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Thema: Glaubwürdigkeit von Studien

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    Redakteur Avatar von Angeni
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    Glaubwürdigkeit von Studien

    Manipulation in der Wissenschaft

    Jährlich werden Hunderte von wissenschaftlichen Veröffentlichungen ohne Begründung zurückgezogen. Während es sich bei vielen Studien aus der Biomedizin um Flüchtigkeitsfehler handelt, weisen andere ein hochgradiges wissenschaftliches Fehlverhalten auf. Was verleitet Wissenschaftler zu solchen Datenfälschungen? Welchen Studien kann man vertrauen?


    Betrug in der Wissenschaft: Hunderte gefälschte Studien
    Manchmal hören wir von Studienergebnissen, die uns an unserem gesunden Menschenverstand zweifeln lassen. Altbekanntes wird plötzlich umgekehrt oder erscheint schier unlogisch und nicht nachvollziehbar. Andere Studienergebnisse und Statistiken nehmen wir wiederum fraglos hin, schliesslich handelt es sich um Wissenschaft. Die Wissenschaft bemüht sich um Fakten und Beweise. Oder etwa nicht? Wie vertrauenswürdig sind wissenschaftliche Studien wirklich? Wie gross ist der Spielraum zwischen Wahrheit und Betrug, wenn wirtschaftliche Interessen, persönliche Vorteile und der damit verbundene Publikationszwang ins Spiel kommen?
    Das Fachmagazin Nature machte bereits im Jahr 2011 darauf aufmerksam, dass jährlich etwa 300 wissenschaftliche Publikationen zurückgezogen werden. Als Begründung werden zumeist Flüchtigkeitsfehler angegeben. Tatsächlich soll es sich jedoch in vielen Fällen um bewusste Fälschungen von Daten aus wirtschaftlichen Motiven handeln. Hinter manipulierten Ergebnissen stecken häufig Forschungsförderungen in Millionenhöhe. Anstatt für solche Geldgeschäfte jedoch angemessene Strafen zu erhalten, müssen überführte Wissenschaftler mehrheitlich nicht einmal Stellung beziehen und dürfen sogar ihre Tätigkeit weiter ausüben. Wie kann das sein?

    Untersuchung deckt wissenschaftliche Fälschungen auf
    Die vielen abgelehnten bzw. zurückgezogenen wissenschaftlichen Berichte insbesondere aus dem biomedizinischen Bereich werfen Fragen auf. Dr. Arturo Casadevall vom New Yorker Albert Einstein College of Medicine, Dr. Ferric C. Fang von der University of Washington und R. Grant Steen von der University of North Carolina gingen den Ursachen auf den Grund. Ihre Analyse, die in der Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) veröffentlich wurde, umfasste insgesamt 2.047 Artikel, die von Fachmagazinen abgelehnt oder von Forschern selbst zurückgenommen wurden. Drei Viertel dieser Artikel liessen ein eindeutiges wissenschaftliches Fehlverhalten erkennen. Bei 158 Arbeiten handelte es sich jedoch nicht nur um Flüchtigkeitsfehler, sondern um vorsätzliche Täuschungen aus finanziellen Beweggründen.
    In einer Presseerklärung kritisierte Dr. Casadevall die manipulierten Daten als Reflektion einer falschen wissenschaftlichen Moral. Die Wissenschaft sei von einer Kultur durchdrungen, welche die Veröffentlichung von Artikeln in wichtigen Fachzeitschriften mit hohen Geldsummen, Forschungsmitteln, leitenden Positionen und weiteren Vergünstigungen belohnt. Gefährlich würde es dann, wenn beispielsweise Medikamente vermarktet werden, deren Sicherheit auf falschen Befunden basieren. Für Patienten könnte die Einnahme solcher Arzneimittel fatale Folgen haben.

    Milde Strafen für überführte Wissenschaftsbetrüger
    In dubiose Forschungsarbeiten war auch der Wissenschaftler Dr. Boris Cheskis verwickelt. Cheskis arbeitete für das Forschungszentrum eines Pharmaunternehmens und publizierte mit seinen Kollegen zwei Arbeiten über den Nutzen von Östrogen-Therapien. Die Erkenntnisse dieser Studie stiessen in wissenschaftlichen Kreisen auf Widerspruch. Als die kritischen Fragen zu laut wurden, zogen Cheskis und sein Forschungsteam ihre beiden Veröffentlichungen zurück - mit der Begründung, dass einige ihrer Daten nicht „belastbar“ seien. Das United States Department of Health and Human Services drückte diesen Umstand vor zwei Jahren drastischer aus: Cheskis habe die erhobenen Zahlen und Daten bewusst gefälscht.

    Die Ungeheuerlichkeit besteht darin, dass Cheskis sich weder für sein wissenschaftliches Fehlverhalten rechtfertigen noch die bereits bewilligten Forschungsgelder zurückzahlen musste. Cheskis kassierte mit den gefälschten Daten nicht nur unrechtmässig Geld, sondern spielte auch mit der Gesundheit unzähliger Frauen, die derartige zweifelhafte Östrogen-Präparate einnahmen. Anstatt jedoch suspendiert zu werden, musste sich der Wissenschaftler lediglich bereit erklären, zwei Jahre lang nicht in beratender Funktion für den United States Public Health Service tätig zu werden und seine Forschungsprojekte einer Aufsicht zu unterstellen.
    Auch in Europa wurden derartige wissenschaftliche Machenschaften bekannt. Die holländischen Medien berichteten im September letzten Jahres von einem Skandal um Diederik Stapel von der Universität von Tilburg. Der renommierte Sozialpsychologe soll sich mit falschen Daten Forschungsgelder in Höhe von 2,2 Millionen Euro von der Regierung erschlichen haben. Während Stapel nach Abschluss der polizeilichen Untersuchungen eine Gefängnisstrafe droht, kommen amerikanische Wissenschaftler meist glimpflicher davon.

    Kaum Schuldsprüche gegen Wissenschaftsfälscher
    Tatsächlich wurden im Laufe der vergangenen Jahre lediglich zwei Gefängnisstrafen gegen amerikanische Wissenschaftler verhängt. Der Anästhesist Scott Reuben soll unzählige Patientendaten gefälscht haben. Mindestens 21 seiner Studien gelten als manipuliert. Finanziert wurden Reubens Forschungsarbeiten zu grossen Teilen von einem bestimmten Pharmakonzern. Es mag nicht überraschen, dass diese Studien die Wirksamkeit zweier Schmerzmittel aus den dazugehörigen Laboren bestätigen. Der Betrug flog im Frühjahr 2009 auf und Reuben wurde zu einer relativ milden Haftstrafe von sechs Monaten verurteilt.
    Der Wissenschaftler Eric Poehlman von der University of Vermont, der sich auf dem Gebiet Fettsucht und Alterungsprozesse einen Namen gemacht hatte, brachte es mit frei erfundenen Daten zu Forschungsgeldern in Höhe von 2,9 Millionen Dollar. Dank der Gewissenhaftigkeit eines Laborassistenten konnte Poehlman im Jahr 2006 überführt werden. Trotz der schweren Anschuldigungen der Staatsanwaltschaft, Poehlman hätte sich persönlich mit den Forschungsgeldern bereichern wollen, verbrachte der Wissenschaftler nicht mehr als ein Jahr und einen Tag hinter Gittern. Staatsanwalt David V. Kirby erklärte:
    Dr. Poehlman hat in betrügerischer Absicht Millionen von Dollars abgezweigt. Damit standen mehrere Millionen Dollar für valide wissenschaftliche Forschungszwecke nicht mehr zur Verfügung. Wie das hier gefällte Urteil beweist, wird ein solches Verhalten seitens der Regierung nicht mehr toleriert.
    Die Analyse von Casadevall und seinen Kollegen kann diese Aussage nicht bestätigen. Schuldsprüche gegen Wissenschaftler wie Poehlman und Reuben sind nach wie vor die Ausnahme. Diese Handhabung ist mit Sicherheit auch ein Grund dafür, weshalb noch immer unzählige gefälschte Studien an die Öffentlichkeit gelangen.

    Welche Studien sind vertrauenswürdig?
    Die Bewertung der Rechtmässigkeit wissenschaftlicher Studien dürfte vielen Lesern schwer fallen. Natürlich kann man ein Augenmerk auf den entsprechenden Auftrag- und Geldgeber richten, um die Unabhängigkeit der entsprechenden Studie besser einschätzen zu können – doch sicher kann man sich nie sein, ob eine Studie nun richtige oder falsche Ergebnisse beinhaltet. Es ist jedoch bestimmt nicht falsch, sich seinen gesunden Menschenverstand und das Vertrauen auf Erfahrungswerte zu bewahren. Seien Sie kritisch und hinterfragen Sie die Dinge!
    Die Menschheit verlernt leider immer mehr, sich auf Werte wie den gesunden Menschenverstand oder das so genannte Bauchgefühl zu verlassen – obwohl uns diese in vielen Fällen richtig leiten würden. Stattdessen vertrauen viele Menschen nur noch auf wissenschaftlich belegte Fakten. Die Wissenschaft ist an sich nicht schlecht, solange sie unabhängig eingesetzt wird. Sie kann unter bestimmten Umständen mit Sicherheit eine Bereicherung für die Menschen darstellen – solange wir sie nicht ohne nachzudenken mit Wahrheit gleichsetzen. Wissenschaftler sind Menschen und Menschen machen bekanntlich Fehler (was diese nicht entschuldigen soll). Menschen haben subjektive Empfindungen, persönliche Interessen und nehmen Dinge unterschiedlich wahr. Dies sollte man niemals ausser Acht lassen.
    Quellen








    Liebe Grüsse
    Angeni

  2. #2
    Redakteur Avatar von Angeni
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    Aufgedeckt: Schwachsinnige Studien!



    Sind die Menge der Eier pro Kopf die hier angegeben sind,
    auch mit gerechnet die verarbeitet wurden z.B. in Kuchen, bestreichern
    von gewissen Brotsorten und vieeeele mehr? Jedenfalls so oder so ein
    Schmarren für mich. (Siehe auch die Cholesterin Lüge).
    4 Eier pro Kopf - wir (Kids und ich) schaffen locker mehr (wir sind sehr
    wählrisch im glücklichen - Eier kauf) und haben KEIN zu hohen Cholesterin
    Wert (ähm...nehm ich mal an) - Grins!

    Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht 

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    LG Angeni


    P.s.
    Cholesterinlüge - Mythos Cholesterin


    Tipp:
    viel Wasser trinken denn...
    ...Cholesterin "verklumpt" unter anderem bei einem Mangel an Wasser.
    Und es wird gesagt, dass 70% von chronischen Krankheiten durch jahrelangen
    Wassermangel entstanden sind. Hat auch eine grosse Logik, oder?
    Wieviel trinkst du stilles Wasser täglich/wöchentlich/monatlich und gar über Jahre?
    Sonnige Grüsse
    Angeni



    Die Wissenschaft hat die Ganzheit getrennt und je detaillierter man das Atom in seinem
    Kern erforscht hat, desto weiter sind wir von uns selber weg gekommen
    - Angeni

  3. #3
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    7 Wege auf denen man eine Studie gegen Vitamine fälschen kann





    Mike Adams (Natural News)

    Pharma-Firmen wie GlaxoSmithKline (GSK) wurden bereits wegen mehrfachen Verbrechen vom US-Justizministerium verurteilt. In China wurde der Konzern soeben erst wieder erwischt. Wie können Pharmafirmen Vitaminstudien fälschen um die Profite ihrer Medikamente zu vergrößern?

    Trick Nummer 1) Wähle solche Versuchspersonen, die bereits krank sind
    Dies habe ich schon sehr oft beobachten können, bei Vitaminstudien an Leuten die sich in kritischem Zustand befinden, wie Herzinfarkte. Kurz vor dem Ende gibt man ihnen beispielsweise Vitamin E. Wenn die Leute sterben, schiebt man es auf die Vitamine!

    Trick Nummer 2) Nutze synthetische Vitamine schlechter Qualität von Pharmafirmen für die Studie
    Statt qualitativem Fishöl oder Vitamin E holen sich Forscher den schlechtesten synthetischen Müll den sie finden können und nennen es einfach Vitamin E.

    Trick Nummer 3) Schmeiße jeden aus der Studie raus dessen Gesundheit sich verbessert
    Falls echte Vitamine für diese Studien verwendet werden (was eine Seltenheit ist), treten gesundheitliche Verbesserungen auf. Folglich entfernt man diese Versuchspersonen aus der Studie und “formt die Daten” zu dem gewünschten Resultat. Es ist wirklich einfach: Man löscht den Eintrag der Person aus der Datenbank oder der Excel-Datei.

    Trick Nummer 4) Fabriziere einfach alle Daten komplett
    Warum sich die Mühe machen, überhaupt Leute für eine Studie zu finden? Pharmafirmen wurden oft dabei erwischt, einfach alles zu erfinden. Dr. Scott Reuben war ein Superstar in der Pharmawelt, nahm Geld von Pfizer und anderen Firmen, und fabrizierte dann dutzende Studien die in “peer reviewed” Medizinpublikationen veröffentlicht wurden. Die Zeitschriften bekommen natürlich Geld für Werbeanzeigen der Pharmafirmen.

    Trick Nummer 5) Kombiniere Vitamine mit Pharmazeutika, dann schiebe alles auf die Vitamine
    Neben Vitaminen nehmen Studienteilnehmer auch riskante Medikamente. Gibt es Probleme, erklärt man die Vitamine für schuld.

    Trick Nummer 6) Finde eine billige Quelle von Vitaminen die mit Schwermetallen kontaminiert sind
    Ironischerweise in den Vitamin- und Mineralstoffpräparaten von Pharmafirmen finden sich Schwermetalle wie Arsen, Blei und Cadmium. Das Ursprungsland der Substanzen wird praktisch nie offiziell angegeben, weil es sich um China handelt.

    Trick Nummer 7) Psychospielchen
    Viele sogenannte Doppel-Blind-Studien sind keine. Die Forscher wissen wer was bekommt und manchmal sagen sie es auch den Versuchspersonen die dann den Placeboeffekt oder den Nocebo-Effekt erleben.
    Quelle

    LG Angeni
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    Angeni



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  4. #4
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    Spin und Spindoktoren: Wie medizinische Forscher Daten fälschen, um die Gesundheitsfürsorge in die gewünschte Richtung zu steuern

    Die Deklaration von Helsinki Ethische Grundsätze für die medizinische Forschung am Menschen wurde erstmals von den Delegierten der 18. Generalversammlung des Weltärztebundes (WMA) im Juni 1964 in Helsinki verabschiedet. Dieser noblen Zielsetzung ist die reale Welt der Berichterstattung jedoch diametral entgegengesetzt; das vorherrschende Konzept ist bekannt als »Spin«, zu Deutsch: Verdrehung.

    Die Deklaration von Helsinki Ethische Grundsätze für die medizinische Forschung am Menschen dient als wegweisende Richtlinie der Forschungsethik. In Artikel 30 heißt es:
    Autoren, Redakteure und Herausgeber unterliegen bei der Veröffentlichung von Forschungsergebnissen einer ethischen Verpflichtung. Autoren haben die Pflicht, die Ergebnisse ihrer Forschung am Menschen zu veröffentlichen, sie sind für die Vollständigkeit und Richtigkeit ihrer Berichte verantwortlich. Zudem sind sie verpflichtet, sich an die anerkannten Richtlinien für eine ethische Berichterstattung zu halten. Sie sind verpflichtet, negative und nicht schlüssige sowie positive Resultate zu veröffentlichen oder auf andere Weise verfügbar zu machen. Finanzquellen, institutionelle Bindungen und Interessenkonflikte sollen in der Veröffentlichung angegeben werden.
    Spindoktoren
    Die Zeitschrift Journal of the American Medical Association (JAMA) definiert »Spin« als »besondere Form des Berichtens, die die Auslegung der Resultate verdreht und die Leser irreführen könnte«. Spindoktoren sind somit die Leute, die Daten fälschen, unter anderem wegen finanzieller Verbindungen zu Big Pharma, oder um den eigenen professionellen Status zu erhöhen oder um Forschungsgelder zu ergattern. Eine höchst drastische Auswirkung des Spin zeigt sich in einer Studie, die kürzlich im JAMA veröffentlicht wurde. Wie Forscher berichteten, wurden bei 40 Prozent der expertenbegutachteten Berichte über Studien mit hervorragendem Design, die in den führenden medizinischen Fachzeitschriften der Welt veröffentlicht wurden, die tatsächlichen Ergebnisse falsch dargestellt.

    Um das zu bestätigen und die Natur und Häufigkeit der verfälschten Darstellung oder des Spin zu identifizieren, werteten Boutron et al. systematisch 616 veröffentlichte Berichte über randomisierte kontrollierte Studien (RCT) aus. Nach der Auswertung der 72 infrage kommenden Studien kamen sie zu dem Schluss: »Bei der repräsentativen Auswahl von im Jahr 2006 veröffentlichten RTC mit statistisch nicht signifikanten Primärergebnissen entsprachen Berichterstattung und Auswertung der Ergebnisse häufig nicht den Resultaten.« Mit anderen Worten: Der größte Teil der veröffentlichten Forschung wurde bewusst verfälscht. Der Spin hat den Lauf der Gesundheitsfürsorge drastisch verändert, zum Schaden von Millionen von Menschen. Zu den schockierendsten Beispielen zählt die Entscheidung des amerikanischen Cholesterin-Aufklärungsprogramms der US-Gesundheitsbehörde National Institute of Health aus dem Jahr 2004, den Wert für das schlechte Cholesterin LDL, ab dem präventive Maßnahmen gegen eine Herz-Kreislauf-Erkrankung eingeleitet werden, herabzusenken.

    Dadurch stieg die Zahl der Amerikaner, denen die Einnahme von Statinen empfohlen wurde, von 13 auf 36 Millionen. Und das, obwohl die britische medizinische Fachzeitschrift The Lancet eine sorgfältige Durchsicht der Literatur durchgeführt hatte, um zu bestätigen, ob Statine überhaupt bei einer Herzerkrankung wirksam sind. In dem anschließend veröffentlichten Bericht war zu lesen: »Zur Untermauerung einer Statin-Therapie zur Prävention dieser Erkrankung bei Frauen und bei Menschen über 65 Jahren berufen sich die Richtlinien auf sieben bzw. neun randomisierte Studien. Doch keine von beiden liefert einen entsprechenden Beweis.« Somit gibt es für die 23 Millionen Menschen, bei denen jetzt zusätzlich »hohe LDL-Werte« festgestellt werden, keinen wissenschaftlich erwiesenen Grund zu der Annahme, sie seien gefährdet. Wegen einer Verdrehung – eines Spins – der Zahlen werden sie aber so behandelt, als bestünde ein erhöhtes Risiko der Entwicklung einer koronaren Herzkrankheit. Also werden sie von ihren Ärzten unter Druck gesetzt, Statine einzunehmen.
    Quellen


    World Medical Association, WMA declaration of Helsinki – ethical principles for medical research involving human subjects [Internet]; c2013 [zitiert März 2013].

    • Boutron I, Dutton S, Ravaud P, Altman DG, »Reporting and interpreting of randomized controlled trials with statistically nonsignificant results for primary outcomes«, JAMA 2010; 303(20): 2058-64.
    • Hyman M., »Dangerous spin doctors: seven steps to protect yourself from deception in medical research«, Explore (NY) 2011; 7(2): 63-5.
    • Abramson J, Wright JM, »Are lipid-lowering guidelines evidence-based?«, Lancet 2007; 369: 168-169.



    LG Angeni
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    Neuroleptika - Die verfälschte Studie

    Das Ergebnis einer norwegischen Studie, die sich mit der Wirkung von Neuroleptika in der Schizophrenie-Therapie beschäftigte, wurde in der Fachzeitschrift BMC Research Notes publiziert. Erst nach eingehender Überprüfung des Studieninhaltes durch Experten wurde festgestellt, dassdie gesamte Studie auf falschen Datensätzen basierte und das Ergebnis somit absolut haltlos war. Wäre dieser "kleine Fauxpas" nun ein Einzelfall, so könnte man noch darüber schmunzeln. Leider werden derartige Studien jedoch weitaus häufiger veröffentlicht als Sie es sich vorstellen können.

    Neuroleptika - Die verfälschte Studie

    Die Wirkung von Neuroleptika
    Menschen, die an Schizophrenie erkrankt sind, leiden unter einer starken Störung der Realitätswahrnehmung, meist begleitet von akustischen Halluzinationen (Stimmen) und/oder Wahnvorstellungen. Behandelt werden diese Patienten unter anderem mit sogenannten Neuroleptika, denn diese sind in der Lage, einen Überschuss an Dopamin und Serotonin im Gehirn, der für die psychotischen Zustände verantwortlich gemacht wird, zu drosseln. Darüber hinaus haben sie eine beruhigende und antriebshemmende Wirkung. Verordnet werden hier sowohl die klassischen Neuroleptika (erste Generation) als auch die atypischen Neuroleptika (zweite Generation).

    Ein Fallbeispiel der Studie
    Ein 53-jähriger männlicher Patient mit einer chronisch schizophrenen Psychose bekam zunächst ein hochpotentes Neuroleptika der ersten Generation (Perphenazin), bevor dieses dann durch eines der zweiten Generation (Risperdal) ausgetauscht wurde. Während beider Medikamentierungsphasen wurde sowohl die Gehirnaktivität des Patienten als auch seine motorische Aktivität beobachtet .
    Das Ziel war, zu erkennen, in welcher Weise diese beiden Medikamente den Patienten beeinflussten und welche Auswirkungen der Übergang des einen Medikaments zum anderen auf dessen Symptome hatte. Zur Messung wurde eine funktionelle Magnetresonanztomographie (fMRT) angewandt, durch die bestimmte Hirnareale mit hoher räumlicher Auflösung dargestellt werden können.

    Eine voreilige Beurteilung
    Es ist vielleicht nicht überraschend, dass die Wissenschaftler eine Vielzahl unterschiedlicher Veränderungen in der Hirn-Chemie und der physischen Funktionen des Patienten beobachten konnten. Es zeigten sich tatsächlich einige offensichtliche Verbesserungen, allerdings auch Verschlechterungen. Besonders bemerkenswert war die Beobachtung, dass die Umstellung von Perphenazin auf Risperidon die Stimmungsschwankungen des Patienten reduzierte. Dies wurde als Verbesserung seiner Situation eingestuft, obwohl gleichzeitig eine Verschlechterung der gesamten motorischen Fähigkeiten festgestellt wurde.
    Ausgehend von dieser Beobachtung kamen die Wissenschaftler schliesslich ungeachtet der Verschlechterung der motorischen Fähigkeiten zu dem Ergebnis, dass die Studie eine signifikante positive Veränderung im Gehirn jener Patienten zeigte, die von Neuroleptika der sogenannten ersten Generation auf solche der zweiten Generation umgestellt wurden.
    So hat dann ein einflussreiches wissenschaftliches Fachblatt wieder einmal fälschlicherweise eine unbrauchbare Studie veröffentlicht. In diesem Fall war die Studie allerdings nicht nur fehlerhaft, sondern eher ein einziger Fehler, denn es stellte sich heraus, dass die Forscher ihre Datensätze zudem buchstäblich umgekehrt hatten und so zu vollständig entgegengesetzten und absolut falschen Schlussfolgerungen kamen.
    Die knappe offizielle Begründung für die Zurücknahme des Artikels lautete:
    Die Autoren haben den Artikel zurückgezogen, da die fMRT -Daten, die in diesem Fall angegeben wurden, nicht korrekt sind. Als Ergebnis dessen sind die Schlussfolgerung des Berichts, der auf falschen Datensätzen basiert, nicht länger gültig.
    Die Anzahl zurückgezogener Studien steigt
    Wäre dies "nur" ein schlimmer Einzelfall, so könnte man immer noch davon ausgehen, dass sich unter der strengen Aufsicht der Wissenschaftler des "goldenen Standards" derartiges nicht wiederholen wird. Schliesslich handelt es sich hier genau um jene Wissenschaftler, die andauernd den Mangel an glaubwürdigen Beweisen für die Wirksamkeit natürlicher Heilweisen beklagen und sie aus diesem Grund öffentlich anzweifeln oder gar als gefährlich einstufen.
    Aber leider ist dies kein Einzelfall, denn falsche Studien werden immer häufiger veröffentlicht, so ein aktueller Bericht über den Trend, der in Bezug auf zurückgezogene Studien festzustellen ist. Dieser Artikel, der in der bekannten Fachzeitschrift PLOS ONE veröffentlicht wurde, deckt auf, dass sich von Beginn des Jahres 2000 an die Anzahl der zurückgezogenen Artikel zu veröffentlichten Studien beinahe um das Zehnfache erhöht hat und das, obwohl nur ein 44 prozentiger Anstieg der publizierten Artikel im selben Zeitraum verzeichnet werden konnte.
    Der Wissenschaftler Ashutosh Jogalekar schreibt in Bezug auf diesen enormen Anstieg in einem Beitrag für die Zeitschrift Scientific American:
    Die Wissenschaft hat sich stark verändert. Sie befindet sich in einem ungeheuerlichen Wettbewerb mit sehr hohen Einsätzen. Es sollte nicht verschwiegen werden, dass diese Art von Druck durchaus auch dazu beitragen kann, hier mal einen Datenpunkt in das Diagramm einzufügen und dort ein paar Testwerte zu optimieren. All dies geschieht, um einen eigenen Artikel in einer einflussreichen Fachzeitschrift publizieren zu können, wodurch Position, Anerkennung und Ruhm gewährleistet werden.
    Sie sehen, dass auch angesehene Wissenschaftler dem enormen wirtschaftlichen Druck, der sich in allen erdenklichen Lebensbereichen rasant ausbreitet, unterliegen können. Sicher könnte man jetzt verständnisvoll erwidern, dass dies doch nur menschlich sei - wären da nicht die vertrauensvollen Patienten, die die Folgen einer gefälschten wissenschaftlichen Studie ertragen müssen…

    Quellen:


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    Wie unabhängig ist die Wissenschaft?

    "Geniale junge Menschen werden uns mit jeder Genertion geschenkt. - Diese herausragenden Talente können wir weder planen noch anschaffen, aber wir können sie sehr wohl kaputt machen."
    So lautet die Warnung des in Graz geborenen Biochemikers Gottfried Schatz, der nach einer Karriere in den USA und der Schweiz die aktuelle Lage des wissenschaftlichen Nachwuchses in Österreich kritisch beurteilt:
    "Wir bieten heute jungen Forschern ganz miserable Karrierestrukturen, die weder fair, noch transparent, noch vernünftigerweise planbar sind."
    Die Universitäten leiden unter Finanznot, die Notwendigkeit der Einwerbung von Drittmittel steht im Anforderungsprofil jeder akademischen Führungsposition. Doch wie sehr darf sich die Wissenschaft verkaufen, ohne dass sie ihre Unabhängigkeit vollständig verliert? Welche internen Kontroll-Mechanismen hat die Wissenschaft, um sich gegen den immer stärker werdenden Einfluss der Lobbys zu wehren? Ich habe für das Wissenschaftsmagazin "Newton" eine Sendung gestaltet, in der diese spannenden Fragen Thema sind.

    Besonders habe ich mich auf den Spagat zwischen angewandter Forschung im Auftrag von Industriepartnern sowie der Grundlagenforschung konzentriert, welche nachhaltige Lösungen abseits kurzfristiger Rendite sucht.
    Die akademischen Pole reichen dabei von der Montanuniversität Leoben, die als Darling der Industrie gilt, bis zum brandneuen Institute of Science and Technology (IST) in Gugging, wo hunderte Millionen Euro an Steuergeld in die Hoffnung investiert werden, dass die Grundlagenforschung irgendwann Früchte trägt und dabei Patente oder gar ein Nobelpreis abfallen. Zwischen diesen elitären Polen liegt der Sumpf des akademischen Alltags mit vielfach prekären Lebensumständen von Jungwissenschaftlern. Viele müssen sich von Auftrag zu Auftrag hanteln und werden ohne längerfristige Perspektiven dann - gut und teuer ausgebildet - aus Österreich regelrecht vertrieben. "Was derzeit überhaupt nicht passt ist die Situation bei den Jungen", sagt Renée Schröder, Professorin am Department für Biochemie der Max F. Perutz Laboratories in Wien. Sie plädiert für eine neue "Entlassungskultur":
    "Das System ist brutal geworden. Die Universitäten haben nicht den Mut, den Leuten längerfristige Verträge zu geben, weil sie Angst haben, sie können sie dann nicht entlassen, wenn sie die Leistung nicht bringen. Das ist für die Jungen ganz schlimm, wenn sie viel leisten und keine Aussicht auf eine Stelle haben. Und neben ihnen sitzen zwei auf permanenten Stellen, die nichts leisten."

    Die Sendung kann eine Woche lang in der TV-Thek des ORF angesehen werden.


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    Toxikologie
    Vor kurzem aufgedeckt:

    Heimliche Verbindungen zur Industrie und
    Interessenkonfliktein der Krebsforschung


    Vor kurzem wurde über die jahrzehntelange Verbindung eines schwedischen Umweltmediziners als Berater der Firma Philipp morris berichtet, der zwei akademischen arbeitgebern über seine anstellung als Berater weder berichtet
    noch einen Interessenkonflikt in seiner Forschung er klärt hatte. Das Potential für Verzerrungen in der epidemiologischen ermittlung von Gesundheitsgefährdungen
    und
    risiken durch bezahlte Konsultanten, die sich als unabhängig präsentieren,
    besteht nicht allein für diet
    abakindustrie.


    Hier klicken und zum PDF gelangen
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    Petition gegen die Verheimlichung von Forschungsdaten


    Viele Menschen haben sich für klinische Studien zur Verfügung gestellt oder nehmen aktuell an ihnen teil, um dem Fortschritt der medizinischen Wissenschaft und damit dem Allgemeinwohl zu dienen. Die Auftraggeber der Studien betrachten aber die Daten offenbar als ihr „Eigentum“ und verweigern, wie im Fall des umstrittenen Grippemedikamentes Tamiflu®, den uneingeschränkten Zugang zu den Daten für eine unabhängige Überprüfung der Wirksamkeit oder von gefährlichen Nebenwirkungen.
    --> Hier weiterlesen und unterzeichnen


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    Wie unabhängig ist die Wissenschaft?



    Österreichs Universitäten leiden unter Finanznot, die Notwendigkeit der Einwerbung von Drittmittel steht im Anforderungsprofil jeder akademischen Führungsposition. Doch wie sehr darf sich die Wissenschaft verkaufen, ohne dass sie ihre Unabhängigkeit vollständig verliert? Welche internen Kontroll-Mechanismen hat die Wissenschaft, um sich gegen den immer stärker werdenden Einfluss der Lobbys zu wehren? Das Wissenschaftsmagazin Newton widmet sich diesen spannenden Fragen.



    Ich weiss jetzt nicht sicher habe ich gleiches oder ähnliches Video bereit gepostet

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    Das wissen wir zwar bereits, aber für unsere neuen Leser vielleicht interessant:

    Praktisch alle Arzneimitteltests sind manipuliert!

    http://www.seite3.ch/Praktisch+alle+...36/detail.html

    Die Tricks der Pharma Industrie
    http://marialourdesblog.com/die-tricks-der-pharma-industrie/


    LG Angeni
    Sonnige Grüsse
    Angeni



    Die Wissenschaft hat die Ganzheit getrennt und je detaillierter man das Atom in seinem
    Kern erforscht hat, desto weiter sind wir von uns selber weg gekommen
    - Angeni

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