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Thema: Indigene Völker

  1. #31
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    Re: Indigene Völker

    Nabend,

    ja sc....

    Muss es ein Beafstake aus Brasillien sein?

    Muss es eine Parkbank aus Tropenholz sein?

    Muss es billiges soya oder Palmöl sein,weil wir der meinung sind unser Geld reicht nicht?

    wir sind die jenigen ,jeder einzelne der sowas boykotiren kann!!

    Fang an zb. nicht menr bei kik einzukaufen,fang an nicht mehr bei Ikea einzukaufen...


    mfg
    olaf
    Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 – “Haftung für Links” hat das Landgericht (LG) Hamburg entschieden, dass man durch das Setzen eines Links, die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Hiermit distanzieren ich mich ausdrücklich von den verlinkten Seiten, dafür sind ausschließlich die Urheber bzw. Betreiber verantwortlich.)

  2. #32
    Erfahrener Benutzer Avatar von m.A.o
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    Re: Indigene Völker

    Fang an zb. nicht menr bei kik einzukaufen,fang an nicht mehr bei Ikea einzukaufen...
    ich denke, dass diejenigen, welche darüber bescheid wissen, solche sachen schon boykottieren.

    ....

    und an die, die's NOCH nicht wissen, die werden das auch nicht wissen WOLLEN....
    (dafür ham die DSDS und Co KG)

    lg mike
    um apollo 11 auf den mond zu bekommen, war eine rechnerleistung von DREI commodore 64 notwendig...
    um heute einen ticket zu lösen, ist EIN pentium-prozessor nicht ausreichend.


  3. #33
    Gast

    Re: Indigene Völker

    Neue Fotos unkontaktierter Yanomami zeigen Bedeutung des Yanomami-Gebietes

    22 November

    Neues Foto eines unkontaktierten Yanomami-Dorfes in Brasilien
    © Hukatara/Survival

    20 Jahre nach der erfolgreichen Kampagne zur Sicherung des Yanomami-Landes hat Survival International neue Bilder eines Dorfes unkontaktierter Yanomami in Brasilien veröffentlicht. Die Bilder bestätigen erneut die Bedeutung des größten bewaldeten indigenen Gebietes der Welt.

    Survival International, Yanomami-Sprecher Davi Kopenawa und Brasiliens Pro-Yanomami Kommission spielten eine entscheidende Rolle bei der Sicherung des indigenen Gebietes.

    Survivals Direktor Stephen Corry sagte heute: “Survival-Unterstützer können sehr stolz auf den Erfolg sein, den diese Fotos belegen. Natürlich sind viele indigene Völker, darunter auch die unkontaktierten Yanomami, immer noch von der illegalen Besetzung ihres Landes bedroht. Wir dürfen nicht aufhören zu kämpfen. Doch die Tatsache, dass es überhaupt noch unkontaktierte Yanomami gibt, zeigt eindringlich, dass sich beharrliche Kampagnen auszahlen. Auf viele weitere Erfolge!”

    Die Bilder der unkontaktierten Gemeinden belegen, wie wichtig das indigene Gebiet ist, um die Yanomami vor illegalen Goldgräbern zu schützen.

    Bereits in den 1980er Jahren hatte ein Goldrausch fatale Folgen für das indigene Volk. Innerhalb von sieben Jahren starben damals 20 Prozent der Yanomami an Gewalt und eingeschleppten Krankheiten.


    Illegale Goldschürfer bringen immer noch tödliche Krankheiten in die Yanomami-Gemeinden
    © Fiona Watson/Survival

    Vor 20 Jahren, im November 1991, gab die brasilianische Regierung ihre Entscheidung bekannt das Yanomami-Gebiet abzugrenzen. Die Entscheidung wurde im folgenden Jahr gesetzlich festgeschrieben.

    Die neuen Fotos, aufgenommen von der Yanomami-Organisation Hutukara, zeigen, wie noch immer unkontaktierte Mitglieder des Volkes im Amazonas leben und die traditionellen Maloca-Häuser, das Herz ihrer Gemeinschaft, bauen.

    Doch obwohl die Anerkennung der Landrechte der Yanomami die Situation der Indianer verbessert hat, bleiben einige Bedrohungen weiter bestehen. Nur 15 Kilometer entfernt von unkontaktierten Yanomami-Gemeinden, wird noch immer illegal nach Gold gesucht.

    Video: „Unser Land ist unser Erbe."

    Illegaler Bergbau auf dem Land der Yanomami führt zur Übertragung von Krankheiten wie Malaria und verschmutzt die Flüsse und Wälder mit Quecksilber.

    Mindestens 800 brasilianische Polizisten und Soldaten sind zur Zeit im Einsatz, um das illegale Schürfen zu beenden. Berichten zufolge wurden bereits über 30 Goldgräber ausgewiesen

    http://www.survivalinternational.de/nachrichten/7901

  4. #34
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    Re: Indigene Völker

    Da packt mich die Wut. Ich finde das zum wie wenig andere Lebewesen, die Natur und alles niedergewalzt wird.

    Profit

    Immer wieder erschüttert.

  5. #35
    Gast

    Re: Indigene Völker

    Die ersten Wissenschaftler der Welt berichten vom Klimawandel

    28 November



    Die Innu im Nordosten Kanadas sagen, dass die Klimaveränderung die Wildtiere beeinflusst
    © Dominick Tyler/Survival

    Zum Auftakt der UN-Klimakonferenz in Durban fordert Survival International, das ökologische Wissen und die Kenntnisse indigener Völker im Kampf gegen den Klimawandel zu berücksichtigen.

    Indigene Völker vom Amazonas bis in die Arktis haben in der Regel den kleinsten ökologischen Fußabdruck, da sie oft seit Tausenden von Jahren nachhaltige Lebensweisen praktizieren. Dennoch leiden sie stärker unter den Folgen des Klimawandels als andere Gruppen. Sie tragen zudem die Hauptlast der Maßnahmen zur Minderung des Klimawandels, zum Beispiel durch Biotreibstoffe, Staudämme und Naturschutzmaßnahmen.

    Laden Sie hier Survivals ausführlichen Bericht herunter » (pdf, 3.8 MB)

    Viele indigene Völker haben eine enge Beziehung zu ihrer Umgebung und können Veränderungen im Ökosystem sofort erkennen:
    •Im Nordwesten Kanadas berichten die Jäger des Inuit-Volkes von dünnerem Eis, kürzeren Wintern und heißeren Sommern, Änderungen im Permafrost und steigendem Meeresspiegel.
    •Die Innu haben in Nordlabrador Vögel wie die Blauhäher gesichtet, obwohl diese normalerweise nur im südlichen Kanada oder den USA zu finden sind. Sie berichten auch von weniger Schnee in den kälteren Monaten und weniger Moskitos im Sommer.
    •Nenzen-Hirten in Sibirien berichten, dass gefrorene Flüsse früher auftauen. Ihre Rentiere müssen deshalb während ihrer Frühjahrswanderung schwimmen statt über das Eis zu laufen. Sie berichten auch von weniger Moskitos.
    •Tsaatan-Hirten in der Mongolei beobachten, dass Flechten und Moose schlechter wachsen und die Ernährung ihrer Rentiere negativ beeinflussen.
    •Die Yanomami im brasilianischen Amazonasgebiet berichten von der Veränderung der Niederschläge. Sie bitten die Welt, die Bedeutung des Amazonasgebietes für das weltweite Klima und die Folgen der Abholzung für den Klimawandel anzuerkennen.

    “Der Klimawandel hat in unserem Land begonnen”, sagt Davi Kopenawa, ein Sprecher der Yanomami. “Die reichen Länder haben viele Kilometer des Amazonasregenwaldes verbrannt und zerstört. Wenn man große Bäume fällt und den Boden in Brand setzt, trocknet die Erde aus. Die Welt muss auf den Schrei der Erde hören, die um Hilfe bittet.”


    Die Yanomami in Brasilien berichten von der Veränderung der Niederschläge
    © Fiona Watson/Survival

    Sheila Watt-Cloutier, eine Inuit-Aktivistin, sagte: “Jäger sind auf dem Meereis eingebrochen und haben ihr Leben verloren – in Gebieten, die lange als sicher galten. Die Arktis wird als der Gradmesser der Gesundheit der Erde betrachtet. Wenn Sie sehen wollen, wie gesund der Planet ist, kommen Sie und messen Sie den Puls in der Arktis.”

    “Auf die traditionellen Fähigkeiten, das Wetter lesen zu können, ist kein Verlass mehr”, sagt Veikko Magga, ein Sami-Hirte. "Früher konnte man im Vorhinein sehen, welches Wetter es geben wird. Diese Anzeichen und Fertigkeiten haben keine Gültigkeit mehr.“

    “Indigene Völker waren die ersten Wissenschaftler der Welt,” sagt Stephen Corry, Direktor von Survival International. " Es ist offensichtlich: Dort wo sie ihren Lebensstil auf ihrem Land weiter leben durften, sind der Waldbestand und die Biodiversität höher als in anderen geschützten Gebieten. Und ohne ihr bedeutendes medizinisches Wissen, wären viele Medikamente nie entdeckt worden. "

    “Nun ist es für uns wichtig, dass ihr Wissen und ihre Ansichten endlich eine Berechtigung erhalten. Indigene Völker sollten eine größere Rolle bei Entscheidungen zum Klimawandel spielen und die Rechte an ihrem Land müssen anerkannt werden.”

    http://www.survivalinternational.de/nachrichten/7912

  6. #36
    Gast

    Re: Indigene Völker

    Zum Tag der Menschenrechte am Samstag, veröffentlicht Survival 10 Menschenrechtsverletzungen an indigenen Völkern, um auf ihr oft unbemerktes Leid aufmerksam zu machen.

    Mit der Unterzeichnung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte vor 63 Jahren, wurden erstmals auf internationaler Ebene jene Rechte niedergeschrieben, auf die alle Menschen einen Anspruch haben.

    Trotz der Erklärung sind systematische Rechtsverletzungen an indigenen Völker oft unbemerkt geblieben und ereignen sich auch heute noch fernab des öffentlichen Interesses.

    Hier sind 10 Beispiele:

    Australiens Aboriginals erhielten erst 1965 das Stimmrecht. Es dauerte weitere zwei Jahre, bis sie im nationalen Zensus berücksichtig wurden.
    •Australiens “Gestohlene Generation”: Kinder von Aboriginal und Torres Strait Völkern wurden bis in die 1970er Jahre gewaltsam von ihren Familien getrennt.
    •Der ausgestopfte Körper eines Angehörigen der Buschleute, genannt “El Negro von Banyoles” wurde bis 1997 in einem spanischen Museum zur Schau gestellt. Erst nach weitreichenden Protesten wurde er entfernt und 2000 in Botswana beerdigt.
    •2010 konnten Touristen in Botswana an einem Pool mitten in der Kalahari-Wüste entspannen, während den indigenen Bewohnern des Gebietes der Zugang zu Wasser untersagt war. Das, obwohl die Buschleute in einem historischen Gerichtsverfahren ihre Landrechte gesichert hatten.
    •Ugandas Batwa-“Pygmäen” haben nie Gorillas gejagt und wurden dennoch unter dem Vorwand aus ihren Wäldern vertrieben, die Primaten schützen zu wollen. Die Batwa sind jetzt Flüchtlinge in ihrem eigenen Land.
    •Bewaffnete Männer ermorden hochrangige Anführer indigener Gemeinden in Brasilien und verbreiten Angst und Schrecken mit einer Todesliste. Angeheuert von Viehzüchtern, sollen sie die Guarani daran hindern wieder auf ihrem Land zu leben.
    •In Brasilien starb während der 1980er Jahre jeder fünfte Yanomami-Indianer durch Gewalt oder Krankheiten, bis internationaler Druck die Regierung dazu brachte, Goldschürfer aus dem indigenen Gebiet auszuweisen.
    •Bei Ausflügen auf Indiens Andamanen Inseln, die inzwischen als “Menschensafaris” bekannt sind, behandeln Touristen die indigenen Jarawa wie Tiere, indem sie ihnen Essen zuwerfen.
    •“Potlatch”, eine Tradition des Schenkens bei indigenen Völkern in Kanada und in den USA, wurde 1884 mit dem Argument verboten, das sie “zivilisierten Werten entgegenstehen” würde. Das Gesetz wurde erst 1951 aufgehoben.
    •Unter Stalin wurden Schamanen in Sibirien verfolgt. In den 1980er Jahren fürchteten manche, sie wären komplett verschwunden.

    Einige der Fälle werden auch im Buch “Tribal peoples for tomorrow’s world” von Survivals Direktor Stephen Corry besprochen, das jetzt erhältlich ist.

    Corry sagte heute: “Einer der Gründe, warum Menschenrechtsverletzungen noch heute begangen werden, hat damit zu tun, dass die Rechte aus der UN-Erklärung nicht unmittelbar einklagbar sind. All jene die diese Verbrechen ablehnen, sollten deshalb die Ratifizierung der ILO-Konvention 169 unterstützen, die rechtlich verbindlich ist.”

    Quelle
    Am 10. Dezember 1948 hat sich die UNO – stellvertretend für die Gemeinschaft der Völker auf diesem Planeten – die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte zu eigen gemacht.


    Da die Anerkennung der angeborenen Würde und der gleichen und unveräußerlichen Rechte aller Mitglieder der Gemeinschaft der Menschen die Grundlage von Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden in der Welt bildet,…


    59 Jahre danach ist unsere Bilanz negativ: Die grundlegenden Menschenrechte werden in fast allen Staaten der Welt mit Füssen getreten, eingeschrÄnkt, ausgegrenzt, verhindert.

    Quelle

  7. #37
    Gast

    Re: Indigene Völker

    Guarani-Indianer erliegt nach Überfall seinen Verletzungen

    “Ich sterbe für das angestammte Land, auf dem ich geboren wurde. Ich wollte zurück nach Pyelito Kuê, um dort mit meiner Familie zu leben… Alle unsere indigenen Verwandte und die Behörden sollen wissen, dass die Wunde, die mir die bewaffneten Männern zugefügt haben, dabei ist mich umzubringen. Ich werde nicht mehr länger aushalten.”
    Vollständiger Artikel

    Die Guarani waren eines der ersten Völker, die von den Europäern kontaktiert wurden, als diese vor ungefähr 500 Jahren Südamerika „entdeckten“.



    Heute leben in Brasilien ungefähr 46.000 Guarani in sieben Bundesstaaten. Das macht sie zum größten indigenen Volk des Landes. Viele weitere leben in den Nachbarländern Paraguay, Bolivien und Argentinien.

    Das Volk der Guarani teilt sich in drei Gruppen: die Kaiowá, Ñandeva und M’byá. Die Kaiowá bilden die größte Gruppe
    Die Guarani sind sehr spirituelle Menschen. Die meisten Gemeinden haben ein Gebetshaus und einen religiösen Anführer, den Cacique, dessen Autorität auf Status und nicht auf formeller Macht beruht.



    Das „Land ohne Übel“

    Solange sie denken können, sind die Guarani auf der Suche nach einem Ort, der ihnen von ihren Vorfahren offenbart wurde. Es ist der Ort, an dem Menschen ohne Schmerz und Leid leben können. Sie nennen diesen Ort „Land ohne Übel“.

    Seit Jahrhunderten sind die Guarani auf der Suche nach diesem Land und haben dabei lange Strecken zurückgelegt.

    Schon im 16. Jahrhundert dokumentierten Berichterstatter „ihr ständiges Verlangen neues Land zu suchen, auf dem sie glauben, Unsterblichkeit und ewige Ruhe zu finden“.

    Heutzutage äußert sich diese Suche auf eine tragische Art und Weise: Durch den Verlust von nahezu ihrem gesamten Land in den letzten 100 Jahren, stieg die Selbstmordrate unter den Guarani drastisch an und stellt nun eine der höchsten in Südamerika dar.

    Die Probleme und Verzweiflung sind im Bundesstaat Mato Grosso do Sul besonders akut. Hier bewohnten die Guarani einst Wälder und Wiesen von der Größe Deutschlands.

    Heute leben sie eingepfercht in kleinen Schutzgebieten, umgeben von Viehweiden, Soja- und Zuckerrohrplantagen. Manche besitzen überhaupt kein Land und leben unter Planen am Straßenrand.

    http://www.survivalinternational.de/indigene/guarani

  8. #38
    Gast

    Re: Indigene Völker

    Holzfäller dringen in Indianergebiet ein: ‘Kind lebending verbrannt’


    Awá-Männer gehen entlang einer Straße, die von Holzfällern geschlagen wurde

    Holzfäller sind in das Land unkontaktierter Awá-Indianer im Amazonasgebiet eingedrungen. Ein Awá-Mädchen wurden Berichten zufolge “bei lebendigem Leib verbrannt.”

    Mitglieder des Guajajara-Volkes, die im selben Gebiet leben, haben gegenüber der brasilianischen NGO CIMI berichtet, dass sie nach einem Übergriff von Holzfällern die verbrannten Überreste eines Awá-Kindes im Wald gefunden hätten.

    Clovis Guajajara, der die Awá schon wiederholt im Wald gesehen hat, gab an, sie seit dem Übergriff nicht mehr gesehen zu haben. Er glaubt, dass sie aus dem Gebiet geflohen sind.

    Die brasilianische Indianerschutzbehörde, FUNAI, berichtet gegenüber Survival International, dass der Fall untersucht werde. Der Tod des Kindes wurde noch nicht bestätigt.

    Schätzungen zufolge sollen mindestens 60 unkontaktierte Awá-Indianer in dem betroffenen Gebiet im nordöstlichen Teil des brasilianischen Amazonasgebietes leben. Sie sind eines der letzten nomadischen Jäger und Sammler-Völker Brasiliens.
    Die Awá leben vom Wald, aber eine große Zahl von Holzfällern dringt illegal in ihr Gebiet ein. Ihr Land hat eine der höchsten Abholzungsraten im Amazonas-Regenwald: In einem der Awá-Gebiete wurden bereits mehr als 30 Prozent des Waldes zerstört.

    Luis Carlos Guajajara berichtet heute gegenüber Survival: “Es gibt unkontaktierte Awá in dem Gebiet und die Holzfäller bedrängen sie. Die Anwesenheit der Holzfäller ist sehr gefährlich. Die Indianer in dem Gebiet haben Angst.”

    Die Awá haben bereits eine Reihe brutaler Angriffe erlebt. Holzfäller haben ihnen mit dem Tod gedroht, falls sie in den Wald gehen sollten.

    Survival setzt sich dafür ein, dass die brasilianischen Behörden die Holzfäller aus dem Gebiet der Awá ausweisen, bevor die Zerstörung das Leben der Indianer noch weiter gefährdet.


    Takwarentxia, Mitglied der Awá, und sein Haustier-Affe

    Quelle

  9. #39
    Gast

    Re: Indigene Völker

    Indien: Polizei in Menschensafaris auf Andamanen verwickelt



    Die britische Zeitung The Observer hat neue Beweise über die Beteiligung der Polizei an “Menschensafaris” auf Indiens Andamanen Inseln veröffentlicht.

    Die skandalösen “Safaris” wurden 2010 von Survival International aufgedeckt. Touristen werden auf einer illegalen Straße in das Reservat der indigenen Jarawa gebracht, wo Reiseanbieter und Taxifahrer die Jarawa mit Keksen und Süßigkeiten “anlocken”. Ich frage mich, wer hier primitiver ist!

    Dem Observer liegt nun ein Video vor, das zeigt, wie ein Polizist einer Gruppe von Jarawa -Frauen befiehlt vor Touristen zu tanzen. Zuvor soll der Polizist mit rund 240 Euro bestochen worden sein, um die Touristen in das Reservat zu bringen.

    „Die Reise durch das Gebiet der Indigenen war wie eine Safari. Wir sind durch dichten Regenwald gefahren und haben wilde Tiere gesucht, die Jarawa um genau zu sein,“ beschrieb ein Tourist eine der Touren.

    In den vergangen Wochen hat die Insel-Verwaltung erneut eine Schließung der illegalen Straße abgelehnt. Zum ersten Mal wurden jedoch auch Pläne vorgestellt, die eine alternative Route zu Wasser vorsehen, mit der ein Großteil des Jarawa-Reservates umfahren werden könnte.


    Die lokale Organisation SEARCH verteilt auf den Andamanen Inseln ein Survival-Infoblatt an Touristen, das vor der Gefahr der illegalen Straße warnt
    © SEARCH/Survival

    Survival International hat Touristen aufgefordert die Straße zu boykottieren, deren Schließung von Indiens Oberstem Gericht bereits 2002 angeordnet wurde. Zusammen mit der lokalen Organisation SEARCH hat Survival Flugblätter an ankommende Touristen verteilt, die vor den Gefahren der Straße für die Jarawa warnen.

    “Die Jarawa sind keine Zirkuspferde, die auf Befehl Kunststücke aufführen müssen,” sagte Stephen Corry, Direktor von Survival International heute. “Diese Geschichte stinkt nach Kolonialismus und den abscheulichen und erniedrigenden Menschenschauen der Vergangenheit. Offensichtlich hat sich die Meinung einiger Menschen gegenüber indigenen Völkern kein bisschen verändert.”

    Quelle

  10. #40
    Gast

    Re: Indigene Völker

    Weiterentwicklung der Menschheit?

    Was die Technik betrifft bestimmt, aber mit dem restlichen Verstand sind wir irgendwo hängengeblieben.

    Heimliche AudioaufnahmeBeweis für ‘Menschensafaris’


    Autos stehen Shlange um in das Jarawa-Reservat, entlang der Andaman Trunk Road, zu fahren.
    © G Chamberlain/ Survival

    Die heimliche Audioaufnahme eines Reiseveranstalters auf den Andamanen beweist, dass die skandalösen “Menschensafaris” weiterhin angeboten werden. In der Aufnahme hört man wie der Reiseveranstalter einem Journalisten im verdeckten Einsatz sagt, dass 10-15.000 Rupie (144-216 Euro) reichen, um die Polizei zu bestechen.

    Die Aufnahme (mp3 Audiodatei) wurde letzten Monat von Journalist Gethin Chamberlain aufgenommen.

    Als er gefragt wird, wieviel eine Reise zum Jarawa-Volk kostet, lautet die Antwort des in Port Blair basierten Reiseveranstalters: „Für die Reise, eh, den Wagen und… alles, so etwas 25 bis 30000 (Rupie). Weil der Polizist zwischen 10 und 15 nimmt. Und auch ein Wagen und Geschenke für die Indigenen… so wie Früchte, Kekse…“

    Nach der internationalen Empörung, die dieser Bekanntmachung folgte, haben die Behörden der Inseln behauptet, dass das Video schon vor zehn Jahren gedreht wurde, bevor Sicherheitsmaßnahmen eingeführt wurden. Diese neue Audioaufnahme beweist aber, dass solche Touren weiterhin angeboten werden.

    Survival International hat als erste die Existenz der “Menschensafaris” aufgedeckt.

    Als Antwort auf die letzten Aufdeckungen hat Professor Anvita Abbi von der Jawaharlal Nehru University, Experte der indigenen Völker der Andamanen, gesagt: „Die Behörden wissen, dass dies stattfindet. Wie können sie behaupten, sie wüssten nichts davon?“

    Stephen Corry, Survivals Direktor, sagte heute: „Diese Aufnahme bietet einen konkreten Beweis dafür, dass „Menschensafaris“ immer noch stattfinden. Der einzige Grund dafür ist die Andaman Trunk Road, die Straße, die durch das Jarawa-Reservat führt. Zehn Jahre nachdem das Oberste Gericht Indiens die Schließung der Straße gefordert hat, ist es erschreckend zu sehen, dass die Behörden der Andamanen diesen Gerichtsbeschluss herausfordern indem sie die Straße offen lassen. Die Regierung könnte die “Menschensafaris” heute beenden: Dafür bräuchte sie nur die Straße zu schließen.“

    Abschrift der heimlichen “Menschensafaris”-Aufnahme. Dezember 2011

    Mann: Wenn Sie wollen, gibt es zwei Vorgehensweisen… Eine ist legal, Sie gehen in einem Allradantrieb-Wagen… zur… Baratang Straße. Dann (wenn) die Wagen weniger Wagen sind, wird es weniger Verkehr geben, so können Sie sie leicht sehen und fotografieren (unklar).

    Wenn es mehr Verkehr gibt, hinten Autos, vorne auch Autos, Busse, dann ist es nicht möglich. … (unklar) im Auto sitzen, von dieser Stelle hin- und zurück gehen.

    (Unklar… für einen einfachen… jetzt, nicht…) Wieviele Tage bleiben Sie hier?

    Gethin: Drei oder vier.

    Mann: Drei oder vier Tage. Ah… Kommen Sie nächstes Mal, weil wir uns dann mit der Polizeibehörde einigen können. Ah… Er nimmt etwas Geld. Da können Sie etwas erreichen.

    Gethin: Ist es sicher? Werde ich festgenommen? (Lachen)

    Mann: Nein, es ist ein (unklar). Nein nein, nicht so, wir können gefahrlos… Wir können das Geld gefahrlos geben. Weil er für die Sicherheit dieser Indigenen zuständig ist.

    Gethin: (Geräusch – Okay? Ja?)

    Mann: Verstehen Sie?

    Gethin: Ja.

    Mann: Sie können diese Person kontaktieren, mit ihr handeln, wer sind die… Wer wird für die Sicherheit der Indigenen zuständig sein.

    Gethin: Ja.

    Mann: Sie können mit ihm absprechen. Sie geben… Sie nehmen etwas Geld (lautes Auto im Hintergrund… unklar) den Indigenen geben.

    Gethin: Und dann?

    Mann: Dann fragen Sie, fragen Sie, 10.000, 15.000, so etwas, Geld. Das…

    Gethin: Das ist viel Geld.

    Mann: Dann können Sie sie sehen, nehmen Sie sich Zeit, und dann kommen Sie zurück.

    Gethin: Wie lange dauert die Reise dahin?

    Mann: Man geht früh am Morgen um vier Uhr von hier los und am nächsten Tag kommt man zurück.

    Gethin: Wieviel (unklar)?

    Mann: Für die Reise, eh, den Wagen und… alles (unklar), so etwa 25 bis 30000 (Rupie). Weil der Polizist zwischen 10 und 15 nimmt. Und auch ein Wagen und Geschenke für die Indigenen… so wie Früchte, Kekse… Sie können auch Geschenke bringen.

    Quelle

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