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Thema: Syrien - der nächste Krieg durch Lügen?

  1. #31
    Redakteur Avatar von Angeni
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    Re: Syrien - der nächste Krieg durch Lügen?

    Syrien: Sorgen über Zukunft der Christen

    Der griechisch-melkitische Erzbischof von Aleppo, Jean-Clément Jeanbart, fürchtet um die Christen in Syrien. „Früher gab es noch Sicherheit; jetzt verlassen die Christen, die es sich leisten können, das Land“, meinte der katholische Erzbischof im Gespräch mit der Nachrichtenagentur apic. Nach Agenturangaben seien in der Stadt Homs mehrere Dutzend Christen von Aufständischen getötet worden; das führe zu ihrem Exodus aus mehreren Stadtvierteln. In Aleppo hingegen sei die Lage derzeit ruhig, so Erzbischof Jeanbart. Er wirft den internationalen Medien vor, „die Lage in Syrien nicht ehrlich darzustellen, sondern Öl ins Feuer zu gießen“. Die Medien sprächen nicht darüber, „dass Extremisten und Söldner von der Türkei, dem Irak, Jordanien, Libyen oder Pakistan aus nach Syrien einsickern“. Nur ein Dialog könne das Land noch vor einer Katastrophe bewahren; allerdings ließen die angekündigten Reformen noch auf sich warten, und die Oppositionellen verweigerten sich dem Gespräch. Für den Fall eines Sturzes der Regierung fürchtet Jeanbart eine Machtübernahme von Islamisten. Bewaffnete islamistische Gruppen säten „Terror und Tod in mehreren Teilen des Landes“. Mindestens 2.000 Zivilisten, Soldaten und Polizisten seien „ihrem Hass zum Opfer gefallen“: „Oft wurden sie gefoltert, verstümmelt und dann ermordet.“

    Es stimme, dass eine Mehrheit der Syrer und mit ihnen die Christen für tiefgehende Reformen und Änderungen in der Regierungsführung des Landes sei, so der Metropolit. Vor allem gehe es „um ein Ende der Diktatur der Einheitspartei und um eine Demokratie, die auf echter Freiheit und den Rechten jedes Einzelnen ruht“. Ebenso wahr sei aber, „dass nur sehr wenige Syrer einen brüsken Wechsel wollen, der ein Blutbad herbeiführen könnte und ein gefährliches Ordnungsvakuum.“

    Die Veto-Mächte Russland und China haben am Wochenende erneut verhindert, dass der Weltsicherheitsrat die Gewalt in Syrien verurteilt. Die übrigen 13 Mitglieder des mächtigsten UN-Gremiums stimmten in New York für einen von der Arabischen Liga und europäischen Staaten unterstützten Resolutionsentwurf. Er sah eine Verurteilung der von der Führung in Damaskus begangenen Menschenrechtsverletzungen vor. Die Blockade der Resolution durch Russland und China stößt international auf scharfe Kritik. Kurz vor der Abstimmung im Weltsicherheitsrat war das syrische Regime erneut gewaltsam gegen Zivilisten vorgegangen. Bei einem Armee-Angriff auf die Protesthochburg Homs wurden mindestens 300 Menschen getötet.
    http://www.radiovaticana.org/ted/articolo.asp?c=560573
    Liebe Grüsse
    Angeni
    Sonnige Grüsse
    Angeni



    Die Wissenschaft hat die Ganzheit getrennt und je detaillierter man das Atom in seinem
    Kern erforscht hat, desto weiter sind wir von uns selber weg gekommen
    - Angeni

  2. #32
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    Re: Syrien - der nächste Krieg durch Lügen?

    @ Veritas,

    Sorry,die gleichen runtergeleierten texte wie im Lybien thread von Dir über Gadaffi ,

    Propaganda und hetze dessen Du nicht weit entfernt

    alles andere kann man sich bei Dir ersparen,geht eh so weiter

    mach Dir nix draus

    hast du nen chip im kopf ,könnt ja sein

    mfg
    olaf
    Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 – “Haftung für Links” hat das Landgericht (LG) Hamburg entschieden, dass man durch das Setzen eines Links, die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Hiermit distanzieren ich mich ausdrücklich von den verlinkten Seiten, dafür sind ausschließlich die Urheber bzw. Betreiber verantwortlich.)

  3. #33
    SPARTIAT
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    Re: Syrien - der nächste Krieg durch Lügen?

    Sorry, hab diesen Beitrag in den "Roten Faden" von Joe verschoben da es von der Thematik her besser passt.
    viewtopic.php?f=23&t=286&p=50134#p50134

  4. #34
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    Re: Syrien - der nächste Krieg durch Lügen?

    Hab hier einen sehr aufschlussreichen Auszug eines Interviews mit dem ehemaligen CDU Bundestagsangehörigen Tödenhofer. Der Syrien regelmässig
    besucht und auch während der gravierensten Unruhen in Homs etc war.

    ......................Welt Online: Was soll der Westen denn dann tun? Assad stützen? Mit ihm verhandeln? Die westlichen Medien stehen unter dem Druck von Bildern brutaler Gewalt, die aus dem Land kommen. Und es gibt wenige objektive Berichte.

    Todenhöfer: Die Lage in Syrien ist sehr komplex. Obwohl überraschenderweise nicht nur Assad-Gegner, sondern auch Assad-Anhänger lautstark Demokratie fordern. Demokratie ist in Syrien inzwischen weitgehend unstreitig. Ich habe Demonstrationen in Damaskus erlebt, an denen zwischen einer und zwei Millionen Menschen teilnahmen.

    Die Menschen riefen in Sprechchören "Assad, Demokratie", "Assad, Freiheit". Die syrischen Aufständischen wollen natürlich auch Demokratie, allerdings ohne Assad. Es gibt also friedliche Demonstrationen für und gegen Assad, aber immer für Demokratie. Allerdings gibt es auf beiden Seiten auch bewaffnete Einheiten, die sich gnadenlose militärische Auseinandersetzungen liefern. Dabei werden immer wieder Zivilisten getötet. Das ist völlig inakzeptabel und wird zu Recht hart kritisiert.

    Mir haben allerdings führende syrische Oppositionspolitiker gesagt, dass auch die oppositionelle Guerilla Zivilisten töte und „Rechnungen begleiche“. Ich war in Homs im Haus eines bekennenden Assad-Anhängers. Von einem gegenüberliegenden Hochhaus hat man ins Zimmer seiner dreijährigen Tochter geschossen. Ich habe die Einschläge gesehen. Am Tag nach meinem Besuch bekam er eine Morddrohung und musste sein Haus verlassen. Ich selbst bin in Homs in schweres Kreuzfeuer geraten, als zwei Polizisten von Guerillas beschossen wurden.

    Das sind bürgerkriegsähnliche Auseinandersetzungen. Wir bekommen im Westen immer nur zu hören, welche Untaten die staatlichen Sicherheitskräfte verüben. Aber die Untaten der anderen Seite werden totgeschwiegen. Die internationale Berichterstattung ist extrem einseitig.

    Welt Online: Warum lässt Assad dann keine Journalisten im Land zu, die ein objektiveres Bild zeichnen könnten?

    Todenhöfer: Das ist ein großer Fehler der Regierung. Ich habe den Wert des freien Journalismus noch nie so stark gespürt wie in Syrien. Zurzeit hat in Syrien die Opposition ein Informationsmonopol, das sie über al-Dschasira und al-Arabia gnadenlos ausübt. Im Homs beispielsweise gibt es vier Satellitenstationen, denen jeder Handyfotograf in Sekundenschnelle seine Bilder übermitteln kann. Das wird verständlicherweise auch genutzt.

    Welt Online: Wie sieht es mit dem freien Zugang ins Internet aus?

    Todenhöfer: In Sachen Internet ist Syrien eines der am weitesten entwickelten Länder der arabischen Welt. Das hat Assad übrigens persönlich angeordnet. Wenn Sie in ein Restaurant gehen, haben Sie fast überall sofort kostenlos Wireless-Lan und können ihre Emails empfangen. Vor ein paar Wochen ging trotzdem die Meldung durch die Welt-Presse, dass iPhones jetzt in Syrien verboten seien. Ich habe darauf in Damaskus angerufen und meinen Gesprächspartner danach gefragt. Er lachte: „Sie rufen mich doch gerade auf meinem iPhone an“. Die Hälfte der Meldungen zu Syrien ist falsch.

    Welt Online: Kennen Sie weitere Beispiele?

    Todenhöfer: In der Weltpresse wurde während meines Aufenthaltes in Damaskus gemeldet, dass das Hauptquartier der Baath-Partei angegriffen und schwer beschädigt worden sei. Es habe einen Toten gegeben. Mich hat das sehr beeindruckt. Bis dahin war für mich Damaskus eine sichere Stadt, in der es sogar noch einige Touristen gab.

    Ich bin daher am nächsten Tag zu dem Gebäude hingefahren. Zwei freundliche Polizisten standen vor dem unversehrten Gebäude. Als ich fragte, wo denn die schweren Beschädigungen seien, haben sie mir zwei zerstörte Glasscheiben in der Eingangshalle gezeigt, in die jemand einen Knallkörper geworfen hatte. Bei meinem Besuch in Homs habe ich gesehen, dass die Marktstände mit Essen und Gemüse gefüllt waren. Auch ich habe da eingekauft. Ein paar Tage später las ich in der Weltpresse: „Humanitäre Katastrophe in Homs“.

    Ich bin kurz danach noch ein zweites Mal in die Stadt gefahren und habe mich dort mit Rebellen getroffen. Ich treffe mich immer mit beiden Seiten. Ich habe sie nach der „humanitären Katastrophe“ gefragt. Sie haben lachend zugegeben: „Das haben wir lanciert.“ Sie waren ganz stolz. Wenige Tage später wurde in Homs ein Bus mit jungen Alawiten von Motorrädern gestoppt. Die jungen Männer wurden von den Angreifern aus wenigen Metern exekutiert.

    Nur einer hat überlebt. Er schilderte, dass die Täter bewaffnete Rebellen waren. Der Angriff war ein Signal an Assad, der auch Alawit ist. Am Abend hieß es trotzdem in den Nachrichten von al-Dschasira, Assad habe in Homs wieder einmal unschuldige junge Männer umbringen lassen. Mich erinnert die Berichterstattung aus Syrien in erschreckender Weise an die Berichterstattung vor dem Beginn des Irak-Krieges. Die Berichterstattung des syrischen Staatsfernsehens ist allerdings auch nicht besser.

    Arabische Liga verstärkt Beobachtereinsatz

    Welt Online: Woher bekommen denn die Rebellen ihre Unterstützung? Sind es feindlich gesinnte Nachbarländer wie Saudi-Arabien und Katar, die sich ja auch schon in Libyen engagiert haben? Ist dieser Konflikt auch ein innerislamischer Konflikt?

    Todenhöfer: Ich war vier Wochen im Land. Trotzdem weiß ich, dass ich vieles nicht gesehen habe. Aber ich habe gesehen, dass dieser Aufstand nicht immer friedlich ist. Es gibt Kräfte im Ausland, die dem gewalttätigen Teil des Aufstandes schwere Waffen zur Verfügung stellen. Da ist die heißeste Spur Katar. Katar war auch der große Waffenlieferant in Libyen. Die Amerikaner greifen nicht direkt ein, der bewaffnete Widerstand wird über arabische Nachbarstaaten organisiert, vor allem über Katar und Saudi-Arabien. In Katar ist auch al-Dschasira beheimatet.

    Welt Online: Ist das dann so eine Art Stellvertreter-Krieg?

    Todenhöfer: Das weiß ich nicht. Ich bin auch kein Anhänger von Verschwörungstheorien. Aber im Hintergrund steht der Versuch der USA, einen „Greater Middeleast“ zu schaffen, in dem es nur noch linientreue, pro-amerikanische Staaten gibt. Die USA betrachten die gesamte Region als ihr Revier. Von Kissinger stammt der Satz, dass Öl viel zu wertvoll sei, als dass man es den Arabern überlassen dürfe.

    Die Amerikaner haben die Revolution in Tunesien und in Ägypten verschlafen. Doch dann haben sie die Entscheidung getroffen, die Umwälzungen in der arabischen Welt in ihrem Sinne mitzugestalten. Ich habe große Sympathien für das demokratische Amerika, aber im Nahen Osten geht es den USA nicht um Demokratie. Sonst müssten sie ja auch die Demonstrationen in Saudi-Arabien, Katar und Bahrain unterstützen, aber dort unterstützen sie die diktatorischen Regierungen

    Welt Online: Wie wird es nach ihrer Einschätzung weitergehen in Syrien?

    Todenhöfer: In Syrien wird es eine Demokratie geben wie in der gesamten arabischen Welt. Gewalt gegen die dafür friedlich Demonstrierenden ist inakzeptabel. Aber als ich Assad fragte, warum nicht – wenigstens für eine bestimmte Zeit – auch die Gewalt gegen die bewaffneten Rebellen eingestellt werden könne, fragte er mich, ob ich ihm ein westliches Land nennen könne, das es zulasse, dass jeden Tag 20 bis 30 seiner Soldaten getötet würden.

    Er hat mich gefragt: Würde Frau Merkel das akzeptieren? Ich hatte darauf keine Antwort. Ich habe ihm gesagt, dass er dennoch einen Dialog führen müsse, auch mit den extremen Kräften. Nur über einen Dialog könne es einen Waffenstillstand geben. Er müsse sich an die Spitze der Demokratiebewegung stellen, um Frieden und Demokratie zu erreichen. ..................
    http://www.welt.de/politik/ausland/article13829324/Auslaendische-Kraefte-unterstuetzen-den-Aufstand.html
    Was auch immer du tust, handle klug und bedenke das Ende


  5. #35
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    Re: Syrien - der nächste Krieg durch Lügen?

    Moin

    Hoffen auf Lawrow
    Russischer Außenminister besucht Syrien. Bereitschaft zu einem Dialog mit »allen politischen Kräften« der Opposition


    Begeistert begrüßt von Zehntausenden Menschen ist der russische Außenminister Sergej Lawrow am Dienstag in Damaskus eingetroffen. Die Demonstranten, die ein Spalier für den Fahrzeugkonvoi des Diplomaten bildeten, feierten das russische Veto im UN-Sicherheitsrat und appellierten an Moskau, seine Unterstützung für Syrien nicht aufzugeben.

    Lawrow, der vom Chef des russischen Auslandsgeheimdienstes, Michail Fradkow, begleitet wurde, traf unmittelbar nach seiner Ankunft mit dem syrischen Präsidenten Baschar Al-Assad zusammen. Ersten Berichten des russischen Fernsehsenders Russia Today (RT) zufolge bekräftigte Assad bei der Unterredung seine Bereitschaft zu einem Dialog mit »allen politischen Kräften« der Opposition, um den »Tod weiterer Zivilisten« zu verhindern. Syrien wolle seine Arbeit mit der Beobachtermission der Arabischen Liga fortsetzen, hieß es. Außerdem werde »in Kürze« das Datum für ein Referendum über eine neue syrische Verfassung bekanntgegeben.

    Aus Kreisen der russischen Delegation wurde bekannt, daß Moskau auch seine Kontakte zur Opposition in Syrien aufrechterhalten werde, um einen Dialog möglich zu machen. Diejenigen, die »größeren Einfluß« auf die Opposition hätten als Rußland, sollten diesen ausüben, um Gespräche einzuleiten, hieß es. George Sabra, ein Vertreter des im Ausland agierenden »Syrischen Nationalrates« (SNR) zeigte sich skeptisch. Niemand werde »nur um des Dialogs willen einen Dialog führen«. Die oppositionelle Bewegung »Den syrischen Staat aufbauen« in Damaskus sprach sich für eine »neutrale Vermittlung« anstelle einer durch Rußland aus. Diese müsse »alle Oppositionsgruppen in Syrien und das Regime« umfassen, sagte ihr Sprecher Mouna Ghannem gegenüber junge Welt. Bewaffnete Gruppen und das Ausland hätten hingegen keine Berechtigung, für die Opposition zu sprechen.

    Am Montag hatten die USA ihre Botschaft in Damaskus geschlossen. Auch Großbritannien, Frankreich und Italien riefen ihre Vertreter zu »Beratungen« zurück, ebenso die Länder des Golfkooperationsrates (GCC). Gleichzeitig wurden die syrischen Botschafter zur »sofortigen Ausreise« aus den GCC-Staaten aufgefordert. Die saudiarabische Tageszeitung Saudi Gazette berichtete, die Golfstaaten seien kurz davor, die »Freie Syrische Armee« als einzige und legitime Vertretung der Syrer anzuerkennen. Man erwarte eine entsprechende Entscheidung beim nächsten Treffen der GCC-Staaten in Riad am 11. Februar.

    Aus gut informierten Kreisen in Homs wurde derweil gegenüber Journalisten in Damaskus bestätigt, daß die heftigen Gefechte am vergangenen Freitag abend in der Stadt von »Milizen der Regierungsgegner« ausgegangen seien. In einer »koordinierten Operation«, die mit der Entscheidung im UN-Sicherheitsrat koordiniert worden sei, hätten Gruppen bewaffneter Aufständischer Kontrollpunkte der Armee mit schweren Waffen angegriffen und Soldaten entführt. Die Armee habe hart reagiert
    http://www.jungewelt.de/2012/02-08/062.php

    mfg
    olaf
    Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 – “Haftung für Links” hat das Landgericht (LG) Hamburg entschieden, dass man durch das Setzen eines Links, die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Hiermit distanzieren ich mich ausdrücklich von den verlinkten Seiten, dafür sind ausschließlich die Urheber bzw. Betreiber verantwortlich.)

  6. #36
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    Re: Syrien - der nächste Krieg durch Lügen?

    Mal wieder ein Artikel der sich gut liest:

    Medwedew ruft Partner zu Vermeidung übereilter Schritte gegenüber Syrien auf

    Die Haltung der Weltgemeinschaft zu Syrien muss objektiv und ausgeglichen sein, sagte Russlands Präsident Dmitri Medwedew in einem Telefongespräch mit seinem französischen Amtskollegen Nicolas Sarkozy.

    Das Telefongespräch fand am Mittwoch auf Initiative der französischen Seite statt. Am Montag hatte Sarkozy bekannt gegeben, er habe die Absicht, Medwedew anzurufen und im Namen Frankreichs und Deutschlands mit ihm die Situation in Syrien zu besprechen.

    Medwedew informierte den französischen Staatschef über die Ergebnisse der am 7. Februar stattgefundenen Verhandlungen von russischen Vertretern mit dem Präsidenten Syriens Baschar al-Assad und anderen Mitgliedern der syrischen Führung. In den Verhandlungen wurde betont, dass Moskau bereit sei, die Vermittlungsbemühungen fortzusetzen und zugleich das weitere Blutvergießen in Syrien für unakzeptabel halte.

    „Im Kontext der weiteren Arbeit, darunter auch im UN-Sicherheitsrat, zur Regelung der Syrien-Krise hat Medwedew die Partner aufgerufen, unbedachte einseitige Schritte zu vermeiden“, teilt der Kreml-Pressedienst mit.
    http://de.rian.ru/world/20120209/262652478.html
    Liebe Grüsse
    Angeni
    Sonnige Grüsse
    Angeni



    Die Wissenschaft hat die Ganzheit getrennt und je detaillierter man das Atom in seinem
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    - Angeni

  7. #37
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    Re: Syrien - der nächste Krieg durch Lügen?

    Die kriegspropaganda läuft wieder einmal auf Hochtouren.
    Es ist auch allzu leicht.Wir sitzen weit weg von den Geschehnissen,der Mainstream hat
    mittlerweile Jahrzehnte an Erfahrungen sammeln können und zieht mal wieder allle Register.
    Es ist wie ein Dejavue,täglich grüßt das Murmeltier.
    Die selbe Tour wie in Lybien,Irak,Iran,Afghanistan,Jugoslawien,Kosovo usw.
    Hat doch bisher super funktioniert,warum nicht so weitermachen?
    Aufstände wie z.B. in Bahrain werden einfach durch die Saudies niedergeschlagen,
    was kümmert es den Rest der Welt.Deutschland verdient ja auch nicht schlecht daran(bspw.Panzerlieferungen).
    In einigen Ländern in Afrika wird oder wurde seit Jahren die Bevölkerung abgschlachtet wie in Somalia,Tschad,Sudan oder Uganda,
    wo 20 Jahre Krieg herrschte und noch einigen anderen Ländern.
    Aber diese Kriege werden nicht gesehen,warum auch.No Profit,no Interest.

    Ich will keineswegs zum Ausdruck bringen,dass Bevölkerungen nicht geholfen werden sollte,
    aber dann doch bitteschön auch egal in welchem Land.
    Jahrzehntelang hat man gerade in Afrika weggeschaut,obwohl dort noch weitaus abscheulicheres
    passierte als es uns aus den arabischen Staaten gemeldet wurde und wird.
    Einiges davon wurde ja dann auch als Propaganda entlarvt,wie z.B. die Brutkastenlüge im Irak.
    Ich will die ganzen Greueltaten hier nicht aufzählen.
    Vlt doch ein paar:
    Tausende Kinder werden entführt,um sie zu Soldaten auszubilden-Kinder!
    Regelmäßige Vergewaltigungen,ob Frauen ob Kinder,Verstümmelungen.
    Wer weiteren Bedarf hat,Google ist dein Freund.
    Seit meiner Kindheit(und die liegt schon einige Lenze zurück) gibt es regelmäßige
    Hungerkatastrophen,denen Millionen(Millionen!) Menschen zum Opfer fallen.
    Warum wird da nicht eingegriffen?
    Nein,da müßen sich die Menschen schon selbst helfen,da greift kein Staat in der Form ein,
    dass die jeweiligen Machthaber zum Teufel geschickt werden,um eine Regierung
    zu installieren,die der Bevölkerung eine Überlebenschance überhaupt ermöglicht.
    Aber in Syrien werden von Regierungstruppen Zivilisten abgeschlachtet(wenn ich nicht irre
    liegt die Zahl irgendwo zwischen 3000-6000 Personen,was auch schlimm ist).
    Aber sind das wirklich alles unschuldige Zivilisten oder gibt es unter den Toten
    auch Personen,die wir im Westen als Terroristen bezeichen würden?
    Und wie der Westen mit solchen umzugehen pflegt,wissen wir aus der jüngsten Geschichte,
    ich nenne nur Afghanistan.
    Hinweise und Indizien,das es sehrwohl auch so sein könnte,gibt es immer mehr.
    (Weiter oben sind einige interessante Beiträge.)
    Und bevor jemand auf die Idee kommt:
    Nein,ich sympathisiere nicht mit Assad oder irgendeinem ähnlichen Regime.

    Dieses Land "freizubomben" kann nicht der Weg sein.
    Jedes Land,das auf diese Art und Weise "befreit" wurde,hatte am Ende mehr zivile Opfer zu beklagen
    als die jeweiligen Machthaber es in ihrer gesamten Diktatur hingekriegt haben.
    Wie sieht es jetzt in Afghanistan oder in Irak aus,oder Libyen?
    Vielleicht haben einige Politiker wirklich etwas begriffen,
    bei den Meisten sehe ich einfach nur Scheinheiligkeit.

  8. #38
    Redakteur Avatar von Angeni
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    Re: Syrien - der nächste Krieg durch Lügen?

    Neue EU-Sanktionen: Syrien verfolgt gezielt Ärzte

    Die Europäer verschärfen die Sanktionen gegen das Regime des syrischen Diktators Assad. Ein EU-Diplomat bestätigte, dass beim nächsten Treffen der Außenminister ein entsprechender Beschluss fallen werde. Brüssel. Die Europäer verschärfen die Sanktionen gegen das Regime des syrischen Diktators Bashar al-Assad. Am Mittwoch bestätigte ein hoher EU-Diplomat, dass spätestens beim nächsten Treffen der Außenminister in Brüssel am 27. Februar ein entsprechender Beschluss fallen werde. Die EU plane, die syrische Nationalbank auf die gleiche Weise vom internationalen Finanzsystem abzuschneiden, wie sie das erst unlängst mit der iranischen Zentralbank getan hat. Weiters plane man das Verbot der Ein- und Ausfuhr von syrischen Bodenschätzen, allen voran Phosphaten und Edelmetallen wie Gold. Europa nehme Syrien derzeit rund 40 Prozent von dessen gesamten Phosphatausfuhren ab, führte der Diplomat aus. Ein Boykott dieser Industrie könnte dem Regime somit jene Deviseneinnahmen entziehen, die es zur Bezahlung bewaffneter Freischärler und regulärer Truppen benötigt. „Angesichts der schwer zu ertragenden Bilder von der Gewalt aus Homs bereitet es uns keine Schwierigkeiten, die Mitgliedstaaten in diesen Fragen zu vereinen“, fügte der Diplomat hinzu.

    Babys in Brutkästen gestorben

    In besagter Stadt Homs kam es am Mittwoch erneut zu schweren Angriffen von Assads Gefolgsleuten auf Zivilisten. Internationale Nachrichtenagenturen berichteten unter Berufung auf örtliche Quellen, dass es Dutzende Tote gegeben habe. Milizionäre hätten 19 Mitglieder dreier Familien in deren Häusern mit Messern getötet. Zudem seien in zwei Krankenhäusern insgesamt 18 frühgeborene Babys gestorben, weil der Strom für ihre Brutkästen abgeschaltet wurde. All diese Informationen sind schwer zu prüfen, weil das syrische Regime ausländische Journalisten von der umkämpften Stadt fernhält. Der BBC-Reporter Paul Wood befand sich am Mittwoch mit einer Gruppe von Rebellen in den Außenbezirken von Homs. Er sagte, dass die meisten Bewohner der Stadt sich angesichts des seit fünf Tagen währenden Beschusses in ihren Häusern verstecken. „Wir haben hunderte Hülsen von Panzer- und schwerer Artilleriemunition gezählt“, schrieb Wood auf der BBC-Homepage. „Es gibt viel Scharfschützenfeuer. Sie scheinen absichtlich Zivilisten als Ziel zu nehmen. Wir haben eine alte Dame und einen alten Mann gesehen, die von Scharfschützen niedergeschossen wurden, als sie die Straße überquerten.“

    Ärzte ohne Grenzen klagt an

    Immer mehr verdichtet sich der Eindruck, dass Assad seine Armee gezielt gegen seine eigenen Bürger einsetzt, um den Aufstand gegen seine Regime zu ersticken. Die internationale Hilfsorganisationen Ärzte ohne Grenzen wirft Assad nun unter Berufung auf Augenzeugenberichte eine besonders perfide Form von Kriegsverbrechen vor. „In Syrien werden verwundete Patienten und Ärzte gezielt verfolgt. Sie sind in Gefahr, durch Sicherheitskräfte verhaftet und gefoltert zu werden“, erklärte Marie-Pierre Allié, die Chefin der Organisation, am Mittwoch in Paris.

    Ärzte ohne Grenzen ist wie die meisten internationalen Hilfsorganisationen aus Syrien ausgeschlossen, behandelt aber Flüchtlinge außerhalb des Landes und steht mit Ärzten in Syrien in Kontakt. Die meisten Verwundeten suchen aus Furcht vor Verhaftung und Folter keine öffentlichen Krankenhäuser auf. Falls doch, stellen Ärzte mitunter bewusst falsche Diagnosen, damit die Patienten den Sicherheitskräften entkommen, die gezielt nach für Demonstranten typischen Verletzungen suchen. „Wir werden ständig von den Sicherheitskräften verfolgt“, sagte ein Arzt. Zudem steht die einzige syrische Blutbank unter der Kontrolle des Verteidigungsministeriums. Auch Narkosemittel sind in den improvisierten Operationssälen in Bauernhöfen und Wohnungen selten verfügbar.

    „Noch ist Syrien nicht Libyen“

    Trotz der Verschärfung der Lage stärkt Russland dem Regime in Damaskus den Rücken – allerdings mit zusehends zweideutigen Aussagen. „Das Volk muss selbst über sein Schicksal entscheiden“, sagte Russlands Regierungschef und vermutlich nächster Präsident, Wladimir Putin, laut Bericht der Nachrichtenagentur Interfax. „Natürlich lehnen wir jede Gewalt ab, von welcher Seite auch immer, aber niemand sollte sich wie ein Elefant im Porzellanladen benehmen.“ Russland blockiert weiterhin jegliche Resolution im UN-Sicherheitsrat, die Assads Vorgehen verurteilt – sogar einen extrem verdünnten Text, der keine wie auch immer geartete Deutung zulässt, wonach die UNO den Regimewechsel in Damaskus anstrebe.

    Russland und China, aber auch anderen Schwellenländern wie Brasilien, Südafrika und Indien stößt der von der UNO indirekt sanktionierte Sturz von Libyens Diktator Muammar al-Gaddafi noch immer übel auf. Darum sind die Europäer peinlichst darum bemüht, alle politischen und diplomatischen Möglichkeiten bis zum Allerletzten auszuschöpfen und Gerüchte wie jenes über eine von der Nato geplante Flugverbotszone im Keim zu ersticken. „Derzeit versuchen wir jeden Verweis auf die von Ihnen genannte internationale Organisation zu vermeiden“, sagte der EU-Diplomat. „Noch ist Syrien nicht Libyen.“
    Quelle:
    http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/730765/Neue-EUSanktionen_Syrien-verfolgt-gezielt-Aerzte?_vl_backlink=/home/index.do
    Die "Brutkasten"-Story:
    Geschichte eines Propaganda-Märchens

    http://www.lausitzer-braunkohle.de/Texte/Propaganda-Maschine.pdf

    Liebe Grüsse
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  9. #39
    Luzifer
    Gast

    Re: Syrien - der nächste Krieg durch Lügen?

    Die "Brutkasten"-Story:
    Geschichte eines Propaganda-Märchens
    Und die Geschichte muss jetzt als "Beweis" dafür herhalten, dass alles gelogen ist. Das ist lächerlich.

    Aus den Emails, der von Anonymous gehackten Accounts geht hervor, wie hinter den Kulissen darübe beraten wird, was man zu welchem Thema sagt.

    Legt man die hier den gleichen Masstab wie bei der Geschichte oben an, heisst das, Assad lügt grundsätzlich.

  10. #40
    Gast

    Re: Syrien - der nächste Krieg durch Lügen?

    Assad ist für mich ein kategorischer Lügner. Es ist unfassbar, dass die internationale Staatengemeinschaft wegen dem Veto der beiden Schurkenstaaten Russland und China hilflos zusehen muss, wie dieser paranoide Irre in aller Ruhe mit seinem organisierten Militär metzeln, meucheln und morden kann.

    Während man in Libyen die Zeichen der Zeit gerade noch rechtzeitig - auch dort rollten die Panzer bereits auf Bengasi zu - erkannt hatte, lässt man Assad blindlings gewähren. Die Rebellen sind insgesamt zudem zu wenige organisiert und ausgerüstet, um Assads strammem Militärapparat dauerhaft Widerstand leisten zu können. Diktatoren und Massenmörder wie Assad benutzen gerne den Vorwand diplomatischer Ränkespiele und wirkungsloser Sanktionen - diese treffen nur erneut das ausgebeutete Volk -, um im Hintergrund ihre skrupellosen Militärschergen ihr mörderisches Handwerk verrichten zu lassen. Homs - eine Stadt die Assad nicht will und bildlich gesprochen das syrische Bengasi - wird derzeit bereits von gezielten Säuberungswellen und willkürlichen Massenexekutionen des verrückten Diktators überzogen.
    Assad wird am Ende nur eine Ruine hinterlassen und niemand wird die Schreie der Unterdrückten aus seinen Folterkellern hören.

    Während die Russen leere Worthülsen dreschen, um sich in dem Milliardenregime von Assad weiter lukrative Waffengeschäfte zu sichern,
    wird dort in aller Seelenruhe gesäubert und gereinigt. Assad kann seinen kleinen Holocaust vollziehen. Wenn dann erst einige Zehntausende weggemetzelt wurden und in Assads Geheimdienstzentralen verschwunden sind, wird irgendwann der Widerstand der Freiheitsliebenden gebrochen sein. Dann wird es ein wenig diplomatisches Tralala von den Russen geben und Assad wird sich geläutert zeigen - während seine Schergen klammheimlich munter weitermorden und Dissidenten foltern -: und die internationale Staatengemeinschaft muss tatenlos zusehen. Man kann sich nur noch an den Kopf fassen.

    Die VT-Szene ist wie immer auf beiden Augen blind. Man möchte fast meinen, man habe soviele Tomaten auf den Augen, dass man Assads bizzaren Bluttrail schon lange nicht mehr erkennen kann. Auf Politaia feiert man gar indirekt die Chinesen als die wahren Demokraten. Man könnte lachen, wenn es nicht so unendlich traurig und grottendumm wäre. Diese Leute würden sich wundern, wenn sie dort eine derartige Seite betreiben wollten und auch nur einen falschen Artikel über ihre "Demokraten" verfassen würden. In Arbeitslagern und nach einer kurzfristig anberaumten Exekution schreibt es sich nämlich schlecht.

    Man kann sich nur noch über das Ausmaß des hier auch noch stolz bzw. offen zur Schau getragenen Dünkels und der unfassbar "verschworenen" Ignoranz wundern und an den Kopf fassen.

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