Nach einer langen und erholsamen Pause, habe ich mich endlich dazu entschlossen, meine Arbeit in gewohnter Manier wieder aufzunehmen und lege auch sofort los.

Mein neuer alter Begleiter und treuer Freund in der Zeit der Internet Abstinenz war nun der gute alte...

Der große Einfluß des Fernsehens auf die Meinungsbildung in der Öffentlichkeit ist unbestritten. Viele Menschen in der Bundesrepublik beziehen ihre Kenntnisse und Einschätzungen über Krisen und Kriege in der Welt aus den Informationskanälen der bewegten Bilder. Das elektronische Medium bestimmt damit maßgeblich den Blickwinkel und die Einschätzung, die man sich über nationale und internationale Konflikte angeeignet hat. Wie das Medium seine Informationen selektiert, filtert und journalistisch gestaltet, ist demgegenüber nur wenig und wenigen bekannt. Nicht zuletzt aus breiten der Unkenntnis über das Medium Fernsehen, seine Verfahrens- und Arbeitsweise im journalistischen Alltag, resultiert die hohe Akzeptanz und Glaubwürdigkeit, die eine breite Zuschauerschicht der politischen und gesellschaftlichen Information entgegenbringt. Dabei wäre es äußerst wichtig, mehr über die »Archetypen« der Fernsehberichterstattung in Erfahrung zu bringen, um sich eine Position als kritischer Fernsehnutzer zu eigen zu machen.Stammeskriege, Hungersnöte und Despotismus hat es Tausende von Jahren auf dieser Erde gegeben. Sie gehören zur Lebenserfahrung aller Völker. Daß reiche Gesellschaften heute zumindest so etwas wie Mitleid mit den weniger Privilegierten empfinden, ist ein relativ junges Phänomen. Die Entwicklung der Massenmedien hat dazu einen gewaltigen Beitrag geleistet durch die Verfügbarkeit eindrücklicher Bildberichte.Journalisten sind verpflichtet zu Wahrheit und Objektivität, zur Achtung und Wahrung demokratischer Prinzipien und der Würde des Menschen.
»Fernsehwelt und politische Wirklichkeit« - beide haben viel zu häufig wenig, oft sogar nichts miteinander zu tun. Wenn ich die Fernsehnachrichten betrachte, dann beschleicht mich nicht selten ein ungutes Gefühl. Strenggenommen müßten die Verantwortlichen mancher Sendungen wegen Irreführung und Verdunkelungsgefahr belangt werden. Daß das Publikum den größten Teil der Informationen bereits beim Abspann vergessen hat, ist inzwischen von der Medienforschung mehrfach nachgewiesen worden. »Selbst schuld« könnte man der verehrten Kundschaft vorhalten. Für ein paar Minuten sollte sie ihre Gedanken wohl beieinanderhalten können!

Wie wirklich sind Kriegsberichte???
Wer als Reporter in einem Krisengebiet arbeitet und recherchiert wird zwangsläufig mit Ereignissen konfrontiert, deren Wahrheitsgehalt er überprüfen muß.

Die Geschichte der Kriegsberichterstattung ist zugleich auch die Geschichte der Kommunikationstechnologien. Vor der Erfindung der Schrift und auch noch lange danach dienten in erster Linie heimkehrende Soldaten als Berichterstatter.
Früh erkannte man den militärischen und propagandistischen Nutzen von Informationen. So lösten bereits mit der Erfindung des Buchdrucks mehr oder minder übertriebene Meldungen über die Türkengefahr in Europa tiefliegende Ängste aus und prägten ein lang andauerndes Feindbild. Mitte des 19. Jahrhunderts wurden Berichte von Kriegen durch die Zeitungsverlage professionalisiert. Die Kriegsberichterstattung entwickelte sich zu einer eigenständigen Form des Journalismus. Zur selben Zeit wurde auch die Fotografie erfunden und damit die sprachliche Berichterstattung um die bildliche Darstellung ergänzt. Die Bilder des Krieges bestimmten von nun an die Vorstellung von Kriegen. Zu den Abbildungen realer Kriegsereignisse gesellten sich Bilder aus Kriegsfilmen. Bilder des Krieges haben eine starke Erinnerungskraft.
Mit der Berichterstattung über die Ereignisse um den 11. September bzw. den Golfkriegen ist eine neue Ära in der Krisenkommunikation eingeleitet worden. Gab es nach dem Zweiten Golfkrieg noch einige wenige Bilder, die die Kriegsrealität widerspiegelten, so entwickelte sich der Konflikt in Afghanistan zu einem Krieg, der scheinbar keine Opfer forderte. Die chirurgische Kriegführung wurde propagiert. Zwar wurden die üblichen Aufnahmen der präzise einschlagenden Raketen gezeigt, doch Bilder von Toten und Verletzten gab es nicht. Der Krieg wurde zusehends entmenschlicht. Der auch im unmittelbaren Zusammenhang der Anschläge von New York stehende Dritte Golfkrieg hat wiederum die Kriegsberichterstattung um weitere Dimensionen erweitert. Über den Krieg wird von sogenannten eingebetteten Reportern vor Ort und live berichtet. Daneben hat sich das Internet zu einem wichtigen Verbreitungsmedium für Kriegsberichterstattung etabliert. Sei es nun als Kommunikationsforum oder als Distributionsmedium für propagandistische Botschaften.
„Krieg ist die Fortsetzung von Politik mit anderen Mitteln“ sagte 1832 Carl von Clausewitz in seinem Textfragment Vom Kriege. Und um einen Krieg zu gewinnen, müsse man zunächst die Bevölkerung auf seiner Seite haben... Tja, »Selbst schuld« könnte man der verehrten Kundschaft vorhalten. Für ein paar Minuten sollte sie ihre Gedanken wohl beieinanderhalten können!"

Schließlich fand ich Norman Solomon, einen amerikanischen Journalisten und Antikriegs-Aktivist.
Neben seiner langjährigen Mitarbeit bei der Media-Watch-Organisation Fairness and Accuracy in Reporting (FAIR) ist er auch der Gründer und Geschäftsführer des Institute for Public Accuracy, einer Vereinigung von amerikanischen Politikwissenschaftlern, die sich darum bemüht, Journalisten auch alternative Informationsquellen zu eröffnen. Seine Kolumne „Media Beat“ erscheint seit 1992 in verschiedenen Zeitungen in den ganzen USA.
Sein Buch War Made Easy wurde in einer Dokumentation mit dem Untertitel „Wenn Amerikas Präsidenten lügen“ umgesetzt.Sie zeigt, wie Sprache und Rhetorik der US-Präsidenten nahezu identisch waren, wenn es darum ging, durch Manipulation und Propaganda mit Hilfe der Medien die Bevölkerung zu überzeugen, das amerikanische Militär mobilisieren zu müssen und im Verlauf des Krieges oder am Ende die Unwahrheiten über die angebliche Notwendigkeit aufgedeckt worden sind.

War Made Easy...
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Gestern? war Irak, morgen Syrien und Iran...
Die Wahrheit stirbt in jedem Krieg zuerst.