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Thema: Erdbeben und Vulkan-Aktivitäten in Europa

  1. #21
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    Re: Erdbeben und Vulkan-Aktivitäten in Mitteleuropa

    sorry kenne mich mit dem cheb becken ned so aus aber würd trotzdem gerne wissen, ob es auch auswirkungen hier in deutschland auf uns hätte, also ausser vill(so wie beim yellowstone auch ) eine eiszeit geben würde(wegen dem rauch der die erde dann umhüllt) ich formuliere ma meine frage so= würden wir denn körperlich davon betroffen werden?

  2. #22
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    Re: Erdbeben und Vulkan-Aktivitäten in Mitteleuropa

    Hallo Löwenherz
    Wenn das hochgehen würde, hätten wir mit den Auswirkungen schon zu kämpfen. Aber das passiert nicht. Die Magmakammer beim Yellostone liegt in 8 km Tiefe. Beim Cheb Becken sind es 30 km. Wissenschaftler schätzen, daß die letzte vulkanische Aktivität schon 300.000 Jahre zurück liegt. Also, keine Sorge.
    Der Gesunde hat viele Wünsche, der Kranke nur einen.

  3. #23
    Lisa
    Gast

    Re: Erdbeben und Vulkan-Aktivitäten in Mitteleuropa

    Hier auch noch was zum Cheb-Becken

    Neben den Vulkanen der Eifel zählen die Vulkane in Böhmen zu den bekanntesten Feuerbergen in Zentraleuropa. Sie liegen im Dreiländereck Bayern, Sachsen und Tschechien. Der letzte Ausbruch fand hier vor ca. 10.000 Jahren statt, also in etwa zeitgleich mit dem Ausbruch des Laacher-See-Vulkans in der Eifel. In der Region liegen zahlreiche Kurbäder, die ihre Existenz mineralischen Quellen verdanken. Das Heilwasser um Franzenbad im Cheb-Becken ist sehr reich an Kohlendioxid magmatischen Ursprungs.


    Kuranlage bei Franzenbad



    Das Gas entweicht hier auch aus sehr schönen Mofetten (in denen auch zahlreiche Kleintiere ersticken), die weitaus aktiver sind als diejenigen in der Eifel. Die Mofetten wurden in den letzten Jahren deutlich aktiver und die Zusammensetzung der Gase änderte sich. In der Presse verbreiteten sich Gerüchte, das im Cheb-Becken möglicherweise ein Vulkan ausbrechen könnte. Wissenschaftler halten dies für untwahrscheinlich und betonen den Unterschied zwischen magmatischer Aktivität und vulkanischer Aktivität. Im oberen Bereich des Erdmantels kann durch das Zusammenwirken verschiedener Prozesse Gestein schmelzen und zu Magma werden. Das geschmolzene Gestein hat eine geringere Dichte als das umgebende Gestein und kann aufgrund dieses Dichteunterschieds aufsteigen und als Magmenkörper in die Erdkruste eindringen, sprich intrudieren. Häufig bleibt der Magmenkörper in der Erdkruste stecken, ohne dass das Magma in Form eines Vulkanausbruches an die Erdoberfläche gelangt. Die Schmelze kühlt über sehr lange Zeiträume in der Erdkruste ab. Je nach Chemie des Magmas entstehen so zum Beispiel Granite. Ein sehr schönes Beispiel hierfür ist der Yosemite Nationalpark in den USA, wo die Kuppen der Dome (hier nicht zu verwechseln mit Lavadome aktiver Vulkane) eine bizarre Berglandschaft formten, indem das umliegende Gestein erodierte und nur die harten -und in der Erde erstarrten- Dome übrig blieben.
    Oberflächliche Phänomene des Magmatismus sind Gasaustritte und mehr, oder weniger heiße Quellen. Das Eindringen eines Magmenkörpers in die Erdkruste ist häufig mit dem Auftreten von Schwarmbeben verbunden. Solche Schwarmbeben wurden im September 2000 im Cheb-Becken an der Grenze zur Tschechei registriert.
    Schon seit den 1990iger Jahren untersuchen Wissenschaftler des Geoforschungszentrum Potsdam (GFZ) und dem Umweltforschungszentrum Leipzig-Halle (UFZ) die Gase der dort austretenden Mofetten und fanden heraus, dass sich in den letzten Jahren das Verhältnis zweier Helium-Isotope so verändert hat, wie es sonst nur in Regionen mit aktivem Vulkanismus der Fall ist.

    Im Fokus steht die Bubl?k Quelle, die sich gut hinter Strauchwerk in einem sumpfigen Gebiet versteckt. Das hier aufsteigende Kohlendioxid scheint direkt aus der Grenze zum Erdmantel aufzusteigen und erlaubt einen unverfälschten Blick ins Erdinnere. Den Forschern gelang es sogar, die Migrationszeit des Kohlendioxids zu bestimmen: Es legt ca. 400 Meter am Tag zurück und steigt so schnell auf, dass kaum Zeit für chemische Reaktionen bleibt. Die hier gemessene Konzentration des Helium3-Isotops ist die höchste, die in Mitteleuropa je gemessen wurde. Die Wissenschaftler sind sich sicher, das sich in 35 - 25 km Tiefe ein Magmenkörper befindet, der in die unteren Schichten der kontinentalen Kruste intrudiert. Dr. Horst K?mpf vom GFZ interpretiert die Magmenbewegungen nicht gleich als Anzeichen eines drohenden Vulkanausbruches. Er hält es für viel wahrscheinlicher, das der Magmenkörper irgendwo in der Erdkruste stecken bleibt und sich dort langsam abkühlt. Die Arbeitsgruppe von UFZ und GFZ untersuchte auch die Gase, die aus den Mofetten im Laacher-See-Gebiet strömen, mit dem Resultat, das sich das Helium-Isotopenverhältnis hier nicht ändert und demnach aktuell keine Magmenbewegungen im Untergrund stattfinden.
    Also, Deutschland wird zumindest vorerst von einer Vulkankatastrophe verschont bleiben. In einigen Medien wurde hier sogar ein Zusammenhang zu "Supervulkanen" wie im Yellowstone N.P. hergestellen, was mir persönlich als sehr unrealistisch erscheint.

    http://www.vulkane.net/vulkane/cheb/cheb.html

  4. #24
    Gast

    Re: Erdbeben und Vulkan-Aktivitäten in Mitteleuropa

    Schwarmbeben: drohen Vulkanausbrüche von Katla und Cheb?

    In den letzten Tagen kam es zu Schwarmbeben unter dem isländischen Vulkan Katla und dem tschechischen Cheb-Becken an der Grenze zu Bayern. In beiden Lokationen gab es auch einzelne Beben die eine Magnitude größer als 3 hatten.



    Während ich die Wahrscheinlichkeit für eine Eruption der Katla innerhalb eines Jahres als relativ hoch einschätze, wird es im Cheb-Becken wahrscheinlich nicht so schnell einen Vulkanausbruch geben. Vor 4 Jahren arbeitete ich dort mit Forschern vom GFZ-Potsdam zusammen, die meinten, dass dort zwar magmatische Aktivität im Untergrund stattfinde, diese sich aber noch in der unteren Erdkruste abspiele. Neben den Schwarmbeben steigt dort vermehrt Kohlendioxid auf, dass Quellen zum sprudeln bringt.

    Vielen Dank für die Postings der letzten Tage, die mich auf die Beben im Cheb Becken aufmerksam machten.

    http://vulkane.net/blogmobil/?p=2917

  5. #25
    Gast

    Re: Erdbeben und Vulkan-Aktivitäten in Mitteleuropa

    Ergänzung....
    Unterirdischer Vulkan
    Erdbebenserie lässt Vogtland zittern


    Von Axel Bojanowski


    Karte: Epizentren der Schwarmbeben 2008 (hellrot) und 2011 (dunkelrot)

    Wände wackeln, Geschirr klappert. Im Südosten Deutschlands vibriert die Erde: Hunderte leichte Erdbeben künden von einem Urzeit-Vulkan im Untergrund. In absehbarer Zeit besteht für die Menschen zwar noch keine Gefahr. Doch unter Südostdeutschland steigt langsam Magma auf.
    Info

    An der Grenze von Deutschland und Tschechien lässt ein Vulkan die Erde zittern. Seit Mitte August vibriert der Boden in Bayern, Sachsen und Böhmen, jetzt wird das Ruckeln stärker: Am Sonntag ließ ein Beben der Stärke 4,0 Häuser im Vogtland Häuser wackeln und Geschirr klappern. "Langsam wird's unheimlich", sagt ein Anwohner. "Zunächst grollt es, dann rollt der Boden, dann gibt es einen harten Schlag", berichten Zeugen. Ein Anwohner vermutete eine Explosion, er alarmierte die Polizei.

    Das Bodenzittern könnte noch den ganzen Monat weitergehen, sagt der Seismologe Heiner Igel von der Universität München auf der internationalen Geoforschungstagung "Fragile Earth", die derzeit in München stattfindet. Starke Beben seien in der Region unwahrscheinlich. Häuser in Tschechien in der Nähe des Bebenherdes, die auf weichem Untergrund stünden, könnten aber beschädigt werden.

    Eigentlich wollten Experten auf der Münchner Tagung die großen Naturgewalten diskutieren - doch nun rücken die sonderbaren Beben im Vogtland in ihren Fokus: Alle paar Jahren lässt ein sogenannter "Erdbeben-Schwarm" die Grenzregion wochenlang erzittern; zuletzt im Herbst 2008, davor im Herbst 2000 und im Winter 1985. Das stärkste Beben hatte die Stärke 4,6 - ab Stärke fünf würde es gefährlich: Schornsteine und einfache Mauern können zusammenbrechen. Doch die Erdbeben-Historie der Region zeige, dass die Stärke 5,0 nicht übertroffen werde, sagt Igel.

    Falsche Erdbebenkarten

    Das Zentrum der Beben liegt rund zehn Kilometer unter der Ortschaft Nový Kostel in Tschechien, 40 Kilometer östlich von Hof. Dort ziehen sich längere Nähte durch den Untergrund, wie etwa die Marienbader Verwerfung. Würden die Klüfte in Bewegung geraten, könnte es heftiger beben als normalerweise bei den Schwarmbeben.

    Laut Erdbebenkarten besteht im Vogtland aber kaum Gefahr - die Einschätzung müsse jedoch nicht stimmen, erklären Geoforscher auf der "Fragile Earth"-Tagung. Das Erdbeben von Virginia im August habe gezeigt, dass auch abseits der bekannten Starkbebenregionen heftige Schläge auftreten könnten, erläutert der Geophysiker Seth Stein von der Northwestern University in Illinois, USA, auf der Münchner Tagung. "Unsere Erdbebenkarten werden von der Realität zu oft widerlegt", sagt Stein. "Doch die Unsicherheiten der Gefahrenkarten werden der Öffentlichkeit meist vorenthalten."

    Das Vogtland jedoch scheint über eine eingebaute Starkbeben-Sicherung zu verfügen. Die Schwarmbeben wirkten als Gefahrensenker für die Region, erläutert der Seismologe Joachim Wassermann vom Bayerischen Erdbebendienst: Sie entschärften die Spannung im Gestein und somit auch die Bedrohung durch starke Stöße.

    Magma steigt auf


    Auf den ersten Blick deutet in der Region nichts auf einen Vulkan hin. Doch die Schwarmbeben künden von einer Magmablase, die im Untergrund schmort. Mit Schallwellen haben Seismologen um Wolfram Geissler und Horst Kämpf vom Geoforschungszentrum Potsdam (GFZ) unter dem Vogtland ein Reservoir teilweise geschmolzenen Gesteins entdeckt. Wie Lichtstrahlen werden Schallwellen an der Grenze verschiedener Schichten gebrochen. Die Messungen zeigen, dass sich in 30 bis 60 Kilometer Tiefe heißes Gestein mit der Konsistenz von Glas staut. Stiege es auf, schmölze es - Lava ergösse sich übers Land.

    Der Erdmantel sei unter dem Vogtland aufgewölbt. Experten sprechen von "magmatischer Unterplattung": Magma aus dem Erdmantel drängt gegen die Erdkruste. Es sind die Überreste eines Vulkans, der vor rund 300.000 Jahren erloschen ist. Die heiße Gesteinsmasse im Untergrund wölbe sich nun wieder, berichten die Forscher; und der Vulkan sendet Lebenszeichen: Vom Magma erhitztes Grundwasser entfacht die Schwarmbeben. Das heiße Wasser steigt auf breiter Front auf, es zwängt sich in Gesteinsritzen, bis der Fels nachgibt - es bebt.

    Das aufsteigende Wasser kündet womöglich von monströser Naturgewalt in ferner Zukunft. In vielen Jahrtausenden könnte im Vogtland wieder ein Vulkan explodieren: Offenbar steige nicht nur Wasser, sondern auch Magma langsam auf, berichten Wissenschaftler des Umweltzentrums Halle-Leipzig (UFZ) und des GFZ. Das schließen die Geochemiker aus Gasen, die aus Mineralquellen perlen: Bereits im 19. Jahrhundert genossen Künstler und Reiche die Thermalquellen der Region wie Marienbad. Sie ahnten nicht, dass die gesunden Bäder Gase enthalten, die aus einem Magmareservoir stammen.

    Gase wie sonst nur am Ätna

    Das Vulkangas Helium-3 ströme in solchen Mengen aus der Tiefe wie sonst nur am Ätna, einem der aktivsten Vulkane der Welt, berichtet Karin Bräuer vom UFZ. Helium-3 entsteht tief im Erdinneren - im Gegensatz zu Helium-4, der gängigen Variante des Edelgases.

    An 100 Stellen in Bayern, Sachsen und Böhmen messen die Forscher den Gasstrom aus dem Boden. In den letzten Jahren änderte sich die Zusammensetzung: Der Anteil von Helium-3, das aus Magma im Erdmantel stammt, gegenüber Helium-4 hat sich in diesem Zeitraum um ein Fünftel erhöht. Das zeige, dass Magma aufsteige. In Mitteleuropa seien noch niemals so große Menge vulkanischen Heliums gemessen worden wie im Vogtland.

    Hunderte zittrige Grüße in Form leichter Erdstöße hat der unterirdische Vulkan seit Mitte August bereits nach oben geschickt; 100 Kilometer weit war das stärkste Beben zu spüren. Der Boden vibrierte, als ob Lastwagen vorbeidonnerten, staunen Anwohner: "Was ist da unten nur los?"
    http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,784468,00.html

  6. #26
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    Re: Erdbeben und Vulkan-Aktivitäten in Mitteleuropa

    danke euch(Lisa und Schwarzer Vogel) beiden für die informationen, fühl mich schon viel besser und erleichtert^^

    lg

  7. #27
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    Re: Erdbeben und Vulkan-Aktivitäten in Mitteleuropa

    Zitat Zitat von Löwenherz
    danke euch(Lisa und Schwarzer Vogel) beiden für die informationen, fühl mich schon viel besser und erleichtert^^

    lg
    Moin Löwenherz,
    bei so bissel erdwackeln,bekommst Du Panik? Verstehe ich das nun richtig,das die aussage von Schwarzer Vogel und Lisa dir die angst genommen haben,das Deutschland jetzt was schlimmeres passiert?.
    Bitte verstehe das jetzt nicht falsch,rein aus intresse,da ich es nicht glaube,so lese ich deinen post als ob due angst gehabt hättest?
    Ich findes es schlicht traurig,das angst geschürt wird und hat eigentlich hier über die hälfte der user nicht die schule besucht und oder aufgepasst im geologie untericht,kein wunder das die Deutschen in den medien als sehr dumm dargestellt werde.

    kleiner scherz: Hilfe hilfe die sonne scheint,schmilz ich jetzt?

    mfg olaf
    Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 – “Haftung für Links” hat das Landgericht (LG) Hamburg entschieden, dass man durch das Setzen eines Links, die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Hiermit distanzieren ich mich ausdrücklich von den verlinkten Seiten, dafür sind ausschließlich die Urheber bzw. Betreiber verantwortlich.)

  8. #28
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    Re: Erdbeben und Vulkan-Aktivitäten in Mitteleuropa

    Er hat doch nur geschrieben, er fühlt sich besser und erleichtert. Kein Wort von Angst und Panik?
    Der Gesunde hat viele Wünsche, der Kranke nur einen.

  9. #29
    Gast

    Re: Erdbeben und Vulkan-Aktivitäten in Mitteleuropa

    Seit dem 6. September nehme die Erdbebenaktivität im Vogtland-Gebiet ab. Es komme nur noch zu vereinzelten Erdbeben. Trotzdem sei es möglich, dass die Aktivität wieder deutlich zunimmt, schätzt Gestermann die aktuelle Lage ein
    Ist Deutschland auf Erdbeben vorbereitet?

    Sicheres Bauen steht in Deutschland an oberster Stelle. Seit 1959 gibt es eine spezielle Erdbebenbaunorm. Für alle Gebäude, die heute in Erdbebenregionen errichtet werden sollen, gilt die DIN-Norm 4149 mit dem Titel „Bauten in deutschen Erdbebengebieten“. Grundlage dieser Norm ist eine Erdbebenzonenkarte. Sie wurde nach den Beben erstellt, die im Mittel nur alle 475 Jahre auftreten.

    Die Gebiete um Basel, Aachen und im südlichen Württemberg sind am stärksten gefährdet. Bei Baunormen gilt generell, dass man sich auf ein bestimmtes Gefährdungsniveau festlegen muss. Weltweit richtet man sich üblicherweise nach den Beben, die nur alle 500 Jahre auftreten. Hundert Prozent sichere Bauten gibt es also nicht – es wäre auch viel zu teuer. Ein bestimmtest Restrisiko muss der Mensch in Kauf nehmen. Besonders standfeste Bauten sind aus Stahlbeton, Holz oder Fachwerk.

    Um das Restrisiko möglichst gering zu halten, gelten in Deutschland beispielsweise für Atomkraftwerke verschärfte Vorgaben. Sie müssen Erschütterungen standhalten können, die statistisch nur alle 100.000 Jahre einmal in Deutschland auftreten.
    Nicht auf die Straße rennen

    Mit ein paar einfachen Regeln kann sich auch jeder Einzelne wirksam bei Erdbeben in Schutz bringen. Der Seismologe Jürgen Gestermann rät, sich bei einem Erdbeben an einem möglichst sicheren Ort zum Beispiel unter einem Tisch Unterschlupf zu suchen – vorausgesetzt, man befindet sich in einem normal stabilen Haus. „Das panische Rennen auf die Straße ist meist das Schlechteste, was man machen kann“, so Gestermann. Ziegel und andere gefährliche Dinge könnten herabfallen.

    Wer nach den Erdstößen unter dem Tisch hervorgekrochen ist, kann einen wertvollen Beitrag zur Erdbebenaufklärung leisten: Im Internet gibt es einen Fragebogen. Dort trägt man ein, wo, wann und wie stark der Boden gewackelt hat. Dieses Fragebogensystem hat Klaus Heinzen zusammen mit Kollegen aus Belgien im vergangenen Jahr eingeführt.

    Auch beim jüngsten Beben im Vogtland hatten einige Leute die Fragebögen ausgefüllt. Die Auswertung der Bögen läuft automatisch. Alle paar Minuten wird eine Erdbebenkarte mit den Daten aktualisiert. So wissen Hilfskräfte und Wissenschaftler schnell, wo die größten Schäden aufgetreten sind und am schnellsten geholfen werden muss. Bis jetzt ist das System von Heinzen europaweit das einzige grenzübergreifende System dieser Art.




    Vollständiger Artikel

  10. #30
    Gast

    Re: Erdbeben und Vulkan-Aktivitäten in Mitteleuropa

    F-E Region: Germany
    Time: 2011-09-08 10:03:58.4 UTC
    Magnitude: 2.7
    Epicenter: 11.96°E 51.34°N
    Depth: 1 km
    Status: M - manually revised



    http://geofon.gfz-potsdam.de/db/event.php?id=gfz2011rpnp

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