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Thema: Syrien - der nächste Krieg durch Lügen?

  1. #101
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    Re: Syrien - der nächste Krieg durch Lügen?

    Hallo,

    ohne Sie hätten wir viele info nicht

    Lizzie Phelan führte am 31 Jänner 2012 ein interview über Skype ,hier die Engliche version.http://lizzie-phelan.blogspot.com/2012/01/new-york-times-interview-with-lizzie.html?m=1
    New York Times interview with Lizzie Phelan

    • German translation by Einar Schlereth of "einertyskeyn"


      Heute wurde ich über Skype Video-interviewt von dem NYT-Journalisten Robert Mackey zu meiner Berichterstattung aus Libyen und Syrien und meiner Kritik an den westlichen und GCC Mainstreammedien hinsichtlich dieser beiden Länder.

      Dies war mein erstes Interview durch ein Mainstreammedium und mir wurde gesagt, dass es ungekürzt morgen veröffentlicht werden soll. Vor dem Interview bekam ich drei Fragen zugeschickt, die jene Bereiche umrissen, die im Interview zur Sprache kommen sollten.


      In gewisser Weise driftete das Interview von diesen Fragen ab, weswegen ich hier die Fragen, die vor dem Interview besprochen wurden, veröffentliche mitsamt meiner kompletten Antwort darauf, weil ich das Gefühl habe, das besonders auf diese Fragen eine umfassende Antwort gegeben werden muss. Die meisten Punkte habe ich im Interview aufgegriffen, aber einige habe ich übersehen.


      ROBERT MACKEY (RB): Da Ihre Eindrücke von dem, was in Syrien geschieht, so stark von dem abzuweichen scheinen, was viele ausländische Reporter fanden, die kürzlich dort arbeiteten, möchte ich Sie fragen, wie Sie Ihre Quellen gefunden haben und was Ihrer Meinung nach Schuld hat an dem unterschiedlichen Bild von dem Konflikt von anderen Journalisten.

      LIZZIE PHELAN (LP): Zuerst hoffe ich, dass Sie mir die Gelegenheit geben werden, alle Ihre Fragen voll und ganz zu beantworten, damit der Zusammenhang, der immer fehlt, dargestellt werden kann. Ich hoffe auch, dass Sie alle Fragen stellen werden, die Sie vorgeschlagen haben, als ich diesem Interview zustimmte. Wenn nicht, werde ich sie selbst veröffentlichen zusammen mit meinen vollständigen Antworten.

      Diese Frage ist trügerisch, denn was Sie eigentlich meinen, ist, dass meine Eindrücke dessen, was in Syrien geschieht, so markant verschieden zu sein scheinen von den Reportern der NATO und GCC Länder (GCC = Golf Kooperationsrat), die ein eigennütziges Interesse an der Destabilisierung Syriens haben. Natürlich werden meine Eindrücke tatsächlich von der Mehrheit der Völker dieser Welt geteilt, von den Ländern außerhalb der NATO und der GCC und insbesondere von jenen, die Opfer dieser Mächte sind. Aber weil sie keine mächtigen Medien-Apparate haben, werden ihre Stimmen von den Eindrücken einer Minorität der NATO und GCC Länder ertränkt.
      Zu meinen Quellen. Ich finde meine Quellen auf unterschiedliche Weise, aber mein wichtigstes Mittel ist, dass ich mit gewöhnlichen Menschen spreche, wohin ich auch gehe, und in Syrien ist es nicht schwierig, weil die Leute wirklich ein Bedürfnis haben, über die Krise in ihrem Land zu sprechen, insbesondere zu Ausländern, von denen sie das starke Gefühl haben, dass sie einen falschen Eindruck von ihrem Land und den gegenwärtigen Ereignissen haben. Dies war die überwältigende, aber natürlich nicht ausschließliche Ansicht, der ich begegnete. Und dies spiegelt sich in meinen Berichten wieder.
      In der Tat war ich, wie auch in Libyen, überwältigt von der Menge der Menschen, die von ihrer Wut über die Erfindungen in den Medien der NATO und GCC Länder sprechen wollten, sodass mein Kollege Mostafa Afzalzadeh und ich beschlossen, einen Dokumentarfilm zu machen, damit wir wiedergeben konnten, was einfache syrische Leute wirklich sagen. Dieser Dokumentarfilm wird tatsächlich enthüllen, wie, wäre es nicht wegen dieser Medien, die Krise in Syrien längst vorüber wäre, bevor sie begonnen hatte, und das Volk jetzt in Frieden leben würde.
      Der Unterschied zu den Journalisten der Mainstreammedien (MSM) in den NATO und GCC Ländern ist, dass sie mit einer Tagesordnung kommen, und diese Tagesordnung ist, über das zu berichten, was sie eine „Revolution“ nennen, die in Syrien abläuft, und die falschen Behauptungen zu untermauern, dass die syrische Regierung eine Bedrohung für das syrische Volk ist. Wenn sie also z. B. eine Straße entlanggehen und 10 Leute treffen, die ihnen sagen, dass es keine Revolution in Syrien gibt und dass sie wollen, dass die Armee sie vor den Terroristen beschützt, die das Land überfluten, und sie dann eine Person treffen, die ihnen sagt, dass es in Syrien keine Demokratie gibt, dann tun sie die zehn Leute als Regierungs-Spione ab und laufen mit der einen Person los, die etwas anderes sagte. Das habe ich selbst erlebt.
      Wenn sie es umgekehrt machten und die Ansicht der Mehrheit auf der Straße wiedergäben, dann würde das die Berichterstattung ihrer Medienorganisationen der vergangenen 10 Monate unterminieren, die das Bild von einer Regierung malten, die von ihrem Volk gehasst wird, und es würde auch ihre eigene Glaubwürdigkeit als Journalisten unterminieren, die für diese Organisationen arbeiten.
      Aber mit der Zeit werden sich nicht in der Lage sein, die Wahrheit zu unterdrücken. Es gibt jedoch wie in Libyen die Gefahr, dass die Wahrheit erst herauskommt, wenn es zu spät ist, wenn ein Land von den NATO und GCC Ländern erfolgreich zerstört worden ist mit der wichtigen Hilfe ihrer Medien. Danach können es sich die Medien erlauben, etwas ehrlicher zu sein, weil die Ziele, z. B. Regime-Wechsel, von ihren Geldgebern erreicht worden sind.
      Ich andererseits kümmere mich nicht darum, mich anzupassen, um es zu einem Journalisten zu bringen, der für eine der am meist respektierten Medien der Welt arbeitet. Ich wurde Journalistin, um die Wahrheit wiederzugeben, was immer es kostet mag. Das Einzige, dem ich verpflichtet bin, ist mein Gewissen.
      RM: Da Sie auf Press TV und Russia Today und auch im syrischen Staatsfernsehen aufgetreten sind, haben Sie da keine Sorge, dass Sie die Regierungen gutzuheissen scheinen, die diese Kanäle finanzieren, oder sehen Sie Ihre Rolle eher als die eines Aktivisten, der gegen die Politik der USA und Englands ist, als die eines neutralen Reporters?
      LP: Diese Frage ist in sich selbst sehr trügerisch und belastet und aus jedem Zusammenhang gerissen. Sie impliziert, dass BBC, CNN, Al Dschasira etc. und die Journalisten, die für sie arbeiten, unabhängig von ihren Geldgebern sind. Wenn ich für die BBC arbeitete, bedeutete es, dass ich die britische Regierung gutheiße, die sie finanziert, und die jahrhundertelangen und gegenwärtigen Übergriffe dieser Regierung in der ganzen Welt?
      Warum ist die NYT bekümmert über meine Arbeit für Russia Today und Press TV? Ich fordere Sie heraus, dass ich bestimmte Beispiele von Journalisten finde, die für diese Organisationen arbeiten, die sich schlechter journalistischer Praktiken schuldig gemacht haben. Warum sind Sie nicht bekümmert über Journalisten, die für Al Dschasira arbeiten, die von dem Emir von Katar und der königlichen Familie finanziert wird und deren Außenpolitik wiederspiegelt? Al Dschasira ist in den vergangenen Monaten oft überführt worden, falsche Berichte über Ereignisse der Region und nicht zuletzt über Libyen veröffentlich zu haben.
      Wie können deren Journalisten neutral sein, wenn deren Auftraggeber die größte US-Basis in der Region beherbergen, und verantwortlich dafür sind, tausende Soldaten, Waffen und einen Haufen Geld geschickt zu haben, um in Libyen zu töten und zu zerstören, und die jetzt in Syrien dasselbe tun und obendrein arabische Truppen aufgefordert haben, das Land zu invadieren? Auch würde ich gerne hören, dass die NYT die „Neutralität“ von Journalisten in Frage stellt, die für die vom britischen Staat bezahlte BBC arbeiten oder Journalisten, die für die Murdoch Presse arbeiten, die erwiesenermaßen enge Verbindungen mit allen großen westlichen Mächten hat, die für die größten Verletzungen internationalen Rechts verantwortlich sind.

      Die Frage sollte also mit der Prämisse beginnen, dass keine Nachrichtenorganisation neutral ist und jede eine gewisse Ideologie vertritt. Wenn Sie mich also fragen, ob ich mich wohler fühle, für Nachrichtenkanäle zu arbeiten, die eine Staatsideologie widerspiegeln, dass sie sich verteidigen müssen gegen die ständigen Angriffe durch den Westen, eine Ideologie also, die gegen ausländische Einmischung in ihre Angelegenheiten ist und für ihre eigene Unabhängigkeit eintritt oder ob ich mich wohler fühle, für Medienorganisationen zu arbeiten, die die arrogante Ideologie wiedergeben, dass die westliche Zivilisation überlegen sei und der ganzen Welt mit allen Mitteln aufgezwungen werden müsse, dann denke ich, dass jede Person mit dem geringsten Verständnis für globale Politik und zumindest die jüngste Geschichte, zu dem ersteren neigen würde.
      Ein zusätzliche Täuschung in dieser Frage ist, dass es so etwas wie Neutralität gibt und dass Journalisten in der Lage seien, ihren eigenen Glauben trennen zu können von dem, was sie zu berichten auswählen und wie sie es berichten, oder gar einen Anspruch, dass Journalisten keine Meinung haben.
      Wie ich sagte, kümmere ich mich nicht um die Auffassungen anderer in diesen Dingen, weil jeder, der meint, weil ich für Russia Today oder Press TV gearbeitet habe, so bedeute das, dass ich mich verkauft habe, doch wenn ich für eine westliche Organisation arbeitete, würde ich „neutral“ sein – der betrügt sich nur selbst und zieht es vor, einen kleinen Ausschnitt eines Bildes zu betrachten.
      Als ich im Hotel Rixos in Tripolis festsaß mit 35 anderen Journalisten, kamen zufällig zwei amerikanische Journalisten in das Hotel gerannt, aber als sie merkten, dass das Hotel von Gaddafi Anhängern verteidigt wurde, sausten sie wieder hinaus. Einer hatte sogar Angst, dass die Gaddafi Anhänger ihm etwas antun würden, aber die verlangten einfach, dass sie verschwinden. Warum hatte er solche Angst? Er sagte, weil er Beziehungen zu einem hohen NTC Mann habe. Ich habe nicht gehört, dass seine Neutralität von den MSM in Frage gestellt wurde.
      Schließlich – was ist ein Aktivist? Wenn es bedeutet, dass die Rolle, die man spielt, den Effekt hat, Ereignisse zu beeinflussen, dann würde ich sagen, dass wir alle in der einen oder anderen Weise Aktivisten sind. Denn jeder, der denkt, dass seine Handlungen segensreich seien und keine Auswirkungen hätten, ist bestenfalls naiv. Dies trifft insbesondere auf alle Journalisten zu, deren Aktionen als Reporter größere Auswirkungen haben als die jedes gewöhnlichen Bürgers der Welt. Natürlich deshalb, weil ihre Stimme eine besondere Plattform erhält, und wenn man Journalismus studiert, wird man gelehrt, dass ein Reporter als die Augen und Ohren der Öffentlichkeit handeln sollte, und man derart größeren Einfluss als ein normaler Bürger habe.
      Man benutzt dann diese Plattform entweder, um Gerechtigkeit und die Prinzipien des internationalen Rechts zu befördern, die für jedermanns Wohl grundlegend sind, oder aber man steckt den Kopf in den Sand bezüglich der Verantwortung, die diese Plattform mit sich bringt und benutzt sie, um die eigene persönliche Karriere oder Interessen zu fördern.
      RM: Ich wollte auch mehr über Ihre Berichte aus Libyen herausfinden und Sie fragen, wie Sie auf Vorwürfe antworten, dass Sie die Regierung von Oberst Gaddafi unterstützten? Alles in allem versuche ich, ein besseres Verständnis zu gewinnen von dem, was Sie antreibt, gegen die westlichen Regierungen aufzutreten, aber offenbar Ihre Unterstützung Regierungen wie der in Iran, Russland und jetzt Syrien geben, die ernster Menschenrechtsverletzungen angeklagt worden sind.
      LP: Dies ist auch wieder eine trügerische Frage und versinnbildlicht das manipulative Herangehen der mächtigen Medien der Welt, wie die Zeitung NYT.
      Hier stellen Sie mir diese Frage, weil die großen Westmächte und Medien Muammar Gaddafi, Iran etc. mit der Anklage der Menschenrechtsvergehen kriminalisiert haben, und dann versuchen Sie, mich in die Falle zu locken, indem Sie sagen, ich unterstütze Muammar Gaddafi und Iran und damit auch die Verstöße gegen die Menschenrechte.
      Erstens ist diese Frage der Menschenrechte ein absoluter Irrtum und ist momentan der beliebteste Knüppel, um Führer unabhängiger Entwicklungsländer schlechtzumachen, um die moralische Rechtfertigung zu liefern, solchen Ländern das westliche System aufzuzwingen.
      Mein Kollege Dan Glazebrook machte in der vergangenen Woche ein Interview auf Russia Today nach der Entscheidung der Ärzte ohne Grenzen, ihre Arbeit in Libyen einzustellen aus Verzweiflung über die entsetzlichen Foltern an zehntausenden pro-Gaddafi Libyern durch jene Rebellen, denen die Westmedien im vergangenen Jahr Beifall klatschten. Er erinnerte die Öffentlichkeit daran, dass laut Human Rights Watch-Berichten aus den vergangenen 5 Jahren es drei mögliche Todesfälle in der Haft in Libyen gegeben habe, was wahrhaft beispielhaft ist, denn in England hat es vier Fälle allein im vergangenen Monat gegeben. Ich würde also weit mehr bekümmert sein, mit der britischen Regierung verbunden zu sein und ihren erschreckenden Menschenrechtsvergehen. Und das ist nur England – der Rest der NATO Länder und da insbesondere die USA und auch Israel und die GCC Länder stehen nicht besser da.

      Den Fakten zufolge, war Libyen ein Paradies für Menschenrechte und Muammar Gaddafi sollte einen Menschenrechts-Preis bekommen vor dem NATO-Überfall. Und Libyen hatte auch den höchsten Lebensstandard in Afrika und der gesamten Region, einen viel höheren Standard als Saudiarabien, auf das die MSM kaum jemals den Fokus richten.
      Nichtsdestoweniger würde es niemandem im Traum einfallen zu implizieren, dass ein Journalist, der für die Sun oder den Guardian in England arbeitet, die beide in der einen oder anderen Weise die Konservative Partei oder die Labour Partei unterstützen, die Verbrechen gegen die Menschenrechte unterstützt, weil sie für Zeitunge arbeiten, die Parteien unterstützen, die einige der größten, der Menschheit bekannten Ungerechtigkeiten in der ganzen Welt bis auf den heutigen Tag begangen haben. Ungerechtigkeiten, die bei weitem alles übertreffen, was von Führern in Entwicklungs-Ländern begangen wurde.
      Warum also die Doppelzüngigkeit? Dies gehört alles zu dem Vorurteil der westlichen Medien, dass die westliche Zivilisation allen anderen überlegen sei und daher jene, die verantwortlich sind für die vom Westen begangenen Ungerechtigkeiten nicht zur Rechenschaft gezogen werden brauchen, und jeder, der dagegen spricht, dessen Name wird durch den Dreck gezogen.
      Der berühmte Ausspruch von Malcolm X, „wenn du nicht Acht gibst, bringen dich die Medien dazu, die Leute zu hassen, die unterdrückt sind und die Unterdrücker zu lieben“, klingt heute wahrer denn je in der Art und Weise, wie die Medien des Westens und der GCC die Ereignisse in Libyen und Syrien dargestellt haben.
      Aber um Ihre Frage direkt zu beantworten, wie ich schon sagte, unterstütze ich Respekt vor dem internationalen Recht und das wichtigste Prinzip des internationalen Rechts und eins der erklärten Ziele der Körperschaft, die geschaffen wurde, um das internationale Recht zu schützen, die jetzt überflüssige UNO, den Respekt vor der Souveränität der Nationen und Nicht-Einmischung in die inneren Angelegenheiten der Staaten.
      Die jüngste Geschichte zeigt, dass die Wurzel der größten bekannten Ungerechtigkeiten die Verletzung dieser Prinzipien ist und jeder, der sie verletzt, ein Verbrecher ist und als solcher behandelt werden sollte, und jeder, der ein Opfer dieser Verletzungen ist, verteidigt werden sollte.
      Nun wurden also nicht nur diese Prinzipien, sondern alle relevanten internationalen Gesetze und Normen im Fall Libyen und der Behandlung des Westens von Muammar Gaddafi verletzt, was gut dokumentiert wurde. Dieselben Verletzungen werden jetzt auch gegen die syrische Regierung angewandt.
      Wie kann es sein, dass jemand über Menschenrechte moralisiert, aber keinen Gedanken an die Tatsache verschwendet, dass ein hohes Mitglied der US-Regierung, Hillary Clinton, den Tod eines anderen Staatschefs, Muammar Gaddafi, genau zwei Tage vor seiner Ermordung forderte? Ich hoffe, ich brauche Ihnen nicht zu sagen, dass dies völlig illegal und abscheulich war.
      Ich bin absolut gegen derlei Verletzungen, wie jeder, der an das internationale Recht und die Gerechtigkeit glaubt, und daher unterstütze ich das Recht eines jeden, sich gegen diese Verletzungen mit allen notwendigen Mitteln zu verteidigen.
      Ich bin angeklagt worden, ein Megaphon der libyschen Regierung zu sein, aber jetzt kommt die Wahrheit ans Licht, und wir wissen, dass das Wesentliche der Analyse der libyschen Regierung sich als richtig erwiesen hat, während alles, was von den westlichen MSM berichtet wurde, sich als falsch erwiesen hat:


      - Die Rebellion war in der TAT vom ersten Tag des Aufstands an bewaffnet (dies wurde von Amnestys gründlichem Report im vergangenen Jahr bestätigt)
      - sie war keine friedliche Bewegung
      - Die Rebellen haben engstens mit den Geheimdiensten des Westen GEARBEITET, um den Blitzkrieg der NATO zu erleichtern
      - Der NTC IST uneinig und unfähig, das Land zu regieren
      - Die Rebellen HABEN eine rassistische, sogar geozidale Politik gegen sub-Sahara-Afrika-Migranten und gegen ein Drittel der libyschen Bevölkerung, die dunkelhäutig ist
      - Gaddafis Regierung hat NICHT Luftangriffe gegen die Demonstranten durchgeführt oder Massenvergewaltigungen (oder überhaupt irgendeine Vergewaltigung, laut AMNESTY)

      - Es waren NICHT 10 000 Menschen in Bengasi von Gaddafis Regierung während der Erhebung getötet worden, sondern es gab 110 Tote auf beiden Seiten vor dem NATO-Überfall (laut AMNESTY)


      In jeder größeren Frage haben sich die Analyse und die Zahlen von Gaddafis Regierung als weitaus näher der Wahrheit erwiesen als die des NTC und der anfänglichen und unzweideutigen Haltung der Westmedien. Also würde JEDER Journalist, der die Wahrheit sagte über diese Fragen, wie „ein Megaphon des Regimes“ geklungen haben, weil die Analyse der Regierung im wesentlichen korrekt war und als korrekt bewiesen wurde.


    tolle Frau

    mfg
    olaf
    Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 – “Haftung für Links” hat das Landgericht (LG) Hamburg entschieden, dass man durch das Setzen eines Links, die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Hiermit distanzieren ich mich ausdrücklich von den verlinkten Seiten, dafür sind ausschließlich die Urheber bzw. Betreiber verantwortlich.)

  2. #102
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    Re: Syrien - der nächste Krieg durch Lügen?

    Im folgenden Artikel geht es um eine 1:1 Wiederholung des Libyenkrieges,wie in diesem Forum ja auch schon
    spekuliert wurde.

    NATOs "Geheimkrieg" gegen Syrien: eine Wiederholung des Libyenmodells
    Britische Spezialkräfte unterstützen die Rebellen

    by Stephen Lendman


    Global Research, February 20, 2012
    Im Januar berichtete Michel Chossudovsky, Britische Medien bestätigten, UK/CIA/MI6 Einsatzkräfte bildeten in Syrien westlich-unterstützte anti-Assad Aufständische aus. Sie versorgten diese auch mit Waffen, Munition und Ausrüstung.

    “Diese Berichte bestätigen eindeutig, sie mischen sich (illegal) in die Angelegenheiten eines souveränen Staates ein. Dies ist nicht eine breite Erhebung. Der Aufstand wie auch das Töten von Zivilisten wurden von Anfang an von westlichen Mächten unterstützt.“

    Mehr dazu weiter unten. Die Ereignisse wiederholen das Modell Lybien vom Jahr zuvor.

    Im Februar 2011 begannen US, UK und französische Spezialkräfte und Geheimdienstagenten aktiv mit der Unterstützung von anti-Gaddafi und NATO-geförderten militanten Kräften. Ein bewaffneter Aufstand folgte, einschließlich Bombardierungen Wochen danach.

    Ein Jahr später bestätigte dies die BBC, indem sie sagte:

    „… Britische Spezialkräfte wurden nach Lybien entsandt, um den Verbündeten des Vereinigten Königreiches – den lybischen ‚Revolutionären‘ oft auch als Nationaler Übergangsrat oder NTC (National Transitional Council) bekannt zu helfen.“

    Gut informierte Kreise sagten, „sie machten eine extrem gute Arbeit“ bei der Eroberung Lybiens. „Die Existenz der E Staffel (E Squadron) ist innerhalb der Gruppe der verschiedenen Spezialeinsatzkräfte sehr wohl bekannt, wurde bisher aber nicht öffentlich diskutiert. Sie wurde vor fünf Jahren gegründet, um eng mit dem Geheimdienst MI6 zusammenzuarbeiten, und ist meistens mit Operationen beschäftigt, die äußerste Geheimhaltung verlangen.

    Sie setzt sich aus Kräften des SAS (Special Air Service), SBS (Special Boat Service) und des Spezialaufklärungsregiments zusammen, und „operiert oft in ziviler Kleidung mit der vollen Bandbreite nationaler Unterstützung, wie z.B. dem Ausstellen falscher Identifikationspapieren.“

    Andere britische Medien gaben letztes Jahr Ähnliches zu Bericht. Der in London erscheinende Daily Mail sagte „hunderte Britischer Spezialkräfte wurden tief innerhalb Lybiens stationiert, wo sie Oberst Gaddafis Truppen Gefechte liefern – und mehr sind einsatzbereit.“

    „Man hört, dass sich schon vor den Luftangriffen etwas weniger als 250 britische Spezialkräfte in Lybien aufgehalten haben, um die Flugverbotszone gegen Gaddafis Luftwaffe durchzusetzen.“

    Hundert oder mehr Spezialkräfte waren einsatzbereit. Sie setzten sich aus Fallschirmjägern der Unterstützungstruppe für die Spezialkräfte zusammen, die von dem SAS und SBS gestellt wurden. Sie wurden von Zypern aus versorgt. Zusätzlich standen 800 Königliche Marinestreitkräfte (Royal Marines) bereit, die innerhalb „von fünf Tagen“ ins Mittelmeer verlegt werden konnten.

    Letzten März wurden sechs Staffelmitglieder innerhalb Lybiens festgenommen. Sie wurden per Hubschrauber eingeflogen, waren schwarz gekleidet und sehr gut mit Waffen, Sprengstoff, Karten und falschen Pässen ausgerüstet gewesen. England behauptete, sie seien dort zum Schutz von Diplomaten und zur Beobachtung der Ereignisse in Benghazi, und nicht für militärische Einsätze angekommen.

    In einer offiziellen Stellungnahme sagte das Verteidigungsministerium: „Wir bestätigen noch bestreiten wir die Geschichte, und wir geben keine Kommentare zu den Spezialkräften.“

    Das Lybische Modell wird in Syrien wiederholt, ausgenommen Bombenangriffen bisher. Diese sind jedoch zu erwarten, sollte die jetzigen Taktiken nicht den Regimewechsel herbeiführen.

    Am 9. Februar berichtete Russland Heute (Russia Today):

    „Britische und Katarische Truppen befehligen die Lieferung von Munition und die Taktiken in der blutigen Schlacht um Homs,“ laut dem mit dem Mossad verbundenen DEBKAfile.

    Am 8. Februar berichtete es: UK und katarische „Spezialeinsatzeinheiten operieren zusammen und mit Deckung der Rebellen in (Homs), laut DEBKAfiles exklusiven Militär- und Geheimdienstquellen.“

    Angeblich nicht direkt an Kämpfen beteiligt, unterstützen sie illegal und begünstigen taktisch ausländische Aufständische gegen eine souveräne Regierung.

    DEBKAfile berichtete von einem Plan Ankaras, türkisch/arabische Kräfte nach Homs und zu anderen „Brennpunktstädten“ zu schicken. Zuvor sagte Assad, türkische und andere Kräfte müssten mit einem vollen Krieg rechnen, falls sie in das Land eindringen würden.

    Am 8 Februar besuchte der türkische Außenminister Ahmet Davatoglu Washington für Hilfe. Premierminister Tayyip Erdogan versucht, sich die Unterstützung Saudi Arabiens und anderer Golfstaaten zuzusichern.

    Katars amtierender Emir, Scheich Hamad bin Khalifa Al Thani, gab öffentlich zu, Aufständische mit Geld, Waffen und Munition zu unterstützen. Mitte Januar sagte er, er sei bereit, Truppen zu schicken.

    Am 8. Februar druckte der Daily Mail in London die Überschrift: „England wird die syrischen Rebellen unterstützen, sagt Premierminister Cameron, während Assads Bomben weiter auf Homs regnen,“ und fügte hinzu:

    Die Details eines „Drei Punkte Plans zur Beseitigung Assads wurden gestern“ während eines Nationalen Sicherheitstreffens „unterzeichnet.“

    Laut einer Sicherheitsquelle in Whitehall:

    „Das Training wird mit Oppositionsführern auf der Basis eins zu eins außerhalb Syriens durchgeführt.“ Keine weiteren Informationen wurden zu einer direkten Intervention gegeben.

    Am 10. Februar zitierte Lee Moran, Redakteur des Daily Mail, eine Quelle aus dem US Außenministerium, laut der das Pentagon die Bewaffnung der Aufständischen prüft. Zuvor schon bemerkte Obama „keine Option sei vom Tisch.“

    Am 8 Februar titelte Alex Spillius, Redakteur des Londoner Telegraph, „Internationale ‚Militarisierung‘ in Syrien rückt näher, warnt US Regierungsmitglied“, indem er ausführte:

    Die Debatte in Washington bewegt sich von der Diplomatie „in Richtung robusterer Aktionen, da Russland und China Aktionen des Sicherheitsrates blockiert hätten.“ Jeglicher Plan Hilfe zu schicken oder eine Schutzzone aufzubauen, würde zum Schutz von Hilfskonvois und verwundbaren Zivilisten eine militärische Dimension beinhalten.“

    „Das Zentrale Kommando des Pentagon hat mit einer vorläufigen internen Bestandsaufnahme der Möglichkeiten des US Militärs in der Region begonnen“, um Optionen zur Verfügung stellen zu können, falls dies verlangt würde. Ein ungenannter höherer US Beamter sagte, „(eine militärische Intervention) scheint zunehmend unvermeidbar zu werden.“

    Falls begonnen, wären regionale Verbündete eingebunden, einschließlich die Türkei, die Golfstaaten und vielleicht Israel. Ria Novosti titelte „NATO plant Kampagne in Syrien, zieht die Schlinge um Iran zu – Rogozin“ und führte weiter aus:

    Russlands NATO Gesandter Dimitry Rogozin sagt, die NATO plant Assad auszuschalten und einen Brückenkopf für den Angriff auf den Iran zu etablieren. Die Iswestya zitierte ihn wie folgt:

    Die Planung für einen militärischen Angriff ist „in vollem Gang. Dies könnte die logische Schlussfolgerung aus den militärischen und propagandistischen Operationen sein, die von gewissen westlichen Ländern gegen Nordafrika ausgeführt wurden.“

    Rogozin führte weiter aus, die NATO plant nur gegen solche Regime zu intervenieren, „dessen Ansichten nicht mit denen des Westens übereinstimmen.“ Als Ergebnis könnte er sich einen möglichen „Krieg im großen Maßstab in dieser riesigen Region“ vorstellen.

    Eine militärische Intervention scheint jetzt wahrscheinlich. Regionale Stellvertreter werden eingesetzt werden. Luftunterstützung könnte folgen. Die britischen und katarischen Kräfte und möglicherweise jene anderer Länder innerhalb von Syrien stellen möglicherweise die ersten Schritte von dem dar, was geplant zu sein scheint.

    Schlussbemerkung

    Das Geschäft Amerikas ist permanenter Krieg um unanfechtbaren Reichtum, Macht und Dominanz, während die Bedürfnisse des eigene Landes ungehört bleiben.

    Obama ist ein Kriegsgewinnler auf höchstem Niveau. Er plant sie (die Kriege), während er über Frieden spricht. Die Zerstörung Afghanistans geht weiter. Tausende von US Truppen verbleiben im Irak. Andere wurden in die Nähe verlegt. Zusätzliche Truppen wurden hinzugefügt, um durch die Kombination von Luft-, Boden- und Marineeinheiten einen größeren regionalen Fußabdruck für zukünftige Kampfhandlungen zu schaffen.

    Syrien ist das erste Ziel, danach kommt der Iran. Ob ein voller Krieg geplant ist oder nicht, ist nicht klar.

    Operationen, von Stellvertretern durchgeführt, könnten sich dazu entwickeln, ob gewollt oder nicht.

    Washington strebt die totale regionale Dominanz an. Nichts ist vom Tisch, um diese zu erreichen.


    Stephen Lendman lebt in Chicago und kann unter lendmanstephen@sbcglobal.net erreicht werden.

    Übersetzt von Karl Kaiser, 2012-02-16

    Artikel auf Englisch: NATO's "Secret War" on Syria: Replicating the Libya Model. British Special Forces Supporting Rebels

    Stephen Lendman is a frequent contributor to Global Research. Global Research Articles by Stephen Lendman
    http://www.globalresearch.ca/index.p...t=va&aid=29400

    Mag man so glauben oder nicht,aber was doch zumindest für mich interessant ist ,betrifft die Tatsache,
    das in den Medien wie z.B. Tagesschau ganz offen über Al Kaida als Unterstützer der Rebellen berichtet wird.
    Guckst du hier:
    Aufstände in Syrien
    Al Kaida bestärkt Syrer im Kampf gegen Assad

    Der Chef des Terrornetzwerks Al Kaida, Aiman al Sawahiri, hat die Aufständischen in ihrem Kampf gegen Machthaber Assad bestärkt. Diesem dürfte das jedoch gelegen kommen, denn er behauptet, Al Kaida sei Schuld an der Gewalt, indem es die Demonstrationen unterwandere.

    Von Björn Blaschke, ARD-Hörfunkstudio Kairo

    Der Chef des Terrornetzwerkes Al Kaida hat sich zu Syrien geäußert. Aiman al Sawahiri hat die Aufständischen, die gegen das Regime von Präsident Bashar al Assad kämpfen, bestärkt:

    "Friede sei mit Euch, Ihr mutigen, stolzen und ehrenhaften Freien in Daraa, Jisr al Shoughour, Murat al Nouman, Banias, Homs und Hama - den Städten von Heldentum und Martyrium. Mit nackter Brust steht Ihr vor den Geschossen von Panzern und Artillerie und Hubschraubern."
    http://www.tagesschau.de/ausland/syrien1144.html

    Kennt man Al Kaida nicht auch im Zusammenhang mit 9/11 oder dem Libyen Krieg?
    Sehr undurchsichtig das ganze.Für mich stinkt das zum Himmel.

    In einem Block wird auf die Unterstützung durch ausländische Kräfte hingewiesen:
    2. Geheimdienste und Spezialeinheiten aus NATO-Staaten

    Der britische Daily Star meldete Anfang des Jahres,

    „Agenten des MI6 und der CIA sind schon in Syrien, um die Lage einzuschätzen. Spezialeinheiten sprechen auch mit regimekritischen syrischen Soldaten [Deserteur klingt wohl zu abwertend].“ ... ‚MI6 und CIA sind in Syrien um zu infiltrieren und die Wahrheit herauszufinden‘ sagte eine gut platzierte Quelle. ‚Wir haben SAS und SBS [britische Spezialeinheiten] nicht weit entfernt, die wissen wollen, was geschieht und ermitteln welche Ausrüstung die regimekritischen Soldaten benötigen.“ (Syria Will Be Bloodiest Yet, Daily Star Sunday, 1.1.2012)

    Auf einer Seite der "Elite UK Forces" heißt es:

    Jüngere Berichte stellten fest, dass britische und französische Spezialeinheiten aktiv, von einem türkischen Stützpunkt aus, Angehörige der FSA ausbilden. Einige Berichte weisen daraufhin, dass das Training auch an Orten in Libyen und Nordlibanon stattfindet. Britische MI6-Agenten und Angehörige der UKSF [britische Spezialkräfte] (SAS/SBS) haben den Berichten zufolge die Rebellen im Städtekampf ausgebildet sowie sie mit Waffen und Ausrüstung versorgt. Es wird angenommen, dass CIA-Agenten und US-Spezialeinheiten den Rebellen Kommunikations-Unterstützung bieten. (British Special Forces Training Syrian Rebels?, 05.01.2012)

    Pepe Escobar von der Asia Times berichtet Ähnliches. Diplomaten in Brüssel haben ihm bestätigt, dass NATO- und GCC-Militärs in ?skenderun, im Süden der Türkei, eine Kommandozentrale eingerichtet haben. ?skenderun liegt nahe der syrischen Grenze und war einst der Hafen für Aleppo, die strategisch äußerst wichtige, zweitgrößte Stadt Syriens. Offiziell soll die Kommandozentrale dazu dienen einen "humanitären Korridor“ nach Syrien zu schaffen. Die französische satirische Wochenzeitung Le Canard Enchaine und die türkische Tageszeitung Milliyet berichten jedoch, dass Kommandos des französischen Geheimdienstes und der britischen MI6 bereits Kämpfer der FSA in Hatay im Süden der Türkei und in Tripoli, im Nordlibanon in Stadtguerillatechniken trainieren. Waffen – von Schrotflinten bis zu israelischen Maschinengewehren und RPGs [„Rocked Propelled Grenades“, Raketenwerfer] –seien in Massen nach Syrien geschmuggelt worden.
    Es ist in Syrien kein Geheimnis, so Escobar, dass seit den Anfängen der Protestbewegung bewaffnete Banden von Salafisten [sunnitische Extremisten] bis zu simplen Kriminellen regelmäßige Soldaten, Polizei und sogar Zivilisten angegriffen haben. (Pepe Escobar, The shadow war in Syria, Asia Times, 2.12.2011

    Laut den israelischen Quellen von DebkaFile wird in Brüssel und Ankara auch über eine Kampagne nachgedacht, Tausende von moslemischen Freiwilligen aus der moslemischen Welt anzuwerben, um neben den syrischen Rebellen zu kämpfen. Die türkische Armee würde diese Freiwilligen dann unterbringen, trainieren und ihre Passage nach Syrien sicherstellen. (zitiert nach Michael Chossudovsky The Pentagon's "Salvador Option": … a.a.O) Pläne also, die sehr an die Anwerbung von Mudschahedin durch die CIA für den Kampf gegen die Sowjettruppen in Afghanistan erinnern.

    Anfang Februar meldete DEBKAfile dann, die ersten ausländischen Truppen hätten in Syrien mit der unmittelbaren Unterstützung von Rebellenmilizen begonnen. (First foreign troops in Syria back Homs rebels, DEBKAfile 8.2.2012)
    Laut Debkafiles exklusiven Militär und Nachrichtenquellen operieren britische und katarische Spezialeinheiten in der syrischen Stadt Homs, nur 162 Kilometer von Damaskus under cover zusammen mit Rebellen-Truppen. Die ausländischen Truppen greifen nicht direkt in die Kämpfe mit den syrischen Streitkräften ein, die verschiedene Teile von Syriens dritter größter Stadt mit 1,2 Millionen Einwohnern bombardieren. Sie sind taktische Berater, kümmern sich um die Kommunikationskanäle der Rebellen und geben deren Forderung nach Waffen, Munition, Kämpfer und logistische Hilfe an die ausländischen Unterstützer, hauptsächlich in der Türkei, weiter.
    Der ganze Artikel ist hier nachzulesen:
    http://jghd.twoday.net/stories/nato-...in-ueberblick/

    Und hier noch ein paar Beispiele zu:
    Beispiele der Manipulation gegen Syrien
    Das Bild links zeigt uns eine palästinensische Seite, welche die Gräueltaten Israels an den Palästinensern anprangert. Eines der Bilder findet sich dann aber überraschenderweise auf einer Facebookseite der Rebellen wieder, um die Grausamkeit der syrischen Armee zu "beweisen".



    Auch Bild Nummer 2 soll als Beweis für die Grausamkeit der syrischen Armee dienen. In Wirklichkeit handelt es sich dabei um ein Bild eines Artikels aus dem Jahr 2010 von rollinsd.com
    http://medien-luegen.blogspot.com/20...en-syrien.html
    Ich gebe nur die Beschreibungen und die URL an,weil einige unschöne Bilder dabei sind.

  3. #103
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    Re: Syrien - der nächste Krieg durch Lügen?

    Syrien-Aktion unter falscher Flagge: Wie westliche Kräfte Präsident Assad siebzehn tote Kinder unterjubeln wollen


    Es ist besorgniserregend: Ein Krieg in Syrien wird immer wahrscheinlicher. Dafür scheinen den westlichen Mächten alle Mittel recht zu sein. Die neuesten beunruhigenden Informationen stammen von unabhängigen Journalisten aus Russland und den USA. Diese berichten aktuell über eine bevorstehende Medienaktion unter falscher Flagge, nach der die westliche Presse heute umfangreich darüber berichten wird, dass die Streitkräfte des syrischen Präsidenten Assad angeblich mehr als ein Dutzend Kinder, es wird die Zahl siebzehn genannt, habe ermorden lassen. Das sei jedoch definitiv unwahr, so unser USA-Korrespondent Webster Tarpley, der sich auf russische Quellen vor Ort beruft.



    Nach Tarpleys Bericht wurde diese Falschmeldung von dem arabischen Sender Al Jazeera in die Welt gesetzt, um die heutige Konferenz der »syrischen Freunde« in Tunesien zu steuern. Die toten Kinder, deren Fotos heute wahrscheinlich weltweit kursieren werden, seien jedoch schon vorher umgebracht worden, und zwar von den Todesschwadronen der NATO. Ziel dieser abscheulichen Unternehmung sei die Erzeugung einer Atmosphäre der Hysterie, um auf der heutigen Konferenz der »Freunde Syriens« in Tunesien, die unter der Schirmherrschaft der NATO tagen soll, und an der auch Bundesaußenminister Westerwelle und US-Außenministerin Clinton teilnehmen, die Stimmung gegen die syrische Regierung weiter aufzustacheln. Hier soll zwar »der Druck auf das Unrechtsregime Assads erhöht werden«. Doch es stehe zu befürchten, dass die westliche Kriegslobby an Boden zunehmend verliert. Die Informationen stammen laut den unabhängigen Journalisten aus zuverlässigen russischen Quellen in Damaskus. Demnach sei davon auszugehen, dass innerhalb weniger Stunden der Sender Al Jazeera heute eine großangelegte Provokation lancieren werde, so Tarpley. Diese Konferenz der so genannten Gutmenschen in Tunesien, die heute beginnt und in Wahrheit andere Ziele als Frieden in Syrien im Auge habe, drohe sonst als Fiasko auszugehen: Der Boykott durch Russland, China, Libanon und weitere Länder von weiteren Sanktionen beziehungsweise Eingriffen dürfte nämlich so gut wie sicher sein. Ebenso schwächt die zunehmende Zersplitterung der syrischen Opposition die NATO-Bemühungen eines baldigen Krieges. Wie aktuell in der Mainstreampresse berichtet wird, haben die Vereinten Nationen und die Arabische Liga den ehemaligen UNO-Generalsekretär Kofi Annan zum Sondergesandten für die Syrienkrise berufen. Dieser werde heute auf eine friedliche Lösung der Krise drängen – gemeinsam mit einem arabischen Stellvertreter, heißt es dazu. Weiter heißt es in anderen Meldungen: »Unterdessen bereitet die Europäische Union neue Sanktionen gegen Syrien vor. Bei einem Außenministertreffen in der kommenden Woche in Brüssel sollen weitere syrische Regierungsmitglieder auf die Liste der bereits Sanktionierten gesetzt werden, sagte ein ranghoher EU-Vertreter. Die Sanktionen umfassen das Einfrieren von Vermögen sowie Einreiseverbote für Regierungsvertreter, Kommandeure der Sicherheitskräfte und andere als verantwortlich für Menschenrechtsverletzungen erachtete Personen. Weitere Beschränkungen könnten auch gegen die syrische Notenbank, den Import von Edelmetallen aus dem Land sowie gegen Frachtflüge verhängt werden, sagte der EU-Vertreter«.

    Das Portal wsws.org berichtet zur heute bevorstehenden Konferenz in Tunesien unter der Überschrift: »USA und ägyptische Junta wollen syrische Opposition bewaffnen« folgendes: »Es ist jetzt schon klar, dass das Treffen die Grundlage für Regimewechsel und eine militärische Intervention in Syrien legen wird. Der Gastgeber der Konferenz, der tunesische Außenminister Rafik Abdessalem von der islamistischen Ennahda-Partei, sagte am Montag: ›Es muss einen radikalen politischen Wandel in Syrien geben.‹ Er fügte hinzu: ›Ich glaube, dass wir am 24. dieses Monats eine starke Botschaft an die syrische Regierung senden werden.‹«
    Der Iran und Russland, die beiden am engsten mit Syrien verbündeten Länder, sowie China sind von der Konferenz der »Freunde Syriens« heute in Tunis übrigens ausgeschlossen, so das Portal. China und Russland legten kürzlich ihr Veto gegen eine Resolution des UN-Sicherheitsrats gegen Syrien ein, die einen pseudolegalen Vorwand für eine militärische Intervention in Syrien nach dem Muster Libyens liefern sollte. Wer heute also die Berichte in der Mainstreampresse über die angeblich von Assad getöteten Kinder liest, der sollte Vorsicht walten lassen bei etwaigen aufkommenden Emotionen. Wie schon im Libyenkrieg, wie auch im Irakkrieg, der durch angebliche Massenvernichtungswaffen ausgelöst wurde, die es dort jedoch nie gegeben hat, so wird derzeit auch in Syrien und im Iran vorsätzlich und willentlich Krieg angezettelt. Wichtig ist es vor allem immer wieder, die Nachrichtenquellen für die angeblich grausamen Kriegshandlungen Assads zu überprüfen. Neben dem von den westlichen Kräften und der NATO instrumentalisierten Sender Al Jazeera gibt es für nahezu alle angeblichen Gräueltaten des Assad-Regimes seit vielen Monaten, nach denen bislang über 7.000 Menschen von den Streitkräften der syrischen Regierung getötet worden sein sollen, nur eine einzige dubiose »Nachrichten«-Quelle: ein einziges kleines Büro in London, die »Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte« (»Syrian Observatory for Human Rights«). Es kann nicht oft genug wiederholt werden: Nahezu alle internationalen westlichen Mainstreammedien, an erster Stelle jedoch der arabische Sender Al Jazeera, berufen sich nach wie vor auf diese Quelle als einzigem Informanten, ebenso wird diese in der internationalen Berichterstattung lapidar als Gruppe von »Menschenrechtsaktivisten« bezeichnet. Doch ist diese Quelle mehr als umstritten.
    Dass die Berichte, die aus dem Londoner Büro kommen, fragwürdig sind, fanden unabhängige internationale Journalisten bereits vor mehreren Monaten heraus, darunter der USA-Journalist und Historiker Webster Tarpley oder der französische Journalist Thierry Meyssan, ebenso wie das kanadische Portal Global Research.
    Die Recherchen ergaben folgendes: Die Organisation »Syrian Observatory for Human Rights« ist ein dubioses Londoner Auskunftsbüro, das lediglich von einem Mann mit Namen Rami Abdul-Rahman vertreten zu sein scheint, der sich selbst kurzerhand als »Präsident« bezeichnet. Dieser Präsident scheint allerdings sehr viel Macht über die internationalen Medien zu besitzen. Weitere Informationen dazu hier. Es ist unfassbar und gleichzeitig bezeichnend für unsere heutige Desinformations-Presse, dass so gut wie keiner unserer so genannten »Qualitätsjournalisten« den Ehrgeiz zu haben scheint, diese ominösen Zusammenhänge einmal aufzudecken. Wir werden heute ein weiteres Mal Zeuge werden, wie die Welt durch Falschmeldungen unserer Mainstreampresse gelenkt und in die gewünschte Richtung manipuliert wird.
    http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/europa/redaktion/syrien-aktion-unter-falscher-flagge-wie-westliche-kraefte-praesident-assad-heute-siebzehn-tote-kind.html
    LG Angeni
    Sonnige Grüsse
    Angeni



    Die Wissenschaft hat die Ganzheit getrennt und je detaillierter man das Atom in seinem
    Kern erforscht hat, desto weiter sind wir von uns selber weg gekommen
    - Angeni

  4. #104
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    Re: Syrien - der nächste Krieg durch Lügen?

    Syrien: Russen entlarven "Syrische Beobachtungsstelle im Snack Shop"

    Russlands Diplomaten haben gentlemenlike "Zweifel an der Vertrauenswürdigkeit der syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte" in London geäußert.
    Wir hatten hier hinter der Fichte schon des öfteren weniger diplomatisch über den Tante-Emma-Laden berichtet.

    "...Er betreibt einen kleinen Laden, der Bücher und Kleidung verkauft. Das ist die tragische Wahrheit. Aus dieser privaten und trüben Mini-Quelle stammen die Gruselgeschichten in der Weltpresse. Die GEZ-Sender, die zahlreiche Auslandsbüros unterhalten, verbreiten trotzdem die Lügen aus dem Tante-Emma-Laden"

    Märchen aus dem Snack Shop
    Das russische Außenministerium: Über die

    "Organisation in London deren Berichte über Ereignisse in Syrien oft zur Quelle von Informationen für westliche Journalisten werden, sagte der russische Außenamtssprecher Alexander Lukaschewitsch in einem Statement: 'Entsprechend unserer Informationen arbeiten nur zwei Personen für diese Beobachtungsstelle. Der Leiter und eine Sekretärin'. Die Gruppe wird geleitet von einem gewissen R. Abdurahman, der nicht nur keinen journalistischen oder juristischen Background hat, sondern überhaupt nur Hauptschulbildung. In einem Medieninterview im November letzten Jahres sagte er, dass er ständiger Einwohner von London ist, britischer Staatsbürger und in Business-Aktivitäten involviert sei (er besitzt einen Snackshop).

    Nun gut, nach unseren Recherchen war es ein "convenience shop" mit Büchern, T-Shirts und Souvenirs.

    "Lukaschewitsch erklärt in diesem Statement, dass Vertreter der Beobachtungsstelle Kontaktanfragen von russischen Diplomaten abgelehnt haben. Wir glauben, dass die hier gezeigten Fakten es uns erlauben, Schlussfolgerungen über die Vertrauenswürdigkeit der Informationen zu ziehen, die von dieser Struktur geliefert werden."

    Darf's ein bisschen mehr sein?
    Trotzdem werden auch morgen und übermorgen die Medien, besonders BILD, WELT, Focus, SPIEGEL, die in Mainz und die ARD, wieder ungerührt die Propaganda-Märchen der "Beobachtungsstelle für Menschenrechte" (engl. "Syrian Observatory for Human Rights") verbreiten.

    Unmöglich? Ha, erst heute morgen 8:22 Uhr berichtete die ARD wieder aus dem Londoner Snack Shop:

    "Das 'Syrian Observatory for Human Rights' meldete mindestens 50 Tote."

    Soviel für heute zum Qualitätsjournalismus und zur Glaubwürdigkeit deutscher Medien.
    Mein Vorschlag für das Wort zum Sonntag: "Gute Nacht und guten Empfang."

    Quelle: http://hinter-der-fichte.blogspot.co...-syrische.html
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  5. #105
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    Re: Syrien - der nächste Krieg durch Lügen?

    Hallo,

    US Drohnen überwachen den Krieg in Syrien um ein eingreifen zurechtfertigen.

    http://www.luftpost-kl.de/luftpost-a...012_260212.pdf

    mfg
    olaf
    Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 – “Haftung für Links” hat das Landgericht (LG) Hamburg entschieden, dass man durch das Setzen eines Links, die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Hiermit distanzieren ich mich ausdrücklich von den verlinkten Seiten, dafür sind ausschließlich die Urheber bzw. Betreiber verantwortlich.)

  6. #106
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    Re: Syrien - der nächste Krieg durch Lügen?

    Syrien – Christoph Hörstel im Interview mit Russia Today



    Mit uns auf Sendung: Regierungsberater und politischer Analyst Christoph Hörstel ist uns aus Berlin zugeschaltet.

    F: Monty berichtet dass der heutigen Versammlung eine Militärintervention folgen könnte. Was denken Sie, wie wahrscheinlich ist das?

    Lassen Sie es mich gemäß den Worten eures fähigen Reporters ausdrücken.
    Mit dieser Art der ‘Freundschaft’, braucht Syrien keine Feinde mehr.
    Es ist deutlich, dass das was heute in Syrien passiert, jedes Gesetz bricht, jede internationale Charta, die Charta der vereinten Nationen.

    F: Das ist ein gewaltiger Eingriff. Sie sprechen darüber ob sie militärisch in Syrien handeln, nun das tun sie.

    Die NATO tut dies genau jetzt im Hintergrund, mit der Hilfe von korrpupten arabischen Staaten, unglücklicher Weise mit der Hilfe unserer netten NATO-Freunde Türkei. Das ist eine sehr üble Situation, wir lügen was das Zeug hält. Wir erzählen der Bevölkerung, dass wir nicht militärisch intervenieren, dabei tun wir es und leiten sie an. Es ist ein deutsches Spionageschiff an der syrischen Mittelmeerküste – sie stießen auf ein syrisches Kriegsschiff, welches sie erwischte. Wie die Syrier sagen, führten sie geheime Militäreinheiten auf syrischen Boden, welche dort töten.
    Das ist die Situation. Die Syrier haben nun dutzende französiche-, britische-, saudische-, türkische Spoione und Soldaten gefangen. Das ist eine sehr üble Lage im Moment.

    F: Lassen Sie uns mal auf die Versammlung zu sprechen kommen. Syrier und Freunde stellen sich dem Assad Regime und unterstützen die syrischen Nationalisten, was nicht einmal repräsentativ für das Land ist.
    Was für ein Ergebnis erwarten Sie von diesem Treffen?

    Nun, ich erwarte zwei Ergebnisse. Eines wird der dummen westlichen Bevölkerung erzählt; dumm, denn die Medien dort verschweigen und fehlinterpretieren laufend völlig was dort heute passiert. Sie feuern immer alles auf eine Seite und die andere kommt davon. Sie sagen, die Regierung in Syrien tötet so und so viele Menschen, doch verschweigen wie viele von der bewaffneten, terroristenartigen Opposition getötet werden. Diese hat nichts zu tun mit einer glaubwürdigen demokratischen Bewegung.
    Die Ergebnisse werden Warnungen sein, als auch Schritte für weitere Sanktionen.
    Natürlich bekommen sie Unterstützung von den Chinesen und Russen und ich bin sehr froh das zu hören.
    So beschämt ich auch bin als Deutscher, dass wir an dieser Militärintervention teilnehmen, bin ich froh dass Russland und China nicht an dieser grauenvollen Konferenz teilnehmen. Und sie werden sagen sie machen Annäherungsversuche, doch unter dem Tisch geht der geheime Krieg weiter und das merkt jeder, der dies länger beobachtet, sie machen im Geheimen weiter und es wird nicht öffentlich diskutiert.

    Quelle: http://www.politaia.org/ufo/syrien-c...-russia-today/
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  7. #107
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    Opposition

    Libanon, Irak, Türkei liefern Waffen an die syrische Opposition

    Bewaffnete Gruppen der syrischen Opposition, unter dem Namen Syrische Befreiungsarmee bekannt, erhalten immer mehr Waffen aus dem Ausland, sagte eine Quelle des Russischen Geheimdienstes zu Itar-Tass am Freitag.
    „Große Mengen an Handfeuerwaffen und Munition für die Befreiungsarmee werden aus dem Libanon, dem Irak und der Türkei geliefert, aber inoffiziell, nicht durch die Regierungen dieser Länder“, sagte die Quelle. „Die Liste umfasst Maschinenpistolen, MGs, Scharfschützengewehre und anti-Panzer-Granaten-Werfer.“
    Der russische Militärexperte Generalleutnant Leonid Sazhin sagte zu Itar-Tass, dass „das Szenario, das von den USA und ihren NATO-Alliierten, hauptsächlich Frankreich, England und der Türkei sowie den Monarchien aus dem Cooperation Council der arabischen Golfstaaten, insbesondere Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate, entwickelt und gehandhabt wird, bereits in Syrien zur Anwendung kommt.“
    „Dieses Szenario ist entwickelt worden unter Berücksichtigung der jüngsten Ereignisse in Libyen, Ägypten und anderen Ländern der Region mit der einen Abweichung – dem Fehlen einer Resolution des UNSC, die der Westen braucht. Wir sehen in der Tat eine nicht verkündete Militäreinmischung einiger NATO-Staaten und Länder der Region in die inneren Angelegenheiten Syriens auf Seiten einer Partei des Konfliktes – der bewaffneten Opposition“, sagte er. Sazhin verwies auch darauf, dass außer dem National Council syrische Flüchtlinge und Deserteuere in der Türkei eine militärische Struktur schaffen – den Obersten Revolutionsrat – unter Führung des syrischen Armeegenerals Mustafa Ahmed al-Sheikh, der in die Türkei flüchtete.
    „Die Hauptaufgabe des Obersten Revolutionsrats ist es, die Aktionen der bewaffneten Opposition auf syrischem Territorium zu koordinieren und neue Mitglieder in Syrien und außerhalb anzuwerben, um Bashar al-Assad allein mit Waffengewalt zu vertreiben“, sagte er.
    „Was die Waffen für die Syrische Befreiunsarmee angeht, handelt es sich um Armeewaffen aus den ehemaligen Mitgliedern des Warschauer Paktes. Nachdem diese Länder der NATO beitraten, wurden die alten Waffen eingesammelt und gelagert, von wo sie jetzt nach Syrien geflogen werden“, sagte er.

    Quelle: http://www.politaia.org/terror/liban...he-opposition/
    LG
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  8. #108
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    Westen

    Der Westen will keine Demokratie in Syrien

    Am vergangenen Sonntag fand das Referendum für eine neue Verfassung in Syrien statt. 14,5 Millionen wahlberechtigte Syrer konnten ihre Meinung abgeben. Das Resultat liegt nun vor. Mit einer Wahlbeteiligung von 57 Prozent stimmten 89 Prozent für die neue Verfassung. Die Syrer haben damit deutlich ihren Wunsch für einen friedlichen demokratischen Wandel geäussert. Aber was passiert? Die westlichen Politiker und Medien reagieren ablehnend und ignorieren das eindeutige Resulat. Da versucht Präsident Bashar al-Assad das fünfzigjährige Einparteiensystem mit der neuen Verfassung zu beenden und demokratische Vielfalt und Mitsprache einzuführen, aber das passt den Westen gar nicht. Diese Reaktion zeigt, der Westen will keine Demokratie in Syrien. Sie wollen Chaos, Bürgerkrieg und eine Marionettenregierung einsetzen.

    Zum ersten Mal in der Geschichte des Landes wurde die Bevölkerung offiziell aufgefordert wählen zu gehen, ohne vorzuschreiben was sie wählen sollen. Der Text der neuen Verfassung wurde rechtzeitig überall verbreitet und die Bevölkerung konnte die Veränderungen lesen und diskutieren. Es sind 14 neue und 47 geänderte Gesetzesartikel enthalten. Einer der wichtigsten Neuerungen ist Artikel 8, der die fünfzigjährige Einparteienherrschaft in Syrien beendet. Es garantiert ein politisches System basierend auf Pluralismus und mehreren Parteien, ein revolutionärer Vorgang für das Land.

    Ein weiterer wichtiger Punkt ist Artikel 88, der die Amtsdauer des Präsidenten auf maximal zwei Perioden a sieben Jahre beschränkt. Es gibt auch strittige Änderungen. So kann nur ein Moslem Präsident werden, was 90 Prozent der Bevölkerung entspricht, aber der 10 prozentigen Minderheit der Nichtmoslems nicht so passt. Die Leute hinter dem Verfassungstext sagen, es ist notwendig, speziell weil die Spannungen in der syrischen Gesellschaft so hoch sind. "10 Prozent unglücklich ist besser als 90 Prozent zornig", sagte Ahmad Kuzbari, ein Mitglied des Verfassungskommittees.

    14'000 Wahllokale wurden im ganzen Land eingerichtet und auch die Syrer im grenznahen Ausland konnten wählen. Die Rebellen hatten zum Boykott der Wahl aufgerufen und verhinderten in den umkämpften Gebieten wie Homs und Idlib die Teilnahme. Trotzdem kam es nur vereinzelt zu Zwischenfällen. Die Gruppe der Länder unter amerikanischer Führung, die sich selber "Freunde Syriens" nennen, hetzen nun gegen das Resultat des Referendums und verlangen noch schärfere Sanktionen gegen Syrien.

    Der politische Aktivist Shabbir Razvi sagte dazu, die sogenannten Freunde Syriens sollten in Wirklichkeit in "die Feinde Syriens" umgetauft werden, denn sie arbeiten "nicht im Interesse der syrischen Bevölkerung".

    "Die Westmächte meine ich werden nie mit irgendeinem Wandel in Syrien oder in einem anderen Land im Mittleren Osten zufrieden sein, solange diese Veränderung nicht in ihrem Interesse oder zu ihrem Vorteil ist", sagte Razvi gegenüber RT. "Zu glauben, der Westen wird jemals im Interesse der Menschen der jeweiligen Länder handeln, ist lachhaft", fügte er hinzu.

    Das Resulat des Referendums ist der eindeutige Beweis für die breite Unterstützung des Reformkurs der Regierung in der Bevölkerung. Der Einfluss der Oppositionsgruppen, welche zum Boykott des Referendums aufgerufen haben, ist offensichtlich gering und gibt ihnen kein Exlusivrecht im Namen der syrischen Bevölkerung zu sprechen. Jetzt ist der Weg frei für demokratische Wahlen.

    Aber das passt den westlichen Politikern gar nicht. Sie mischen sich wieder in die internen Angelegenheiten eines souveränen Staates ein und bezeichnen das Referendum als Farce. Hillary Clinton sagte, es wäre ein "zynischer Trick" und Guido Westerwelle beschrieb es als eine "Scheinabstimmung". Ausgerechnet diese "Musterdemokraten" haben die Frechheit sich ein Urteil zu erlauben? Die Kriegverbrecherin Clinton? Und welche demokratische Legitimation hat Westerwelle? Wo doch die FDP irgendwo bei 3 Prozent in die Bedeutungslosigkeit verschwunden ist.

    Ausserdem, wirklich eine Farce ist die Tatsache, dass in der BRD nie über eine Verfassung per Referendum abgestimmt werden durfte und auch keine existiert. Es gibt nur dieses oktroyierte Provisorium genannt Grundgesetz, aber keine Verfassung. Da haben es die Syrer sogar besser, die haben eine und durften jetzt abstimmen.

    Diese Scheindemokraten regen sich über die Regierung in Syrien auf, die einen Reformprozess eingeleitet hat, der von der Bevölkerung angenommen wurde, während sie gleichzeitig despotische Regime in Bahrain, Katar und Saudi Arabien unterstützen und mit Waffen beliefern, die brutal gegen die eigene Bevölkerung vorgehen und mit allen Mitteln an der Macht bleiben wollen. Es geht diesen Heuchlern doch nicht um Demokratie und Menschrechte, sondern um den Sturz von Assad, damit sie ihre hörige Puppe installieren können und Syrien unter Kontrolle haben.

    Die Vertreter der EU haben auch ihr freches Maul aufgerissen, ausgerechnet dieser undemokratische Sauhaufen. Wer hat EU-Kommissionspräsident Barroso, EU-Ratspräsident van Rompuy oder EU-Aussenbeauftragte Ashton wählen können? Niemand! Aber das EU-Regime gibt Lektionen in Demokratie. Sie verhängten am Montag noch schärfere Sanktionen gegen Syrien, zusätzlich zum Ölimportverbot, welches bereits ausgesprochen wurde. Das ist doch eine Kriegserklärung, unter der die Zivilbevölkerung am meisten leidet.

    Die friedliche Opposition bei einer Demonstration:



    Warum finden Kämpfe in Homs statt? Was ist dort so besonders? Die grösste Ölraffinerie des Landes ist im Bab Amr Distrikt im Westen von Homs, darum gehts. Es ist das Hauptzentrum der syrischen Ölindustrie. Die 550 Kilometer lange Tel Adas-Tartous Pipeline befördert 250'000 Fass Rohöl pro Tag vom Rumeila Ölfeld im nordöstlichen Syrien zu der Raffinerie in Homs. Dort werden Benzin, Gas und petrochemische Produkte hergestellt, die dann über eine Pipeline ans Baniya Exportterminal an der Westküste gehen. Es ist einer der wichtigsten Einnahmequellen für Syrien und auch entscheident für die Selbstversorgung.

    Die vom Westen eingeschleusten und bewaffneten Terrorbanden haben den Auftrag diese strategisch wichtige Infrastruktur zu erobern, deshalb die Kämpfe in und um Homs. Sie sprengen auch die Pipelines in die Luft, um so den Ölfluss und damit die Geldeinnahmen zu unterbinden. Das alles erzählen uns die Medien nicht. Sie berichten nur einseitig von armen Opfern unter der Zivilbevölkerung, die unter dem Beschuss der Armee leidet. Dabei geht es um die Verteidigung und den Schutz der wichtigen Anlagen und Ressourcen für das Land. Die Terroristen verstecken sich unter der Bevölkerung, benutzen sie als Schutzschilde und deshalb gibt es Tote und verletzte.

    Ganz klar, der Westen will keine Demokratie in Syrien und keinen friedlichen Wandel in Selbstbestimmung. Sie wollen einen internen Krieg, liefern deshalb Waffen an die Terrorgruppen damit Chaos herrscht und ein Blutvergiessen stattfindet. Sie verlangen dauernd heuchlerisch das Ende der Gewalt, dabei sind sie es die am meisten zur Gewalt beitragen. Der Wille der Mehrheit der syrischen Bevölkerung interessiert sie einen Dreck. Sie haben nur geostrategische Interessen im Sinn und wollen ein weiteres arabisches Land welches Öl hat plattmachen und unter ihrer Gewalt bringen.

    Quelle: http://alles-schallundrauch.blogspot...kratie-in.html
    LG
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  9. #109
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    Mehrheit

    Die Mehrheit der Syrer steht offenbar hinter Assad

    Kommentar: der Der Züricher Tagesanzeiger zeigt viel Mut, indem dieser “Syrien” in einem Aufsehen erregenden Artikel korrigiert.[Kommetar Ende]
    Von Martin Sturzenegger.

    Bashar al-Assad lässt seine Gegner einsperren, foltern und ermorden – so der Tenor in den meisten Medien. Doch ist die Situation wirklich so eindeutig? Orient-Experte Günter Meyer differenziert das gängige Bild.

    Herr Meyer, was spielt sich zurzeit in Syrien ab?
    Das Land steuert geradewegs auf einen Bürgerkrieg zu. Und wieder einmal hat der Konflikt auch einen religiösen Ursprung. Konservative und militante sunnitische Islamisten sehen nun die Möglichkeit, das schiitische Regime zu stürzen. Sie sind die treibende Kraft des Widerstands. Es läuft alles darauf hinaus, dass sich eine sunnitische Allianz mit den Monarchien auf der Arabischen Halbinsel – allen voran Saudiarabien und Katar – sowie den Sunniten im Irak, im Libanon und in der Türkei gewaltsam den Sturz Präsident Bashar al-Assads herbeiführen will. Eine Komponente, die bisher in der Medienberichterstattung ausser Acht gelassen wurde.

    Die syrische Bevölkerung besteht aus über 60 Prozent Sunniten. Ist es nicht verständlich, wenn sich eine Mehrheit gegen die regierende Minderheit erhebt?
    Ein Führungswechsel im Sinne eines demokratischen Systems wäre berechtigt. Doch was zurzeit in Teilen Syriens stattfindet, ist nichts anderes, als eine ethnische Säuberung. Zwar berichten die internationalen Medien von den Angriffen der syrischen Armee auf einen sunnitischen Stadtteil in Homs, wo sich die Aufständischen verschanzt haben, dass jedoch seit Monaten in anderen Stadtteilen sunnitische Scharfschützen Jagd auf die alevitische Wohnbevölkerung machen, wird nicht erwähnt. Es passieren schreckliche Dinge, die verschwiegen werden. (Anm. d. Red.: Aleviten sind Teil der schiitischen Gemeinschaft. Sie machen rund 10 Prozent der syrischen Bevölkerung aus. Zu ihnen gehört auch Bashar al-Assad).

    Woher beziehen Sie Ihre Informationen?
    Ich habe mir in den letzten Jahrzehnten ein breites Netzwerk in den arabischen Staaten aufgebaut und nutze eine Vielzahl von Informationsquellen, darunter zahlreiche Kollegen und Bekannte aus der Bevölkerung, mit denen ich seit Jahren in Kontakt stehe. Ich werde gegenwärtig überflutet mit E-Mails von Leuten, die Freunde in Damaskus haben. Sie bestätigen meine kritische Haltung. Auch öffentliche Quellen klären auf: Jenseits der westlichen Mainstream-Medien gibt es Portale, die ein sehr differenziertes Bild vermitteln. Viele arabische Zeitungen beinhalten kritische Analysen.

    Wieso kommt es zu den angeblichen Fehlinformationen, die Sie ansprechen?
    Laut einer repräsentativen Untersuchung, die ausgerechnet im Auftrag von Katar, einem der grössten Gegner des Assad-Regimes, durchgeführt wurde, steht die Mehrheit der syrischen Bevölkerung hinter Bashar al-Assad. Das nehmen wir nicht wahr, weil die Informationen einseitig aufbereitet werden. Ein Beispiel: Als im letzten Jahr bei einer Kundgebung in Damaskus mehr als eine Million Menschen ihre Fahnen für das Regime schwenkten, wurde behauptet, dass dies vor allem bezahlte und dienstverpflichtete Jubler seien. Beweise gab es dafür nicht. Stellungnahmen der Regierung werden automatisch mit einem Fragezeichen versehen. Viele Informationen, die in die westlichen Massenmedien gelangen, haben ihren Ursprung in den gut organisierten Kanälen der Opposition. Mit Satellitentelefon ausgerüstete Widerstandskämpfer liefern ihre Informationen an Medienzentren der Aufständischen im Ausland, unter anderem im Libanon. Dort werden die Fotos und Filme zum Teil propagandistisch kommentiert und an Nachrichtensender wie al-Jazeera oder al-Arabiya weitergeleitet, von denen wiederum viele westliche Kanäle ihre Inhalte beziehen. Al-Jazeera hatte von den Umstürzen in Tunesien, Ägypten und Libyen noch recht objektiv berichtet. In Syrien nimmt der Sender jedoch Partei, da er durch den Emir von Katar finanziert wird – einem vehementen Befürworter einer bewaffneten Mission in Syrien.

    Das klingt nach einer Verschwörung gegen das syrische Regime. Ist Assad am Ende doch der Gute?
    Nein, dieser Eindruck darf auf keinen Fall entstehen. Es ist klar, dass in seinem Namen brutalste Menschenrechtsverletzungen begangen werden. Doch nach den anfänglich friedlichen Demonstrationen wird auf der Seite der Rebellen inzwischen ebenfalls gemordet. Und solange das so ist, hat Assad immer eine Möglichkeit, seine Gewalt zu rechtfertigen.

    Wie beurteilen Sie die Rolle der Freien Syrischen Armee (FSA)?
    Sie war anfangs eine Gruppierung syrischer Deserteure. Inzwischen werden sie durch militante sunnitische Islamisten aus anderen arabischen Ländern unterstützt und beispielsweise in Homs durch lokale Kriminelle ergänzt, die sich in Gangs organisieren. In einem türkischen Camp, nahe der syrischen Grenze, befindet sich das Hauptquartier der FSA. Dort brachte man den Aufständischen Guerillataktiken bei, auch mithilfe der französischen und englischen Geheimdienste, die gewisse Ausbildungsfunktionen übernahmen. Neben zahlreichen Überfällen auf Transporte von Angehörigen der regulären syrischen Streitkräfte und Angriffen auf kontrollierende Soldaten an Strassensperren gehen etliche Anschläge auf Erdöl- und Gas-Pipelines, Elektrizitätswerke und eine Raffinerie auf das Konto der FSA. Solche Aktionen zur Unterbrechung der Energieversorgung werden jedoch der Regierung angelastet.

    Mischt auch al-Qaida mit?
    Sie spielt in Syrien mit, das ist offensichtlich. Seit ihr Führer Aiman al-Sawahiri Mitte Februar die Opposition in ihrem Widerstand bestärkte, tragen einzelne Anschläge die Handschrift des Terrornetzwerks. Ob Mitglieder von al-Qaida in der Freien Syrischen Armee mitmischen, darüber gibt es keine eindeutigen Informationen.

    Weshalb drücken die westlichen Staatschefs derart vehement auf die Absetzung von Assad?
    In Ländern wie Frankreich oder den USA herrscht Wahlkampf und mit dem Thema Syrien lässt sich gut Stimmung machen. Doch die westlichen Mächte verfolgen auch geopolitische Interessen. Syrien ist das einzige Land im Nahen Osten, das den USA stets die Stirn bot. Die schiitische Achse kann nun an einer entscheidenden Stelle unterbrochen werden: Über Syrien wird die Hizbollah im Südlibanon mit iranischen Waffen versorgt. Wenn man die syrische Regierung beseitigt, entfällt damit der wichtigste Unterstützer der Hizbollah, die wiederum Israel bedroht. Der Westen, allen voran die USA, wittert eine historische Chance, die eigene Machtstellung in der Region auszubauen.

    Wäre denn eine islamistische sunnitische Regierung im Sinne des Westens?
    Eine konservative sunnitische Regierung in Syrien, die eng mit den sunnitischen Monarchien des Golfkooperationsrats zusammenarbeitet, wird offenbar aus westlicher Sicht als erstrebenswerter angesehen, als das, was wir jetzt in Syrien haben. Als Ergebnis der sogenannten arabischen Revolution hat sich eine neue Allianz zwischen konservativen sunnitischen Regimen, islamistischen Gruppierungen, wie den Muslimbrüdern oder den Salafisten, und dem Westen gebildet. Es geht um die Kontrolle der Golfregion mit den weltweit grössten Erdöllagerstätten und darum, dass die konservativen Monarchien die USA als grösste Militärmacht der Welt brauchen, um sie vor dem Iran zu beschützen.

    China und Russland werden vom Westen als Spielverderber dargestellt, weil sie sich gegen die UNO-Resolution gestellt haben. Wie beurteilen Sie das Verhalten der beiden Länder?
    Russland verfolgt eigene Interessen in Syrien. Es geht darum, einen verlässlichen Partner zu wahren, der bereit ist, dem Einfluss der USA im arabischen Raum entgegenzutreten. Auch die militärische Zusammenarbeit der beiden Länder ist wichtig. Russland liefert schon seit Jahrzehnten Waffen an Syrien – ein Milliardengeschäft. In der Hafenstadt Tartus unterhält die russische Marine ihren einzigen Stützpunkt am Mittelmeer. Der ist strategisch sehr bedeutsam.

    Und China?
    China mischt sich prinzipiell nicht in innenpolitische Angelegenheiten anderer Länder ein und hat deshalb im UNO-Sicherheitsrat gegen die Resolution zur Verurteilung der syrischen Regierung gestimmt. Bei dieser Entscheidung spielt auch eine wichtige Rolle, dass Chinas und ebenso Russlands vorhergehende Enthaltung bei der Libyen-Resolution dazu geführt hatte, dass die Nato ihr Mandat für den Schutz der Zivilbevölkerung zu einer militärischen Intervention zum Sturz Ghadhafis nutzen konnte.

    China und Russland fordern mehr Dialog, während sich der Westen auf die Stärkung der Opposition konzentriert. Welcher Weg ist der richtige?
    Die russische Regierung hat recht, wenn sie einen nationalen Dialog fordert. Die Bedingung wäre, dass sich alle Parteien an einen runden Tisch setzen. Nur so kann das Blutvergiessen gestoppt werden. Doch angesichts der gegenwärtigen Lage gibt es dafür wenig Hoffnung. Die Freie Syrische Armee liefert mit ihrem Verhalten die Argumente für kriegerische Aktionen seitens des Militärs und umgekehrt.

    Was, wenn Assad freiwillig abtritt?
    Assad wird sicher nicht zurücktreten, weil die ethnischen Konflikte dann erst recht ausbrechen würden. Die Angehörigen seiner Religionsgruppe – die Aleviten – müssten mit Racheaktionen seitens der sunnitischen Islamisten rechnen und würden höchstwahrscheinlich aus dem Land vertrieben. Ähnliche Gefahren drohen der christlichen Bevölkerung, die unter Assads Führung ein grosses Mass an Sicherheit geniesst und zum grössten Teil das gegenwärtige säkulare Regime unterstützt. Ausserdem ist die militärische Schlagkraft von Assad zu gross, weshalb eine Intervention auch mithilfe des Westens zu riskant wäre. Als Alternative zu einem langanhaltenden blutigen Bürgerkrieg gibt es nur den diplomatischen Weg unter Einbeziehung von Bashar al-Assad. Ein baldiger Waffenstillstand wäre deshalb von Nöten, um nach einer Verhandlungslösung zu suchen. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

    Quelle: http://www.politaia.org/terror/die-m...esanzeiger-ch/
    LG
    Bill Gates ist 100% Eugeniker!
    Leute! Denkt immer an: "Teile und herrsche", und fragt Euch wer der "Dritte" ist! Cui bono?
    1 + 1 = 2 (universell und ewig)
    Love, peace and freedom!

  10. #110
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    Re: Syrien - der nächste Krieg durch Lügen?

    Kommentar: der Der Züricher Tagesanzeiger zeigt viel Mut, indem dieser “Syrien” in einem Aufsehen erregenden Artikel korrigiert.[Kommetar Ende]
    Von Martin Sturzenegger.
    Mutiger Ansatz von einem Schweizer Blatt,das eigentlich zum Mainstream gehört.
    Bleibt nur zu hoffen,das sich endlich auch andere Medien unparteiischer mit Syrien auseinandersetzen und
    dazu auch mal mehr die Hintergründe beleuchten.
    Dazu zählt ja auch ein gewisses Eigeninteresse westlicher Nationen,was in dem Original Artikel erwähnt
    wird,auch die einseitige Berichterstattung unserer Medien wird dort angesprochen.
    Dieses Interview greift so einige Punkte auf,die hier schon mehrfach angesprochen wurden.
    So z.B. die längst stattfindende Einmischung westlicher oder Pro-Westlicher Nationen in Form von:
    In einem türkischen Camp, nahe der syrischen Grenze, befindet sich das Hauptquartier der FSA. Dort brachte man den Aufständischen Guerillataktiken bei, auch mithilfe der französischen und englischen Geheimdienste, die gewisse Ausbildungsfunktionen übernahmen. Neben zahlreichen Überfällen auf Transporte von Angehörigen der regulären syrischen Streitkräfte und Angriffen auf kontrollierende Soldaten an Strassensperren gehen etliche Anschläge auf Erdöl- und Gas-Pipelines, Elektrizitätswerke und eine Raffinerie auf das Konto der FSA. Solche Aktionen zur Unterbrechung der Energieversorgung werden jedoch der Regierung angelastet.
    Hier nochmal der Link zum Original:
    http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/...story/17458606
    Es werden dort brutalste Menschenrechtsverletzungen begangen.....allerdings von beiden Seiten und DAS
    muß endlich an die Öffentlichkeit gelangen.Der Westen gibt hier selbst kein gutes Bild ab,indem er die
    Gewalt noch befeuert durch die Einmischungen die oben beschrieben sind.
    Diese Diktatur des Assad und seiner Schergen muß irgendwann ein Ende haben,aber eine Militärintervention
    ala Libyen oder Afghanistan kann es wohl auch nicht sein,nur dies wird wohl angestrebt.
    Weder eine Pro Westliche noch eine fundamentalistische Regierung kann im Sinne eines Volkes sein,dass sich
    von der Diktatur befreien will,sie kämen nur in die nächste Diktatur mit einem neuen Gesicht.
    Hier wird offensichtlich ein Bürgerkrieg aus strategischen und wirtschaftlichen Gründen angezettelt,aber
    wieder einmal als humane Intervention verkauft.Das Volk wird dafür den Preis zahlen,nicht die Schlipsträger.
    Der Teufel selbst könnte nicht mehr Kalkül an den Tag legen,als diese Personen in ihren Chefetagen.
    Und damit meine ich sowohl Wirtschaftsbosse als auch Politiker.Sie sind in meinen Augen genauso schuldig
    wie Assad an den Greueltaten,die zurzeit in Syrien stattfinden.
    Schöne neue Welt

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