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Thema: Galaxien

  1. #1
    Susi
    Gast

    Galaxien

    Dieser Thread sammelt alle Neuigkeiten zum Thema Galaxien:



    Entdeckt: Das galaktische Ringelschwänzchen



    Grafik: Keio University/NAOJ

    Japanische Astronomen haben im Herz der Milchstraße ein ungewöhnliches Objekt ausgemacht. In direkter Nachbarschaft des galaktischen Zentrums fanden sie eine große Gaswolke, die wie eine Spirale gewunden ist. Die Form geht vermutlich auf Magnetfelder zurück, die bei der Kollision weiterer Wolken verdrillt worden sind.
    „Die wunderschöne, sich klar abzeichnende Schraubenstruktur hat uns sehr überrascht“, erklärt Tomoharu Oka von der Keio-Universität in Yokohama. Der Astronom und seine Kollegen tauften ihren Fund auf den Namen „Ringelschwänzchen-Molekülwolke“. Ungeachtet der putzigen Bezeichnung dürfte die stattliche Wolke genügend Gas enthalten, um daraus mehrere Hunderttausend Sonnen zu bilden.

    Die gewundene Wolke liegt wenige Hundert Lichtjahre von dem extrem massereichen Schwarzen Loch im Zentrum der Milchstraße entfernt. In dieser Zone waren bereits früher große Wolken aus vergleichsweise warmem Gas entdeckt worden, die auf zwei verschiedenen Umlaufbahnen um das Schwerkraftzentrum ziehen.

    Okas Arbeitsgruppe hatte das Gebiet in den 90er-Jahren anhand der Radiostrahlung kartiert, die von energetisch angeregten Kohlenmonoxid-Molekülen ausgesandt wird. Erst ein Jahrzehnt später fiel Tetsuo Hasegawa vom ALMA-Observatorium in Chile bei der Durchsicht dieser Daten eine schraubenförmige Gasstruktur auf. Der Fund veranlasste die Forscher, das Gebiet erneut unter die Lupe zu nehmen. Dieses Mal erfassten sie zusätzlich auch Radiostrahlung, die von Molekülen wie Blausäure und Siliziumoxid ausgesandt wird.

    Die neuen Beobachtungen bestätigten Hasegawas Entdeckung. Wie die Gruppe im „Astrophysical Journal“ berichtet, ist die wie ein Ringelschwänzchen geformte Wolke etwa 65 Lichtjahre breit und erhebt sich ebenso hoch über die Ebene der Milchstraße. Ihren Ausgang nimmt sie genau an einem der beiden Punkte, an denen sich die zwei Molekülwolken-Umlaufbahnen der galaktischen Zentralzone berühren. Daher vermuten die Forscher, dass bei gelegentlichen Begegnungen der umlaufenden Molekülwolken die Magnetfeldlinien in einem engen Bereich um den Kollisionsort verdrillt werden. Die bei der Begegnung erzeugten Gasfetzen richten sich dann an dieser magnetischen Kordel aus und bilden so das Ringelschwänzchen.
    Quelle

    LG
    Geändert von Susi (16.11.2012 um 14:04 Uhr)

  2. #2
    Susi
    Gast

    Milchstraße ist von heißer Gaswolke umgeben

    Die Milchstraße ist von einer gigantischen und extrem heißen Gaswolke umgeben. Das haben Wissenschaftler nun herausgefunden. Wie ein Kokon umhüllt die Wolke, die die Hitze der Sonne bei Weitem übertrifft, um unsere Galaxie gehüllt. Die Entdeckung könnte das Phänomen der fehlenden Materie erklären.



    Künstlerische Darstellung der gigantischen Gaswolke mit der Milchstraße im Zentrum(roter Pfeil)
    und den beiden Satellitengalaxien Große und Kleine Magellansche Wolke daneben


    Unsere Galaxie ist von einer gigantischen Gaswolke umgeben, Das haben Wissenschaftler nun herausgefunden. Ähnlich wie ein Kokon umhüllt die enorm heiße Wolke die Milchstraße. Diese Gaswolke ist gleich in mehrfacher Sicht bemerkenswert. Obwohl sie nur aus Gas besteht, hat sie etwa so viel Masse wie alle Sterne unserer Galaxie. Möglich macht das die gigantische Größe der Gaswolke.
    Auch die Temperatur des Gas-Kokons, der die Milchstraße umhüllt, ist außergewöhnlich. Mit bis zu 2,5 Millionen Grad Celsius ist er um Weiten wärmer als unsere Sonne. Die genaue Größe der Gaswolke bleibt hingegen noch unklar. Bisherige Beobachtungen weisen darauf hin, dass sich die Wolke mehrere hunderttausend Lichtjahre ins All erstreckt. Unsere Milchstraße hat die Ausdehnung von 100.000 Lichtjahren.

    Nun wollen die Wissenschaftler erforschen, ob auch andere Galaxien von einer vergleichbaren Gaswolke umgeben sind. Ist das der Fall, könnte das das Phänomen der verschwundenen Materie erklären. Beobachtungen zeigen nämlich, dass weit entfernte Galaxien, deren Licht Jahrmilliarden zur Erde braucht, noch wesentlich größere Masse besitzen als heutige Pendants. Möglicherweise ist diese Masse in den Gaswolken gestaut.

    Quellen:
    http://www.pcgames.de/Astronomie-The...geben-1026820/
    http://www.welt.de/wissenschaft/welt...-umhuellt.html


    LG
    Geändert von Susi (27.09.2012 um 19:41 Uhr)

  3. #3
    Susi
    Gast

    Erstmals Schwarze Löcher in Kugelsternhaufen entdeckt

    Noch nie konnten Forscher ein Schwarzes Loch in einem Kugelsternhaufen der Milchstraße nachweisen.
    Nun haben sie gleich zwei gefunden – das widerspricht gängiger Theorie.



    Diese Darstellung zeigt zwei schwarze Löcher im Kugelsternhaufen M22.


    Astronomen haben erstmals Schwarze Löcher in einem Kugelsternhaufen unserer Milchstraße entdeckt. In dem Sternhaufen mit der Katalognummer M22 stieß ein internationales Forscherteam gleich auf zwei Schwarze Löcher mit jeweils 10 bis 20 Mal soviel Masse wie unsere Sonne.

    Die Entdeckung sei überraschend, berichtet eine Forschergruppe um Laura Chomiuk von der Michigan State University im britischen Magazin Nature. Denn der gängigen Vorstellung der Astronomen zufolge dürfte nur ein einziges Schwarzes Loch im Zentrum eines Kugelsternhaufens existieren. Bis zur aktuellen Studie wurde freilich noch kein einziges Schwarzes Loch in einem Kugelsternhaufen der Milchstraße gefunden.

    "Es sollte nur einen Überlebenden geben", sagte der Wissenschaftler Jay Strader in einer Mitteilung des US-Nationalen Radioastronomieobservatoriums NRAO. "Die Entdeckung von zwei Schwarzen Löchern statt einem in einem Kugelsternhaufen verändert definitiv das Bild."

    Kugelsternhaufen gehören zu den ältesten Gebilden des Universums. Sie versammeln zigtausende Sonnen und erreichen mit bis zu 13 Milliarden Jahren fast das Alter des Universums (13,7 Milliarden Jahre). Schwarze Löcher entstehen, wenn ausgebrannte, extrem massereiche Sterne am Ende ihrer Existenz unter ihrer eigenen Schwerkraft in sich zusammenstürzen. Der gängigen Theorie zufolge bewegen sich Schwarze Löcher in Kugelsternhaufen ins Zentrum, um von dort durch Wechselwirkungen mit anderen Schwarzen Löchern aus dem Sternhaufen "hinauskatapultiert" zu werden.
    Quelle

  4. #4
    Susi
    Gast

    Struktur aus Dunkler Materie erstmals in 3D untersucht


    Mit dem Hubble-Weltraumteleskop haben internationale Astronomen eine Struktur, die wahrscheinlich aus Dunkler Materie besteht, erstmals in 3D untersucht. Das sogenannte Filament dehnt sich 60 Millionen Lichtjahre von einem der größten bekannten Galaxienhaufen aus und ist Teil der gewaltigen kosmischen Netzstruktur, von der Wissenschaftler vermuten, dass sie das Universum durchzieht und ihm Struktur verleiht. Sollte die große Masse des nun untersuchten Filaments repräsentativ für den Rest des Universums sein, dann könnte dieses kosmische Netz mehr als die Hälfte der Masse im Universum beinhalten.




    Die mit dem sichtbar gemachten Filament überblendete Hubble-Aufnahme des gewaltigen Galaxienhaufens "MACS J0717.5+3745" (s. unten).
    Blau eingezeichnet ist die Masseverteilung in diesem Bereich zu erkennen. Das Filament Dunkler Materie ist links des Zentrums des Galaxienhaufens zu sehen.
    (Eine vergrößerte Aufnahme finden Sie
    HIER) | Copyright: NASA, ESA, Harald Ebeling (University of Hawaii at Manoa) & Jean-Paul Kneib (LAM)



    Die Urknall-Theorie sagt voraus, dass Abweichungen in der Dichte der Materie in den ersten Momenten der Existenz des Universums die Gesamtmasse der Materie im Kosmos zu einem Netz aus verwobenen Filamenten kondensieren ließ. Diese Vorstellung wird von Computersimulationen bestätigt, die nahe legen, dass das Universum netzartig strukturiert ist, in dem sich lange Filamente entlang der Orte von massereichen Galaxienhaufen, also Konzentrationen normaler Materie, miteinander verbinden. Doch obwohl diese Filamente gewaltige Ausmaße besitzen, bestehen sie hauptsächlich aus dunkler Materie, die selbst unsichtbar ist und deswegen auch nur indirekt beobachtet werden kann.

    Nachdem bereits zuvor erste überzeugende Hinweise auf einen Teil eines solchen Filaments gefunden wurde, haben die Forscher nun die Struktur eines dieser Filamente erstmals in 3D untersucht und damit zugleich jene möglichen Fehlerquellen eliminiert, die sich aus einer Analyse eines flachen 2D-Abbildung solcher Strukturen ergeben




    Hubble-Aufnahme des Galaxienhaufens "MACS J0717.5+3745". (Eine vergrößerte Aufnahme finden Sie
    HIER)
    | Copyright: NASA, ESA, Harald Ebeling (University of Hawaii at Manoa) & Jean-Paul Kneib (LAM)


    "Filamente dieses kosmischen Netzes dehnen sich sehr weit aus und sind sehr unscharf, was es extrem schwer macht, sie zu entdecken - geschweige denn, sie in 3D zu untersuchen", erläutert Mathilde Jauzac vom Laboratoire d’Astrophysique de Marseille (LAM) und der südafrikanischen University of KwaZulu-Natal, die Hauptautorin der aktuell im Fachjournal "Monthly Notices of the Royal Astronomical Society " publizierten Studie.

    Mit Hilfe der von Einsteins Relativitätstheorie vorhergesagten "Gravitationslinsen", also massereichen Objekten, die Lichtstrahlen ab- bzw. um sich herumlenken, lassen sich verzerrte Bilder dahinter liegender und deutlich entfernterer Objekte rund um die Massenansammlung erkennen. Anhand dieser verzerrten Darstellung entfernter Galaxien, erstellten die Astronomen nun eine Karte der Massenverteilung genau jener Struktur, die für die Verzerrungen verantwortlich ist. Hierzu nutzen sie hochauflösende Aufnahmen des gewaltigen Galaxienhaufens "MACS J0717.5+3745" (kurz MACS J0717), die mit dem Weltraumteleskop "Hubble" gemacht wurden und Gravitationslinsen gut erkennen lassen. Durch die Kombination dieser Aufnahmen mit weiteren Bildern der Galaxien des Haufens, die mit dem "Subaru Telescope", dem "Canada-France-Hawaii Telescope" und spektroskopischen Aufnahmen der Galaxien der Observatorien "WM Keck" und "Gemini" gemacht wurden und eine Bestimmung der jeweiligen Entfernung der einzelnen Galaxien ermöglichten, gelang es den Forschern schlussendlich eine vollständige Ansicht der Form des Filaments zu erstellen, das sich vom Galaxienhaufen hinweg fast genau auf unserer Sichtlinie erstreckt.

    Das Ergebnis dieser Arbeit ist eine 3D-Ansicht der Form und Ausrichtung der Struktur des Filaments, anhand dessen die Wissenschaftler auch Eigenschaften der Struktur - nun ohne Unsicherheiten, wie sie sich aus einem zweidimensionalen Bild ergeben - ableiten können.



    Die Geometrie des "MACS J0717"-Filaments aus Erdsicht. Die Struktur verläuft nahezu direkt entlang der Blickachse.
    (Eine vergrößerte Aufnahme finden Sie
    HIER) | | Copyright: NASA, ESA, Harald Ebeling (University of Hawaii), Karen Teramura (University of Hawaii)



    Mit einer Länge von mindestens 60 Millionen Lichtjahren, ist das "MACS J0717"-Filament selbst nach astronomischen Maßstäben extrem. Wenn nun auch noch sein Massegehalt als repräsentativ für andere Filamente in der Nähe von großen Galaxienhaufen ist, so könnten diese diffusen Verbindungen zwischen den Knotenpunkten des kosmischen Netzes mehr Masse in Form von Dunkler Materie beinhalten, als bisherige theoretische Berechnungen dies vorhersagen, wenn mehr als die Hälfte aller Masse im Universum in diesen Strukturen verborgen ist.

    Mit dem "James Webb Space Telescope", dessen Start NASA, ESA und CSA für 2018 anvisiert haben, wird den Wissenschaftlern also schon in absehbarer Zeit ein weiteres mächtiges Werkzeug zur Untersuchung des kosmischen Netzes zur Verfügung stehen



    ...



    Quelle


    LG




  5. #5
    Susi
    Gast

    Milchstraße

    Forschern der Europäischen Südsternwarte Eso ist die größte Aufnahme der Milchstraße gelungen, die je von der Erde aus gemacht wurde. Das neun Gigapixel große Bild zeigt mehr als 84 Millionen Sterne! Laut Eso bedeutet das für das Verständnis unserer Heimatgalaxie einen gewaltigen Fortschritt.



    Aufnahme zeigt 84 Millionen Sterne

    Neun Meter lang und sieben Meter hoch wäre das Bild, würde man es in einer normalen Auflösung drucken! In Zahlen: 108 200 x 81 500 Pixel, eines der größten astronomischen Bilder überhaupt.

    Es zeigt den zentralen Bereich der Milchstraße, in dem sich auch das seinerzeit von Eso-Forschern entdeckte Schwarze Loch befindet, sagte der Astronom und Eso-Sprecher Lars Lindberg Christensen. Das Bild erfasse mehr als zehnmal so viele Sterne wie alle vorangegangenen Studien.

    Die Aufnahme soll rund 30 von insgesamt 360 Grad der Milchstraße rundum abbilden. Das Erstellen des Bildes sei technisch eine „Riesenherausforderung” gewesen.

    Von der neuen Aufnahme erhoffen sich die Forscher einen gewaltigen Fortschritt für das Verständnis der Milchstraße, die insgesamt rund 200 Milliarden Sterne umfasst.

    „Untersucht man die unzähligen Sterne in der Umgebung des galaktischen Zentrums im Detail, kann man nicht nur etwas über die Entstehung und Entwicklung unserer Milchstraße lernen, sondern über Spiralgalaxien ganz allgemein”, sagte der Erstautor der neuen Studie, Roberto Saito.

    Ein internationales Astronomenteam hatte die Aufnahme mit Hilfe des VISTA-Infrarotdurchmusterungsteleskops in der chilenischen Atacama-Wüste erstellt. Es befindet sich am Paranal-Observatorium, wo auch das bekannte Eso-Teleskop VLT (Very Large Telescope) steht.

    Damit der Blick durch die dichten Staubwolken gelang, setzten die Wissenschaftler Infrarottechnik ein: „Für einen direkten Blick in das Herz unserer Galaxis müssen wir im nahen Infrarot beobachten”, sagte Dante Minniti, einer der Koautoren der Studie. „Infrarotstrahlung wird von dem kosmischen Staub deutlich weniger stark beeinträchtigt.“

    Quelle

    LG

  6. #6
    Susi
    Gast

    Weltraumteleskope sichten bislang fernste Galaxie

    "Die Weltraumteleskope «Hubble» und «Spitzer» haben einen Kandidaten für die bislang fernste Galaxie erspäht. Die Sterneninsel ist vermutlich 13,3 Milliarden Lichtjahre entfernt, wie die US-Raumfahrtbehörde Nasa am Donnerstag (Ortszeit) in Washington berichtete.





    Ein Lichtjahr ist die Strecke, die das Licht in einem Jahr zurücklegt - knapp zehn Billionen Kilometer. Das Licht der fernen Galaxie wäre damit 13,3 Milliarden Jahre zu uns unterwegs und zeigt das Himmelsobjekt rund 420 Millionen Jahre nach dem Urknall. Damals hatte das Universum erst drei Prozent seines heutigen Alters.

    Die Galaxie sei möglicherweise zu weit entfernt, um mit einem existierenden Teleskop ihre Entfernung exakt zu bestimmen, erläuterte die Nasa. Erst der «Hubble»-Nachfolger, das im Bau befindliche «James Webb»-Weltraumteleskop, werde voraussichtlich dazu in der Lage sein. Es soll 2018 ins All geschossen werden. Die Astronomen hatten das Himmelsobjekt nur mit Hilfe einer gigantischen natürlichen Lupe aufspüren können: Zwischen der Galaxie und uns befindet sich ein Galaxienhaufen, der mit seiner enormen Schwerkraft das Licht der fernen Sterneninsel beugt.

    Durch diese sogenannte Gravitationslinse entstehen drei Abbilder der fernen Galaxie, die rund acht-, sieben- und zweimal heller sind, als die Sterninsel sonst am Himmel erscheinen würde. «Dieser Galaxienhaufen schafft, was kein von Menschen gemachtes Teleskop erreicht», betonte der Leiter des Forscherteams, Marc Postman, vom Space Telescope Science Institute in Baltimore. «Ohne die Vergrößerung wäre die Beobachtung dieser Galaxie eine Herkulesaufgabe.»

    Aus ihren Beobachtungen schließen die Astronomen, dass die Galaxie nur eine Ausdehnung von 600 Lichtjahren hat. Zum Vergleich: Unsere Heimatgalaxie, die Milchstraße, besitzt einen Durchmesser von rund 150 000 Lichtjahren. Selbst die Große Magellansche Wolke, eine kleine Satellitengalaxie der Milchstraße, ist noch 14 000 Lichtjahre groß. Vermutlich handele es sich um einen jungen Baustein der ersten Galaxien, schreiben die Wissenschaftler, die ihre Entdeckung im Fachblatt «The Astrophysical Journal» vorstellen. «In den kommenden 13 Milliarden Jahren wird sie möglicherweise Dutzende, Hunderte oder sogar Tausende Male mit anderen Galaxien und Galaxiefragmenten verschmelzen», meint Erstautor Dan Coe.

    Die Astronomen hatten das Himmelsobjekt, das die Katalognummer MACS0647-JD bekam, durch insgesamt 17 Farbfilter beobachtet, von Ultraviolett bis Infrarot. Nur in den beiden Rötesten tauchte es überhaupt auf. Die Forscher schließen daraus auf seine enorme Entfernung. Denn die Ausdehnung des Universums dehnt auch die Wellenlänge des Lichts ferner Himmelsobjekte und verschiebt es umso stärker ins Rote, je weiter das Objekt entfernt ist. Würde es sich nur um ein näher gelegenes, schwach leuchtendes rotes Objekt handeln, müsste es in den Aufnahmen des Infrarotteleskops «Spitzer» hell strahlen, erläuterten die Forscher. Mit «Spitzer» sei die Galaxie jedoch kaum nachzuweisen. Das spreche dafür, dass es sich um ein enorm weit entferntes Objekt mit sehr großer Rotverschiebung handele."

    Quellen:

    http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1384864
    http://hubblesite.org/newscenter/arc.../a/format/web/

  7. #7
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    Schwarzer Gigant stellt Evolution von Galaxien infrage


    Forscher haben das größte bislang bekannte schwarze Loch des Universums entdeckt.
    Das in mehrfacher Hinsicht rätselhafte Gebilde wirft viele Fragen auf.

    Visualisierung eines schwarzen Lochs

    Astronomen haben in einer entfernten Galaxie das vielleicht größte jemals entdeckte Schwarze Loch ausgemacht. Der Koloss hat nach Erkenntnissen des Forscherteams um den Astrophysiker Karl Gebhardt von der Universität Austin (Texas) eine 17 Milliarden Mal größere Masse als die Sonne.
    Die Forscher ermittelten, dass das Phänomen mit dem Namen NGC 1277 einen großen Teil einer kleinen, 220 Millionen Lichtjahre entfernten Galaxie einnimmt. Wegen des ungewöhnlichen Größenverhältnisses zwischen dem Schwarzen Loch und seiner Galaxie könnte die Entdeckung die bisherigen Theorien über die Entwicklung von Sternsystemen infrage stellen.
    Den Angaben zufolge macht das Loch größenmäßig ein Siebtel seiner Galaxie aus. Und es hat 14 Prozent der Gesamtmasse seiner Galaxie. Das ist mehr als jemals zuvor beobachtet. Nach gängiger Theorie dürfte ein Schwarzes Loch dieser Größenordnung nur in einer sehr viel größeren und schwereren Galaxie vorkommen, schreiben deutsche und US-Forscher im Magazin Nature.

    Hier geht es zue Animation

    Die Animation zeigt modellierte Umlaufbahnen von Sternen in der Nähe des entdeckten Schwarzen Lochs. Der rot animierte Orbit zeigt etwa die große Anziehungskraft des Schwarzen Lochs.

    Die Galaxie selbst ist nur ein Zehntel so groß wie unser Sternensystem, die Milchstraße. Der Schlund des Lochs sei elf Mal breiter als die Umlaufbahn von Neptun um die Sonne. "Das ist eine wirklich sonderbare Galaxie", sagte Gebhardt. "Sie besteht fast nur aus einem Schwarzen Loch, das könnte das erste Objekt in einer neuen Kategorie von Systemen Schwarzer Löcher in Galaxien sein."

    Stärkste Kräfte im Universum
    NGC 1277 ist mindestens das zweitgrößte Schwarze Loch, das jemals beobachtet wurde. Allerdings könnte es an die Spitze rücken, weil die Masse des im Jahr 2011 entdeckten derzeitigen Rekordhalters noch nicht präzise berechnet wurde. Dieser misst zwischen sechs und 37 Milliarden Sonnenmassen.
    Schwarze Löcher sind die stärksten bekannten Kräfte im Universum. Sie sind von einem Gravitationsfeld umgeben, das so stark ist, dass nicht einmal Licht entweichen kann. Ein Schwarzes Loch aus Sternenmasse entsteht durch den Zerfall eines großen Sterns am Ende von dessen Existenz. Dann schluckt es vermutlich weitere Sterne und verschmilzt mit anderen Schwarzen Löchern, wodurch manchmal supermassive Schwarze Löcher entstehen, die Astronomen zufolge die Zentren von Galaxien bilden.

    Jede Menge Rätsel
    Das am besten untersuchte Schwarze Loch mit rund vier Millionen Sonnenmassen liegt im Zentrum der Milchstraße. "Beobachtungen haben gezeigt, dass die Masse dieser Schwarzen Löcher typischerweise rund 0,1 Prozent der Masse der Zentralbeule der Galaxie entspricht", sagten Remco van den Bosch vom Max-Planck-Institut für Astronomie (MPIA) in Heidelberg und seine Kollegen. In der Zentralbeule, dem sogenannten Bulge, sitzen die meisten Sterne einer Galaxie. Je größer und schwerer eine solche Sternenansammlung, desto massereicher muss nach gängiger Lehrmeinung auch das Schwarze Loch in seinem Zentrum sein. Die neuen Beobachtungen der Galaxie NGC 1277 widersprechen dem jedoch.
    Neben der ungewöhnlichen Größe von NGC 1277 widerspricht auch die Tatsache, dass sich das Schwarze Loch auf einer kleinen, scheibenförmigen Galaxie befindet, bisherigen Erkenntnissen. Ein Schwarzes Loch dieser Größe wäre eher in einer viel größeren, ellipsenförmigen Galaxie vermutet worden. Weitere Forschungen sind nun nötig, um herauszufinden, ob es sich bei der Entstehung von NGC 1277 um einen einmaligen Vorgang handelte oder ob der Prozess Rückschlüsse auf die Entstehung anderer Schwarzer Löcher zulässt.

    Quelle

    LG Angeni

  8. #8
    Susi
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    "Das Weltraumteleskop «Hubble» hat sieben bislang unbekannte Galaxien erspäht.
    Sie seien vermutlich vor mehr als 13 Mrd. Jahren entstanden und gehörten zu den ältesten und am
    weitesten entfernten jemals gesichteten Galaxien, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa in Washington mit.




    Hubble-Aufnahme der ältesten jemals gesichteten Galaxien (Keystone)



    Eine der Sterneninseln sei ein Kandidat für die bislang fernste Galaxie. Das jetzt gerade auf der Erde eintreffende
    Licht zeige das Objekt 380 Millionen Jahre nach dem Urknall. «Das ist wahnsinnig spannende Wissenschaft», sagte
    Nasa-Manager John Grunsfeld.


    Das «Hubble»-Weltraumteleskop war 1990 ins All gebracht worden und beobachtet seitdem Licht, Ultraviolett- und Infrarotstrahlung. (SDA)"




    Quelle

    LG


  9. #9
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    Giganten auf Kollisionskurs

    Forschern ist es gelungen, die Bewegung der Andromedagalaxie gegenüber dem Milchstraßensystem genau zu messen. Das Ergebnis klingt bedrohlich. Ist es aber nicht.

    Das Schicksal unserer Galaxis ist besiegelt. Vermutet haben es die Astronomen schon lange, doch nun herrscht Gewissheit: Unser Milchstraßensystem und sein Nachbar M31, die Andromedagalaxie, werden dereinst ineinanderstürzen! Die Galaxien geraten damit zu Protagonisten eines gigantischen kosmischen Schauspiels. Bis es so weit ist, bleibt allerdings noch etwas Zeit: etwa vier Milliarden Jahre. Kollidierende Galaxien – was wie ein kosmischer Super-GAU klingt, ist für die Kosmologen nichts Ungewöhnliches. Im Gegenteil: Galaxienkollisionen prägten zu allen Zeiten das "Antlitz" des Universums – früher noch häufiger als heute oder in Zukunft. Wie kommt es zu einer solchen Kollision? Zwar dehnt sich das Universum seit seiner Entstehung immer weiter aus und zieht die Galaxien mit sich wie ein aufgehender Hefezopf die unvermeidlichen Rosinen darin. Allerdings: Befinden sich zwei Galaxien recht nahe beieinander, vielleicht nur wenige Millionen Lichtjahre voneinander entfernt, überragt die gegenseitige Anziehung ihrer Schwerkraft den expansiven Drang des Universums. Die Folge: Langsam, aber beständig driften beide Galaxien aufeinander zu. Eine Milliarden Jahre währende Reise nimmt ihren Lauf, immer schneller und schneller, bis die beiden Nachbarn am Ende schließlich zu einer großen elliptischen Galaxie verschmelzen.

    Milchstraße und Andromeda auf Kollisionskurs
    In vier Milliarden Jahren könnte sich einem Betrachter dieses Bild am Nachthimmel zeigen – sofern dann noch jemand auf der Erde lebt. Zumindest die Künstler der NASA stellen sich so den Zusammenstoß der beiden Galaxien vor.

    weiter hier: http://www.spektrum.de/alias/galaxie...nskurs/1179943

    Liebe Grüße
    Bill Gates ist 100% Eugeniker!
    Leute! Denkt immer an: "Teile und herrsche", und fragt Euch wer der "Dritte" ist! Cui bono?
    1 + 1 = 2 (universell und ewig)
    Love, peace and freedom!

  10. #10
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    Jugendlicher revolutioniert Astrophysik

    http://de.euronews.com/ Dieser 15-jährige Straßburger überrascht
    die Wissenschaftswelt. Zusammen mit seinem Vater, einem renomierten
    Astrophysiker, hat der Gymnasiast eine für diese Disziplin möglicherweise
    revolutionäre Entdeckung gemacht, die die Astrophysik revolutionieren
    könnte: Die Zwerggalaxien im Andromedanebel rotieren. Das fand Neil Ibata
    während eines Praktikums am Institut seines Vaters heraus.Der hatte im
    zuvor lediglich den Gebrauch einer speziellen Software erklärt.

    "Von diesen Galaxien aus habe ich Entfernung und Geschwindigkeit errechnet.
    Daraus konnte ich dann dieses Modell ableiten, was einige Wochen gedauert
    hat. Irgendwie war es vielleicht auch Anfängerglück." Mit solch einem
    bahnbrechenden Ergebnis hatte Vater Rodrigo Ibata nach eigenen Angaben
    gar nicht gerechnet. Die Freude war umso größer, da es der Gymnasiast mit
    seiner Entdeckung auf das Cover des angesehenen amerikanischen Wissenschaftsjournals
    Nature schaffte.



    LG Angeni

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