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Thema: Galaxien

  1. #11
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    Mysteriöse Andromeda-Galaxie: Ringstruktur entdeckt

    Die wohl berühmteste »Welteninsel« gibt Astronomen zunehmend Rätsel auf. Unsere Nachbarmilchstraße, die riesige Andromeda-Spirale, hält einen geheimnisvollen Ring aus Zwerggalaxien um sich. Und den dürfte es nach den gegenwärtigen Theorien zur Bildung von Galaxien eigentlich so gar nicht geben. Die Natur weiß es besser, aber: Was stimmt hier nicht?




    Die Zwerggalaxien sind in einer recht schmalen Ringzone um das Andromeda-System verteilt. Eigentlich müssten sie als Schwarm aus eher zufällig um die Galaxie herum verteilten Begleitern auftreten. Vielmehr liegen sie innerhalb einer Ebene, die bei einer Dicke von »lediglich« 30.000 Lichtjahren rund eine Million Lichtjahre misst und somit viermal ausgedehnter ist als Andromeda selbst. Insgesamt handelt es sich also um eine ausgesprochen große und nicht minder befremdliche Anordnung. Zumindest kann derzeit niemand ihre Entstehungsgeschichte aufdecken. Immerhin knapp die Hälfte von insgesamt 27 mittlerweile um das Hauptsystem entdeckten Begleitgalaxien befindet sich in der mysteriösen Ebene.

    weiter hier: http://info.kopp-verlag.de/neue-welt...-entdeckt.html
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  2. #12
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    Größte bekannte Spiralgalaxie praktisch durch Zufall entdeckt

    Amerikanische Astronomen haben praktisch zufällig die bisher größte bekannte Spiralgalaxie des Universums entdeckt. Mit einem Durchmesser von 522.000 Lichtjahren ist sie mehr als fünfmal so groß wie unsere Milchstraße. Die neuentdeckte Galaxie mit der Bezeichnung »NGC 6872« befindet sich im Sternbild Pfau und ist etwa 212 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt.


    Die Wissenschaftler erklärten, sie hätten die Galaxie bei der Auswertung von Satellitensignalen entdeckt. Eigentlich hätten sie nach Sternentstehungsgebieten in der Umgebung der Galaxie gesucht. Stattdessen seien sie auf eine starke Strahlung ultravioletten Lichts gestoßen, die von jungen Sternen ausging und die ihnen erst die enorme Größe der Galaxie vor Augen geführt habe.

    »Ich habe nicht nach der größten Spiral-Galaxie gesucht – ihre Entdeckung war sozusagen ein unerwartetes Geschenk«, erklärte Raffael Eufrasio, Chefwissenschaftler des Goddard Space Flight Center der NASA in Greenbelt im Landkreis Prince George im US-Bundesstaat Maryland.

    Die Wissenschaftler hatten bereits gesammelte Daten des Weltraumteleskops Galaxy Evolution Explorer (GALEX), mit dem im ultravioletten Bereich des elektromagnetischen Spektrums Sternbildungsregionen untersucht werden können, ausgewertet und waren dabei auf die als »NGC 6872« bezeichnete Galaxie gestoßen. »Ohne die Möglichkeiten von GALEX, das ultraviolette Licht sehr junger und sehr heißer Sterne zu erfassen, hätten wir die volle Größe dieses beeindruckenden Systems niemals erkannt«, fügte Eufrasio hinzu.

    Die Entdeckung wurde Anfang Januar auf dem 221. Treffen der Amerikanischen Astronomischen Gesellschaft (AAS) in Kalifornien präsentiert. Im Sternbild Pfau befinden sich auch die Überreste einer weiteren Galaxie (IC 4970), die nach Angaben der Forscher von ihrer Masse her nur etwa ein Fünftel von NGC 6872 erreicht.

    Diese kleinere Galaxie IC 4970 ist nach Ansicht der Astronomen möglicherweise bei einer gigantischen »Begegnung« der beiden Galaxien vor etwa 130 Millionen Jahren zerstört worden. Als Folge dieses Großereignisses kam es zu einer ganzen Reihe von Sternentstehungen, aus denen NGC 6872 als die gigantische Galaxie hervorging, wie wir sie heute sehen können. »Der nordöstliche Arm von NGC 6872 ist der unruhigste Arm der Galaxie mit deutlicher Sternenbildung, aber an seinem äußersten Ende befindet sich ein Objekt, das nur im ultravioletten Bereich zu erkennen ist und bei dem es sich um eine Zwerggalaxie handelt, die vermutlich aufgrund einer Verschmelzung entstanden ist, wie sie auch aus anderen miteinander in Wechselwirkung tretenden Stern-Systemen bekannt ist«, zitierte die NASA die Astronomieprofessorin Duilia de Mello.
    Die Existenz dieser riesigen Spiralgalaxie war von Wissenschaftlern schon seit Jahrzehnten postuliert worden, aber erst jetzt war es nach intensiven und sorgfältigen Auswertungen der Daten verschiedener Teleskope, darunter auch GALEX, möglich, diese Galaxie sozusagen offiziell zur größten aller bekannten Spiralgalaxien zu erklären.

    Eufrasio wies darauf hin, dass es im Universum durchaus noch größere Spiralgalaxien als NGC 6872 geben könnte, aber diese müssten erst noch entdeckt und genau untersucht werden.

    Quelle: http://info.kopp-verlag.de/neue-welt...-entdeckt.html
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  3. #13
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    Dritte Supernova von Galaxie Messier 74 in 11 Jahren – NGC 253 und die Grenzen des galaktischen Wachstums

    Eine Forschergruppe um Alex Filipenko von der University of California in Berkeley entdeckte am 26. Juli 2013 mit dem "Katzman Automatic Imaging Telescope (KAIT)" eine Supernova-Explosion in der Spiralgalaxie Messier 74 im Sternbild Fische. Dies ist schon die dritte Sternexplosion, die innerhalb von nur elf Jahren in der rund 35 Millionen Lichtjahre von uns entfernten Welteninsel gesichtet wurde.
    Die Explosion erschien als heller Punkt in den südöstlichen Außenbereichen von M 74 und leuchtete zum Zeitpunkt ihrer Entdeckung mit einer Helligkeit von 13,5 mag und steigerte sich in den Folgetagen auf rund 12,8 mag.

    Comparison between M74 and M51

    Quelle

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    Die Wissenschaft hat die Ganzheit getrennt und je detaillierter man das Atom in seinem
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  4. #14
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    Rätselhafte Gleichrichtung planetarischer Nebel
    Ausrichtung von bipolaren Nebeln an der Milchstraßen-Ebene überrascht Astronomen
    Sie sind Lichtjahre voneinander entfernt, haben nichts miteinander zu tun - und zeigen trotzdem alle eine rätselhaft gleiche Ausrichtung: Astronomen haben bei schmetterlingsförmigen Planetarischen Nebeln im Zentralbereich unserer Milchstraße seltsame Gemeinsamkeiten entdeckt. Ihre Längsachsen liegen alle ziemlich genau in der Ebene der Galaxie. Das sei sehr überraschend, berichten die Forscher. Denn gerade im vollen Galaxienzentrum würde man eher eine zufällige Ausrichtung erwarten. Erste Vermutungen zur Ursache des Phänomens gibt es aber bereits.
    Dieser bipolare Nebel PN G111.8-02 liegt im Sternbild Cassiopeia.
    © ESO
    Der
    letzte Lebensabschnitt eines sonnenähnlichen Sterns endet mit einer Explosion: Der Stern schleudert seine äußeren Schichten ab und bildet so glühende Gaswolken, die den übrigbleibenden Weißen Zwerg umgeben. Diese Planetarischen Nebel bezeichnet kommen in einer Fülle an wunderschönen und atemberaubenden Gestalten vor. Eine Unterart dieser Nebel, die als bipolare planetarische Nebel bezeichnet wird, erscheint als geisterhafte Sanduhr oder Schmetterling um seinen Mutterstern.

    130 Exemplare solcher Planetarischen Nebel im zentralen Bereich unserer Milchstraße haben Astronomen nun dem New Technology Telescope der ESO und dem Hubble Weltraumteleskop der NASA näher untersucht. Sie haben dabei drei verschiedene Typen von Nebeln identifiziert: elliptische, solche mit einer inneren Struktur und die bipolaren Nebel. Bei den ersten beiden Typen fanden die Forscher nichts sonderlich Aufregendes. Anders war dies jedoch bei den bipolaren Nebeln:

    Längsachsen liegen alle auf einer Ebene
    Die schmetterlingsförmigen Mitglieder dieser kosmischen Familie scheinen auf eine rätselhafte Weise ausgerichtet zu sein: Ihre Längsachse - die durch die "Flügel" des Schmetterlingsform verläuft - ist stets entlang der Ebene der Milchstraße ausgerichtet. „Das ist ein wirklich überraschender Befund und, wenn er sich bewahrheitet, ein sehr wichtiger”, erklärt Bryan Rees von der University of Manchester. Denn all diese Nebel sind an verschiedenen Orten entstanden und besitzen unterschiedliche Eigenschaften.

    Weder die einzelnen Nebel, noch die Sterne, aus denen sie entstanden sind, hatten jemals Kontakt oder konnten sich gegenseitig in irgendeiner Weise beeinflussen. „Obwohl jegliche axiale Ausrichtung überraschend wäre, ist es noch überraschender diese in der überfüllten Zentralregion unserer Galaxie zu finden”, erläutert Koautor Albert Zijlstra von der University of Manchester.

    Stern bestimmt Ausrichtung - normalerweise
    Normalerweise werden Planetarische Nebel durch die Rotation des Sternsystems, aus dem sie entstehen, geformt. Dessen Eigenschaften beeinflussen, in welche Richtung die ausgeschleuderten Gase fliegen und welche Form sie annehmen. Doppelsternsysteme bilden beispielsweise besonders oft bipolare Nebel. Aber da ihre Ausrichtung zufällig ist, müsste dies eigentlich auch bei den resultierenden Gasnebeln der Fall sein.

    Vier verschiedene bipolare Nebel. Ähnliche Nebel im Milchstraßenzentrum sind alle gleich ausgerichtet.
    © ESO
    „Die Ausrichtung, die wir für diese bipolaren Nebel beobachten, deutet darauf hin, dass an Sternsystemen innerhalb des Bulge irgendetwas skurril ist”, sagt Rees. „Damit sie sich so aufreihen, wie wir das beobachten, muss die Rotation der Sternsysteme, die sie gebildet haben, senkrecht zu den interstellaren Wolken gewesen sein, aus denen sie entstanden sind, was sehr merkwürdig ist.”

    Sind starke Magnetfelder schuld?
    Der neue Fund deutet daher möglicherweise auf einen anderen rätselhaften Einflussfaktor hin: Magnetfelder in der zentralen Aufwölbung, dem Bulge, unserer Milchstraße. Möglicherweise, so mutmaßen die Forscher, waren diese Magnetfelder in der Jugendzeit unserer Galaxie stärker als bisher angenommen. Sie könnten dann dafür gesorgt haben, dass sich die von Sternen ausgeschleuderten Gase entlang der galaktischen Ebene ausrichteten.

    Bisher ist nur sehr wenig über die Herkunft und Eigenschaften der Magnetfelder in unserer Galaxie in ihren jungen Jahren bekannt. Sollten sie tatsächlich die Ausrichtung der Planetarischen Nebel im Milchstraßenzentrum beeinflusst haben, zeigt dies, dass sie dort um ein Vielfaches stärker gewesen sein müssen als in der Nachbarschaft unserer Sonne. Denn in unserer Region der Galaxie fehlt diese einheitliche Ausrichtung der Schmetterlingsnebel, wie die Forscher berichten.

    „Wir können viel aus den Beobachtungen dieser Objekte lernen”, fasst Zijlstra zusammen. „Denn sollten sie sich tatsächlich auf diese unerwartete Art verhalten, hat dies nicht nur Konsequenzen für die Geschichte einzelner Sterne sondern für die Geschichte unserer gesamten Galaxie.”
    Quelle


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  5. #15
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    Sternen-X im Herzen der Milchstraße
    Astronomen erstellen die bislang beste 3D-Karte vom Zentralbulge unserer Galaxie
    Im Herzen unserer Milchstraße steht ein rätselhaftes X aus Sternen. Das zeigt die bisher genaueste dreidimensionale Kartierung der Zentralwölbung der Galaxie. Demnach gleicht die dichteste Zone der Milchstraße von der Seite einer eingedellten Erdnuss oder einem X und von oben einem Balken. Diese Beobachtungen sind wichtig, weil sie neues Licht darauf werfen, wie unsere Galaxie einst ihre heutige Form bekam.
    So würden die Milchstraße und ihr erdnussförmiger Bulge von der Seite aussehen
    © ESO/ NASA/JPL-Caltech/ M. Kornmesser/ R. Hurt
    Einer der wichtigsten und massereichsten Teile unserer Heimatgalaxie ist der sogenannte Bulge, eine zentrale Verdickung der Milchstraße. Diese riesige, zentrale Wolke aus etwa zehn Milliarden Sternen hat einen Durchmesser von Tausenden von Lichtjahren. Bislang jedoch war es nicht gelungen ihre Struktur und ihren Ursprung nachzuvollziehen. Unglücklicherweise ist die Sicht von unserem Standort in der galaktischen Scheibe auf diese zentrale Region durch dichte Gas- und Staubwolken stark eingeschränkt.

    Rote Riesen als Kartierungshilfe
    Astronomen können nur dann einen guten Blick auf den Bulge bekommen, indem sie bei längeren Wellenlängen beobachten, zum Beispiel im Infrarotlicht, das Staubwolken durchdringen kann. Frühere Beobachtungen im Rahmen der 2MASS Infrarot-Himmelsdurchmusterung hatten bereits angedeutet, dass der Bulge eine rätselhafte X-förmige Struktur besitzen könnte. Nun haben zwei Forschergruppen anhand neuer Beobachtungen mit mehreren ESO-Teleskopen einen viel klareren Blick auf die Struktur des Bulge bekommen.

    Christopher Wegg vom Max-Planck-Institut für Extraterrestische Physik (MPE) in Garching und seine Kollegen verwendeten die VVV-Nahinfrarot-Durchmusterung des VISTA-Teleskops am Paranal-Observatorium der ESO in Chile. Diese neue Durchmusterung kann dreißig Mal leuchtschwächere Sterne detektieren als frühere Surveys. Das Astronomenteam identifizierte damit insgesamt 22 Millionen Sterne, die zu einer Unterklasse der Roten Riesen gehören und deren wohlbekannte Eigenschaften es erlauben, ihre Entfernungen zu bestimmen. Daraus konnte die Astronomen dann eine dreidimensionale Karte der Bulge-Struktur zusammensetzen.

    Das 3,6-Meter-Teleskop der ESO auf La Silla vor der Milchstraße
    © ESO/ S. Brunier
    Erdnuss und Balken in einem
    "Es ist das erste Mal, dass solch eine Karte ohne die Annahme eines Models für die Form des Bulges erstellt werden konnte”, erklärt Wegg. Wie sich zeigte, ähnelt die innere Region unserer Galaxie von der Seite einer Erdnuss, eingehüllt in ihre Schale. Von oben dagegen sieht sie eher wie ein langgezogener Balken aus. Ähnliche erdnussförmige Strukturen wurden schon in den Bulges anderer Galaxien beobachtet. Ihre Entstehung lässt sich mit Computersimulationen vorherberechnen, die zeigen, dass die Erdnussform von Sternen gebildet wird, die sich in einer X-förmigen Struktur anordnen.

    Ergänzend dazu konzentrierte sich das zweite Forscherteam um Sergio Vásquez von der Pontificia Universidad Católica de Chile auf die Bewegung der Sterne im Bulge - und damit dessen dynamische Struktur. Sie ermittelten diese, indem sie Aufnahmen des MPG/ESO 2,2-Meter-Teleskop verglichen, die im Abstand von elf Jahren erstellt wurden. Dadurch konnten sie die Bewegungen von mehr als 300 Sternen in drei Dimensionen kartieren.

    Sternenwanderung im X
    „Es ist das erste Mal, dass man eine so große Anzahl an Geschwindigkeiten in drei Dimensionen für einzelne Sterne von beiden Seiten des Bulges ermitteln konnte”, fasst Vásquez zusammen. „Die Sterne, die wir beobachtet haben, scheinen entlang der Arme eines X-förmigen Bulges zu wandern, während ihre Umlaufbahnen sie auf und ab und dabei sogar aus der Ebene der Milchstraße heraus führen.”

    Die Astronomen gehen davon aus, dass sich die Form der Milchstraße erst allmählich herausgebildet hat. Anfangs noch eine Scheibe aus Sternen, entwickelte sie vor Milliarden von Jahren einen flachen Balken. Dessen innerer Teil wölbte sich anschließend auf und nahm die dreidimensionale, erdnussförmige Gestalt an, die in den neuen Beobachtungen zu sehen ist.
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  6. #16
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    Galaxie mit ultrakompakter Sterndichte aufgespürt

    Galaxie mit ultrakompakter Sterndichte aufgespürt

    100 Millionen Sonnen in einer Kugel von 160 Lichtjahren Durchmesser: Mithilfe von "Hubble" und "Chandra" haben Astronomen womöglich die vollste Galaxie in unserer kosmischen Nachbarschaft aufgespürt.

    Foto: Nasa Die Galaxie mit dem kryptischen Namen M60-UCD1 ist rund 54 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt (siehe Kasten am untern Bildrand). Lokalisiert wurde sie in der Nähe einer gigantischen Galaxie mit dem Namen NGC 4649.


    Mit den Weltraumteleskopen "Hubble" und "Chandra" haben Astronomen die wahrscheinlich vollste Galaxie in unserer kosmischen Nachbarschaft aufgespürt. In dem Objekt mit der Katalognummer M60-UCD1 ist die Sterndichte rund 15.000 Mal höher als in unserem Bereich der Milchstraße, wie die US-Weltraumbehörde Nasa in Washington mitteilte.
    In der kleinen Galaxie drängen sich demnach Sterne mit einer Gesamtmasse von 100 Millionen Sonnen in einer Kugel von 160 Lichtjahren Durchmesser. Ein Lichtjahr ist die Strecke, die das Licht in einem Jahr zurücklegt, und entspricht knapp zehn Billionen Kilometern.
    Die Sterne in M60-UCD1 stehen rund 25 Mal näher beieinander als in unserer Region der Milchstraße. Auf alle drei Raumrichtungen berechnet ergibt das eine etwa 15.000 Mal höhere Sternendichte.
    Reise von einem Stern zum anderen wäre einfacher

    "Die Reise von einem Stern zu einem anderen wäre in M60-UCD1 viel einfacher als in unserer Galaxie", zitiert die Nasa in ihrer Mitteilung Jay Strader von der Michigan State University, dessen Forscherteam die dicht gepackte Galaxie im Fachblatt "The Astrophysical Journal Letters" vorstellt. "Mit der heute verfügbaren Technologie würde es allerdings immer noch Hunderte Jahre dauern", schränkt der Forscher ein.


    M60-UCD1 ist der zehn Milliarden Jahre alte Begleiter der großen elliptischen Galaxie M60, die 54 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt im Sternbild Jungfrau (Virgo) steht.
    Schwarzes Loch mit Masse von zehn Millionen Sonnen

    Mit dem Röntgenteleskop "Chandra" erspähten die Forscher auch Hinweise auf ein Schwarzes Loch im Zentrum der Begleitgalaxie M60-UCD1, das etwa die Masse von zehn Millionen Sonnen vereint.
    Möglicherweise ist M60-UCD1 der Überrest einer einst 50 bis 200 Mal größeren Galaxie, der bei einer Kollision die meisten Sterne entrissen wurden, glauben die Astronomen.

    Quelle


    LG
    zottel
    "Immer weigere ich mich, irgendetwas deswegen
    für wahr zu halten,
    weil Sachverständige es lehren, oder auch,
    weil alle es annehmen.

    Jede Erkenntnis muss ich mir selbst erarbeiten.
    Alles muß ich neu durchdenken, von Grund auf,
    ohne Vorurteile."


    Albert Einstein (1879-1955)

  7. #17
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    Unerwartete Nachbarn: Neun »neue« Satelliten der Milchstraße aufgespürt

    Mit einem neuen Detektorsystem, das seit August 2013 im Einsatz ist, stießen Astronomen nun auf eine überraschend große Zahl an Begleitgalaxien unserer Galaxis. Die Fachleute rätseln jetzt, wie diese Mini-Galaxien entstanden sind und welches Schicksal sie ereilen wird. Auch unsere unmittelbare kosmische Nachbarschaft birgt noch schier unendlich viele Geheimnisse. Und möglicherweise müssen bald einige bisher geltende Meinungen über den Haufen geworfen werden.



    Unsere Galaxis wird möglicherweise von weit mehr Zwerggalaxien begleitet als Astronomen bislang angenommen haben, auch wenn schon lange bekannt ist, dass unsere beachtliche Sternenspirale etliche »Vasallen« um sich schart. Solche stellaren Ableger, die ein wenig an Vorstädte erinnern, sind typisch für größere Welteninseln. Das gilt natürlich vor allem auch für die Andromedagalaxie als größtes Mitglied der Lokalen Gruppe. Jetzt aber sind neun weitere Minigalaxien um unser eigenes System bekannt geworden, allesamt in der Nähe der Magellanschen Wolken.


    Von südlichen Breiten aus sind diese beiden Wolken bereits mit bloßem Auge als helle Nebelflecke am nächtlichen Himmel sichtbar und seit Menschengedenken bekannt. Sie wirken wie abgelöste Fetzen der Milchstraße und sind deren auffälligste Begleiter. Wie meist bei solchen Galaxien, zählen die Magellanwolken zu den eher irregulären Systemen, also solchen »Sternenstädten«, die weder als elliptisch noch als spiralförmig durchgehen würden.

    Der persische Sternkundige al Sufi erwähnte zumindest die größere der beiden südlichen »Wolken« im Jahr 964, wobei er sie Al Bakr nannte, den »Weißen Ochsen«. Als erster Europäer, der sie beschrieb, gilt Ferdinand Magellan, dem die nebelhaften Gebilde im Jahr 1519 auffielen. Bis heute tragen sie seinen Namen, auch wenn Amerigo Vespucci sie bereits in einem Brief aus der Zeit um 1503 oder 1504 erwähnt.

    Mittlerweile weiß man, dass die geordneter wirkende Große Magellansche Wolke (GMW), die durch einen glühenden Sternenbalken als ausgeprägtem, zentralem »Corpus« auffällt, rund 170 000 Lichtjahre von der Sonne entfernt ist und wohl etwa 15 Milliarden Sterne in sich vereint – also auch nicht ganz wenig, trotzdem eine vergleichsweise bescheidene Galaxie. Die Kleine Magellansche Wolke (KMW) liegt in 200 000 Lichtjahren Distanz von uns und präsentiert sich noch frugaler: Sie bringt gerade einmal fünf Milliarden Sterne zusammen.


    Beide Sternsysteme sowie die Galaxis selbst stehen physisch über ein langes, dünnes Wasserstoffband in Verbindung, das als Magellanscher Strom bekannt ist und 1965 entdeckt wurde. GMW und KMW bewegen sich aufeinander zu, ähnlich wie Milchstraßensystem und Andromeda-Galaxie.

    Hier aber, im lokalen kosmischen Umfeld, lässt sich das berühmte Hubble-Gesetz von der Flucht der Milchstraßen noch nicht in seiner »Reinform« anwenden.

    Rund um unser Milchstraßensystem spielen sich spannende Vorgänge ab, und dass es noch sehr viel zu entdecken gibt, signalisiert auch der aktuelle Fund jener neun nie zuvor gesehenen Begleitgalaxien. Aufgespürt wurden sie mit der Kamera des Dark Energy Survey (DES) am 4-Meter-Blanco-Teleskop des Cerro Tololo Inter-American Telescope (CTIO) in Chile, ein Projekt, an dem auch Deutschland beteiligt ist.

    Die Dark Energy Camera (DECam), ein 570-Megapixel-Detektor für sichtbares Licht und nahes Infrarot, »sah« sein erstes Sternenlicht (»First Light«) bereits am 12. September 2012. Offizieller Projektstart war dann allerdings erst knapp ein Jahr später, am 31. August 2013.


    Drei der jetzt entdeckten Begleitgalaxien lassen sich mit Sicherheit als weitere Zwergsysteme einstufen, die übrigen Sechs von ihnen strahlen ganz besonders zurückhaltend. Sie ähneln auch größenmäßig der ultraschwachen Zwerggalaxie Segue 1.

    Möglicherweise handelt es sich bei ihnen aber auch um kugelförmige Sternhaufen, da wollen sich die Fachleute jetzt noch nicht festlegen. Jedenfalls waren sie mehr als überrascht, so viele Sternansammlungen in einem winzigen Sichtfeld zu finden: »Ich wollte meinen Augen nicht trauen«, kommentiert beispielsweise Dr. Sergey E. Koposov vom astronomischen Institut der Universität Cambridge, England.

    Ohne nun sämtliche momentan verfügbaren Erkenntnisse zu den neu(e)n Zwergen aufzuzählen, sollen all die Kleinen wenigstens einmal kurz beim Namen genannt werden: Reticulum 2, Eridanus 2, Horologium 1, Pictoris 1, Phoenix 2, Indus 1, Grus 1, Eridanus 3 sowie Tucana 2. Jede von ihnen ist milliardenfach lichtschwächer und um das Millionenfache masseärmer als unsere Galaxie.

    Mit knapp 100 000 Lichtjahren Distanz steht uns davon die Galaxie Reticulum 2 am nächsten, während Eridanus 2 sich in 1,24 Millionen Lichtjahren Entfernung bereits am Rand des galaktischen Halos befindet. Jede der Zwerggalaxien lässt schon jetzt Besonderheiten erkennen, allerdings werden erst künftige Beobachtungen weitere Details enthüllen.


    Die Astronomen versprechen sich davon auch wichtige Informationen über die lange gesuchte Dunkle Materie, obwohl neue Modelle auch ohne sie auskommen sowie die Dunkle Energie und sogar den scheinbar unvermeidlichen Urknall umgehen.

    Man weiß noch viel zu wenig, da ist Konkretes letztlich Mangelware. Doch der ebenfalls an der Universität Cambridge forschende Astrophysiker Dr. Vasily Belokurov stellt fest:
    »Zwerggalaxien sind die letzte Hürde für die Tests unserer Theorien zur Dunklen Materie. Wir brauchen diese Objekte, um herauszufinden, ob unser kosmologisches Bild einen Sinn macht. Eine so große Gruppe von Satelliten nahe den Magellanschen Wolken zu entdecken, war allerdings überraschend, da frühere Durchmusterungen des südlichen Himmels nur wenig gefunden haben, sodass wir nicht erwartet haben, über einen solchen Schatz zu stolpern.«
    Die Fachleute zerbrechen sich nun auch den Kopf darüber, welche Geschichte diese Galaxien haben, welche Herkunft und welche Zukunft. Der an der Studie beteiligte Dr. Wyan Evans, wiederum vom astronomischen Institut Cambridge, gibt sofort zu:
    »Die Ergebnisse sind sehr rätselhaft. Vielleicht handelte es sich um einstige Satelliten, die um die Magellanschen Wolken kreisten und dann durch Wechselwirkungen zwischen Großer und Kleiner Magellanscher Wolke herausgeschleudert wurden … Vielleicht waren sie auch Teil einer riesigen Gruppe von Galaxien, die – zusammen mit den Magellanschen Wolken – in unsere Milchstraße hineinfallen.«
    »Galaxienkannibalismus« wird im All vielfach beobachtet und auch bei unserer Galaxis existierten bereits früher Hinweise darauf, dass sie die eigene Art nicht verschmäht.


    Die neuen Entdeckungen sind für eine Veröffentlichung im Fachmagazin Astrophysical Journal vorgesehen. Sie belegen, dass wir angesichts der Unendlichkeit des Universums selbst in der allernächsten Nachbarschaft noch weitgehend im Dunkeln tappen.

    Das mag einerseits ernüchternd sein, andererseits wird alles dadurch noch spannender. Und bei allem Forscherdrang: Wir werden nie alles wissen. Und das ist sicher auch ganz gut so.



    Quelle: http://info.kopp-verlag.de/neue-welt...80F47D7A123AA5


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