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Thema: Das Bankwesen...pro und kontra

  1. #1
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    Das Bankwesen...pro und kontra

    Das Bankwesen.

    Wie ist es entstanden? Was macht es und vor allem, wer ? Wie wird sich das Bankwesen entwickeln ?
    Alles was das Thema Banken betrifft, hier rein.
    Als Einleitung dazu :


    Thx für deinen Beitrag KuanShihYin
    Geändert von Martin (10.10.2012 um 20:31 Uhr)

  2. #2
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    Re: Das Bankwesen...pro und kontra

    „Gib mir die Macht über die Währung eines Landes und es interessiert mich nicht mehr, wer dessen Gesetze macht“

    http://lupocattivoblog.wordpress.com...d-imperiums-1/
    Geändert von Martin (10.10.2012 um 20:31 Uhr)
    Gruss Gwynfor
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  3. #3
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    Re: Das Bankwesen...pro und kontra

    Und wenn unter keinem Hütchen eine Kugel ist?

    HTML-Code:
    <embed type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.blitzvideoserver06.de/blitzvideoplayer5.swf" style="" id="blitzvideoplayer" name="blitzvideoplayer" bgcolor="#ffffff" quality="high" allowfullscreen="true" flashvars="videofile1=rtmp://62.113.210.170/markly-vod/2011-09/2011-09_hoermann_betrugsmodell-finanzsystem.mp4&amp;quickstart=0&amp;hdswitcher=1&amp;keinlogo=1&amp;startbildvonsekunde=2&amp;bgimage=http://www.alpenparlament.tv/images/stories/videothumbs/2011-09/hoermann_betrugsmodell-finanzsystem_thumb02.png&amp;bgc=ffffff" height="332" width="590">
    Michael Vogt im Gespräch mit dem Professor an der Wirtschaftsuniversität in Wien Franz Hörmann über das Betrugsmodell unseres Finanzsystems – und den Ausweg daraus.

    «Es gibt ein systemisches Betrugsmodell einer Institution, der in unserem Wirtschaftssystem das Monopol zur Geldschöpfung über Kredite eingeräumt wird», meint der Wiener Wirtschaftswissenschafter Professor Franz Hörmann. Warum das Finanzsystem ein Betrugsmodell ist, was Bilanzen damit zu tun haben und warum der ultimative Crash droht, erklärt der querköpfige Wirtschaftsexperte. Für Franz Hörmann, Professor an der Wirtschaftsuniversität in Wien, ist die Zeit der Banken und des Geldes vorbei. Ein Paradigmenwechsel sowohl in den Wirtschaftswissenschaften, als auch in gesamtgesellschaftlicher Hinsicht, ist für ihn unumgänglich. Hörmann erklärt, warum wir die Banken getrost ignorieren können, die freien Märkte «Blasenmaschinen zum Mißbrauch für die Eliten» sind und noch in den nächsten drei Jahren der Zusammenbruch des gesamten Systems droht.

    Das Zinseszinssystem stammt aus dem zweiten vorchristlichen Jahrtausend, die doppelte Buchhaltung aus dem 15. Jahrhundert. Und es gibt keinen Bereich unserer Gesellschaft und der Wissenschaften, wo Methoden dieses Alters überhaupt noch ernst genommen werden. Aber es dient dazu, gesellschaftliche Eliten mächtig und reich zu erhalten, deswegen ändert sich nichts. Die heutige Krise geht von den Banken aus. Banken erfinden im Kreditprozeß Geld. Wenn man aber Geld aus Luft erfindet und das, was vorher noch nicht existiert hat, verzinst weiter gibt und dinglich absichern läßt, dann ist das, wenn das Geschäftsmodell schief geht, in Wahrheit ein Enteignungsmodell. Das ist auch der Hintergrund des Bankgeheimnisses. Banken können überhaupt nicht offenlegen, wo beispielsweise die Zinsen für Sparbücher, Bausparverträge oder Sonstiges herkommen. Denn wenn sie das täten, müßten sie zugeben, daß das alles in Wirklichkeit verkettete Pyramidenspiele sind.

    Die doppelte Buchhaltung ist ein mittelalterliches Hütchenspiel. Die Hütchen sind die Konten. Und das echte Geld ist die Kugel, die irgendwo darunter liegt. Nun wird es spannend: Was, wenn man alle Hütchen hochhebt und da ist gar keine Kugel mehr da?

    Und das gilt natürlich besonders für die immer absurderen «Rettungsschirme»: Die europäischen Länder haben nicht unbedingt die Griechen gerettet, sondern ihre eigenen, in erster Linie die Banken, die hier absurde Kredite vergeben haben. Die Zusammenhänge sind auch völlig absurd, wenn man sich Folgendes überlegt: Der Staat verschuldet sich bei den Banken, um die Zinsen der Schulden, die er bei den Banken hat, zu begleichen oder um die Banken zu retten, bei denen er selber Schulden hat. Da versteht ja keiner mehr, wer eigentlich bei wem Schulden hat und was Schulden eigentlich sind.

    «Too big to fail» erweist sich als ein genial-perfides Geschäftsmodell. Es gibt erwiesenermaßen die gezielte Absicht, Banken durch Übernahmen immer größer zu machen, damit sie «too big to fail» werden. Die Verknüpfungen zwischen Finanzwirtschaft und Politik sind enorm. Eigentlich kann man Regierungen, die aus aktiven oder früheren Mitarbeitern des Finanzsystems bestehen, gar nicht ernst nehmen. Die Bankenrettungspakete sind überhaupt wahnsinnig witzig: Die Banken wurden nicht gerettet, es gibt nur einen Plan für die Zukunft, von dem man heute schon weiß, daß er nicht funktionieren wird, denn die Gelder müssen ja erst in den kommenden «Sparpaketen» mittels Steuererhöhungen von den Bürgerinnen und Bürgern einkassiert werden. Die Banken sind rund um den Globus pleite. Darum kann man getrost so tun, als ob es sie nicht mehr gäbe.

    http://www.alpenparlament.tv/politik-gesellschaft-geld/494-und-wenn-unter-keinem-huetchen-eine-kugel-ist

  4. #4
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    Re: Das Bankwesen...pro und kontra

    [gvideo]http://video.google.com/videoplay?docid=8862164735311239449[/gvideo]
    Gruss Gwynfor
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  5. #5
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    Re: Das Bankwesen...pro und kontra

    Ich hatte neulich die Frage von Luzifer bekommen.....
    Was ich denn meine, wem Krauss Maffei AG , meiner Meinung nach, gehört.
    @Luzifer.....
    Jede AG, jedes Unternehmen gehört in einer sogar direkten Weise den Banken. Versuch mal als Unternehmer ohne den Good-Will der Banken auszukommen.
    Die Banken sagen Dir, wieviel 'Du' wert bist. Oder Dein Unternehmen.
    Kein Unternehmen kann heutzutage ohne Kredite auskommen.
    Und als Gegenfrage mal...... Du willst Eigentümerrechte über Banke von mir?? Gib Du sie mir doch bitte.

    Auch bitte erstmal nachschauen. viewtopic.php?p=16112#p16112
    Gruss Gwynfor
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  6. #6
    Luzifer
    Gast

    Re: Das Bankwesen...pro und kontra

    Ich hatte neulich die Frage von Luzifer bekommen.....
    Was ich denn meine, wem Krauss Maffei AG , meiner Meinung nach, gehört.
    Das war nicht meine Frage. Anscheinend liest Du Beiträge nicht einmal richtig. Entsprechend gehst Du auch mit Deinen "Fakten" um. Ich fragte nach der Krauss-Maffei Wegmann GmbH & Co. KG. Es ging um Rüstungsfirmen. Wem die Firma gehört, kannst Du [link=http://www.capital.de/unternehmen/:Verschwiegene-Eigner--Der-Panzer-Clan-von-Krauss-Maffei/100030984.html?p=3:13wv2eax]hier[/link] nachlesen.

    @Luzifer.....
    Jede AG, jedes Unternehmen gehört in einer sogar direkten Weise den Banken. Versuch mal als Unternehmer ohne den Good-Will der Banken auszukommen.
    Die Banken sagen Dir, wieviel 'Du' wert bist. Oder Dein Unternehmen.
    Kein Unternehmen kann heutzutage ohne Kredite auskommen.
    Dein schräges Weltbild interessiert mich nicht. Ich möchte belegte Tatsachen. Jeder Häuslebauer finanziert sein Haus über Banken oder Bausparkassen. Deswegen gehört er nicht der Bank. Solange er seine Raten zahlt, kann er mit seinem Haus machen, was er will.

    Und als Gegenfrage mal...... Du willst Eigentümerrechte über Banke von mir?? Gib Du sie mir doch bitte.
    Aber sonst kannst Du alles essen, oder? Du stellst unsinnige Behauptungen auf und verlangst von mir Belege. Du bist doch so gut informiert, wie Du bei jeder unpassenden Gelegenheit betonst. Also bitte!

    Auch bitte erstmal nachschauen. viewtopic.php?p=16112#p16112
    Und? Dieser braune Kotzbrocken stellt irgendwelche schwachsinnigen Behauptungen auf wie ...

    „den Alliierten“ (USA, UK und Frankreich , alle in Rothschild-Besitz)
    Soll das etwa ein Beweis - für was auch immer - sein?

    Das Gestammel steht so ähnlich in "Mein Kampf".

  7. #7
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    Re: Das Bankwesen...pro und kontra

    Und? Dieser braune Kotzbrocken stellt irgendwelche schwachsinnigen Behauptungen auf wie ...
    Wen meinst du mit braunem Kotzbrocken Luzifer ?

    LG
    Was auch immer du tust, handle klug und bedenke das Ende


  8. #8
    Luzifer
    Gast

    Re: Das Bankwesen...pro und kontra

    Na diesen "Lupo" der den Mist verbreitet.

  9. #9
    Super-Moderator Avatar von Stone
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    Re: Das Bankwesen...pro und kontra


    FREIGELD demurrage notgeld arbeitswertschein klebemark
    Das Wunder von Wörgl


    Vor 70 Jahren startete das erste Freigeldexperiment/ Von Reinhard Ebner


    In den beginnenden 30er Jahren des abgelaufenen Jahrhunderts schrieb eine Tiroler Kleinstadt Wirtschaftsgeschichte. Das kleine Wörgl wurde zum Treffpunkt von Ökonomen und Gelehrten aus aller Herren Länder. Im Sommer 1933 stattete der französische Premier Eduard Daladier höchstpersönlich der Gemeinde einen Besuch ab und sprach danach auf einem Kongress in Nantes von einem "bemerkenswerten Versuch", der Nachahmung verdiene. Der amerikanische Dichter Ezra Pound, der ebenfalls zweimal vor Ort gewesen war, widmete Wörgl und seinem Bürgermeister einige Verse seiner Pisaner Gesänge: "Der Staat braucht nicht borgen, wie Wörgls Bürgermeister nachwies, / der Milch lieferte und dessen Frau Hemden und Lederhosen handelte / und auf dessen Bücherbord das Leben Henry Fords stand / und eine Ausgabe der Göttlichen Komödie und die Gedichte von Heine.
    Was die Kleinstadt im Tirolischen, in einer weiten Talsohle nahe dem Zusammenfluss von Inn und Brixen gelegen, ins Interesse der Weltöffentlichkeit rückte, war ein Experiment, das ihr Bürgermeister, der damals 48-jährige Michael Unterguggenberger, ins Leben gerufen hatte: der Freigeldversuch, in Zeitungen bald als das "Wunder von Wörgl" bezeichnet.
    Inflationskarussell


    Die 20er Jahre waren von zahlreichen monetären Krisen geprägt gewesen, auf eine Inflation im Jahre 1923 folgte 1929 eine Deflation und der so genannte "schwarze Freitag", als sich die Kündigung von 800 Millionen Darlehen an Makler für die amerikanischen Börsen und damit für die Weltwirtschaft wie eine Katastrophe auswirkte. Das große Risiko von Investitionen, verbunden mit den niedrigen Zinssätzen, führte dazu, dass die Menschen, die noch über finanzielle Mittel verfügten, diese privat horteten. Dadurch musste dem Kapitalmarkt immer neues Geld zugeführt werden, was die Inflation, die sich seit 1914 fast permanent auf hohem Niveau befand, weiter anheizte. Durch die ausbleibenden Investitionen war die Situation am Arbeitsmarkt trostlos, den Gemeinde- und Staatskassen wiederum fehlten die Ressourcen für eigene Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen.


    In dieser Situation besann sich Unterguggenberger der Theorien des Ökonomen Silvio Gesells über die Freigeldwirtschaft und begann in Absprache mit dem Gemeinderat eigenes "Freigeld" zu drucken. Die Freiwirte um Gesell forderten als Ersatz der Goldwährung unter Umlaufzwang stehendes Frei- oder Schwundgeld, dessen Kaufkraft stets gleich bleiben sollte. Da das neue Geld weder für Inflation noch Deflation anfällig war, blieb es als Festwährung immer im Verhältnis zum Waren- und Leistungsangebot im Umlauf. Natürlich konnte man im Grunde niemanden dazu zwingen, das erworbene Geld auch tatsächlich auszugeben. Man behalf sich daher, indem man Geld druckte, das beständig an Wert verlor, solange es sich in den Händen einer Person befand.
    Durch das Aufkleben gebührenpflichtiger Marken konnte der ursprüngliche Wert wiederhergestellt werden. Anstatt also von ihrem Kapital Nutzen zu ziehen, indem sie es Gewinn bringend investierten, und vor allem anstatt es zu Hause zu horten, wenn sich keine lohnenden Investitionsmöglichkeiten auftaten, konsumierten die Menschen ihren Lohn und ihre Gewinne und spülten das Geld unverzüglich wieder in den allgemeinen Umlauf.


    Was einfach klingt, zeitigte erstaunliche Wirkungen: Die Arbeitslosigkeit im Ort konnte innerhalb kürzester Zeit um ein Viertel reduziert werden, die Stadtkasse war beständig voll, was zu einem regelrechten Bauboom führte, und das in der damaligen Wirtschaftssituation fatale Geldhamstern fand ein jähes Ende. Obwohl der herkömmliche Schilling parallel zum Schwundgeld seine Gültigkeit behielt, wurde dieses überall angenommen, auch von Lieferanten außerhalb Wörgls - wohl aus Notwendigkeit, denn dass diese über das "Geld mit Ablaufdatum" nicht allzu erfreut gewesen sein dürften, liegt auf der Hand.
    Unter dem Titel "Ein neues Mekka der Volkswirtschaft" beschreibt die Pariser "Illustration" in der Nummer vom 9. September 1933 die Veränderungen ein Jahr nach dem Start des Freigeld-Experimentes: "Die früher für ihren grauenhaften Zustand verschrieenen Straßen gleichen jetzt Autostraden. Die Bürgermeisterei - schön restauriert, fein herausgeputzt, reizendes Chalet mit blühenden Geranien. Eine neue Betonbrücke trägt die stolze Inschrift ,Erbaut mit Freigeld im Jahre 1933'. Überall sieht man die neuen modernen Straßenleuchter wie an der Silvio-Gesell-Straße. Die Arbeiter, die man auf den zahlreichen Bauplätzen trifft, sind samt und sonders fanatische Freigeldler. (. . .) Überall nimmt man die Arbeitsbestätigungsscheine zum gleichen Wert an wie das offizielle Geld. Die Preise sind nicht gestiegen."


    Schon bald fand die Wörgler Nothilfe-Aktion Bewunderer und Nachahmer: Kirchbichl beschloss 1933, ein Jahr nach dem Start der Aktion in Wörgl, die Einführung des auch "Arbeitswertschein" genannten Zahlungsmittels, in Kitzbühel, Brixen und Westendorf war das Schwundgeld ebenso bereits beschlossene Sache. Die Wirkung des Experimentes ging jedoch über den direkten geografischen Einflussbereich Wörgls hinaus: Auf Initiative des Geldtheoretikers Irving Fischer kam in zahlreichen Städten und Gemeinden der USA Freigeld heraus, mit dem man der Depression Herr zu werden hoffte - allerdings zu deutlich schlechteren Bedingungen. Bei einem Schwund von 2 Prozent pro Woche wurde das Geld nicht angenommen, das Projekt scheiterte.
    In Wörgl dagegen betrug die Wertabnahme nur 1 Prozent im Monat. Im Wortlaut des vom Gemeinderat einstimmig genehmigten Regelwerks: "Die Arbeitsbestätigungen werden mit einer Notabgabe von monatlich 1% des Nennwertes belastet, die der jeweilige Besitzer durch Aufkleben einer entsprechenden Klebemarke zu Monatsbeginn zu tragen hat. Scheine, die bei Weitergabe die Notabgabemarken nicht voll tragen, werden nur um den, den fehlenden Notabgabemarken entsprechend gekürzten Betrag in Zahlung genommen."


    Die Bewohner der Gemeinde schienen zufrieden damit und tätigten mit dem Notgeld schon nach kurzer Zeit rund 25 Prozent der Geschäftstransaktionen. Eine Schweizer Delegation, die für die Durchführung ähnlicher Projekte eine Umfrage unter den Wörglern durchführte, stieß größtenteils auf positive Stimmung der Bürger sowie auf wilde Entschlossenheit, dieses auch gegen Widerstände offizieller Stellen fortzuführen. Das Freigeldexperiment scheint genau die Reform gewesen zu sein, nach der die damalige Wirtschaftslage verlangte.


    Jähes Ende
    Rebellenmut ganz im Sinne Andreas Hofers zeigte vor allem der Präsident des Gewerbeverbandes: "Lieber einsperren lassen als aufhören mit dieser Freigeldaktion", meinte er mit Blick auf die schon bald einsetzenden Bemühungen der Nationalbank, dem eigenwilligen Treiben der Wörgler Einhalt zu gebieten. Nur Geschäftsleute mit größeren Umsätzen freuten sich nicht übermäßig über Schwundgeld in der Kasse, und einige ("Direktor, Apotheker und Bierdepothalter") äußerten den Vorbehalt, dass die zur Aufwertung benötigten Gebührenmarken besser kleben sollten. Eine Problematik, die mit der Einführung der Autobahnvignette auch heute noch nachvollziehbar sein dürfte.
    Dem am 31. Juli 1932 erstmals eingesetzten alternativen Zahlungsmittel war jedoch nur eine kurze Lebensdauer beschieden. Nach Ansicht der Oesterreichischen Nationalbank hatte die Gemeinde Wörgl ihre Befugnisse überschritten, da nur ihr das Geldausgaberecht zustand. Bürgermeister Michael Unterguggenberger argumentierte zwar, dass es sich nicht um Geld, sondern nur um Arbeitswertscheine handle, konnte damit ein Verbot des Notgeldes durch die Bezirkshauptmannschaft Kufstein jedoch nicht verhindern.
    Das Verbot wurde beeinsprucht und durchlief sämtliche rechtlichen Instanzen, bis der Verwaltungsgerichtshof in Wien die Beschwerde am 18. November 1933 endgültig abwies. Die bereits ausgegebenen Noten mussten eingezogen werden, das Projekt "Hamstersteuer" war gescheitert. Nach dem Februaraufstand 1934, der zum Verbot aller Linksparteien führte, trat der Sozialdemokrat Unterguggenberger von seinem Amt zurück und erlag schließlich im Jahre 1936 geschwächt vom Asthma, an dem er zeitlebens gelitten hatte, einem Herzversagen.


    Gesells weise Voraussicht
    Breiten Raum widmet auch Bernd Senf den Theorien der Freiwirtschaftslehre. In einem kürzlich erschienenen Buch erkundet der 1944 geborene Professor für Volkswirtschaftslehre die "Blinden Flecken der Ökonomie" und damit der verschiedenen ökonomischen Theorien, von der die Feudalherrschaft legitimierenden Lehre der Physiokraten über den bürgerlichen Liberalismus und Neoliberalismus bis hin zum Goldenen Kalb des Monetarismus, dem zum gegenwärtigen Zeitpunkt weltweit mit der Argumentation von Sparzwängen die Geldbörsen der Staatsbürger geopfert werden. Trotz des akademischen Autors ist das Buch leicht verständlich geschrieben, persönliche Präferenzen sind zwar spürbar, aber nicht so vorherrschend, dass sie die Sachlichkeit der Analyse beeinträchtigen.
    Der Freiwirtschaft, wie sie in Wörgl in der 30er Jahren praktiziert wurde, liegen die Theorien Silvio Gesells, eines Kaufmanns deutsch-argentinischer Abstammung, zu Grunde. Gesell beginnt seine 1916 im Werk "Die Natürliche Wirtschaftsordnung" veröffentlichten Darlegungen mit einer umfassenden Kritik am damaligen - und eigentlich auch gegenwärtigen - Geldsystem.
    Geld, so meinte er, könne in seiner Form als Goldkernwährung, d. h. als einer Währung, die weitgehend durch Gold gedeckt sei, seiner Funktion als Tauschmittel nur bedingt nachkommen. Gold sei kein Äquivalent für die Waren, gegen die es eingetauscht wird, sondern es sei diesen überlegen; dadurch sei auch derjenige, der Geld besitze, dem Warenbesitzer gegenüber im Vorteil. Da Geld praktisch unverderblich ist, kann es dem Wirtschaftskreislauf jederzeit entzogen und gehortet werden. Um auf bessere Zinsen zu warten oder um es für Spekulationen zur Verfügung zu haben. Dadurch kommt zur Tauschfunktion des Geldes noch die Funktion als Spekulationsmittel hinzu, die seinem Besitzer ein arbeitsloses Einkommen ermöglicht.


    Wird das Geld dem Umlauf in großen Mengen entzogen, wie dies beispielsweise in der Zwischenkriegszeit der Fall war, so lässt auch die gesamtwirtschaftliche Nachfrage nach. Die Preise müssen gesenkt werden, Erlöse und Gewinne schrumpfen. Um die Zinsforderungen der Kreditgeber zu befriedigen, sind die Produzenten daher gezwungen, die Kosten zu senken, was im Normalfall bedeutet, dass Arbeitnehmer entlassen werden. Unternehmen, die dazu nicht in der Lage sind, steuern dem Konkurs entgegen.
    Der aus der besonderen Macht und dem besonderen Wert des Geldes resultierende Zins sei dabei zugleich die Ursache für den die moderne Marktwirtschaft beherrschenden, permanenten Wachstumszwang. Das zinsbedingte Wachstum der Geldvermögen erfordere nämlich auch ein entsprechendes Wachstum des Sozialprodukts, um diese Zinsen zu ermöglichen und zu erwirtschaften.
    Gesell plädierte daher für Geld mit Annahme- und Weitergabezwang. Dies sollte durch eine Art "Parkgebühr" auf gehortetes Geld erzielt werden, d. h. durch Geld, das beständig an Wert verliert, solange es vom Umlauf zurückgehalten wird. Dadurch sollte der Zins langfristig betrachtet auf null sinken. ..........weiterlesen
    Alle die das Thema Geld, nicht nur am Stand des Kontos festmachen, sollten den Zitierten Text fertiglesen
    es lohnt sich.

    Einen Threat bezüglich Freigeldexperiment haben wir hier : http://globale-evolution.de/Forum/vi...php?f=35&t=431



    An alle Neo VT´ler : Es Lauert nicht hinter jedem Busch ein Nazi mit nem Messer.

    LG
    Stone
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  10. #10
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    Re: Das Bankwesen...pro und kontra

    Dein schräges Weltbild interessiert mich nicht. Ich möchte belegte Tatsachen. Jeder Häuslebauer finanziert sein Haus über Banken oder Bausparkassen. Deswegen gehört er nicht der Bank. Solange er seine Raten zahlt, kann er mit seinem Haus machen, was er will.
    Der zweitgrößte Anteilseigner deiner, ich weiss nicht warum so geliebten, Krauss-Maffei Wegmann GmbH & Co. KG ist Siemens.
    Also Siemens hat keinen Einfluss auf Entscheidungen bei Krauss Maffei?

    Warum sollte Luppocativo mit seinen Darstellungen falsch liegen. Ich konnte bisher noch keine Gegendarstellungen finden zu den Rothschilds. Oder haben die Rothschilds ihr Vermögen irgendwann verschenkt?
    Das Jahrzehnt mit kostenlosem Wein für alle habe ich wohl verschlafen.
    Gruss Gwynfor
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