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Thema: 3. Schafft die GEZ ab!!!!

  1. #21
    Luzifer
    Gast
    Ich kann mir gut vorstellen, dass es keine grösseren Protestwellen gab. Warum auch? So gut wie jeder Mensch besitzt einen Fernseher oder ein Radio. Für diese Menschen haben sich nur die Regularien geändert. Nicht die Gebühren an sich.

    Wie bei jeder Verwaltungsmassnahme gibt es immer Gewinner und Verlierer. Diejenigen, die als Einzelpersonen einen gemeinsamen Haushalt betreiben, gehören z. B. zu den Gewinnern, da nur noch pro Haushalt abgerechnet wird.

    Dass Deutsche angeblich "Zwangsabgaben lieben", geht aus der Umfrage nicht hervor.

    Das gilt auch für Steuern. Sie werden nicht geliebt, aber als notwendig erachtet.

  2. #22
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    Gebühren

    Die öffentlich-rechtlichen Sender spüren nach eigenen Angaben bisher auch keine Protestwelle von Verbrauchern gegen den neuen Rundfunkbeitrag.
    Na blöd wär ich wenn ich gegen mein eigenes Geschäft wettern würde. Lol

  3. #23
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    Schon GEZürnt?

    Nix Information, Bildung oder Kultur. Ein Drittel der Sendezeit in ARD, ZDF und dritten Programmen geht für seichtes Gedöns drauf.

    Sage niemand mehr, Juristen wären nicht kreativ. Anwälte der Drogeriekette Rossmann treten den Gegenbeweis an. Rossmann klagt, wie die F.A.Z. gerade berichtete, vor dem Bayerischen Verfassungsgerichtshof gegen den neuen Zwangsrundfunkbeitrag, den jeder Haushalt und auch jedes Unternehmen leisten muss. Mit der Klageschrift schickten die Rossmann-Anwälte den Richtern auch eine Liste. Sie zeigt, wie viele Sendeminuten ARD, ZDF und dritte Programme welchen TV-Sendungen an einem beliebigen Dienstag im November einräumten.
    Das Ergebnis: 700 Minuten Telenovelas, 320 Minuten Daily Soaps, 279 Minuten Boulevard, 275 Minuten Krankenhausserien, 100 Minuten Kochshows - Werbung nicht gezählt. Insgesamt verflossen nach dieser Rechnung an einem Tag 32,8 Sendestunden mit seichtem Gedöns. Nix Information, Bildung, Kultur. Und schon gar nicht irgendetwas, was die Dirk Rossmann GmbH braucht.
    Programm und Selbstverständnis klaffen auseinander

    Die Liste zeigt plastisch, wie weit Programm und Selbstverständnis der Sender voneinander entfernt sind. Ihr Selbstbild (und die Vorstellung des Grundgesetzes) ist ein wirtschaftlich und politisch unabhängiges Programm, das die Menschen politisch bildet und anspruchsvoll unterhält. Eine Art Bundesfunk für politische Bildung, der die ganze Gesellschaft voranbringt, argumentieren die Architekten des neuen Zahlungsmodells um den früheren Verfassungsrichter Paul Kirchhof, also sollen alle zahlen, die einen Raum besitzen, egal ob sie zuschauen oder nicht, ob sie blind, taub oder dement sind, ob ihre Angestellten das Radio ständig oder niemals einschalten.
    Es ist das klassische Modell einer Zwangsfinanzierung öffentlicher Aufgaben durch die Bürger, wobei die Bürger auch zahlen müssen, wenn sie die Leistung nicht konsumieren - eine klassische Steuer, wenn man davon absieht, dass Rundfunk kein Staatsfunk ist. Es bevölkern nur Staatsamtsträger die Rundfunkgremien.
    Aber statt des hässlichen Worts Steuer hat WDR-Chefredakteur Jörg Schönenborn ein hübscheres Wort erfunden: „Demokratie-Abgabe“. Öffentlich belehrt zu werden, der Beitrag diene der eigenen „Persönlichkeitsentfaltung“ (O-Ton Verfassungsjurist und ZDF-Verwaltungsrat Dieter Grimm), um dann zwischen Shalala-Shanty-Chor, Fußball-Zweitliga-Spiel und Talkshow einzuratzen, weil erst zur Geisterstunde hochwertige Formate laufen - das ist vielen Hohn. So wie die Umbenennung der Gebühreneinzugszentrale GEZ (Motto: Schon GEZahlt?) in „Beitragsservice.“

    Weitere Artikel


    Die Sender antworten auf Kritik an flachen Filmchen mit deren prächtigen Quoten. Auf Kritik am allgemeinen Zuschauerschwund dagegen heißt es, das Programm sei eben auftragsgemäß sehr anspruchsvoll. Das ist ausgebuffte Schizophrenie. Anstatt sie zu therapieren, haben die Erfinder des neuen Beitrags die Zahlungspflicht flugs entkoppelt vom Konsum des Programms.

    Unverändert ist die wirtschaftliche Macht der Sender, die zusätzlich zu Gebühren an Sponsoring und Werbung verdienen. Mit ihrer Kriegskasse stechen sie Privatsender aus im Wettstreit um Fußballrechte. Verlagen graben sie mit zeitungsähnlichen Informationsangeboten im Netz und auf dem Smartphone das Wasser ab.
    Ganz zu schweigen von allgemeiner finanzieller Intransparenz: Nicht einmal die Sender selbst überblicken, wie viele Menschen für sie arbeiten (beim ZDF dürften es bis zu 7000 Menschen sein), auch das Geflecht der Tochterfirmen ist für Außenstehende undurchdringbar. Dabei ist interessant, was der Rundfunkbeitrag alles trägt: eine große Intendanten-Renten-Party beim ZDF etwa oder 450 000 Euro Honorar von Moderatorin Monika Lierhaus für die Fernsehlotterie. Und die bunten Gebührenbescheide, die dieser Tage ins Haus flattern. Die Logos der Sender sind in Farbe gedruckt - das gebietet die Corporate Identity.

    Quelle: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaf...-12023234.html
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  4. #24
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    Einfach mal abschalten: Öffentlich-rechtliche Skandale

    Untreue, Betrug, Machtmissbrauch – das ist die Realität bei den öffentlich-rechtlichen Sendern. Auch wenn die GEZ-Gebühren-Stasi jetzt arbeitslos ist, geht der Wahnsinn munter weiter.

    Nichts hören, nichts sehen, nichts sagen – wie die berühmten Affen verhalten sich die öffentlich-rechtlichen Gebührenverschwender, wenn sie mal wieder erwischt werden. Thomas Gottschalk und sein Bruder haben Wetten, dass…? zu einer Werbearena gemacht und sich die Taschen voll gemacht. Die Sender geben sich jetzt völlig ahnungslos. Wie immer.

    Auch Moderatorin Andrea Kiewel hat ja Schleichwerbung gemacht, Geld dafür kassiert und das auch öffentlich eingestanden.

    Was passierte? Nichts. Beim ZDF darf sie jedenfalls weiterhin arbeiten.

    Kennen Sie Doris Heinze? Die Frau ist eine der größten Betrügerinnen in der Geschichte der Öffentlich-rechtlichen. Zwischen 2003 und 2007 hat sie als Fernsehspielchefin dem NDR eigene Drehbücher verkauft.

    Kennen Sie den Namen der Betrügerin? Wahrscheinlich nicht. Warum auch, sie hat ja nur unsere Zwangsgelder abgesahnt.

    Marko K. war Herstellungsleiter des Kinderkanals, der zu ARD und ZDF gehört. Der Mann hat den öffentlich-rechtlichen Sender – also uns Zwangsgebührenzahler – um viele Millionen Euro betrogen.
    Wegen Bestechlichkeit und Untreue in 48 Fällen wurde er im Sommer 2011 vom Landgericht Erfurt dafür zu fünf Jahren und drei Monaten Haft verurteilt.

    Auch Jürgen Emig, der ehemalige Sportchef des Hessischen Rundfunks, wurde im Oktober 2008 wegen Untreue und Bestechlichkeit zu zwei Jahren und acht Monaten Freiheitsstrafe verurteilt.

    Über einen Zeitraum von fünf Jahren hinweg hatte er 440.000 Euro aus Geldern, die Sponsoren für Sportevents (meist Radsport und Tanzen) gezahlt wurden, in die eigene Tasche gewirtschaftet.

    Wilfried Mohren war Fernseh-Sportchef des Mitteldeutschen Rundfunks. Im September 2009 verurteilte ihn das Landgericht Leipzig wegen Vorteilsannahme, Steuerhinterziehung und Betruges zu einem Jahr und elf Monaten Haft auf Bewährung und einer Geldstrafe von 8.250 Euro.

    Mohren soll Schmiergelder empfangen haben und dafür bestimmte Veranstaltungen und Interviews werbewirksam im MDR platziert haben. Unter anderem soll er von Hans-Ludwig Grüschow, ehemals Präsident der Stiftung Deutsche Sporthilfe und gleichzeitig Vorstandsvorsitzender der Techem AG, um die 110.000 Euro bekommen haben.
    Auch gegen MDR-Mann Udo Foht wird derzeit wegen Verdachts auf Bestechlichkeit und Bestechung, Untreue und Betrug ermittelt. Foht war früher MDR-Unterhaltungschef. Der 62-Jährige soll Gelder in sechsstelliger Höhe abgezweigt haben.

    Man könnte diese Auflistung endlos fortsetzen. Unsere Zwangsgebühren sind ein Selbstbedienungsladen. Das sieht inzwischen auch die frühere Bundestagsabgeordnete und DDR-Bürgerrechtlerin Vera Lengsfeld so. Sie erinnern die Zwangsgebühren jetzt sehr stark an die frühere DDR und an Diktaturen. Es ärgert sie, wie die Bürger in den Öffentlich-rechtlichen für dumm verkauft werden. Sie fordert uns dazu auf, öfter einfach mal abzuschalten.

    Quelle: http://info.kopp-verlag.de/hintergru...-skandale.html
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  5. #25
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    Die zwangsfinanzierte Propagandamaschine ARD & ZDF

    Die Propagandamaschinerie läuft bereits auf vollen Touren. Die aus Zwangsgebühren/-beiträgen finanzierten Sender inszenieren eine beispielslose Kampagne für die Rechtfertigung des Rundfunkbeitrages. Es werden Pseudo-Interviews veröffentlich, die eindeutig belegen sollen, wie gut und gerecht der neue Rundfunkbeitrag ist. Dabei dürfen selbstverständlich keine Beispiele fehlen, die das zweifelsohne belegen sollen. Alles schön und friedlich, alles im Lot.

    Man fragt sich allerdings, warum der öffentlich-rechtliche Rundfunk überhaupt Werbung für die Akzeptanz des Rundfunkbeitrages machen muss? Einerseits muss man für so eine tolle Sache gar keine Werbung machen und anderseits ist das schließlich egal, denn jeder muss so oder so zahlen. Also warum diese Mühe? Warum nicht lieber das Geld für die Eigenwerbung sparen und zur Tagesordnung übergehen?
    Eine mögliche Erklärung könnte die Tatsache sein, dass der Widerstand in der Bevölkerung täglich wächst. Insbesondere im Internet findet man eine immer größer werdende Bewegung, die dabei ist, sich zu organisieren und zu vernetzen. Wenn man nicht dagegen steuert – so wird der öffentlich-rechtliche Rundfunk denken –, könnte diese Bewegung einen unaufhaltsamen Schneeballeffekt verursachen, der die staatliche mediale Macht überrollt. Daher wird schweres Geschütz ausgefahren und die Propagandamaschinerie mit voller Kraft angestartet.
    So etwas kennt man von Diktaturen in Schurkenländern. Obwohl es nur eine große und überdimensionale Macht gibt, kommt die Propaganda nie zum Stillstand. Tag ein, Tag aus wird für den Diktator und sein System geworben, bis – leider – viele das auch glauben oder sich einreden, es glauben zu wollen.
    Zurück nach Deutschland zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Es wird uns eingeredet, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk eminent wichtig für den Erhalt unserer Demokratie und westlichen Lebensart sei und daher solle man diesen nicht einmal in Frage stellen. Darüber hinaus würde der öffentlich-rechtliche Rundfunk einen sehr wichtigen Bildungsauftrag erfüllen usw. Ich denke, an dieser Stelle muss ich die „Wichtigkeit“ des Apparates nicht weiter aufführen. Diese Parolen und Floskeln hören wir bereits seit Jahrzehnten und sie sind mittlerweile in den Köpfen vieler Leute fest zementiert. Beim Schreiben dieser Zeilen kommt mir der Begriff „mediale Diktatur“ in den Sinn.

    Nun wächst eine junge Generation heran, die mit diesen Medien nichts anzufangen weiß. Das sind unsere Internet-Kinder, die sich dezentral über alle Grenzen hinweg vernetzen und informieren – der öffentlich-rechtliche Rundfunk mutet sie wie ein Dinosaurier an. Diese Generation lässt nicht zu, dass ihre Köpfe durch Propaganda zubetoniert werden und setzt sich zur Wehr. Sie sieht nicht ein, für weder bestellte, noch benötigte „Leistungen“ zur Kasse gebeten zu werden, während sie gleichzeitig zusehen, wie sich die Radio- und Fernsehleute die Taschen regelrecht mit ihrem schwer verdienten Geld voll stopfen. Sie fragen sich, warum eine Frau Intendantin Monika Piel aus zwangseingetriebenem Geld einen Grundgehalt von 308.000 € im Jahr erhält? Eine gute Frage, wie ich denke.
    All das spürt der öffentlich-rechtliche Rundfunk und startet deswegen diese plumpe Propaganda in der Hoffnung, etwas bewirken zu können. Dabei übersieht er, dass die einzige Wirkung eine noch stärkere Polarisierung ist, was zu einer Verhärtung der Fronten führt. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk agiert genauso wie jene Diktatoren, die am Ende ihrer Ära einmal mehr versuchen, ihre Macht unter Beweis zu stellen, indem sie alle ihr zur Verfügung stehenden Mittel gegen ihr eigenes Volk richten. Wie die Geschichte uns aber immer wieder lehrt, gab es an diesem Punkt nie ein Zurück für Diktatoren und das einzige, was sie noch ausrichten konnten, war Leid und Zerstörung.
    Man erkennt eindeutig die Parallele. Mit der Einführung des Rundfunkbeitrages haben sich Politik und staatliche Medien in ihrer Gier nach immer Mehr einen Bärendienst erwiesen – sie haben ihr Ende selbst eingeleitet.

    Quelle: http://www.politaia.org/internet-und...chine-ard-zdf/
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  6. #26
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    Maybrit Illner geht den eigenen Chef an

    Ausgerechnet beim Rundfunkbeitrag und der „heiligen Kuh“ Thomas Gottschalk zeigte sich ZDF-Moderatorin Maybrit Illner bei ihrem Polit-Talk in Bestform – insbesondere ihrem Intendanten Thomas Bellut gegenüber. Aber auch andere Gäste wussten zu punkten.

    Gegen Ende wirkte ZDF-Intendant Thomas Bellut derart verdattert, dass ihm sogar das Top-Argument zu entfallen schien, warum noch mal das ZDF mit einer gewaltigen, nicht offen genannten Summe den Privatsender Sat.1 bei den Rechten an der Fußball-Champions League überboten hatte. Maybrit Illner half gerne aus: damit auch junge Zuschauer ab und zu einschalten und sich dabei einprägen, wo auf ihrer Fernbedienung das Zweite zu finden ist.

    Diese Hilfe für einen Gast war kein Schaden, denn bis dahin hatte die blendend aufgelegte ZDF-Moderatorin ihrem Intendanten kräftig Contra gegeben und ihre Sendung zum Thema „Gebühren, Quoten, Qualität – Sind ZDF und ARD ihr Geld wert?“ zu einer weit überdurchschnittlich sehenswerten Talkshow gemacht. Sie hatte Bellut gefragt, wie Thomas Gottschalk beim ZDF den „Status einer heiligen Kuh“ bekommen konnte, warum sich ARD und ZDF bei der Übertragung von Fußball-Welt- und Europameisterschaften nicht einfach alle zwei Jahre abwechseln anstatt gemeinsam riesige Teams hinzuschicken, und wie viele Digitalkanäle das ZDF eigentlich benötigt, wenn inzwischen doch alles Fernsehen weitgehend digital verbreitet wird. Den SWR-Justitiar Hermann Eicher hatte mit taffen Nachfragen unter anderem zu der neuen Rundfunkgebührenpflicht auch für Behinderte derart verblüfft, dass diese ziemlich oft „mit Verlaub“ sagen musste, und dass „der Gesetzgeber“ es eben so gewollt habe.

    Überhaupt war die Sendung gut besetzt (auch wenn der Jurist Ermano Geuer, der erste Kläger gegen die neue Rundfunkgebühr per Twitter bekundet hatte, dass auch er gern eingeladen worden wäre). Handelsblatt-Medienredakteur Hans-Peter Siebenhaar, durch sein Buch „Die Nimmersatten“ derzeit einer der bekanntesten Kritiker des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, zeigte sich zahlenstark und brachte sowohl die über 150 privatwirtschaftlichen Tochterfirmen der Sendeanstalten wie auch seine Forderung, ARD und ZDF zu fusionieren aufs Tapet.

    weiter hier: http://www.handelsblatt.com/politik/...n/7651820.html
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  7. #27
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    Rundfunkabgabe: Feudalsystem der Fernseh-Fürsten

    Frankfurter Rundschau, Financial Times Deutschland – der sich verändernde Medienmarkt fordert seine Opfer. Vor allem Privatsender und das Internet ziehen Publikum und Werbekunden ab. Nur die größten TV-Konzerne der Republik pfeifen auf den Markt. Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten bedienen sich aus einer Zwangsabgabe und leben wie die Made im Speck. Das ist ungefähr so, als hätte die Drogeriekette Schlecker kurz vor ihrer Insolvenz noch eine Schlecker-Steuer eingeführt. Mit Demokratie und Markt hat das rein gar nichts zu tun, dafür sehr viel mit einem Feudalsystem.

    Frage an Radio Eriwan: Kann man tatsächlich riesenhafte Fernsehkonzerne auf Dauer gegen den Markt am Leben erhalten? Antwort: Ja, aber nur als Staatsfernsehen in einer Diktatur. Zur Sache: Während sich die öffentlich-rechtlichen Sender auf dem absteigenden Ast befinden, haben sie sich noch schnell den Zugang zu den Fleischtöpfen gesichert und sich (über die Ministerpräsidenten der
    Länder) ab 1. Januar 2013 ein fürstliches Altersgeld genehmigt. Und zwar durch die Umwandlung der Rundfunkgebühr in eine Zwangsabgabe pro Wohnung und Unternehmen. Die Maßnahme, die eigentlich ihr bequemes Überleben auf dem sich wandelnden Medienmarkt sichern sollte, könnte jedoch nach hinten losgehen, wurde doch dadurch erst der Finger in die Wunde gelegt: Was sollen zwangsweise finanzierte Staatssender in einem sich öffnenden und immer vielfältiger werdenden Medienmarkt? Woher nehmen die staatlichen TV-Konzerne die Berechtigung, angesichts ihrer schwindenden Bedeutung nun auch noch eine regelrechte Propaganda-Steuer zu erheben? Denn genau darum geht es ja: Um die bizarre Idee, für ein Produkt, das man auch woanders bekommen kann, eine Steuer zu erheben. Erstens widerspricht das jedem marktwirtschaftlichen und freiheitlichen Denken. Und zweitens werden damit finanzielle Ressourcen gebunden, die mancher vielleicht lieber bei anderen Medien ausgeben würde. Wodurch in jedem Fall die Informationsfreiheit beschränkt wird. Und dabei geht es keineswegs um die Abschaffung der öffentlich-rechtlichen Sender. Vielmehr sollen sie sich endlich »anständig« finanzieren, wie jeder andere auf dem Medienmarkt auch: Nämlich, indem sie mit ihren Produkten um das Geld des Publikums konkurrieren.

    Steuer für die Info-Autobahn

    So unbedeutend der Schritt von der Gebühr zur »Abgabe« erscheint, so groß ist er in Wirklichkeit. Während eine Gebühr für die Inanspruchnahme einer konkreten Gegenleistung erhoben wird, ist eine Steuer oder Abgabe nicht mit der Inanspruchnahme einer konkreten Gegenleistung verbunden. Nehmen wir beispielsweise an, der Staat stellt mithilfe der Kfz-Steuer (indirekt) Autobahnen zur Verfügung (Gegenleistung), ohne den Einzelnen allerdings zu fragen, ob er diese überhaupt in Anspruch nimmt – typisches Merkmal einer Steuer. Demnach war sogar bereits die alte Rundfunkgebühr eine Steuer. Denn genau wie ein Auto musste man die Empfangsgeräte anmelden und wurde anschließend unabhängig von der konkreten Nutzung der TV-Programme zur Kasse gebeten. Die neue Rundfunkabgabe geht aber noch einen Schritt weiter. Wurde die Gebühr bisher nur fällig, wenn nachweislich Empfangsgeräte vorhanden waren, wird sie nun plötzlich pauschal für jede Wohnung und jedes Unternehmen erhoben – völlig unabhängig davon, ob und welche Empfangsgeräte vorhanden sind und natürlich, in welchem Umfang die Angebote im Einzelfall überhaupt genutzt werden.

    Nicht doch, argumentieren Medienwissenschaftler wie der Medienrechtler Volker Boehme-Neßler: »Eine Steuer im juristischen Sinne, im rechtlichen Sinne, liegt dann vor, wenn man Abgaben an den Staat leistet, ohne eine Gegenleistung dafür zu bekommen. Darum geht’s hier aber nicht: Wir Bürger bekommen eine Gegenleistung für den Rundfunkbeitrag, nämlich ein funktionierendes öffentlich-rechtliches Rundfunksystem, an dem wir teilnehmen können, an dem wir aber nicht teilnehmen müssen.« Seltsam. Der Mann merkt gar nicht, dass er das Wesen einer Steuer beschreibt. Denn genau das ist ja der Charakter einer Steuer – siehe Kfz-Steuer: Auch hier stellt (in der Regel) der Staat ein funktionierendes öffentliches Autobahnsystem zur Verfügung, das wir nutzen können, aber nicht müssen. Deutlicher könnte man den Steuercharakter der neuen Rundfunkabgabe eigentlich gar nicht begründen. Denn natürlich ist eine Steuer keineswegs unabhängig von einer Gegenleistung, sondern nur unabhängig von deren Inanspruchnahme. Natürlich bietet der Staat Gegenleistungen für die vereinnahmten Steuern, indem er die Gesellschaft organisiert, verwaltet, verteidigt und anderes mehr. Dabei stellt er diese Gegenleistungen bereit, ohne dass wir jede einzelne nutzen müssen. Nicht zufällig wurde die neue Zwangsabgabe ja auch von einem Steuerrechtler entworfen, nämlich von Paul Kirchhof, Direktor des Instituts für Finanz- und Steuerrecht an der Uni Heidelberg. 2005 sollte er gar Finanzminister werden.

    Rückzugsgefecht eines sterbenden Mediums

    Während die Nutzung einer Autobahn bei einem Fahrzeugbesitzer aus gutem Grund anzunehmen ist, ist das beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk immer weniger der Fall. Denn inzwischen gibt es ein derart dichtes Netz von »medialen Privatstraßen«, dass die Bedeutung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks rapide abnehmen wird und bereits abgenommen hat. Genau deshalb ist die neue Rundfunkabgabe als Rückzugsgefecht einer sterbenden Medienorganisationsform zu sehen: Insbesondere das Durchschnittsalter der ARD- und ZDF-Zuschauer steigt seit Jahren dramatisch an – was nichts anderes bedeutet, als dass deren Publikum über kurz oder lang ausstirbt. »Sorge macht insbesondere, mit welchem Tempo das Durchschnittsalter bei den Öffentlich-rechtlichen ansteigt«, schrieb der Fernsehfunktionär Volker Giersch bereits im ARD-Jahrbuch 2008. »In den vergangenen 15 Jahren nahm es bei der ARD um elf Jahre, beim ZDF um acht Jahre zu. Das ARD- und ZDF-Fernsehpublikum altert damit mehr als dreimal so stark wie das Fernsehpublikum insgesamt. Wenn dieser Trend weiter Bestand hat, werden die Zuschauer der Öffentlich-rechtlichen in zehn Jahren im Durchschnitt gut 66 Jahre alt sein.« Weitere zehn oder 20 Jahre später werden sie tot sein.

    Groß und mächtig erscheinen ARD und ZDF nämlich nur, wenn man das Gesamtpublikum (alle ab drei Jahre) betrachtet. Aus demografischen Gründen dürfte es mit dieser Größe jedoch bald vorbei sein. Schlüsselt man die Marktanteile nach Altersgruppen auf, wird klar, vor welchem existenziellen Problem die großen öffentlich-rechtlichen Sender in Wirklichkeit stehen. Besonders ausgeprägt sei der »Akzeptanzschwund« bei den Unter-30-Jährigen, so Giersch: »Das Erste erreicht in dieser Altersgruppe (14 bis 29 Jahre) nur noch einen Marktanteil von fünf Prozent (2007). Das ZDF liegt mit 4,1 Prozent noch darunter. Denselben Wert erzielen die Dritten zusammen. Zum Vergleich: Marktführer ProSieben kam auf 17,4 Prozent, RTL auf 16,8 Prozent.« Inzwischen sind diese Marktanteile noch weiter geschrumpft. 2011 kam Das Erste bei den 14- bis 29-Jährigen nur noch auf 4,3 Prozent, das ZDF auf 3,5 Prozent.

    Feudalsystem der Fernseh-Fürsten

    Während ihnen die Zuschauerbasis schwindet, begründen die Fernseh-Fürsten im umgangssprachlichen Sinne also ein neues Feudalsystem und betrachten den Fernsehmarkt als riesigen Selbstbedienungsladen. Wie soll man den Jüngeren oder Jugendlichen, die sich eher bei Privatsendern oder im Internet umsehen, die Zwangsabgabe auf die Dauer erklären? Wobei auch deren Vorliebe für Privatsender kein dauerhaftes Votum sein dürfte. Denn es sieht so aus, als würde das Publikum nach Art einer La-Ola-Welle nur über die Privatsender an das Internet abfließen. Nachdem sich die ARD- und ZDF-Zuschauer quasi »hingesetzt« haben, stehen jetzt zwar die Zuschauer der Privatsender auf. Doch alsbald dürften auch sie sich hinsetzen und die YouTube- und On-Demand-Generation aufstehen, die »Fernsehen« bzw. Videos nach Art eines Buches oder eines Musikstückes genießt – nämlich inhaltlich und zeitlich individuell. Die aufgeblähten Apparate der öffentlich-rechtlichen Sender braucht spätestens dann kein Mensch mehr. Bereits jetzt kann man Internetvideos bequem und groß auf dem Fernseher anschauen, etwa mit Apple TV oder einem Android-Stick, den man in den HDMI-Anschluss des TV-Geräts stecken kann. Schon verwandelt sich der Fernseher in einen Android-Computer, mit dem man alles machen kann, was man mit einem Smartphone auch tun kann – unter anderem Videos gucken und im Internet surfen.

    Der Rubikon zum Staatsfernsehen wurde überschritten

    Oder will man diese neue Steuer und dieses Rundfunksystem gar nicht erklären, sondern verordnen? Dann aber leben wir in einem anderen Staat. Tatsächlich wurde mit der neuen Rundfunkabgabe (oder dem »Solidarbeitrag«, wie der Intendant des NDR beschönigte) der Rubikon zwischen einem öffentlich-rechtlichen Rundfunk und einem Staatsfernsehen à la DDR überschritten: »Das Verfahren kennt man aus der DDR, die ›Solidarbeiträge‹ zu erheben pflegte, wie es ihr passte«, meint die frühere DDR-Bürgerrechtlerin Vera Lengsfeld. »Damals wie heute hatte man keine Möglichkeit, auf die Verwendung des ›Solidarbeitrags‹ Einfluss zu nehmen. In einer Diktatur ist das evident, in einer Demokratie sollte das anders sein.« Dem ist nichts hinzuzufügen.

    Quelle: http://info.kopp-verlag.de/hintergru...-fuersten.html
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  8. #28
    Luzifer
    Gast
    Kopp-Verlag/Wisnewski - was kann man da schon erwarten? Ich habe die einzelnen Zahlen jetzt nicht extra recherhiert, gehe aber davon aus, dass sie sowieso manipuliert wurden. Da macht ein Wisnewski Werbung für Schwachsinnssender und ein Schwachsinnsprogramm. Beim Krieg gegen Gebühren ist alles erlaubt.

    Von mir aus kann sich Wisnewski gern geclonte Superstars, Promiköche, C-Promis im Dschungel, "Schulermittler", die es in Deutschland gar nicht gibt usw. ansehen, wenn es seinem Niveau entspricht.

    Wie passt das eigentlich zu dem Beitrag, den Du hier geliefert hast?

    Ist aber auch egal. Im Propagandakampf sind tiefere Einsichten eher hinderlich.

  9. #29
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    Luzifer - was kann man da schon erwarten?

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  10. #30
    Luzifer
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    Man kann jemand erwarten, der Zusammenhänge erkennt, keine dümmliche Werbung für Privatsender macht und mehr als eine plumpe Wiederholung zustande bringt.

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