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Thema: Der wahre Aufbau unseres Universums

  1. #71
    Susi
    Gast

    So schnell dehnt sich das Universum aus

    Sternenforscher haben eine der fundamentalen Konstanten im Universum so genau bestimmt wie nie, nämlich die Hubble-Konstante. Sie gibt die Ausdehnungsrate des Universums an. Daraus lassen sich wichtige Folgerungen für andere grundsätzliche Dinge ableiten, etwa die Dunkle Energie.


    Das Universum dehnt sich aus. Mit Hilfe von Cepheiden können Kosmologen die Distanz des Sterns zur Erde messen.


    Seit dem Jahr 1929 wissen die Astronomen, dass sich das Universum ausdehnt. Damals bemerkte der US-Astronom Edwin Hubble, dass sich andere Galaxien von unserer Milchstraße entfernen – und zwar umso schneller, je weiter sie entfernt sind. Bald hatten die Himmelsforscher die Ursache dieser so genannten Nebelflucht erkannt: Sie resultierte aus dem Urknall, der sich vor ungefähr 13,7 Milliarden Jahren ereignete. In diesem Punkt Null der Schöpfung war alle Materie in einem winzigen Raumpunkt konzentriert und flog infolge der Urexplosion in alle Richtungen auseinander.

    Offen blieb aber, mit welcher Rate sich das All seither ausdehnt. Zu Ehren des Entdeckers der Nebelflucht wird diese Rate „Hubble-Konstante“ genannt. Zwar gab es bald Schätzungen, doch sie waren sehr ungenau. Vor einigen Jahren konnten Astronomen anhand von Daten des Hubble-Weltraumteleskops einen genaueren Wert für die Konstante nennen.

    Jetzt aber gelang einer Forschergruppe um die Astronomin Wendy Freedman von der Carnegie Institution for Science im kalifornischen Pasadena die bislang präziseste Messung der Hubble-Konstanten. Demnach beträgt ihr Wert 74,3 plus/minus 2,1 Kilometer pro Sekunde und Megaparsec. Ein Parsec (für „Parallaxensekunde“) ist ein astronomisches Entfernungsmaß. Es entspricht 3,26 Lichtjahren, ein Megaparsec umspannt folglich 3,26 Millionen Lichtjahre. Mit jedem Megaparsec Abstand von der Milchstraße nimmt die Fluchtgeschwindigkeit ferner Galaxien also um diesen Wert zu. Das bedeutet auch, dass sich der Weltraum über eine Strecke von einem Megaparsec pro Sekunde um 74,3 Kilometer vergrößert.


    Unsicherheit früherer Messungen reduziert

    Freedmans Wert reduziert die Unsicherheit der früheren Messungen um den Faktor drei. Nun liegt sie bei drei Prozent, was für astronomische Daten als Präzisionswert gelten kann. „Noch vor einem Jahrzehnt war es unmöglich, die Wörter ,Präzision´ und ,Kosmologie` in einem Satz zu verwenden, und hinsichtlich Ausdehnung und Alter des Universums lag die Unsicherheit bei einem Faktor zwei“, sagt Freedman. „Jetzt reden wir über Genauigkeiten von wenigen Prozent. Das ist ein großer Sprung nach vorn.“

    Die Forscher hatten mit dem Spitzer-Weltraumteleskop der US-Raumfahrtbehörde Nasa zehn so genannte Cepheiden in der Milchstraße und 80 weitere in einer ihrer Begleitgalaxien – der Großen Magellanschen Wolke – beobachtet. Cepheiden bilden eine besondere Klasse veränderlicher Sterne. Den ersten davon entdeckte die US-Astronomin Henrietta Leavitt 1908 im Sternbild Cepheus.


    Cepheiden helfen bei Entfernungsmessungen


    Für die Himmelsforscher sind sie wichtig, weil ihre Pulsationsrate in direkter Relation zu ihrer absoluten Helligkeit steht. Dadurch lässt sich ihre Entfernung von der Erde sehr genau bestimmen. Freedman und ihre Kollegen vergleichen dies mit einer Person, die eine Kerze in der Hand hält und sich damit von einem Beobachter entfernt. Mit zunehmender Distanz leuchtet die Kerze für diesen schwächer, obwohl sie am Ort des Kerzenträgers ihre volle Leuchtkraft beibehält. Aus dem Verhältnis von scheinbarer zu absoluter Helligkeit lässt sich somit die Entfernung zu dem Leuchtkörper errechnen.

    Auf die gleiche Weise dienen Cepheiden den Kosmologen als „Standardkerzen“ für Entfernungsmessungen. Sie ermitteln, wie hell ein solcher Stern am Himmel erscheint, und vergleichen den Wert mit der bekannten absoluten Helligkeit der Cepheiden, mit der sie in Erdnähe leuchten würden. Daraus ergibt sich die Distanz des Sterns und zugleich auch die seiner Heimatgalaxie.
    Quellen:
    http://www.google.de/imgres?
    http://www.focus.de/wissen/weltraum/...id_835204.html

    LG
    Geändert von Susi (21.10.2012 um 15:48 Uhr)

  2. #72
    Redakteur Avatar von Angeni
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    NASA | Computer Model Shows a Disk Galaxy's Life History

    NASA | Computer Model Shows a Disk Galaxy's Life History



    Google übersetzt:
    Dies kosmologische Simulation verfolgt die Entwicklung einer einzelnen Festplatte Galaxie über etwa 13,5 Milliarden Jahren, aus der Zeit kurz nach dem Urknall bis in die Gegenwart. Farben zeigen alte Sterne (rot), junge Sterne (weiß und hell blau) und die Verteilung der Dichte des Gases (hellblau); die Aussicht ist 300.000 Lichtjahre. Die Simulation lief auf dem Pleiades Supercomputer am NASA Ames Research Center in Moffett Field, Kalifornien, und benötigt ca. 1 Million CPU-Stunden. Es wird davon ausgegangen ein Universum von Dunkler Energie und Dunkler Materie dominiert.

    LG Angeni

  3. #73
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    von Andreas Müller, 28. Mai 2008, 00:10

    Diese provokative Behauptung soll zum Nachdenken anregen. Gibt es klassische Schwarze Löcher, die Lösungen der Einsteinschen Feldgleichungen der Allgemeinen Relativitätstheorie sind, tatsächlich in der Natur? Tausende Doktorarbeiten wurden über "Black Holes" geschrieben (u.a. meine eigene) - ist das alles Makulatur? Nachdem es in den letzten Jahren bahnbrechende Erfolge in der Erforschung Schwarzer Löcher gab; nachdem ich mich seit zehn Jahren intensiv mit der Forschung auf dem Gebiet Schwarzer Löcher beschäftigt habe, bleibt eine gute Portion Skepsis, ob die klassischen Schwarzen Löcher der Relativitätstheorie (einer immerhin unquantisierten Gravitationstheorie) in der Natur existieren. Ich möchte in diesem Beitrag kurz vorstellen, weshalb Skepsis gerechtfertigt ist.

    Einsteins Feldgleichungen

    Die Feldgleichungen der Allgemeinen Relativitätstheorie (ART) lauten vereinfacht G = T, wobei G der Einstein-Tensor und T der Energie-Impuls-Tensor sind. Diese Gleichung bedeutet, dass Masse und Energie (rechte Seite) die Raumzeit krümmen (linke Seite). Gravitation ist nach Einstein nichts anderes als eine geometrische Krümmung der Raumzeit. Körper fallen im Schwerefeld, weil sie der Raumkrümmung folgen müssen und zwar entlang von Geodäten. Die Feldgleichung ist nur scheinbar einfach; tatsächlich handelt es sich in voller Schönheit ausgeschrieben um einen Satz von zehn partiellen, nicht-linearen, gekoppelten Differentialgleichungen. Mathematiker können für solch ein Ungetüm keine geschlossen vollständige Lösung hinschreiben (das unterscheidet sie von gewöhnlichen Differentialgleichungen). Es bleibt den Relativisten nichts anderes übrig, als Speziallösungen zu entdecken. Diese Speziallösungen sind gekrümmte Raumzeiten, in denen die Gravitation eine spezielle Gestalt und u.U. spezielle Symmetrien annimmt.

    Das klassische Loch

    Ein klassisches Schwarzes Loch ist gerade eine spezielle Form einer Raumzeit, die die obige Einsteinsche Feldgleichung löst. Die wesentlichen Schwarze Löcher in der Astrophysik werden durch die Schwarzschild-Lösung (statisch und kugelsymmetrisch) und die Kerr-Lösung (rotierend und achsensymmetrisch) beschrieben. Es handelt sich dabei sogar um Lösungen der vereinfachten Feldgleichung G = 0, der so genannten Vakuumfeldgleichung. Hier verschwindet der Energie-Impuls-Tensor T auf der rechten Seite, weil es keine Quellen der Gravitation geben soll. T = 0 bedeutet in Worten, dass es ein (relativistisches) Vakuum gibt. Das muss in der ganzen Raumzeit gelten! Physiker sagen, dass es eine globale Eigenschaft sei.

    Das Schwarzschild-Loch ist nichts anderes als eine Punktmasse mit nur einer einzigen Eigenschaft: der Masse M. Das Kerr-Loch ist ein Ringstrom, aber dennoch punktförmig und hat zwei Eigenschaften: Masse M und Drehimpuls J. Drehimpuls besagt gerade, dass das Loch rotiert.
    Untersucht man nun die Eigenschaften der klassischen Löcher à la Schwarzschild und Kerr, so findet man zwei Strukturen, die beiden gemein ist: Sie haben (mindestens) einen Ereignishorizont und eine Krümmungssingularität im Zentrum. Der Ereignishorizont markiert eine kugelförmige Zone um das Loch, ab der es kein Entrinnen mehr gibt und Körper in das Loch hineinfallen müssen. Die Krümmungssingularität zeichnet sich dadurch aus, dass hier die Krümmung der Raumzeit unendlich wird. Dies folgt aus der Diskussion von mathematischen Krümmungsgrößen in der Einsteinschen Theorie, die Krümmungsinvarianten (Riemannsche Invarianten und Weylsche Invarianten) genannt werden.


    Bedeutung des Vakuums

    Mir kommt es hier besonders auf folgenden Umstand an: Schwarzschild- und Kerr-Raumzeit sind Vakuumraumzeiten, d.h. es gilt global T = 0. Wesentlich ist das Attribut global, das uns sagt, dass selbst in der Singularität gilt: G = 0 und T = 0. In der zentralen Singularität herrscht ebenso Vakuum, genauso wie überall in der Raumzeit. Global.
    Wie passt nun die unendliche Krümmung in der Singularität zur Gleichung G = 0? G ist ein Tensor 2. Stufe, der sich aus einer Differenz des Ricci-Tensors 2. Stufe und des metrischen Tensors 2. Stufe zusammensetzt. Das komplizierteste Gebilde der Einsteinschen ART ist der Riemannsche Krümmungstensor 4. Stufe. Er enthält alle Informationen über die Krümmungseigenschaften der Raumzeit, auch die unendliche Krümmung in den Singularitäten. Nun ist es aber so, dass der Ricci-Tensor 2. Stufe aus dem Riemannschen Tensor 4. Stufe hervorgeht, wenn der Riemann-Tensor mit dem metrischen Tensor multipliziert wird. Relativisten nennen dieses Produkt eine "Verjüngung". Damit geht auch ein "Informationsverlust" über die Krümmungseigenschaften einher, weil der Ricci-Tensor 2. Stufe viel weniger Komponenten hat, als der Riemann-Tensor 4. Stufe. Vor allem geht die Information über die unendliche Krümmung verloren, so dass die linke Seite der Feldgleichung G = 0 ist, also regulär ist.


    Kandidaten für Schwarze Löcher im Kosmos

    Widmen wir uns nach so viel relativistischer Mathematik - sind Sie noch da? - nun der Astronomie. In Einsteins Kosmos wimmelt es offenbar von Schwarzen Löchern. Ehrlicherweise sollten wir sagen, dass es von Kandidaten für klassische Schwarze Löcher wimmelt. Astronomen messen hohe Massenkonzentrationen auf kleinstem Raum, z.B. in Röntgendoppelsternen und in Zentren von Galaxien. Sind das wirklich klassische Schwarze Löcher? Haben diese kosmischen Gebilde wirklich einen Ereignishorizont und eine zentrale Krümmungssingularität? Astronomische Beobachtungen werden so zur Bewährungsprobe des klassischen Lochs. Fakt ist, dass bislang weder Ereignishorizont, noch Singularität experimentell verifiziert wurden! Wie können wir dann sicher sein, dass es wirklich ein klassisches Loch ist? Wir können nicht sicher sein! Aber auf der anderen Seite muss man zugestehen, dass rotierende Schwarze Löcher, beschrieben durch die Kerr-Metrik, viele beobachtete kosmische Phänomene und viele theoretische Mechanismen exzellent beschreiben. Kerr-Löcher sind derzeit das beste Modell in der Astrophysik, das wir für Schwarze Löcher haben. Eine (z.B. quantisierte) Alternative zum Kerr-Loch muss erstmal ebenbürtige Leistungen vollbringen. Eine solche Alternative ist nicht in Sicht.
    Ein zweiter Aspekt: Passt das globale Vakuum zur kosmischen Wirklichkeit? Hier darf Kritik angemeldet werden, weil in der Natur ein solches Vakuum sicher nicht realisiert ist. In der Umgebung von kosmischen Kandidaten für Schwarze Löcher gibt einfallende Materie, die ihrerseits die Raumzeit verbiegt, z.B. wenn ein massereicher Torus (eine Art Materiering) um das Loch kreist. In der ART gibt es keine selbstkonsistente Lösung der Gleichung G = T mit einem Schwarzen Loch im Zentrum und einer massereichen Materiescheibe in der Umgebung.

    Singularitätentheoreme fordern Existenz klassischer Löcher
    Sie mögen einwenden, dass Stephen Hawking und Roger Penrose Mitte der 1960er Jahre doch mit den Singularitätentheoremen gezeigt haben, dass Schwarze Löcher existieren müssen. Es handelt sich dabei um mathematische Sätze, die unter einigen Voraussetzungen auf die notwendige Existenz von Singularitäten hinauslaufen. Aber die Voraussetzungen der Singularitätentheoreme müssen vielleicht nochmals für ein mikroskopisches Regime geprüft werden. Gelten die Singularitätentheoreme auch in der Quantenwelt?

    Warum ist Gravitation nicht quantisiert?

    Ein anderer Besorgnis erregender Befund ist, dass es bislang nicht gelungen ist, die Gravitation zu quantisieren. Für alle anderen Naturkräfte gibt es eine Quantenfeldtheorie - nur nicht für die Schwerkraft. Müssen wir das hinnehmen? Oder sind wir gerade dabei den Quantencharakter der Schwerkraft bei der Entwicklung der Loop-Quantengravitation und der Stringtheorien zu verstehen? Klassische Schwarze Löcher sind jedenfalls Objekte einer unquantisierten Gravitation und damit eventuell nicht der Weisheit letzter Schluss.


    Ausweg Gravitationwellenforschung
    Mittels elektromagnetischen Wellen bzw. Photonen wird es den Astronomen niemals gelingen Ereignishorizont und Singularität nachzuweisen. Die Singularität ist nun einmal hinter dem Schleier des Ereignishorizonts verborgen und daher prinzipiell unsichtbar (Raum-Zeit-Diagramme zeigen: "Singularitäten liegen in der Zukunft des Beobachters."). Der Ereignishorizont ist eine Zone mit exakt null elektromagnetischer Emission. Dadurch dass es bei Helligkeitsmessungen immer einen messtechnischen bedingten Fehlerbalken gibt, wird man eine exakt verschwindende Emission niemals nachweisen können, selbst mit dem besten Auflösungsvermögen von Teleskopen. Ich sehe derzeit nur die Möglichkeit, dass die genauen Eigenschaften der Raumzeit mittels Gravitationswellen möglich ist. Ihre Wellenform erlaubt es, die "Haare des Lochs" (Masse, Drehimpuls, auch elektrische Ladung) zu messen. Leider ist der direkte Nachweis von Gravitationswellen bislang nicht gelungen. Das sollte jedoch innerhalb der nächsten Jahre passieren. Messungen an vielen Gravitationswellendetektoren (LIGO, Geo 600 etc.) laufen ja bereits.


    Der erhobene Zeigefinger

    Bewahren wir uns daher eine gesunde Skepsis und glauben wir nicht die vollmundigen Behauptungen in Pressemitteilungen à la "Wieder ein Schwarzes Loch entdeckt". Den Begriff "Schwarzes Loch" muss man hier als Platzhalter für ein kompaktes, dunkles Objekt sehen, das vielleicht weder Ereignishorizont, noch Singularität besitzt. Bleiben Sie kritisch - Haken Sie nach - Suchen Sie Alternativen zum Loch. Im Allgemeinen entpuppt sich die Natur als komplizierter, als das vom Menschen gemachte Modell.
    Quelle: http://www.scilogs.de/kosmo/blog/ein...istieren-nicht

  4. #74
    Susi
    Gast

    Higgs-Boson-Erkenntnisse: Physiker halten Universum für instabil

    Ist der Fund des Higgs-Bosons eine schlechte Nachricht für unser Universum?

    Physik-Theoretiker glauben, dass die Masse des Teilchens in einem Bereich liegt, der dem Kosmos ein Verfallsdatum gibt. Ein baldiges Ende ist jedoch unwahrscheinlich.




    Kosmische Urgewalten: Das Vakuum ist instabil, erklären Physiker und schließen nicht aus, dass das Universum deshalb in ein paar Dutzend Milliarden Jahren untergeht.



    ...weiter hier...


    LG

  5. #75
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    Weltraumteleskop Planck offenbart ein "fast perfektes Universum"

    Die neueste und bislang genaueste vollständigen Himmelskarte der kosmischen Hintergrundstrahlung zeigt die Temperaturunterschiede der Hintergrundstrahlung (rot = wärmer / blau = kälter) und die Temperaturirregularitäten rund 380.000 Jahre nach der Entstehung des Universums. (Klicken Sie auf die Bildmitte, um zu einer vergrößerten Darstellung zu gelangen.) | Copyright: ESA and the Planck Collaboration


    Paris (Frankreich) - Wissenschaftler der Europäischen Raumfahrtorganisation ESA haben die bisher genaueste Karte der kosmischen Mikrowellen-Hintergrundstrahlung, also der fossilen Strahlung aus der Zeit des Urknalls, präsentiert, die mit Hilfe des europäischen Weltraumteleskops "Planck" erstellt werden konnte. Während die neue Karte einen Großteil des bisherigen kosmologischen theoretischen Standardmodells bestätigt, rütteln andere mit dieser Karte gewonnenen Erkenntnisse zugleich an einigen Grundfesten unseres derzeitigen Verständnisses über das Universum.

    Das Bild, das die neue Karte zeichnet, basiert auf den Daten der ersten sich über 15,5 Monate erstreckenden Beobachtungen von Planck und stellt so die erste, den gesamten Himmel umfassende Abbildung der ältesten Lichtstrahlung im All dar, die ihren Abdruck am Sternenhimmel zu einer Zeit hinterließ, als unser Universum gerade einmal 380.000 Jahre alt war.


    "Zu diesem Zeitpunkt bildete das Universum eine heiße, dichte Suppe aus zueinander in Wechselwirkung stehenden Protonen, Elektronen und Photonen bei einer Temperatur von etwa 2700 °C", erläuterte George Efstathiou von der Universität Cambridge auf der heutigen ESA-Pressekonferenz. "Als Protonen und Elektronen sich zu Wasserstoffatomen formten, wurde das Licht freigesetzt. Durch die Ausdehnung des Universums wurde auch dieses Licht bis heute auf Mikrowellen-Wellenlängen ausgedehnt und besitzt eine Temperatur von gerade einmal 2,7 Grad über dem absoluten Nullpunkt."


    weiter hier: http://grenzwissenschaft-aktuell.blo...nbart-ein.html
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  6. #76
    Luzifer
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    Hier erfährt man etwas mehr.


  7. #77
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    Voyager 1:
    Auf der anderen Seite des Alls. Oder etwa nicht?



    Seit 35 Jahren rast “Voyager 1″ durch das All – an Bord hält die Sonde Botschaften für Außerirdische bereit. US-Forscher behaupten, sie habe das Sonnensystem verlassen. Die Nasa dementiert.
    Die Raumsonde “Voyager 1″ hat bisher unbekannte Weiten des Weltalls in kaum zu fassender Entfernung erreicht – aber hat sie auch das Sonnensystem verlassen? Von der Nasa beauftragte Wissenschaftler melden, die 1977 gestartete Sonde sei nicht mehr in unserem Sonnensystem. Die Nasa selbst hingegen dementiert: “Voyager” sei noch da.
    Der emeritierte Professor Bill Webber von der American Geophysical Union hatte berichtet, dass “Voyager” in einem Gebiet “außerhalb unseres Sonnensystems” sei. Unklar sei aber, ob sie schon im interstellaren Raum oder in einem bisher unerforschten Zwischengebiet sei.
    Die Grenze des Sonnensystems habe die Sonde schon im August erreicht. Erst jetzt habe aber bestätigt werden können, dass sie nicht mehr im gleichen Sonnensystem wie die Erde sei.
    Hat die Sonde das Sonnensystem verlassen?
    Als Sonnensystem wird der Raum definiert, der von den Sonnenwinden unserer Sonne bestrahlt ist. Nach Angaben der Forscher hatte “Voyager” im August kaum noch welche dieser energetischen Partikel gemessen. Die Werte fielen auf weniger als ein Hundertstel.
    Zugleich verdoppelte sich die interstellare Strahlung, die von außerhalb des Sonnen-systems auf “Voyager” einwirkt. Vielleicht sei die Sonde aber in einer Art Zwischenraum. “Wir sind in einer neuen Welt”, sagte Webber. “Und alles, was wir messen, ist anders und aufregend.”
    Die Nasa dementierte jedoch den Bericht: Man sei sich derartiger Berichte bewusst, sagte Nasa-Projektleiter Edward Stone in Pasadena bei Los Angeles. “In unserem ‘Voyager’-Wissenschaftlerteam besteht aber Einigkeit, dass ‘Voyager 1′ noch nicht das Sonnen-system verlassen hat oder in den interstellaren Raum vorgedrungen ist.”
    Sicheres Anzeichen für ein Verlassen des Sonnensystems sei eine drastische Veränderung des magnetischen Felds. “Und diese Veränderung wurde noch nicht beobachtet.”


    Wissenschaftler korrigieren ihren Bericht
    Webber und die Geophysical Union korrigierten darauf ihre Pressemitteilung und ruderten etwas zurück. Dennoch sprach Webber immer noch von Regionen “außerhalb unseres Sonnensystems”.
    Der 1977 gestartete Flugkörper sei derzeit 18 Milliarden Kilometer von der Sonne entfernt, hieß es. Weiter war noch nie ein menschengemachtes Objekt entfernt. Würde man die zurückgelegte Entfernung mit dem Auto fahren wollen, wäre man mit Autobahntempo 130 fast 16.000 Jahre unterwegs.
    Die Raumsonde sollte ursprünglich die Planeten Jupiter und Saturn fotografieren. Dank einer günstigen Planetenkonstellation passierte die Sonde bis 1989 aber auch die weiter entfernten Planeten Uranus und Neptun. Von allen vier Planeten lieferte sie be-eindruckende Bilder.
    “Voyager 1″ und “Voyager 2″ gelten als zwei der erfolgreichsten Projekte der Raumfahrt. Beide haben ihre vorhergesagte Lebensdauer längst überschritten, funken und fliegen aber immer noch. Weil der Antrieb noch immer funktioniert, könnte die Reise der Sonden voraussichtlich noch bis zum Jahr 2025 weitergehen.
    “Voyager 1″ startete 1977 zwar 16 Tage später als die Nummer 2, ist mit gut 60.000 Kilometern in der Stunde aber schneller. Deshalb ist sie weiter als ihre Schwestersonde und auch weiter als “Pioneer 10″ und “11″. Alle vier haben Platten mit Botschaften der Erde (an Bord befindet sich unter anderem eine Art Gebrauchsanleitung und eine Karte, die die Position der Erde in Relation zu 14 Pulsaren zeigt), falls sie einmal von Außer-irdischen entdeckt werden sollten.
    Quelle

    LG Angeni
    Sonnige Grüsse
    Angeni



    Die Wissenschaft hat die Ganzheit getrennt und je detaillierter man das Atom in seinem
    Kern erforscht hat, desto weiter sind wir von uns selber weg gekommen
    - Angeni

  8. #78
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    Der wahre Aufbau?

    Würde vorraussetzen das wir etwas mehr von der ganzen Sache verstehen.
    Es gibt auch Theorien nach der wir nur ein Experiment in Gottes Petrieschale sind und es ein übergeordnetes Universum gibt. Des Gleichen gibt es Überlegungen zur Größe des Universum und des Alters und das Unser "Urknall" garnicht der Entstehungpunkt des Unversums ist sondern eher ein Dauerzustand welcher sich wiederholt, so fern es wieder genug Platz gibt und wir nur noch nicht weit genug sehen können. Wenn man vorraussetzt, dass Raum eine eigene Energieform ist hat auch diese Überlegung seinen Reiz. Bevor ich aber kein Q werde ist es wohl eher eine Glaubensfrage, welcher Überlegung ich mich anschließe. Genau das macht aber das Leben so spannend. Heute leben wir noch auf einer Scheibenwelt und Morgen sind wir vom Mittelpunkt des Universums zu einem Funken in einem Seitenarm einer von vielen Galaxien degradiert.
    Als praktisch veranlagter Mensch und Hobbyheimwerker denke ich das je komplizierter etwas, desto eher schleichen sich Fehler ein. Die Physik bevorzugt den Weg des geringsten Widerstandes und die Evolution die praktischte Lösung, was im Prinzip das Gleiche ist nur oft nicht erkannt wird. Gruß P.

  9. #79
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    Die Scheibe

    Also ich bin der Meinung, dass die Erde eigentlich nur eine Scheibe sein kann.
    Das erkennt man schon an unserem nächsten kosmischen Nachbarn, dem Mond : er zeigt immer die selbe Seite, obwohl die Wahrscheinlichkeit, dass sich eine Kugel um die andere in genau der selben Geschwindigkeit dreht, verschwindend gering ist.

    Außerdem hat eine Scheibe nicht das Problem, dass die Gravitation ja von allen Seiten wirken müsste(actio = reactio) .
    Dies kann aber nicht der Fall sein, da durch diese enormen Kräfte eine Temperatur von ca. 300 Grad auf der Oberfläche zu messen sein müsste, weil die Atome viel stärker aneinander gedrückt werden müssten, wodurch ja bekanntlich Reibung entsteht. Bei einer Scheibe verteilt sich deise Energie jedoch auf eine größere Oberfläche, die dadurch viel kälter sein kann.

    Ein weiterer Punkt ist der vorher genannte Äther, der sich in einer Holkugel aufgrund von thermischen Differenzen ja bewegen muss, auch wenn er durch Materie im Allgemeinen nicht beeinflusst wird, so besitzt er doch ein Strömungsverhalten ähnlich wie Luft (bloß das es sich dabei um Energiestöme handelt) , da er Energie aufnehmen und abgeben kann.
    Das führt dazu, dass der Äther, (der in energieärmeren Zuständen wie so ziemlich alles andere ( man denke an Wasser, das zu Eis wird) stabiler ist) diese Energie an den umliegenden Äther abgeben muss. In einer Holkugel müssen durch die Rotation der sich in der Mitte befindlichen Sternenkugel dann ja Energieströme entwickeln, die immer stärker werden, bis das System schließlich kollabiert und die Energie in Form von Röntgenstrahlung abgegeben wird, was natürlich tödlich wäre.

    Wenn es sich jedoch bei der Erde und den Sternen nur um Scheiben handelt, tritt dieses Problem nicht auf, da die Energie problemlos abziehen könnte.


    Fragen zu dieser Theorie kann man gerne an mich stellen.

  10. #80
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    Forscher rätseln über bizarres galaktisches Magnetfeld

    Das Phänomen ist zu groß und zu stark für eine Galaxie dieses Alters - Beobachtung erschüttert Theorien zur Entwicklung galaktischer Magnetfelder

    Astronomen haben bei einer jugendlichen Galaxis ein Magnetfeld entdeckt, das jenes unserer Milchstraße um mindestens das Zehnfache an Stärke übertrifft. Die Beobachtung rüttelt an den derzeit vorherrschenden Theorien, wie Galaxien ihre Magnetfelder entwickeln und lässt Wissenschafter mit einer Menge Fragen zurück.
    Große Galaxien verfügen über relativ starke Magnetfelder. Astrophysiker glauben, dass sich diese sehr langsam aus kleineren Magnetfeldern aufbauen, welche von geladenen Teilchen ausgehen, die bei Supernovae-Explosionen entstehen. Über Jahrmilliarden bewirkt die Drehung der Galaxie einen Dynamoeffekt, die magnetischen Felder werden neu angeordnet und verstärken sich - soweit die geltende Lehrmeinung.
    Rätselhafterweise hat die kleine und junge Galaxie DLA-3C286 offenbar eine Abkürzung zu einem größeren Magnetfeld genommen. "Wir hätten nie gedacht, dass wir etwas derartig Starkes entdecken würden," meint Arthur Wolfe, Astronom an der Universität von Kalifornian in San Diego. Die Galaxie ist etwa 6,5 Milliarden Lichtjahre entfernt und enthält große Mengen an Staub und Gasen, die von hinten durch einen noch weiter entfernten Quasar beleuchtet wird.
    600 Lichtjahre groß
    Magnetische Felder verändern die Art und Weise, wie Atome Photonen absorbieren. So fängt ein Wasserstoffatom unter diesem Einfluss Licht von zwei unterschiedlichen nahe beieinader liegenden Wellenlängen ein, anstatt nur Phtonen einer Wellenlänge. Indem Wolfe und seine Kollegen dieses Maß an Absorption feststellten, konnten sie bei der nur vier Milliarden Jahre alten Galaxie ein Magnetfeld messen, das sich über rund 600 Lichtjahre erstreckt.
    Der Ursprung dieses Magnetfeldes ist den Forschern allerdings unbekannt. Nach der vorherrschenden Theorie müsste das Objekt in seiner Vergangenheit zahlreiche Supernovae verzeichnet haben, um die geladenen Teilchen für ein derart großes Magnetfeld zu produzieren. Nur konnte das Team nicht so viele schwere Elemente entdecken, die auf genug Supernovae schließen lassen würden.
    "Dieses Phänomen ist wirklich erstaunlich," meint auch Rainer Beck vom Max-Planck Institut für Radio-Astronomie in Bonn. Vor allem die Ausdehnung des Magnetfeldes von DLA-3C286 ließe sich mit derzeitigen Theorien nicht erklären.
    Neue Modelle
    Magnetische Felder sind eine komplizierte Angelegenheit, wenn es darum geht, sie in einem Modell zusammenzufassen, daher werden sie bei kosmologischen Simulationen üblicherweise nicht berücksichtigt. "Sollte sich herausstellen, dass dort draußen mehr von diesen jungen Galaxien mit ungewöhlich starken Magnetfeldern existieren, dann könnte dies bedeuten, dass wir die Modelle zur Galaxien-Evolution neu schreiben müssten", meint Beck.

    Wolfe und seine Kollegen wollen sich in einem nächsten Schritt einer weiteren, noch jüngeren Galaxie zuwenden und deren Magnetfeld messen. Sollte sich auch dieses Feld als ebenso stark erweisen, dann würde dies die Dynamo-Theorie ernsthaft bedrohen, so Beck.

    Quelle: http://derstandard.at/1220459895613
    Wie soll denn Wissen geschaffen werden, wenn man etwas "üblicherweise nicht berücksichtigt"???

    Und dann kommt auch noch die Selbstverliebtheit in die eigenen Theorien dazu, die dann "bedroht" sind!

    Liebe Grüße
    Bill Gates ist 100% Eugeniker!
    Leute! Denkt immer an: "Teile und herrsche", und fragt Euch wer der "Dritte" ist! Cui bono?
    1 + 1 = 2 (universell und ewig)
    Love, peace and freedom!

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