Seite 7 von 7 ErsteErste ... 34567
Ergebnis 61 bis 69 von 69

Thema: Organspende, Pro und Contra

  1. #61
    Redakteur Avatar von Angeni
    Registriert seit
    31.12.2010
    Ort
    Schweiz
    Beiträge
    10.526
    Mentioned
    248 Post(s)
    Follows
    0
    Following
    0
    Renommee: 337027

    AW: Organspende, Pro und Contra

    Es gab da vor vielen Jahren genau über das Thema eine super gute Doku.
    Leider verschwand die gänzlich vom Netz....
    Da wurden Organempfänger interviewt und das Fazit; sie übernahmen Eigenschaften,
    Vorlieben etc. vom Organspender wie plötzlich chinesisches Essen mögen, gewisse Sportart etc.

    Organspenden: Herztransplantation
    – Vorlieben des Spenders wurden die des Empfängers


    Können sich die Eigenschaften eines Organspenders über dessen Herz auf den Empfänger übertragen. Historische und aktuelle Fälle belegen ein solches Phänomen. Eine Forschungsarbeit dokumentiert 10 interessante Fälle die dieses Phänomen bestätigen. Eine Legende aus Chinas Zeit der streitenden Reiche erzählt von zwei Männern, die einen namhaften Arzt, Bian Que, aufsuchten. Bian Que heilte ihre Krankheiten sehr schnell, entdeckte aber bei beiden ein anderes Problem, das mit der Zeit sehr ernsthaft geworden war.
    Er riet, dass es ihnen beiden gut täte, wenn sie ihre Herzen tauschen würden und so stimmten sie der Operation durch Bian zu. Der Arzt ließ die Männer ein Narkotikum trinken und sie verloren für drei Tage das Bewusstsein.

    Während dieser Zeit öffnete Bian ihre Brust, tauschte ihre Herzen und verabreichte Medikamente. Als sie ihre Besinnung wiedererlangten, hatten sie sich bereits erholt.
    Aber irgendetwas stimmte nicht: Als sie wieder zu Hause waren, konnten ihre Frauen sie seltsamerweise nicht erkennen. Es stellte sich heraus, dass beide zum Heim des anderen gegangen waren und dachten, die Frau des anderen Mannes wäre die ihre.
    Die Durchführung einer solchen Operation vor 2.500 Jahren scheint unbegreiflich, noch unfassbarer sind die Effekte, die sie auf die Patienten gehabt haben soll. In Wirklichkeit werden ähnliche Phänomene auch heute von Menschen berichtet, die ein Herz verpflanzt bekamen.

    Talent zusammen mit Herz verpflanzt
    Die englische Zeitung „Daily Mail“ berichtet von einer Herztransplantation, nach der sich Sonny Graham aus Georgia in die Frau seines Spenders verliebte und sie heiratete. Zwölf Jahre nach ihrer Heirat beging er auf die gleiche Weise Selbstmord wie sein Spender. Einem anderen Daily Mail-Bericht nach bekam ein Mann namens William Sheridan das Herz eines Künstlers verpflanzt, der bei einem Autounfall gestorben war, und konnte später wunderschöne Landschaftsbilder malen.


    Plötzlich mochte sie Bier, Brathähnchen und grünen Pfeffer
    Claire Sylvia, die 1988 eine Lunge und ein Herz verpflanzt bekam, schrieb in ihrem Buch „A Change of Heart: A Memoir“ (Eine Verwandlung des Herzens: Memoiren), dass sie nach der Transplantation anfing, Bier, Brathähnchen und grünen Pfeffer zu mögen – all das, was ihr vorher nicht schmeckte, aber vom Spender, einem 18-jährigen Jungen, geliebt wurde.
    Sie hatte einen Traum, in dem sie einen Jungen mit dem Namen Tim L. küsste, wobei sie ihn einatmete. Später erfuhr sie, dass Tim L. der Name ihres Spenders war. Sie fragte sich, ob es daher kam, weil einer der Ärzte den Namen während der Operation erwähnt hatte, wurde aber informiert, dass die Ärzte den Namen des Spenders nicht gekannt hatten.
    In einem Artikel, der im Journal of Near-Death Studies (Journal für Nahtod-Erfahrungen) erschienen war, diskutieren mehrere Forscher das komplexe Phänomen. Dr. Pearsall von der Universität Hawaii und Kollegen berichten von über zehn Fällen, bei denen nach eine Herztransplantation die Empfänger von Änderungen ihrer Vorlieben erzählen.
    Auch hätten sich ihre Neigungen bezüglich „Ernährung, Musik, Kunst, Sex, Erholung und Karriere geändert. Zudem wird über Veränderungen der Wahrnehmung von Namen und Sinneseindrücken, die vorher Eigenheiten der Spender gewesen waren, berichtet.

    Nach der Transplantation liebte er plötzlich klassische Musik
    Bei einem der aufgeführten Fälle war der Spender ein Afro-Amerikaner. Deshalb kam der Empfänger nicht auf die Idee, seine neuen Vorliebe für klassische Musik habe mit dem Spender zu tun. Doch dieser war ein Geiger gewesen.

    Laut den Schlussfolgerungen von Pearsall, Schwartz und Russek können diese Beispiele nicht rein zufällig passiert sein. Ihre Hypothese ist, dass die Vorlieben der Spender in den Zellen der verpflanzten Organe gespeichert sind.
    Die Erinnerung an Vorlieben könnte theoretisch im Nervengeflecht des Herzens des Spenders gespeichert sein, so die Forscher. Nach der Verpflanzung des Herzens würden diese „Erinnerungen“ entsprechende Wünsche beim Empfänger des Organs auslösen.
    Die Forscher weisen ausdrücklich darauf hin, es gebe Organempfänger, die solche Ideen zurückweisen. Deshalb würden viele ähnliche Fällen nicht aufgedeckt werden.
    Sonnige Grüsse
    Angeni



    Die Wissenschaft hat die Ganzheit getrennt und je detaillierter man das Atom in seinem
    Kern erforscht hat, desto weiter sind wir von uns selber weg gekommen
    - Angeni

  2. #62
    Redakteur Avatar von Angeni
    Registriert seit
    31.12.2010
    Ort
    Schweiz
    Beiträge
    10.526
    Mentioned
    248 Post(s)
    Follows
    0
    Following
    0
    Renommee: 337027

    AW: Organspende, Pro und Contra

    https://www.welt.de/politik/deutschl...ook.shared.web

    Die versuchen alles, damit sie möglichst ohne Umtriebe schnurstracks an die Organe kommen
    - so verdienen die am Tod und imense Summen am Organempfänger. Bedenke man alleine die
    etwa die dutzend Tabletten 3 x Täglich....
    Ich kann euch auch ohne Kristallkugel prophezeien, dass sobald die Organe mehr oder weniger
    reibungslos im Labor züchtet werden können, die Diagnose "Neues Ersatztei" in der Statistik steil
    ansteigen wird...

    ... Und das ist dann man keine verdrehte Statistik

    Mehrheit der Deutschen für eine automatische Organspende

    52 Prozent der Deutschen sind für eine automatische Organspende.
    • Besonders hoch ist die Zustimmung bei 18- bis 29-Jährigen.
    • 61 Prozent von ihnen stimmten für „Ja, auf jeden Fall“ und „Eher ja“. Das ist das Ergebnis des WELT-Trends.


    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat am Montag vorgeschlagen, dass jeder automatisch ein Organspender sein soll, solange er oder seine Angehörigen nicht ausdrücklich widersprechen. Für diese Änderung sprechen sich 52 Prozent der Deutschen aus. Besonders hoch ist die Zustimmung bei den 18- bis 29-Jährigen. 61 Prozent von ihnen stimmten für „Ja, auf jeden Fall“ und „Eher ja“. Das ist das Ergebnis des WELT-Trends, einer repräsentativen Umfrage, die exklusiv vom Meinungsforschungsinstitut Civey im Auftrag von WELT erhoben wurde. Insgesamt 42 Prozent der Deutschen sind anderer Meinung.
    Gegen den Vorschlag von Spahn sind mit 45 Prozent besonders Menschen im Alter von 50 bis 64 Jahren. Analysiert man die Befragten nach ihrer beruflichen Stellung, fällt auf, dass es den größten Widerstand mit 47 Prozent unter den Arbeitern gibt. Angestellte (57 Prozent) hingegen sind mehrheitlich für die automatische Organspende.
    Dem aktuellen Beschäftigungsstatus nach sind 68 Prozent der Studenten für die Widerspruchslösung – bei Rentnern und Arbeitnehmern sind es 53 Prozent. Besonders Selbstständige (54 Prozent) lehnen Spahns Idee ab, gefolgt von Arbeitslosen und Nichterwerbspersonen (52 Prozent).
    Weiterlesen
    Sonnige Grüsse
    Angeni



    Die Wissenschaft hat die Ganzheit getrennt und je detaillierter man das Atom in seinem
    Kern erforscht hat, desto weiter sind wir von uns selber weg gekommen
    - Angeni

  3. #63
    Erfahrener Benutzer Avatar von AreWe?
    Registriert seit
    20.07.2010
    Beiträge
    19.426
    Blog-Einträge
    177
    Mentioned
    238 Post(s)
    Follows
    0
    Following
    0
    Renommee: 425185

    AW: Organspende, Pro und Contra

    Zitat Zitat von Angeni Beitrag anzeigen
    https://www.welt.de/politik/deutschl...ook.shared.web

    Die versuchen alles, damit sie möglichst ohne Umtriebe schnurstracks an die Organe kommen
    - so verdienen die am Tod und imense Summen am Organempfänger. Bedenke man alleine die
    etwa die dutzend Tabletten 3 x Täglich....
    Ich kann euch auch ohne Kristallkugel prophezeien, dass sobald die Organe mehr oder weniger
    reibungslos im Labor züchtet werden können, die Diagnose "Neues Ersatztei" in der Statistik steil
    ansteigen wird...

    ... Und das ist dann man keine verdrehte Statistik

    Weiterlesen
    Sollten die Zahlen nicht manipuliert sein (bzw. eigentlich sind sie es ja schon durch die Fragestellung und Zusammenrechnung), handelt es sich um die Meinung der Herde, der man folgt , um nicht anzuecken!
    Was wissen denn die 18 bis 29-jährigen über das Thema, wenn sie sich nicht wirklich eingehend damit beschäftigt haben?
    Nix!
    Aber da sieht man wieder die Einwirkung (gefordert und gefördert): Kindergarten, Schule, Studium, Medien, etc.

    Ergebnis: dumme "Gutmenschen"!

    LG
    Bill Gates ist 100% Eugeniker!
    Leute! Denkt immer an: "Teile und herrsche", und fragt Euch wer der "Dritte" ist! Cui bono?
    1 + 1 = 2 (universell und ewig)
    Love, peace and freedom!

  4. #64
    Redakteur Avatar von Angeni
    Registriert seit
    31.12.2010
    Ort
    Schweiz
    Beiträge
    10.526
    Mentioned
    248 Post(s)
    Follows
    0
    Following
    0
    Renommee: 337027

    AW: Organspende, Pro und Contra

    Zitat Zitat von AreWe? Beitrag anzeigen
    Sollten die Zahlen nicht manipuliert sein (bzw. eigentlich sind sie es ja schon durch die Fragestellung und Zusammenrechnung), handelt es sich um die Meinung der Herde, der man folgt , um nicht anzuecken!
    Was wissen denn die 18 bis 29-jährigen über das Thema, wenn sie sich nicht wirklich eingehend damit beschäftigt haben?
    Nix!
    Aber da sieht man wieder die Einwirkung (gefordert und gefördert): Kindergarten, Schule, Studium, Medien, etc.

    Ergebnis: dumme "Gutmenschen"!

    LG
    AreWe das hat bestimmt mit bereits früher Manipualtion und (noch) unwissenheit zu tun.
    Die grossflächig eingefädelten Tricks sind zum Teil so raffiniert, dass sogar Ärzte den
    Organhandel und schlimmer noch, das Märchen mit dem Hirntod unterstützen...
    ... Aber auch hier hat die Lobby die Medien auf ihrer Seite und Opfer von verunglückten
    oder Organempfänger kommen da öffentlich kaum zu Wort. Da muss man dann schon
    selber zum Thema recherchieren.
    Sonnige Grüsse
    Angeni



    Die Wissenschaft hat die Ganzheit getrennt und je detaillierter man das Atom in seinem
    Kern erforscht hat, desto weiter sind wir von uns selber weg gekommen
    - Angeni

  5. #65
    Erfahrener Benutzer Avatar von Sirius
    Registriert seit
    27.12.2013
    Beiträge
    115
    Mentioned
    17 Post(s)
    Follows
    0
    Following
    0
    Renommee: 63062

    AW: Organspende, Pro und Contra

    Trauriges Thema.
    Leider lässt sich mit Organen sehr viel Geld machen.
    Und genau aus diesem Grund werden sich garantiert etliche skrupellose Leute durch Organhandel finanziell bereichern.
    Es wäre sicher ein großer Schock, wenn wir erfahren würden, wieviel Menschen täglich weltweit wegen ihrer Organe ermordet werden und wieviele Mediziner ihre Patienten wegen ihrer "Kostbarkeiten" sterben lassen.

    Deswegen bin ich der Meinung, dass eine Organspende freiwillig sein sollte und dass nicht erst durch eine Ablehnungserklärung.
    Wer Spender sein möchte meldet das einfach an und das wars.
    Allerdings wäre es gut, wenn erst unmittelbar nach Ableben eines Menschen öffentlich wird, ob der gerade Verstorbene Spender ist oder nicht.
    Außerdem sollte man nur Anspruch auf ein Organ haben, wenn man selber auch Spender ist.
    ----------------------------------------------------------------------------------------------

    Wer NICHTS weiß, muss ALLES glauben.

    Dagegenstehen
    Faktormensch
    Traum von Freiheit

  6. #66
    Redakteur Avatar von Angeni
    Registriert seit
    31.12.2010
    Ort
    Schweiz
    Beiträge
    10.526
    Mentioned
    248 Post(s)
    Follows
    0
    Following
    0
    Renommee: 337027

    AW: Organspende, Pro und Contra

    Zu diesem Post ist es wohl nicht ganz passend wenn ich schreibe - Aber nur über meine Leiche


    Im ernst: diese Brut verschachert uns bis zur letzten Zelle!


    Wetten ab dem Zeitpunkt einer Organspendepflicht wird die Diagnose "Neues Organ" steil ansteigen?!


    Natürlich so ganz nebenbei, klingeln die Kassen nachhaltig für den Rest des armseeligen und
    abhängigen Patientenlebens!!





    Wie wäre es als nächstes eine Vortodesssteuer einzuführen?



    Wird Organspende doch zur Pflicht?


    Anfang September kündigte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) an, die Organspende zur Pflicht machen zu wollen. Jeder solle automatisch Organspender sein, wenn nicht er selbst oder jemand aus der Familie widerspreche. Nur so könnte Organspende zum „Normalfall“ werden, denn in Deutschland würden 10.000 Menschen auf ein fremdes Organ warten. Jedoch nur rund 2.500 Organe würden jährlich gespendet, so Spahn. Spahn brachte die Diskussion darüber in den Bundestag ein.

    Eingriff in die Freiheit des Einzelnen
    Zwar stelle die Neuregelung einen Eingriff des Staates in die Freiheit des Einzelnen dar. Doch bislang seien alle Versuche der Politik, die zurückgehende Zahl der Organspender wieder zu erhöhen, erfolglos geblieben. Krankenhäusern fehle es oft an Zeit und Geld, potentielle Organspender zu identifizieren. Deshalb will Spahn die Zahl der Organspenden durch eine bessere Vergütung der Krankenhäuser erhöhen.

    Klinken bekommen mehr Geld für Transplantationen
    Jetzt stimmte das Bundeskabinett dem Gesetzesvorschlag von Jens Spahn zur „Verbesserung der Zusammenarbeit und der Strukturen der Organspende“ zu. Kliniken sollen eine „leistungsgerechte Vergütung“ erhalten. Damit soll die Zahl der Organspenden erhöht werden. Die Regierung hatte entschieden, dass die niedrigen Organspenden auf strukturelle Defizite zurückzuführen seien. Mit dem neuen Gesetz soll dem entgegengewirkt werden. Das Gesetz sieht vor: „Die vollständige Refinanzierung der Transplantationsbeauftragen durch die Kassen soll nach Berechnungen des Ministeriums mit Mehrkosten von rund 24 Millionen Euro im Jahr zu Buche schlagen. Jederzeit sollen qualifizierte Ärzte bereitstehen, um auf Anfrage einer Klinik den Hirntod eines Patienten festzustellen“.

    Zwar sollen Organspender bislang noch ausdrücklich die Zustimmung zur Organentnahme im Falle des Hirntodes gegeben haben müssen. Ob die Widerspruchslösung, die Jens Spahn fordert, wonach jede Person automatisch zum Organspender wird, wenn sie nicht widerspricht, eingeführt werden wird, darüber muss noch entschieden werden. Geht es nach Jens Spahn, soll die Organspende zum Normalfall werden. Er sieht es zudem unproblematisch, dass durch die Widerspruchslösung der Staat in die Freiheit des Einzelnen eingreift.

    Organspende ethisch nicht vertretbar
    Das Thema Organspende ist umstritten. Darf der Gesetzgeber die Organspende zu einer rechtlichen und moralischen Pflicht machen? Oder muss sie freiwillig bleiben? Der Vorsitzende des Deutschen Ethik-Rats, Peter Dabrock, kritisierte Spahns Vorschlag aufs Schärfste: „Die bisherige Organspende trägt den Charakter von Freiwilligkeit und von wohltätiger Solidarität mit Schwerkranken“, sagte der Theologe. Man dürfe den Körper nicht zu einem Objekt staatlicher Sozialpflicht machen. Dann wäre es keine Organspende mehr, sondern eine Organabgabepflicht. Die bisher als selbstverständlich erachtete Integrität des Körpers würde in Frage gestellt.

    Ist Hirntod gleichbedeutend mit Tod?
    Die Mutter eines Sohnes, dessen Körper aufgrund der ärztlichen Aussage, er sei tot, zur Organspende freigegeben wurde, sieht das Thema Organspende heute kritisch. Seit mehr als 40 Jahren würden Wissenschaftler darüber diskutieren, ob der Hirntod der Tod eines Menschen sei, wie es die Transplantationsmedizin behauptet oder ob der Hirntod ein Moment im Sterben eines Menschen sei. Mehr als 40 Jahre lang gab es ernstzunehmende Proteste aller wissenschaftlichen Fakultäten, ob der Hirntod mit dem Tod des Menschen gleichzusetzen sei.

    Die Mutter des verstorbenen Sohnes sagt heute, dass sie als Mutter eines sterbenden Kindes dafür Sorge tragen wolle, dass ihr Kind in Ruhe und Frieden sterben dürfe, seinem Tempo gemäß, ohne dass irgendjemand an seinen sterbenden Körper schon Ansprüche anmeldete. Die Mediziner, mit denen sie zu tun gehabt hätte, hätten schwerst hinverletzte Patienten als Organreservoir betrachtet, die nicht um ihrer selbst willen behandelt, sondern nur als Organspender für andere konditioniert worden seien.
    Quelle
    Geändert von Angeni (10.11.2018 um 16:27 Uhr)
    Sonnige Grüsse
    Angeni



    Die Wissenschaft hat die Ganzheit getrennt und je detaillierter man das Atom in seinem
    Kern erforscht hat, desto weiter sind wir von uns selber weg gekommen
    - Angeni

  7. #67
    Erfahrener Benutzer Avatar von AreWe?
    Registriert seit
    20.07.2010
    Beiträge
    19.426
    Blog-Einträge
    177
    Mentioned
    238 Post(s)
    Follows
    0
    Following
    0
    Renommee: 425185

    Per Gesetz zum potentiellen Organspender Warum diese Art Gesetzgebung ein absolutes NO-GO ist

    Bundes-Gesundheitsminister Jens Spahn möchte das deutsche Transplantationsgesetz an die Gesetzgebung in anderen europäischen Ländern wie z. B. in Spanien, Portugal, in den Niederlanden anpassen und jeden Menschen per Gesetz zum potentiellen Organspender machen, sofern der Einzelne einer Organspende nicht ganz dezidiert widerspricht (sog. Widerspruchslösung). An diesem Transplantationsgesetz wird bereits seit mehreren Jahren gearbeitet.
    Vorangegangen ist eine Welle der Propaganda für Organspende, die auch mit Missbilligung für die organspendefaulen Deutschen nicht gespart hat. Schlagzeilen wie „Täglich sterben drei Menschen, weil kein Spenderorgan gefunden wird“ oder „In Deutschland sterben 10 000 Menschen, weil keine Organe bereitstehen“ sorgen für ein schlechtes Gewissen.

    Dabei stellen 10 000 wegen möglicherweise durch Transplantation verhinderbarer Todesfälle gerade 1,1% der jährlichen Todesursachen. Und es stirbt auch kein Mensch, weil keine Organe da sind, sondern weil seine eigenen Organe nicht mehr mitspielen. Eine geglückte Organtransplantation erhöht die Überlebenschance für die nächsten Jahre z. T. erheblich, jedoch gibt es dafür keine Garantie. Die Nichtspender sind nicht schuld am Tod ihrer Mitmenschen.
    Die Argumentation für das Organspenden zielt darauf ab, dass Organverpflanzung ein normales Heilverfahren für Betroffene darstellt. Das ist sie aber nicht. Organverpflanzung ist immer eine Gratwanderung und für die großen lebenswichtigen Organe immer mit dem Tod des Spenders verbunden.
    Die Regel lautet: Überlebensnotwendige Organe dürfen nur von Toten entnommen werden. Aber: Von einem toten Körper können Organe nicht erfolgreich verpflanzt werden.
    Im Zusammenhang mit Organspende bedeutet Tod daher nur Tod des Geistes, also Hirntod. Es ist ein Tod per Definition, vom deutschen Ethikrat zwar bestätigt, jedoch keineswegs unumstritten. Der Hirntod wird anhand von festgelegten Untersuchungsmethoden ermittelt und festgeschrieben, ist aber letztlich nicht beweisbar. Der Hirntote als Toter widerspricht allen Todeserfahrungen. Es ist kein „vollständiger Tod“, der Körper lebt. Dennoch werden hirntote Menschen als tot bezeichnet, da man sonst keine Organe entnehmen könnte. Wie weit das Gehirn tot sein muss, um vom Hirntod zu sprechen, ist ebenfalls eine Frage der Definition. Wissenschaftlich belegt natürlich… aber wir alle wissen, dass die wissenschaftlichen Erkenntnisse von heute die Irrtümer von morgen sein können.
    Geist tot, Mensch tot? Wo bleibt die lebenslange Einheit von Körper, Geist und Seele?
    Um tot zu sein, muss man sterben. Sterben bedeutet aber zumindest das Sterben von Geist und Körper. Also, egal wie die Definition lautet: Der Körper, der zuvor sorgfältig am Leben erhalten wird, wird mit der Organentnahme zu Tode gebracht. Und keiner kann danach zurückkommen und berichten, wie er das erlebt hat. Von der Seele reden wir in diesem Zusammenhang besser gar nicht erst. Die Transplantationsmedizin ist zudem sehr bemüht, den Todeszeitpunkt per Definition weiter nach vorn zu verlegen. Es gibt sogar Bestrebungen, den Tod als Voraussetzung der Organentnahme zu kippen.
    Nun wird im Zusammenhang mit der Widerspruchslösung argumentiert, man könne ja widersprechen. Ja, man könnte widersprechen. Aber ein gewisser Prozentsatz der Bevölkerung würde nicht widersprechen – und zwar nicht im Sinne einer Zustimmung, sondern weil man sich nicht damit beschäftigt, weil man das Ganze nicht ermessen kann, weil man dazu nicht in der Lage ist (z. B. krank oder geistig nicht beweglich genug)… Dieser Teil ist nämlich der entscheidende und stillschweigend vorausgesetzte.
    Es gäbe mit Sicherheit mehr „Spender“ – aber nicht alle mit Zustimmung. Wenn man dem Hirntodkonzept folgen und es für sich akzeptieren kann, dann steht einer Organspendebereitschaft nichts im Wege. Aber was ist z. B. mit Kindern? Hier sollen Eltern entscheiden. Dürfen Eltern das vor dem beschrieben Hintergrund wirklich?
    Und was hat es noch mit „Spende“ zu tun, wenn man ausdrücklich sagen muss (vielleicht auch noch formell in einem Widerspruchsregister), dass man Organspende ablehne? Wenn ein „Transplantationsbeauftragter“ die Intensivstation nach „Hirntoten“ absucht, damit diese effizient versorgt werden können – zur Organentnahme?
    Transplantationsmedizin und Transplantationswesen sind fest in privater Hand – es wird (nach Aussage von Insidern) eine Unmenge Geld damit verdient. Wäre ein derartiges Gesetz zur Spendergewinnung auf Basis einer Widerspruchslösung nicht ein Gesetz zum Geld drucken für Privatunternehmen?
    In der Argumentation für die Widerspruchslösung hat man sich sogar verstiegen anzuführen, in der DDR habe es diese Regelung ja auch gegeben! Ausgerechnet die DDR soll ein Beispiel sein, ein Unrechtsstaat, eine Diktatur. Ja, es war wohl doch nicht alles schlecht in der DDR? In diesem Fall passte der Fakt zum Wunsch…
    Noch schlimmer aber ist die Tatsache, dass eine solche Gesetzgebung erstmalig Anspruch des Staates oder gar privater Unternehmen erheben würde auf Leib und Leben von Menschen (Sterben als Teil des Lebens) mit dem Verlangen, sich selbst aktiv zu schützen. Wäre dies nicht ein Gesetz, auf dessen Grundlage nach Artikel 2 Absatz 2 des Grundgesetzes in das Recht auf körperliche Unversehrtheit eingegriffen werden würde? Diese Tür war bisher fest verschlossen. Soll sie wirklich geöffnet werden? Der nächste Schritt könnte die Verpflichtung zur Organspende sein!
    Wer seine Organe aus eigenem Entschluss spenden möchte – sehr gern! Aber der Staat möge die Finger von seinen Bürgern lassen!


    Quelle: https://vera-lengsfeld.de/2018/12/15...-organspender/
    Liebe Grüße
    Bill Gates ist 100% Eugeniker!
    Leute! Denkt immer an: "Teile und herrsche", und fragt Euch wer der "Dritte" ist! Cui bono?
    1 + 1 = 2 (universell und ewig)
    Love, peace and freedom!

  8. #68
    Redakteur Avatar von Angeni
    Registriert seit
    31.12.2010
    Ort
    Schweiz
    Beiträge
    10.526
    Mentioned
    248 Post(s)
    Follows
    0
    Following
    0
    Renommee: 337027

    AW: Organspende, Pro und Contra

    Ärzte wollen Organentnahme bei Hirntoten verbieten

    Herzen oder Lungen aus einem noch lebenden Körper zu schneiden – das sei ein «massiver kultureller Bruch», findet eine Gruppe von Medizinern. Sie haben einen Verein gebildet, um radikale Forderungen in die Tat umzusetzen.

    Sie haben das Leben anderer Menschen gerettet, indem sie starben: 126 Frauen und Männer in der Schweiz wurden im vergangenen Jahr nach einem Hirntod zu Organspendern. Das sind zu wenige, findet die Jeune Chambre Internationale (JCI). Die Organisation fordert deshalb in einer Volksinitiative, dass die Schweiz zur sogenannten Widerspruchslösung übergeht.
    Dadurch würden alle Personen zu Organspendern, die sich nicht explizit dagegen ausgesprochen haben. Vor einigen Tagen wurde die Volksinitiative mit 113 000 beglaubigten Unterschriften eingereicht. Mitten in die Debatte über Sinn oder Unsinn dieser auch vom Ärzteverband FMH unterstützten Initiative platzt nun ein neuer Verein von Ärzten und Pflegefachleuten namens Äpol, der das Gegenteil will: ein Totalverbot von Organspenden von Hirntoten.

    Den Vorstand des Vereins bilden vier Allgemeinmediziner und eine Pflegefachfrau. In einem Positionspapier führen sie die Gründe für ihre radikale Forderung auf. Im Zentrum steht eine Kritik am Konzept des Hirntods. Laut Transplantationsgesetz sind Menschen tot, wenn sämtliche Funktionen ihres Hirns unwiederbringlich ausgefallen sind. Ist der Körper jedoch dank Beatmung und künstlicher Ernährung noch lebendig, ist die Voraussetzung für eine Transplantation gegeben. Tote Herzen oder Lebern können nicht verpflanzt werden.

    «Traurige und verstörende Vorstellung»
    Die Äpol-Vertreter schreiben, hirntote Organspender würden statt im Kreise ihrer Angehörigen im Operationssaal inmitten aufwendigster Technik sterben. Das sei eine traurige und für viele Menschen verstörende Vorstellung. «Menschen dürfen Menschen nicht töten, auch nicht, um anderen Menschen zu helfen. Das ist ein massiver kultureller Bruch.» Aus Sicht der Kritiker darf es kein wertvolles (Empfänger) und unwertes (Spender) Leben geben. «Jedes menschliche Leben muss unantastbar sein.» Zudem sind sie der Meinung, der natürliche Sterbeprozess werde gestört.

    Marlène Sicher hat als ehemalige Pflegefachfrau auf einer Intensivstation im Berner Inselspital zahlreiche Transplantationen miterlebt. Oft waren die Spender junge Männer, die bei einem Unfall mit dem Motorrad oder auf der Baustelle irreversible Hirnschäden erlitten hatten. Ihre Erfahrungen haben sie dazu gebracht zu sagen: «Ein würdevolles Sterben hat auch seinen Wert.» Die Äpol-Vertreterin denkt insbesondere an die Angehörigen.
    Viele, die – geschockt vom tragischen Ereignis – der Organentnahme zustimmten, hätten das im Nachhinein als Fehler betrachtet. «Sie fühlten sich beraubt um einen wichtigen Schritt im Trauerprozess, weil sie beim Sterben nicht dabei sein konnten. Sie verabschiedeten sich unter grosser Hektik von einer atmenden Person mit warmer Haut und bekamen Stunden später eine kalte Leiche zurück», erzählt Sicher.

    Alex Frei meint, dass sich die Organentnahme
    als «furchtbarer Fehler» herausstellen könnte.



    Der Verein nimmt eine alte Kritik am Transplantationswesen auf. Der Basler Philosophieprofessor Andreas Brenner schrieb 2012 in einem NZZ-Gastbeitrag von einem «extrem reduktionistischen Menschenbild: Der Mensch ist, so die Auffassung, sein Gehirn.» Dies, obwohl die Wissenschaft gezeigt habe, dass das Rückenmark für die Konstitution der Persönlichkeit massgeblich sei.
    Äpol-Vizepräsident Alex Frei sagt, die heutige Praxis von Organentnahmen am Lebensende könnte sich in Zukunft als furchtbarer Fehler erweisen. «Wir haben keinen Beweis, dass Hirntote nicht doch etwas empfinden können, dass sie nicht leiden bei der Operation, die sie tötet.» Evaluieren wird sich das wohl nie lassen, weil ein Hirntoter keine Auskunft über sein Empfinden geben kann. Aus Sicht von Frei zeigt dieser Umstand, dass sich die Transplantationsmedizin am Lebensende hier über die Prinzipien der evidenzbasierten Medizin hinwegsetzt.

    Was ist mit der Seele?



    Der frühere Hausarzt Alois Beerli sah sich immer
    wieder mit der Unsicherheit seiner Patienten in
    Bezug auf die Organspende konfrontiert.


    Im Positionspapier steht auch, dass wir nicht wüssten, ob das «Geistig-Seelische» mit dem Eintreten des Hirntodes erlösche. Äpol-Präsident Alois Beerli betont jedoch, sein Verein verfolge keine religiöse Agenda. «Es geht uns nicht um die Frage, ob und in welcher Form es ein Leben nach dem Tod gibt.» Beerlis Motivation war eine andere.
    Bis zu seiner Pensionierung als Hausarzt vor wenigen Monaten hätten ihn viele Patienten gefragt, was sie in einer Patientenverfügung zum Stichwort Organspende ankreuzen sollten. «Es gibt da grosse Unsicherheiten – und es ist inakzeptabel, dass die Bevölkerung im Glauben gelassen wird, die Explantation erfolge bei Toten ohne Atmung und Herzschlag, also bei einer Leiche wie aus dem Fernsehen.»
    Beerli und seine Mitstreiter hoffen nun, Gleichgesinnte für ihren Verein zu finden und damit irgendwann einen Paradigmenwechsel herbeiführen zu können – allenfalls auch mit einer Volksinitiative. Franz Immer glaubt jedoch nicht, dass dies gelingt. Der Herzchirurg vertritt als Direktor der Stiftung Swisstransplant eine gegenteilige Meinung.
    «In unserer Gesellschaft herrscht ein sehr breiter Konsens darüber, dass ein Leben erloschen ist, wenn die Hirnfunktionen komplett, endgültig und nachweislich ausfallen. Entscheidend ist, ob ein Mensch mit seiner Aussenwelt in Kontakt treten kann, ob er Gespräche führen und jemanden umarmen kann – nicht ob seine Zehennägel noch wachsen, während Atmung und Kreislauf nur noch künstlich aufrechterhalten werden.»

    Der gut fundierte Entscheid als Ziel


    Entsprechend könne ein hirntoter Mensch seine Organe einem anderen Menschen spenden, wenn die Einwilligung vorliege. «Der Entscheid fällt in solchen Abwägungen klar für das Leben aus», sagt Immer. Er betont, dass die Chirurgen Hirntote während der rund dreistündigen Operation mit der nötigen Sorgfalt behandelten. Eine Vollnarkose stelle zudem sicher, dass der Spender keinerlei Muskelreflexe habe, die über das noch intakte Rückenmark entstehen könnten.
    Die Vorwürfe der Täuschung der Bevölkerung weist der Swisstransplant-Chef klar zurück. «Wir wollen, dass die Menschen einen gut fundierten Entscheid zur Organspende treffen.» So wird auf der von Swisstransplant und dem Bund betriebenen Website «Leben ist teilen» darauf hingewiesen, dass nach dem Hirntod die künstliche Beatmung weitergeht und Medikamente den Kreislauf aufrechterhalten.
    Immer sagt, wer die Befürchtungen der Äpol-Vertreter teile, könne sich einfach gegen eine Organspende aussprechen. Der Mediziner warnt auch vor den Konsequenzen, die drohten, wenn die Zahl hirntoter Spender auf null sänke. Patienten, die für ihr Überleben auf ein neues Organ angewiesen sind, wären gezwungen, ins Ausland auszuweichen. Dadurch würden auch die Anreize für den illegalen Organhandel steigen. «Beides wäre ethisch höchst bedenklich.»
    https://www.nzz.ch/schweiz/aerzte-wo...6wuBSttjQZrrEA
    Sonnige Grüsse
    Angeni



    Die Wissenschaft hat die Ganzheit getrennt und je detaillierter man das Atom in seinem
    Kern erforscht hat, desto weiter sind wir von uns selber weg gekommen
    - Angeni

  9. #69
    Erfahrener Benutzer Avatar von green energy
    Registriert seit
    30.06.2011
    Ort
    Wien & OÖ
    Beiträge
    9.078
    Blog-Einträge
    3
    Mentioned
    72 Post(s)
    Follows
    0
    Following
    0
    Renommee: 305924

    AW: Organspende, Pro und Contra

    Menschen als Ersatzteillager - Andreas Popp


    lg

Seite 7 von 7 ErsteErste ... 34567

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •