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Thema: 3. Schafft die GEZ ab!!!!

  1. #31
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    GEZ, Kopfsteuern contra Bürger - Conrebbi



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  2. #32
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    Warum ARD und ZDF so schlecht und so teuer sind

    Barnabas Crocker hat die Inhalte der großen öffentlich-rechtlichen Programme in Deutschland und Großbritannien verglichen

    Der Blogger Barnabas Crocker ist halb Brite und halb Deutscher. Deshalb ist der mit den öffentlich-rechtlichen Fernsehprogrammen in beiden Ländern gut vertraut. Um sie objektiver vergleichen zu können, teilte er das aktuelle Abendprogramm von ARD (genauer: "Das Erste"), ZDF, BBC One und BBC Two in Kategorien ein. Dabei fand er heraus, dass der Anteil an Dokumentationen in den beiden BBC-Hauptprogrammen etwa fünf Mal so hoch ist wie bei ihren deutschen Äquivalenten. Auch in den Bereichen Kultur, Magazin und Comedy/Kabarett liegen die beiden britischen Sender deutlich vorne.
    Dafür senden ARD und ZDF mit 27 Stunden zwischen 18 und 24 Uhr deutlich mehr Fernsehfilme. Bis auf einen waren in der untersuchten Woche alle diese Fernsehfilme Eigen- oder Auftragsproduktionen. Solche Produktionen, für die vor allem die Firma Degeto bekannt ist, sind im Vergleich zu anderen Inhalten extrem teuer.
    Ein anderer großer Unterschied ist der Sport: Auch hier zeigen ARD und ZDF mit zusammengerechnet 14 Stunden deutlich mehr als die beiden britischen Sender, die ihm lediglich 75 Minuten widmen. Alleine das ZDF bringt es in dieser Kategorie auf 10 Stunden. In einer Sommerwoche wäre der Unterschied möglicherweise nicht ganz so groß ausgefallen – aber auch in dieser Jahreszeit zeigen ARD und ZDF enorm viel Leichtathletik, Radsport und Fußball, der (ebenso wie Fernsehspiele) ausgesprochen teuer ist. In der Kategorie Unterhaltung/Show, die beispielsweise Ratesendungen umfasst, liegen die BBC-Programme und das ZDF bei vier bis fünf Stunden und die ARD bei acht bis neun.
    Wenig Unterschiede zwischen deutschem und britischem ÖRTV gibt es dagegen in der Menge der Talkshows und bei den Nachrichten und Informationssendungen, für die jeweils sechs und sieben Stunden reserviert sind. Allerdings hat die BBC diese deutlich sinnvoller aufgeteilt: Während ARD und ZDF alle Nachrichten parallel produzieren und in den Sendungen Tagesschau, Tagesthemen, Heute und Heute Journal getrennt ausstrahlen, kommt man auf der Insel ohne teure Doppelstrukturen aus.

    Quelle: http://www.heise.de/tp/blogs/6/153735
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  3. #33
    Luzifer
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    Warum sind sie denn schlecht?

    Nach welchen Kriterien kann man das beurteilen?

    Der Vergleich BBC 1/2 und ARD/ZDF bringt ein schiefes Bild bzw. ist so nicht vergleichbar. Zu den öffentlich-rechtlichen Sender zählen auch noch die Regionalprogramme, die Spartensender wie ZDF-Info oder tagesschau24. Daneben gibt es noch Phoenix und Arte.

    Womit sich dann das Verhältnis bei Dokumentationen und Kultursendungen schlagartig ändert.

    Nachtrag:

    Gerade habe ich bei Conrebbi reingehört, der sich heute wieder selbst übertrifft. "police man und police officer" sind nicht dasselbe. Stimmt, es gibt auch "police frauen". *g* Die Bezeichnung für Polizeibeamte lautet "police officer". Die Bezeichnung "Petetion" entstammt dem französischen "klein". Schon wieder Quatsch. Ursprung ist das lateinische "petitio".

    Der Oberlehrer der Nation zeigt mal wieder deutliche Defizite.
    Geändert von Luzifer (15.02.2013 um 16:31 Uhr)

  4. #34
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    So. und nun kehren wir mal zurück zu des Pudels Kern.....



    Wozu GEZ oder wie bei uns GIS verrichten MÜSSEN, auch wenn man Diese Sender nicht sehen,empfangen WILL ? Wozu die Gestzliche Verankerung mit dem "Bildungsauftrag" wenn doch ohnehin nur
    durch die Parteilinse gefilmt wird...und den Rest an Dokus und Soaps kannste doch auch in die Tonne Klopfen......
    Die einfachste lösung wär....verschlüsselt die öffentlich rechtlichen....wer sie sehen will soll löhnen...wer nicht zahlt nicht..Punkt

  5. #35
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    Schwarzseher gesucht: GEZ führt die größte Rasterfahndung aller Zeiten durch

    Bis zum 3. März wird die neue GEZ die Daten von 70 Millionen volljährigen Bundesbürgern erfassen. Dazu übermitteln die Einwohner-Meldeämter alle personenbezogenen Daten, die die öffentlich-rechtlichen Sender von den Bundesbürgern haben wollen. Vermieter können zur Denunziation verpflichtet werden, auch Datenbestände des Kraftfahrzeugbundesamtes können angezapft werden.

    Der schleswig-holsteinische Datenschützer Weichert schlägt Alarm: Entgegen allen Versprechungen ist die neue GEZ ein Datenmoloch von bisher kaum dagewesenem Ausmaß. Thilo Weichert sagte dem Schenefelder Tageblatt: „Von Datensparsamkeit – wie Politik und Rundfunkanstalten sie zuvor versprochen haben – kann keine Rede sein“. Der weitreichende Zugriff, den sich die GEZ still und leise verschafft hat, ist nach Auffassung von Weichert „eindeutig verfassungswidrig“. So kann die Behörde beim Bauamt nachfragen, ob eine Gartenlaube größer als 25 Quadratmeter und damit abgabepflichtig ist. Hier wird der verfassungsrechtlich garantierte Schutz der Daten eindeutig verletzt.
    Was den Datenschützer besonders ärgert: Die Sender haben die Datenschutzbeauftragten mit einem „Trick“ ausgeschaltet: Die Datenschützer dürfen die Sammelwut der Sender nicht kontrollieren, weil sich die Sender auf das grundgesetzlich verankerte Medienprivileg der Pressefreiheit berufen. Die Sender haben deswegen ihre eigenen Datenschutzbeauftragten installiert – finanziert von den Zwangsgebühren derer, die ausspioniert werden. „Wir haben es hier mit einer rechtlich organisierten Verantwortungslosigkeit zu tun“, sagt Weichert.
    Tatsächlich habe der neue Beitragsservice einen uneingeschränkten Freibrief bekommen, sich ohne Wissen der Bürger auch bei Dritten Daten zu beschaffen. So können Vermieter künftig zu Denunziation verpflichtet werden, der Zugriff auf private Adresshändler ist weiter erlaubt Auch die Datenbestände der Kraftfahrzeugbundesamtes dürften angezapft werden.
    Auf der Suche nach geschätzten 800.000 Schwarzsehern führen die öffentlich-rechtlichen Sender die größte Rasterfahndung der Geschichte durch. Bis zum 3. März will die GEZ-Nachfolgerin die Daten von 70 Millionen volljährigen Bundesbürgern bei den Einwohnermeldeämtern abrufen und mit dem eigenen Bestand abgleichen. Übermittelt werden Vor- und Familienname, Tag der Geburt, gegenwärtige und frühere Anschriften, Haupt- und Nebenwohnung, Tag des Ein- oder Auszugs sowie Familienstand. Harte Zeiten für GEZ-Verweigerer, Kritiker odr Staatsfeinde (hier).
    Öffentlich haben die Verantwortlichen versucht, die ohnehin schon hohen Wogen über die neue Rundfunkgebühr zu glätten (hier). Hinter den Kulissen haben die Sender jedoch offenabr beschlossen, jeden Cent einzutreiben – und schrecken dabei nicht vor der massiven Verletzung von Datenschutzgesetzen zurück. Die Sender wähnen sich offenbar in einer Art rechtsfreiem Raum: Sie greifen auf alle staatlichen Stellen zurück, und behaupten gleichzeitig, dass die als Anstalten der öffentlichen Rechts nur eine Aufgabe haben: Die Wahrung und den Schutz der Demokratie (wie es der WDR-Chefredakteur in hinreissender Weise erläutert hat – hier).

    Quelle: http://deutsche-wirtschafts-nachrich...-zeiten-durch/
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  6. #36
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    das ist die Höhe...

    ich bin sprachlos ...

  7. #37
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    Tabu-Bruch: GEZ will Beiträge mit Inkasso-Unternehmen eintreiben

    Die öffentlich-rechtlichen Sender planen, säumigen GEZ-Zahlern auch mit Inkasso-Unternehmen Druck zu machen. Der Datenschutz-Beauftragte von Schleswig-Holstein hält dies für „hochproblematisch“. Die GEZ-Eintreiber agieren in dieser Frage äußerst undurchsichtig. So schadet das öffentlich-rechtliche System der Demokratie nachhaltig. Ein Bericht aus dem Innenleben eines morschen Systems.

    Der Datenschutzbeauftragte von Schleswig-Holstein, Thilo Weichert, ist ein besonnener Mann. Wenn er einmal Alarm schlägt, dann muss die Lage ernst sein. In einem Interview mit der SHZ hatte Weichert die Datensammelwut der GEZ-Eintreiber angeprangert: Was früher illegal war, wurde nun mit einem neuen Gesetz legalisiert. Der Artikel auf den Deutschen Wirtschafts Nachrichten hat für entsprechendes Aufsehen gesorgt (hier).
    Neben vielen empörten Reaktionen meldete sich auch eine Mitarbeiterin des „Beitragsservices“ bei den DWN. Sie wollte jedoch nichts zur Aufklärung beitragen sondern verlangte forsch, dass die DWN den Artikel ändern müssten. Herr Weichert habe im Interview mit der SHZ nie von „Rasterfahndung“ gesprochen, er habe das auch bereits zurückgezogen. Auch stimmen die Aussagen nicht, dass die GEZ-Eintreiber, die sich heute „Beitragsservice der öffentlich-rechtlichen Landesrundfunkanstalten (ARD), des Zweiten Deutschen Fernsehen (ZDF) und des Deutschlandradio“ nennen, sich der Daten der Melde- und Kraftfahrzeugämter bedienen.
    Wir teilten der Dame mit, dass wir Artikel nicht ändern, wenn nicht ausdrücklich Fehler darin enthalten sind und baten sie, uns doch einfach ein paar Fragen zu den Punkten beantworten möge, wo sie anderer Meinung sei. Darauf teilte uns die Dame mit, dass sie das nicht tun werden, „weil wir solche Spiele nicht mitmachen“. Was am Angebot eines Wortlaut-Interviews ein „Spiel“ ist, wollte sie uns nicht erklären.
    Darauf kontaktierten wir Thilo Weichert in Kiel. Er relativierte tatsächlich das Interview, aber lediglich in Nuancen. Er schickte uns die Passage, die er dem SHZ-Redakteur gesendet hatte. Darin heißt es: „Der Beitrag ist inhaltlich korrekt, aber nicht ganz fair. Deshalb wäre ich froh, wenn Sie zumindest noch einen Satz aufnehmen würden: ,Dass der Beitragsservice vorläufig auf einige der gesetzlich vorgesehenen Datenbeschaffungsbefugnisse verzichten möchte, dient nach Ansicht von Weichert nur der aktuellen Akzeptanzerhöhung, mache das Gesamtsystem aber nicht besser.‘“ Ein Dementi klingt anders.
    Uns interessierte nun natürlich die etwas kryptische Passage, in der es heißt, „dass der Beitragsservice vorläufig auf einige der gesetzlich vorgesehenen Datenbeschaffungsbefugnisse verzichten möchte“.
    Weichert erläutert dazu, dass der neue Rundfunkstaatsvertrag tatsächlich das ganze Arsenal der datenschutzrechtlich fragwürdigen Maßnahmen vorsieht: Die Behörde kann bei Meldeämtern, Kraftfahrzeugämtern und Dritten alle Daten abgleichen. Das hat die GEZ auch schon bisher getan, was eindeutig ungesetzlich war. Nun wurde durch den neuen Rundfunkstaatsvertrag eine legale Grundlage geschaffen – zumindest nach Auffassung der Öffentlich-Rechtlichen. Weichert sieht das anders: Er hält die Datenerhebung für verfassungswidrig. Es sei auch bereits eine Klage in Karlsruhe anhängig, die aber leider „schlecht begründet“ sei. Ob die Verfassungsrichter die Daten-Sammelwut der GEZ-Behörde daher stoppen werden, ist unklar.
    Dennoch, so Weichert, hätten die Öffentlich-Rechtlichen Sender gemerkt, dass es ein erhebliches „Akzeptanz-Problem“ der neuen Gebühr in der Öffentlichkeit gebe. Daher hatten sie in einer Vereinbarung eine Art Willenserklärung abgegeben. Sie trägt den schönen Namen: „Eckpunkte für eine Konkretisierung der datenschutzrechtlichen Anforderungen im Vollzug des 15. Rundfunkänderungsstaatsvertrages“. Darin wird festgehalten, dass man die fragwürdigen Maßnahmen vorerst nicht anzuwenden gedenke. Allerdings ist die Erklärung vollständig unverbindlich.
    Und die Sender weichen auch nicht von der Auffassung ab, dass sie alles Recht der Welt auf ihrer Seite haben, um die Daten zu sammeln.
    So lesen sich die meisten Passagen denn auch wie ein Beschwichtigungs-Schreiben mit einem stark rechthaberischen Unterton. Eines der Bedenken der Datenschutzbeauftragten ist, dass die Betroffenen nicht darüber informiert werden, wo die GEZ herumschnüffelt. Dies sei ungesetzlich.
    Die Sender vertreten dagegen die Auffassung:
    „Es ist darüber diskutiert worden, ob die Betroffenen über die Gewinnung von Daten auf diesem Wege benachrichtigt werden müssen. Dazu wird auf den Rechtsgedanken der einschlägigen Rechtsgrundlagen über die Benachrichtigung in den Landesdatenschutzgesetzen verwiesen. Zwar wird in diesen gesetzlichen Regelungen (wie z.B. § 18 LDSG Rhl.-Pf. oder Art. 10 Abs. 8 LD SG Bayern) in der Tat im Grundsatz vorgeschrieben, dass Betroffene unaufgefordert benachrichtigt werden müssen, wenn Daten ohne Kenntnis des Betroffenen erhoben werden. Allerdings bestehen regelmäßig Ausnahmen von dieser Benachrichtigungspflicht, die im Fall der Anmietung von Adressen zur Ermittlung von Beitragspflichtigen alternativ oder sogar kumulativ einschlägig sind. So besteht z.B. gemäß Art. 10 LDSG Bayern (inhaltsgleich z.B. § 18 Abs. 2 LDSG RP, § 12 Abs. 2 LDSG NRW) die Benachrichtigungspflicht dann nicht, wenn
    1. eine Rechtsvorschrift die Speicherung der personenbezogenen Daten ausdrücklich vorsieht,
    2. die Betroffenen auf andere Weise Kenntnis von der Tatsache der Speicherung erlangt haben, oder
    3. die Benachrichtigung der Betroffenen unmöglich ist oder einen unverhältnismäßigen Aufwand erfordert.“
    Gönnerhaft bieten die Sender als „Kompromiss“ an:
    „Die Landesrundfunkanstalten können sich aber vorstellen, auf dieses Anliegen in allgemeiner Form einzugehen, in dem z.B. im Internetauftritt auf die Gewinnung von Daten auf diesem Wege hingewiesen wird.“
    Das Problem mit dieser rechtlich völlig unverbindlichen Absichtserklärung besteht zunächst darin, dass es eine Erklärung der Sender isr. Die GEZ-Behörde hat mit der Vereinbarung nichts zu tun. Und sie ist offenbar auch nicht gewillt, von der bisherigen Praxis der verfassungsrechtlich bedenklichen Praxis des Daten-Schnüffelns abzurücken.
    Denn während die Sender eine Erklärung herumreichen, mit denen sie allen – auch den unabhängigen Datenschutzbeauftragten – Sand in die Augen streuen, hat die GEZ-Behörde bereits neue Fakten geschaffen.
    Diese findet sich in der „Satzung des Mitteldeutschen Rundfunks über das Verfahren zur Leistung der Rundfunkbeiträge, vom 24. September 2012“.
    In diesem Dokument wird in einer Art Durchführungsverordnung festgelegt, dass die GEZ-Eintreiber alle Mittel einsetzen werden, um an das Geld der Beitrags-Pflichtigen zu kommen. Die Satzung wurde bereits vom rbb adaptiert, die anderen Sender haben – noch – keine derartige Verordnung erlassen. Weichert ist überzeugt, dass die Befugnisse in dem Papier in der Praxis auch angewandt werden: „Der Beitragsservice wird alles tun, um an das Geld zu kommen.“
    Besonders irritiert ist Weichert von einem Passus, der es den GEZ-Eintreibern erlaubt, auch Inkasso-Unternehmen zur Eintreibung einzusetzen.
    Dazu schreibt der Datenschutzbeauftragte von Schleswig-Holstein:
    „Eine Regelung zum privaten Inkasso war bisher nicht Gegenstand der datenschutzrechtlichen Erörterungen. Die Regelung in § 16 versucht, das Datenschutzrecht einzuhalten (insbesondere die Gewährleistung einer Auftragsdatenverarbeitung in Abs.3: “…nur im Rahmen der ihnen erteilten Aufträge und Weisungen…”). Dies wäre im Bereich der Steuern definitiv nicht zulässig. Da hier Steuerrecht nicht direkt anwendbar ist, kann nicht auf das Steuergeheimnis zurückgegriffen werden. Ich halte aber dessen ungeachtet die Einschaltung von privaten Inkassofirmen für hoch problematisch.
    Die ARD ist offenbar selbst nicht wirklich im Bilde, was da vorgeht. Wir haben der ARD-Pressestelle dazu folgende Fragen geschickt:
    Unbeantwortete Fragen der DWN:
    Beim MDR steht unter §16, dass die Rundfunkanstalt „Dritte mit einzelnen Tätigkeiten bei der Durchführung des Beitragseinzugs, insbesondere mit der Überprüfung der Einhaltung der Vorschriften des Rundfunkbeitragsstaatsvertrags, mit der Feststellung beitragsrelevanter Tatsachen, mit der Einziehung oder mit Inkassomaßnahmen von Rundfunkbeiträgen einschließlich aller Nebenforderungen beauftragen“ kann.
    Was ist in diesem Zusammenhang unter „beitragsrelevanten Tatsachen“ zu verstehen? Kann u.U. auch geprüft werden, ob jemand noch studiert o.ä.?
    Wie werden die Inkasso-Firmen ausgewählt? Gibt es da Ausschreibungen?
    Als Dritte kommen auch „Druckdienstleister, Telefoncallcenter, Datenerfassungs-, Datenträgervernichtungsunternehmen“ in Frage. Welche Unternehmen wären das, und wie werden diese ausgewählt?
    Inkasso-Unternehmen werden erst ausgesandt, wenn die „hoheitliche Vollstreckung“ gescheitert ist. Läuft ein gerichtlicher Mahnbescheid unter hoheitlicher Vollstreckung, oder kommt das Inkasso-Unternehmen vor dem Gericht?
    Wir erhielten auf unsere Fragen keine Antworten. Die Damen von der ARD-Pressestelle, die beim NDR angesiedelt sind, bemühten sich redlich, uns zu helfen: Sie verwiesen uns an den WDR. Der WDR hatte keine Antworten. Der NDR versuchte es beim MDR. Auch aus Leipzig war keine Auskunft zu erhalten. Mit sichtbar ehrlichem Bedauern sagten uns die Damen vom NDR, dass sie uns leider nicht helfen können.
    Bei unseren Recherchen mussten wir öfter an den WDR-Chefredakteur Jörg Schönenborn denken: Er hatte erklärt, dass der neue Rundfunkbeitrag nicht weniger sei als eine „Demokratie-Abgabe“ (hier). Tatsächlich sind die Methoden der GEZ-Eintreiber exakt so, wie man sich das Gebaren einer Geheimorganisation vorstellt – einem „Rundfunk-Staat im Staate“.
    Es werden Behörden geschaffen, die sich keiner Kontrolle unterwerfen müssen. Daten werden erhoben, ohne dass die Betreffenden davon erfahren. Es wird getrickst, getäuscht, vernebelt. Es werden Alibi-Papiere in die Welt gesetzt, die den Eindruck erwecken sollen, man habe nur die besten Absichten. Zugleich arbeiten, von der Öffentlichkeit unbemerkt, Behörden, die alle Mittel anwenden, um ihre materiellen Ziele zu erreichen.
    Kritische Medien werden abgebürstet – wohlgemerkt, in diesem Fall nicht von der ARD, die sich sehr kooperativ zeigte, sondern vom „Beitragsservice“. Allerdings muss man der ARD sagen: Es ist zu billig, wenn sie sich mit diesen Vorgängen nicht beschäftigt, indem sie sagt, dass der Beitragsservice eine vom Sender völlig getrennte Einrichtung ist.
    Hier gilt für die ARD dasselbe, was der Sender mit großem Pathos im Fall Amazon zelebriert hatte: Der US-Konzern wurde – völlig zu Recht – für die Methoden seiner Subunternehmer in Haftung genommen. Im Riesen-Apparat der Öffentlich-Rechtlichen sollten sich doch genug Aufrechte finden, die dagegen aufbegehren, dass die Geldgier ihres Systems all ihre Werte auffrisst, so dass am Ende nichts mehr übrigbleibt als ein unsympathischer Elfenbein-Turm, der der Demokratie keinerlei Dienst mehr leisten kann, weil die Glaubwürdigkeit weg ist.
    Denn all die beschriebenen Phänomene sind undemokratisch. Sie desavouieren das eigentlich sinnvolle Anliegen eines Rundfunks, den die Gesellschaft vom Zwang zur Kommerzialisierung freistellen möchte, um ordentlich informiert zu werden. Wir reden hier nicht von der Hundesteuer. Wir reden von dem Anspruch eines 8-Milliarden-Euro-Apparats, die Demokratie durch hochwertigen Journalismus zu stützen.
    In der Regel erkennt man jedoch den wahren Charakter eines Systems nicht an seinen hehren Absichtserklärungen, sondern an den ganz profanen „Durchführungsverordnungen“. In dieser Hinsicht ist der neue Rundfunk-Beitrag kein Mittel zur Stärkung der Demokratie, sondern ein Vehikel zur langsamen Aushöhlung derselben.

    Quelle: http://deutsche-wirtschafts-nachrich...en-eintreiben/
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  8. #38
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    Proteststurm: 100.000 Unterzeichner gegen neue GEZ

    Eine Online-Petition gegen die „Zwangsfinanzierung der öffentlich-rechtlichen“ hat die Marke von 100.000 Zeichnern geknackt. Doch es sollen noch mehr werden, damit die Forderungen erfüllt werden, sagt Initiator Patrick Samborski.

    Die von Patrick Samborski (PDV) gestartete Online-Petiton für die Abschaffung der GEZ-Gebühr hat die Marke von 100.000 geknackt. „So erfolgreich war eine Petition gegen die Rundfunkgebühren noch nie!“, schreibt Samborski im Petitions-Blog. Doch er will sich auf den 100.000 Unterschriften nicht ausruhen. „Denn je mehr Unterschriften wir zusammen bekommen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass unsere Postulate erfüllt werden.“
    „Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass die Zwangsfinanzierung der öffentlich rechtlichen Medienanstalten beendet wird“, wird in der Petition gefordert. Begründet wird dies damit, die Gebühr einer Steuer gleichkomme, die nach dem Grundgesetz „aus guten Gründen“ verboten ist. Es dürfe jedoch niemand dazu gezwungen werden, Firmen und Unternehmen zu finanzieren. „Dieses Grundprinzip individueller Freiheit wird durch die GEZ zerstört“, so die Petition.
    Daher sei eine Reform des Rundfunkbeitragsstaatsvertrags dringend notwendig. Öffentlich rechtliche Sender müssten sich nach dem Pay-TV Prinzip oder durch Werbeeinnahmen finanzieren. „Alles andere ist unlauterer Wettbewerb und ein Verstoß gegen bürgerliche Freiheitsrechte“, schreibt Samborski. Doch noch wird die Rundgebühr trotz aller Proteste eingetrieben. Die GEZ will dafür sogar die Hilfe von Inkasso-Unternehmen in Anspruch nehmen (mehr hier).
    Mit mehr als 100.000 Unterschriften kann man Online-Petition bereits als überdurchschnittlich erfolgreich bezeichnen. Zwar hat die Petition gegen die Privatisierung des Wassers in Europa schon mehr als 1 Million Unterzeichner, doch sammelt sie auch in der gesamten EU Stimmen (mehr hier). Und im Kampf gegen den ESM haben deutsche Bürger sogar mehr als 1,5 Millionen E-Mails an Abgeordnete des Deutschen Bundestages geschickt (mehr hier).

    Quelle: http://deutsche-wirtschafts-nachrich...egen-neue-gez/
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  9. #39
    Susi
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    Die Rechnung geht nicht auf...

    Hmm...da helfen wohl alle Rechenkünste nichts. Adam Ries soll wiedermal Rundfunksteuern zahlen.

    Die Umstellung auf den neuen Rundfunkbeitrag erhält groteske Züge: Der berühmteste deutsche Rechenmeister Adam Ries (1492 - 1559) hat Post von der Nachfolgeorganisation der GEZ, dem ARD, ZDF, Deutschlandradio Beitragsservice in 50656 Köln erhalten.

    Im ersten Schreiben wird Adam Ries für seine Rundfunkanmeldung gedankt und darum gebeten, seine Rundfunkbeiträge in der Mitte eines Dreimonatszeitraums zu zahlen und dazu nach Möglichkeit das Lastschriftverfahren zu nutzen. Wörtlich heißt es u.a.: "Aufgrund Ihrer Angaben haben wir für Sie unter der Beitragsnummer 208 904 173 folgende Wohnung angemeldet: Annaberger Johannisgasse 23, 09456 Annaberg-Buchholz".

    Im zweiten Schreiben (PDF) wird die Höhe seines Rundfunkbeitrages auf 53,94 Euro pro Vierteljahr festgesetzt. Annegret Münch, die Leiterin des Adam-Ries-Museums kann ihre Verwunderung kaum verbergen: "Schon im Oktober 2008, als Adam Ries bereits zweimal Post von der GEZ erhielt, haben wir als Museum darauf hingewiesen, dass der deutsche Rechenmeister bereits Ende März 1559 verstorben ist. Damals wurde uns zugesichert, dass der Name aus den Dateien der GEZ gelöscht wird. Offenbar ist das nach knapp fünf Jahren noch immer nicht passiert". Sichtlich gestresst hat Frau Bärbel Hartleif, Mitarbeiterin im Museum, auf einen Umschlag der neuen Briefe bereits den Vermerk geschrieben "Jetzt geht das wieder los". Und Jörg Petzold, der dritte Mitarbeiter sagt mit Blick auf Adam Ries: "Jetzt haben die sich in Köln schon wieder verrechnet".

    In einem Widerspruch des Adam- Ries-Museums wird u. a. auf den Tod Adam Rieses vor 454 Jahren, auf die falsche Adresse "Annaberger Johannisgasse" statt Johannisgasse sowie auf die unrichtige Gebührenhöhe hingewiesen. Der Adam-Ries-Bund e. V. ist ein gemeinnütziger Verein mit weniger als acht Beschäftigten und müsste seinen eigenen Berechnungen zufolge nur 17,97 € an Rundfunkbeitrag für drei Monate zahlen
    Quelle


    LG

  10. #40
    Susi
    Gast
    Achjaa....für alle diejenigen, denen Adam Ries vllt. nix sagt, zitiere ich kurz :



    Adam Ries (auch Adam Ris, Adam Rys, Adam Reyeß, oft in der flektierten Form „Adam Riese“; * 1492 oder 1493 in Staffelstein, Oberfranken; † 30. März oder 2. April 1559 vermutlich in Annaberg oder Wiesa) war ein deutscher Rechenmeister. Bekannt wurde er durch sein Lehrbuch Rechenung auff der linihen und federn..., das bis ins 17. Jahrhundert mindestens 120-mal aufgelegt wurde.[1] Bemerkenswert ist, dass Adam Ries seine Werke nicht – wie damals üblich – in lateinischer, sondern in deutscher Sprache schrieb. Dadurch erreichte er einen großen Leserkreis und konnte darüber hinaus auch zur Vereinheitlichung der deutschen Sprache beitragen.
    Adam Ries gilt allgemein als der „Vater des modernen Rechnens”. Er hat mit seinen Werken entscheidend dazu beigetragen, dass die römische Zahlendarstellung als in der Praxis unhandlich erkannt und weitgehend durch die nach dem Stellenwertsystem strukturierten indisch-arabischen Zahlzeichen ersetzt wurde....



    ....Quelle...


    LG

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