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Thema: Verschollene und geheimnisvolle Amazonaskulturen

  1. #1
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    Verschollene und geheimnisvolle Amazonaskulturen

    1. Percy Fawcett und die Stadt Z. im Mato Grosso

    Die ersten Informationen über die sagenhafte Städte des Amazonasgebiets gehen auf Francisco de Orellana, der zusammen mit Gonzalo, dem Bruder von Francisco Pizarro 1541 sich aufmachte Eldorado zu finden, zurück.
    Das sagenhafte Goldland wurde irgendwo im Orinoco/Amazonas Stromgebiet vermutet. Bei dieser Expedition wurde der Amazonas, der Rio Negro und einige wichtigen Nebenflüsse erstmals befahren und beschrieben.

    Ein Dominikaner Pater Fray Gaspar notierte während dieser Expedition folgendes:
    Als wir dem Ufer immer näher kamen, begannen die Indios mit Pfeilen nach uns zu schießen, und da es zahlreiche Krieger waren, schien es, als regne es Pfeile. Aber unsere Arkebusiere und Armbruster waren auch nicht träge. Obwohl sie viele töteten, schienen es die Indios gar nicht zu merken, denn trotz des Schadens, der ihnen zugefügt wurde, machten sie unermüdlich weiter. Ich will, daß man erfährt, warum diese Indios sich auf solche Weise verteidigten. Es muß erklärt werden, daß sie tributpflichtige Untertanen der Amazonen sind. Als sie von unserem Kommen erfahren hatten, wandten sich die Indios mit der Bitte um Hilfe an diese, und es kamen so etwa zehn bis zwölf von ihnen, denn wir selbst sahen diese Frauen, die als weibliche Hauptleute in vorderster Front von allen Indios kämpften. Die Frauen sind sehr hellhäutig und groß und tragen langes Haar, das sie geflochten und um den Kopf gewickelt haben. Sie sind sehr kräftig und gehen ganz nackt.
    Diesem Stamm weißhäutiger hochgewachsener Frauen verdankt der Amazonas seinen Namen. Niemand konnte jedoch später diesen Stamm wiederfinden. Die Legenden der Region sprechen noch heute von diesem sagenhaften Stamm, der so rein äußerlich nicht zu dem Typus Urwald-Indio passen kann.

    Auch Eldorado wurde nie gefunden. Jedoch schrieb Orellana in seinen Aufzeichnungen über große Städte und von vielen Millionen Menschen die das Amazonasufer besiedeln sollten. Später konnte von dem alles nichts mehr gefunden werden.

    Doch sollte man Orellana nicht als Lügner hinstellen den die Völker entlang des Stromes erzählen selbst heute noch davon.

    Immer wieder wird von der Entdeckung großer Ruinenstädte berichtet, oft, sogar sehr oft, verschwindet der Entdecker im dichten Urwald und wird nie mehr gefunden.

    Von so einem möchte ich im ersten Beitrag berichten.

    Perry Harrison Fawcett, ein britischer Offizier um die Jahrhundertwende (19-20Jhd.) war als Landvermesser im brasilianischen Amazonasgebiet unterwegs. Während einer dieser Reisen bekam er von Indios über die Stadt Manoa erzählt, die die Indios als steinerne Stadt oder schwarze Stadt beschrieben. Eine legendäre Stadt die sich tief im Mato Grosso Urwald befinden soll.

    Führten ihn seine ersten Expeditionen noch im offiziellen Auftrag in den Regenwald, um internationale Grenzen und Flussläufe zu vermessen, richtete er sein Augenmerk auf späteren Fahrten vornehmlich auf die Suche nach der versunkenen Stadt „Z“


    Mit seinem Sohn brach er 1925 nach Cuiaba auf. Cuiaba ist heute eine Millionenstadt, damals aber war sie der letzte Vorposten der Zivilisation.
    Mit einigen Booten brach er von dort nach Norden auf. Sein Ziel war ein Nebenfluss der Rio Tocantins etwa auf 10 Grad südlicher Breite.

    Die Ruinenstadt sollte demnach in der Serra do Roncador nahe dem Rio Xingu im brasilianischen Mato Grosso liegen. Fawcett war davon überzeugt, in diesem Bericht die Bestätigung für die Legende der Indianer gefunden zu haben. Er nannte die Stadt zunächst lediglich „Z“
    Es gab noch ein Lebenszeichen . In einem Brief an seine Frau schrieb er das er: [i]„Unsere zwei Führer gehen von hier zurück. Sie werden immer nervöser, und wir dringen weiter in das Indianer-Land vor. Du brauchst keine Angst vor einem Fehlschlag zu haben.

    Das war es dann, viel Vermutungen, viele Suchexpeditionen brachten kein Licht ins Verschwinden der Expedition. Es tauchten immer wieder Artefakte einer unbekannten Kultur in dieser der Region auf. Immer wieder wird von der Stadt Z erzählt oft gibt es Hinweise auf ihre Existenz.

    Ich lebe im Mato Grosso, für mich und viele meiner Nachbarn, andere Farmer aber auch den Indios hier, ist diese geheimnisvolle Stadt real, doch bis heute kann sie nicht lokalisiert werde.

    1991 veröffentlichte der dänische Forscher Arne Falk-Rønne ein Buch über das mögliche Schicksal von Fawcett. In diesem erklärte er, in den 1960er Jahren von Orlando Villas Bôas über das angebliche Schicksal der Fawcett-Expedition von 1925 aufgeklärt worden zu sein. Demnach behauptete der Brasilianer, die kleine Gruppe sei ermordet worden. Dies habe er von den beteiligten Einheimischen erfahren. Fawcett und seine Begleiter hätten während einer Flussfahrt eine Panne gehabt und dabei die Mehrzahl der Geschenke verloren, die sie der einheimischen Bevölkerung übergeben wollte. Als sie auf die Kalapalo-Indianer trafen, waren diese äußerst erbost über das unhöfliche Verhalten der Europäer, ihnen keine Geschenke zu überreichen und sahen dies als Verletzung der Ehre. Daraufhin töteten sie die Briten. Die Leichen von Jack Fawcett und Raleigh Rimmel sollen in den Fluss geworfen worden sein. Percy Fawcett, der als älterer Mann höher angesehen war, erhielt eine Bestattung. Falk-Rønne unternahm nach dem Erhalt dieser Informationen eine eigene Reise in das Mato Grosso und berichtete in seinem Buch, dass Mitglieder der Kalapalo-Indianer die Version von Villas Bôas bestätigt hätten.

    Fünf Jahre nach der Veröffentlichung des Buches von Arne Falk-Rønne nahmen die Kalapalo-Indianer zwölf Mitglieder einer 16-köpfigen Expedition, die unter der Leitung eines New Yorker Bankers und eines Brasilianischen Geschäftsmannes nach Spuren von Fawcett suchte, als Geiseln. Die Abenteurer überstanden die Gefangenschaft jedoch unbeschadet und wurden nach einigen Tagen wieder freigelassen, nachdem sie sich bereiterklärt hatten, den Indios ihre Ausrüstung sowie ihre Boote und Jeeps zu überlassen.

    1998 stellte der britische Forscher Benedict Allen die Behauptung auf, er habe mit dem Fund einiger Knochen die wirklichen Überreste der Fawcett-Expedition gefunden und geborgen. Zeitgleich bestätigte Vajuvi, der Häuptling der Kalapalo-Indianer, angeblich, dass die von Villas Bôas gefundenen Knochen nicht jene Fawcetts gewesen seien. Außerdem fügte er an, dass sein Stamm mit dem Verschwinden der Briten nichts zu tun gehabt habe.

    Insgesamt versuchten bis heute 13 Expeditionen, bei denen etwa 100 Teilnehmer ihr Leben verloren, das Schicksal der beiden Fawcetts sowie Rimmels aufzuklären. Da dies noch nicht mit endgültiger Sicherheit gelungen ist, ranken sich weiterhin die verschiedensten Legenden um deren Verbleib. So existieren Mutmaßungen, Percy Fawcett sei von einer indigenen Gruppe zum Häuptling erklärt worden oder aber er hätte die versunkene Stadt tatsächlich gefunden und in dieser glücklich bis in ein hohes Alter gelebt. Auch berichteten einige der Suchexpeditionen, sie hätten im Mato Grosso blauäugige Indianer gesehen. Dies könnte darauf hindeuten, dass Fawcett und seine Begleiter mit einheimischen Frauen Kinder gezeugt haben. Diese Sichtweise ist jedoch sehr umstritten, denn Fawcett war nicht der einzige Forscher mit blauen Augen, der den Regenwald erkundet hat.
    [/quote][/quote]

    Kurze Zusammenfassung in engl.





    mehr über Percy Fawcett hier:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Percy_Fawcett

    Buchtip:
    http://www.amazon.de/Die-versunkene-Sta ... 3462041991

    .

  2. #2
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    Re: Verschollene und geheimnisvolle Amazonaskulturen

    2. Marajoara-Kultur

    Die Insel Marajo in der Amazonasmündung ist etwa so groß wie die Schweiz. Riesige Urwälder und Sümpfe prägen die Landschaft. Dort gibt es die Überreste einer mehrere Tausend Jahre alten Hochkultur





    Alte Keramikfunde deuten auf eine frühe Hochkultur (die Marajoara-Kultur) hin, die allerdings zur Zeit der Eroberung bereits untergegangen war. Heute können Fundstücke der Marajoara-Kultur im Museu Goeldi in Belém besichtigt werden.

    Die meisten jetzigen Bewohner sind Nachfahren der Nheengaíba-Indianer, die 1659 von dem Priester Antonio Vieira befriedet wurden und sich später mit afrikanischen Sklaven und portugiesischen Einwanderern mischten. Ihre Keramik-Kunst - aus der präkolumbischen Marajoara-Kultur - lebt noch in alter Tradition mit ihnen fort.

    Die Nheengaíba waren ein Stamm, der dem Volk der Aruã angehörte, und von den Westindischen Inseln stammte, wo sie von den Kariben verdrängt worden waren. Seine Dialektvielfalt führte zunächst zu der Annahme, es handele sich um viele selbständige Stämme, so die Aruaque, Mapuá, Anajá, Guajará, Mamaiauá, Sacará und Juruna. [5]

    Die Aruaque waren geschickte Töpfer. Sie stellten außer Gebrauchswaren wie Töpfen auch Vasen, Begräbnisurnen, Kinderspielzeug und anderes her. Ihre Keramik war meist dreifarbig dekoriert: rot, schwarz und weiß. Sie wohnten auf aufgeschütteten Erdhügeln, den sambaquis, die auch als Begräbnisstätten für ihre Angehörigen dienten, welche dort in geschmückten Urnen beigesetzt wurden. Wie viele brasilianische Indio-Stämme und -Völker mit einst schätzungsweise 4 Millionen Angehörigen verschwanden die letzten Aruaque im 18. Jahrhundert und mit ihnen ihre Sprachen
    Link:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Maraj%C3%B3









    Die Figuren, die geometrische Muster der Keramiken erinnern stark an die mittelamerikanischen Maya, Azteken und Tolteken Kulturen. Man vermutet daher auch das diese Indios aus dem karibischen, bzw. mittelamerikanischen Region kamen. Ich stelle mal in den Raum das diese Kulturen zu den Überlebenden der Atlantiskultur gehören könnten.

    Ähnlich wie in Mittelamerika tauchten auch hier am Amazonas die kulturtragenden Völker recht plötzlich auf. Erreichten dann innerhalb weniger Generationen ihre Kulturblüte, um dann dank der spanischen Konquistadion und der kath. Kirche wieder zu verschwinden.

    Erst in letzter Zeit werden im dichten Urwald Siedlungsreste und Stadtruinen wiedergefunden. Es gibt wenig wirkliche Ausgrabungen. Wie mir ein Archäologe des Museum Goeldi in Belem versicherte fehlen Gelder und auch der politische Wille um die gefundenen Ruinenstädte intensiv zu erforschen.

    So findet man, abgesehen von einigen wenigen Arbeiten in der anthropologischen Zeitschrift des Museums Goeldi, kaum wissenschaftliche Ergebnisse und selbst diese wenigen veröffentlichten Werke sind in portugiesisch und damit auch kaum für eine internationalen Forschung nutzbar.

    Noch heute wird von einigen Indiogruppen auf Marajó, bzw. der Ilha dos Onças Keramiken hergestellt die recht nahe an den originalen Arbeiten herankommen. Sie können auf einem speziellen Markt bei Belem gekauft werden.

    Die meisten originalen Stücke kann man nur im Naturkunde Museum Goeldi sehen. Deren Sammlung ist zwar riesig es sind aber nur wenige Stücke öffentlich ausgestellt und zugänglich.
    In Europa sind die Werke lediglich in Genf und Bremen zu finden.









    Quellen:
    http://www.viafanzine.jor.br/arqueologia4.htm

    (Catalogue des céramiques du Marajó au Musée d'ethnographie de Genève)
    http://www.ssa-sag.ch/bssa/pdf/bssa30_04h.pdf

    Die nächsten Jahre (sofern wir den von den Mayas beschworenen Weltuntergang überleben ) werden sicher neue Erkenntnisse bringen, Verbindungen zwischen der alten und neuen Welt aufzeigen und so manches was heute noch als esoterische oder unwissenschaftliche Spinnerei hingestellt wird belegen.
    Gerade in Südamerika warten noch Entdeckungen die selbst den Pyramiden von Mexico oder Ägypten das Wasser reichen können. Hochkulturen werden aus dem Dunkel der Vorgeschichte auftauchen, die weil es nicht sein darf verschwiegen werden. Atlantis, Präinkas und die Amazonaskultur(en) werden im gleichen Atemzug mit Babylonien, Phönizern Ägypten usw. genannt werden können.

    So für heute genug. Demnächst gibts mehr.

    .

  3. #3
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    Re: Verschollene und geheimnisvolle Amazonaskulturen

    3. Serra do Roncador

    Nach den Sagen der Indios befindet sich in der Serra do Roncador (schnarchende Berge) eine der Eingänge in die unterirdischen Städte eines großen Volkes. Es wird auch als die Heimat des Volkes angesehen, das Jahrhunderte später in den Anden das Reich der Inkas gründete. Heute leben dort Indios des Stammes der Xavantes, sie gelten als die Hüter der Geheimnisse des Roncador





    Erloschenen Vulkanen, Fossilienfundstellen, unzählige Grotten und Höhlen, geheimnissvolle Seen und verwunschene Wasserfälle locken tausende von Esoteriker an. Viele haben hier ihre Zufluchtsstätten gewählt.



    Besonders sensible Menschen fühlen ein spezielle "Kraft" in diesem Gebiet.



    Ähnlich wie in der Serra do Capivara gibt es wieder unzählige Felsbilder und andere archäologische Funde. Der im Beitrag oben erwähnte Coronel Percy Fawcett vermutete seine "Stadt Z" in evtl. in diesem Gebiet. Er hielt sich dort vor seiner letzten Expedition sehr lange auf. Anders als über seine anderen Reisen, hinterließ er kaum ein Wort über das was er sah oder gefunden hat. In neuster Zeit werden immer wieder Lichter und andere fliegende Objekte gesehen. Heute ist die Stadt Barra do Garças der Wallfahrtsort für die UFO-Gläubigen Südamerikas.
    Ich bin oft in dieser Region, ich wohne in der Nähe, d.h. nur rund 500km davon weg. In Brasilien ist das nächste Nachbarschaft, hab allerdings nie etwas besonderes gesehen. Eines allerdings eine recht starke Kraft und positive Strahlung gespürt.
    Ach ja noch was, ein verrückter Fazendeiro, Bauer, baute auf seinem Gelände einen Landplatz für UFO, stelle dort auch eine UFO-Atrappe auf....nur bis jetzt gab es noch keine Landung. Wahrscheinlich erwarten die Aliens eine bessere Infrastruktur oder der Service passt ihnen nicht.







    weitere Bilder der Serra:






    .

  4. #4
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    Re: Verschollene und geheimnisvolle Amazonaskulturen

    4. Stadt zu verschenken - Fordlandia

    Die nächste Stadt die ich hier vorstellen möchte, ist noch nicht wirklich geheimnisvoll. Allerdings ranken sich etliche Legenden um ihre Entstehung.





    Um 1920 herum, mitten in der ersten Blüte des Automobils kam Ford auf die Idee sich von den Gummibaronen es Amazonas unabhängig zu machen. Also "kaufte er ein rund 10.000 ha großes Grundstück mitten im Urwald. Dort sollte eine riesige Gummibaumplantage entstehen.
    Das ist zumindest die offizielle Version

    Eine amerikanische Kleinstadt wurde für 8.000 einheimische Arbeiter mit Kraftwerk, Schwimmbad, Kino, Feuerwehr und einem Krankenhaus errichtet. Über den Fluss sollten die Produkte nach Sao Paulo, wo sich eine Ford-Fabrik befand, und weiter in die Welt verschifft werden.

    Die Landschaft ist hügelig und unfruchtbar und keiner von Fords Managern hatte die nötigen Kenntnisse in tropischer Landwirtschaft. Die Gummiplantage wurde nie ein Erfolg, nicht nur weil die Kautschukbäume zu eng beieinander standen statt, wie in Brasilien üblich, mit großem Abstand zueinander angebaut wurden. Vor allem konnten sich die einheimischen Arbeiter nicht an die Arbeitsbedingungen gewöhnen. Sie sollten wie in einer amerikanischen Kleinstadt leben, z.B. Ausweiskarten tragen, Arbeitszeiten wie in Nordamerika (von 6 bis 15 Uhr) einhalten und sich an die amerikanische Lebensweise gewöhnen, inklusive amerikanischem Essen, wie Hamburger und einem Rauch- und Alkoholverbot. 1930 gab es einen Aufstand, der sich gegen die vorgeschriebenen Lebens- und Ernährungsregeln wandte. Dieser wurde von brasilianischem Militär niedergeschlagen. Die Regierung wurde gegenüber den ausländischen Investoren zunehmend misstrauisch und unterstützte das Projekt nicht weiter. Ford machte in Belterra, weiter flussaufwärts, noch einen Versuch. Die Produktion von Kautschuk lief aus verschiedenen Gründen nie richtig an und es wurden außer ein paar Proben keine nennenswerten Mengen zu Ford in die USA gesandt.
    Inoffiziell kann man erfahren das vom ersten Tag an Amerikanische Soldaten, wenn auch zivil, dort stationiert wurden. Fordlandia sollte eine amerikanische Stadt, ein Ausgangspunkt für die US-Expansion in Südamerika werden. Ähnlich wie am Panama Kanal wollte die USA das Gebiet immer weiter ausweiten und es dann als exterritoriale Enklave erklären lassen. Die damalige Regierung Brasiliens durchschaute das, wollte nicht mitziehen und so nach und nach erlosch das Interesse an dem Projekt.

    Dazu kommt das die Tarnung, Gummiplantage, ab etwa 1940 nicht mehr haltbar war. Damals wurde die ersten Gummireifen aus Synthetischen Kautschuk hergestellt.








    Was die Amerikaner dort wirklich gesucht haben wird wohl noch lange geheim bleiben. Sicher nicht Gummi.
    Ende 1946 kaufte Brasilien das Gebiet zurück und heute wartet es auf neue Investoren. Also wer so 10-20 Mio Euro über hat kann die ganze Stadt geschenkt bekommen.

    Was unsere Nachfahren in 500 oder gar 1000 Jahren über diese Geisterstadt sagen werden würde mich sehr interessieren.
    [flv:1ng040qy]http://dncdn.dvlabs.com/ipod/dn2009-0702.mp4[/flv:1ng040qy]

    Quelle:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Fordl%C3%A2ndia

    p.s.
    falls sich tatsächlich ein Investor hier im Forum finden sollte, denke er bitte an mich. Ich bin mit 10% Provision einverstanden!

    .
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  5. #5
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    Re: Verschollene und geheimnisvolle Amazonaskulturen

    5. Die "Wolkenmenschen" im peruanischen Nebelwald.

    Am Oberen Flusslauf, schon auf peruanischer Gebiet gibt es die Funde der Chavin-, Moche- und Chachapoya-Kultur. Diese vorinka Kulturen wurden erst die letzte Zeit intensiver erforscht.



    Im Bergregenwald um die Stadt Chachapoya im nördlichen Amazonas-Department hinterließen diese Kulturen auf 3000 m Höhe die auf das 12.Jahrhundert datierte Festungsstadt Kuelap, deren Siedlungsreste und Zeremonienstätten erst seit kurzem von Archäologen erforscht werden.




    Im Jahre 2004 entdeckte ein Forschungsteam unter der Leitung des US-Wissenschaftlers Gene Savoy bei Ocumal in der Provinz Luya eine riesige Stadtanlage, die sich über mindestens 65 Quadratkilometer erstreckt, umgeben von einer mit Wachttürmen bestückten Mauer. Insgesamt bestehe die Stadt auf den Hügeln längs des Flusses Huabayacu aus mindestens sechs Anlagen, die mit gepflasterten Wegen miteinander verbunden sind. Die Stadt wurde Gran Saposoa benannt.
    Die Forschungen in diesem Gebiet haben erst begonnen. Man kann mit Ergebnissen rechnen die selbst die Hochinka-Kultur in den Schatten stellen könne
    Wie so oft, gibt es auch hier Legenden von hellhäutigen hochgewachsenen Kriegern. Diese Geschichten ziehen sich wie ein roter Faden durch die Vorgeschichte des Amazonasgebiets. Wikipedia relativiert es wie so vieles anderes. Denn es darf ja nicht wahr sein.

    Die Chachapoyas wurden von den Inka als „große, hellhäutige Krieger mit hellem Haar“ beschrieben, was von einigen Forschern und vielen Laien als „blond und weißhäutig“ interpretiert und dann als Beweis für eine europäische Herkunft herangezogen wurde. Diese Interpretation der Quellen tauchte aber erst später auf, als die Chachapoyas bereits als ausgestorben galten. Tatsächlich ist aber in den Berichten der spanischen Eroberer, die sich mit den Chachapoyas im Kampf gegen die Inka verbündeten, nie von „blonden Indianern“ die Rede. Der spanische Konquistador und Chronist Pedro de Cieza de León beschrieb die Chachapoyas als "die weißesten und ansehnlichsten Menschen", die er in Südamerika gesehen habe, wobei die Einschränkung "in Südamerika" unterschiedliche Auslegungen zulässt. Wahrscheinlich ist, dass sie sich in ihrem Äußeren nur soweit von den übrigen Andenvölkern dieser Gegend unterschieden, dass die Inka und die Konquistadoren dies als Unterscheidungsmerkmal heranzogen. Ähnliches kann man auch in Europa selbst beobachten, wo die von der arabischen Halbinsel stammenden islamischen Eroberer Spaniens, die Mauren, allgemein als dunkelhäutig bezeichnet




    quelle:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Chachapoya


    .

  6. #6
    Redakteur Avatar von Angeni
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    AW: Verschollene und geheimnisvolle Amazonaskulturen

    Geheimnisvoller Amazonas - Terra Preta und die vergessenen Gartenstädte

    Von klein auf lernen wir, der Amazonas ist die bedeutendste Wildnis, die grüne Lunge der Erde. Der Mensch taucht da nur als Schädling auf. Doch neueste archäologische Entdeckungen zeichnen ein ganz anderes Bild. Das Amazonasbecken war vor Kolumbus viel dichter besiedelt, als man sich das bisher vorstellen konnte. Bis zu zwanzig Millionen Menschen lebten dort in einer Kultur, die keinen Ackerbau kannte und einen ganz anderen Weg einschlug, als die Zivilisationen in der alten Welt. Was wir heute als Wildnis wahrnehmen, sind in Wahrheit die Reste eines riesigen Gartens. Diese Menschen waren keine Wilden und ihr Lebensstil nicht vergleichbar mit den wenigen versprengten Ureinwohnern von heute. Die Erfindung von Terra Preta, einem dauerhaft ergiebigen Boden, sorgte für genug Erträge um die Menschen ohne Mühsal zu ernähren. Und welche Bedeutung hat Ayahuasca, die Medizin der Regenwaldschamanen, für die Entwicklung der Amazonasmenschen?

    Sonnige Grüsse
    Angeni



    Die Wissenschaft hat die Ganzheit getrennt und je detaillierter man das Atom in seinem
    Kern erforscht hat, desto weiter sind wir von uns selber weg gekommen
    - Angeni

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