Seite 4 von 9 ErsteErste 12345678 ... LetzteLetzte
Ergebnis 31 bis 40 von 83

Thema: ACTA - Das ENDE des Internets wie wir es kennen...

  1. #31
    Erfahrener Benutzer Avatar von AreWe?
    Registriert seit
    20.07.2010
    Beiträge
    20.462
    Blog-Einträge
    189
    Mentioned
    248 Post(s)
    Follows
    0
    Following
    0
    Renommee: 505326

    Re: ACTA - Das ENDE des Internets wie wir es kennen...

    EuGH: Die Überwachung von Internet-Usern ist rechtswidrig

    Staatssekretär Waldner will das Abkommen neu verhandeln. Nationale Regierungen gehen mittlerweile reihenweise auf Distanz zum Abkommen. Mit Verspätung sorgt Acta auch in Österreich für erste Irritationen.

    Schaffen die Regierungen auf Zuruf der globalen Medienkonzerne heimlich, still und leise eine „Internetpolizei“, die jedes E-Mail mitliest, das wir verschicken? So lautet jedenfalls der zentrale Vorwurf der Gegner des internationalen Abkommens gegen Produktpiraterie und Raubkopien, dessen Akronym „Acta“ seit Wochen für Aufregung sorgt.

    Das Abkommen sieht in Artikel 27 vor, dass die Vertragsstaaten auf gute Zusammenarbeit mit Firmen hinarbeiten, um Verletzungen des Marken- und Urheberrechts rasch zu ahnden. Staaten können ihre Behörden und Gerichte also dazu ermächtigen, Internetanbieter zu verpflichten, „umfassende“ Informationen über Nutzer an Rechteinhaber weiterzugeben, wenn der Verdacht besteht, dass diese illegal Daten heruntergeladen haben.

    Bedeutet das, dass die großen Musikverlage und Filmgesellschaften die Internetprovider zum dauerhaften Filtern des digitalen Verhaltens ihrer Nutzer zwingen dürfen und dazu im Internet die Rolle der Polizei annehmen, wie es die deutsche Europaabgeordnete Rebecca Harms von den Grünen zusammengefasst hat?


    Filter widerspricht Datenschutz

    Nein, das bedeutet es nicht. Im Gegenteil: In der EU ist das dauerhafte Filtern des Internetverkehrs sogar ausdrücklich verboten. Das hielt der Gerichtshof der EU am 24. November 2011 in einem Urteil unmissverständlich fest. Ein belgisches Gericht hatte dem Rechteverwerter Sabam in einem Streit mit dem Internetprovider Scarlet um illegale Downloads recht gegeben und Scarlet befohlen, dauerhaft den Datenstrom auf seinen Servern auf mögliche Urheberrechtsverstöße zu kontrollieren. Der EU-Gerichtshof verwarf das komplett. So ein Filtersystem sei mit dem Recht auf privaten Datenschutz und dem Recht, Informationen zu versenden oder zu erhalten, nicht vereinbar. Zudem verbiete die E-Commerce-Richtlinie eine allgemeine Internetüberwachung.

    Die zigtausenden jungen Europäer, die seit Wochen gegen Acta auf die Straße gehen, beruhigt das offenbar nicht. Auch die nationalen Regierungen gehen mittlerweile reihenweise auf Distanz zum Abkommen. Mit einiger Verspätung sorgt Acta auch in Österreich für erste Irritationen: Nachdem etliche EU-Staaten, etwa Deutschland, dem Vertragswerk die Unterschrift verweigern oder zumindest die Ratifizierung aussetzen, forderte am Dienstag auch Wolfgang Waldner (ÖVP), Staatssekretär im Außenministerium, via Twitter den Vertrag neu zu verhandeln. Wie berichtet, hat Österreich Acta vor wenigen Wochen in Japan unterschrieben. Nun soll die Ratifizierung gestoppt werden, schrieb er.

    Mit dieser „privaten Meinung“, wie eine Sprecherin betont, konterkariert Waldner die bisherige Linie der österreichischen Bundesregierung. Die hatte den Sorgen der Kritiker bisher wenig Beachtung geschenkt. „Die Unterschrift wird halten“, versicherte Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) erst am Dienstag. Zunächst liegt der Ball aber beim Europaparlament, das in wenigen Monaten über Acta abstimmen wird.

    Quelle: http://diepresse.com/home/wirtschaft...t-rechtswidrig
    LG
    Bill Gates ist 100% Eugeniker!
    Leute! Denkt immer an: "Teile und herrsche", und fragt Euch wer der "Dritte" ist! Cui bono?
    1 + 1 = 2 (universell und ewig)
    Love, peace and freedom!

  2. #32
    Erfahrener Benutzer Avatar von AreWe?
    Registriert seit
    20.07.2010
    Beiträge
    20.462
    Blog-Einträge
    189
    Mentioned
    248 Post(s)
    Follows
    0
    Following
    0
    Renommee: 505326

    Dresden

    Neue Demonstrationspläne gegen Acta-Abkommen – Dresdner Piratenpartei engagiert sich für Alternative

    Nach der Demonstration gegen das geplante Acta-Abkommen mit mehr als 2500 Teilnehmern in Dresden werden bei Facebook bereits neue Demonstrationspläne geschmiedet. In zahlreichen deutschen Städten soll am 25. Februar erneut gegen das sogenannte Anti-Produktpiraterie-Handelsabkommen (Acta) protestiert werden. Mit dem völkerrechtlichen Vertrag soll ein Standard für die internationale Durchsetzung von immateriellen Urhebergrundrechten festgeschrieben werden.



    Quelle: http://www.dnn-online.de/dresden/web...ive-2789324257
    LG
    Bill Gates ist 100% Eugeniker!
    Leute! Denkt immer an: "Teile und herrsche", und fragt Euch wer der "Dritte" ist! Cui bono?
    1 + 1 = 2 (universell und ewig)
    Love, peace and freedom!

  3. #33
    Super-Moderator Avatar von lamdacore
    Registriert seit
    06.04.2010
    Beiträge
    2.866
    Blog-Einträge
    4
    Mentioned
    68 Post(s)
    Follows
    1
    Following
    0
    Renommee: 32090

    Re: ACTA - Das ENDE des Internets wie wir es kennen...

    IKTV: viewtopic.php?p=50903#p50903
    ...
    ACTA als Bruchstück der totalen Informationserfassung
    ...

    Lebe dein Leben so wie es dir gefällt, ohne daß du Jemandem etwas aufdrängst!

    Der, der nicht weiß, und nicht weiß, daß er nicht weiß, ist ein Narr - meide ihn.
    Der, der nicht weiß, und weiß, daß er nicht weiß, ist ein Kind - lehre ihn.
    Der, der weiß, und nicht weiß, daß er weiß, schläft - erwecke ihn.
    Doch der, der weiß, und weiß, daß er weiß, ist ein Weiser - folge ihm.

  4. #34
    Erfahrener Benutzer Avatar von AreWe?
    Registriert seit
    20.07.2010
    Beiträge
    20.462
    Blog-Einträge
    189
    Mentioned
    248 Post(s)
    Follows
    0
    Following
    0
    Renommee: 505326

    Re: ACTA - Das ENDE des Internets wie wir es kennen...

    Litauen verschiebt ACTA-Ratifizierung

    Die Unterstützung für das internationale Urheberschutzabkommen ACTA schwindet weiter: Auch Litauen hat am Mittwoch die Ratifizierung vorerst ausgesetzt.

    Ehe das Abkommen dem Parlament vorgelegt wird, seien Beratungen mit der Öffentlichkeit und eine weitere Prüfung vorgesehen, sagte Justizminister Remigijus Simasius nach Angaben der baltischen Nachrichtenagentur BNS.

    In Vilnius hatten am Wochenende mehr als 600 Menschen gegen das ACTA-Abkommen demonstriert, das Raubkopien aus dem Internet ahnden und verhindern soll. Kritiker wenden ein, dass mit ACTA das Urheberrecht deutlich verschärft und die Freiheit im Internet eingeschränkt würden. Auch Datenschützer meldeten Bedenken an.

    In den vergangenen Wochen hatten nach anhaltenden Protesten unter anderem Polen und Tschechien die ACTA-Ratifizierung ausgesetzt. Deutschland hat beschlossen, das Abkommen bis zur Klärung offener Fragen nicht zu unterzeichnen.

    Quelle: http://www.focus.de/digital/computer...id_714477.html

    Anonymous - EILMELDUNG!! IPRED - IPRED2 - ACTA - erneute Tricks der EU-Kommission #OpACTA




    LG
    Bill Gates ist 100% Eugeniker!
    Leute! Denkt immer an: "Teile und herrsche", und fragt Euch wer der "Dritte" ist! Cui bono?
    1 + 1 = 2 (universell und ewig)
    Love, peace and freedom!

  5. #35
    Redakteur Avatar von Angeni
    Registriert seit
    31.12.2010
    Ort
    Schweiz
    Beiträge
    10.677
    Mentioned
    249 Post(s)
    Follows
    0
    Following
    0
    Renommee: 377830

    Re: ACTA - Das ENDE des Internets wie wir es kennen...

    Reaktion auf ACTA-Proteste: »ernst nehmen« und aussitzen

    Wenn Politiker die Stimmungslage in der Bevölkerung wieder einmal falsch eingeschätzt haben und von einer vehementen Protestwelle überrascht werden, flüchten sie gern in Plattitüden. Man werde die Sorgen der Bürger »ernst nehmen« und alles noch einmal »sehr genau prüfen«. Lassen sich die Bürger von derlei kommunikativen Schlaftabletten partout nicht ruhig stellen, wird die Dosis erhöht. Dann zeigen sich die Politiker schon mal »betroffen«, gleichzeitig beginnt in der Regel die Suche nach möglichen Sündenböcken, die dann bald in den gut dotierten Ruhestand oder in eine Alternativkarriere in Unternehmen, staatsnahen Organisationen oder Stiftungen verabschiedet



    werden. Meist gelingt es den Politikern mit dieser Strategie, die aufmüpfigen Bürger bald wieder in den Griff zu bekommen. Zumal die Zeit den Regierenden oft in die Hände spielt. Nach ein paar Wochen klingt das mediale Interesse an dem Erregungsthema ab und aus dem Massenprotest wird wieder eine Nischen-Nörgelei.
    Nach allem, was aus den europäischen Hauptstädten zu hören ist, soll diese probate Methode nun offenbar auch eingesetzt werden, um das so genannte Anti-Produktpiraterie-Handelsabkommen (ACTA) doch noch europaweit durchzusetzen. Zeit gewinnen, lautet die Devise der Regierungen. Und vor allem wollen die Verantwortlichen in den Ministerien der EU-Hauptstädte sich selbst aus der Schusslinie nehmen. Ziemlich überraschend legte die Bundesregierung vor wenigen Tagen den Ratifizierungsprozess des ACTA-Abkommens zunächst auf Eis. Und zwar ausgerechnet auf Weisung der Bundesjustizministerin, die nur wenige Tage zuvor diese heftig umstrittenen Vereinbarungen verteidigt hatte (Kopp Online berichtete).
    Auch in Österreich verfehlten die europaweiten Massenproteste gegen das ACTA-Abkommen ihre Wirkung nicht. Solange ernsthafte Bedenken in der Bevölkerung bestünden, dass die Freiheit des Internets eingeschränkt werden könne, werde es im Wiener Ministerrat keine Zustimmung zu ACTA geben, ließen Innenministerin Johanna Mikl-Leitner und Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz verlauten. Zuvor hatten bereits Polen, Tschechien, die Slowakei, Estland und Bulgarien die parlamentarische Umsetzung dieses in geheimen Kungelrunden unter Beteiligung der amerikanischen Unterhaltungs- und Pharmaindustrie ausgehandelten Abkommens vorerst gestoppt.
    Garniert wurde dieser Schritt mit den eingangs erwähnten Politstereotypen: »Die Menschen sind verunsichert. Das müssen wir sehr ernst nehmen« (Österreichs Innenministerin Mikl-Leitner), »Wir nehmen das sehr ernst« (Österreichs Vizekanzler Michael Spindelegger), »Die Bedenken der Internetnutzer sind ernst zu nehmen« (Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner), »Wir tun gut daran, das (gemeint sind die Proteste) ernst zu nehmen« (Peter Altmaier, Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion).
    Die EU-Kommission, bei der in den vergangenen Tagen reihenweise »Hilferufe« aus den Mitgliedsländern eingingen, deren Regierungen von der Wucht der Proteste völlig überrascht wurden, gibt sich gelassen. Ende Februar würden die Beratungen des Europäischen Parlaments über das ACTA-Abkommen beginnen, am 1. März folge eine öffentliche Anhörung. Dann werde sich zeigen, dass die Proteste »nicht berechtigt« seien. Brüssel geht weiter von einer Zustimmung des Parlaments aus – wann auch immer. Sollte der Europäische Gerichtshof das Abkommen prüfen, könnte sich die Abstimmung im Europaparlament sogar um Jahre verzögern. Allerdings gibt es Politiker, die Klartext sprechen. Der französische Europaparlamentarier Kader Arif trat als Berichterstatter für ACTA zurück und schimpfte: »Dieses (ACTA-) Abkommen kann schwerwiegende Konsequenzen für das Leben der Bürgerinnen und Bürger haben – und trotzdem wird alles unternommen, um das Mitspracherecht des Parlaments zu unterwandern. Heute ... alarmiere ich die Öffentlichkeit über diese inakzeptable Situation. Ich werde nicht an dieser Maskerade teilnehmen.« Die EU-Kommission nahm das offenkundig alles andere als ernst und vermutet ein Manöver im Vorfeld der französischen Präsidentschaftswahlen.
    Wenn Brüssel aber weder aufmüpfige Parlamentarier noch protestierende Bürger ernst nimmt, so sollte zumindest die Kritik von Experten entsprechend gewichtet werden. Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar fürchtet im Zusammenhang mit ACTA »gravierende Auswirkungen auf den Datenschutz«. So werde von Unternehmen gefordert, Nutzungs- und Verkehrsdaten von Internetnutzern offenzulegen, »die an Urheberrechtsverletzungen in irgendeiner Weise – also auch unwissentlich – beteiligt waren«.
    Professor Axel Metzger, Experte für Eigentumsrechte, kritisiert vor allem Artikel 27 des Abkommens. Darin heißt es, die beteiligten Staaten sollen »Kooperationsbemühungen im Wirtschaftsleben fördern«. Anders ausgedrückt: Die Regierungen sollen Internetanbieter zwingen, gegen illegale Downloads vorzugehen und damit der Musik- und Filmindustrie zu helfen, deren wirtschaftliche Interessen in besonderer Weise von ACTA geschützt werden. Nicht nur die Mauscheleien bei der Ausarbeitung dieses Abkommens stoßen auf Kritik, sondern auch die vielen schwammigen Formulierungen. So wird im Text zum Beispiel nicht definiert, wie hoch das »gewerbliche Ausmaß« von Urheberrechtsverletzungen sein muss, damit strafrechtliche Schritte eingeleitet werden können. In Deutschland reicht dafür schon der unlizenzierte Tausch einer einzigen Datei aus. Wenn Politiker den Bürgern nun versichern, das Abkommen noch einmal zu prüfen, sind das wieder einmal Versprechungen ohne Konsequenz. Denn der Vertragstext kann nachträglich von Einzelstaaten nicht einfach umgeschrieben werden. Den Parlamenten bleibt nur, ACTA entweder zuzustimmen oder abzulehnen. Immer mehr Bürger in der EU hoffen, dass Joseph Daul, Fraktionschef der Europäischen Volkspartei im Europaparlament, letztlich Recht behält. Er sagte dieser Tage: »ACTA, c’est fini« (ACTA ist am Ende).
    http://www.kopp-online.com/hintergruende/geostrategie/michael-brueckner/reaktion-auf-acta-proteste-ernst-nehmen-und-aussitzen.html
    LG Angeni
    Sonnige Grüsse
    Angeni



    Die Wissenschaft hat die Ganzheit getrennt und je detaillierter man das Atom in seinem
    Kern erforscht hat, desto weiter sind wir von uns selber weg gekommen
    - Angeni

  6. #36
    Erfahrener Benutzer Avatar von AreWe?
    Registriert seit
    20.07.2010
    Beiträge
    20.462
    Blog-Einträge
    189
    Mentioned
    248 Post(s)
    Follows
    0
    Following
    0
    Renommee: 505326

    Slowenien

    Slowenien erwägt Aussetzung der ACTA-Ratifizierung

    Neue Mitte-Rechts-Regierung sieht keinen "praktischen Bedarf"

    Slowenien dürfte sich jenen EU-Staaten anschließen, welche die Ratifizierung des Anti-Piraterie-Abkommens ACTA ausgesetzt haben. Die Regierung neige dazu die Ratifizierung des Abkommens einzufrieren, sagte der Bildungsminister Ziga Turk am heutigen Donnerstag. "Wir sehen keinen praktischen Bedarf, dass Slowenien das Abkommen in diesem Zeitpunkt ratifiziert", fügte er hinzu.

    Informell

    Die Regierung habe die Aussetzung erst informell besprochen, eine konkrete Entscheidung werde der zuständige Wirtschaftsminister Radovan Zerjav mitteilen, erklärte der Bildungsminister nach der Kabinettsitzung. Slowenien hat das ACTA-Abkommen am 26. Jänner unterzeichnet. Die Entscheidung war von der früheren Mitte-Links-Regierung getroffen worden. Die neue Mitte-Rechts-Regierung von Janez Jansa, die vor einer Woche ihr Amt angetreten hat, erwägt nun ACTA aufs Eis zu legen.

    Scharfe Kritik

    Die Unterzeichnung des Abkommens löste in Slowenien scharfe Kritik, Proteste und Forderungen nach einer vertieften öffentlichen Diskussion über ACTA aus. Mit den ACTA-Gegnern solidarisierte sich auch die slowenische Botschafterin in Tokio, Helena Drnovsek Zorko, die sich öffentlich dafür entschuldigte, das Abkommen im Auftrag der slowenischen Regierung unterzeichnet zu haben. Aus Protest gegen das umstrittene Abkommen hat der slowenische Ableger der Hackergruppe Anonymous vorübergehend mehrere Webseiten lahmgelegt. Zuletzt wurden am vergangenen Sonntag unter anderen die Internetseite der führenden Regierungspartei SDS und anderer Parteien angegriffen.

    Quelle: http://derstandard.at/1328507947723/...-Ratifizierung
    LG
    Bill Gates ist 100% Eugeniker!
    Leute! Denkt immer an: "Teile und herrsche", und fragt Euch wer der "Dritte" ist! Cui bono?
    1 + 1 = 2 (universell und ewig)
    Love, peace and freedom!

  7. #37
    Erfahrener Benutzer
    Registriert seit
    06.04.2010
    Ort
    Erde
    Beiträge
    3.520
    Blog-Einträge
    4
    Mentioned
    56 Post(s)
    Follows
    0
    Following
    1
    Renommee: 74346

    Re: ACTA - Das ENDE des Internets wie wir es kennen...

    Hallo

    ein guter Beitrag wie ich finde..

    ACTA, die Deutsche Content Allianz und der falsche Ansatz – ein Kommentar eines öffentlich-rechtlichen Journalisten zum Umgang mit Inhalten im Netz. Warum man den Nutzern helfen muss und warum nur das am Ende die Inhaltsindustrie retten wird.
    Die Digitale Generation verstehen

    Die Deutsche Content Allianz behauptet, dass die Digitale Generation kein Unrechtsbewusstsein habe und spricht ihr eine erwachsene Haltung im Bezug auf Inhalte im Netz ab. Fairerweise darf man nicht vergessen, dass wir über die „Offline-Generation“ und „Internet-Ausdrucker“ umgekehrt auch schon immer lästern, dass sie unser Digitales Leben einfach nicht verstehen. Beide Seiten attestieren einander Dummheit und eine Abwehrhaltung. „Die eine Seite macht es im Geheimen!“ – „Kein Wunder mit der anderen Seite kann man sich ja nicht vernünftig unterhalten!“ Das ist eine schlechte Grundvorraussetzung. Ich wünsche mir mehr Dialog und für den ist es wichtig, die digitale Generation als mehr anzuerkennen als nur die schlecht erzogene Masse. Dass Ich die „andere Seite“ anerkenne, liegt auf der Hand. Ich arbeite für sie.

    Ich kann natürlich nicht für alle sprechen, die hier unter der „digitalen Generation“ zusammengefasst werden, sondern nur für mich selbst. Ich bin mit Computern und einer Kultur des Tausches aufgewachsen. Musik hatte ich zunächst nur auf Kassetten. Meine Schulfreunde und Ich besaßen (gefühlt) alle Computerspiele, die es auf diesem Planeten gab … in Kopie. Als ich jung war, habe ich nicht ein einziges Original besessen. Ich hätte nicht gewusst, wie ich die Spiele hätte bezahlen sollen. Ich hätte nicht mal gewusst, wo ich sie herbekommen könnte und bei alldem verspürte ich keinerlei Unrechtsbewusstsein. Und was für ein Mensch bin Ich heute? Ich erstelle selbst Inhalte und werde dafür bezahlt. Ich teile Inhalte und bezahle auch selber gerne und viel für content. Ich habe bereits sehr viel Geld für Musik, Serien oder Apps allein bei iTunes ausgegeben und habe aufgehört zu zählen, wie viele (Indie-)Games ich bei Online-Diensten wie Steam gekauft habe. Das solche Dienste funktionieren, liegt übrigens auch daran, dass sie für die Nutzer bequeme Plattformen sind.

    Helft dem Nutzer, dann helft Ihr Euch selbst

    Wer Inhalte wie Musik, Games, Bücher und Filme mag, wird auch gern dafür bezahlen, wenn er das Geld hat. Es wird bei neuen Rechtsentwürfen nur weiterhin vom Standpunkt der Rechteinhaber aus formuliert und von alten Distributionsstrukturen ausgegangen, was schlichtweg zu kurz gedacht ist. Die dezentralen Verteilungsmechanismen des Internets haben sich als effektiver und mächtiger erwiesen als jeder große Verlag, jede Plattenfirma, jede Rundfunkanstalt und auch als die Filmindustrie. Wir müssen endlich auf diese Entwicklung eingehen. Es müssen Regelungen geschaffen werden, die die Arbeit des Inhabers honorieren aber auch Arbeit des Nutzers. Es sollte eine einfache(!) Möglichkeit geben, diese Inhalte zu verbreiten, denn der Nutzer ist der effektivste Distributionskanal den wir heute haben. Was wir machen müssen: Eine nachvollziehbare Rechtslage auch für den user schaffen. Natürlich kann man versuchen allen Tausch abzuwürgen, indem man einzelne Menschen abmahnt und sie so verunsichert, dass sie nicht mal mehr wissen, ob sie nun auf ein Video verlinken dürfen, weil sie den Song mögen. Dürfen Sie dazu ein Foto des Künstlers verwenden, oder gibt es dann Ärger mit der Plattenfirma, dem Künstler, dem Fotografen oder der Bildagentur? Die sogenannte Fair Use-Klausel in den USA ist dafür z.B. eine simple Lösung. Aber die Verunsicherung nimmt kein Ende. Hat man ein ordentliches Impressum in seinem Blog? Was ist überhaupt ein ordentliches Impressum? Das wissen nicht mal die genau, die professionelle Impressums-Generatoren im Netz zur Verfügung stellen. Das Problem ist, dass bei solch schwammigen Vorraussetzungen am Ende immer der haftet, der den schlechteren Anwalt hat.

    Der grundsätzlichen Forderung der Deutschen Content Allianz kann ich absolut zustimmen. Wir brauchen ein den modernen Gegebenheiten angepasstes Recht und wir brauchen es schon lange. ACTA ist allerdings kein an die modernen Gegebenheiten angepasster Entwurf, sondern der Versuch, durch Verbote und Restriktionen die alten Strukturen einer Lobby durchzusetzen. Auch ACTA ist vielfach als schwammig kritisiert worden, die Folgen als unvorhersehbar. Damit liefert es keine Sicherheit im Umgang mit Inhalten für den Nutzer, und das ist genau das, was wir nötig haben. Es kann nicht sein, dass die Antwort auf die jahrelange Ohnmacht der traditionellen Inhaltslieferanten wieder mal ein Aufbäumen für alte Bedingungen ist. Wir brauchen Vergütungsmodelle und rechtliche Gegebenheiten, die der menschlichen Kultur entsprechen und nicht anders herum. Helft dem Nutzer, dann helft Ihr Euch selbst!

    Max v. Malotki
    mehr hierhttp://www.verdammtguterkuchen.de/?p=25

    mfg
    olaf
    Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 – “Haftung für Links” hat das Landgericht (LG) Hamburg entschieden, dass man durch das Setzen eines Links, die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Hiermit distanzieren ich mich ausdrücklich von den verlinkten Seiten, dafür sind ausschließlich die Urheber bzw. Betreiber verantwortlich.)

  8. #38
    Erfahrener Benutzer
    Registriert seit
    05.04.2010
    Beiträge
    1.132
    Mentioned
    0 Post(s)
    Follows
    0
    Following
    0
    Renommee: 16

    Re: ACTA - Das ENDE des Internets wie wir es kennen...

    ACTA: Öffentlich-Rechtliche, GEMA & CO üben Druck auf Politik aus

    Die Deutsche Content Allianz fordert von der Bundesregierung in einer Presseerklärung die sofortige Unterzeichnung des Anti-Internet-Piraterie-Abkommens ACTA. Die Vereinigung mahnt bessere urheberrechtlichen Rahmenbedingungen an. Mitglied der Allianz sind unter anderem GEMA, ZDF, ARD und VPRT.

    Die Deutsche Content Allianz wirft in der Erklärung der "sogenannten Netzgemeinde" vor, sich nicht am Schutz des geistigen Eigentums zu beteiligen. Eine Diskussion über dieses Thema sowie konstruktive Beiträge seien bisher verweigert worden. Es fehle jegliches Unrechtsbewusstsein.

    Die offene politische Einflussnahme der Allianz hat bereits heftige Kritik ausgelöst. So teilte Mario Sixtus vom ZDF auf Twitter mit: "Diese politischen Forderungen meines Auftraggebers sind nicht meine." Stefan Niggemeier vom "Spiegel" vermutet gar eine Ausübung von Druck hinter den Kulissen.

    http://kress.de/tagesdienst/detail/beitrag/114703-sofortige-unterzeichnung-von-acta-netzgemeinde-kritisiert-forderung-von-ardzdf.html?tx_ttnews[cat]=1&cHash=363be9727adcb89253786957d3d73b56&utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed%3A+kress%2FSXms+%28kress

  9. #39
    Erfahrener Benutzer
    Registriert seit
    05.04.2010
    Beiträge
    1.132
    Mentioned
    0 Post(s)
    Follows
    0
    Following
    0
    Renommee: 16

    Re: ACTA - Das ENDE des Internets wie wir es kennen...

    ACTA, SOPA und PIPA: Jetzt machen die Internetuser einen Vorschlag

    SOPA, PIPA und ACTA gelten bei Gegnern als Inbegriff des Angriffs auf die Internetfreiheit. Doch anstatt nur gegen etwas zu sein, haben sich auf der Social-News-Plattform Reddit.com einige Internetnutzer zusammengetan und Arbeiten ihrerseits am Free Internet Act (FIA).

    FIA verfolgt das Ziel, dass beide Seiten zufrieden sind, was sich unter anderem in dem Vorschlag widerspiegelt, dass weder Nutzer, noch Provider für illegal heruntergeladenes Material haftbar gemacht werden sollen, sondern einzig und alleine der Uploader des illegalen Materials.

    Anders als ACTA, SOPA oder PIPA ist bei FIA per Reddit.com direkte Demokratie möglich, denn jeder kann seine Idee einbringen, sie zur Diskussion stellen, über Ideen anderer diskutieren und sie bewerten.

    http://www.zeit.de/digital/internet/2012-02/reddit-nutzer-schreiben-internetgesetz

  10. #40
    Erfahrener Benutzer
    Registriert seit
    05.04.2010
    Beiträge
    1.132
    Mentioned
    0 Post(s)
    Follows
    0
    Following
    0
    Renommee: 16

    Re: ACTA - Das ENDE des Internets wie wir es kennen...


Seite 4 von 9 ErsteErste 12345678 ... LetzteLetzte

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •