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Thema: Piratenpartei

  1. #1
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    Piratenpartei

    Mitmach-Potcast

    [mp3:1mkkyzht]http://klabautercast.de/wp-content/uploads/2011/07/KC066_Neupiraten.mp3[/mp3:1mkkyzht]

    http://klabautercast.de/2011/07/09/folge-66-neupiraten-oder-wie-man-sich-in-der-piratenpartei-zurechtfindet/
    Gruss Gwynfor
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    http://befriediger.blog.de

  2. #2
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    Re: Piratenpartei

    Das war von Anfang an klar!

    Bleibt die Frage, ob sie die Kurve noch kriegen .......

    Lauer: Auch Piratenpartei Partei des Euro-Kapitalismus

    Wie zu erwarten war, versuchen vor dem Bundesparteitag der Piratenpartei in Windeseile marktradikale und neokonservative Antidemokraten in die inhaltlichen Lücken zu springen und die letzte relevante Partei der Republik zu kapern, in der noch so etwas wie Demokratie und Verfassungstreue durchschimmert.

    Dazu preschten in einem Flankenangriff, jeweils über das berüchtigte “Handelsblatt”, zwei Funktionäre vor: das FDP-nahe Bundesvorstandsmitglied Matthias Schrade, sowie das Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses (MdA) Christopher Lauer.

    Gestern verkündete Schrade, er habe für den kommenden Bundesparteitag der Piraten am 3. und 4.Dezember im Offenbach einen Antrag eingereicht, welcher in Teilen wortwörtlich übernommen wurde von Papieren des FDP-Bundestagsabgeordneten Frank Schäffler. Dieser wird immer wieder als “Euro-Skeptiker” bezeichnet. Der Clou dabei: Schäffler selbst ist Mitglied in der überparteilichen Schatten-Fraktion des Bundestages, der “Europa-Union”, forderte bereits zu Beginn des Ausbruchs der Staatskrise Griechenlands in brutal-kapitalistischer Manier den Verkauf von Teilen dessen Territoriums an “Investoren” (!) und lehnt Stützungsmaßnahmen der Frankfurter Zentralbank EZB für Staaten im Währungsgebiet Euro ab. Dementsprechend heisst es in Schrades Antrag zum BPT (1):

    “Die Piratenpartei hält es für falsch, dass die Europäische Zentralbank oder die deutsche Bundesbank Staatsanleihen überschuldeter Staaten aufkauft.”

    Wer es immer noch nicht weiss, wie das SMP-Programm der EZB für den Ankauf von Staatsanleihen funktionoert (rund 99.9 % der Öffentlichkeit): weder erhöht sich durch das SMP-Programm die im Umlauf befindliche Geldmenge, noch macht die EZB dadurch Verlust. Also wird weder direkt noch indirekt der deutsche Staatshaushalt belastet. Die angebliche, absurde “Inflationsgefahr” wird nicht befördert. Andererseits hilft das Programm europäischen Staaten bei der Verteidigung ihrer Demokratie gegen die skrupellosen Angriffe der Kapitalkonglomerate, weil dadurch die mörderischen Zinsen auf ausgegebene staatliche Schuldtitel / Anleihen gedrückt werden. (18.November, Wenn das begriffen würde)

    Dieser Antrag von Bundesvorstandsmitglied Matthias Schrade befördert also die weitere Entdemokratisierung und Entsouveränisierung unter Attacke der “Märkte” stehender europäischer Demokratien. Alles andere ist Geschwafel.

    Auftritt Christopher Lauer. Der ständig eine Hand in der Tasche zwangseingemauerte hochnoble Talkshownachwuchsbesucher, nebenberuflich noch Grimassenzieher, Rausredner und Abgeordneter der Piratenfraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, tat es nun Schrade nach und äußerte sich heute im “Handelsblatt” (2) zum “euro-skeptischen” Antrag Schrades wie folgt (es gilt das kopierte Wort):

    “Diese Position ist mitnichten Konsens im Bundesvorstand der Piraten. Jüngst wurde in Liquid Feedback ein klares Bekenntnis zur Europa und der Europäischen Union positiv beschieden, ich kann mir nicht vorstellen, dass es eine Mehrheit gegen den Euro in der Piratenpartei gibt.”

    Wenn es in der Piratenpartei nicht ganz schnell einen positiven Bescheid zum Grundgesetz und gegen die Regierung von Goldman Sachs-Bankern und Technokraten über europäische Demokratien innerhalb der “Euro-Zone” gibt, die unter Beihilfe des Frankfurter Währungsdiktators durch weltweit vernetzte Banken und Konglomerate gerade systematisch entstaatlicht wird, teilt die Piratenpartei demnächst das Schicksal der unter dem Euro-Kapitalismus erpressten und zerstörten Demokratien, deren Zersetzung leitende Funktionäre der Piraten offenbar als Vorbild für entsprechende Maßnahmen gegen die Berliner Republik begreifen.

    Dabei begreift auch in der Piratenpartei natürlich niemand, daß die bereits in ganz Europa verrufene Nomenklatura Deutschlands (3) die “Europäische Union” aufgegeben hat und stattdessen die Verschmelzung der “Euro-Zone” durch neue Verträge mit den außer Frankreich 15 weiteren, erpressten Staaten im Euro-Währungsgebiet plant. (DER VERFALL DER “EUROPÄISCHEN UNION” (III) : Schicksalstag 9.November – Chronologie einer Zeitenwende)

    Bisher hat sich die Piratenpartei, zumindest auf Bundesebene, immer dann auffällig still verhalten, wenn sie direkt vor die Füße eine Steilvorlage bekam. Gerade Sebasian “Frettchen” Nerz und Kollege Lauer haben da schon während der Spionageaffäre um die “Staatstrojaner” als geschenkte Gäule und Schwiegersohnblaupausen hervorragende Dienste geleistet. (“Jemand zu Hause, McFly?”)

    Nun wieder, zu dem ganzen Schwachsinn der Geheimdienst-Legenden über geführte Nazis, der noch mehr Machtfülle für die Geheimdienste, eine Änderung des Bundesverfassungsschutzgesetzes (4), neue “Anti”-Terrorzentren der seit dem 11.September nicht einmal mehr überprüften Spione und obendrein wiedermal die verdachtslose internationale Vorratsdatenspeicherung zur Folge haben sollen: null. Nichts von der Piratenpartei. Gar nichts. Man könnte sogar sagen: ein Dreck.

    Werte Piraten: Tut was, oder sauft wieder ab. Nehmt Euch bezüglich Lauer, Frettchen und Schrade an Troubadix ein Beispiel und außerdem endlich die Banane aus dem Gesicht.

    Quelle: http://www.radio-utopie.de/2011/11/19/lauer-auch-piratenpartei-partei-des-euro-kapitalismus/
    LG
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  3. #3
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    Re: Piratenpartei

    Moin,

    hast Du mal Piraten gefragt was Sie dazu sagen Arewe?
    Die die ich kenne sind da anderer Meinung und Du musst mit einbringen das die Politik nun auf die Piraten shiessen das sie Angst um ihre wähler haben.

    thcok
    Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 – “Haftung für Links” hat das Landgericht (LG) Hamburg entschieden, dass man durch das Setzen eines Links, die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Hiermit distanzieren ich mich ausdrücklich von den verlinkten Seiten, dafür sind ausschließlich die Urheber bzw. Betreiber verantwortlich.)

  4. #4
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    Re: Piratenpartei

    Moin,

    hast Du mal Piraten gefragt was Sie dazu sagen Arewe?
    Die die ich kenne sind da anderer Meinung und Du musst mit einbringen das die Politik nun auf die Piraten shiessen das sie Angst um ihre wähler haben.

    thcok
    Genau das meine ich doch! Falls es keine vorgezogenen Wahlen gibt, können sie noch eine ganze Menge Stimmen mehr abgreifen. Aber sie müssen (leider!) sehr aufpassen, was innerhalb der eigenen Reihen geschieht. Die sind genauso unterwandert, wie das Forum hier.

    LG
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  5. #5
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    Re: Piratenpartei

    Zitat Zitat von AreWe?
    Moin,

    hast Du mal Piraten gefragt was Sie dazu sagen Arewe?
    Die die ich kenne sind da anderer Meinung und Du musst mit einbringen das die Politik nun auf die Piraten shiessen das sie Angst um ihre wähler haben.

    thcok
    Genau das meine ich doch! Falls es keine vorgezogenen Wahlen gibt, können sie noch eine ganze Menge Stimmen mehr abgreifen. Aber sie müssen (leider!) sehr aufpassen, was innerhalb der eigenen Reihen geschieht. Die sind genauso unterwandert, wie das Forum hier.

    LG

    Was meinst du mit unterwandertem Forum. Meinst du ernsthaft hier gibt es Leute die Absichtlich auf Themen aufmerksam machen, um andere Themen ins Aus zu schießen oder unser Forum als VT-Only abzutun?
    .:9/11 war der Startschuss. Hat man den Knall gehört hat, war es zu spät:.
    Scheuklappentheorie: Scheuklappen ermöglichen beim Regieren eine gezielte Peitschenhilfe auf eine Person, ohne dass nicht betroffenen Personen die Peitsche sehen und ggf. darauf reagieren. Zudem sollen Scheuklappen verhindern, dass schreckhafte Personen von der Seite oder von hinten abgelenkt werden. Zudem werden die Augen der Personen von Scheuklappen vor der Peitschenschnur geschützt.

  6. #6
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    Re: Piratenpartei

    Zitat Zitat von AreWe?
    Zitat Zitat von thcok
    Moin,

    hast Du mal Piraten gefragt was Sie dazu sagen Arewe?
    Die die ich kenne sind da anderer Meinung und Du musst mit einbringen das die Politik nun auf die Piraten shiessen das sie Angst um ihre wähler haben.

    thcok
    Genau das meine ich doch! Falls es keine vorgezogenen Wahlen gibt, können sie noch eine ganze Menge Stimmen mehr abgreifen. Aber sie müssen (leider!) sehr aufpassen, was innerhalb der eigenen Reihen geschieht. Die sind genauso unterwandert, wie das Forum hier.

    LG

    Was meinst du mit unterwandertem Forum. Meinst du ernsthaft hier gibt es Leute die Absichtlich auf Themen aufmerksam machen, um andere Themen ins Aus zu schießen oder unser Forum als VT-Only abzutun?
    @ Jarock Ja
    @ Arewe? ok dann meinten wir das gleiche

    lg
    thcok
    Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 – “Haftung für Links” hat das Landgericht (LG) Hamburg entschieden, dass man durch das Setzen eines Links, die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Hiermit distanzieren ich mich ausdrücklich von den verlinkten Seiten, dafür sind ausschließlich die Urheber bzw. Betreiber verantwortlich.)

  7. #7
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    Re: Piratenpartei

    Na endlich mal Alternativen die auch angegangen werden!

    Piraten wollen Grundeinkommen für alle

    Beflügelt von ihrem überraschenden Wahlerfolg in Berlin haben die Piraten auf einem Bundesparteitag über eine neues Grundsatzprogramm diskutiert. Nach kontroverser Debatte beschlossen die rund 1.300 anwesenden Mitglieder in Offenbach mit Zwei-Drittel-Mehrheit, dass sich die Piratenpartei für die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens (BGE) einsetzen, das die Ziele des Rechts auf sichere Existenz und gesellschaftlicher Teilhabe erfüllt.

    Das BGE sichert jedem Bürger eine finanzielle Zuwendung zu, ohne dass dafür eine Gegenleistung erbracht wird. Es soll, so heißt es in dem Beschluss, "die Existenz sichern und gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen, einen individuellen Rechtsanspruch darstellen sowie ohne Bedürftigkeitsprüfung und ohne Zwang zu Arbeit oder anderen Gegenleistungen garantiert werden".

    Der Antrag schlägt die Bildung einer Enquete-Kommission im Bundestag vor, "deren Ziel die konkrete Ausarbeitung und Berechnung neuer sowie die Bewertung bestehender Grundeinkommens-Modelle sein soll". Daneben sollten die Grundlagen für eine Volksabstimmung in dieser Frage geschaffen werden.

    Parteichef Sebastian Nerz hatte die Mitglieder zu Beginn des Treffens zur Geschlossenheit aufgerufen. "Die ersten Erfolge sind die Zeit der ersten Fehler - und diese Fehler können eine Partei spalten." Seit der Berlin-Wahl hat die Partei die Zahl ihrer Mitglieder um die Hälfte auf fast 19.000 gesteigert. Jedes Mitglied ist berechtigt, an dem Parteitag teilzunehmen. Wegen des großen Andrangs verzögerte sich der Beginn der Veranstaltung um fast eine Stunde, zudem konnten zunächst nicht alle Angereisten wegen Überfüllung der Offenbacher Stadthalle eingelassen werden.

    "Wir wollen niemanden ausschließen"

    Dennoch will die Partei weiter an dem basisdemokratischen Konzept festhalten. "Wir wollen niemanden ausschließen", sagte Nerz. Über kurz oder lang werde es jedoch andere Konzepte wie dezentrale Parteitage geben. Um möglichst viele Mitglieder zu Wort kommen zu lassen, wurde die Redezeit schließlich auf eine Minute pro Redner begrenzt.

    Bei den Parteitagen der Piraten gibt es keine Delegierten - jedes Mitglied ist antrags- und abstimmungsberechtigt. Wegen der Vielzahl von Anträgen - die Zusammenfassung ist 865 Seiten groß - wurde eine Auswahl von 40 Anträgen getroffen. Dazu gehören auch Initiativen für "eine repressionsfreie Drogenpolitik" und die Trennung von Staat und Religion.

    Mehrere Anträge zum allgemeinen Menschen- und Gesellschaftsbild der Partei fanden keine Mehrheit. Angenommen wurde aber der Antrag, eine entschiedene Haltung gegen Rassismus jeder Art ins Programm aufzunehmen. "Gewalt und Einschüchterung aufgrund der Herkunft, Religion oder Kultur sind in jedem Fall inakzeptabel", heißt es dort. "Darum muss Rassismus und Ausländerfeindlichkeit jeder Form entschieden entgegengetreten werden, ebenso wie anderen Formen von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit."
    Keine Streitgespräche über Twitter

    Zu Beginn des Parteitages stimmte Nerz die Mitglieder auf die kommenden Debatten und Wahlkämpfe ein: "Hinter uns liegt eine ereignisreiche Zeit, aber auch eine harte - und es liegt eine noch viel schwierigere vor uns." Er forderte die Mitglieder auf, einen neuen Stil zu pflegen und Streit nicht über den Kurznachrichtendienst Twitter auszutragen. "Schimpfwörter in 140 Zeichen sind keine Transparenz. Über Twitter oder Facebook kann man einen Streit nicht beilegen, man kann ihn nur eskalieren", sagte Nerz.

    Zum Berliner Wahlergebnis von 8,9 Prozent sagte Nerz: "Die Piratenpartei ist in der Realpolitik angekommen. Spätestens nach der Schleswig-Holstein-Wahl wird klar sein, dass wir keine Eintagsfliege sind." Bei dieser Landtagswahl im Mai 2012 wollen die Piraten erstmals auch in einem Flächenland ins Parlament einziehen. Einschließlich aller kommunalen Vertretungen stellten die Piraten bereits 176 Mandate in Deutschland.

    Das bisherige Parteiprogramm stammt aus dem Gründungsjahr 2006 und konzentriert sich vor allem auf Themen der digitalen Gesellschaft. Eine erste Ergänzung um weitere Politikfelder fand vor einem Jahr auf einem Programmparteitag in Chemnitz statt.

    Der Parteitag wird am Sonntag fortgesetzt. Dann soll auch über einen europapolitischen Appell diskutiert und abgestimmt werden.

    Quelle: http://nachrichten.t-online.de/parteitag-der-piraten-grundeinkommen-fuer-alle/id_52041876/index
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    Re: Piratenpartei

    Hallo

    Piratenpartei setzt die Segel in Offenbach
    Vom Offenbacher Bundesparteitag der Piraten kommentiert unser Berichterstatter Jörg Tauss die gestrige Richtungsentscheidung der Partei zum Thema „Bedingungsloses Grundeinkommen“. Dieses soll die Existenz der Bürgerinnen und Bürger ohne jede Bedürftigkeitsprüfung gewährleisten, ohne dass sie zur Arbeit oder sonstigen Gegenleistungen verpflichtet werden. Ein Sozialstaat alter Prägung wäre obsolet.

    Der Streit um das „bedingungslose Gundeinkommen“ (BGE) innerhalb der Piratenpartei ist deutlicher als erwartet entschieden worden. Mit Mehrheit schafften es die Befürworter beim Bundesparteitag in #Offendings (Parteijargon für Offenbach) sogar, das Thema mit Zweidrittelmehrheit im Grundsatzprogramm der Piraten zu verankern. Dennoch bleiben viele Fragen nach der Finanzierung und der Ausgestaltung der Idee BGE offen. Die Herausforderung, hierauf plausible und seriöse Antworten zu finden, wird sich die Partei im 5. Jahr ihrer Existenz nun stellen müssen, will sie das Projekt glaubhaft und jenseits von purer Sozialromantik auch in Wahlkämpfen erfolgreich vertreten. Denn das heiß umstrittene Thema steht gesellschaftlich wie parteipolitisch erst am Beginn der Auseinandersetzung.

    Als „Linksruck“ werden die Gegner der Piratenpartei aus dem rechts-bürgerlichen Lager die Entscheidung allerdings kaum überzeugend diskreditieren können. Professor Götz Werner, einer der „Erfinder“ des BGE, ist Eigner einer der größten Unternehmensgruppen in Deutschland (DM-Märkte): Er gilt eher als Typ knallharter Kapitalist denn als Kommunist. Und parallel fanden nach der BGE-Entscheidung „liberale“ Positionen, wie die Ablehnung einer Begrenzung von Managementgehältern oder die Abschaffung von Zwangsmitgliedschaften in Kammern in Offenbach gleichfalls viel zu klare Mehrheiten, als dass man jetzt hieraus Rechts-Links-Schablonen des klassischen Parteiengefüges bedienen könnte.

    Allerdings offenbart die BGE-Entscheidung durchaus eine Zäsur, vielleicht sogar einen ersten „Generationenwechsel“, bei den Piraten. Clemens Kaltenbach, seit vier Wochen Neupirat aus Offenburg sorgte mit für die Entscheidung „pro BGE“. David Mändlen, „piratiges Urgestein“ aus Stuttgart will die Partei nach jahrelanger Mitgliedschaft wegen dieses BGE-Beschlusses wieder verlassen. Im missfällt der Weg, den die Partei jenseits klassischer Rechtsstaatsthemen nun nimmt. Das „bedingungslose Grundeinkommen“ wird also wohl ein kontroverses Thema bleiben und weiter für Konflikte sorgen. Die Piraten jedoch haben das BGE als erste politische Partei in Deutschland nun erst einmal für sich besetzt. Es bleibt spannend.
    http://www.gulli.com/news/17626-offendings-piraten-beschliessen-das-bedingungslose-grundeinkommen-kommentar-2011-12-04?utm_source=twitterfeed&utm_medium=twitter

    Prima
    es steht aber noch viel arbeit an

    mfg
    olaf
    Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 – “Haftung für Links” hat das Landgericht (LG) Hamburg entschieden, dass man durch das Setzen eines Links, die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Hiermit distanzieren ich mich ausdrücklich von den verlinkten Seiten, dafür sind ausschließlich die Urheber bzw. Betreiber verantwortlich.)

  9. #9
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    Re: Piratenpartei

    Na, hoffentlich nicht!

    Entzauberung der Piraten

    Spätestens mit Einzug der Piratenpartei in den Berliner Landtag ist jedem klar geworden, dass eine neue politische Kraft in der Parteienlandschaft entstanden ist die man nicht ohne weiteres als Splitterpartei ignorieren kann. Die Verteidigung des freien Internet als Grundlage der Informationsgesellschaft, die klare Positionierung gegen Zensur, Vorratsdatenspeicherung und Softwarepatente füllte ein Themenvakuum das nicht nur Nerds und Geeks, sondern auch massenhaft Leute anzog, für die die Kommunikation und Information über das Internet längst zum Alltag gehört. Es keimte die Hoffnung es könnte eine neue liberale Partei entstehen die es mit der Freiheit ernst meint.

    Basisdemokratie gehört zum Selbstverständnis der Piraten und ist nicht nur Teil des Wahlprogramms, sondern bestimmt auch die Organisation der Partei. Doch genau dieser Anspruch, nicht nur von der Politik Transparenz zu fordern, sondern diese auch selbst zu leben wird nun zum Problem für die Freibeuter.

    Die Idee der Mitmachpartei und Schwarmintelligenz als Quelle der Inspiration zeigen aktuell ihre Kehrseiten. Längst hat der Schwarm die Kontrolle übernommen und die Ideen, die dort ausgebrütet werden haben die der Gründungsidee der Piraten wenig gemein. Zu viele verwechseln offenbar Freiheit mit Freibier und die offene Tür der Piraten hat Gestalten angelockt, die man in einer Partei mit Ambitionen auf den Bundestag wohl gerne vermeiden möchte. Natürlich kann keine Partei für jedes Mitglied bürgen, aber nirgends sonst haben es politische Außenseiter, Verschwörungstheoretiker, Anarchisten und linke Träumer bis hin zu Esoterikern so leicht ein Sprachrohr zu finden.

    Dies führt dazu, dass sich die Piraten mit Themen befassen müssen, die auch auf den zweiten Blick nicht zu freiheitlich liberalem Gedankengut passen. Auf dem Offenbacher Parteitag wurde nach heftigen Diskussionen mit 67-prozentiger Mehrheit das Bedingungslose Grundeinkommen (BGE) in das Wahlprogramm für die Bundestagswahlen in 2013 aufgenommen. Bei diesem Modell wird davon ausgegangen, dass Vollbeschäftigung nicht (mehr) zu erreichen ist und durch zunehmende Automation die menschliche Arbeitskraft überflüssig wird. Deshalb soll jeder Bürger durch ein Umlageverfahren einen Sockelbetrag vom Staat erhalten, den er durch freiwillige Arbeit nach Belieben aufbessern kann. Ein Thema über das man lange streiten kann, politisch scheint es aber eher ins Spektrum der Linken zu passen. Solche Ideen scheint die Freibier-Fraktion als Aufforderung verstanden zu haben, weitere Modelle zu entwickeln, die dazu geeignet sind den eigenen Alltag zu versüßen indem man der Allgemeinheit in die Taschen greift. So steht die Piratenpartei auch für den kostenlosen ÖPNV – legales Schwarzfahren sozusagen.

    Ein Heimspiel sollte die Partei beim Thema Urheberrecht haben, ist es doch unstrittig, dass dieses auf die Bedürfnisse der modernen Informationsgesellschaft angepasst werden muss. Es kann nicht so bleiben, dass Videos bei denen ein tanzendes Kind im Vordergrund steht, gelöscht werden, weil im Hintergrund ein Musiktitel läuft für den der Betreiber keine Lizenz erworben hat. Schaut man sich jedoch im offiziellen Piraten-Wiki zu diesem Thema um, beginnt man zu zweifeln. Dort will man nicht nur das Urheberrecht gründlich modernisieren und die Privatkopie stärken, sondern gleichzeitig auch privates Filesharing legalisieren, was faktisch einer Enteignung aller darstellt, die digitale Medien produzieren. Es wäre dann völlig legal einen Film, hat man ihn erst mal auf der Festplatte, millionenfach zu vervielfältigen.

    Das alles scheint nur der Gipfel des Eisberges zu sein. Wirklich krude wird es erst, wenn man sich bei der Piraten-Basis umhört. Im Forum der Piratenpartei wird zwar ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es sich bei den Beiträgen um Einzelmeinungen handelt, die nicht im Einklang mit der Parteimeinung stehen müssen, jedoch ändert das nichts an der Tatsache, dass man dort auf die Basis und den intellektuellen Kern des Schwarmes trifft.

    Dort wird das BGE nicht moderat als Existenzminimum, sondern als Erbrecht verstanden. Es wird eine Welt beschrieben, bei der menschliche Arbeitskraft fast vollständig von Maschinen ersetzt wird und alle verbleibenden Tätigkeiten wie Verwaltung und Objektschutz als überflüssig eingestuft. Deshalb dürfen wir nach dem Willen dieser Foristen bald alle zu hause bleiben. Das BGE beschert uns ein angenehmes Leben und auch die Enteignung der Künstler erscheint unter diesen Umständen nebensächlich, weil wir ja bald alle Künstler sein werden. Ganz nebenbei wird noch der Zins verboten. Andere träumen von Freigeld und einer Tauschgesellschaft. Dass wir bald alle Computerchips eingepflanzt bekommen, geht schon fast im Gewirr der Meinungen unter. Man kann den Eindruck bekommen, das keine Idee und keine Weltanschauung zu grotesk ist, um nicht im Forum dafür Anhänger zu finden.

    Die Parteiführung und die Gründer haben es versäumt eine Himmelsrichtung vorzugeben. Der Schwarm hat sich längst verselbstständigt und es scheint nur eine Frage der Zeit, bis die Partei an internen Querelen zerbricht. Da scheint es fast nebensächlich, dass der Parteivorsitzende innerhalb von weniger Wochen mehrmals den Lieblingskoalitionspartner wechselt nur um jetzt zu verkünden, dass man sich keinem Fraktions- oder Koalitionszwang unterwerfen möchte. Die Absicht ohne Köpfe in den Wahlkampf ziehen zu wollen, hat den Charme, dass so auch niemand selbigen hinhalten muss.

    Schade, die Sache hatte sehr interessant angefangen. Ich hoffe die Piraten finden wieder auf Kurs bevor es zu spät ist.

    Quelle: http://www.spiegelfechter.com/wordpr...ng-der-piraten
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    Re: Piratenpartei

    Piratischer Aschermittwoch.

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