheimische)
    Arktis: Inuid (Menschen)

    "Roter Mann" oder auch "Rothaut" ist genauso ein Schimpfwort und hat sich, wie auch dass Wort Indianer, Christoph Columbus und seine Gang ausgedacht.

    Das mag sich für einige wie kaum bemerkbare Unterschiede anhören…..ist es aber nicht!

    Habe ich was vergessen?

  5. #15
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    Re: Indigene Völker

    @Wachsam....
    Also für mich nenne ich farbige Menschen Farbige. Ich weiss nicht, wo sie herkommen. Ob Afrika oder USA.
    Ich würde mich zB auch nicht nach drei oder mehr Generationen in Amerika lebend als Native European bezeichnen lassen wollen. Das wären ja dann alle Amerikaner. Ausser die Natives.
    Wie nennt man 'Farbige', die schon seit Generationen in den USA leben??

    Aber der Krautfresser ansich hat ja eine Phobie gegenüber Bezeichnungen anderer Bevölkerungsgruppen entwickelt, bzw entwickeln müssen.
    Gruss Gwynfor
    ----------------
    http://befriediger.blog.de

  6. #16
    Gast

    Re: Indigene Völker

    Wie nennt man 'Farbige', die schon seit Generationen in den USA leben??
    Sie nennen sich selbst "Afro American". ;o)

  7. #17
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    Re: Indigene Völker

    Sie nennen sich selbst "Afro American". ;o)
    Gut, dann gibts aber keine Americans.
    Nur Irish Americams.
    English Americans.
    Deutsch Americans.
    China Americans.
    usw
    Gruss Gwynfor
    ----------------
    http://befriediger.blog.de

  8. #18
    Gast

    Re: Indigene Völker

    Zitat Zitat von Wachsam
    Sie nennen sich selbst "Afro American". ;o)
    Gut, dann gibts aber keine Americans.
    Da müsst ich jetzt nach googlen...lach

    Sie sind in der Tat sehr ge/vermischt.
    Ob es ein spezielles Wort für sie gibt? Keine Ahnung.... Americans halt ;o)

    Mir ist keine andere Bezeichnung bekannt und ausgedacht habe ich mir das auch nicht.

  9. #19
    Gast

    Re: Indigene Völker

    “Das Meer ist unser Universum”

    “Alles passiert auf dem Meer. Wir sind nicht auf das Land angewiesen. Überall wo wir hingehen, gehen wir mit unseren Booten.”

    Hook Suriyan Katale, ein Moke von der Insel Surin.











    Quelle und mehr Bilder hier

  10. #20
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    Re: Indigene Völker

    Hallo Liebe Wachsam

    wollte mich bei Dir Bedanken für die Klasse Berichterstattung über dieses Thema in meiner Speerzeit.

    Daankee

    mfg
    olaf
    Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 – “Haftung für Links” hat das Landgericht (LG) Hamburg entschieden, dass man durch das Setzen eines Links, die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Hiermit distanzieren ich mich ausdrücklich von den verlinkten Seiten, dafür sind ausschließlich die Urheber bzw. Betreiber verantwortlich.)

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