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Thema: Der wahre Aufbau unseres Universums

  1. #31
    Luzifer
    Gast

    Re: Der wahre Aufbau unseres Universums

    Ich glaube auch, dass wir in einem Fraktal leben, denn es geht immer kleiner und kleiner und hat kein Ende mehr. (Klar, man sagt ja Quanten usw. wären das kleinste was es gibt, aber das kann ja auch wieder nicht wahr sein, denn wie setzen sich dann überhaupt Quanten zusammen?) Umgekehrt geht auch alles wieder größer und größer und das wissen wir ja bereits.
    Das ist noch nicht erwiesen. Es gibt sowohl die Planck-Zeit wie auch die Planck-Länge. Ob etwas noch kleiner sein kann, weiss niemand. Auf jeden Fall lässt sich so etwas physikalisch nicht beschreiben.

    Quanten bestehen per Definition nicht aus kleinereren Teilen. Sonst wären es ja keine Quanten.

    Es geht nicht alles grösser. Ein Planet kann keine unbegrenzte Masse besitzen, dann ist es kein Planet mehr. Ein Körper ohne inneren Strahlungsdruck - z. B. eine Sonne, in der keine Fusion mehr abläuft - kann höchstens eine Masse von ca. 3,2 Sonnenmassen besitzen, danach wird er zu einem Schwarzen Loch. Er verschwindet praktisch aus unserer Raumzeit und macht sich nur noch durch seine Gravitation bemerkbar. Wie es "in" einem Schwarzen Loch aussieht, lässt sich physikalisch nicht beschreiben.

    Diese dunkle Energie sorgt dafür, dass unser Universum immer größer wird und dann muss es auch einen Zeitpunkt geben an dem es sich wieder langsam zusammenzieht.
    Die postulierte "Dunkle Materie" lässt das Universum keineswegs grösser werden. Sie müsste die Expansion im Gegenteil sogar abbremsen. Dunkle Materie könnte als mögliche Erklärung für das Verhalten der Spiralarme in Galaxien oder den Zusammenhalt von Galaxienhaufen dienen.

    Dass wir in einem oszillierenden Universum leben, hält man heute für so gut wie unmöglich. Die Idee dabei war, dass sich das Universum seit dem Urknall ausdehnt, von der Gravitation abgebremst wird, und die Expansion irgendwann dadurch zum Stillstand kommt. Von da an zieht sich das Universum wieder zusammen, bis es sich in einem Punkt vereint und mit dem nächsten Urknall wieder expandiert.

    Nach den bisherigen Messungen ist dies jedoch nicht der Fall. Statt durch die Gravitation abgebremst zu werden, scheint die Expansionsgeschwindigkeit sogar zuzunehmen. Das könnte in der Zukunft dazu führen, dass die Expansionsgeschwindigkeit so hoch wird, dass sämtliche Körper dabei "zerrisssen" werden.

    "Die Wissenschaftler behaupten, dass aus dem Nichts plötzlich eine glibbrige Substanz(kenne ich aus einer Doku) die mehrere Milliarden Grad heiß ist, und das ganze Universum in sich trägt. (Ein Löffel davon währe mehrere Megatonne schwer) Diese Substanz ist dann aufeinmal SOFORT auf 0 Grad Celcius gesprungen und es gab eine heftige Explosion. (Der Urknall)"
    Das behaupten sie keineswegs. Erstens können wir du Zustände beim Urknall gar nicht beschreiben, sondern erst ab einer Zeit von 5,39106 · 10?44 s nach dem Urknall. Zweitens entstand die Zeit erst mit dem um Urknall, was ein "davor" ausschliesst.

    Menschen - in diesem Fall Du - haben es meist gern, wenn etwas nach festen Regeln zugeht. Nach gegenwärtigem Wissensstand wird das Univerum ewig weiter expandieren. Irgendwann werden alle Sonnen erloschen sein, sogar kalte feste Körper werden sich auflösen. Es wird nur noch Strahlung und Schwarze Löcher geben. Und nicht einmal Schwarze Löcher "leben" ewig. Nach unvorstellbar langer Zeit werden auch sie "verdampfen" und für Lichtblitze im ansonsten finsteren Universum sorgen.

    Das ist vielleicht kein besonders fröhlicher Ausblick, aber der Stand der Dinge.

  2. #32
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    Re: Der wahre Aufbau unseres Universums

    Die Theorie des Urknalls als Anfang alles seins ist schon ne ganze Weile zumindest in Frage gestellt, zuallererst genau deswegen weils eben so ne physikalisch unmögliche Materiedichte hätte sein müssen, die jeder Physik wiederspricht. Es gab daneben noch einige Widersprüche vor allem im Quantenbereich. Sogar Lesch hat irgendwo gesagt, dass ers eben nicht genau sagen kann da wir Menschen das Universum nur als Innenarchitekten beschreiben können, um es umfassend zu erklären, müsste man aber Architekt sein...

    Hier mal einen mathematiker, ders zumindest beweisen kann:

    http://www.sueddeutsche.de/wissen/kosmo ... g-1.387996

    Wer sich für die aktuellen Theorien interessiert sollte mal nach dem Wort: Quantenschleifen-Gravitation suchen... aber das ist echt Hardcore!

    PS: Ich weiß das alles nur, weil ich an meiner Seite nen Mann hab, der dazu freiwillig Unmengen an Büchern verschlingt und die auch versteht... Nicht nur das, er schaffts auch MIR das halbwegs vernünftig zu erklären ...

  3. #33
    Luzifer
    Gast

    Re: Der wahre Aufbau unseres Universums

    Die Theorie des Urknalls als Anfang alles seins ist schon ne ganze Weile zumindest in Frage gestellt, zuallererst genau deswegen weils eben so ne physikalisch unmögliche Materiedichte hätte sein müssen, die jeder Physik wiederspricht.
    Es gab schon immer Menschen, die gegenüber dem "Urknall" skeptisch eingestellt waren. Auch Einsten war der steady-state-theorie zugeneigt.

    Ausserdem muss man sich eines immer vor Augen führen - wir hier sprechen letztendlich in Vereinfachungen.

    Da wäre zunächst die genaue Begriffbestimmung. Die Berechnungen Bojowalds sind nicht neu und haben längst Einzug in die Urknalldebatte gefunden. Bojowald hat auch keinen Beweis geliefert, sondern grundlegene Berechnungen dazu angestellt. Es handelt sich also um eine Theorie. Genau wie die Theorie des Urknalls. Die möglicherweise nie eindeutig bewiesen werden kann.

    Daneben gibt es noch einen Haufen "Privatgelehrter", die mit mehr oder minder idiotischen "Argumenten" gegen den Urknall lamentieren.

    Die hohe Dichte, von der Du sprichst, war übrigens nie ein stichhaltiges Argument gegen den Urknall. Wenn weder Raum noch Zeit existieren, ist doch nur folgerichtig, dass unsere physikalischen Gesetzmässigkeiten in dem Fall nicht funktionieren.

    Natürlich ist Wissenschaft keine Mehrheitsentscheidung. Im Moment ist es jedenfalls so, dass die Urknallgegner in der Minderheit sind.

  4. #34
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    Re: Der wahre Aufbau unseres Universums

    Die Intention meiner "Gegenrede" hier wird hoffentlich deutlich. Ja, auch die Theorie des Urknalls ist lediglich eine Theorie. Eine die das Weltbild eine Weile lang weitestgehend geprägt hat. Sie ist und war immer umstritten sowohl durch glaubwürdige als auch durch unglaubwürdigere Entgegnungen. Aber es ist nicht so, dass sie eine unfehlbare Theorie wäre. Insofern ist auch das "Weiterdenken" ganz konsequent. Wir alle hier sind nicht damit gesegnet jemals die gesamte Komplexität des Ganzen zu erfassen. Wir unterliegen der Abstraktion in seiner negativen Struktur. Denoch ist die Frage nach dem BEGINN allen Seins die Größte Frage der Menschheit an sich und deswegen ist es JEDEM erlaubt auf seinem ihm möglichem Weg nach Antworten zu suchen. Auch hier gibt es nicht DIE Antwort. Sondern einige MÖGLICHE. Sowohl auf esoterischem als auf physikalischem astronomischem oder religiösem Gebiet. Erst wenn man verlangt, dass andere einer Theorie folgen mögen, sollte man sie dem jeweiligem Fachgebiet entsprechend "beweisen" können.
    Hier, in diesem Thread, geht es um die Fachbereiche Physik Mathematik und Astronomie, welche in der Lage wären schlüssig zu belegen wie es gewesen sein könnte... Noch haben alle 3 keine Antwort auf alle Fragen die entstehen, wenn man konsequent ist. Also sollte man auch hier nicht so tun, als wäre es DOCH so. Nein, der Urknall scheint auch nur ein Puzzlestück im Ganzen zu sein. Ein Teilaspekt evtl... Das Zementieren einer Theorie als "Tatsache" macht sie nicht zu solcher. Leider...

  5. #35
    Gast

    Re: Der wahre Aufbau unseres Universums

    Irrlehre Urknall


    Dr. Peter Plichta, Mathematiker und Universalgelehrte, im Gespräch mit Michael Vogt über die Irrungen der modernen Physik.

    Ist unsere physikalisches Weltbild überhaupt richtig ist oder sind wir in einer Sackgasse gelandet, aus eine Wende nicht mehr möglich ist? Das Dilemma für die gesamte Menschheit ist unser Unwissen, wer wir überhaupt sind, und warum dieser Planet uns Menschen hervorgebracht hat. Der Planet hat sich aus Sternentrümmern gebildet, in denen etwa 100 chemische Elemente des Perioden-systems vorhanden waren. Sonst stand nichts zur Verfügung. Wie sich hieraus vor dreieinhalb Milliarden Leben bilden konnte, ist vollkommen unbekannt. Und wie sich vor etwa 5 Millionen Jahren langsam die menschliche Anatomie entwickelte, kann man nur aus Knochenfunden schließen, aber auch warum der Mensch entstand, ist vollkommen unbekannt. Diese Frage aus einer Zufälligkeit von Mutationen im Sinne von Darwin zu deuten, ist blanke Hybris. Unser Gehirn ist neurochemisch so kompliziert, daß zur Konstruktion von Anfang an ein Bauplan existieren mußte.

    Wir müssen uns also endlich daran gewöhnen, daß der Geist von vorne rein in den chemischen Elementen steckte. Da alle Materie aber aus unteilbaren Atomen besteht, deren Hintergrund nichts anderes als Zahlengesetze sind, müssen wir uns damit vertraut machen, den Zahlen einen viel tieferen Sinn zuzusprechen, als sie zum messen und abzählen zu gebrauchen.

    Im Zeitalter des Internets ist die Jugend viel zu gerne bereit, sich von Artikeln und Animationen beeindrucken zu lassen. Die weltweite Unbildung in Chemie und Mathematik ist so durchschlagend verbreitet, daß sie uns hindert, Wende und Umkehr einzuschlagen. Der Kapitalismus braucht eine dumme Menschheit. Mit einer Urknalltheorie will man uns nur verdummen, denn Raum und Zeit kann von einem großen Knall nicht hervorgebracht werden. Peter Plichta hat dem Raum eine unendliche Struktur zugewiesen und der Zeit die Ewigkeit zugeordnet und sie damit als real existierend begrifflich gemacht. Es fehlte eben bis jetzt noch ein dritter ewiger Begleiter für Raum und Zeit, um den Kosmos aus Raum, Zeit und Zahlen aufgebaut zu begreifen.

    Das Problem dabei ist, daß Wissenschaftler und Philosophen halten daran fest, daß es die Zahlen an sich nicht gibt. Sie meinen, die Menschen hätten die Zahlen und die Geometrie erfunden.

    So wie das Erdöl schon seit einigen tausend Jahren bekannt war und nur als Brandbomben genutzt wurde, hat dieses schwarze Gold seinen Siegeszug erst angetreten, nachdem an Explosionsmotoren geforscht worden ist. Wie will denn das Wort «Siliziumwasserstoffe» als Benzin begriffen werden, wenn praktisch niemand weltweit weiß, was ein «Kohlenwasserstoff» ist. Treibstoff kann man an Tankstellen kaufen. Das reicht doch! Die Möglichkeit, den Luftstickstoff mit zu verbrennen, wird von unseren Forschern überhaupt nicht aufgegriffen, weil das nicht schon im Lehrbuch steht. Das ganze CO²-Problem würde doch hinfällig, wenn zu einem Treibstoff gewechselt würde, der gar nicht zu Kohlendioxyd verbrennen kann, sondern unter Laborbedingung nur zu Siliziumoxyden und in einem heißen Motor zu einem ungiftigen weißen Pulver, das man Siliziumnitrid nennt. Als Peter Plichta nachwies, daß dieses «Abfallprodukt» chemisch ein festes Edelgas ist, hätte die Welt aufhorchen müssen. Unsere Medien werden aber von Menschen geleitet, die nicht einmal wissen, daß unsere Lufthülle zu 78% aus Stickstoff besteht.

    Unsere Energiekonzerne stehen der Massenhysterie von CO²-Einsparungen vollkommen hilflos gegenüber. Sie machen einfach mit, um wenigstens an Investitionsgelder zu gelangen. So gesehen sind wir zwar jetzt bei einer Energiewende angelangt, aber eine wirkliche Umkehrung ist das nicht. Zu der gelangt die Menschheit erst, wenn das Bewußtsein dafür erwacht, daß hinter der Welt der Atome und chemischen Elemente ein zahlentheoretischer Bauplan steckt oder es gäbe keine Welt, sondern nur das Nichts. Erst wenn darüber zu diskutieren begonnen wird, wird die Menschheit erwachen. Dann hat auch die Wende zu neuen sozialen Strukturen eine Chance.

    Website:


    http://www.alpenparlament.tv/raetsel...rlehre-urknall
    Geändert von lamdacore (24.10.2012 um 16:34 Uhr)

  6. #36
    Luzifer
    Gast

    Re: Der wahre Aufbau unseres Universums

    Irrlehre Urknall ... Peter Plichta - Universalgelehrte - Michael Vogt.

    Mehr braucht man nicht zu lesen, um zu wissen, was kommt.

    Der Kapitalismus braucht eine dumme Menschheit.
    Und Plichta braucht dumme Menschen, damit jemand seine Bücher kauft.

    denn Raum und Zeit kann von einem großen Knall nicht hervorgebracht werden.
    Deutlicher kann man nicht demonstrieren, dass man nicht weiss, wovon man spricht.

    Da alle Materie aber aus unteilbaren Atomen besteht,
    Toll! Dann brauchen wir ja wenigstens keine Angst vor Atombomben zu haben.

  7. #37
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    Re: Der wahre Aufbau unseres Universums

    peter plichta....

    das ist der, der u.a. ein patent auf eine flugscheibe hat (20000Km/h??)

    ich habe den mal angeschrieben, was denn aus der forschung mit sialn als kraftstoff sowie das mit der flugscheibe auf sich hat. wieder erwarten bekam ich eine antwort..... och soll doch erst mal seine bücher über die primzahlen lesen, dann kann man darüber diskutieren.

    Geändert von lamdacore (19.10.2012 um 11:08 Uhr)
    um apollo 11 auf den mond zu bekommen, war eine rechnerleistung von DREI commodore 64 notwendig...
    um heute einen ticket zu lösen, ist EIN pentium-prozessor nicht ausreichend.


  8. #38
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    Re: Der wahre Aufbau unseres Universums

    Neue Theorie stellt Standardmodell der Kosmologie in Frage


    WMAP-Karte der Temperaturschwankungen in der Hintergrundstrahlung. | Copyright: NASA

    Memphis (USA) - Die Struktur, die das derzeitige kosmologische Standardmodell als "kosmische Mikrowellenhintergrundstrahlung" bezeichnet, gilt als "Echo des Urknall" und damit als einer der Hauptbelege für die Urknalltheorie. Entsprechend soll es sich bei dieser Struktur (s. Abb. o.) um eine das ganze Universum erfüllende isotrope Strahlung im Mikrowellenbereich handeln, die kurz nach dem Urknall entstanden ist. Ein US-Wissenschaftler hat nun eine gänzlich unorthodoxe Erklärung für die den ganzen Himmel durchziehende Struktur geliefert und würde damit das derzeitige moderne Standardmodell der Kosmologie auf den Kopf stellen.

    Wie Gerrit Verschuur von der University of Memphis auf dem Jahrestreffen der "American Astronomical Society" (AAS) in Anchorage darlegte, hält er die Struktur nicht für das Echo des Urknalls sondern für einen Abbild unserer direkten lokalen interstellaren Nachbarschaft. Demnach würde die Struktur der kosmischen Hintergrundstrahlung nicht das Universum, wie es etwa 380.000 Jahre nach dem Urknall ausgesehen hatte, abbilden sondern die Art und Weise wie vergleichsweise nahe kalte Wasserstoffwolken vor wenigen hundert Jahren angeordnet waren.

    Wie "DiscoveryNews.com" berichtet, stößt Verschuurs Theorie in der naturwissenschaftlichen Gemeinde erwartungsgemäß auf derartiges Unverständnis und Widerstand, dass seine Arbeiten dazu, die der Wissenschaftler bereits seit mehren Jahren publiziert, größtenteils ignoriert werden.

    Tatsächlich zeigen die Radioemissionskarten, die der Wissenschaftler seit Jahren von unserer direkten interstellaren Nachbarschaft bis in eine Entfernung von nur wenigen hundert Lichtjahre erstellt hat, bemerkenswerte Übereinstimmungen mit der Struktur der kosmischen Hintergrundstrahlung, die andere Wissenschaftler 13,7 Milliarden Lichtjahre entfernt wähnen.

    Während Verschuur die Leistung des NASA-Mikrowellen-Weltraumteleskops WMAP (Wilkinson Microwave Anisotropy Probe) beim Abbilden der Temperaturschwankungen in der Hintergrundstrahlung von 2001-2010 durchaus anerkennt, unterstellt er jedoch, dass das wissenschaftliche Team der Mission beim Auswerten der Daten die Vordergrundstrahlung nicht abgezogen habe und die WMAP-Daten dadurch kontaminiert seien. Zugleich stellte er fest, dass seine Karten des kalten Wasserstoffs im nahen interstellaren Raum mit Falschfarbenmuster der WMAP-Karten der kosmischen Hintergrundstrahlung übereinstimmen und veröffentlichte zwischen 2007 und 2010 mehr als hundert auf den beiden Karten übereinstimmende Punkte (s. f. Abb.).



    Übereinstimmungen von Peaks auf Verschuurs Karten der Radioemissionen Wasserstoffwolken im nahen interstellaren Raum (Linien) mit denen der Kartierung der kosmischen Hintergrundstrahlung des WMAP-Satelliten (Farben). | Copyright: Gerrit Verschuur / NASA

    Auch er selbst, so der Forscher, hätte wohl diese Übereinstimmung als Zufall abgetan, hätte er nicht ebenfalls entdeckt, dass kleine interstellare Wasserstoffwolken miteinander kollidieren und dadurch Elektronen dazu drängen hochfrequente Radiostrahlung abzugeben. Als dann auch diese buchstäblich vordergründigen Strahlungsquellen mit dem Muster der WMAP-Karten übereinstimmten, war Verschuur sich sicher, auf etwas Unglaubliches gestoßen zu sein.

    Offenbar, so vermutet der Wissenschaftler, habe das WMAP-Team von der Verteilung dieser Phänomene noch nichts geahnt und sie deshalb auch nicht versucht, aus den Daten herauszurechnen. Zudem vermutet Verschuur, dass auf diese Weise noch zahlreiche andere elektromagnetische Verunreinigungen nicht erkannt und dadurch Teil der WMAP-Karten wurden.

    Sollte Verschuur Recht haben, so kommentieren die "DiscoveryNews", würde dies das kosmologische Standardmodell grundlegend erschüttern und belegen dass zumindest einige der Strukturen, wie sie auf den WMAP-Karten als Urknall-Echo abgebildet werden, als solche gar nicht existieren.

    Kritiker von Verschuurs Theorie erklären die herausgearbeiteten Übereinstimmungen der WMAP-Karten mit Verschuurs Radioemissionskarten der Wasserstoffwolken im nahen interstellaren Raum als "bloßen Zufall". Es sei nicht das erste Mal, "dass Forscher in zufälligen Fluktuationen der kosmischen Hintergrundstrahlung ein Muster zu erkennen glaubten, nur um später eines Besseren belehrt zu werden", kommentieren die Astrophysiker Kate Land und Anze Slosar, die 2007 eine Analyse von Verschuurs Daten im Fachmagazin "The Astrophysical Journal" veröffentlicht hatten und diese darin als rein zufällige Übereinstimmungen bezeichnen.

    Derzeit ist das europäische Weltraumteleskop "Planck" damit beschäftigt, ein noch detaillierteres Bild der kosmischen Hintergrundstrahlung zu erstellen, das die Daten früherer Missionen wie WMAP und COBE bei Weitem übertreffen soll. Nicht zuletzt Verschuur erhofft sich von diesen Ergebnissen endgültige Klarheit über die Wertigkeit seiner Theorie. Sollten - wie dies Verschuurs Kritiker erwarten - die Daten von WMAP und Planck übereinstimmen, so würde dies nahe legen, dass Verschuur seine eigenen Radioemissionsdaten überinterpretiert hätte...
    http://grenzwissenschaft-aktuell.blo...odell-der.html

    LG Angeni
    Geändert von lamdacore (19.09.2012 um 16:50 Uhr)
    Sonnige Grüsse
    Angeni



    Die Wissenschaft hat die Ganzheit getrennt und je detaillierter man das Atom in seinem
    Kern erforscht hat, desto weiter sind wir von uns selber weg gekommen
    - Angeni

  9. #39
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    Re: Der wahre Aufbau unseres Universums

    Auf der Suche nach dem Urgas
    Astronomen erforschen die kosmologischen Filamente


    Netzwerk mit kosmologischen Filamenten (rot) in einer Computersimulation.

    Sterne und andere Himmelskörper enthalten nur einen verschwindend geringen Teil der normalen Materie. Der ganze Rest verbirgt sich in riesigen, kaum sichtbaren Gasfäden, die das ganze Universum durchziehen. Doch genau diese kosmologischen Filamente geben Astronomen heute einige Rätsel auf.

    Obwohl sie gewaltig groß sind und den gesamten Kosmos durchziehen, sind die ausgedehnten Gasfäden der kosmologischen Filamente schwer zu erforschen. Denn sie verraten ihre Gegenwart oft nur durch charakteristische Linien im Spektrum des von fernen Leuchtquellen eingefangenen Lichts. Astronomen können dadurch nur schwer ermitteln, wie viel Materie sich heute noch in diesen Filamenten verbirgt und wie sie verteilt ist. Und einige dieser verräterischen Linien schienen zunächst sogar anzudeuten, dass große Mengen Wasserstoff aus diesen Gasfäden einfach verschwunden sind. Was es damit auf sich hat, haben Astrophysiker vom Institut für Physik und Astronomie der Universität Potsdam näher erforscht.

    Inhalt:
    Am Anfang war der Wasserstoff

    Am Anfang war der Wasserstoff
    Gasfilamente als erste Strukturen des Kosmos
    Woraus besteht das Universum? Diese fundamentale Frage hat Astronomen seit jeher beschäftigt und beschäftigt sie noch heute. In den letzten beiden Jahrzehnten sind Wissenschaftler der Beantwortung dieser Frage aber ein großes Stück nähergekommen. So wissen wir heute mit großer Sicherheit, dass das Universum sich immer schneller ausdehnt – für die Vermessung dieser beschleunigten Expansion gab es 2011 den Nobelpreis für Physik.

    Und es wird immer deutlicher, dass die Geschwindigkeit dieser Ausdehnung des Kosmos vor allem durch Energie- und Materiekomponenten bestimmt wird, deren Natur im wahrsten Sinne des Wortes im Dunkeln liegt. Aus gutem Grund wird – nicht nur in wissenschaftlichen Zusammenhängen – von Dunkler Energie und Dunkler Materie gesprochen.


    Normale Materie konzentriert sich beispielsweise hier in der Andromeda-Galaxie

    Herkömmliche Materie, im Fachjargon baryonische Materie genannt, ist besteht aus Atomen und Molekülen und ist für uns direkt messbar. Sie macht aber nicht mehr als vier bis fünf Prozent des kosmischen Materie-Reservoirs aus. Ihr Einfluss auf die Expansionsdynamik des Universums ist damit faktisch ohne Bedeutung. Für Astronomen ist die "normale" Materie dennoch entscheidend wichtig. Denn schließlich sind es die Baryonen, die wir in Form von Planeten, Sternen und Galaxien am Nachthimmel beobachten können und die uns Aufschluss über die Eigenschaften des Kosmos geben.

    Schwerkraft formte Filamente
    Die ersten leichten Elemente - Wasserstoff und Helium - bildeten sich nach heutigem Wissensstand kurz nach dem Urknall. Durch Kombination mit den Elektronen entstand ein neutrales Gasgemisch. Etwa 200 Millionen Jahre nach dem Urknall entwickelten sich aus diesem „Urgas“ durch Schwerkraft-Instabilitäten die ersten Sterne im Universum. Nach ihrem Licht halten die Astronomen heutzutage mit den modernsten Teleskopen Ausschau. Während das Gas sich durch die Gravitationskraft in immer dichtere filamentartige Strukturen, die kosmologischen Filamente, zusammenzog, bildeten sich die ersten größeren Galaxien. Sie reicherten das umgebende intergalaktische Gas mit den in den Sternen erzeugten schweren Elementen an.

    Galaxien geben jedoch nicht nur schwere Elemente in das umgebende Gas ab, sondern auch Energie in Form von galaktischen Winden. Dadurch wird das Gas aufgeheizt. Solche Winde entstehen, wenn Supernova- Explosionen massiver Sterne geballte Energie freisetzen und die umgebende gasförmige Materie aus den Galaxien treiben.


    Linien in Hülle und Fülle

    Linien in Hülle und Fülle
    Kosmisches Gas und der Lyman-Alpha-Wald

    Astronomen können das nahezu unsichtbare intergalaktische Gas in den kosmologischen Filamenten mit einem Trick dennoch beobachten. Denn der darin enthaltene Anteil an neutralem Wasserstoff absorbiert das Licht von dahinterliegenden hellen Objekten, beispielsweise von Quasaren. Zerlegt man das Licht dieser Quasare in seine spektralen Bestandteile, zeigen sich bestimmte Absorptionslinien in der sogenannten Lyman-Alpha-Linie des Spektrums. Sie stammen von den intergalaktischen Gas-Strukturen.


    Intergalaktisches Gas in Filamenten erzeugt einen „Wald“ aus Absorptionslinien im optischen Spektrum eines weit entfernten Quasars.

    Linien im Spektrum verraten Gasfilamente

    Anders gesagt: Da jedes dieser Filamente sich zusammen mit dem restlichen Kosmos ausdehnt, besitzt es je nach Entfernung zu uns eine eigene Rotverschiebung und Position im Spektrum. Die Absorptionssignaturen dieser Gas-Filamente erscheinen uns daher als ein ganzer „Wald“ von Absorptionslinien im Spektrum des Hintergrundobjekts. Astronomen haben diesen intergalaktischen „Lyman- Alpha-Wald“ zum ersten Mal in den 1960er-Jahren beobachtet. Aus der Häufigkeit der Linien im Spektrum und deren Stärke können sie abschätzen, wie viel gasförmige Materie sich in den kosmologischen Filamenten insgesamt befindet.

    Spektren von sehr weit entfernten Quasaren zeigen, dass sich im frühen Universum - und damit bei hohen Rotverschiebungen - mehr als 95 Prozent der "normalen" Materie in Form von Gas in den kosmologischen Filamenten befand. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich im Universum also erst wenig Sterne und Galaxien aus dem Gas gebildet. Im heutigen Universum - also in unserer komischen Nachbarschaft - hat sich der Anteil der baryonischen Materie im Lyman-Alpha-Wald hingegen auf etwa ein Drittel reduziert. Seltsamerweise wurde aber diese gegenüber der Frühzeit des Universums scheinbar fehlende Masse nicht in eine entsprechende Menge von Sterne und Galaxien umgewandelt.

    Diese verblüffende Beobachtung führt zu einer einfachen Nachfrage: Wo sind die Baryonen aus dem Gas geblieben?


    Das Rätsel der fehlenden Linien

    Das Rätsel der fehlenden Linien
    Täuscht aufgeheiztes Gas die fehlende Materie nur vor?

    Warum zeigen Spektren von jungen Gasfilamenten so viel weniger typische Lyman-Alpha-Linien als diejenigen aus der kosmischen Frühzeit? Die Linien entstehen durch die Absorption des Lichts ferner Quasare durch normale Materie - im Fall der Gasfilamente vor allem neutralem Wasserstoff. Fehlen die Linien, bedeutet dies theoretisch, dass die Filamente heute auch weniger Wasserstoffgas enthalten. Wo aber ist diese Materie inzwischen hin?


    Rekonstruierte Verteilung der Gasfilamente im frühen Universum

    Heißes Gas schluckt Linien

    Auf die plausibelste Erklärung kamen Astronomen schon Ende der 1990er-Jahre mit Hilfe von kosmologischen Computersimulationen. In diesen hatten sie die Verteilung und die physikalischen Eigenschaften des intergalaktischen Mediums modelliert. Sie vermuteten, dass sich ein Teil des Gases infolge der fortschreitenden Strukturentwicklung aufheizte. Dadurch war mit wachsendem Alter des Universums immer weniger neutraler Wasserstoff in den Gasfilamenten enthalten. Denn durch die Aufheizung des Gases wird der Wasserstoff fast vollständig ionisiert. Das heißt: Fast alle Wasserstoffatome verlieren das einzige in ihnen gebundene Elektron.

    Dies wiederum bedeutet, dass im Gas keine Elektronenbewegungen stattfinden können, die die Linien im Spektrum erzeugen. Die ionisierten Wasserstoffatome werden dadurch bei den geringen Teilchendichten im intergalaktischen Gas unsichtbar, das Gas wird fast zu 100 Prozent transparent. Demnach ist es also nicht das Gas, was verschwindet, sondern der neutrale Anteil des Gases, der das Licht absorbiert.

    Woher erhält das Gas aber die Energie, um so heiß zu werden? Die zur Aufheizung und Ionisation des Wasserstoffs benötigte Energie stammt zumindest teilweise aus Schwerkraft-Wechselwirkungen im Gas selbst: Wenn sich das Gas in den kosmologischen Filamenten im Laufe der Zeit immer weiter zusammenballt, wird sogenannte gravitative Bindungsenergie frei. Sie sorgt dafür, dass die Filamente in eine neue sogenannte „warm-heiße“ intergalaktische Gasphase eintreten. Diese haben Astronomen zwar in Simulationen bereits modelliert, direkt nachweisen lässt sie sich aber bisher nicht so leicht.


    Hilft heißer Sauerstoff weiter?

    Hilft heißer Sauerstoff weiter?
    Das Geheimnis der OVI-Linien

    Philipp Richter vom Institut für Physik und Astronomie der Universität Potsdam und seine Kollegen haben im Rahmen eines DFG geförderten Projekts nun genauer untersucht, warum sich das Gas in den kosmologischen Filamenten aufheizt. Mithilfe der neuesten Generation kosmologischer Computersimulationen analysierten sie im Detail, welche physikalischen Bedingungen im warm-heißen intergalaktischen Medium vorherrschen. Und auch, in welcher Verbindung dieses Gas zu den umgebenden Galaxien steht. Die Ergebnisse aus den Simulationen verglichen die Forscher dann mit spektralen Beobachtungsdaten des Hubble-Weltraumteleskops.


    Heißes Gas verbindet die Galaxienhaufen Abell 222 und 223


    Frühere Studien hatten ergeben, dass das warm-heiße intergalaktische Gas auch Spuren von Ionen schwererer Elemente als Wasserstoff und Helium enthalten sollte. Diese Ionen wiederum müssten charakteristische Linien im Spektrum des UV-Lichts erzeugen, das von fernen Quasaren aus durch die Filamente strahlt. An diesen Spektrallinien kann man dann theoretisch auch ohne die Lyman-Alpha-Linien des Wasserstoffs ablesen, wie die Materie im aufgeheizten Filament verteilt ist. Insbesondere das Linien-Dublett des fünffach ionisierten Sauerstoffs (OVI) galt dabei als aussichtsreichster Kandidat zum Nachweis der warm-heißen intergalaktischen Gaskomponente.

    Tatsächlich spürten die Wissenschaftler diese OVI-Absorptionslinien zahlreich in den Spektren von Quasaren auf. Doch ihre Interpretation in physikalischer Hinsicht erweist sich als schwierig, wie sie berichten. Das liegt vor allem daran, dass die Ionisationsenergie, die zur Bildung von fünffach ionisiertem Sauerstoff nötig ist, auch durch andere Prozesse, zum Beispiel durch hochenergetische Strahlung, bereitgestellt wird. Was können wir also aus den OVI-Absorptionslinien tatsächlich lernen?


    Verfälschung durch galaktische Winde


    Verfälschung durch galaktische Winde
    Die Suche nach geeigneten Messmethoden geht weiter

    Um die Aussagekraft der OVI-Absorptionslinien zu klären, nutzten Richter und seine Kollegen kosmologische Simulationen von Joop Schaye und seinem Team im niederländischen Leiden. An diesen Modellen konnten die Forscher im Detail untersuchen, welche Art von Absorptionslinien das warm-heiße intergalaktische Gas tatsächlich hinterlassen müsste - und welche Rolle die OVI-Linien dabei spielen.


    Thorsten Tepper-Garcia bei der Datenanalyse am Computer.
    Unter der Leitung von Thorsten Tepper-García berechneten die Forscher am Potsdamer Institut dazu synthetische Absorptionsspektren und untersuchten sie statistisch. Wichtigstes Ergebnis dieser Tests: Das Linien-Dublett des fünffach ionisierten Sauerstoffs ist kein guter Indikator für die Anzahl und die Verteilung der Materie im warm-heißen intergalaktischen Gas der Filamente. Stattdessen weisen sie aufgeheiztes Gas nach, das durch galaktische Winde chemisch angereichert wurde.

    Galaxieneinfluss beeinflusst Linienspektrum

    So zeigt die Studie, dass die schweren Elemente sehr inhomogen im intergalaktischen Medium verteilt sind. Heißes, chemisch angereichertes Gas, das sich mithilfe von OVI-Absorption beobachten lässt, befindet sich vorzugsweise in der unmittelbaren Umgebung von Galaxien. Der überwiegende Anteil der restlichen baryonischen Materie - beispielsweise in Form von ionisiertem Wasserstoff - liegt dort aber nicht. Er bleibt bei größeren Abständen zu den Galaxien und enthält einen deutlich niedrigeren Anteil an schweren Elementen. Dort ist der Gehalt an Sauerstoff aber zu niedrig und das Gas im Mittel zu heiß, um messbare OVI-Absorption hervorzurufen.


    Das Weltraumteleskop Hubble kann ebenfalls Spektren einfangen

    Ein Vergleich ergab, dass die aus den Simulationen erzeugten Spektren hervorragend mit den von Hubble beobachteten Spektren übereinstimmen. Daraus schließen die Forscher, dass die Simulationen die tatsächlichen Bedingungen im intergalaktischen Gas realistisch abbilden. Das aber bedeutet: Der überwiegende Anteil des warm-heißen intergalaktischen Gases kann mit heutigen Beobachtungsinstrumenten nicht nachgewiesen werden. Denn die Lyman-Alpha-Linien verschwinden durch das Aufheizen des Gases und die OVI-Linien sind durch galaktische Einflüsse verfälscht.

    Dieses Resultat scheint zunächst ernüchternd, doch bringt es Klarheit für die Interpretation von neuen Absorptionsspektren. Diese werden derzeit mit dem neuen UV-Spektrografen COS am Hubble- Weltraumteleskop gewonnen. Überdies ergibt sich aus dieser Einsicht eine Vielzahl von weiterführenden Erkenntnissen, die die Zirkulationsprozesse von chemisch angereichertem Gas im Umfeld von Galaxien betreffen. Das Verständnis für die diffuse intergalaktische Gaskomponente im Universum wird davon profitieren. Und die Suche nach besseren Indizien für die Materieverteilung in den kosmologischen Gasfilamenten muss nun eben weitergehen
    .



    http://scinexx.de/dossier-592-1.html
    LG Angeni
    Sonnige Grüsse
    Angeni



    Die Wissenschaft hat die Ganzheit getrennt und je detaillierter man das Atom in seinem
    Kern erforscht hat, desto weiter sind wir von uns selber weg gekommen
    - Angeni

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    Neue Theorie: Urfrost statt Urknall

    Statt der Vorstellung eines unvorstellbar energiereichen Urknalls, sollte man sich die Entstehung des Universums vielmehr als ein Vorgang vorstellen, der mit einfrierendem Wasser zu vergleichen ist. So zumindest eine neue Theorie, die australische Wissenschaftler nun erstmals vorgestellt haben. Zugleich erklären die Forscher, wie sich ihre Behauptung sogar überprüfen ließe.

    Wie das Team um James Quach von der University of Melbourne aktuell im Fachmagazin "Physical Review D "erläutert, folgt die Theorie der bereits in der Antike gestellten Frage, ob die Materie aus einer einheitlichen Substanz oder aus individuellen Atomen besteht. "Durch starke Mikroskope wissen wir, dass Materie aus Atomen besteht", so Quach. "Tausende Jahre später, nahm Albert Einstein an, dass Raum und Zeit konstant und nahtlos verlaufen. Heute glauben wir, dass diese Annahme in sehr kleinen Maßstäben nicht korrekt ist."

    Eine neue Theorie, so erläutern die Forscher weiter, die als "Quantum Graphity" bezeichnet wird, schlägt demnach vor, dass auch der Raum selbst aus Atom-ähnlichen kleinsten und deshalb unsichtbaren Bausteinen besteht. Diese Teilchen könne man sich wie die Bildpunkte (Pixel) vorstellen, aus denen ein digitales Bild, etwa auf einem Computerbildschirm, besteht. Die Herausforderung gegenüber dieser Theorie sei der Umstand, dass diese kleinsten Bestandteile des Raums derart klein sind, dass sie selbst direkt nicht abgebildet bzw. gesehen werden können.

    Quach und Kollegen glauben nun jedoch, dass sie einen Weg gefunden haben, diese Teilchen - so vorhanden - indirekt sichtbar zu machen: "Stellen sie sich das Universum wie eine Flüssigkeit vor", so der Wissenschaftler. "Wenn diese Flüssigkeit nun abkühlt und gefriert, kristallisiert sie in die drei räumliche Dimensionen und eine zeitliche Dimension."

    "Um nun bei diesem Bild zu bleiben, wäre bei diesem Gefriervorgang zu erwarten, dass in der gefrierenden Flüssigkeit - ganz so wie in Wasser, das zu Eis wird - Risse entstehen." Und entsprechende "Risse", so Professor Andrew Greentree von der RMIT University, könnten sichtbar werden: "Licht und andere Partikel sollten von diesen Defekten reflektiert oder abgelenkt werden. Rein theoretisch sollten sich diese Defekte dann auch dadurch finden lassen."

    Das Team hat einige dieser Effekte errechnet und vorhergesagt. Sollten diese Effekte experimentell bestätigt werden können, "so könnte die Frage, ob der Raum gleichmäßig geformt oder aus kleinsten unteilbaren Teilchen besteht, ein für allemal geklärt werden", hoffen die Forscher.

    Quelle: http://grenzwissenschaft-aktuell.blo...t-urknall.html
    Liebe Grüße
    Bill Gates ist 100% Eugeniker!
    Leute! Denkt immer an: "Teile und herrsche", und fragt Euch wer der "Dritte" ist! Cui bono?
    1 + 1 = 2 (universell und ewig)
    Love, peace and freedom!

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