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Thema: Viren, Bakterien und Parasiten

  1. #21
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    Re: Viren und Bakterien

    Moin

    Der kommt 100 pro ausm Labor!

    Zwar stamme das nun bei Seehunden entdeckte Virus von einem in Vögeln entdeckten Grippevirus ab, habe aber zahlreiche neue Anpassungen. Eine davon befähige den Erreger dazu, ein Protein in den Zellen der menschlichen Atemwege anzugreifen, berichten die Forscher. Außerdem liege bei dem in den Seehunden gefundenen Erreger eine Genveränderung vor, durch die das Virus leicht zwischen Säugetieren verschiedener Arten wechseln könne.
    Link oben

    Lg Olaf
    Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 – “Haftung für Links” hat das Landgericht (LG) Hamburg entschieden, dass man durch das Setzen eines Links, die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Hiermit distanzieren ich mich ausdrücklich von den verlinkten Seiten, dafür sind ausschließlich die Urheber bzw. Betreiber verantwortlich.)

  2. #22
    Super-Moderator Avatar von Stone
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    Re: Viren und Bakterien

    Und selbst wenn er nicht aus dem Labor stammt, ein Hype lässt sich leicht kreiren : Die SEHUNDGRIPPE !! 1000 mal gefährlicher als die VOGEL ODER SCHWEINERGRIPPE. Hat schon jemand die WeltHirnlosOrganisation, also die WHO informiert. Irgend ein Profit muss sich aus der Geschichte doch rausschlagen lassen.
    Was auch immer Du tust, handle klug und bedenke das Ende..........

    Agieren...nicht Reagieren!

  3. #23
    Redakteur Avatar von Angeni
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    Re: Viren und Bakterien

    Dachte nach der Vogelgrippe und der Schwinegrippe, käme als Hammer der
    Verblödung der Menschen zum Beispiel die "Regemwurm-Nasenpopel-Grippe"?

    Gruss
    Sonnige Grüsse
    Angeni



    Die Wissenschaft hat die Ganzheit getrennt und je detaillierter man das Atom in seinem
    Kern erforscht hat, desto weiter sind wir von uns selber weg gekommen
    - Angeni

  4. #24
    Erfahrener Benutzer Avatar von poseidon
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    Hantavirus

    Deutschland: Hantavirus-Infektionen nehmen drastisch zu

    Die Zahl der Hantavirus-Fälle ist in den letzten Monaten stark angestiegen. Alleine im Juni und Juli infizierten sich mehr als 1000 Menschen an dem hauptsächlich von Rötelmäusen übertragenen Virus - betroffen ist vor allem Baden-Württemberg. Gefahr droht unter anderem beim Waldspaziergang.


    weiter hier http://www.spiegel.de/gesundheit/dia...-a-848988.html


    Liebe Grüße
    Wir können die Windrichtung nicht ändern. Aber wir können die Segel richtig setzen.

  5. #25
    Redakteur Avatar von Angeni
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    17 Tote durch West-Nil-Virus in Texas

    Ausnahmezustand in Dallas – 17 Tote durch West-Nil-Virus in Texas

    Veröffentlicht am 16. August 2012

    Wegen des gefährlichen West-Nil-Virus, durch das im US-Bundesstaat Texas in diesem Jahr bereits 17 Menschen gestorben sind, haben die Behörden in Dallas den medizinischen Ausnahmezustand ausgerufen. Insektizide werden über der Stadt versprüht werden, um das Virus einzudämmen.
    “Die Stadt Dallas erlebt einen verbreiteten Ausbruch des von Moskitos übertragenen West-Nil-Virus”, sagte Bürgermeister Michael Rawlings am Mittwoch. Das Virus werde vermutlich weiterhin schwere Krankheiten und Todesfälle auslösen.
    Seit Jahresbeginn wurden nach Angaben der US-Gesundheitsbehörden mindestens 693 mögliche oder nachgewiesene Infektionen mit dem West-Nil-Virus bekannt, 26 Tote gab es im ganzen Land. Der südwestliche Bundesstaat Texas führt die Statistik der Er-krankten mit 465 Infizierten an. Dallas, die neuntgrößte Stadt der USA, ist dabei am stärksten betroffen.
    Der Grund für den ungewöhnlich starken Ausbruch der Krankheit in diesem Jahr könnte der milde Winter und ein regnerischer Frühling sein, sagte eine Sprecherin der Gesundheitsbehörde von Texas, Christine Mann, der Nachrichtenagentur AFP. Noch sei die genaue Ursache aber nicht klar. Die Bevölkerung wurde dazu angehalten, in der Morgen- und Abenddämmerung drinnen zu bleiben und vor Verlassen der Häuser Moskitospray zu benutzen.
    Vor allem Vögel tragen das West-Nil-Virus in sich, das erstmals 1937 in Uganda identifiziert wurde. Der Erreger wird von Stechmücken auf andere Wirte, darunter Menschen, übertragen. In den meisten Fällen ergeben sich durch die Infektion keine Symptome, es können aber auch Beschwerden wie hohes Fieber, Lähmungen und tödliche Gehirnhautentzündungen auftreten.
    Es ist das erste großflächige Sprühen seit 46 Jahren, Dallas und weitere Städte im Norden von Texas haben dem Versprühen durch Flugzeuge zugestimmt. Zuletzt war dies 1966 der Fall, nach dem Ausbruch von Enzephalitis (Gehirnentzündung).


    18 cases of West Nile virus in county





    Ich sag da nicht viel dazu aber Kopfschütteln tu ich....
    LG Angeni

  6. #26
    Redakteur Avatar von Angeni
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    Zoo begünstigt Entstehung neuer Krankheitserreger

    Zoo begünstigt Entstehung neuer Krankheitserreger
    Viren von Zebras machten Eisbären krank
    Zoos können die Bildung neuer Krankheitserreger fördern: Im Wuppertaler Zoo litten 2010 mehrere Eisbären an einer rätselhaften Erkrankung. Jetzt zeigt sich, dass ein Virus schuld ist, der von Zebras auf die Bären übergesprungen ist. Er entstand durch die Kombination zweier Typen von Zebraviren. Diese Rekombination und der Sprung über die Artgrenze sei wahrscheinlich durch den nahen Kontakt so vieler verschiedener Tierarten begünstigt worden, berichtet ein internationales Forscherteam im Fachmagazin "Current Biology".

    Eisbär Lars überlebte das Zebravirus nur knapp
    © Zoo Wuppertal/ Barbara Scheer
    Normalerweise sind Krankheitserreger an einen bestimmten Wirt angepasst; allerdings können einige bei passender Gelegenheit auch neue Wirtsarten infizieren. Die vorliegende Studie von Forschern des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung Berlin (IZW), der Freien Universität Berlin, der Universität Sydney und des Zoologischen Gartens Wuppertal berichtet von einem solchen Fall der Virenübertragung von einer Tierart auf die andere. Im Jahr 2010 starb ein Eisbärweibchen namens Jerka im Wuppertaler Zoo an einer Gehirnentzündung, trotz aller Bemühungen der Zootierärzte, sie zu retten. Ihr männlicher Artgenosse Lars zeigte ähnliche Krankheitssymptome, überlebte aber dank raschen Eingreifens und langfristiger tierärztlicher Betreuung.

    Eisbären-Seuche sorgt für Rätselraten
    Arne Lawrenz, Tierarzt im Wuppertaler Zoo, beschreibt die Situation wie folgt: "Die Symptome waren ziemlich schockierend, und zu diesem Zeitpunkt war die Krankheitsursache völlig unklar. Tagelang versuchten wir, den Zustand der beiden Tiere zu stabiliseren. Im Fall von Jerka blieben leider alle Bemühungen erfolglos. Ihr Artgenosse Lars erholte sich glücklicherweise nach einigen Wochen und erfreut sich noch heute bester Gesundheit." Gehirnentzündungen können durch eine Reihe von Viren und Bakterien verursacht werden, und die Identifizierung neuartiger Pathogene bei Wildtieren ist eine schwierige, oft unlösbare Aufgabe. Durch aufwendige Untersuchungen von Jerka, Lars und neun weiteren Eisbären konnte ein Herpesvirus als Ursache festgemacht werden, das normalerweise in Zebras vorkommt.

    Interessanterweise stellte sich heraus, dass es sich bei diesem Virus um eine Rekombinante handelt, eine Kombination des genetischen Materials zweier verschiedener Viren, die beide Zebras infizieren. Dieses rekombinante Virus entstand dadurch, dass das Equine Herpesvirus EHV9 einen Teil seiner DNA auf das verwandte Virus EHV1 übertrug. Ob sich dieses Virus erst kürzlich in den Zebras im Zoo oder bereits vor langer Zeit in Afrika entwickelt hat, und ob dieses Rekombinationsereignis dafür verantwortlich ist, dass das Virus auf neue Wirte überspringen und tödliche Krankheiten verursachen kann, ist noch nicht bekannt.

    Infektionsweg noch unbekannt
    Noch ist auch unbekannt, wie sich die Eisbären infiziert haben. Eisbären und Zebras werden im Wuppertaler Zoo von verschiedenen Tierpflegern betreut. Darüber hinaus befindet sich das Gehege der Zebras etwa 70 Meter entfernt von dem der Eisbären; es ist also unwahrscheinlich, dass die Übertragung durch direkten Kontakt erfolgte. Allerdings sind Bären und Zebras nicht die einzigen Wirte, da die Ursprungsviren EHV 1 und EHV 9 als Erreger von schweren Gehirnentzündungen bei anderen Zootierarten wie Gazellen und Meerschweinchen gefunden wurden.

    Klaus Osterrieder von der Freien Universität Berlin erklärt: "Diese Viren scheinen viele Artgrenzen überwinden zu können - genaugenommen wissen wir jetzt nicht einmal, ob sie überhaupt Artgrenzen haben. Rätselhaft ist auch, dass diese Viren in der Umwelt nicht besonders stabil sind. Es ist also wichtig, herauszufinden, wie sie sich trotzdem zwischen Tierarten bewegen können." Eine Möglichkeit, die die Autoren der Studie derzeit erforschen, ist, dass die Viren durch freilebenden Mäuse oder Ratten übertragen wurden.

    Für die meisten Krankheitserreger weiß man sehr wenig über ihre Fähigkeit, neue Arten als Wirte zu nutzen. Weitere Forschung auf dem Gebiet der Wildtierkrankheiten, besserer Informationsaustausch zwischen Zoos und anderen Einrichtungen sowie sorgfältige Kontrollen sind nötig, um den Erfolg der Artenschutzmission von Zoos zu sichern. Zumindest ein Fall wurde aber erfolgreich aufgeklärt, sagt Lawrenz: "Zusammen mit unseren Kollegen haben wir unsere Eisbären in Wuppertal auf EHV untersucht, um sicher zu gehen, dass sie das Virus nicht haben. Diese Untersuchungen werden wir regelmäßig wiederholen. Jetzt, da wir mehr darüber wissen, sind wir besser vorbereitet und können bereits im Vorfeld aktiv werden".

    Quelle:
    http://scinexx.de/wissen-aktuell-15054-2012-08-17.html

    Und die Hygiene?
    So viele Tiere zusammen...und grössere Gehäge heisst für mich noch lange
    nicht "Artgerechte" Haltung. Die sitzen den ganzen Tag rum und sind doch
    nicht wirklich gefordert. Daher auch anfälliger auf Infektionen.


    LG Angeni

  7. #27
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    Erreger aus Afrika

    Usutu-Virus löst erneut Amselsterben aus

    Das Usutu-Virus ist zurück: In Rheinland-Pfalz sterben derzeit massenhaft Amseln an dem Erreger aus Afrika. Auch ein Mensch hat sich bereits angesteckt. Experten rechnen damit, dass sich das Virus auch in anderen Teilen Deutschlands ausbreiten wird.


    weiter hier http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...-a-850908.html


    Liebe Grüße
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  8. #28
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    Genauer betrachtet: Broccoli-Therapie gegen Helicobacter

    Eva Tinsobin, 22. August 2012, 17:03

    • foto: reuters/fadi al-assaad
      Wirksam gegen den Helicobacter Pylori-Keim: Broccoli - mindestens ein halbes Kilo am Tag sieben Tage lang.


    Bis zu 80 Prozent der Bevölkerung leben mit dem Helicobacter Pylori-Keim - Bewiesenen Infektionsweg gibt es keinen, aber eine ungewöhnliche Therapie mit Broccoli

    Der Helicobacter Pylori-Keim soll für 70 Prozent aller Magengeschwüre und 90 Prozent aller Zwölffingerdarmgeschwüre weltweit verantwortlich sein. Ungewaschenes Obst und Gemüse, schmutzige Hände, Küssen... Es sind zahlreiche Gerüchte im Umlauf, wie man sich Helicobacter einhandeln kann, aber "es gibt keinen einzigen bewiesenen Infektionsweg", weiß Marcus Franz, Internist und ärztlicher Direktor des Hartmannspitals in Wien. "Die Welt ist voller Keime und Bakterien. Bei den unzähligen Infektionen, die übertragen werden, sind die Quellen für die Infektion meistens nur Vermutungen."
    "Stumme" Infektion


    Mit noch so viel Händewaschen lässt sich also nicht vermeiden, dass sich der Helicobacter-Keim im Organismus einnistet, doch nicht immer geht er mit Beschwerden einher. " Bis zu 80 Prozent der Bevölkerung tragen den Keim in sich, und die Menschen leben schon seit Jahrtausenden damit ", sagt Marcus Franz, "eine stumme Infektion bedeutet nicht, dass man krank ist."
    Sollte Helicobacter doch Beschwerden verursachen, manifestieren sich diese meist in Form von Schmerzen oder Druck im Oberbauch, in einem ständigen Völlegefühl, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen oder schwarzem Stuhl. Am häufigsten macht sich der Keim aber in Form einer Anämie bemerkbar. Wer sich aufgrund systemischer Symptome wie chronischer Müdigkeit oder nicht genau definierbarer Schmerzen einer Blutuntersuchung unterzieht, wird laut Franz routinemäßig auch auf Helicobacter getestet. Doch manchmal bleibt es nicht bei den oben genannten Symptomen: 1994 stufte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) das Helicobacter Pylori Bakterium als ''definitiven Krebserreger'' ein. Er ist bei der Entstehung des Maltlymphoms mitverantwortlich - einer seltenen Art von Magenkrebs.
    Behandlung nur bei Beschwerden

    Eine Behandlung des Helicobacter Pylori empfiehlt Franz beim Auftreten von Magenproblemen, Gastritis, Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren, dem Maltlymphom sowie bei der ständigen Einnahme von Antirheumatika und chronischen Blutverdünnungsmitteln. "In allen anderen Fällen sollten wir ihn unbehandelt lassen", meint der Internist.
    Ob eine stumme Infektion nicht Spätfolgen nach sich ziehen kann? "Vermutlich nein", meint Franz und gibt zu bedenken: "Wir kennen den Keim erst seit den 1980er Jahren, aber es gibt ihn wahrscheinlich seit Anbeginn der Menschheit. Alles, womit wir so lange leben, ist vermutlich nicht ausschließlich schlecht, sonst hätten wir uns schon längst davon getrennt." Mehrere Faktoren, wie schlechte Ernährung, Magensäureschwankungen oder viel Stress, müssten zusammenspielen, dass der Keim krank mache und es zu einer Entzündung oder Geschwürsituation komme.
    Resistenzen in Südeuropa

    Die aktuelle Standard-Medikation für Helicobacter-Patienten besteht in der Verabreichung einer gewöhnlich sieben Tage dauernden oralen Triple-Therapie mit einem Protonenpumpenhemmer und den Antibiotika-Substanzen Metronidazol und Clarithromycin. Die Medikation wird alle paar Jahre erneuert, da sich die Keime an die Antibiotika gewöhnen und Resistenzen auftreten können.
    Bei etwa 90 Prozent der österreichischen Patienten greift die Therapie, anders ist die Situation in Südeuropa, weiß Franz, wo mehr als 20 Prozent der infizierten Menschen resistent gegen das Antibiotikum Clarithromycin sind.
    Broccoli-Therapie und "Auslass-Diät"

    Doch es müssen nicht immer Antibiotika sein. Marcus Franz verordnet seinen Helicobacter-Patienten eine Alternativtherapie: Sieben Tage lang müssen die Betroffenen mindestens ein halbes Kilo Broccoli pro Tag verzehren. Eine Studie der Johns Hopkins Universität in den USA brachte die Erkenntnis, dass der Inhaltsstoff Sulforaphan dem Keim den Garaus macht. "Ich wende die Broccoli-Therapie in meiner Praxis seit drei Jahren an. Bei meinen Patienten ist der Helicobacter-Keim nachweislich verschwunden", so der Internist. Das Gemüse hänge den Patienten nach dem dritten Tag zwar bei den Ohren raus, dafür sei es nebenwirkungsfrei und nicht schädlich.
    Anderen diätischen Maßnahmen steht Franz mit Skepsis gegenüber: "Wenn man googelt, kommt man auf 150 .000 Ernährungsempfehlungen, und keine einzige davon hat sich als wirksam erwiesen." Mit Ausnahme der sogenannten "Auslass-Diät": Dabei werden alle Lebensmittel, die dem Organismus nach eigenem Empfinden schaden, weggelassen. Franz: "Der Körper ist mein bester Koch. Ich empfehle meinen Patienten, alles zu essen, was ihnen gut tut."
    An einer Impfung wird geforscht

    Vor allem um das wachsende Resistenz-Problem in den Griff zu bekommen, wird derzeit intensiv an einer Impfung gegen das Bakterium geforscht. Franz hält eine solche nur dann für sinnvoll, wenn eine familiäre Häufung von Magenkarzinomen oder Maltlymphom besteht, darüber hinaus zeigt er sich skeptisch: "Derzeit gibt es knapp 500 bekannte Populationen von Helicobacter-Stämmen, da stellt sich die Frage, ob ich mit einer Impfung alle mit erwische. Außerdem passen sich die Keime an die Gegebenheiten der jeweiligen Region an. Der Helicobacter-Keim in Feuerland ist sicher ein anderer als der in Schweden." (Eva Tinsobin, derStandard.at, 22.8.2012)
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    http://derstandard.at/1343744955890/...n-Helicobacter

  9. #29
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    Dämpfer für Malariabekämpfung

    Anophelesmücken werden zunehmend resistent gegen die lang wirksamen Insektizide auf den Moskitonetzen. Dies rüttelt an der Basis der modernen Malariabekämpfung.


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    Seitdem die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in den 1960er Jahren mit ihrem ambitiösen Malariaausrottungs-Programm Schiffbruch erlitten hat, ist die Behörde mit Prognosen vorsichtig. Schon der Name des Nachfolgeprogramms «Roll Back Malaria» weist darauf hin, dass der Schwerpunkt des neuen Projekts auf der Eindämmung und nicht mehr auf der Ausrottung der Tropenkrankheit liegt. Seit einiger Zeit mehren sich allerdings die Anzeichen, dass die entscheidende Komponente der laufenden Malariainitiative – die Nachtruhe unter einem mit einem Insektizid imprägnierten Moskitonetz – ihre Wirksamkeit verliert und langfristig möglicherweise sogar einen kontraproduktiven Effekt hat (NZZ 31. 8. 11). Neuste Studienergebnisse bekräftigen diese Sorge.¹

    Nachts droht die Gefahr

    Das Konzept der Malariabekämpfung beruht auf einem biologischen Merkmal der Anophelesmücken: Die Überträger der Malariaparasiten sind tagsüber inaktiv, werden zwei bis drei Stunden nach Einbruch der Dämmerung aber zunehmend aggressiv und suchen nach einem unbedeckten Stück menschlicher Haut, um dort Blut zu saugen. Die meisten Anflüge sind zwischen Mitternacht und fünf Uhr morgens. Ein über das Bett gespanntes Moskitonetz erscheint da als perfekter Schutz, um die 200 bis 300 potenziell lebensgefährlichen Stiche pro Person und Jahr zu vermeiden.
    Damit ein Moskitonetz auch wirklich schützt, sind zwei Faktoren ausschlaggebend: Das Netz muss mit einem Insektizid imprägniert sein, und es darf nicht zu viele und zu grosse Löcher aufweisen. Die Malariaexperten haben bisher der Beschichtung der Netzfasern mit einem chemischen Insektengift die höchste Priorität gegeben. Nach den Vorgaben der WHO werden deshalb die in Malariagebieten verteilten Bettnetze mit Pyrethroiden der neuesten Generation imprägniert, die drei Jahre und länger auf dem Netz haften. Solche lang wirksamen Moskitonetze behalten ihre Schutzwirkung auch dann noch, wenn sie ein Dutzend Mal gewaschen werden.
    Der zweite entscheidende Faktor ist, wie gesagt, die Intaktheit des Netzes. Denn beim täglichen Gebrauch bekommen diese rasch Löcher. Studien haben gezeigt, dass in Afrika bereits nach einem Jahr nahezu alle Netze Defekte aufweisen und 10 bis 20 Löcher die Regel sind. Das ist nicht verwunderlich, denn in einem typischen afrikanischen Schlafzimmer ruhen mehrere Personen unter einem Netz, und der schützende Baldachin wird mehrere Dutzend Mal am Tag auf- und zugeschlagen.
    Kleine Löcher sind allerdings so lange kein Problem, wie die Malariamücken für das Insektizid, mit dem das Moskitonetz imprägniert wurde, empfindlich sind. Die Insektizide wirken nämlich als Kontaktgifte: Sobald sich eine Anophelesmücke auf einem Netz niederlässt, nimmt sie von dem Gift auf und stirbt in der Zeit, in der sie nach einem Durchschlupf im Bettnetz sucht.
    Resistente Mücken im Vorteil

    Allerdings haben sich im tropischen Afrika resistente Anophelespopulationen im letzten Jahrzehnt in dramatischer Weise ausgebreitet. In einigen Regionen sind bereits 80 Prozent der Malariamücken gegen Pyrethroide resistent, und die Orte, an denen die Insektengifte noch voll wirksam sind, werden immer seltener. Da resistente Mücken einen Evolutionsvorteil haben, sehen Malariaexperten eine düstere Zukunft voraus. Über kurz oder lang werden diese Mücken überall in der Überzahl sein, so die Befürchtung.
    Im Hinblick auf dieses Damoklesschwert haben Forscher der Londoner Hochschule für Tropenmedizin und Hygiene untersucht, ob routinemässig in Gebrauch befindliche Bettnetze noch eine Schutzwirkung haben, wenn die Mehrzahl der Blutsauger resistent gegen Pyrethroide der neuesten Generation sind. Zu diesem Zweck führten sie in Benin, Westafrika, eine Untersuchung durch: zuerst im Süden des Landes, wo mehr als 90 Prozent der Anophelesmücken die sogenannte Kdr-Resistenz besitzen, die sie unempfindlich gegen Pyrethroide macht; danach im Norden, wo weniger als 0,05 Prozent der Insekten das entsprechende Gen aufweisen.
    Um zu überprüfen, ob Mücken nachts an einem Menschen Blut gesaugt haben, suchten sich die Forscher traditionelle Häuser mit fest schliessender Tür aus, bei denen man die Fensteröffnung mit einer hermetisch dichten Mückenfalle verschliessen konnte. In dieser Falle verfingen sich alle Mücken, die nach erfolgreicher «Mahlzeit» das Haus verlassen wollten. Jeden Morgen wurden die Insekten der Falle entnommen und unter dem Mikroskop auf menschliches Blut untersucht. Gleichzeitig wurden die Moskitonetze auf ihre Integrität überprüft und die Anzahl und Grösse der Löcher bestimmt. Die Untersuchung wurde zuerst mit den in den Familien vorhandenen Netzen durchgeführt, die trotz der WHO-Empfehlung keine Imprägnierung hatten. Danach wurde die Studie nach Auftragen eines Kontaktinsektizids wiederholt.
    Die Ergebnisse sind alarmierend: Von den mehreren tausend innerhalb einer Woche gefangenen Malariamücken hatten in den Häusern im Norden nach der Imprägnierung der Bettnetze 16 Prozent an einem Menschen Blut gesaugt, während es noch 46 Prozent waren, als die Bewohner unter ihren unbehandelten Netzen geschlafen hatten. Im südlichen Teil des Landes, dort, wo mehr als 90 Prozent der Mücken resistent waren, betrugen die entsprechenden Messwerte 20 beziehungsweise 23 Prozent. Imprägnierte Netze schützten also nicht besser als unbehandelte. Deshalb folgern die Forscher, dass in den Regionen Afrikas, in denen Anophelesmücken zunehmend resistent sind, Bettnetze keinen ausreichenden Schutz mehr vor einer Malaria garantieren.
    WHO-Konzept infrage gestellt

    Damit rüttelt die Untersuchung in Benin am Grundprinzip des geltenden Malariabekämpfungskonzepts. Denn aufgrund der Empfehlungen der «Roll Back Malaria»-Initiative legten die lokalen Gesundheitsbehörden bisher den Schwerpunkt darauf, dass die Imprägnierung der Bettnetze lange hält. Möglichst robuste Moskitonetze einzusetzen, wurde dagegen als weniger wichtig betrachtet. So sind die derzeit verteilten Polyesterfasernetze ausgesprochen kostengünstig, aber auch äusserst empfindlich und zerreissen leicht. Würde man in Zukunft Netze aus stabileren Kunstfasern einsetzen, so würde das erhebliche Mehrkosten verursachen.
    Wie die englischen Wissenschafter in ihrer Studie mahnen, sollten die imprägnierten Mückennetze künftig regelmässig auf Defekte überprüft und, falls nötig, ausgetauscht werden. Da das von den Menschen in den Malariagebieten nicht selbst bezahlt werden kann, kommen auf die Bekämpfungsprogramme neue Kosten zu. Anderenfalls, so die düstere Prognose der Malariaforscher, sei absehbar, dass mit der Zunahme resistenter Mückenpopulationen das Schlafen unter Moskitonetzen seine Schutzwirkung verliere. Der «Roll Back Malaria»-Initiative könnte dann ein ähnliches Fiasko drohen wie dem einstigen Ausrottungsprogramm der WHO


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    http://www.nzz.ch/wissen/wissenschaf...ung-1.17536885

  10. #30
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    Hallo

    malaria? Jim Hubles MMS !!

    lg Olaf
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