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Thema: Extrasolare Planeten

  1. #1
    Redakteur Avatar von Angeni
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    Forscher vermuten Lebenszonen im Universum
    Es gibt wohl mehr Leben im All als gedacht


    Bislang glaubten Himmelsforscher, nur auf erdähnlichen Planeten könne es außerirdisches Leben geben. Doch einige Wissenschaftler vermuten inzwischen, dass auch ganz fremdartige Trabanten bewohnt sein könnten.
    Seit Menschen erkannten, dass die Erde ein Himmelskörper ist, der um ein Zentralgestirn kreist, vermuteten sie auch, dass es im All noch mehr solcher Planeten geben sollte. Bereits in der Antike sinnierten Philosophen über dieses heliozentrische Weltbild. Endgültig bestätigt wurde es im Jahr 1509, als Nikolaus Kopernikus seine Theorie vom Umlauf der Planeten um die Sonne aufstellte. Als wahrer Visionär erwies sich später der italienische Philosoph Giordano Bruno. „Es gibt eine Unzahl von Erden, die sich um ihre Sonne drehen... Lebewesen bewohnen diese Erden“, verkündet er in seiner Schrift „De l´infinito, universo e mondi“ (Über das Unendliche, das Universum und die Welten). Für die römische Inquisition war derart freigeistiges Denken zu viel: Sie verurteilte Bruno als Ketzer zum Tode und ließ ihn im Jahr 1600 verbrennen.

    Entscheidendes Kriterium Lebenszone
    Knapp 400 Jahre später gelang dann der Nachweis, dass Bruno Recht hatte: 1995 entdeckten die Schweizer Astronomen Michel Mayor und Didier Queloz den ersten so genannten Exoplaneten. Er umläuft den 40 Lichtjahre von der Erde entfernten Stern 51 Pegasi. Heute sind 884 solcher Trabanten bekannt, die in 692 Systemen kreisen. Dazu fanden sich mehrere 1000 noch unbestätigte Kandidaten. Sogleich gab es Spekulationen über die Bewohnbarkeit solcher Welten. Ein entscheidendes Kriterium dafür ist die Lebenszone. Es handelt sich dabei um jenen ringförmigen Bereich um den Stern, in dem „bei einem Gesteinsplaneten mit einer Atmosphäre aus Kohlendioxid (CO2), Wasserdampf und Stickstoff und einem genügend großen Wassergehalt das Wasser auf der Oberfläche flüssig vorliegt“, lautet die Definition der Planetologen.

    Kaum ein Exosystem gleicht unserem Sonnensystem
    Nur in solchen Verhältnissen mit moderaten Temperaturen über dem Gefrierpunkt kann nach heutigem Wissen Leben entstehen, wobei die Forscher dies am einzigen Beispiel messen, das sie kennen, nämlich am irdischen Leben. Zugleich stellten sie Hochrechnungen an über die Menge der Planeten in der Milchstraße. Vermutlich geht Zahl in die Milliarden. Dabei überwiegen Gesteinsplaneten mit einer Größe zwischen derjenigen der Erde und des Neptun.
    Allerdings gleicht kaum eines der Exosysteme unserem Sonnensystem. Vielmehr unterscheiden sich die Planeten darin hinsichtlich des Typs ihrer Zentralsterne, ihrer Größen, Massen und Umlaufbahnen sehr stark, wodurch sich auch sehr verschiedene Gravitationsverhältnisse ergeben. Weitere Unterscheidungskriterien sind die chemische Zusammensetzung der Atmosphären sowie der Anteil von Wasser an der Planetenmasse. Viele dieser fernen Welten haben im Sonnensystem kein Gegenstück.
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    Die Wissenschaft hat die Ganzheit getrennt und je detaillierter man das Atom in seinem
    Kern erforscht hat, desto weiter sind wir von uns selber weg gekommen
    - Angeni

  2. #2
    Moderator Avatar von Aaljager
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    Sehr richtiger Denkansatz, denn selbst Wir wissen inzwischen, daß Leben selbst unter extremsten Bedingungen entstehen kann. Bei Uns wird dies Extremophil genannt und wenn es sowas bei Uns gibt, dann sehe ich keinen Grund dieses im Universum abzulehnen. Leider beherrscht bei Uns noch immer der religiöse Konsens und der besagt Leben richtet sich alleine nachdem Vorbild des Menschen.

  3. #3
    Erfahrener Benutzer Avatar von AreWe?
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    Weltraumteleskop Kepler findet weitere 503 Planetenkandidaten

    Moffet Field (USA) - Während die Techniker der NASA-Mission "Kepler" aufgrund defekter Reaktionsräder derzeit um das Weltraumteleskop bangen (...wir berichteten) können die Missionswissenschaftler einen weiteren Hort an von dem bislang erfolgreichsten Planetensucher entdeckten, jedoch noch zu bestätigenden Kandidaten für Exoplaneten vermelden. Insgesamt 503 weitere potentielle Planeten kann das Kepler-Team den bislang mehr als 3.200 Planetenkandidaten nun hinzufügen. Einige davon könnten auch lebensfreundlich sein.

    weiter hier: http://grenzwissenschaft-aktuell.blo...t-weitere.html
    Liebe Grüße
    Bill Gates ist 100% Eugeniker!
    Leute! Denkt immer an: "Teile und herrsche", und fragt Euch wer der "Dritte" ist! Cui bono?
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  4. #4
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    »Planeten-Rekord«: Gleich drei bewohnbare Welten innerhalb eines fremden Sonnensystems

    Neue Beobachtungen des nahen Sterns Gliese 667C lieferten ein erstaunliches Ergebnis: Hier existieren innerhalb jenes schmalen Entfernungsbereichs, der für Leben geeignet ist, gleich drei Planeten! Dieser Fund belegt deutlich, dass die Zahl bewohnbarer Welten in der Galaxis sehr hoch sein muss.



    Ein überwältigender Anblick: Am frühen Morgen schweben zwei intensiv funkelnde Sterne über einem weiten See. Sie leuchten beide noch viel kräftiger als unser Morgen- und Abendstern Venus und erreichen zusammen die Helligkeit des Vollmonds. Doch die blutrote Dämmerung rührt nicht von ihnen her, sondern von einer dritten Sonne. Allmählich nähert sich der Tag, und am

    Horizont zeigt sich der Rand eines Glutballs, der wie ein Rubin durch die morgendlichen Dunstschichten leuchtet. Nur die geringe Distanz lässt ihn viel greller leuchten als die beiden anderen Sonnen im Hintergrund. Trotzdem ist die glühende Kugel innerhalb des Dreifachsystems der kleinste Stern, ein Roter Zwerg der Spektralklasse M2V. In Sternkatalogen wird er als »Gliese 667C« gelistet.

    Der Stern befindet sich in der südwestlichen Zentralregion des Skorpion, oberhalb seines »Stachels«, einer bogenförmigen Anordnung von Sternen, die in alter Zeit zur Namensgebung der Konstellation beigetragen hat. Das Areal liegt mitten in der südlichen Milchstraße und ist wegen der extremen Horizontnähe von unseren Breiten nur sehr schlecht beobachtbar, wenn überhaupt. Ganz anders von Australien aus, wo der nur etwa 22,7 Lichtjahre entfernte Gliese 667 laut Angaben des 1933 verstorbenen Astronomen Thorburn Ayton Innes auch erstmals als Doppelstern erkannt wurde. Beobachtungen am alten Observatorium von Melbourne (MLO) zeigten ganz klar zwei Sterne, die entsprechend als »MLO« oder »Mlb 4« katalogisiert wurden und heute vor allem als Gliese 667A und B bekannt sind. Später wurde noch jene schwächere C-Komponente als physisch gebundene Komponente entdeckt, die A und B in viel größerem Abstand umkreist. Während die beiden Hauptkomponenten sich in knapp der 13-fachen mittleren Distanz Erde-Sonne umkreisen (12,6 Astronomische Einheiten, AE), also mehr als dem Bahnradius des Saturn, hält sich C in mindestens 230 AE auf, rund der sechsfachen Plutoentfernung! Ein vierter Stern befindet sich lediglich in gleicher Blickrichtung, ist aber nicht physisch ans Gliese-667-System gebunden.

    Der große relative Entfernungsunterschied zwischen den Hauptkomponenten und C ermöglicht stabile Planetenbahnen um den roten Zwergstern, der nur etwa ein Drittel der Masse unserer Sonne auf sich vereint. Gliese 667C wurde in den vergangenen Jahren sehr gründlich erforscht. Astronomen fanden bereits drei Planeten dort. Einer von ihnen kreist innerhalb der habitablen Zone, also jenem schmalen Entfernungsbereich, innerhalb dessen auch flüssiges Wasser auf einer Planetenoberfläche als Grundvoraussetzung für organisches Leben existieren kann. Bei einem Roten Zwerg wie Gliese 667C mit seiner niedrigen Oberflächentemperatur von nur 3700 K liegen diese besonders interessanten Bahnen allesamt innerhalb der Distanz, die unser innerster Planet Merkur zur Sonne einnimmt. Eine neue Studie stellt spektakuläre Ergebnisse vor, die Gliese 667C als bislang einzigartiges Planetensystem offenbaren. Jetzt gehen die Experten von bis zu sieben Exoplaneten dort aus, von denen gleich drei innerhalb der habitablen Zone laufen. Durchgeführt wurden die aufwendigen Beobachtungen von einer internationalen Astronomengruppe unter Leitung von Guillem Anglada-Escudé (Universität Göttingen) sowie Mikko Tuomi von der Universität im britischen Hertfordshire.

    Dabei kam eine »Armada« modernster Großtechnologie zum Einsatz: Die »Exo-Experten« nutzten den UVES-Spektrografen des höchst erfolgreichen Very Large Telescope der ESO in Chile, den Carnegie Planet Finder Spectrograph (PFS) am Magellan-II-Teleskop mit seinem 6,5-Meter-Spiegel auf dem chilenischen Las-Campanas-Observatorium, den HIRES-Spektrografen am Zehn-Meter-Keck-Spiegel (Hawaii) und frühere Daten des HARPS-Instruments für die hoch genaue Messung von Radialgeschwindigkeiten zur Planetensuche am mittlerweile altgedienten 3,6-Meter-Teleskop auf dem La Silla, Chile. Dieses 1977 in Betrieb genommene Großteleskop wurde im Lauf der Jahre wiederholt auf den neuesten technischen Stand gebracht. Seit 2008 wird der 3,6-Meter-Spiegel ausschließlich mit HARPS genutzt. Der Aufwand zahlte sich aus. »Wir wussten von früheren Untersuchungen, dass der Stern drei Planeten besitzt, nun wollten wir sehen, ob es noch mehr gab«, so Tuomi zu Gliese 667C. Sichtlich begeistert fügt der Astronom hinzu: »Drei Planeten niedriger Masse in der habitablen Zone des Sterns zu finden, ist sehr aufregend!«
    Tatsächlich handelt es sich bei den drei »bewohnbaren« Welten um Super-Erden, somit also terrestrische Planeten im Massenbereich zwischen Erde und Uranus oder Neptun. Rory Barnes, Mitautor der Studie und Wissenschaftler an der Uni Washington, kommentiert: »Die Zahl der möglicherweise habitablen Planeten in unserer Galaxie ist weitaus größer , wenn wir erwarten können, gleich mehrere von ihnen um jeden Stern niedriger Masse zu finden – anstatt zehn Sterne zu beobachten, um nach einem einzigen potenziell bewohnbaren Planeten zu suchen, wissen wir nun: Wir müssen lediglich einen Stern beobachten und finden mehrere davon.«
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    LG Angeni
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    Angeni



    Die Wissenschaft hat die Ganzheit getrennt und je detaillierter man das Atom in seinem
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  5. #5
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    Überirdisch blau: Wissenschaftler bestimmen Farbe eines 63 Lichtjahre entfernten Planeten


    Zum ersten Mal ist es Astronomen gelungen, die Farbe eines so genannten Exoplaneten, also eines Planeten außerhalb unseres Sonnensystems, zu bestimmen: Der Planet mit der Bezeichnung »HD 189733 b«, der zur den Gasgiganten der Klasse Heißer Jupiter gehört und 2005 entdeckt wurde, ist etwa 63 Lichtjahre von der Erde entfernt – und auf ihm regnet es geschmolzenes Glas.


    Seine Masse ist 13 Prozent größer als die des Jupiter und er umkreist seine Sonne in einer Entfernung von nur 4,7 Millionen Kilometern. Für eine Umkreisung benötigt er 2,2 Tage. Bei seiner Sonne (HD 189733) handelt es sich um einen Gelben Zwerg, und sie befindet sich im Sternbild Vulpecula (»Füchschen«).

    Dieser tiefblaue Planet ist sehr viel heißer als Jupiter, dem mit einem Äquatordurchmesser von 143 000 Kilometern größten Planeten unseres Sonnensystems. Auf HD 189733 b herrschen Temperaturen von wahrscheinlich 1000 °C und die Windgeschwindigkeit liegt bei 7000 Kilometern pro Stunde.

    »Die Bestimmung der Farbe ist uns hier zum ersten Mal gelungen – wir können uns jetzt vorstellen, wie der Planet aussähe, wenn wir ihn direkt betrachten könnten«, sagte Frédéric Pont von der britischen Universität Exeter, der den Artikel mitverfasste, der in der August-Ausgabe des Fachmagazins Astrophysical Journal Letters erschien. »Soviel ich weiß, hat noch niemand bisher die Farbe eines Exoplaneten bestimmt. Jetzt wissen wir: Dieser Planet ist blau.«

    Die Wolken dieses Planeten sind ebenfalls blau, wie sich aus den Daten des Hubble-Teleskops ergibt, die die internationale Arbeitsgruppe aus Astronomen bei ihrer Arbeit zugrunde legten. Die Gruppe beobachtete den Planeten vor, während und nach der Verfinsterung durch seine Sonne. Diese Beobachtungen ermöglichten es den Wissenschaftlern, das Licht der Sonne aus dem Licht, das von Planeten reflektiert wird, herauszurechnen. Auf diese Weise erhielten sie eine Vorstellung von seiner Farbe. »Als der Planet hinter seiner Sonne verschwand, stellten wir fest, dass die Helligkeit im blauen Teil des Spektrums abnahm«, meinte Thomas M. Evans, der auch für den Artikel mitverantwortlich ist, in einer Erklärung. »Davon ausgehend konnten wir den Schluss ziehen, dass der Planet blau sei, da das Signal konstant blieb.«


    Die Astronomen gehen davon aus, dass die blaue Farbe von den in der heißen und dunstigen Atmosphäre herumschwirrenden Glassplittern herrührt – und tatsächlich regnet es schmelzendes Glas auf diesem Planeten. Aufgrund seiner großen Nähe zu seiner Sonne wird die Eigendrehung des Planeten durch die starke Anziehungskraft blockiert, so dass er seiner Sonne immer die gleiche Seite zuwendet. Auf seiner sonnenabgewandten Seite herrscht ständige Dunkelheit. Im Gegensatz dazu ist Merkur, der sonnennächste, mit einem Durchmesser von gerade einmal 4800 Kilometern auch der kleinste (aber auch schnellste) Planet unseres Sonnensystems. Er umreist die Sonne mit einer durchschnittlichen Sonnenentfernung von 58 Millionen Kilometern. Seine sonnennächste Entfernung (Perihel) beträgt 46 Millionen Kilometer.
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    Hey - sieht aus, als ob ich doch bald den Planeten wechseln könnte

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  6. #6
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    Super-Erde Gliese 1214b: Astronomen entdecken Wolkenplaneten
    Gliese 1214b (schwarz), bei einem Transit vor seinem Zentralstern 1214 (blau, künstlerische Darstellung): Viele Wasserdampfwolken in seiner Atmosphäre

    Japanische Astronomen haben einen fernen Planeten mit einer wasserreichen Atmosphäre erspäht: Gliese 1214b liegt in unserer kosmischen Nachbarschaft. Ob die Super-Erde bewohnt wird, ist noch unklar.

    Hilo - Wasser gilt als Voraussetzung für Leben, wie wir es kennen. Umso spannender sind die Beobachtungen japanischer Astronomen: Auf einem fernen Planeten haben sie Hinweise auf eine wasserreiche Atmosphäre erspäht. Die untersuchte Super-Erde mit der Katalognummer Gliese 1214b liegt rund 40 Lichtjahre von der Erde entfernt und umkreist eine Sonne im Sternbild Schlangenträger (Ophiuchus). Damit gehört der extrasolare Planet (Exoplanet) zu unserer kosmischen Nachbarschaft. Hinweise auf Leben in einer uns bekannten Form haben die Wissenschaftler jedoch nicht gefunden.
    Gliese 1214b wandert von der Erde aus gesehen regelmäßig vor seinem Heimatstern vorbei. Die Astronomen um Norio Narita von Japans Nationalem Astronomischen Observatorium nutzten dies, um die Atmosphäre der Super-Erde zu durchleuchten. Dabei untersuchten sie, ob kurzwelliges Licht von der Atmosphäre des Planeten stärker gestreut wird als langwelliges. Diese sogenannte Rayleigh-Streuung sorgt beispielsweise auf der Erde dafür, dass der wolkenlose Taghimmel blau erscheint, weil der kurzwellige, blaue Anteil des Sonnenlichts viel stärker gestreut wird als der rote.

    Deutlicher Hinweis auf Wasser
    Bei der Super-Erde im Sternbild Schlangenträger fanden die Astronomen keine Hinweise auf Rayleigh-Streuung in der Atmosphäre, wie sie im Fachblatt "The Astrophysical Journal" berichten. Zusammen mit früheren Beobachtungen sehen die Astronomen in diesem Befund einen deutlichen Hinweis auf eine wasser- oder zumindest wolkenreiche Atmosphäre. Wasserdampf schluckt das sichtbare Licht in allen Wellenlängen relativ gleichmäßig. Die Wissenschaftler hoffen, ihre Schlussfolgerung mit weiteren Beobachtungen in naher Zukunft untermauern zu können.
    Als Super-Erden bezeichnen Astronomen solche Exoplaneten, die größer sind als die Erde, aber kleiner als die kleinsten Gasplaneten in unserem Sonnensystem, also Uranus und Neptun. Ob Super-Erden eine feste Oberfläche haben wie die Gesteinsplaneten in unserem Sonnensystem oder eher den Gasplaneten ähneln, ist bislang nicht erforscht.
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    Erde bleibt noch 1,75 Milliarden Jahre bewohnbar
    Hilfe bei der Suche nach Leben: Modell kalkuliert die habitable Phase von Planeten
    Mindestens 1,75 Milliarden gute Jahre bleiben uns noch. Danach allerdings wird es ungemütlich, denn die Sonne wird dann unseren Planeten zur Wüste machen. Das zeigt ein neues Modell britischer Forscher. Noch wichtiger aber: Mit dem Modell lässt sich auch kalkulieren, wie lange ein Exoplanet bereits in der habitablen Zone um seinen Stern kreist und damit auch, ob es genügend Zeit war, um Leben zu entwickeln. Das hilft bei der Suche nach außerirdischem Leben, so die Forscher im Fachmagazin "Astrobiology".
    Planetensystem Gliese 581 - hier bleibt die habitable Zone lange stabil
    © NASA

    Wo


    flüssiges Wasser existiert, da kann auch Leben entstehen. Deshalb gilt die sogenannte habitable Zone als der Bereich in einem Planetensystem, in dem der Stern einen Planeten gerade genug aufheizt, um ihn lebensfreundlich zu machen. Doch Leben benötigt auch noch etwas anderes: Genügend Zeit, damit sich Organismen bilden und zu komplexeren Formen entwickeln können. Das Problem dabei: Im Laufe seines Lebens verändert sich ein Stern: Er dehnt sich aus und verschiebt damit auch die Grenzen der habitablen Zone.

    Modell hilft bei Kalkulation der "habitablen Phase"
    Die Frage, wie sich die bewohnbaren Zonen je nach Lebensphase des Zentralgestirns verschieben, ist daher für die Suche nach außerirdischem Leben von größtem Interesse. Passende Himmelskörper sollten idealerweise schon seit einigen Milliarden Jahren in der habitablen Zone liegen. „Wir wissen, dass sich komplexe, intelligente Arten wie der Mensch nicht in einigen Millionen Jahren entwickelt können“, sagt Andrew Rushby von der University of East Anglia. Er und seine Kollegen haben nun ein Modell entwickelt, mit dem sich errechnen lässt, wie lange sich ein Exoplanet bereits in der "habitablen Phase" seiner Geschichte befindet.

    Das Modell berücksichtigt dafür, wie sich die Leuchtkraft des Zentralgestirns im Laufe der Zeit entwickelt und wie die die Lage der habitablen Zone beeinflusst. Zwar seien bereits viele ausgeklügelte Vorhersagen für die Erde verfügbar, so Rushby. Für Exoplaneten sei die Datenlage jedoch bisher äußerst mager gewesen. Um ihr Modell zu testen, errechneten die Forscher exemplarisch für den Mars und sieben Exoplaneten, für wie viele Jahrmilliarden die Temperaturen so gemäßigt sind, dass flüssiges Wasser auf der Oberfläche existieren könnte.

    Gliese 851d bleibt am längsten bewohnbar
    Insgesamt zeigte sich, dass die lebensfreundlichen Phasen länger dauern, wenn der Zentralstern ist. Der Exoplanet Kepler 22b kommt demnach auf 4,3 Milliarden "bewohnbare" Jahre. Die Erde verbringt nach konservativen Schätzungen etwa 6,3 Milliarden Jahre in der habitablen Zone, gegen Ende dieser Zeit wird sie aber höchstens noch von einigen besonders robusten Mikroben besiedelt sein. Angenehm bleibt es daher nur noch rund 1,75 Milliarden Jahre.

    Am längsten könnten es sich Organismen auf Gliese 851d gemütlich machen: 42,4 Milliarden Jahre lang dürfte er am richtigen Ort in seinem Planetensystem sein. "Dieser Planet könnte damit zehnfach länger warm und angenehm bleiben als unser eigenes Sonnensystem überhaupt existiert", sagt Rushby.

    Wasser auf dem Mars?
    © NASA
    Zuflucht Mars?
    Noch hat das Modell Schwächen, wie die Forscher einräumen. Vor allem mangelt es an Daten: Um zu wissen, wie lange ein Himmelskörper bereits in der habitablen Zone liegt und wie viel Zeit ihm noch bleibt, werden Daten zum Alter seines Sterns benötigt, die nicht immer verfügbar sind. Außerdem gehen die Forscher in ihrer Definition von „bewohnbar“ davon aus, dass die Planeten erdähnliche Eigenschaften haben, was Masse, Zusammensetzung, Tektonik, Druck und Zusammensetzung der Atmosphäre angeht.

    „Die Planeten in unseren Beispielen genügen mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht allen diesen Ansprüchen, und diese Restriktionen sollten bei der Interpretation unserer Ergebnisse beachtet werden“, schreiben die Forscher. Und: „Bis heute wurde noch kein Planet entdeckt, der wirklich analog zur Erde ist.“

    Auf dem Mars etwa ist der Atmosphärendruck zu gering, und die geodynamischen Vorgänge sind zu träge. Rushby erklärt dennoch: „Wenn wir je auf einen anderen Planeten umsiedeln müssten, haben wir auf dem Mars wahrscheinlich die besten Chancen. Er ist ziemlich nah und wird bis zum Tod der Sonne in sechs Milliarden Jahren in der bewohnbaren Zone bleiben.“
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    Naja bestehen bleibt unsere Erde vllt so lang.
    Aber...auch bewohnbar?

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    Großer Schritt auf der Suche nach zweiter Erde
    Entdecktes Planetensystem ähnelt unserem Sonnensystem
    Ist unser Sonnensystem etwas Ungewöhnliches im Universum? Schon lange suchen Astronomen nach einem Sternensystem, das dem unseren ähnelt. Nun haben deutsche Forscher gemeinsam mit europäischen Kollegen das bisher umfangreichste Planetensystem um einen fernen Stern entdeckt: KOI-351 besitzt sieben Planeten. Sie sind den Ergebnissen zufolge ähnlich angeordnet wie die acht Planeten unseres Sonnensystems. Das Planetensystem KOI-351 ist allerdings eine Quetsch-Version unserer kosmischen Heimat: Die Planeten sind dicht zusammengedrängt.
    Große Planetensysteme sind schwierig zu entdecken
    Vergleich unseres Sonnensystems (grün) mit dem Planetensystem von KOI-351 (rot).
    © DLR
    Von insgesamt 771 Sternen ist bereits bekannt, dass sie Planeten besitzen. Große Planetensysteme sind allerdings die Ausnahme, jedoch nicht, weil es sie nicht geben würde, sondern weil sie besonders schwierig zu entdecken sind. In den letzten Jahren hatten Astronomen bereits drei Planeten um den 2.500 Lichtjahre entfernten Stern KOI-351 erspäht: Sie umkreisen ihn mit Perioden von 331, 211 und 60 Tagen. Das entspricht Umlaufzeiten, die mit denen der Erde, der Venus und des Merkur vergleichbar sind. Die vier neuen Planeten, die Juan Cabrera vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und seine Kollegen jetzt entdeckt haben, befinden sich zum Teil noch näher am Stern und haben Umlaufzeiten von 7, 9, 92 und 125 Tagen.

    Der äußerste der sieben Planeten umkreist den Stern in einer Entfernung von etwa 150 Millionen Kilometern. Das entspricht ziemlich genau der Distanz der Erde zur Sonne. Das System der sieben Planeten ist demnach auf einen Bereich zusammengedrängt, der dem Raum zwischen Erde und Sonne entspricht. Dennoch betonen die Forscher die Ähnlichkeit zu unserem Sonnensystem: „Kein anderes Planetensystem zeigt eine solche Übereinstimmung mit der Architektur unserer kosmischen Heimat wie dieses System um KOI-351", sagt Cabrera. „Genau wie bei unserem Sonnensystem sind auf den inneren Bahnen Gesteinsplaneten in ähnlicher Größe wie die Erde zu finden, und auf den äußeren Bahnen Gasriesen ähnlich zu Jupiter und Saturn."

    Wichtiger Schritt bei der Suche nach Zwillingen unseres Sonnensystems
    Erst die Entwicklung eines speziellen Computer-Algorithmus ermöglichte Cabrera die Entdeckung der vier neuen Planeten um KOI-351. Er und seine Kollegen waren dadurch in der Lage, die charakteristischen Lichtschwankungen, die den Transit eines Planeten vor dem Stern verraten, in den Messungen des Kepler-Teleskops zu entdecken. Unter einem Transit versteht man ein winziges, periodisch wiederkehrendes Abdimmen des Sternenlichts beim Vorbeiziehen des Planeten vor dem Mutterstern. Cabreras Technik könnte nun auch die Existenz weiterer Planeten um ferne Sterne aufdecken, die bisher verborgen geblieben sind.

    „Wir können nicht genug betonen, wie wichtig diese Entdeckung ist. Es ist ein großer Schritt auf der Suche nach einem Zwilling unseres Sonnensystem und damit auch auf der Suche nach einer zweiten Erde", so Cabrera. In diesem Zusammenhang schauen die Planetenjäger nun voller Hoffnung auf die zur Entscheidung anstehende PLATO-Mission. PLATO (PLAnetary Transits and Oscillations of Stars) soll nach Planetensystemen um nahe Sterne suchen. Durch die Daten könnte man neben dem Radius der Planeten auch ihre genaue Masse bestimmen. Dies würde einen ersten Blick auf ihre Zusammensetzung ermöglichen. Außerdem wäre es für vergleichsweise nahe Systeme wie KOI-351sogar möglich, die Atmosphäre der Planeten zu untersuchen. So könnte man vielleicht Hinweise auf die Aktivität von Lebewesen finden. Das "Go" für die PLATO-Mission stehen allerdings noch aus: Die Europäische Weltraumorganisation ESA wird Anfang 2014 eine Entscheidung fällen.
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    Um jede fünfte Sonne kreist eine Erde
    Statistische Auswertung von Daten des Kepler-Teleskops ermöglicht Berechnung erdähnlicher Exoplaneten
    Wie viele der Sterne am Nachthimmel haben Planeten, die der Erde ähneln und lebensfreundliche Bedingungen bieten? Diese Frage sollte das Kepler-Weltraumteleskop beantworten. Vier Jahre lang hat Kepler Daten gesammelt und dabei tausende Kandidaten für Planeten in fremden Sternsystemen entdeckt. Ein Team von US-Astronomen hat die Kepler-Daten statistisch ausgewertet und daraus die wahrscheinliche Entfernung zu einer zweiten Erde berechnet. Ihre Ergebnisse veröffentlichten sie im Magazin "Proceedings of the National Academy of Sciences".


    Winziges Flackern zeigt Exoplaneten an
    Zieht ein Planet aus dem Blickwinkel eines Beobachters an seinem jeweiligen Stern vorbei und verdeckt ihn teilweise, erscheint der Stern dadurch vorrübergehend dunkler. Ungefähr ein Hundertstel von einem Prozent macht dieser Unterschied in der Helligkeit dabei aus. Dieses winzige Flackern ist dennoch messbar und reicht aus, um Exoplaneten mit solchen Messungen nachzuweisen.

    Genau solche Daten hat das Weltraumteleskop Kepler vier Jahre lang gesammelt. Alle 30 Minuten machte Kepler Aufnahmen von über 150.000 Sternen in einem festgelegten Himmelsausschnitt im Sternbild Schwan. Über 3.000 mögliche Exoplaneten spürte das Teleskop dabei auf, 603 davon umkreisen einen sonnenähnlichen Stern.

    Weltraumteleskop Kepler
    © NASA
    Doch in Wirklichkeit könnte es mehr davon geben, denn Kepler kann nur solche Planeten entdecken, deren Umlaufbahn sie genau zwischen Stern und Teleskop vorbei führt. Nur aus dem passenden Blickwinkel lässt sich die schwankende Helligkeit tatsächlich beobachten. Wiederum andere Planeten sind möglicherweise zu klein oder ihre Sterne zu dunkel, als das sie sich so nachweisen ließen. Außerdem ist es möglich, dass die Umlaufzeit eines Planeten so lang ist, dass er innerhalb der Beobachtungszeit schlicht nicht zu sehen war. Ein große Zahl tatsächlich existierender Planeten bleibt also verborgen.

    Was macht einen Planeten bewohnbar?
    Die entscheidende Frage ist aber: Wie viele dieser Exoplaneten könnten günstige Bedingungen für Leben bieten? Wie viele sind echte "Erdzwillinge"? Bei der Diskussion dieser Exoplaneten fallen immer wieder Begriffe wie "erdähnlich", "lebensfreundlich", "bewohnbar" oder "zweite Erde". Was aber macht einen solchen Planeten aus?

    Umkreist der Planet seinen Stern in zu großer Entfernung, herrschen dort eisige Temperaturen. Kommt der Planet dem Stern dagegen zu nah, wird er geröstet. Beides gleichermaßen unwirtliche Bedingungen für Leben. Dazwischen liegt der Bereich, den die Astronomen als "bewohnbare Zone" bezeichnen. Innerhalb dieser Zone herrschen auf dem Planeten milde Durchschnittstemperaturen, die flüssiges Wasser ermöglichen. Flüssiges Wasser gilt als Grundvoraussetzung, damit sich nach unserem Verständnis Leben entwickeln kann.

    Volkszählung extrasolarer Planeten
    Lage der habitablen Zone und der Kepler-62-Planeten
    © MPI für Astronomie
    Lediglich zehn der von Kepler entdeckten Planeten bezeichnen Astronomen als erdähnlich, also von vergleichbarer Größe wie die Erde und innerhalb der bewohnbaren Zone eines sonnenähnlichen Sterns kreisend. Um herauszufinden, wie repräsentativ diese Zahl für unsere Milchstraße ist, haben Erik Petigura von der University of California in Berkeley und seine Kollegen nun die Kepler-Daten genutzt, um daraus die statistische Häufigkeit von erdähnlichen Planeten in der habitablen Zone um ihre Sterne zu ermitteln. Große Gasplaneten, vergleichbar mit Jupiter und Saturn, filterten die Astronomen dabei aus. Sie beschränkten sich auf Planeten mit etwa der halben bis doppelten Größe der Erde.

    "Was wir tun ist eine Volkszählung extrasolarer Planeten, aber wir können nicht an jede Tür klopfen," sagt Petigura. Mit ausgefeilten Computeralgorithmen berechnen er und seine Kollegen daher die Menge der von Kepler unerfassten Planeten.

    Das besondere im Vergleich zu früheren derartigen Auswertungen ist, wie gründlich die Astronomen um Petigura ihre Filter-Algorithmen überprüften. Um aus den vorhandenen Daten noch präziser die Zahl der unentdeckten Planeten abschätzen zu können, fügten die Forscher den Datensätzen fiktive Planeten hinzu. Dann testeten sie, wie viele dieser Planeten sie tatsächlich wieder auffinden konnten. Mit all diesen Daten und Korrekturen konnten sie schließlich die Menge der erdähnlichen Planeten berechnen.

    Rund zehn Milliarden erdähnliche Exoplaneten
    Das Ergebnis: 22 Prozent, also etwas mehr als ein Fünftel aller sonnenähnlichen Sterne haben Planeten von erdähnlicher Größe in bewohnbarer Entfernung. Wiederum etwa ein Fünftel aller 200 Milliarden Sterne in der Milchstraße ähneln unserer Sonne. Daraus schätzen die Astronomen eine Zahl von rund zehn Milliarden erdähnlichen Exoplaneten in unserer Galaxie.

    Anhand dieser Ergebnisse streben die Astronomen nun direkte Aufnahmen eines solchen Planeten an. Vorrausichtlich müssen sie dabei, nach astronomischen Maßstäben, gar nicht so weit entfernt suchen: Der nächstgelegene Stern mit einer möglichen zweiten Erde wäre nach dieser statistischen Berechnung weniger als zwölf Lichtjahre von uns entfernt, und mit bloßem Auge am Nachthimmel zu sehen.
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    Die Wissenschaft hat die Ganzheit getrennt und je detaillierter man das Atom in seinem
    Kern erforscht hat, desto weiter sind wir von uns selber weg gekommen
    - Angeni

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    AW: Extrasolare Planeten

    Sensation im All:
    Mehr als tausend »neue« Planeten entdeckt!


    Die Planeten, und damit auch die Sensation, gibt es zwar schon seit Äonen, doch jetzt erst konnten Astronomen die Existenz unzähliger zuvor nie gesehener Welten um andere Sonnen nachweisen. Tatsächlich erlebten die Fachleute vor allem seit dem Start des Weltraumteleskops Kepler eine wahre Flut solcher Funde und stießen auf über 2000 fremde Welten. Jetzt konnten mit einem Schlag weitere 1284 Planeten identifiziert werden.



    Mit dem neuen überraschenden Ergebnis verbinden Planetenforscher eine weiter wachsende Wahrscheinlichkeit für die Existenz bewohnter Welten. Denn unter den jetzt nachgewiesenen Planeten finden sich 550 erdähnliche Gesteinswelten, mehr als 100 davon besitzen Erdgröße. Es sind allesamt also Objekte, die unserer Erde, dem Mars oder der Venus ähneln könnten.


    Immerhin bleiben von allen neu entdeckten Planeten neun Exemplare, die in einer Zone um ihren Heimatstern kreisen, innerhalb derer flüssiges Wasser auf der Oberfläche existieren kann – eine wesentliche Voraussetzung für Leben, wie wir es kennen.

    Die Größe der habitablen Zone wird vom jeweiligen Sterntyp bestimmt und gilt in jedem Falle natürlich als die interessanteste Region, in der sich Planeten aufhalten können. Vor allem Gesteinswelten.

    Am Dienstag stellten Astronomen der Kepler-Mission ihre neuen Ergebnisse vor. Mit dieser offiziellen Mitteilung wurde die Zahl der mithilfe von Kepler entdeckten Planeten mehr als verdoppelt, so erklärt nun sichtlich stolz auch die US-Planetenwissenschaftlerin Ellen Stofan.

    In der Hauptmission hat das Weltraumteleskop mit seinem 1,4-Meter-Spiegel und der leistungsfähigen 95-Megapixel-CCD-Kamera vier Jahre lang rund 190 000 Sterne in einerHimmelsregion zwischen den Sternbildern Leier und Schwan auf extrasolare Planeten »abgeklopft«. Die dabei verwendete Methode lässt sich leicht verstehen, stellt aber hohe Forderungen an die Technik, auch was die Datenauswertung angeht.

    Gesucht wird genau danach, was sich jetzt am Montag bei uns im Sonnensystem abgespielt hat: Von der Erde aus gesehen wanderte der innerste Planet Merkur auf seiner Bahn direkt auf der Linie zwischen Erde und Sonne durch, um sich als winziger runder Schatten auf dem grellen Sonnenball abzuzeichnen. Also eine Art »Mini-Sonnenfinsternis«. Und nach genau solchen Transit-Ereignissen sucht auch Kepler.

    Natürlich ist der verursachte Helligkeitsverlust des Sterns jeweils winzig. Um sicher zu gehen, müssen möglichst einige solcher Transits bei einem Stern registriert werden, um einen oder auch mehrere Planeten mit Gewissheit nachweisen zu können. Sie müssen eindeutig von ähnlichen Helligkeitsänderungen unterschieden werden, die ganz andere physikalische Ursachen haben.

    Kepler hat diese Beobachtungen in den vergangenen Jahren mit großem Erfolg durchgeführt und dabei einige wirklich bemerkenswerte »Fische« aus dem kosmischen Ozean an Land geholt, darunter auch »Supererden« und erdartige Planeten in der habitablen Zone. Alles in allem sind nun21 Planeten in der habitablen Zone bekannt.

    Die aktuellen Entdeckungen sind ein wesentlicher Schritt nach vorne, wenn es um die Suche nach einem Erden-Double geht. Bestätigend erklärt Stofan: »Das macht uns Hoffnung, dass wir irgendwo da draußen um einen Stern, der unserer Sonne recht ähnlich ist, irgendwann eine zweite Erde finden werden.« Und dieses »Irgendwann« dürfte in gar nicht so ferner Zukunft liegen.

    Die Astronomen haben bei der Analyse von Daten eines umfangreichen Katalogs mit Kepler-Planetenkandidaten aus dem Juli 2015 rund 4302 solcher potenziellen Planeten genauer untersucht und erstmals eine effektive, sehr rationelle Methode angewandt. Anstatt die Kandidaten mühsam einzeln zu überprüfen, setzten sie eine automatisierte Analyse ein, die jedem Objekt einen Prozentwert zuordnet – er drückt die Wahrscheinlichkeit dafür aus, dass es sich um einen echten Planeten handelt.

    Das Minimalkriterium für einen entsprechenden Status verlangt einen Wert von über 99 Prozent. Das traf auf immerhin 1284 Fälle zu. Außerdem konnten die Astronomen noch einmal rund 1000Planeten als authentisch absichern, die bereits mit anderen Methoden nachgewiesen worden waren. Doppelt hält eben auch hier besser. Niemand will sich da selbst betrügen. Die neuen Ergebnisse wurden jetzt im Fachmagazin The Astrophysical Journal veröffentlicht.

    Nach aktuellen Schätzungen dürfte es wohl mehr Planeten als Sterne in der Galaxis geben. An sich nicht überraschend. Doch diese Verhältnisse müssen eben erst nachgewiesen werden. Dr. Natalie Batalha, Kepler-Missionswissenschaftlerin am NASA-Ames-Forschungszentrum in Kalifornien verweist auf neueste Berechnungen, denen zufolge rund zehn Milliarden bewohnbare Welten in unserem Milchstraßensystem existieren dürften. »Ungefähr 24 Prozent der Sterne beherbergen potenziell bewohnbare Planeten, die kleiner sind als ungefähr die 1,6-fache Erdgröße.

    Das ist die Zahl, die wir mögen, da wir davon ausgehen, dass Planeten unterhalb dieser Größe höchstwahrscheinlich aus Gestein aufgebaut sind … Wenn Sie sich nun fragen, wo sich voraussichtlich der nächste bewohnbare Planet befindet: Das ist innerhalb von elf Lichtjahren Distanz der Fall, also sehr nahe!« Daraus lassen sich einige interessante Schlüsse ziehen, die wohl über ganze Weltbilder entscheiden.

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