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Thema: Unterwasserwelt

  1. #1
    Redakteur Avatar von Angeni
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    Unterwasserwelt

    Great Barrier Reef verliert Hälfte seiner Korallen
    - Das Unterwasser-Paradies stirbt


    Das Grösste Riff dieser Erde stirbt langsam vor sich hin. in den letzten 27 Jahren sind die Hälfte der Korallen verschwunden. Ursache sind Klimawandel, Tropenstürme und gefrässige Seesterne.





    Die Forscher schlagen Alarm. In weniger als 30 Jahren hat sich das grösste Unterwasser-Paradies auf Erden, das Great Barrier Reef an der australischen Nordküste, um die Hälfte seines Korallenbestandes verkleinert.
    Verheerende Tropenstürme, korallenfressende Seesterne und die gefürchtete Korallenbleiche, die auf den Klimawandel zurückzuführen ist, setzen dem riesigen Riff unerwartet stark zu. Setzt sich die Entwicklung im selben Masse fort, gehen in den nächsten 10 Jahren weitere 10% des heutigen Korallenbestandes verloren.


    Entwicklung geht immer schneller
    Das Riff entleert sich auch immer schneller: «Bisher galt das Great Barrier Reef noch als vergleichsweise wenig gefährdet», so Glenn De'ath vom Australian Institute of Marine Science, «die Geschwindigkeit, mit der die Korallen zurückgehen, hat sich in den letzten Jahren aber deutlich erhöht.»
    Seit dem Jahr 2006 gehen jährlich ca. 1,5 % des Korallenbestandes verloren, dies bei einer gleichzeitigen Verlangsamung des Korallenwachstums. Zurückzuführen ist dies auf Auswirkungen der Erderwärmung, wie zum Beispiel eine deutlich höhere Säuerung des Meerwassers.


    Gefrässiger Seestern als Korallen-Killer
    Grosse Probleme macht auch der ansässige Dornenkronenseestern, ein gefrässiges Tier, das es in erster Linie auf Korallen abgesehen hat. Hier versucht man jetzt anzusetzen: «Wir können die Stürme und die Erwärmung des Meeres nicht aufhalten», so ein Forscher, aber wenigstens den Seestern müsse man gezielt bekämpfen, wenn das tropische Riff noch eine Chance haben soll.
    Das Great Barrier Reef: ein Unterwasser-Paradies kämpft um sein Überleben.
    Quelle

    LG Angeni

  2. #2
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    Mantarochen versammeln sich bei Vollmond
    Mondphasen beeinflussen das Meer und damit auch das Verhalten der bis zu neun Meter langen Fische
    Bei bestimmten Mondphasen versammeln sich Mantarochen an Riffen vermehrt zu großen Gruppen von bis zu 80 Tieren. Das fanden australische Wissenschaftler heraus, als sie die Fische im Great Barrier Reef über drei Jahre hinweg beobachteten. Demnach finden die Tiere vor allem bei Voll- und Neumond zum Fressen in der Nähe von Inseln des Taucherparadises zusammen, berichten die Meeresbiologen im Fachmagazin "PLOS ONE". Dabei sei auch bekannt, dass der Mond das Meer und damit auch das Verhalten von Plankton steuert. Die Forscher vermuten deshalb, dass die Mantas zu bestimmten Mondphasen erscheinen, weil auch die Mini-Meereskrebse und damit ihr Hauptnahrungsmittel zu diesen Zeiten in größeren Mengen an Riffen auftauchen. Die Wissenschaftler konnten zudem noch weitere Verhaltensbesonderheiten der Riesenrochen beobachten, etwa zu welchen Zeiten sich diese bevorzugt von kleineren Fischen säubern lassen.

    Mantarochen am
    Great Barrier Reef
    Mit bis zu neun Metern Länge sind Mantarochen die größten Tiere, die einen extrem flachen Körper haben. Dabei kommen die Meerestiere weltweit in tropischen und subtropischen Gebieten vor. Auch im Süden des Great Barrier Reefs sind sie eigentlich das ganze Jahr vorzufinden, schreiben Fabrice Jaine von der University of Queensland und seine Kollegen. Allerdings gebe es auch Zeiten, in denen sie in dem Taucherparadies der australischen Ostküste seltener am Riff auftauchen. Weshalb die Fische dort manchmal kaum zu beobachten sind, jedoch an anderen Tagen gleich in großen Gruppen auftauchten, sei bisher nicht erforscht worden, sagen die Forscher.

    Um das Verhalten der Mantas besser zu verstehen, beobachtete das Wissenschaftlerteam die Tiere über drei Jahre hinweg in der Umgebung der Insel Lady Elliot im Great Barrier Reef. Dabei arbeiteten sie mit Tauchlehrern und Bootskippern vor Ort zusammen, die nach ihren Ausflügen regemäßig Bericht erstatteten. Insgesamt kamen am Ende die Daten von fast 4.000 Bootstouren zusammen. Dabei wurden drei Verhaltensweisen der Mantas erfasst: Cruisen, Reinigen und Fressen. Cruisen bezeichnet einen Zustand, bei dem die Fische mit geschlossenem Maul einfach durchs offene Wasser schwimmen. Beim Reinigen lassen die Tiere kleine Fische an sich herankommen, die Schmutz von ihrem Körper abpicken. Wann die Mantas fraßen, erkannten die Beobachter schließlich daran, dass diese mit offenem Mund gegen die Strömung schwammen, um kleine Planktonkrebse aus dem Wasser zu filtern. Zusätzlich sollten bei jedem Tauchgang auch Umweltfaktoren wie die Wassertemperatur und -tiefe, aber auch der Mondstand und das Wetter außerhalb der Wassers festgehalten werden.

    Bei wärmeren Wassertemperaturen lassen sich die Mantas reinigen
    Als die Meeresbiologen das Verhalten der Tiere mit den jeweiligen Wetter- und Wasserverhältnissen abglichen, zeigten sich deutliche Zusammenhänge. So ließen sich die Tiere beispielsweise beim wärmeren Wassertemperaturen öfter von kleinen Fischen reinigen anstatt zu fressen oder zu cruisen. Bei starkem Wind- und Wellengang hingegen tauchten sie generell häufiger ab. Die Wissenschaftler vermuten, dass sich durch den Wind an der Meeresoberfläche auch die Strömungen verändern. Die Gründe, weshalb dies die Mantas stört, erfassten die Forscher in ihrer Studie jedoch nicht.

    Ihre Daten zeigten auch, dass die Riesenrochen vor allem bei Voll- und Neumond zum Fressen in großen Gruppen von bis zu 80 Tieren zusammenfinden. Dabei sei bekannt, dass der Mond die Gezeiten steuert und damit die Wassertiefe sowie Meeresströmungen, erklären die Forscher. Dies beeinflusse wiederum das Verhalten von Plankton, dem Hauptnahrungsmittel der Rochen. Sie vermuten demnach, dass Mantarochen sich nach bestimmten Mondphasen richten, weil auch die Mini-Krebse zu diesen Zeiten in größeren Mengen an Riffen auftauchen.

    Die Ergebnisse ihrer umfangreichen Studie könnten zukünftig helfen, die Auswirkungen von Umweltveränderungen wie dem Klimawandel auf das Verhalten der Mantas besser abzuschätzen, hoffen die Wissenschaftler.

    Quelle

    LG Angeni

  3. #3
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    Mysteriöses Riesenauge entdeckt

    Was wissen wir? Anscheinend gar nichts, wenn man dem Artikel glauben schenken soll.
    Oder, wie kann es heutzutage angehen, dass sogar "erfahrene Meeresbiologen im Dunkeln tappen"???
    Groß wie ein Tischtennisball: das Riesenauge vom Strand von Florida (Quelle: dapd)

    Ein Spaziergänger hat am Strand von Pompano Beach in Florida einen gigantischen Augapfel gefunden, größer als ein Tennisball. Das schreibt die Tageszeitung "Sun Sentinel" aus Florida. Experten rätseln über die Herkunft des ungewöhnlichen Fundes.
    Der Finder, Gino Covacci, habe das Auge in eine Plastiktüte gepackt und es in seinen Kühlschrank getan. "Es war sehr, sehr frisch", zitiert das Blatt Covacci. "Es blutete noch."

    Ein Polizist habe ihm dann die Telefonnummer des Forschungsinstitut für Fische und Wildtiere in St. Petersburg (Florida) gegeben, berichtete das Blatt weiter.
    Wissenschaftler können bislang nur spekulieren

    Mitarbeiter des Institutes hätten das Auge zunächst auf Eis gelegt. Anschließend solle es in Formalin konserviert werden, um des dann zur Untersuchung nach St. Petersburg zu schicken, sagte Carli Segelson, die Pressesprecherin des Instituts.

    Selbst erfahrene Meeresbiologen tappen nun im Dunkeln, welcher Spezies dieses gewaltige Auge gehören könnte. Einige vermuten, es könnte sich um den Augapfel eines riesigen Tintenfischs, eines Wals oder eines sehr großen Schwertfischs handeln. Große Tintenfische etwa entwickelten oft große Augen, um damit das wenige Licht zu sammeln, das noch bis in die Tiefen des Ozeans vordringt.
    Nach Segelsons Vermutung kann es noch eine Weile dauern, bis die Tierart identifiziert ist: "Es klingt nach einem großen Fisch."

    Quelle: http://nachrichten.t-online.de/flori...60279002/index
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  4. #4
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    Lebende Fossilien bevölkern die Tiefsee


    Ein heute noch in der Tiefsee lebender Schlangenseestern.
    | Copyright/Quelle: uni-goettingen.de, B. Thuy


    Göttingen (Deutschland) – Ein großer Teil der heutigen Ökosysteme der Tiefsee ist deutlich älter als bislang vermutet. Zu diesem Ergebnis kommt ein internationales Forscherteam anhand eines Vergleichs heute noch lebender Tiefseeorganismen mit etwa 113 Millionen Jahre alten Fossilienfunden vor der Küste Floridas.

    weiter hier: http://grenzwissenschaft-aktuell.blo...e-tiefsee.html
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    Tauchfahrt in die Berge



    Am Boden der Ozeane gibt es rund 100.000 Berge, die 1000 Meter oder höher sind. Erforscht sind bisher aber nur die wenigsten. National-Geographic-Autor Gregory S. Stone hat sich in ein enges Tauchboot gezwängt, um einen von ihnen im Pazifik vor Costa Rica zu erkunden.

    Unsere "DeepSee" ist bereits luftdicht verschlossen. Von drinnen sehen wir, wie die Besatzung auf dem Deck der "Argo" uns tauchfertig macht. Dann werden wir vom Mutterschiff zu Wasser gelassen, eine winzige Stahlkugel im riesigen Ozean. Avi Klapfer, unser Pilot, flutet die Ballasttanks. Umgeben von Blasen, sinken wir in die Tiefe. Es ist, als fiele man in ein Glas Champagner, und wir fühlen uns entsprechend aufgekratzt. Ein Taucher nimmt am Kameragehäuse, das außen am Tauchboot angebracht ist, letzte Justierungen vor.

    Mit Klapfer, dem Fotografen Brian Skerry und mir als Drittem drängen wir uns im Innenraum der "DeepSee". Ganze 1,50 Meter beträgt ihr Durchmesser. Wir sind umgeben von Kommunikationsgeräten, Druckventilen, Reglern, Proviant, Kameras und Urinbeuteln - was wir halt so brauchen auf der Expedition, um den Tiefseeberg Las Gemelas zu erkunden. 500 Kilometer südwestlich von Cabo Blanco in Costa Rica erhebt er sich bei Cocos Island vom Boden des Pazifiks. Er besteht aus mehreren Gipfeln, die bisher kaum jemand aus der Nähe untersucht hat. Deren höchster ist - vom Meeresboden aus gemessen - 2300 Meter hoch. Unterseeische Berge entstehen in der Regel, wenn Vulkane vom Boden des Ozeans aus in die Höhe wachsen, ohne die Wasseroberfläche zu erreichen. Tun sie es, werden sie zu Inseln. Experten schätzen, dass es rund 100.000 Berge im Meer gibt, die 1000 Meter hoch oder höher sind. Nimmt man niedrigere Hügel und Mittelgebirge hinzu, könnte man auch auf eine Million kommen.


    Über die Lebenswelt unter der Meeresoberfläche ist wenig bekannt
    Meeresbiologen haben bislang nur ein paar hundert Tiefseeberge genauer erforscht. Vom Mars gibt es genauere Landkarten als von vielen Teilen des Meeresbodens. Es ist eben schwierig, die Abhänge solcher Berge im lichtlosen Dunkel aus U-Booten oder Tauchkapseln heraus zu erkunden. Selbst über die Lebenswelt auf den Gipfeln dieser Berge, die zum Teil bis knapp unter die Meeresoberfläche aufragen, ist wenig bekannt. Sie sind ein Labyrinth aus Hartkorallen, Schwämmen und Fächerkorallen, über ihnen kreisen bunte Fischschwärme. Eine der größten Arten ist der 75 Zentimeter lange Granatbarsch, der bis zu 150 Jahre alt werden soll.
    Im vorigen Jahr erklärte Laura Chinchilla, die Präsidentin von Costa Rica, Las Gemelas zum Schutzgebiet. Ihr Ziel: "Klare Voraussetzungen für die Erhaltung einer Zone zu schaffen, deren marine Lebenswelt so reichhaltig ist wie fast keine zweite auf diesem Planeten." Aber immer öfter ziehen Fischereischiffe ihre Schleppnetze über die Tiefseeberge und fangen ganze Fischschwärme, die sich hier sammeln. Die Netze zerstören die langsam wachsenden Korallen, die Schwämme und den Lebensraum anderer Tiere. Es kann Jahrhunderte oder gar Jahrtausende dauern, bis sich die Ökosysteme wieder regeneriert haben.
    In unserer "DeepSee" dimmen wir das grünlich blaue Licht so weit, dass wir draußen noch etwas sehen können. Durchsichtige, pulsierende Quallen gleiten im Dunkeln vorüber oder prallen von unserem Tauchboot ab. Ein schwarzweißer MantaRochen schwebt vorbei. Wir sind noch in der photischen Zone: das Sonnenlicht liefert hier Energie für unzählige mikroskopisch kleine Meerespflanzen. Sie erzeugen über die Photosynthese einen großen Teil des Sauerstoffs auf der Erde. Dann geht es tiefer hinab. Der Ozean ist nun pechschwarz.


    Im Vulkan sieht es aus wie in einer Tiefseekathedrale
    In ungefähr 200 Meter Tiefe wird im Licht der Scheinwerfer der Meeresboden sichtbar. Klapfer manövriert geschickt, aber die Strömung ist stark. Lange können wir nicht hier unten bleiben. Plötzlich ragt knapp jenseits des Lichtkegels etwas vom sonst flachen Meeresboden auf. Wir scherzen, wir hätten ein neues Wrack gefunden, aber es ist nur das steinerne Relikt eines Vulkanausbruchs, vielleicht etliche Jahrmillionen alt. Dann erkennen wir an einem dumpfen Surren, dass Klapfer die Strahlruder umgeschaltet hat: Er lässt das Tauchboot wenige Zentimeter über dem Meeresboden schweben. Wir stehen nun im uralten, ringförmigen Schlot des erloschenen Vulkans, der Las Gemelas geformt hat. Seine inneren Wände sehen aus wie die dekorierte Fassade einer Tiefseekathedrale. Nach fünf Stunden - viel zu früh - ist unser Tauchboot wieder an der Oberfläche. Wir verstauen unsere Gerätschaften auf der "Argo" und machen uns auf die lange Fahrt zurück an Land. Dort werden wir unsere Daten auswerten und unserem Wissen über die Weltmeere ein weiteres kleines Puzzlestück hinzufügen.

    Auszug einer Fotoreportage aus National Geographic Deutschland,
    Ausgabe Oktober
    2012
    www.nationalgeographic.de


    Weitere Informationen über unsere Themenseite "Planet Meer" sowie ein Video über Berge am Meeresboden finden Sie unter nationalgeographic.de/unterwasserberge

    LG Angeni

  6. #6
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    Biologen: Mindestens ein Drittel der Meereslebewesen noch unbekannt


    Archiv: Bis 1938 ein lebendes Exemplar entdeckt wurde, gingen Meeresbiologen davon aus, dass der Quastenflosser seit rund 70 Millionen Jahren ausgestorben war.
    | Copyright: gemeinfrei


    Paris (Frankreich) - Obwohl in den vergangenen zehn Jahren mehr Lebewesen in den Weltmeeren entdeckt und wissenschaftlich beschrieben wurden als in jedem früheren Jahrzehnt, sind noch mindestens ein Drittel aller Arten von Meeresbewohnern der Wissenschaft noch vollständig unbekannt. Zu dieser Erkenntnis kommt eine Bestandsaufnahme des Lebens in den Ozeanen durch mehr als fast 300 internationale Experten.

    Wie die Forscher aktuell in einem Bericht im Fachjournal "Current Biology" erläutern, schätzen sie, dass die Meere Heimat von mindestens einer Million Arten. Etwa 226.000 dieser Arten wurden bereits wissenschaftlich beschrieben. Weitere 65.000 Arten warten immer noch in wissenschaftliche Sammlung darauf, beschrieben zu werden.

    "Zum ersten Mal können wir eine detaillierte Übersicht über den Artenreichtum der Meere präsentieren. Hierbei handelt es sich um den aktuellen Stand unseres Wissens bzw. Nichtwissens über diesen Lebensraum", erläutert Ward Appeltans von der Intergovernmental Oceanographic Commission (IOC) der UNESCO. Zugleich erwarten die Forscher, dass ein Grossteil der bislang noch unbekannten Arten, vornehmlich kleinere Krustentiere, Muscheln, Würmer und Schwämme, noch in diesem Jahrhundert entdeckt und beschrieben werden.


    Frühere Schätzungen über die Artenvielfalt der Ozeane basierten lediglich auf Experteneinschätzungen und Hochrechnungen früherer Werte. Diese Schätzungen variierten jedoch stark voneinander, da es keinen gemeinsamen Katalog der bekannten globalen Arten gab.

    Appeltans und Kollegen, darunter Mark Costello von der University of Auckland sowie 268 weitere Experten von 146 Institutionen aus 32 Ländern, haben diese Bestandsliste nun erstellt und diese auch in Form einer Online-Datenbank veröffentlicht (www.marinespecies.org). Bislang ist die WoRMS-Datenbank (World of Marine Species) bezüglich der bekannten und beschrieben Arten zu 95 Prozent vollständig und wird stetig aktualisiert.

    Während die Biologen schätzen, dass zukünftig noch bis zu 40.000 Arten aufgrund von Mehrfachbenennungen aus der Liste gestrichen werden müssen, werde dieser Schwund wahrscheinlich durch DNA-basierte Beweise für bislang übersehene kryptide, also (noch) im Verborgenen lebende Arten, ausgeglichen.

    "Während es in den Ozeanen weniger Leben als an Land gibt, ist das Leben in den Meeren evolutionär betrachtet sehr viel älter und aus diesem Grund von grundlegender Bedeutung für ein Verständnis des irdischen Lebens" so Appeltans. Hierfür bilde die WoRMS-Datenbank jedoch erst lediglich eine erste Grundlage. "Sie stellt ein Beispiel dafür dar, wie auch andere Biologen in Gemeinschaftsarbeit eine Bestandsaufnahme des Lebens auf der Erde erstellen könnten.


    Quelle: http://grenzwissenschaft-aktuell.blo...ittel-der.html
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    Die Weltmeere sind fast leergefischt

    Die Weltmeere sind fast leergefischt



    Im Juli 2012 hat die Welternährungsorganisation FAO den neuen Bericht zum Zustand der Weltmeere herausgegeben. Er schreibt die seit Jahren bekannte dramatische Situation in den meisten Fanggebieten fort, auch wenn für einige wenige Fischbestände eine leichte Besserung festgestellt wird.
    30% der Fischbestände sind vollkommen überfischt, 57% stehen kurz davor. Die Anzahl der noch halbwegs intakten Bestände ist auf 13% zurückgegangen. Dazu kommen ge-schätzte weitere 20 bis 30% illegalen, unregistrierten Fangs und große Mengen von Rückwürfen oder Beifang der Industrietrawler.
    Zu dieser Überfischung trägt seit den 1980er Jahren auch die Europäische Union bei. Damals brachen wichtige Fischbestände wie der Kabeljau zusammen und man suchte reiche Fischgründe außerhalb der EU-Gewässer. Die nahe westafrikanische Küste bot genau das. Diese waren allerdings nach der Erweiterung der nationalen Wirtschaftszonen auf 200 Seemeilen nicht mehr gratis zu plündern.
    Deswegen schloss die EU mit einigen afrikanischen Staaten Verträge zu Spottpreisen ab, die europäischen Trawlern vor Afrikas Küsten Fangrechte geben. Aber nicht nur dort, sondern weltweit gehören die Fischgründe in Entwicklungsländern, so bestätigt der FAO-Bericht, zu den am stärksten überfischten. Dies ist eine dramatische Situation, weil Fisch nicht nur ein wichtiges Exportgut für arme Länder darstellt.
    Fischfang und vor allem die Fischverarbeitung geben fast 500 Millionen Menschen zumindest zum Teil ein Einkommen. Fast noch wichtiger ist die Tatsache, dass Fisch für eine Milliarde Menschen die Hauptproteinquelle darstellt.
    Auch wenn der „Fisch der Armen”, Sardellen, Stücker und Anchoven, selten auf unseren Tellern landet, zerstört die industrielle Fischerei diese wichtige Nahrungsquelle. Auf ihrer Jagd nach den teuren Edelfischarten wie Hecht, Barsch und vor allem Thunfisch vernichtet sie nutzlos die Bestände: durch hohe Beifangmengen, zum Beispiel von Tintenfisch, und durch Fangmethoden, die Jungfische in den Aufzuchtgebieten töten. Überdies werden diese Arten auch direkt gefangen und noch an Bord zu Fischmehl und Fischöl für die Landwirtschaft und Aquakultur der Industrieländer verarbeitet.
    Dafür, dass die EU-Flotte in fremden Gewässern fischen kann, zahlen EU-BürgerInnen 160 Millionen Euro pro Jahr an die Küstenländer. Aber auch wenn Staaten wie Senegal auf Druck ihrer Kleinfischer das Fischereiabkommen nicht verlängern, gibt die EU-Hochseeflotte, die zu 70% unter spanischer Flagge fährt, nicht auf.
    Die Schiffe kommen wieder, indem so genannte Gemeinschaftsunternehmen gegründet werden, die offiziell unter Leitung von Senegalesen stehen. In Wirklichkeit sind es die-selben Schiffe, die vorher in Senegal die Überfischung der Edelfischarten verschuldet haben, nun aber eine senegalesische Flagge besitzen und als „einheimische” Boote weiter fischen dürfen und den Fang nach Spanien exportieren.
    Aber auch Länder, die noch nie mit Europa ein Fischerei-Abkommen hatten, etwa Ghana, werden nicht verschont. Dabei hatte Ghana selbst eine von der ehemaligen Sowjetunion aufgebaute große Thunfischflotte. Auflagen der Weltbank im Rahmen der Strukturan-passungsprogramme seit den 1980er Jahren und der Verlust der Fanggründe in Nachbarländern durch EU-Konkurrenz führten zum Abwracken von 90% der großen Fangboote. Heute nehmen sie in Tema, dem größten Hafen von Ghana, Platz weg und rosten vor sich hin.
    Mit mehrfach kopierten Einzellizenzen einer korrupten Fischereiverwaltung versorgt, kreuzen heute mangels einer effizienten Überwachung Dutzende von Hochseeschiffen aller Flaggen und Größen in den ghanaischen Gewässern herum. Da gibt es unter anderem europäische „Gelegenheitsboote”, die nach legalem Fang in Nachbarländern noch Platz haben für zusätzliche Mengen und noch ein paar Tage illegal in ghanaischen Gewässern dranhängen. Aber auch koreanische und chinesische Trawler ohne oder mit Billigflagge, die nach wenigen teuren Exemplaren seltener Thunfischarten jagen und dabei das Hundertfache an totem Beifang ins Meer zurückwerfen.
    Andere kleinere Boote dringen nachts in die den Kleinfischern vorbehaltenen Zwölf-Meilen-Zonen und pflügen mit sogenannten Zwillingsbooten den Meeresboden auf. Niemand weiß genau, wie viel Speisefisch dem Land durch den illegalen Fang verloren geht. Aber jeder Kleinfischer spürt die Folgen der industriellen Fischerei. Der ghanaische handwerkliche Fischfang steht vor dem Kollaps.



    (Foto: Senegal: Auf Druck der Kleinfischer wurde
    der Vertrag mit der EU nicht verlängert)


    Seit nunmehr zwei Jahren wird Europas künftige Fischereipolitik diskutiert. Die „externe Dimension” – wie die EU-Flotte in Zukunft auf den Weltmeeren ihren Fang regeln soll – wird im vorgestellten Gesetzesvorschlag allerdings nur wenig aufgegriffen. Angebliche juristische Schwierigkeiten dienen als Vorwand dafür, keine Verpflichtungen zum Schutz der Fischbestände und der Lebensverhältnisse von Kleinfischern in Entwicklungsländern einzugehen.
    Dies verwundert, stellte die EU selbst im bereits 2009 veröffentlichten Grünbuch fest, dass „weiter so” nicht möglich sei und die bisherige EU-Fischereipolitik es nicht geschafft habe, in den Partnerländern zur Abschaffung von Hunger oder zur Reduzierung von Armut beizutragen. Im Mittelpunkt des Gesetzespaketes steht die Zukunft der europäischen Meere, deren Küsten sowie der europäischen Fischindustrie, nicht der Fischfang außerhalb der EU.
    Meeresanrainer mit noch existierender Hochseeflotte, besonders am Mittelmeer, wollen vor allem die Arbeitsplätze in der Fischerei erhalten. Den mittel- oder nordeuropäischen Ländern geht es vor allem um den Erhalt der Meeresressource „Fisch” als beliebte Nahrung. Binnenstaaten und osteuropäische Länder fragen sich vor allem, warum die EU so viel Geld für den Erhalt einer unrentablen Fischereiflotte ausgibt.
    Viel zu wenig beachtet wird die Tatsache, dass weit mehr als die Hälfte des in der EU konsumierten Fischs nicht in deren eigenen Gewässern gefangen wird. 60 Prozent stammen aus Gewässern vor den Küsten von Entwicklungsländern.
    Was sind nun die Vorschläge der EU? Wie soll dafür gesorgt werden, dass von den ca. 1.200 mit EU-Flaggen oder EU-Kapital auf den Weltmeeren fahrenden Industrieschiffen keine Überfischung ausgeht und die handwerkliche Fischerei in Entwicklungsländern überleben kann?
    Es gibt Vorschläge, die in die richtige Richtung gehen. Zum Beispiel die Verpflichtung für alle Fangboote, an denen Europäer als Unternehmen oder Anteilseigner Interessen haben, in allen Weltmeeren nur nach den Regeln der zu beschließenden EU-Fischerei-gesetzgebung zu fischen. Also auch die in der EU in Zukunft geltenden Bestimmungen zu beachten: etwa Nachhaltigkeitsvorgaben wie die Verhinderung von Überfischung von Beständen, ein Rückwurfverbot und viele andere.
    Aber nicht einmal in Europa greifen die vielen, schon vor Jahren erlassenen Be-stimmungen zum Abbau der großen Überkapazitäten. Besonders die südlichen EU-Mitglieder stehen unter enormem Druck ihrer wichtigen Fischereiindustrien. Erst recht jetzt in Euro-Krisenzeiten. Die EU-Fangquoten werden wie auf einem Basar ausge-handelt, statt sich an die Empfehlungen der Wissenschaft zu halten. Die Verpflichtung, Schiffe stillzulegen, weil die Meere überfischt sind, wird nur von Deutschland und den skandinavischen Ländern eingehalten.
    Wenn das alles in Europa kaum klappt, wie will man die EU-Hochseeflotte reduzieren, die mit enormen Subventionen der EU aufgebaut wurde? Es wurden Abwrackprämien für Schiffe kassiert und dieselben Boote in Scheinfirmen überführt. Unter Flaggen von Belize oder Mongolei wird weitergefischt. Dabei gibt es für die Hochseeflotte, besonders für die riesigen deutsch-niederländischen Fabrikschiffe, keine Fischschwärme mehr, für die sich solche Fangboote rentabel einsetzen lassen.
    Die Überkapazität in der externen Dimension wird in den Vorschlägen der EU-Kommission mit keinem Wort erwähnt. In Zukunft sollen für diese Fangboote nur noch dann Verträge ausgehandelt und bezahlt werden, wenn wissenschaftliche Belege vorhanden sind, dass es in den Gewässern der Partnerländer überhaupt überschüssige Fischbestände gibt, die von dem Land nicht selbst befischt werden können. Eigentlich nichts Neues und schon lange völkerrechtlich verbindlich.
    Die EU ist nicht der einzige und wahrscheinlich auch nicht der schlimmste Akteur auf den Weltmeeren. Die Fangflotten asiatischer Länder wie Korea, China und Japan plündern teilweise weitaus zerstörerischer die letzten Fischbestände der Welt. Europa ist jedoch der größte Fischmarkt der Welt, ein Großteil der illegalen Fänge wird bei uns verkauft. Daher fordern Umwelt- und Entwicklungsorganisationen, dass die EU auch dann Verantwortung für die Weltmeere übernimmt, wenn sie ihre Flotte reduziert.
    Quelle

    LG Angeni

  8. #8
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    Korallen Population in über 125m Tiefe gefunden



    Die Universität von Queensland und die Catlin Group arbeiten zusammen mit Google an der 360° Erfassung von Unterwasseraufnahmen für Google Maps und Google Earth vornehmlich im Raum des Great Barrier Reefs. Die Catlin Group geht noch einen Schritt weiter und führt Langzeitstudien über die Entwicklung der Riffe durch.

    Monitoring the reef




    Im Rahmen dieser Studien und der systematischen Erfassung des Great Barrier Reefs wurden jetzt Korallen Kolonien in 410 Fuß Tiefe gefunden und dokumentiert.

    © Catlin Seaview Survey

    Angeblich wurde auch eine Acropora Art in einer Tiefe von über 70m gefunden. Es ist schon erstaunlich wie gut sich die Meeresbewohner anpassen können und Lebensräume erobern die wir uns nur begrenzt vorstellen können.
    Weitere Informationen sind hier, hier und hier zu finden.
    Update: Wenn auch bereits ein Link zu der Catlin Seaview Survey Seite oben eingefügt ist, hier noch ein Hinweis zu deren Seite ansich. Es lassen sich dort alle in 3D erfassten Riffe direkt aufrufen. Unter diesem Link geht es direkt zum Lady Elliot Island und rechts oben unter “other Locations” sind die anderen Spots zu finden. Viel Spass beim Abtauchen.

    Zu erwähnen ist ausserdem der Catlin Seaview Survey YouTube Channel. Diesen zu abonnieren lohnt sich.

    Underwater Classroom: CORAL BLEACHING




    Quelle

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    Japaner filmen Riesenkalmar in der Tiefsee

    http://de.euronews.com/ Japanischen Wissenschaftlern ist es erstmals gelungen einen Riesenkalmar in seiner natürlichen Umgebung in der Tiefsee zu filmen. Dem Tier fehlten allerdings seine beiden Fangtentakel.
    Riesenkalmare sind sehr selten. 2006 hatte das Team des Zoologen Tsunemi Kubodera ein Exemplar gefangen.


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