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Thema: Die Signatur der Sphären (Sphärenharmonie)

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    Die Signatur der Sphären (Sphärenharmonie)

    Die Signatur der Sphären, auch bekannt unter dem Begriff "Sphärenharmonie"

    Seit Jahrtausenden lebt in der Menschheit die Idee, dass in unserem Sonnensystem eine geheimnisvolle Ordnung – sei sie mathematisch-geometrischer oder harmonisch-musikalischer Natur – verborgen ist. Pythagoras war von einer Sphärenmusik überzeugt, Platon brachte die Anordnung der Himmelskörper mit bestimmten Zahlen in Verbindung. Vor allem Johannes Kepler war es dann, der am Beginn der wissenschaftlich geprägten Neuzeit richtungsweisende Gedanken zur "Welt-Harmonik" entwickelte und versuchte, sie mit Hilfe der von ihm entdeckten Planetengesetze auf ein exaktes Fundament zu stellen.

    Die Signatur der Sphären erbringt auf der Grundlage moderner astronomischer Erkenntnisse und Berechnungsverfahren den Nachweis, daß in unserer kosmischen Heimat in der Tat eine wunderbare und äußerst verblüffende Ordnung vorhanden ist. Es finden sich sehr genaue Entsprechungen zu bestimmten geometrischen Figuren und musikalischen Intervallen, allerdings in einer anderen Art und Weise als alle bisherigen Vorstellungen hiervon sich träumen ließen. Mehr noch, die Planeten scheinen uns mit ihrer Anordnung und ihren zueinander in Beziehung stehenden Bewegungen eine Art Botschaft in geometrischen Bildern zu verkünden.

    Stets hängt das Weltbild des Menschen eng mit den Vorstellungen zusammen, die er sich von der Ordnung im Kosmos macht. Im modernen, zumeist rein wissenschaftlich ausgerichteten Weltbild hat die frühere Vorstellung von einer “Sphärenharmonie” keinen Platz mehr gefunden; entsprechende Vorstellungen werden in der Regel als schöne Träumerei belächelt. Die Strukturen im Kosmos und im Sonnensystem sind, so denkt man, allein ein Produkt von Zufall und Notwendigkeit (d.h. von absichtslosen physikalischen Gesetzen). Den in der Signatur der Sphären veröffentlichten Entdeckungen kommt daher eine tiefgehende philosophische Bedeutung zu. Denn eine vielschichtige geometrisch-harmonische Ordnung legt eher nahe, daß unser Sonnensystem wie eine wohldurchdachte musikalische Komposition aufgebaut ist.

    Hier ein Auschnitt der Dokumentation "Die Signatur der Sphären"



    Hier der diesbezügliche Wikipedia Eintrag dazu : http://de.wikipedia.org/wiki/Sph%C3%A4renharmonie

    [size=110:1o2dm3bk]Nach einem kurzen Abriß der Geschichte der Sphärenharmonie wird im folgenden erläutert, was unter diesem Begriff aus heutiger Sicht zu verstehen ist. Es werden die Kriterien aufgeführt, die eine Prüfung ermöglichen, ob vermeintliche harmonische Verhältnisse am Himmel tatsächlich etwas Besonderes darstellen. Schließlich wird aufgezeigt, in welchen Parametern der Planetenbahnen eine sehr exakte Übereinstimmung mit musikalischen Intervallen zu finden ist.[/size]

    Die Vorstellung, daß die Ordnung im Kosmos von Zahlen und musikalischen Harmonien bestimmt ist, gehört zu den ältesten Mythen der Menschheit. So heißt es in einem chinesischen Text aus dem 3. Jhdt. v. Chr. (“Frühling und Herbst” des Lü Bu We) beispielsweise:

    “Das, woraus alle Wesen entstehen und ihren Ursprung haben, ist das große Eine; wodurch sie sich bilden und vollenden, ist die Zweiheit des Dunkeln und Lichten. Sobald die Keime sich zu regen beginnen, gerinnen sie zu einer Form. Die körperliche Gestalt ist innerhalb der Welt des Raumes, und alles Räumliche hat einen Laut. Der Ton entsteht aus der Harmonie. Die Harmonie entsteht aus der Übereinstimmung.”
    Die große Entdeckung der Pythagoreer war dann, daß die am konsonantesten empfundenen Intervalle einfachen Zahlenverhältnissen entsprechen (chronologisch ist diese Entdeckung früher anzusetzen, Pythagoras von Samos lebte von ca. 580 - 496 v. Chr.). So erklingt bei der Teilung einer Saite im Verhältnis 2:1 die Oktave, im Verhältnis 3:2 die Quinte, 4:3 die Quarte usw. Hieraus erwuchs die Überzeugung, daß diese Proportionen auch in den Abständen oder Bewegungsverhältnissen der Planeten wiederzufinden sein müßten. Die pythagoreischen Gedanken, die von Platon mit bestimmten Zahlen ausgeschmückt worden sind, wurden durch das ganze Mittelalter weitgehend für gültig erachtet. Aus einer rein intuitiven Vorstellung war damit eine Idee geworden, die zumindestens prinzipiell durch den Verstand nachprüfbar ist.

    Doch erst die Auffindung der Planetengesetze durch Johannes Kepler Anfang des 17. Jahrhunderts ermöglichte es ihm, die Bewegungen der Planeten sehr viel genauer zu berechnen als es jemals zuvor möglich gewesen war. Damit konnte er die alten Modelle von einer Sphärenharmonie einer kritischen Überprüfung unterziehen. Nachdem er viele andere Möglichkeiten untersucht und verworfen hatte, glaubte Kepler, in den Winkelgeschwindigkeiten (in anderen Worten: den Winkeln, die die Planeten in einer gleichen Zeiteinheit von der Sonne aus gesehen bilden) eine sehr gute Übereinstimmung zwischen den Verhältnissen im Sonnensystem und musikalischen Intervallen gefunden zu haben. Für Kepler war es des weiteren selbstverständlich, daß die Musik der Sphären zum einen nur im Geiste des Betrachters ertönt, zum anderen ein Ausdruck des Schöpfers ist.

    Es sind also die Himmelsbewegungen nichts anderes als eine fortwährende mehrstimmige Musik (durch den Verstand, nicht das Ohr faßbar), eine Musik, die durch dissonierende Spannungen, gleichsam durch Synkopen und Kadenzen hindurch (wie sie die Menschen in Nachahmung jener natürlichen Dissonanzen anwenden) auf bestimmte, vorgezeichnete, je sechsgliedrige (gleichsam sechsstimmige) Klauseln lossteuert und dadurch im unermeßlichen Ablauf der Zeit unterscheidende Merkmale setzt. Es ist daher nicht mehr verwunderlich, daß der Mensch, der Nachahmer seines Schöpfers, endlich die Kunst des mehrstimmigen Gesanges, die den Alten unbekannt war, entdeckt hat. Johannes Kepler, Welt-Harmonik, 1619
    Aus wissenschaftlicher Sicht wird Kepler als Entdecker der Planetengesetze höchste Achtung entgegengebracht, seine Ideen zur Sphärenmusik allerdings nicht weiter ernst genommen. Im 20. Jahrhundert wurden von verschiedenen Autoren andere Parameter als die Winkelgeschwindigkeiten herangezogen, in welchen die Sphärenharmonie zu finden sein soll (Hans Kayser: in den Logarithmen der mittleren Sonnenabstände, Thomas Michael Schmidt: in den Differenzen der synodischen Umlaufzeiten, Cousto: in den aus den Umlaufzeiten gebildeten Frequenzen).

    Zusammenfassend kann man sagen, daß die Harmonie der Sphären eine rein geistige Idee geworden ist. Die Himmelsharmonien - wenn sie mehr als bloße Phantasie darstellen sollten - müßten zudem in meß- oder berechenbaren planetarischen Proportionen nachzuweisen sein. Zwar gibt es einige Berichterstatter, die meinten oder meinen, kosmische Klänge gehört zu haben, dem normalen Menschen werden solche Erlebnisse jedoch immer unüberprüfbar bleiben. Somit fragt sich also, wie gut die Übereinstimmung der unterschiedlichen Vorstellungen mit den planetarischen Verhältnissen denn tatsächlich ist. Auch Johannes Kepler hatte nicht behauptet, daß die von ihm aufgefundenen Harmonien den musikalischen vollkommen entsprechen. Zu der aufgeworfenen Frage läßt sich nur mit den Mitteln der Wahrscheinlichkeitsrechnung eine echte Aussage treffen (die zur Zeit Keplers noch unbekannt war). Auch in den Größen einer zufälligen Verteilung (die beispielsweise die Umlaufzeiten simulieren), wie sie von einem Zufallsgenerator erzeugt werden könnten, würden immer einige der daraus zu bildenden Verhältnisse musikalischen Intervallen nahe kommen. Vermeintliche Harmonien wären jedoch nur dann etwas Besonderes, wenn sie signifikant - wie der Statistiker sagt -, also bedeutsam, von einer zufälligen Verteilung abweichen.

    Hierauf an dieser Stelle näher einzugehen, würde allerdings den Rahmen sprengen. Die folgenden Graphiken zeigen aber auch ohne weitere Berechnungen die Notwendigkeit einer solchen Vorgehensweise auf. Dargestellt werden zunächst die Frequenzen, die sich aus den Umlaufzeiten der Planeten ergeben (die genaue Erläuterung des hierzu führenden Verfahrens findet sich in: Die Signatur der Sphären, Seite 63; kurz gesagt werden die Kehrwerte der Umlaufzeiten (in sec) solange mit 2 multipliziert, bis sie den Frequenzen musikalischer Töne entsprechen):



    Die so gebildeten “Töne” werden auf ein gemeinsames Maß bezogen (hier c=129,6 Hertz). Die musikalischen Intervalle sind als horizontale Linien eingetragen. Auf den ersten Blick sieht man, daß nur drei von neun planetarischen Tönen gute bis sehr gute Übereinstimmungen mit musikalischen aufweisen. Man kann sich denken, daß damit keinerlei auffällige Abweichung von einer zufälligen Verteilung zum Ausdruck kommt.

    Auch die Analyse der anderen weiter oben angesprochenen Vorstellungen ergibt nirgendwo eine tatsächlich signifikante Abweichung von einer zufälligen Verteilung (wie in der Signatur der Sphären im einzelnen gezeigt wird). Anders sieht das Bild jedoch schon aus, wenn die Geschwindigkeiten der Planeten im Aphel, d.h. dem sonnenfernsten Punkt der Ellipsenbahn, miteinander in Bezug gesetzt werden:



    In diesem Fall liegen sechs von acht möglichen Werten nahe bis sehr nahe an den musikalischen Tonverhältnissen. In Kombination mit der Geschwindigkeit in einem weiteren charakteristischen Punkt der Ellipsenbahn ergeben sich dann 17 Intervalle, von denen 13 den musikalischen gut bis sehr gut entsprechen. Mit einem geeigneten statistischen Verfahren läßt sich errechnen, daß die Wahrscheinlichkeit für eine derartige Anordnung in einer zufälligen Verteilung lediglich bei etwa 1:10.000 liegt. Berücksichtigt man, daß es ca. zehn Möglichkeiten gibt, die Parameter der Planetenbahnen auf Übereinstimmungen mit musikalischen Verhältnissen zu untersuchen, bleibt immer noch eine Wahrscheinlichkeit von 1:1000.

    Mit anderen Worten haben wir also in den Geschwindigkeiten der Planeten mit 99,9 %-iger Sicherheit den musikalischen Intervallen entsprechende Verhältnisse vorliegen, welche nicht zufälliger Natur sein können. Statistisch gesehen kann das als ein Ergebnis von sehr hoher Signifikanz bewertet werden. Nach unseren Kenntnissen ist damit zum ersten Mal ein tatsächlicher Nachweis erbracht worden, daß die uralte Vorstellung von einer Sphärenharmonie im Sonnensystem mehr sein muß als eine “schöne Träumerei”. -- Näheres hierzu findet sich in Kapitel 4 des Buches Die Signatur der Sphären - Von der Ordnung im Sonnensystem.

    http://www.keplerstern.de/_Spharenharmonie_/body__spharenharmonie_.html
    Vorwort des Buches dazu...
    [size=110:1o2dm3bk]Vorwort

    Das schöne Wort ‘Kosmos’ bedeutete im Griechischen ursprünglich Anordnung oder auch Schmuck. Vor etwa zweieinhalb Jahrtausenden begann man, den Begriff im Sinne von Weltall oder Weltganzes zu verwenden. Der nächtliche Himmel war mit Sternen geschmückt, die von dem bildhaften Erleben zu scheinbar unveränderlichen Figuren aus der Mythologie oder dem Tierreich zusammengefasst worden waren. Eine Handvoll Sterne unterschied sich jedoch von allen anderen, denn sie durchwanderten die Sternbilder auf mehr oder weniger komplizierten Bahnen, im Laufe längerer Zeiträume jedoch in einer vollkommen regelmäßig wiederkehrenden Art und Weise. Aus den wahrzunehmenden Bewegungen wurden Vorstellungen über die Anordnung der wandernden Himmelslichter, der Planeten, und der als eine zusammengehörige Einheit gedachten Fixsternsphäre abgeleitet. Die überwiegende Mehrheit der griechischen Denker hatte keine Zweifel, dass der Kosmos wohlgeordnet sei, vernünftig aufgebaut und für den menschlichen Geist in gewissem Umfang begreifbar. Einige von ihnen, angefangen mit Pythagoras von Samos, kamen des weiteren zu der Anschauung, dass die Ordnung eine musikalische sein müsse, dass am Himmel gleichsam eine Art Sphärenmusik erklänge, die vor allem durch die regelmäßigen Bewegungen der Planeten hervorgerufen werden solle.

    Niemand käme heute mehr auf die Idee, die früheren Modelle vom Aufbau des Universums - mit der Erde im Zentrum und auf die eine oder andere Weise darum befindlichen Kreisen oder Kugelschalen - noch ernst zu nehmen. Was die generelle Ordnung im Kosmos betrifft, ist die Sache nicht ganz so eindeutig. Auf der einen Seite weiß man inzwischen von Supernova-Explosionen und ungeheuren Gammastrahlenausbrüchen; man vermutet sogenannte Schwarze Löcher, die alles, was ihnen zu nahe kommt, in sich verschlingen, und viele andere Merkwürdigkeiten. Für eine harmonische Ordnung im Weltall scheinen diese Dinge nicht gerade zu sprechen. Betrachtet man hingegen Aufnahmen von Galaxien, diesen leuchtenden Sterneninseln, mit denen die Unermesslichkeit des Weltraumes geschmückt ist, ahnt man, dass das, was der Gestaltung des Universums zugrunde liegt, ebenso groß wie seine Dimension sein dürfte. Weiterhin hat der Mensch durch die Erfolge seiner Wissenschaften den Ansatz der griechischen Philosophen bestätigt, dass die Welt zumindestens teilweise von vernünftigen Gesetzen gelenkt wird, was zunächst nichts anderes heißt, als daß wir diese - heute Naturgesetze genannt - mit unserer Vernunft erkennen können. Darauf aufbauend hat der moderne Mensch sein Bild vom Kosmos entworfen. Eine Musik des Weltalls oder eine besondere Ordnung in unserem Planetensystem hat in dieser Weltanschauung allerdings keinen Platz mehr gefunden.

    Vor einigen Jahren begann ich mir die Frage zu stellen, was wir mit Hilfe der wissenschaftlichen Methoden wirklich erkannt haben. Damit ist nicht die Entdeckung der Gesetzmäßigkeiten gemeint, die uns ermöglichen, chemische Stoffe zu Reaktionen zu zwingen oder technische Apparaturen zu bauen, sondern was wir über die Entstehung des Weltalls, den Aufbau von Strukturen wie unser Sonnensystem, die Herkunft des Lebens und seine Entwicklung bis hin zum menschlichen Bewusstsein herausgefunden haben. Im Laufe der Zeit kam ich zu einer vorläufigen persönlichen Einschätzung über einige der Theorien, die in den verschiedenen Bereichen aus den Entdeckungen der Forscher hervorgegangen sind. Eine meiner Grundannahmen bei diesem Studium resultierte aus meiner Zuneigung zur Musik und der vorherigen Beschäftigung mit der Geschichte der Musiktheorie. Schon dabei war ich auf die uralte Vorstellung einer harmonischen Geordnetheit der himmlischen, d.h. auch in diesem Fall der planetarischen Bewegungen gestoßen. Diese setzte ich als gegeben voraus, bis mir klar wurde, dass ich in Wirklichkeit nichts darüber wusste. So begann ich zunächst in der Literatur zu suchen, was über diesen Gegenstand tatsächlich bekannt ist. Auf einen etwas vereinfachten Nenner gebracht, fand ich Befürworter der Himmelsharmonien, meist Geisteswissenschaftler im weitesten Sinne, und andere, die sie als reine Phantasie bezeichnen und die in der Regel dem naturwissenschaftlichen Lager zuzuordnen sind. Eine gründliche und gleichzeitig astronomisch und mathematisch fundierte Behandlung des Themas konnte ich jedoch nicht finden, weder aus der einen noch aus der anderen Warte.

    Die einen glauben daran, die anderen nicht. Und an was sie glauben oder nicht glauben, ist in vielen Fällen das, was in dem diesbezüglichen Werk Johannes Keplers enthalten ist. Kepler war einer der ersten Naturwissenschaftler im modernen Sinne. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts entdeckte er die grundlegenden Gesetze der Planetenbewegungen. Er fand u.a. heraus, dass ihre Bahnen Ellipsen sind und dass jeder Planet eine etwas anders geformte Ellipse aufweist, was sich durch das Maß der Exzentrizität quantifizieren lässt. Kepler war zugleich einer der letzten der Astronomen, die von einer Ordnung im Kosmos überzeugt waren, die mehr beinhaltet als das bloße Wirken physikalischer Kräfte. Die verschiedenen Exzentrizitäten müssen so sein, wie sie sind, aus Vorsorge für die Harmonien zwischen den Bewegungen der Himmelskörper, wie er sich ausdrückte. Mit den von ihm gefundenen Planetengesetzen gelang es Kepler, die räumlichen Verhältnisse, die Geschwindigkeiten und andere Parameter genauer zu berechnen, als es vorher je möglich gewesen war. Und in einer dieser Größen fand er im Vergleich der verschiedenen Planeten eine vermeintlich sehr exakte Übereinstimmung mit den Schwingungsverhältnissen musikalischer Töne. Damit hatte er die Idee von einer harmonischen Ordnung des Sonnensystems in das wissenschaftliche Zeitalter hineingetragen und nach wie vor ist sein Konzept das wohl bekannteste in dieser Hinsicht.

    Die Untersuchung von Keplers Harmonie der Welten ist daher eines der zentralen Themen dieser Arbeit. Darüber hinaus wurde die Auseinandersetzung mit seinen Vorstellungen zum Ausgangspunkt für eine Reise in ein weitgehend unbekanntes Land, als welche sich die anschließende eigene Suche nach der verborgenen Ordnung in unserer kosmischen Heimat dann herausstellen sollte. Und dieses geheimnisvolle Reich, sozusagen vor unserer Haustür, enthüllte seine Schätze auf den unterschiedlichsten Ebenen: in den räumlichen Strukturen, in den Geschwindigkeitsverhältnissen, in der Abgestimmtheit der langfristigen Bewegungen der einzelnen Planeten um die Sonne und auch in den Eigenbewegungen, d.h. den Rotationen der Himmelskörper. Am erstaunlichsten ist jedoch, dass sich so etwas wie ein rotes Band von geometrischen Bezügen herauskristallisierte, welches die einzelnen Parameter miteinander verknüpft und in gewisser Weise eine Geschichte erzählt. Beim Aufspüren und Nacherzählen dessen, was uns das Sonnensystem hiermit sagen will, haben mich - so scheint es mir jetzt im Rückblick - Johannes Keplers tiefgründige Gedanken, seine philosophischen Überzeugungen, seine Entdeckerfreude und seine Menschlichkeit, die auch nach 400 Jahren unmittelbar ansprechen können, oft begleitet. Insofern ist dieses Buch durch ihn entstanden und ihm gewidmet.

    Vielleicht wird man überrascht sein zu hören, dass Jahrhunderte nach der Auffindung der Planetengesetze bzw. des Gravitationsgesetzes durch Isaac Newton grundsätzliche Strukturen im Planetensystem noch nicht erkannt gewesen sein sollen. Dies hat verschiedene Gründe, die teilweise psychologischer Natur sein mögen. Kurz und knapp formuliert, findet man gewöhnlicherweise nur das, wonach man sucht. Es gibt jedoch auch einen handfesten mathematisch-astronomischen Grund. Viele der Berechnungen, auf denen die vorgestellten Ergebnisse basieren, wurden praktisch erst vor ca. 15 Jahren durchführbar. Theoretisch waren sie das auch lange vorher schon, allerdings mit einem immens höheren und in größerem Stil quasi nicht zu bewältigenden Aufwand. Deshalb haben, auch wenn die von Newton Ende des 17. Jahrhunderts aufgestellten Prinzipien sich nicht veränderten, die besten Mathematiker seitdem kontinuierlich an der Optimierung und Vereinfachung der entsprechenden Rechenmethoden weitergearbeitet. “Erst” 1982 und 1987 veröffentlichten P. Bretagnon u.a. vom Bureau des Longitudes in Paris Verfahren, die es mit relativ einfachen Mitteln ermöglichen, die Positionen und Bahndaten der Planeten für mindestens 10.000 Jahre, d.h. 5.000 Jahre in die Vergangenheit und in die Zukunft, mit unglaublicher Präzision - und in Verbindung mit elektronischen Rechengeräten mit atemberaubender Schnelligkeit - zu ermitteln. Allen, die an dieser Entwicklung über die Jahrhunderte beteiligt waren, gebührt mein tiefer Dank.

    Die Berechnungsmethoden sind also inzwischen so genau gewordenen, dass man ihre Resultate innerhalb des angegebenen Zeitraumes als wissenschaftlich abgesichert betrachten kann. In dieser Hinsicht ist das Sonnensystem der bisher einzige Bereich im uns umgebenden Kosmos, über dessen Ordnung wir wirklich exakte Aussagen machen können. Auch im Hinblick auf die Weltanschauung des modernen Menschen, welche immer mit dem Bild vom Weltall auf das engste zusammenhängt, kommt diesem Umstand eine tiefe Bedeutung zu. Die im Zusammenspiel der Planeten und ihres Zentralgestirns vorgefundene Signatur der Sphären weist zudem über lediglich Berechenbares weit hinaus, oder wenn man will - sie lässt wie eine musikalische Komposition einen Spielraum für eine nachschöpferische Interpretation offen; sie lädt dazu geradezu ein. Dieser Einladung bin ich mit großer Freude gefolgt. In der Darstellung wurde jedoch, so hoffe ich, stets deutlich gemacht, wo die Trennungslinie zwischen persönlichem Blick, mathematisch-astronomischem Fundament und dessen Ausgestaltung verläuft.

    Die Konzeption des Textes ist so angelegt, dass die aufgeführten Ergebnisse nach Möglichkeit auch von Menschen ohne spezielle Vorbildung nachvollzogen werden können (manchmal vielleicht mit ein wenig Geduld). Für das Verständnis sind im wesentlichen nur die einfachen Grundrechenarten und einige elementare geometrische Kenntnisse, welche zudem im Anhang vermittelt werden, erforderlich. Gleichwohl ist die Bezeichnung ‘einfach’ auf dem Gebiet der Mathematik immer relativ, der Eintritt in die Welt der Zahlen und geometrischen Figuren ist bekanntlich nicht von vornherein für jeden gleichermaßen faszinierend. Daher wurden alle etwas komplizierteren, für ein Verstehen nicht unbedingt grundlegenden Berechnungen in den Anhang verwiesen. Dieser soll u.a. einen detaillierteren Zugang und eine Überprüfung der einzelnen Schritte ermöglichen und ist aus diesem Grund vergleichsweise umfangreich ausgefallen.

    Abschließend danke ich Kerstin Kreft, die sich beim Lesen des Manuskripts durch die ‘relativ einfachen’ Rechnungen hindurchgekämpft hat, obgleich sie ihr manchmal relativ schwierig vorkamen. Ich danke ihr ebenso herzlich für ihre Genauigkeit, ihr feines Gespür für die deutsche Sprache, ihre aufmerksamen Fragen und die vielen Gespräche zu den hier behandelten Themen. Manfred Lellek danke ich für seine Ernsthaftigkeit und seine Begeisterung, mit der er die himmlischen Entdeckungen aufgenommen hat. Ich danke ihm besonders für die Bestätigungen, die er mir im Verlaufe des Werdens bzw. Kennenlernens der einzelnen Kapitel gegeben hat. Möge das, was schließlich entstehen konnte, ein neues Licht auf die Schönheit und vielleicht auch Einzigartigkeit werfen, mit der unsere kosmische Heimat geschmückt worden ist.

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    Hier nun die beiden Videovorträge dazu (Komplett)

    Hartmut Warm Die Signatur der Sphären Teil 1



    Hartmut Warm Die Signatur der Sphären Teil 2



    Hier im Spoiler nun einige Beispiele für solche Sphärenmuster, auf Anzeigen klicken...

    Sphaerenmuster

    Sphärenmuster Venus Erde Mars



    Sphärenmuster Jupiter Uranus



    Sphärenmuster Mars Jupiter Uranus



    Sphärenmuster Jupiter Saturn Neptun



    Sphärenmuster Venus Erde Sonne




    Ein weiterer Thread den ich dazu empfehle ist dieser hier : "Wissen in Stein: Das Geheimnis der Pyramiden" hier zu finden : [iurl:1o2dm3bk]http://www.globale-evolution.de/Forum/viewtopic.php?f=10&t=1634[/iurl:1o2dm3bk]

  2. #2
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    Re: Die Signatur der Sphären (Sphärenharmonie)

    danke dafür das klingt interessant

  3. #3
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    Re: Die Signatur der Sphären (Sphärenharmonie)

    wünschert man sich noch mehr von
    coole sache

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