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Thema: Rund um die Biene, Bienenvölker und das Bienensterben

  1. #51
    Redakteur Avatar von Angeni
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    AW: Rund um die Biene, Bienenvölker und das Bienensterben

    Super Aktion - Bravo Penny!
    „Stummer Frühling“: Penny simuliert Folgen des Bienensterbens

    Mit einer ungewöhnlichen Aktion hat eine Penny-Filiale in der Nähe von Hannover die Folgen des Bienensterbens simuliert. Der Discounter nahm für kurze Zeit große Teile seines Produktsortiments aus den Regalen, die es ohne das Zutun von Insekten nicht gäbe.

    Wer zum Einkaufen in einen Supermarkt geht, hat normalerweise die Auswahl aus Hunderten von Produkten. Umso größer dürfte für die Kunden der Penny-Filiale am Marktplatz in Langenhagen am vergangenen Dienstag die Überraschung gewesen sein, als sie plötzlich vor gähnend leeren Regalen standen.
    Schuld an diesem Umstand waren nicht etwa Lieferschwierigkeiten, sondern eine ungewöhnliche PR-Aktion des Discounters. Unter dem Titel „Stummer Frühling: Erst sterben Bienen & Co, dann die Auswahl“ wurden kurzerhand alle Produkte aus den Regalen genommen, die direkt oder indirekt von der Insektenbestäubung abhängig sind.
    Laut Angaben von Penny trifft das auf rund 60 Prozent der 2.500 Produkte in seinem Sortiment zu. So mussten am Dienstag nicht nur Obst und Gemüse, sondern auch Produkte wie Kaffee, Süßigkeiten, Tiefkühlgerichte und sogar Pflegeprodukte wie Deos oder Cremes ihren angestammten Platz zeitweise verlassen.

    Penny macht Kunden auf Bienensterben aufmerksam

    Gemeinsam mit dem niedersächsischen Umweltministerium und dem Naturschutzbund Deutschland (Nabu), will der Discounter mit der Aktion auf das Massensterben von Bienen und anderer Insekten aufmerksam machen.
    „Bienen sind nach Rindern und Schweinen das drittwichtigste Nutztier des Menschen“, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens. „Umso dramatischer ist es, dass die Anzahl und Vielfalt der Insekten in den vergangenen Jahren drastisch sinkt.“

    Laut der Professorin für Evolutionäre Ökologie an der Berliner Humboldt Universität Dr. Gerlind Lehmann hat sich die Zahl der Insektenarten in den vergangenen 20 Jahren stark reduziert. Besonders dramatisch sei zudem der Rückgang der Individuenzahlen von bis zu 70 Prozent.
    Wie der Penny-Bereichsvorstand Stefan Magel angibt, wolle man den Kunden nicht nur das Problem vor Augen führen, sondern ihnen auch aufzeigen, wie sie sich für den Erhalt von Bienen engagieren können. „Unsere Natur verstummt ansonsten unwiederbringlich.

    Laut Olaf Lies, dem Umweltminister von Niedersachsen, zeigen die leergeräumten Regale "auf erschreckend deutliche Weise" die Folgen des massiven Insektensterbens. "Diese düstere Zukunftsvision zeigt, was uns blüht, wenn wir nicht unverzüglich gegensteuern".
    Quelle:gmx.net
    Sonnige Grüsse
    Angeni



    Die Wissenschaft hat die Ganzheit getrennt und je detaillierter man das Atom in seinem
    Kern erforscht hat, desto weiter sind wir von uns selber weg gekommen
    - Angeni

  2. #52
    Redakteur Avatar von Angeni
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    AW: Rund um die Biene, Bienenvölker und das Bienensterben

    Bestätigt: Pestizid tötete 72 Millionen Bienen an nur einem Tag


    Mehr als 72 Millionen Bienen starben an nur einem einzigen Tag. Drei Monate nach dem Massensterben wurde die Ursache bestätigt. Ein Pestizid, mit dem ein nahegelegenes Feld besprüht wurde, ist verantwortlich. In Argentinien, in der Nähe der Stadt La Paz, südlich des Traslasierra-Tals, wurden 920 Bienenstöcke an nur einem einzigen Tag ruiniert. Auf der andren Seite der Erde verendeten bei einem anderen Imker eine Million seiner Bienen. Jetzt erhielt auch der australische Imker die Bestätigung eines Labors, dass die Bienen an einer Fipronil-Vergiftung gestorben waren – einem Insektizid, das üblicherweise verwendet wird, um Termiten zu töten. Die Bienenstöcke waren etwa 5 Kilometer von einem anderen Imker entfernt, wo im November etwa 120 Bienenstöcke durch das selbe Insektizid starben. In Europa wurde jetzt ein österreichischer Obstbauer sogar zu einer Gefängnisstrafe verurteilt, weil er illegal ein Insektizid verbreitet hatte. Dutzende benachbarte Bienenvölker wurden vernichtet. Wussten Sie, dass es für ein 450-Gramm-Glas Honig 1152 Bienen braucht, die 180.246 km zurücklegen und dabei 4,5 Millionen Blüten besuchen? Das sind 156 km pro Biene!
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    Sonnige Grüsse
    Angeni



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  3. #53
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    AW: Rund um die Biene, Bienenvölker und das Bienensterben

    Massenhafter Insektenschwund weltweit – was steckt dahinter?



    Forscher aus den USA und Mexiko haben eine deutliche Verringerung der Insektenanzahl im tropischen Regenwald des unter Naturschutz stehenden Nationalparks „El Yunque“ in Puerto Rico festgestellt. Darüber schreibt das Fachmagazin „Science Alert“.



    Neben den Insekten sind zudem viele insektenfressende Tiere verschwunden. Den Experten zufolge schildert dies eine Welttendenz, die weltweit die gesamte Lebensmittelsicherheit gefährdet, da die Gliederfüßler zur Bestäubung von vielen Landwirtschaftskulturen nötig sind.

    Im Jahr 2014 hatte eine internationale Forschergruppe ausgerechnet, dass sich innerhalb der letzten 35 Jahre die Anzahl solcher Wirbellosen wie Bienen und Käfer um 45 Prozent verringert hätte. Am meisten hätte darunter Europa gelitten, aber zurzeit erfolge das Verschwinden von Insekten auch auf dem amerikanischen Doppelkontinent. Im Jahr 2017 hatte eine andere Gruppe von Fachleuten die abnehmende Anzahl von fliegenden Insekten in Deutschland studiert und vermutet,
    dass der Grund dafür in den Pestiziden und der Vernichtung ihres Lebensmilieus liege.

    Die Forscher haben eine Bezifferung von Wirbellosen in den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts sowie im Jahr 2013 vorgenommen. Es stellte sich heraus, dass die Biomasse der Gliederfüßler im Laufe von 40 Jahren bedeutend zurückgegangen sei und somit ein Viertel oder gar ein Achtel von der ursprünglichen Quantität erreicht habe. Von Januar 1977 bis Januar 2013 verringerte sich die Zahl der gefangenen Insekten demnach um das Sechzigfache.

    Die Anzahl der insektenfressenden Anolis-Echsen (auch Saumfingerechsen – Anm. d. Red.) habe sich um 30 Prozent verringert, und einige Arten seien überhaupt aus dem Wald verschwunden. Die Zahl der Frösche und der Vögel sei auch zurückgegangen. So habe sich beispielsweise das Einfangen von Puerto-Rico-Todis (Vogelart — Todus mexicanus), die sich von Gliederfüßlern ernähren, um 90 Prozent vermindert.

    Die Fachleute verbinden dies mit der globalen Erwärmung. Im Laufe von 40 Jahren stieg die Lufttemperatur in den tropischen Regenwäldern um 2, 2 Grad Celsius. Das stört den Vermehrungszyklus von Insekten, die nicht imstande sind, Eier abzulegen, und ruiniert zugleich die Nahrungsketten, weil Gliederfüßler als Nahrungsbasis für viele andere Tiere dienen.
    https://de.sputniknews.com/panorama/...in-aller-welt/
    LG

  4. #54
    Redakteur Avatar von Angeni
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    AW: Rund um die Biene, Bienenvölker und das Bienensterben

    Good News!
    Frankreich macht’s vor: So kann das Bienensterben beendet werden

    Die Zahl der Bienenvölker sinkt weltweit dramatisch. So ist die Hälfte der in Österreich lebenden Wildbienenarten bedroht. Frankreich reagierte als erstes Land darauf und verbietet alle fünf Pestizide, die Schuld am Bienensterben haben könnten. Währenddessen werden in Österreich über eine Notverordnung EU-weit Verbotene Pesitzide wieder zugelassen.
    Die UNO warnte im Vorjahr davor, dass bis zu 40%, der für die Bestäubung zuständigen Insekten – also hauptsächlich Bienen und Schmetterlinge – aussterben könnten. In China ist die Lage in manchen Regionen schon so ernst, dass die Bauern selbst ihre Obstbäume mit einer Art Staubwedel bestäuben müssen.

    Frankreich verbietet für Bienen tödliche Pestizide
    Schuld daran sind unter anderem besonders giftige Pestizide, die eine Koloniekollapsstörung bei den Bienen auslösen. Dadurch wurden in manchen Völkern 9 von 10 Bienen getötet. Frankreich nimmt nun eine Vorreiterrolle in Europa ein und verbietet alle bisher legalen Pestizide, die potenziell für Bienen gefährlich sein können.

    Auch andere Pestizide müssen beobachtet werden
    Tierschützer und Imker sind mit der Regelung zufrieden. Warnen aber auch davor, dass versucht werden könnte andere auch schädliche Pestizide (wieder) einzuführen. So warnt der Imker Fabien Van Hoecke gegenüber der französischen Presseagentur:
    „Es gibt überall Pestizide. Das Verbot ist zwar eine gute Sache, rettet uns aber nicht. Wenn sie verboten werden, können sie durch andere ersetzt werden.“
    Van Hoecke selbst verlor 86% seines Bienenvolkes im vergangenen Winter. Man muss also sehr genau darauf achten, welche giftigen Substanzen auf die Felder gesprüht werden, um den Erfolg des Verbots langfristig zu sichern.

    Österreich erlaubt gefährliche Pflanzengifte wieder
    In eine ganz andere Richtung geht Österreich. So wurden zwar auf EU-Ebene drei Insektizide der Wirkstoffgruppe der Neonicotinoide verboten, doch Österreich führt sie über die Hintertür wieder ein. Die EU entschloss sich im April 2018 zu dem Verbot, da sie weltweit zum massenhaften Bienen- und Insektensterben beitragen. Außerdem nehmen die Pflanzen nur etwa 20 % des Gifts auf – der Rest landet im Boden oder in Gewässern. Dort beeinflussen sie nicht nur Insekten, sondern auch Regenwürmer und Vögel. Und die Folgen sind enorm: Zugvögel haben die Orientierung verloren und wussten nicht mehr, in welche Richtung sie fliegen sollten.

    Agrar-Lobby setzt sich durch
    Das hinderte Österreich nicht daran, diese Stoffe wiedereinzuführen. Die Agrar-Lobby störte das Verbot, sie verwiesen auf schlechte Jahre für die Zuckerrübenbauern. Daraufhin wurde eine Notfallzulassung für die Insektizide beschlossen. Zum Glück für die Bienen, müssen aber die Bundesländer entscheiden, ob die Verordnung auch bei ihnen in Kraft tritt. Und selbst die wichtigste Zuckerrübenregion Burgenland lehnte sie ab. Nur die ÖVP geführten Bundesländer Niederösterreich, Oberösterreich und die Steiermark erlauben die Stoffe wieder.
    Quelle
    Sonnige Grüsse
    Angeni



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