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Thema: Rund um die Biene, Bienenvölker und das Bienensterben

  1. #1
    Redakteur Avatar von Angeni
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    Rund um die Biene, Bienenvölker und das Bienensterben

    Imker fordern Pestizid-Verbot

    Rund 20.000 Bienenvölker gingen im Südwesten Deutschlands laut Imkerbund am Pflanzenschutzmittel "Poncho" zugrunde. Die Imker fordern nun ein EU-weites Verbot aller bienengefährdenden Pestizide. "Poncho" darf derweil schon wieder verwendet werden.



    Seit Jahren sterben ungewöhnlich viele Bienenvölker -
    nicht nur in Deutschland© Matt Cardy/Getty Images


    Wenn der Bienenbestand zurückgeht, hat das weitaus größere Konsequenzen als höhere Honigpreise. Denn rund 80 Prozent aller Nutzpflanzen werden von Bienen bestäubt. Der volkswirtschaftliche Wert durch die Bestäubung der Bienen lieg laut Angaben des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) bei über vier Milliarden Euro."80 Prozent aller Nutzpflanzen werden von den Bienen bestäubt. Wenn die Bienen zurückgehen, dann ist das ein viel größerer Schaden für die gesamte Landwirtschaft als der Verzicht auf entsprechenden Einsatz bienengefährlicher Pestizide", sagt der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger.
    Das Bienensterben am Oberrhein soll durch das Pflanzenschutzmittel "Poncho" des Chemiekonzerns Bayer ausgelöst worden sein. Bayer hat einer Ausgleichzahlung von zwei Millionen Euro für die betroffenen Imker zugestimmt. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hatte Mitte Mai die Zulassung verschiedener Pflanzenschutzmittel zur Behandlung von Mais und Raps außer Kraft gesetzt, Ende Juni die Zulassung bei Rapssaatgut aber wieder erteilt. Dies sei laut Weiger "wider besseren Wissens" geschehen und belege, dass die Absatzinteressen größer seien als die Kontrollen der Behörden.
    Der Wirkstoff Clothianidin, der auch in dem Bayer-Produkt "Poncho" enthalten ist, wurde in Deutschland 2004 zugelassen. Bayer hat im vergangenen Jahr mit "Poncho" knapp 240 Millionen Euro umgesetzt.
    Rund 20.000 Bienenvölker sind nach Angaben des Imkerbundes an dem Pflanzenschutzmittel zugrunde gegangen. Am 18. Juli wollen Imker in Braunschweig vor dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit gegen die Wiederzulassung der Saatgutbehandlung mit Pestiziden demonstrieren.
    Quelle

    LG Angeni

  2. #2
    Neuer Benutzer Avatar von Perry
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    Interessanter Bericht, danke!

    Ich spiele schon lange mit dem GEdanken mir Bienen an zu schaffen. Aber so einfach ist das wohl nicht mit der Imkerei!
    Hat jemand von Euch Bienen?

    Perry

  3. #3
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    Imkerverein

    Zitat Zitat von Perry Beitrag anzeigen
    Interessanter Bericht, danke!

    Ich spiele schon lange mit dem GEdanken mir Bienen an zu schaffen. Aber so einfach ist das wohl nicht mit der Imkerei!
    Hat jemand von Euch Bienen?

    Perry
    Mein Vater war Imker! Erkundige Dich doch mal in Deiner Nähe nach einem Imkerverein/-verband, wenn Du es wirklich willst. Dort wirst Du genügend Leute finden, die Dir hilfreich zur Seite stehen.

    Es wird am Anfang etwas Geld kosten! Und je nach Anzahl der Völker kann der Arbeitsumfang recht intensiv werden!
    Das will gut überlegt sein!

    LG
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    Leute! Denkt immer an: "Teile und herrsche", und fragt Euch wer der "Dritte" ist! Cui bono?
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  4. #4
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    Mehr als nur Honig - Film zum Bienensterben

    Mehr als nur Honig - Film zum Bienensterben


    Der Dokumentarfilm zeigt beeindruckende
    Nahaufnahmen der Insekten



    Ab 8. November wird in den Kinos der Dokumentarfilm „More than Honey“ zu sehen sein, in dem das weltweite Bienensterben thematisiert wird. Regisseur Markus Imhoof, selbst Sprössling einer Imkerfamilie, hat mit seinem Team fünf Jahre lang an dem Film gearbeitet. Herausgekommen sind großartige Bilder: Nahaufnahmen von fliegenden Bienen und aus dem Inneren der Stöcke. Aber auch bedrückende Szenen, in denen das Ausmaß der Bedrohung der Tiere durch Krankheiten, Parasiten und Pestizide sichtbar wird.
    Die Drehorte des Films hätten wohl kaum unterschiedlicher ausfallen können. Einerseits eine idyllische Berglandschaft in der Schweiz, wo ein älterer Imker mit Zigarre im Mundwinkel und ohne Schutzkleidung seine Bienen hegt, wie seine Vorfahren vor ihm. Andererseits riesige Monokulturen in den USA, zu denen Tausende von Völkern von industriell arbeitenden Honigproduzenten auf den Ladeflächen schwerer Trucks verfrachtet werden. Hier wird – wiederum in nahegehenden Makroszenen – deutlich, wie sehr der systematische Einsatz von Spritzmitteln den Bienen zu schaffen macht. Doch noch bestürzender sind Szenen aus China, wo Landarbeiter Apfelbäume per Hand bestäuben müssen, weil es einfach keine Bienen mehr gibt.
    Die Stärke der Dokumentation liegt weniger in neuen Antworten auf die Frage nach dem Bienensterben als in der Möglichkeit, in die Welt der Bienen und Imker einzutauchen und ganz nah dran zu sein. Auch Laien können so für deren Probleme sensibilisiert werden. Die technisch meisterhaft eingefangenen Bilder bieten einen visuellen – und im Zusammenspiel mit atmosphärischer Musik und Interviewaufnahmen – auch emotionalen Zugang. So reift die Erkenntnis, dass die Bienen nicht "nur" unser Überleben sichern, sondern in ihrer erstaunlichen natürlichen Raffinesse von unschätzbarem Wert für die Umwelt als Ganzes sind. Dass sie eben mehr bedeuten, als nur Honig.



    MORE THAN HONEY I offizieller deutscher Trailer I
    ab 08. November im Kino



    Eines der wichtigsten Naturwunder unserer Erde schwebt in höchster Gefahr: die Honigbiene. Das fleißigste aller Tiere, das verlässlich von Blüte zu Blüte fliegt, verschwindet langsam. Es ist ein mysteriöses Sterben, das weltweit mit Sorge beobachtet wird. Denn ein Leben ohne die Biene ist undenkbar. Sie ist die große Ernährerin der Menschen. Aber ihr wird heute Großes abverlangt: der weltweite Bedarf an Naturprodukten ruht auf ihren zierlichen Flügeln. Zwischen Pestiziden, Antibiotika, Monokulturen und dem Transport von Plantage zu Plantage scheinen die Königinnen und ihre Arbeiterinnen ihre Kräfte zu verlieren. MORE THAN HONEY entführt uns in das faszinierende Universum der Biene. Regisseur Markus Imhoof verfolgt ihr Schicksal von der eigenen Familienimkerei bis hin zu industrialisierten Honigfarmen und Bienenzüchtern. Mit spektakulären Aufnahmen öffnet er dabei den Blick auf eine Welt jenseits von Blüte und Honig, die man nicht so schnell vergessen wird.






    LG Angeni

  5. #5
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    Ein Viertel der Bienenvölker könnte den Winter nicht überstehen



    Deutsche Forscher stellen Bienenvölkern ihres Landes ein bedenkliches Gesundheitszeugnis aus: Nach aktuellem Stand dürften so gut wie alle Völker von den gefährlichen Varroa-Milben befallen sein, allerdings mit erheblichen Unterschieden. Die winzigen Spinnentiere ernähren sich als Blutsauger von Bienen und übertragen so Krankheiten zwischen den Insekten.
    Die Unterschiede zwischen einzelnen Regionen und Bienenständen sind groß, wie die Erhebung von Bienenforschern aus ganz Deutschland zeigt. 23 Prozent der Völker könnten den Winter nicht überleben, schätzen Forscher der Landesanstalt für Bienenkunde an der Universität Hohenheim.
    Erstmals haben Forscher von acht bienenforschenden Instituten diesen Herbst bundesweit stichprobenartig 2.050 Bienenvölker an 223 Bienenständen untersucht. Ab einem Varroa-Befall von etwa sechs Prozent, also 6 Milben auf 100 Bienen, droht Bienenvölkern ein deutlich erhöhtes Risiko, den Winter nicht zu überleben. Knapp 23 Prozent der untersuchten Völker sind von dem erhöhten Befall betroffen. Viele dieser Völker könnten den kommenden Winter nach Einschätzung der Wissenschaftler nicht überstehen.

    Wichtige Maßnahmen für die kommende Saison
    Der durchschnittliche Befall an verschiedenen Bienenständen liegt zwischen null und 41 Prozent, einzelne Völker waren sogar bis zu 76 Prozent befallen. Dringend empfehlen die Bienenforscher Imkern in der brutfreien Zeit eine sogenannte Restentmilbung mit einem geeigneten Behandlungsmittel. Nur so können die überlebenden Völker im kommenden Frühjahr mit einem niedrigen Varroa-Befall in die neue Saison starten.

    Fazit: Wir hatten diesen Sommer kaum Bienen im Garten und im Wald. Wir hatten weder Äpfel, noch Mirabellen – meine Eltern haben das in 60 Jahren nicht erlebt…

    Quelle



    Halten wir uns folgende Weissagung der Cree-Indianer present:
    „Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet,
    der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr merken, dass man Geld
    nicht essen kann.“

    Liebe Grüsse
    Angeni

  6. #6
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    Interview zu Bienensterben: Milben und Pestizide


    Monokulturen und Pestizide setzen den Bienen zu, am 16. Januar wird deshalb eine andere Agrarpolitik eingefordert (Foto: Campact)

    Nicht erst seitdem der Dokumentarfilm "More Than Honey" im Kino läuft, wird über das weltweite Phänomen des Bienensterbens diskutiert. Das Problem ist gravierend, denn ohne Bienen würde die Landwirtschaft zusammenbrechen. Der Vorsitzende des Imkerverbandes Mellifera, Thomas Radetzki, spricht im Interview mit campact.de über die Hintergründe.

    Campact.de (C): "Herr Radetzki, warum sterben die Bienen?"

    Thomas Radetzki (TR): "Bevor ein Volk kollabiert, wurde es oftmals schon durch verschiedene Faktoren geschwächt. Die eigentlichen Ursachen sind häufig nicht eindeutig zu klären. Neben der Varroamilbe ist die industrielle Agrarproduktion mit ihren Pestiziden und Monokulturen die Hauptbelastung für die Gesundheit der Bienen. In den dramatisch zunehmenden Monokulturen wie Mais verhungern unsere Bienen sogar."

    C: "Wie viele Völker sind in Europa schon tot oder gefährdet?"

    TR: "Das kann niemand mehr zählen! Seit Jahren sind Völkerverluste von bis zu 50% über Winter keine Seltenheit mehr. Lokal kommt es auch zu Totalverlusten. Das ist ein weltweites Problem."

    C: "Warum sind Pestizide für Bienen giftig? Wie wirken sie auf die Bienen?"

    TR: "Das Hauptproblem sind Insektizide, eine Untergruppe der Pflanzenschutzmittel. Sie werden regelmäßig eingesetzt, um Insekten zu töten. Da Bienen auch Insekten sind, gibt es versteckte, aber nicht minder gefährliche Schäden und Vergiftungen. So sind im Rheintal im Jahr 2008 mehr als 11.000 Völker in kürzester Zeit zugrunde gegangen. Ursache war das Nervengift Clothianidin, mit dem Saatgut von Mais behandelt wurde. Der Wirkstoff gehört zu einer neuen Gruppe von Insektiziden, den Neonicotinoiden, die hochgiftig sind, aber den Bienen angeblich nicht schaden sollen. Der Wirkstoff Imidacloprid z.B. ist 7.297-mal giftiger als das Insektizid DDT! Sogar in kleinsten Mengen können diese Gifte zu Störungen des Verhaltens, der Kommunikation und der Orientierung führen. Bienen finden dann nicht mehr in den heimischen Stock zurück. Imker und Naturschutzverbände fordern ein Verbot dieser Mittel."

    C: "Was hat die Varroamilbe mit dem Bienensterben zu tun?"

    TR: "Die Varroamilbe wurde durch Globalisierung aus Asien eingeschleppt und schädigt Bienenbrut und erwachsene Tiere. Unsere westlichen Honigbienen haben in der Evolution keine Abwehrmechanismen entwickelt. Die Bienenvölker sterben jedoch meist an den Viren, die in die Bienenbrut eindringen, wenn die Milben Blut saugen. Und die Viren haben ein leichtes Spiel, wenn der Organismus ohnehin geschwächt ist. Es gilt also, die Bienen insgesamt zu stärken – durch ein vielfältiges und reiches Blütenangebot und möglichst stressfreie Bienenhaltung."

    C: "Wenn Bienen sterben, welche Lebensmittel sind gefährdet, weil sie von der Bestäubung abhängen?"

    TR: "Vor allem Obst und Gemüse sind betroffen. Ohne Bienen fehlen die wichtigsten Bestäuberinnen aber auch bei Wildpflanzen, von deren Früchten und Samen sich Kleinsäuger, Reptilien, Vögel und andere ernähren. Wir können zwar Honig importieren, aber keine Bestäubung!"

    C: "Sind die Imkerbetriebe gefährdet?"

    TR: "Ja, selbst erfahrene Familienbetriebe kann es trotz bester fachlicher Praxis treffen. Für einen Wirtschaftsbetrieb können solche Verluste existenziell werden. Die Zahl der Freizeitimker, welche die meisten Bienenvölker in Deutschland betreuen, ging auch wegen des Bienensterbens jahrelang zurück. Inzwischen gibt es zwar eine Trendwende, aber trotzdem ist die Imkerschaft mit einem Durchschnittsalter von etwa 58 Jahren völlig überaltert."

    C: "Was würden die jetzt in der EU diskutierten „ökologischen Vorrangflächen“ ändern?"

    TR: "Im intensiven, konventionellen Anbau werden die Felder immer größer und der Fruchtwechsel geringer. Die Monokulturen sind nur mit Chemie möglich. Aus den Wiesen verschwinden Artenvielfalt und Blüten wegen der Überdüngung und häufigem Mähen. Diese Industrialisierung der Landwirtschaft hat die EU mit ihren Subventionen jahrzehntelang gefördert. Der neue Vorschlag der Kommission wäre ein Schritt in eine neue, ökologischere Subventionspolitik. Wenn auf jedem Betrieb ein kleiner Anteil der Fläche als ökologische Vorrangfläche bewirtschaftet wird, entsteht ein europaweites Netz an Flächen, in denen das durch die Agrarproduktion verursachte Artensterben verlangsamt wird. Das hilft Bienen, Vögeln und vielen anderen bedrohten Arten."

    C: "Was muss sich an der Art der Landwirtschaft ändern, damit die Bienen eine Zukunft haben?"

    TR: "Wir brauchen eine bäuerliche, möglichst ökologische Landwirtschaft mit vielgliedrigen, auch blühenden Fruchtfolgen und ohne Massentierhaltung. Um das Bienensterben zu stoppen, muss eben auch das Bauernsterben gestoppt werden. Grünlandumbruch zur Gewinnung von nachwachsenden Rohstoffen und Energie muss unterbunden werden. Gefährliche Agrargifte haben weder in der Nahrung der Bienen noch in der der Menschen etwas zu suchen. Das Maximum an Ertrag ist nicht das Optimum, es ist destruktiv für alle. Wenn es Bienen, Hummeln & Co. gut geht, geht es auch dem Menschen gut."

    C: "Danke, Herr Radetzki."
    Quellen:

    +++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

    Vielen Dank an campact.de für die Erlaubnis, das Interview abzudrucken. Das Original, einen Appell an Agrarministerin Ilse Aigner und Informationen zu einer Aktion vor dem Kanzleramt am 16. Januar finden Sie hier: https://www.campact.de/bienensterben/






    LG Angeni

  7. #7
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    Bienensterben durch Chemikalien?

    11.500 tote Völker

    Die letzte Biene? Das Massensterben der Insekten beunruhigt Wissenschaftler schon seit Jahren
    Seit Jahren rätseln Wissenschaftler, was das Massensterben von Bienen auslöst. Jetzt enthüllt ein Bericht der EU alarmierende Ergebnisse: Insektizide von Bayer und Syngenta könnten mit verantwortlich sein, die Firmen versprechen Aufklärung. Der Fall wirft die Frage auf, wie umweltfreundlich die Landwirtschaft eigentlich noch ist.
    Was Umweltschützer und Imker schon länger auf die Barrikaden treibt, bestätigt nun eine Untersuchung der EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa). Umstrittene Insektenvernichtungsmittel, die großflächig in der industriellen Landwirtschaft eingesetzt werden, sind vermutlich mitverantwortlich für das Massensterben von Bienen. Im Verdacht haben die Aufseher Insektizide des deutschen Herstellers Bayer und des Schweizer Syngenta-Konzerns. Sie enthalten Wirkstoffe, die zur Gruppe der Neonikotinoide gehören. Die Insekten spielen eine wichtige Rolle bei der Befruchtung vieler Pflanzen. Fallen sie als Bestäuber aus, schadet dies nicht nur der Umwelt, sondern auch der Nahrungsmittelproduktion.
    Die von der EU-Kommission in Auftrag gegebene Untersuchung kommt zu alarmierenden Ergebnissen. Es seien eine ganze Reihe von Risiken festgestellt worden, teilte die Behörde mit. Sie warnt ausdrücklich vor den Gefahren für Bienen durch die drei Insektizide Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam.

    Ohne Orientierung

    Die Forscher gingen der Frage nach, welche kurz- und langfristigen Folgen selbst nicht tödliche Mengen des Gifts für Bienenvölker haben. Das Verhalten der Tiere spielt eine entscheidende Rolle. Experten warnen davor, dass die Chemikalien den Orientierungssinn der Bienen stören können, sodass sie nicht mehr in ihre Bienenstöcke zurückfinden. Bayer und Syngenta müssen nun eine Stellungnahme abgeben. Die EU-Kommission will das Thema Ende Januar mit den EU-Ländern diskutieren. Wenn es bewiesenermaßen ein Problem mit diesen Produkten gebe, "wird die Kommission gemeinsam mit den Mitgliedsstaaten die notwendigen Maßnahmen ergreifen", sagte ein Kommissionssprecher und deutete damit ein Verbot der Mittel an. Aufgrund fehlender Daten seien nicht alle Analysen endgültig abgeschlossen. Die Behörde kommt zu dem Schluss: "Die Wissenschaftler haben etliche Risiken für Bienen durch drei Neonikotinoid-Insektizide ermittelt." Die Forscher forderten, auch das Risiko für andere Bestäuber zu untersuchen.
    Biologen versuchen seit Jahren, das Massensterben der Bienen zu ergründen, das nicht nur Europa und Amerika betrifft, sondern auch andere Regionen. Neben Insektiziden setzen auch Milben, Viren und Pilze den Insekten zu. Die Neonikotinoide gehören seit den 1990er-Jahren zu den am häufigsten eingesetzten Insektiziden. Ihr Risikopotenzial ist hoch, weil Mittel dieser Stoffklasse systemisch wirken. Das bedeutet, sie finden sich irgendwann in allen Pflanzenteilen, auch wenn nur das Saatgut behandelt wurde. Außerdem werden sie häufig routinemäßig bei Raps, Mais, Sonnenblumen, Baumwolle und Zuckerrüben eingesetzt.
    EFSA identifiziert Risiken durch Neonicotinoide für Bienen
    Pressemitteilung
    16 Januar 2013


    Die Wissenschaftler der EFSA haben eine Reihe von Risiken für Bienen identifiziert, die von drei Neonicotinoid-Insektiziden[1] ausgehen. Die Behörde wurde von der Europäischen Kommission mit der Bewertung der Risiken im Zusammenhang mit der Verwendung von Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam zur Saatgutbehandlung bzw. in Form von Granulat ersucht; dabei lag besonderes Augenmerk auf deren akuten und chronischen Wirkungen im Hinblick auf das Überleben und die Entwicklung von Bienenvölkern, den Auswirkungen auf Bienenlarven und das Bienenverhalten sowie auf den durch subletale Dosen[2] dieser drei Wirkstoffe bedingten Risiken. In einigen Fällen konnte die EFSA aufgrund von mangelnden Informationen die Risikobewertung nicht abschließen.


    Die Risikobewertungen konzentrierten sich auf drei wesentliche Expositionspfade: Exposition durch Rückstände in Nektar und Pollen der Blüten behandelter Pflanzen, Exposition durch Stäube, die bei der Aussaat behandelten Saatguts oder beim Streuen von Granulat entstehen, sowie Exposition durch Rückstände in der Guttationsflüssigkeit[3] von behandelten Pflanzen.
    In den Fällen, in denen es der EFSA möglich war, die Risikobewertungen abzuschließen, kam sie gemeinsam mit wissenschaftlichen Sachverständigen aus den EU-Mitgliedstaaten für alle drei Wirkstoffe zu folgendem Schluss:



    • Exposition durch Pollen und Nektar: Nur die Verwendung bei Nutzpflanzen, die für Honigbienen uninteressant sind, wurde als akzeptabel erachtet.
    • Exposition durch Stäube: Ein Risiko für Honigbienen bestand bzw. konnte nicht ausgeschlossen werden, mit einigen Ausnahmen, wie bei der Verwendung für Zuckerrüben oder Nutzpflanzen, die in Gewächshäusern angebaut werden, und bei der Verwendung einiger Granulatformen.
    • Exposition durch Guttation: Nur die Risikobewertung für mit Thiamethoxam behandeltem Mais konnte abgeschlossen werden. Hier zeigen Feldstudien eine akute Wirkung auf Honigbienen, die dem Wirkstoff mittels Guttationsflüssigkeit ausgesetzt waren.

    Die Schlussfolgerungen der EFSA enthalten Tabellen, in denen alle in der EU zugelassenen Verwendungen dieser drei Wirkstoffe zur Saatgutbehandlung sowie in Form von Granulat aufgeführt sind. Ferner ist für jeden Expositionspfad angegeben, in welchen Fällen ein Risiko festgestellt wurde, in welchen Fällen ein geringes Risiko festgestellt wurde und in welchen Fällen die Bewertung aufgrund mangelnder Daten nicht abgeschlossen werden konnte.
    Für ihre Schlussfolgerungen haben die Wissenschaftler der EFSA Daten, die in der Vergangenheit zur Zulassung der Wirkstoffe auf EU-Ebene und zur Unterstützung der Produktzulassungen auf mitgliedstaatlicher Ebene eingereicht wurden, sowie einschlägige Literatur und Überwachungsdaten ausgewertet. Ferner berücksichtigten sie neue Entwicklungen bei der Bewertung der von Pflanzenschutzmitteln ausgehenden Risiken für Bestäuber, insbesondere die Empfehlungen des wissenschaftlichen Gutachtens der EFSA vom Mai 2012 über die wissenschaftlichen Grundlagen für die Ausarbeitung eines Leitfadens zur Bewertung der Risiken durch Pflanzenschutzmittel für Bienen.
    In diesem vom Gremium für Pflanzenschutzmittel und ihre Rückstände (PPR-Gremium) der EFSA veröffentlichten Gutachten wurde eine wesentlich umfassendere Risikobewertung für Bienen vorgeschlagen sowie striktere Kriterien für die Auslegung von Feldstudien vorgestellt. Die vorgeschlagenen Änderungen sollen Bienen im Rahmen der Bewertung der Risiken durch Pestizide ein höheres Maß an Schutz bieten.
    Da ein Großteil der Daten vor der Erstellung des Gutachtens generiert wurde, liefern sie nicht in allen Fällen die notwendigen Informationen. Zudem besteht bei den jüngsten Bewertungen ein hohes Maß an Unsicherheit, da der endgültige Leitfaden zur Bewertung der von Pflanzenschutzmitteln ausgehenden Risiken für Bienen[4] noch in Ausarbeitung ist.
    Alle diese Faktoren haben dazu geführt, dass die Wissenschaftler der EFSA die Risikobewertungen für manche der in der EU zugelassenen Verwendungen nicht abschließen konnten; es wurden eine Reihe von Datenlücken festgestellt, die erst geschlossen werden müssen, damit eine weitergehende Bewertung der potenziellen Risiken durch Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam für Bienen möglich ist. Schließlich wird darauf hingewiesen, dass für andere Bestäuber als Honigbienen nur begrenzt Informationen vorlagen; es gilt somit, die Risiken für diese anderen Bestäuber näher zu untersuchen.






    Hinweise für die Redaktion:

    Die EFSA war nicht an den Bewertungen beteiligt, die der Zulassung von Clothianidin und Thiamethoxam vorausgingen; das Peer Review dieser Wirkstoffe wurde von der Europäischen Kommission organisiert, bevor die EFSA in das Verfahren eingebunden war. Im Jahr 2012 veröffentlichte die EFSA eine Schlussfolgerung speziell zu Thiamethoxam, bei der Daten zur Exposition von Bienen berücksichtigt wurden, die der Antragsteller nach Erteilung der Zulassung eingereicht hatte. Die EFSA war am Peer Review von Imidacloprid beteiligt, das vor Zulassung des Wirkstoffs erfolgte. In ihrer Schlussfolgerung aus dem Jahr 2008 identifizierte die EFSA eine Reihe kritischer Problembereiche: Für Bienen, Vögel, Säugetiere, Wasser- und Bodenorganismen wurde anhand der vorliegenden Daten ein hohes Risiko ermittelt bzw. konnte nicht ausgeschlossen werden.
    In Anbetracht der Bedeutung von Bienen für das Ökosystem und die Nahrungskette sowie im Hinblick auf die vielfältigen Dienste, die sie für den Menschen erbringen, ist ihr Schutz unbedingt erforderlich. Aufgrund ihres Auftrags, die Lebensmittelsicherheit in der EU zu verbessern und ein hohes Maß an Verbraucherschutz zu gewährleisten, kommt der EFSA bei der Sicherung des Überlebens der Bienen eine wichtige Rolle zu. Die Untersuchung zu Neonicotinoiden, die die Behörde durchgeführt hat, ist nur eine von zahlreichen Aktivitäten, die die Behörde im Bereich Bienengesundheit unternimmt. Erst kürzlich schloss die EFSA eine Übersicht über sämtliche Arbeiten, die sie im Zusammenhang mit Bienen durchgeführt hat, ab und ist derzeit dabei, Bereiche zu ermitteln, zu denen nicht genügend Daten oder Forschungsarbeiten vorliegen. Weitere Arbeiten, die sich speziell auf Bienen beziehen, umfassen den Leitfaden des PPR-Gremiums zur Bewertung der Risiken durch Pflanzenschutzmittel für Bienen, der im Frühjahr 2013 veröffentlicht wird, sowie ein wissenschaftliches Gutachten, das derzeit vom Gremium für Tiergesundheit und Tierschutz zum Risiko der Einschleppung von zwei Bienenschädlingen in die EU und deren dortigen Ausbreitung fertiggestellt wird. Bei diesen Bienen befallenden Parasiten handelt es sich zum einen um den Kleinen Beutenkäfer (Aethina tumida) und zum anderen um asiatische Milben der Gattung Tropilaelaps.


    Quelle
    Quelle

    LG Angeni
    Geändert von Angeni (21.01.2013 um 17:36 Uhr)

  8. #8
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    Studie offenbart: Honigbienen alleine reichen nicht aus

    Eine aktuelle Studie internationaler Wissenschaftler belegt, dass Honigbienen alleine sonstige wilde Bestäuber nicht ersetzen können. Weltweit hängt immerhin rund ein Drittel der Nahrungsmittelproduktion von der Bestäubung durch Insekten ab. Herrscht ein Mangel an Bestäubern, fallen die Ernten oft sehr gering aus. In ihrer Untersuchung können die Forscher nun belegen, dass Pflanzen besonders viele Früchte und Samen hervor bringen, wenn möglichst viele unterschiedliche Arten frei lebender Bestäuber vorhanden sind. Honigbienen können diese wilden Bestäuber nicht ersetzen, sondern lediglich unterstützen.

    Wie die Forscher unter anderem um Prof. Dr. Teja Tscharntke Leiter der Abteilung Agrarökologie der Georg-August-Universität Göttingen aktuell in der Fachzeitschrift "Science" erläutern, zählen zu den natürlichen Bestäubern neben den Honigbienen auch Wildbienen, Fliegen, Käfer, Schmetterlinge, Vögel aber auch Fledermäuse. Die an der Studie beteiligten Agrarwissenschaftler untersuchten sowohl Kaffee- und Kürbisplantagen in Indonesien als auch Erdbeerfelder und Kirschbäume in Südniedersachsen.


    "Die Ergebnisse machen deutlich, dass eine ertragreiche Landwirtschaft nicht ohne Artenvielfalt auskommt", so Tscharntke. "Es wäre sehr riskant, sich bei der Bestäubung von Nutzpflanzen alleine auf die vom Menschen gemanagten Honigbienen zu verlassen, deren Anzahl durch Parasiten und Pestizide in jüngerer Zeit stark beeinträchtigt wurde. Konzepte zur Förderung weltweiter Nahrungsmittelsicherheit sollten auch den Schutz frei lebender Bestäuber, namentlich der Wildbienen, berücksichtigen."


    Quelle: http://grenzwissenschaft-aktuell.blo...n-alleine.html
    Grundsätzlich mag die Aussage ja stimmen, aber führt in eine völlig falsche Richtung!
    Motto: Naja, es geht auch ohne die Bienen!
    Nee, nee, so geht das nicht!

    Und so ganz nebenbei bemerkt, im Tierreich spricht man von Artenvielfalt, die sich positiv auswirkt, aber im "Menschen"-Reich will man alles vereinheitlichen!
    Sollten wir vielleicht lernen Blüten zu bestäuben?

    Liebe Grüße
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    Gentech-Mais und Bienen:
    Experte bezweifelt Unbedenklichkeit



    Welche Gefahren gehen von Gentechnik für Bienen aus?


    Gestern veröffentlichte das Thünen-Institut die Ergebnisse einer Studie zu den Auswirkungen von gentechnisch verändertem Mais auf Bienen. Viele Medien berichteten umgehend, Schlagzeilen wie „Gen-Mais schadet Bienen nicht“ (Der Spiegel) machten die Runde. Doch sind nun wirklich alle Zweifel ausgeräumt? „Die entscheidende Frage wurde gar nicht untersucht“, meint der Gentechnik-Experte Christoph Then.
    Der gentechnisch veränderte Mais sondert ein Gift ab, um unerwünschte Insekten zu töten. Ins Erbgut eingebaute Gene des Bakteriums Bacillus thuringiensis (Bt) sorgen für die Bildung des Insektengifts. Then glaubt, dass auch Nützlinge wie Bienen von dem Gift geschädigt werden, wenn es neben den Gentech-Mais noch anderen Beeinträchtigungen gebe – wie es außerhalb des Labors vorkommt. Entsprechende wissenschaftliche Publikationen hätten das gezeigt. „Das ist brisant. Bienen sind unter realen Bedingungen beständig Umweltgiften, Parasiten und anderen Stresseinwirkungen ausgesetzt.“ Das könne zu einer ernsthaften Bedrohung für die Insekten führen. „Vor diesem Hintergrund ist es falsch zu behaupten, dass nun bewiesen sei, dass Bt-Gifte für Bienen ungefährlich seien“, erklärte Then dem Informationsdienst Gentechnik. „Die wirklich relevante Fragestellung wurde gar nicht untersucht.“
    Hinzu kommt aus Sicht des Experten von Testbiotech, einem Verein für unabhängige Risikobewertung, dass für die aktuelle Studie eigens künstliche Bienenschwärme gebildet worden seien. „Es ist anzunehmen, dass diese in geringerem Ausmaß mit Parasiten und Krankheitserregern belastet sind, als dies bei einem normalen Schwarm der Fall ist.“ Die Umstände, mit denen die Bienen heute zu kämpfen haben, konnten so also nicht berücksichtigt werden.
    Die Forscher des Thünen-Instituts hatten die Testbienen in Flugkäfigen gehalten, in denen teils Gentechnik-Mais, teils konventioneller Mais die Nahrungsquelle darstellte. Dabei seien keine negativen Auswirkungen der genmodifizierten Pflanzen auf Überlebensrate, Körpergewicht oder Verdauung festgestellt worden, schrieben sie in einer Pressemitteilung. In den vergangenen Jahren haben wissenschaftliche Untersuchungen allerdings mehrfach Risiken für Nützlinge durch Bt-Mais aufgedeckt. So hatten beispielsweise Experten des Bundesamts für Naturschutz bereits 2005 Gesundheitsschäden bei Schmetterlingen beobachtet. [dh]

    Sonnige Grüsse
    Angeni



    Die Wissenschaft hat die Ganzheit getrennt und je detaillierter man das Atom in seinem
    Kern erforscht hat, desto weiter sind wir von uns selber weg gekommen
    - Angeni

  10. #10
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    Liebe Grüsse
    Angeni
    Geändert von Angeni (08.04.2013 um 12:31 Uhr)
    Sonnige Grüsse
    Angeni



    Die Wissenschaft hat die Ganzheit getrennt und je detaillierter man das Atom in seinem
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