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Thema: Unterwasserwelt

  1. #21
    Wachsam
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    Zitat Zitat von AreWe? Beitrag anzeigen
    Es ist keine Mutation, sondern eine Missbildung!!!
    Liebe Grüße
    Hi AreWe ,

    als ich das Bild sah, musste ich sofort an Siamesische Zwillinge denken.

    Ich denke hier handelt es sich um eine Dicephalie .

    Ob das jetzt allerdings auf den"Unfall" zurückzuführen ist, glaube ich eher nicht.

    Siamesische Zwillinge bei Tieren

    Häufigste Form ist die Dicephalie d.h. zwei vollständig vom Hals her oder erst im Gesicht und Gehirn doppelte vorhandene Köpfe bei gemeinsamem Rumpf und gemeinsamen Extremitäten. Während in ersteren solchen Fällen beim Menschen (dicephalus dipus) meist von zwei Individuen ausgegangen wird, wird inkonsequenterweise bei Tieren in solchen Fällen von einem Tier mit zwei Köpfen gesprochen. Die Dicephalie ist dabei nicht nur auf Säugetiere beschränkt, sondern wurde auch schon unter anderem bei Amphibien und Reptilien (z.B. Schlangen) beobachtet.
    Quelle

    Wenn man bedenkt, dass beim Menschen durchschnittlich drei von zehn siamesischen Zwillingen pränatal versterben, und nur etwa ein siamesisches Zwillingspaar auf eine Million Lebendgeburten kommt

    wird sich das im Tierreich vielleicht nicht viel anders verhalten.

    War jetzt nur so ein Gedanke dazu.

    LGW

  2. #22
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    Quastenflosser: Lebendes Fossil offenbart neue
    Einblicke in den Landgang des Lebens




    Präparierter Quastenflosser im Naturkundlichen Museum Wien.


    Leipzig (Deutschland) - Bis 1938 ein noch kurz zuvor lebendes Exemplar auf einem südafrikanischen Fischmarkt entdeckt wurde, galten Quastenflosser als seit rund 70 Millionen Jahre ausgestorben und Berichte über Sichtungen oder Beifänge wurden als Seemannsgarn abgetan. Anhand der Aufschlüsselung des genetischen Codes der urzeitlich anmutenden und schon 400 Millionen Jahre alten Fischart erlangen Wissenschaftler nun neue Erkenntnisse über die evolutionäre Anpassung der Lebewesen vom Wasser aufs Land.

    Es sind die charakteristischen Gelenkansätze, die den Quastenflosser zum Zeugen einer Entwicklungsphase der Erde machen, als sich alles Leben noch im Meer abspielte. Während das Genom des Quastenflossers bislang gänzlich unbekannt war, hat ein internationales Konsortium, an dem auch deutsche Wissenschaftler u.a. der Universitäten Leipzig und Konstanz beteiligt waren, nun den genetischen Code der Tiere aufgeschlüsselt und die Forschungsergebnisse Fachzeitschrift "Nature" veröffentlicht.
    Mit 2,9 Milliarden Buchstaben enthält das Genom des Quastenflossers fast so viele "Bausteine" wie das des Menschen, weswegen sie mit uns näher verwandt sind als mit anderen "Fischen" wie etwa Hecht oder Lachs.Mit der evolutionären Linie der Landwirbeltiere - zu der auch der Mensch zählt - hatten sie zuletzt vor etwa 420 Millionen Jahren einen gemeinsamen Vorfahren. Der gemeinsame Vorfahre, den der Quastenflosser mit den Fischen hat, lebte hingegen noch mehr als 20 Millionen Jahren vorher.

    Die Auswertung der einzelnen Forschungsergebnisse von Wissenschaftlern aus aller Welt führte zu wichtigen Erkenntnissen über die evolutionäre Anpassung der Lebewesen vor Millionen von Jahren. "Der Quastenflosser ist von seinen Enzymen her extrem konservativ. Er hat sich sehr viel langsamer entwickelt als andere Tiere", berichtet der Bioinformatiker Prof. Dr. Peter Stadler von der Universität Leipzig. Warum dies so ist, kann die Fachwelt bislang jedoch nicht sagen.
    Aus dem gewonnenen Wissen über das Genom dieses vom Aussterben bedrohten Tieres können die Wissenschaftler jedoch zu neuen Erkenntnissen über die evolutionäre Anpassung der Landtiere kommen, die ursprünglich auch alle im Wasser lebten. Besonders der Übergang von den Flossen zu den Landextremitäten sei interessant. "Der Quastenflosser schaut heute noch so aus wie die 400 Millionen Jahre alten Fischfossilien", so Stadler. Im Gegensatz zu anderen Tieren ist er jedoch im Meer - seinem ursprünglichen Element - geblieben. "Die Analyse des Quastenflossergenoms zeigt nun - mit größerer statistischer Wahrscheinlichkeit als vorherige Studien -, dass unter den Fischen die Lungenfische und nicht der Quastenflosser die nächsten lebenden Verwandten der Landwirbeltiere sind", erläutert die Pressemitteilung der Universität Konstanz. Zum ersten Mal wurde dies bereits 1990 anhand eines sehr viel kleineren genetischen Datensatzes gezeigt (Meyer und Wilson, Journal of Molecular Evolution, 1990). Allerdings haben Lungenfische Genome, die bis zu dreißigmal größer sind als die des Menschen und deshalb auch aus technischen Gründen bisher noch nicht sequenziert worden sind. "Somit stellt das Quastenflossergenom die bisher beste Möglichkeit dar, nach genomischen Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschieden zwischen 'fleischflossigen' Fischen - wie dem Quastenflosser - und dem Genom der Landwirbeltiere zu suchen."

    Quastenflosser, so die Erkenntnisse der Wissenschaftler, scheinen sich nicht nur morphologisch, sondern auch in einigen, aber nicht allen Aspekten ihrer molekularen Evolution verhältnismäßig langsam zu entwickeln. "Offensichtlich stellt das Leben an Land hinsichtlich einer ganzen Reihe von Anpassungen andere Ansprüche an Organismen als das im Wasser", so die Konstanzer Wissenschaftler um Prof. Axel Meyer. Das betreffe beispielsweise die Sauerstoffaufnahme, die Fortbewegung, wobei Flossen zu Gliedmaßen wurden, der Geruchsinn, das Hören und der Harnstoffwechsel. "Obwohl die Quastenflosser und die Landwirbeltiere durch über 800 Millionen Jahre separater evolutionärer Geschichte getrennt sind, ließen sich in ihrem jeweiligen Genom noch etliche gemeinsame genetische Anpassungen für das Leben an Land entdecken."
    Quastenflosser haben einige morphologische und physiologische Merkmale, beispielsweise die Knochenstruktur ihrer Flossen, die sie als den "Fleischflossern" (Sarcopterygii) zugehörig kennzeichnen. Im Genom des Quastenflossers konnten die Forscher nun ein so genanntes regulatorisches Element, also eine Art "Genschalter", gefunden werden, der wahrscheinlich in der Embryonalentwicklung der Gliedmaßen, jedoch nicht der Fischflossen eine wichtige Rolle spielt. Dies konnte mit transgenen Mäusen gezeigt werden, in denen mit diesem Element des Quastenflossers - "Insel 1“ genannt - das passende Gen zur Entwicklung der Mäusegliedmaßen reguliert wurde.

    Weitere Analysen des Quastenflossergenoms zeigen, dass ein Genschalter im so genannten Hoxa14-Gen wahrscheinlich schon im gemeinsamen Vorfahren von Quastenflossern und Landwirbeltieren vorhanden war. "Dieser Genschalter ist wichtig in der Plazenta der Säugetiere", so das Team um Meyer. "Quastenflosser legen keine Eier - wie die meisten anderen Fische -, sondern gebären lebende Jungfische, die im Mutterleib ausgebrütet werden. Wie das Genom des Quastenflossers zeigt, werden während der Evolution gelegentlich schon vorhandene Gene und Interaktionen zwischen Genen 'recycled' und für neue Anwendungen wiederverwendet und erlauben so die Entstehung von Innovationen. Einige der wichtigsten evolutionären Erfindungen sind, wie das Genom des Quastenflosser zeigt, wahrscheinlich eher durch Veränderungen in der Steuerung älterer Gene entstanden, als dass sie komplett neu entstanden wären."
    Quelle

    LG Angeni
    Sonnige Grüsse
    Angeni



    Die Wissenschaft hat die Ganzheit getrennt und je detaillierter man das Atom in seinem
    Kern erforscht hat, desto weiter sind wir von uns selber weg gekommen
    - Angeni

  3. #23
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    Skurrile Entdeckung

    Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	Chondrocladia_Symmetrocladia_lyra.jpg 
Hits:	44 
Größe:	87,1 KB 
ID:	2583

    Dieser fleischfressende Schwamm (Chondrocladia lyra) lebt in drei Kilometern Tiefe im pazifischen Ozean. Er gleicht in seinem Aussehen einem Stern aus aufrecht stehenden Harfen. Das ungewöhnliche Lebewesen, das sich unter anderem von Bakterien ernährt, wurde im Jahr 2000 an der amerikanischen Westküste entdeckt. Die Universität von Arizona in Tempe, USA, wählte es nun für die Liste der skurrilsten Entdeckungen 2012 aus. Der Schwamm ist durch ein Art Wurzel, ein sogenanntes Rhizoid, am Meeresboden verankert. Seine Größe beträgt 80 Zentimeter in der Länge und 50 Zentimeter in der Höhe. Die vertikal ausgerichteten Äste tragen an ihren Enden kugelförmige Verdichtungen mit Samenpaketen.

    Quelle: http://augenblicke.t-online.de/fotog...650/si_0/index
    Liebe Grüße
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    Leute! Denkt immer an: "Teile und herrsche", und fragt Euch wer der "Dritte" ist! Cui bono?
    1 + 1 = 2 (universell und ewig)
    Love, peace and freedom!

  4. #24
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    Kanaren:
    Keine Walstrandungen mehr nach Sonarverbot

    Gestört von Sonargeräten

    Ruhe im Ozean: Seit einigen Jahren dürfen Marineschiffe vor den Kanaren unter Wasser keine Schallwellen-Geräte mehr verwenden. Nun berichten Forscher, dass das Sonarverbot Wirkung zeigt. Seither hat es dort keine Massenstrandung von Walen mehr gegeben.

    Großer Erfolg für die spanischen Tierschützer: Seit der Verhängung eines Verbots von Sonargeräten bei Marinemanövern vor neun Jahren hat es auf den Kanarischen Inseln keine Massenstrandung von Walen mehr gegeben. Die Kanaren avancierten aufgrund dieses Erfolges weltweit zum Vorbild beim Schutz der Meeresfauna und insbesondere der Meeressäuger, sagte der Leiter des Instituts für Tiergesundheit der Universität Las Palmas de Gran Canaria (ULPGC), Antonio Fernández, am Dienstag der Nachrichtenagetur efe.
    Nur Spanien habe nach einer entsprechenden Empfehlung des Europäischen Parlaments 2004 ein Verbot von Marinemanövern mit dem Einsatz von Sonargeräten, die Schallwellen unter Wasser senden, für das Meeresgebiet um die Inselgruppe im Atlantik vor der Westküste Nordafrikas verhängt, so Fernández. Diese Entscheidung habe sich spätestens jetzt als richtig erwiesen. Der Wissenschaftler hofft, dass seine Veröffentlichung der Ergebnisse der Initiative in der aktuellen Ausgabe des Magazins "Nature" dazu führt, dass andere Länder dem Beispiel folgen. Kurz vor dem spanischen Sonar-Verbot waren nach Massenstrandungen auf den Kanaren 14 (2002 auf Lanzarote) und vier (2004 auf Fuerteventura) Wale verendet. Eine Forschergruppe um Fernández stellte damals fest, dass vor dem Massensterben nördlich der Kanaren Seekriegsmanöver stattgefunden hatten, bei denen mit Sonargeräten Explosionen im mittleren Frequenzbereich erzeugt worden waren, was zur Aufspürung von feindlichen U-Booten dient.
    "Wale reagieren sehr sensibel auf die Sonargeräte. Heute weiß man, dass die Tiere in Panik geraten und ihr Tauchverhalten dadurch gestört wird", sagt Fernández. Das führe bei den Walen zu einem Leiden, das mit der Dekompressionskrankheit bei Tauchern, die zu schnell auftauchen, verglichen werden könne.
    Walen macht der zunehmende Lärm in den Meeren zu schaffen. Wale kommunizieren mit Lauten unter Wasser. Außerdem nutzen sie Töne, um zu navigieren und um Beute zu finden. Vom Menschen verursachter Lärm, wie er etwa bei seismischen Untersuchungen, Bauprojekten unter Wasser, aber auch mit militärischem Sonar entsteht, behindert die Wale.
    Quelle

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  5. #25
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    Tierische Intelligenz ist jetzt nicht mehr zu bestreiten: Große Tümmler rufen sich untereinander mit Namen

    Der Delfin ist ein großer Meeressäuger mit erstaunlichen kognitiven und intellektuellen Fähigkeiten, welche, so ist wissenschaftlich erwiesen, die der allermeisten Säugetiere – ausgenommen natürlich der Mensch – weit überragen. Eine neue Studie, die kürzlich in der Zeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) veröffentlicht wurde, offenbart neue Rätsel und Wunder der Delfine. Es hat sich nämlich gezeigt, dass insbesondere der Große Tümmler mit anderen Delfinen kommunizieren kann, wobei er sie spezifisch mit Namen ruft.
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  6. #26
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    Golf von Mexiko: Die Todeszone vergrößert sich rasant Als Todeszone wird der Bereich des Meeres bezeichnet in dem kein Fisch wegen Sauerstoffmangel überleben kann. Die diesjährige Todeszone im Golf von Mexiko ist 5.840 Quadratmeilen groß. Das ist doppelt so viel wie im Jahr zuvor. Ursache dafür sind die Düngemittel der Landwirtschaft.
    Durch geringfügige Änderungen wäre das gewaltige Anwachsen der Todeszone aufzuhalten. Die Universität von Iowa hat bereits 2012 in einer Studie ermittelt, dass durch Mischkulturen der Düngemitteleinsatz um 80 Prozent verringert werden könnte und das beim gleichen Ernteergebnis.
    Außerdem haben die Ausscheidungen durch die Massentierhaltung auch zum Vergrößern der Todeszone beigetragen. Eine Verteilung von Nutzvieh auf größere Flächen würde auch zu einer Verringerung des Problems führen.
    Quelle

    Ob das wirklich nur was mit dem Düngen zutun hat....?

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  7. #27
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    Es sind die charakteristischen Gelenkansätze, die den Quastenflosser zum Zeugen einer Entwicklungsphase der Erde machen, als sich alles Leben noch im Meer abspielte. Während das Genom des Quastenflossers bislang gänzlich unbekannt war, hat ein internationales Konsortium, an dem auch deutsche Wissenschaftler u.a. der Universitäten Leipzig und Konstanz beteiligt waren, nun den genetischen Code der Tiere aufgeschlüsselt und die Forschungsergebnisse Fachzeitschrift "Nature" veröffentlicht.Mit 2,9 Milliarden Buchstaben enthält das Genom des Quastenflossers fast so viele "Bausteine" wie das des Menschen, weswegen sie mit uns näher verwandt sind als mit anderen "Fischen" wie etwa Hecht oder Lachs.Mit der evolutionären Linie der Landwirbeltiere - zu der auch der Mensch zählt - hatten sie zuletzt vor etwa 420 Millionen Jahren einen gemeinsamen Vorfahren. Der gemeinsame Vorfahre, den der Quastenflosser mit den Fischen hat, lebte hingegen noch mehr als 20 Millionen Jahren vorher.
    Fand die immer schon faszinierend. Scheinbar ausgestorben und dann wieder entdeckt. Noch vor den Dinosauriern entstanden und trotzdem heute noch hier. Ähnlich wie Haie, nur eben noch abgefahrener, noch unwirklicher. Da wagt man glatt zu hoffen, dass es noch andere angeblich ausgestorbene Arten irgendwo geschafft haben...

  8. #28
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    Russische und deutsche Forscher entdecken über 200 neue Meeresbewohner

    Mehr als 200 neue Arten von Meeresbewohnern sind von russischen und deutschen Forschern im Laufe von zwei gemeinsamen Forschungs-
    expeditionen im Japanischen Meer und vor den Kurilen entdeckt worden.
    Die Forschungen wurden in einer Tiefe bis sechs Kilometer durchgeführt. Insgesamt wurden 620 Arten von Bodentieren entdeckt, d.h. dreimal so viele Tierarten wie vorher bekannt.
    Derzeit erforschen Wissenschaftler ihre „Funde“. Aus diesen Arten können neue bioaktive Verbindungen und Arzneimittel erzeugt werden.
    Quelle

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  9. #29
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    Überraschend: Einige Buckelwale trotzen dem Polarwinter
    Statt in wärmere Gewässer zu ziehen, bleiben einige Wale auch im Winter in der Antarktis
    Ihre Rufe haben sie verraten: Bisher dachte man, dass die Buckelwale des Südpolarmeeres im Winter alle gen Norden in wärmere Gewässer ziehen. Aber Aufzeichnungen des Antarktis-Unterwasserobservatoriums PALAOA belegen nun, dass einige Wale offenbar keine Lust aufs Wandern haben: Sie bleiben den ganzen Polarwinter hindurch in den antarktischen Gewässern. Warum, ist noch unklar, es könnte sich aber um junge Walkühe handeln, die die kräftezehrende 7.000 Kilometer lange Reise scheuen, berichten die Forscher im Fachmagazin "PLOS ONE".
    Luftaufnahme eines Buckelwales zwischen kleinen Eisschollen
    © ITAW/ Carsten Rocholl
    Manchmal brauchen auch Wissenschaftler das entscheidende Quäntchen Glück, um auf neue Forschungsideen zu kommen. So zum Beispiel Ilse Van Opzeeland, Meeresbiologin am Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI). Als sie eines Aprilmorgens ihre Bürotür aufschloss und wie üblich den Livestream des PALAOA-Unterwasserobservatoriums auf dem Schelfeis der Antarktis einschaltete, tönten aus dem Lautsprecher plötzlich Rufe von Buckelwalen – und das zu einer Zeit, in der die Meeressäuger längst 7.000 Kilometer entfernt in den warmen Gewässern Afrikas hätten schwimmen sollen.

    Rege Kommunikation mitten im Polarwinter
    „Ich war total überrascht, denn bis zu diesem Tag galt die Lehrbuchmeinung, dass Buckelwale nur in den Sommermonaten in die Antarktis kommen“, erzählt die Wissenschaftlerin. Und selbst dann, so glaubte man bis dahin, würden sie auf der Suche nach Krill nur bestimmte eisfreie Regionen auf Höhe des 60. südlichen Breitengrades ansteuern. "Unser PALAOA-Observatorium aber überwacht ein Gebiet auf 70 Grad Süd – also viel weiter südlich als die bekannten Futtergründe. Die Tiere an einem Wintermorgen in der Nähe unseres Observatoriums zu hören, war vor diesem Hintergrund eine doppelte Überraschung", so die Forscherin.

    Angetrieben von der Frage, ob der Winter-Abstecher der Buckelwale in das östliche Weddellmeer ein einmaliges Ereignis war, entwickelte Van Opzeeland ein Verfahren zur automatischen Buckelwal-Lauterkennung und überprüfte alle PALAOA-Aufnahmen der Jahre 2008 und 2009 auf akustische Lebenszeichen der Tiere. „Unsere Aufnahmen enthalten sowohl variable, hochfrequente Laute der Wale als auch wiederkehrende Rufe, die wie ein vermeintliches Stöhnen klingen. Auf letztere haben wir uns in unserer Analyse konzentriert“, erzählt die Meeresbiologin.

    Das Perennial Acoustic Observatory in the Antarctic Ocean (PALAOA) auf dem Schelfeis
    © Thomas Steuer / AWI
    Eisfreie Stellen als Nische
    „Heute wissen wir, dass sich die Buckelwale im Jahr 2008 mit Ausnahme der Monate Mai, September und Oktober durchgängig in der Nähe des Observatoriums aufgehalten haben. Im Folgejahr fehlten sie lediglich im September. Demzufolge ist es sehr wahrscheinlich, dass in beiden Jahren Buckelwale im östlichen Weddellmeer überwintert haben“, sagt die Wissenschaftlerin. Eine mögliche Erklärung dafür könnte das antarktische Meereis liefern. Denn in der Nähe des Observatoriums entsteht im Winter regelmäßig ein eisfreies Gebiet, auch Polynia genannt. Es wird durch ablandige Winde hervorgerufen, welche die Eisschollen auf das Meer hinausdrücken.

    "Wir vermuten, dass die Buckelwale in dieses eisfreie Gebiet schwimmen", erklärt Van Opzeeland. "Schließt sich die Polynia dann wieder, ziehen auch die Wale weiter und verlassen jenen Radius von 100 Kilometern, den unsere Unterwassermikrofone überwachen. Beweise für dieses Verhalten haben wir allerdings noch nicht."

    Junge Walkühe als Überwinterer?
    Was sich die Wale in den Wintermonaten erzählen und um welche Tiere es sich handelt, kann die AWI-Wissenschaftlerin anhand der Unterwasserklänge leider nicht sagen: „Wahrscheinlich stammen die Laute von jungen Walkühen, die noch nicht trächtig sind und sich deshalb die mehr als 7.000 Kilometer lange, sehr kräftezehrende Wanderung in die Küstengewässer Afrikas sparen." Ein Buckelwal-Weibchen büßt bis zu 65 Prozent seiner Körpermasse ein, wenn es ein Kalb austrägt und säugt. Vor diesem Hintergrund erscheint es aus Sicht der jungen Walkühe durchaus sinnvoll, den Winter über in der Antarktis zu bleiben.

    Buckelwal vor der antarktischen Küste im Polarsommer.
    © ITAW/Helena Feindt-Herr
    Außerdem bietet das Küstengebiet des östlichen Weddellmeeres den Tieren sehr wahrscheinlich auch in der kalten Jahreszeit so reichhaltige Krillvorkommen, dass die Wale genügend Futter finden, um sich Fettreserven für die Fortpflanzung und die lange Reise im Folgejahr anzufressen. Diese neuen Erkenntnisse untermauern die Bedeutung des Südpolarmeeres als Lebensraum für Buckelwale. „Gerade vor dem Hintergrund der Diskussion um Meeresschutzgebiete zeigen unsere Ergebnisse, dass nicht nur die bekannten Futtergründe in der Region um 60 Grad Süd für die Buckelwale wichtig sind, sondern auch die Gewässer weiter südlich. Die Tiere kommen in diesen Gebieten fast das ganze Jahr über vor“, sagt die Biologin.

    Rufe verraten auch die Herkunft
    Sie und ihr Team aus der AWI-Arbeitsgruppe „Ozeanische Akustik“ wollen jetzt herausfinden, zu welcher Population die Buckelwale aus dem östlichen Weddellmeer gehören. Dazu vergleichen die Wissenschaftler die markante Rufe und Laute aus den PALAOA-Aufnahmen zum Beispiel mit Buckelwal-Gesängen aus den Küstengewässern Gabuns und Mosambiks. „Jede Buckelwal-Population entwickelt ihre eigenen Gesänge. Die Tonfolgen ergeben also einen akustischen Fingerabdruck, anhand dessen wir hoffentlich sagen können, in welchen Gewässern die Antarktis-Überwinterer ihre Kinderstube haben“, so die Meeresbiologin.

    Vermutlich stammen die Tiere aus der Küstenregion des südlichen Afrikas. „Wir wissen von anderen Buckelwal-Populationen der Südhalbkugel, dass sie in jedem Frühjahr auf relativ geradem und direktem Wege Richtung Süden schwimmen. Sollte dies auch für die Wale aus dem Weddellmeer gelten, liegt es nahe, dass sie zu den Populationen an der Ost- oder Westküste des südlichen Afrikas gehören“, so Van Opzeeland.

    Außerdem wertet das AWI-Team derzeit Daten einer Kette von Unterwasserrekordern aus, welche die Wissenschaftler vor einigen Jahren entlang des nullten Längengrades am Meeresboden zwischen Südafrika und der Antarktis verankert haben: „Wir wissen, dass Buckelwale in den Gebieten, in denen sie ihre Kälber auf die Welt bringen sowie auf ihrer Wanderung singen und dass sich ihre Gesänge von Jahr zu Jahr verändern. Weitestgehend unbekannt ist allerdings, wann und wie sich dieser Wandel vollzieht. Mithilfe der Aufnahmen unserer Streckenposten können wir diesen Geheimnissen vielleicht auf die Spur kommen“, sagt Van Opzeeland. Sie also wird sich die Buckelwalklänge garantiert noch viele Male ganz genau anhören.
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    Sonar-Messsystem: Ölkonzern für Tod von Delfinen verantwortlich


    Geräusche von Sonargeräten bringen Wale und Delfine unter Wasser durcheinander und im Zweifel um.
    Der Verdacht besteht schon lange – in einem Fall gibt jetzt eine Studie dem Ölkonzern Exxon Mobil die Schuld am Tod von 100 Delfinen im Mai 2008. Die Breitschnabeldelfine waren vor fünf Jahren in einer Lagune vor Madagaskar gestrandet und gestorben.
    Die internationale Walkommission hat einen Bericht von unabhängigen Wissenschaftlern zu dem Vorfall veröffentlicht. Darin kommen die Experten zu dem Schluss, dass ein Sonar-Messsystem des Ölkonzerns für das Delfinsterben verantwortlich ist. Exxon Mobil hatte für die Suche nach Öl am 29. Mai 2008 100 Kilometer vor der Küste Madagaskars ein Gerät – 12 kHz Multi-Beam Echosounder System (MBES) – eingesetzt, das unter Wasser Schwingungen erzeugte.
    Die Messtechnik ist laut den Forschern der “plausibelste und wahrscheinlichste” Auslöser des Delfinsterbens. Die Delfine seien noch nie vorher und nie wieder danach in die Lagune geschwommen.
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