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Thema: Viren, Bakterien und Parasiten

  1. #1
    Super-Moderator Avatar von Stone
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    Viren, Bakterien und Parasiten

    Die Unbesiegten - Die Jagd auf Viren und Bakterien




    [size=130:31it0ixr]Bakterien[/size]

    Bakterien können sich durch die Auswirkungen von Abfall, Abfall in den Meeren, Pestiziden und anderer Chemie verändern. Sie passen sich den verschiedenen Umweltbedingungen an und können dann mit geänderten Eigenschaften aktiv werden.


    Eine Bakterie kann sich ändern, wenn sie sich in einem anderem Nährmedium oder bei einer anderen Temperatur reproduziert. Bakterien sind Selbstversorger: in ihrer Zelle produzieren sie alles, was sie zum Leben brauchen. Sie haben ihr eigenes Erbgut, das jedoch nicht in einem Zellkern aufgehoben ist, und einen eigenen Stoffwechsel. Um sich zu vermehren, schnürt das Bakterium seine Zelle in der Mitte durch: aus eins wird zwei.


    Bakterien können innerhalb von Stunden krank machen ~ durch deren Stoffwechselprodukte, diese sind oft giftig, Antibiotika wirken auf Bakterien indem sie den Vermehrungsprozess stören. Sie verhindern, dass Bakterien nach der Zellteilung eine neue Zellwand bilden können, ohne Außenhülle sind Bakterien nicht lebensfähig.



    [size=130:31it0ixr]Viren[/size]

    Viren unterscheiden sich von Bakterien in vielerlei Hinsicht. Viren sind Minimalisten, bestehen nur aus einer Eiweißhülle und derem Erbgut ~ und können, im Gegensatz zu Bakterien, nicht selbstständig existieren. Viren benötigen keine Nahrung weil sie keinen eigenen Stoffwechsel haben, sie brauchen nicht einmal Wasser. Zur Vermehrung benötigt das Virus eine Wirtszelle, denn es kann weder sein Erbgut selbst kopieren, noch seine Hülle selbst herstellen, das erledigt die Wirtszelle für das Virus. Viren zerstören durch ihren Vermehrungsprozess Zellen im menschlichen Körper.

    Weil Viren keine Zellwand besitzen, sind Antibiotika bei Viren nicht wirksam. Trotzdem verschreiben Ärzte bei einer Viruserkrankung manchmal auch Antibiotika, denn bei einem viralen Schnupfen können sich gleichzeitig auch Bakterien einnisten.

    Da die Vermehrung der Viren im Inneren von normalen Körperzellen stattfindet, müssen die in Frage kommenden antiviralen Wirkstoffe entweder das Eindringen der Virionen in die Wirtszellen verhindern, in den Zellstoffwechsel zum Nachteil der Virusvermehrung eingreifen, oder nach einer möglichen Virusvermehrung in den Zellen das Austreten der neuen Viren aus den Zellen unterbinden.

    Die gesuchten Wirkstoffe müssen für den Körperstoffwechsel, den Zellverband und/oder den internen Zellstoffwechsel insgesamt verträglich sein, da sonst nicht nur beispielsweise die Virusvermehrung in den Zellen zum Erliegen kommt, sondern schlimmstenfalls auch das (Zell-)Leben des behandelten Organismus. Weil diese Bedingungen sehr schwer zu vereinbaren sind, sind die bisher entwickelten antiviralen Medikamente auch oft mit schweren Nebenwirkungsrisiken verbunden.

    Manche Viren ändern ihr Erscheinen und das macht die Entwicklung eines Impfstoffes schwerer, deshalb muss z. B. für den Grippe-Erreger jedes Jahr ein neues Impfserum entwickelt werden.

    Mit einer Impfung wird das Immunsystem auf die Abwehr der Erreger vorbereitet. Wichtig ist dabei die äußere Erscheinung der Mikroben. Sie ist das Erkennungsmerkmal für die Immunabwehr des Körpers. Ein Impfstoff enthält entweder abgeschwächte Krankheitserreger oder nur harmlose Stücke der Hülle. Das Immunsystem erkennt die fremden Strukturen und bildet dagegen Antikörper. Wenn die gleiche Erregerart nach der Impfung wieder in den Körper gelangt, erinnern sich also die Gedächtniszellen an die bekannte Oberflächenstruktur und bilden sehr schnell Antikörper gegen den Eindringling. Die Antikörper machen den Eindringling unschädlich und verhindern den Ausbruch der Krankheit.

    Viren sind wandlungsfähig, passen sich ihrer Umgebung an und ändern ihre Gestalt (Struktur), und zwar, indem sie ihr Erbgut variieren. Das Erbgut der Viren (mit seinen Bauanweisungen) verschwindet in den Zellkern. Dort zwingt das Virus den Wirt ~ sein Erbgut tausendfach zu kopieren. Dieser Kopiervorgang läuft aber ~ nicht perfekt ab: bei etwa jeder 10.000sten bis 100.000sten Kopie schleichen sich Fehler ein. Die neuen Viren sind also keine perfekten Kopien, sondern verändert und auf diese Weise entstehen immer wieder neue Viren.

    Neue Varianten (Genmutationen) sind nicht ungefährlich, weil die Bevölkerung ohne angepassten Impfstoff keine Abwehr in Form von Antikörpern bilden kann. Da neue Typen auf Menschen treffen die keine Abwehr besitzen, können sich die Viren schnell ausbreiten ~ Länder übergreifend.

    [textlink=http://www.moesta.info/de/15000-bakterien-viren.htm:31it0ixr]Quelle[/textlink:31it0ixr]
    Was auch immer du tust, handle klug und bedenke das Ende


  2. #2
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    Re: Viren und Bakterien

    Der Parasit, der das Verhalten seines Wirts verändert

    Britische Wissenschaftler wollen nachgewiesen haben, dass Toxoplasma gondii, der weltweit auch in den Gehirnen von Menschen verbreitet ist, das Verhalten durch die Beeinflussung der Dopamin-Konzentration im Gehirn steuert

    http://www.heise.de/tp/artikel/35/35823/1.html

    Viele Grüße
    Skarbicht

  3. #3
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    Re: Viren und Bakterien

    Den Parasiten finde ich immer noch am besten.



    oder eben uns selbst

    [textlink=http://www.globale-evolution.de/Forum/viewtopic.php?p=43573#p43573:d4xm9g0p]Earth and the humans[/textlink:d4xm9g0p]
    Gruss Gwynfor
    ----------------
    http://befriediger.blog.de

  4. #4
    Susi
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    Vogelgrippe-Virus H5N1


    Studie über Killer-Virus wird doch veröffentlicht



    Grippe

    Ende vergangenen Jahres kam es zu einem Streit in der Wissenschaftsgemeinde:

    Zwei Forscherteams hatten unabhängig von einander bekannt gegeben, dass sie daran arbeiten, wie die Übertragbarkeit des Vogelgrippe-Virus H5N1 auf den Menschen durch gentechnische Manipulation verändert werden kann. Zunächst wollte das Journal "Nature" die Studie veröffentlichen, dann wieder nicht. Es sei riskant, die Bauanleitung für eine potenzielle Biowaffe öffentlich zu machen, so die Begründung.

    Es kam zur Diskussion: Ist es vertretbar, Wissen zurückzuhalten, nur weil Terroristen dieses Wissen vielleicht missbrauchen könnten?

    Nun hat sich "Nature" doch für eine Veröffentlichung entschieden....weiter hier

  5. #5
    Redakteur Avatar von Angeni
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    Re: Vogelgrippe-Virus H5N1


    Studie über Killer-Virus wird doch veröffentlicht



    Grippe

    Ende vergangenen Jahres kam es zu einem Streit in der Wissenschaftsgemeinde:

    Zwei Forscherteams hatten unabhängig von einander bekannt gegeben, dass sie daran arbeiten, wie die Übertragbarkeit des Vogelgrippe-Virus H5N1 auf den Menschen durch gentechnische Manipulation verändert werden kann. Zunächst wollte das Journal "Nature" die Studie veröffentlichen, dann wieder nicht. Es sei riskant, die Bauanleitung für eine potenzielle Biowaffe öffentlich zu machen, so die Begründung.

    Es kam zur Diskussion: Ist es vertretbar, Wissen zurückzuhalten, nur weil Terroristen dieses Wissen vielleicht missbrauchen könnten?

    Nun hat sich "Nature" doch für eine Veröffentlichung entschieden....weiter hier
    Die doch alle
    Mann...stellt euch vor - echte Terroristen mit einem Grippevirus - jetzt habe ich aber Angst...
    Die einzigen Terroristen die ich da sehe sind die Wissenschaftler, weil sie in die Natur künstlich eingriffen!

    Wurde nicht vor der Vogelgrippe immer gesagt, dass sich ein Grippevirus jedes Jahr
    aufs neue verändert und daher immer in neuer Struktur daher geflogen kommt? Mit jedem neuen
    Jahr, bakam doch jede Grippe auch einen neuen Namen, weil es sich eben genau um einen aderen/neuen
    Grippevirus handelte. Das ganze mit der Vogelgrippe hat wohl einen ganz andren Hintergrund...
    ....sicher ein Milliardengeschäfte und der sonstige Schaden an der Bevölkerung lasse ich mal offen.

    LG Angeni
    Sonnige Grüsse
    Angeni



    Die Wissenschaft hat die Ganzheit getrennt und je detaillierter man das Atom in seinem
    Kern erforscht hat, desto weiter sind wir von uns selber weg gekommen
    - Angeni

  6. #6
    Redakteur Avatar von Angeni
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    Re: Viren und Bakterien

    Virenlüge - ES GIBT KEINE VIREN



    LG Angeni
    Sonnige Grüsse
    Angeni



    Die Wissenschaft hat die Ganzheit getrennt und je detaillierter man das Atom in seinem
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    - Angeni

  7. #7
    Redakteur Avatar von Angeni
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    Re: Viren und Bakterien

    Henle, Pasteur und Koch - Wie funktioniert die Virenlüge wirklich




    LG Angeni
    Sonnige Grüsse
    Angeni



    Die Wissenschaft hat die Ganzheit getrennt und je detaillierter man das Atom in seinem
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    - Angeni

  8. #8
    Redakteur Avatar von Angeni
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    Re: Viren und Bakterien

    Bakterien mutieren: Lebensgefahr schon bei Halsentzündungen?

    Es ist kein Geheimnis mehr, dass der übermäßige Einsatz von Antibiotika in der Schulmedizin und der industriellen Landwirtschaft dazu geführt hat, dass antibiotikaresistente Bakterien entstehen, die sich über die ganze Welt ausbreiten. Aber jetzt sieht es danach aus, dass sich auch die Gene, die diese so genannten »Supererreger« hervorbringen, ausbreiten, so dass eigentlich leichte Erkrankungen wie Halsentzündungen zu einer tödlichen Gefahr werden.

    Diese Gene, die als NDM-1 oder Neu-Delhi-Metallo-beta-Lactamase-1 bekannt sind, heften sich an bewegliche DNS-Ringe, die so genannten Plasmide, an und nisten sich in Bakterien ein, wo immer sie eine Gelegenheit dazu finden. Durch diesen parasitenähnlichen Einfall in die Bakterien können sogar eigentlich eher harmlose Mikroben äußerst virulent werden und selbst die stärksten bekannten Antibiotika unwirksam machen. »So alltägliche Dinge wie eine Halsentzündung oder das aufgeschlagene Knie eines Kindes können wieder zum Tode führen«, so Margaret Chan, Generaldirektorin der Weltgesundheitsorganisation WHO, kürzlich bei einer Konferenz in Kopenhagen zu diesem Phänomen. »Der Einsatz einer künstlichen Hüfte, eine Herztransplantation, Chemotherapie bei Krebs und die Pflege Frühgeborener könnte schwieriger, möglicherweise sogar zu riskant werden.«

    Laut einer kürzlich veröffentlichten Bloomberg-Meldung ist die Ausbreitung von NDM-1 und antibiotikaresistenten Supererregern mittlerweile so extrem geworden, dass selbst nützliche Bakterien, die als »Probiotika« oder »Darm-Mikroflora« bezeichnet werden, davon betroffen sind. Und solange Antibiotika weiterhin so fahrlässig eingesetzt werden wie es heute weltweit geschieht, wird sich die Lage noch verschlimmern, bis irgendwann selbst kleine Infektionen und Verletzungen tödlich werden. »Wenn sich dieser neueste Erreger in unseren Krankenhäusern einnistet, dann haben wir ihm nichts entgegenzusetzen«, sagt Donald E. Low, Chef des Gesundheitsamts in Toronto, Kanada. »Sein Angriffspotenzial ist womöglich stärker als das irgendeines anderen Organismus.«

    Wie Sie dazu beitragen können, antibiotikaresistente Supererreger zu bekämpfen

    Zusätzlich zu der erhöhten Aufmerksamkeit für das Problem und der Forderung nach einem vollständigen Moratorium des Antibiotikaeinsatzes kann im Großen nicht viel getan werden, um die Verbreitung antibiotikaresistenter Supererreger zu stoppen. Aber es gibt ein paar einfache Schritte, die Sie und Ihre Familie unternehmen können, um eine Infektion zu verhindern. * Wenn Sie Fleisch essen, kaufen Sie nur solches von antibiotika- und hormonfreien, grasgefütterten Tieren. Das Fleisch von Tieren, die in der konventionellen Landwirtschaft in geschlossenen Mastparzellen aufgezogen worden sind, enthält oft Antibiotika, Chemikalien und andere Giftstoffe, die das Problem der Supererreger noch verschlimmern. Wenn Sie und Ihre Familie ausschließlich Fleisch von grasgefütterten Tieren aus organischer Landwirtschaft essen, gehen Sie damit dem Kontakt mit Antibiotika und möglichen Supererregern im Fleisch aus dem Weg.

    * Vermeiden Sie die Einnahme von Antibiotika und versuchen Sie stattdessen kolloidales Silber, Knoblauch, Kokosnussöl und andere natürliche Antibiotika. Anstatt gegen sämtliche kleinen Wehwehchen Antibiotika einzunehmen – was heute maßgeblich zur Verbreitung von Supererregern beiträgt –, versuchen Sie doch, das Immunsystem Ihrer Familienmitglieder durch bakterienresistente Superfoods zu stärken. Außerdem können Sie etwas tun, um das Wachstum nützlicher Bakterien, die die tödlichen bekämpfen, zu fördern: Trinken Sie Kombucha-Tee und essen Sie Kefir, Joghurt und andere Probiotika. * Klären Sie Ihre Freunde und Nachbarn über medikamentenresistente Supererreger und die Gefahren des übermäßigen Antibiotikaeinsatzes auf. Den meisten ist einfach nicht bewusst, wie die zu häufige Verwendung zur Entwicklung von tödlichen Supererregern beiträgt. Indem Sie diese Information mit Ihren Freunden und Nachbarn teilen und ihnen beibringen, wie sie ihr Immunsystem mit Kräutern, Superfoods, sauberem Wasser, organischen Lebensmitteln und Probiotika auf natürliche Weise ankurbeln, können Sie zu einer echten Veränderung in unserer Gesellschaft beitragen.

    Quelle:
    http://info.kopp-verlag.de/medizin-u...1DEAC8F1D6AA2B


    LG Angeni
    Geändert von Stone (28.09.2012 um 13:42 Uhr)
    Sonnige Grüsse
    Angeni



    Die Wissenschaft hat die Ganzheit getrennt und je detaillierter man das Atom in seinem
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    - Angeni

  9. #9
    Lisa
    Gast

    Re: Viren und Bakterien

    Tollwut-Fledermäuse – die Gefahr aus der Luft

    Seit Jahren ist in Deutschland kein Fuchs mehr an Tollwut verendet: Doch Gefahr droht jetzt von Fledermäusen. Forscher warnen vor dem Kontakt mit toten oder lebendigen Tieren.


    Tollwutgefahr droht nicht mehr von Füchsen - das Virus grassiert nun unter Fledermäusen


    Hühnerköpfe haben hierzulande den Füchsen das Leben gerettet. Nachdem man in den 70er-Jahren vergeblich versucht hatte, den Überträgern der Wildtollwut mit Gewehren, Fallen und sogar mit Giftgas den Garaus zu machen, begannen 1983 die Behörden in Bayern und Hessen damit, den von der todbringenden Krankheit besonders bedrohten Waldbewohnern mit präparierten Hühnerköpfen eine Schluckimpfung anzubieten.

    Der Erfolg kann sich sehen lassen: Seit sechs Jahren ist in Deutschland kein Fuchs mehr an Tollwut verendet.

    "Durch die Impfung von Wild- und Haustieren konnte die terrestrische Tollwut erfolgreich zurückgedrängt werden", freut sich Tim Kümmerle von der Infektionsambulanz der Kölner Universitätsklinik. "Der letzte Tollwutfall trat im Februar 2006 auf. Deutschland gilt seit September 2008 als frei von terrestrischer Tollwut."

    "Die Fledermaustollwut ist in ganz Europa epidemisch"

    Doch es gibt noch ein anderes Risiko aus der Luft: die eher unscheinbare Fledermaus. Tim Kümmerle berichtet in der "Deutschen Medizinischen Wochenschrift": "Die Fledermaustollwut ist in ganz Europa epidemisch. Die ersten Fälle wurden im Jahre 1954 dokumentiert, bis 2009 wurden über 900 erkrankte Fledermäuse gezählt." Daher ist Vorsicht nach wie vor geboten.

    Besteht bei einem Menschen der Verdacht einer Infektion, sind in jedem Fall umfangreiche Schutzmaßnahmen notwendig, so wie im August 2010 im Kreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz. Dort fand eine Frau eine Fledermaus und hob sie auf. Das flugunfähige Tier biss seine vermeintliche Retterin und starb.

    Die Untersuchung des Kadavers ergab den Nachweis einer Tollwutinfektion. Die Finderin musste daraufhin mitsamt ihrer ganzen Familie eine sogenannte Postexpositionsprophylaxe (PEP) erhalten.

    Eine PEP ist eine nachträgliche Impfung gegen Tollwut mit demselben Impfstoff, der auch vorbeugend eingesetzt wird. Sie besteht aus einer Serie von fünf Tollwutschutzimpfungen allein oder in Kombination mit der einmaligen Gabe vom Tollwut-Immunglobulin.

    Warum die Impfung auch noch nach einer Ansteckung den Ausbruch der Krankheit verhindern kann, wird verständlich, wenn man weiß, welchen Weg die lebensgefährlichen Viren einschlagen.

    Ist das Virus im Gehirn, kommt jede Hilfe zu spät

    Das Tollwutvirus ist "neurotrop": Es greift das Nervensystem an. Nach der Infektion mit dem Speichel eines tollwütigen Tieres wandert das Virus die Nervenbahnen entlang in Richtung Gehirn – mit einer Geschwindigkeit von fünf bis zehn Zentimetern pro Tag.

    Ist es dort angelangt, kommt jede Hilfe zu spät: Die Krankheit bricht unweigerlich aus. Es gibt bisher nur einen einzigen Fall aus dem Jahr 2005, in dem es amerikanischen Medizinern gelang, ein 15-jähriges, mit Tollwut infiziertes Mädchen vor dem sicher geglaubten Tod zu retten.

    Mit der Impfung beginnt im Körper des gefährdeten Patienten ein überlebenswichtiger Wettlauf mit der Zeit: Wer erreicht schneller das Gehirn – das tödliche Tollwutvirus oder die Antikörper, die sich durch die Immunisierung mit dem abgeschwächten Impfvirus bilden?

    Die beruhigende Antwort: Gegen den heute gebräuchlichen, im Jahre 1978 entwickelten Impfstoff müssen sich die Tollwutviren fast immer geschlagen geben. Seine Inkubationszeit ist wesentlich kürzer als die Zeit, die der Tollwuterreger zur Entfaltung seiner tödlichen Wirkung braucht.

    Dank der erfolgreichen Schluckimpfung der Füchse brauchen heute nur noch wenige Menschen diese Impfung. Das Robert-Koch-Institut verkündete jüngst: "Das Risiko für einen Förster oder Waldarbeiter, von einem tollwutkranken Wildtier attackiert und infiziert zu werden, ist derzeit praktisch nicht gegeben.

    Hierzulande gehe eine Tollwutgefahr derzeit nur von Hunden oder Katzen aus, die zuvor aus einem Tollwut-Endemiegebiet – etwa Afrika, Asien, der Türkei oder dem Balkan – illegal nach Deutschland gebracht wurden. Auch Tierärzte und Jäger brauchten erst dann wieder geimpft werden, wenn es hierzulande erneut zum Ausbruch von Wildtiertollwut kommen sollte.

    Hände weg von Fledermäusen!

    Menschen mit engem Kontakt zu Fledermäusen sollten sich jedoch vorsorglich impfen lassen. Das Robert-Koch-Institut warnt ausdrücklich: Hände weg von Fledermäusen! Weder lebendige noch tote Fledermäuse sollten angefasst werden.

    Hat trotzdem ein Kontakt zu einer lebenden oder toten Fledermaus stattgefunden, sollte umgehend die Gabe einer PEP begonnen werden, auch wenn keine Verletzung erkennbar ist.

    Außerhalb Deutschlands ist die Tollwutgefahr allerdings nicht gebannt. In den vergangenen Jahren gab es Tollwutfälle im östlichen Polen sowie erhebliche Fallzahlen im Baltikum, in der Ukraine, Weißrussland, Bulgarien und Rumänien sowie im Bereich des ehemaligen jugoslawischen Staatsgebiets.

    In Norditalien sind seit 2008 wieder Fälle bei Wildtieren aufgetreten, wahrscheinlich durch die Einwanderung infizierter Tiere aus Slowenien. Auch andere Reiseziele wie Thailand, die Philippinen, Vietnam, Sri Lanka oder Indien und Indonesien sind noch immer Tollwutgebiete.

    Unbesorgt reisen kann man hingegen in Skandinavien, auf der Iberischen Halbinsel, in Frankreich, den Benelux-Staaten, Großbritannien und Irland. In Asien, Afrika und Südamerika droht dagegen nach wie vor Gefahr.

    Tollwut ist die Infektionskrankheit mit der höchsten bekannten Sterberate: Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben weltweit jährlich mehr als 55.000 Menschen an Tollwut.

    So verläuft die Tollwut:

    Die ersten Symptome treten ein bis drei Monate nach der Ansteckung auf. Es sind aber auch schon Inkubationszeiten von einem halben Jahr vorgekommen. In seltenen Fällen bricht die Krankheit bereits sechs bis 14 Tage nach der Ansteckung aus.

    Die Krankheit beginnt mit Kopfschmerzen, Erbrechen, Fieber, Brennen und Schmerzen an der Verletzungsstelle.
    Wenn die Viren das Zentralnervensystem erreicht haben, folgen die spezifischen Symptome: Muskelzuckungen und Krämpfe, Reizbarkeit und Überempfindlichkeit gegen Licht, Geräusche und Luftzug.
    Schließlich tritt Hydrophobie (Wasserscheu) auf: Es gibt schmerzhafte Krämpfe der Schlundmuskulatur beim Trinken, und der ausgeprägte Ekel vor Wasser kann schon beim Hinunterschlucken des eigenen Speichels ausgelöst werden.
    Der Tod tritt durch das Absterben von Nervenzellen ein. Es kommt bei vollem Bewusstsein zur Atemlähmung.


    http://www.welt.de/wissenschaft/umwe...-der-Luft.html
    Geändert von Stone (28.09.2012 um 13:41 Uhr)

  10. #10
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    Re: Viren und Bakterien

    Danke Lisa. Aber da schwillt doch wieder mein Kropf.....
    Wie oft sehe ich tote Fledermäuse? Oder wie oft fliegen die mir gegen den Kopf, weil sie betrunken sind? Halten sie sich fern von Fledermäusen!!! Ein dickes 'JA'. Lasst die süßen Viecher in Ruhe.
    Tollwut?!?!?! Ja, die bekomme ich bei solchen Artikeln auch.
    Gruss Gwynfor
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