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Thema: EU-Bankraub in Zypern

  1. #41
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    Angst vor Banken-Stürmung: EZB rüstet sich gegen Kapitalflucht aus Zypern

    Wieso kann dieser ungewählte, unlegitimierte "Haufen" schon wieder so eine Entscheidung durchsetzen wollen???????

    Souveränität von Staaten im A..., Demokratie im A..., Sicherheit der erarbeiteten Bankeinlagen im A..., usw.

    Willkür von unlegitimierten Entscheidungsträgern: 100% !!!!!!!

    Es wäre ein historischer Schritt in der EU: Die Europäische Zentralbank bereitet Maßnahmen gegen die Kapitalflucht aus Zypern vor. So sollen laut "Handelsblatt" Bankkunden auch längerfristig nur begrenzt Bargeld abheben können, Spareinlagen sollen vollständig eingefroren werden.

    Die Furcht vor einem Bank-Run auf Zypern treibt die Notenbanker um. Die Europäische Zentralbank (EZB) bereitet nun offenbar Schritte zur Verhinderung einer massiven Kapitalflucht aus dem Krisenland vor. Zyperns Bürger sollten nach dem Willen der EZB für eine längere Zeit nur einen begrenzten Betrag an Bargeld an Geldautomaten abheben können, berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf Notenbankkreise.

    Zusätzlich sei im Gespräch, die Spareinlagen vollständig einzufrieren und Überweisungen nur mit einer vorherigen Genehmigung der nationalen Zentralbank zu erlauben. Wie lange die Gelder auf den Sparkonten gesperrt werden, sei noch nicht entschieden, hieß es dem Bericht zufolge. Die Pläne der EZB gehen mit denen der zyprischen Regierung einher, die ebenfalls vorübergehend den Zahlungsverkehr einschränken will. Ein entsprechendes Gesetz soll am Freitag das Parlament in Nikosia passieren. Darin werden der Finanzminister und der Chef der Zentralbank ermächtigt, alle geeigneten Maßnahmen zu treffen, um das Geld im Land zu halten.
    Es wäre ein beispielloser Schritt: Noch nie seit Gründung der Europäischen Gemeinschaft im Jahr 1957 hat ein Mitgliedstaat für eine längere Zeit die Abhebung von Spareinlagen begrenzt und Überweisungen ins Ausland nur mit einer Genehmigung der nationalen Zentralbank zugelassen.
    Die zyprischen Banken sind seit Samstag geschlossen, um eine Massenkapitalflucht zu verhindern. Am Dienstag sollen die Institute nach bisheriger Planung wieder öffnen. Ohne einen Rettungsplan und ohne die Nothilfe der EZB müssen mehrere Geldhäuser in Zypern mit einer Pleite rechnen. Am Donnerstag hatte die Notenbank dem Krisenstaat ein Ultimatum bis Anfang kommender Woche gestellt.
    Die EZB wolle den Kapitalverkehr aber auch dann reglementieren, wenn Zyperns Regierung ein Rettungspaket mit der Troika aus EU, EZB und Internationalem Währungsfonds (IWF) bis Anfang nächster Woche ausgehandelt habe, schreibt das "Handelsblatt". "Die Gefahr ist zu groß, dass es zu einem Ansturm auf die Banken kommt, wenn diese nach mehr als einer Woche wieder öffnen", sagte ein Notenbanker der Zeitung.
    Kontrollen sollen "sozialverträglich" gestaltet werden
    Die EZB werde dafür sorgen, dass die Kapitalverkehrskontrollen "sozialverträglich" ausgestaltet würden. Jeder Bürger werde das zum Leben notwendige Geld erhalten, hieß es. Dazu gehörten auch die Auszahlung von Renten und anderen Sozialleistungen.
    Mit europäischem Recht sind die geplanten Kontrollen laut "Handelsblatt" durchaus vereinbar. Zwar garantiert der EU-Vertrag von Lissabon grundsätzlich eine grenzüberschreitende Kapitalverkehrsfreiheit. Einschränkungen im Interesse "der öffentlichen Sicherheit" sind aber erlaubt, heißt es in Artikel 65 des Vertrags. Setzt ein einzelner EU-Staat solche Kontrollen in Kraft, benötigt er nicht einmal eine Genehmigung aus Brüssel.
    Die Euro-Partner Zyperns warten derweil nervös auf die Vorstellung des alternativen Rettungsplans der Regierung in Nikosia, nachdem die erste Lösung vom zyprischen Parlament abgeschmettert worden war. "Die Euro-Gruppe steht bereit, um mit den zyprischen Behörden über einen neuen Entwurfsvorschlag zu beraten. Sie erwartet von den zyprischen Behörden, dass sie diesen so schnell wie möglich vorlegen", hieß es in einer Erklärung, die die Euro-Gruppe am Donnerstagabend nach einer Telefonkonferenz veröffentlichte.

    Die zyprischen Abgeordneten berieten zur selben Zeit über den Plan B, verschoben ihre Abstimmung aber letztlich auf Freitag. Das Parlament beginnt mit seiner Debatte gegen 10 Uhr Ortszeit (9 Uhr MEZ). Schäuble soll Plan B kritisch sehen
    Zum Plan B gehört den Angaben zufolge die Bildung eines Fonds aus staatlichen Vermögenswerten, mit dem der Inselstaat 5,8 Milliarden Euro zusammentreiben will. Zypern muss diese Eigenleistung erbringen, um Beistandskredite der EU in Höhe von zehn Milliarden Euro zu erhalten. Der als Solidaritätsfonds bezeichnete Topf soll mit Kapital von Kirche, Rentenkassen und anderen Einrichtungen gefüllt werden und Staatsanleihen ausgeben. Auch die zyprische Zentralbank soll mit ihren Goldreserven dazu beitragen. Von der bislang von der Euro-Gruppe geforderten und höchst umstrittenen Zwangsabgabe auf Bankeinlagen war zuletzt in Nikosia nicht mehr die Rede.
    Die Bundesregierung hielt sich mit einer Reaktion auf das neue Konzept der zyprischen Regierung bedeckt. Laut "Bild"-Zeitung äußerte sich Finanzminister Wolfgang Schäuble aber skeptisch zu dem zyprischen Rettungsplan. Er habe massive Zweifel an dem Vorhaben, sagte Schäuble demnach im Koalitionsausschuss nach Angaben aus Teilnehmerkreisen. Mit Kosmetik allein sei es nicht getan. Zypern müsse sich bewegen und ernsthaft sparen.

    Quelle: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...3.html#ref=rss
    siehe auch: http://www.freiewelt.net/nachricht-1...n-fesseln.html

    Liebe Grüße
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  2. #42
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    Dröhnendes Schweigen: Das Tabu Bankrun

    Oh man, vor über 15 Jahren!!! Wo sind alle diese intelligenten Leute?



    Europaweit machten sich die Sparer nach Angaben der Leitmedien vom letzten Wochenende „wieder Sorgen um ihre Ersparnisse“. Das Vertrauen nach dem verunglückten Hilfspaket für Zypern sei „in doppeltem Sinne gebrochen“. Jetzt drohe der Bankrun in Italien, Spanien, Griechenland und Portugal, hieß es in allen führenden Qualitätszeitungen gleichlautend über das „Bank-Run-Gespenst“, das aus der peinlich mißratenen Rettung der kleinen Inselökonomie eine Bedrohung für den gesamten Kontinent machen könne.

    So schlimm waren die Aussichten, dass der Ökonom Peter Bofinger „vor Bank-Run-Bildern aus Zypern“ warnte. Der Mensch ist letztlich ein Affe, er äfft nach – und sieht der Grieche den Zyprioten am Bankomaten anstehen, läuft er selbst gleich los. Ein Dominoeffekt, der Europa ins Wackeln zu bringen drohte. Zum Glück aber haben die Medien nach den ersten unüberlegten Panikmeldungen die Nerven behalten. Wie seinerzeit beim Fussball-Sommermärchen 2006, als mehr als 150 Zeitungen, Zeitschriften und Fernsehstationen in Absprache mit dem Kanzleramt deutschlandweit vier Wochen strikte Funkstille zum Thema Gewalt hielten, obwohl sich Hooligans aus aller Herren Länder in deutschen Großstädten beinahe täglich Straßenschlachten untereinander und mit der Polizei lieferten, fand der Bankrun medial nicht statt.

    Keine Meldungen aus Athen, keine Bilder aus Genua, keine Nachrichten zu höheren Barabhebungen in Barcelona, keine Videos von Schlangen vor Bankschaltern in Lissabon. Nirgendwo wurde berichtet, ob es Schlangen vor den Automaten in Spanien, Italien oder Griechenland gibt. Nicht einmal abgesagt wurde der Run auf die Guthaben, nicht einmal gefragt wurde, wie sich die Zahlungsströme nach dem Zypern-Desaster in anderen europäischen Ländern oder aber auch nur in Deutschland entwickelten.

    Seit dem 18. März steht das Wort Bankrun in den großen deutschen Medienhäusern einfach auf dem Index. Während etwa britische Zeitungen im Halbstundentakt über die Möglichkeit eines Bank Run berichten und kanadische Kolumnisten in der gescheiterten Zypern-Rettung weiter einen denkbaren Auslöser für einen Kollaps des gesamten Euro-Systems durch einen Ansturm der Guthabenbesitzer auf die Banken wie weiland bei Norther Rock sehen, schweigt der Blätterwald in Deutschland dröhnend.

    Das nächste Systemversagen - es ist, als ob sämtliche Qualitätsblätter aus den Großverlagen sich darauf geeinigt hätten, dass Vorberichte zum nächsten Bundesliga-Spieltag sehr interessant sind, die Ergebnisse der Spiele aber dann keinen Nachrichtenwert haben. Wer etwas zur Lage erfahren will, muss die South China Morning Post lesen. "Well, it means the whole future of the euro is in question, because when those Cypriot banks re-open, if in fact they ever do, it may trigger not just a Cyprus bank run, but a Europe-wide run on the banks", heißt es da. Bei heise.de gibt es Hinweise darauf, dass die Flucht schon längst im Gange ist: Die Internet-Währung "Bitcoin" sei seit Montagmorgen von 37 Euro am frühen Montag bis auf 52 Euro gestiegen.

    Am Ende der Schweigewoche kommt nun die erwartete Überraschung - die EZB hat Kapitalverkehrskontrollen für Zypern beschlossen.

    Quelle: http://www.politplatschquatsch.com/2...u-bankrun.html
    http://alles-schallundrauch.blogspot...in-zypern.html

    http://www.iknews.de/2013/03/22/euro...ldobergrenzen/

    Liebe Grüße
    Geändert von AreWe? (22.03.2013 um 09:47 Uhr)
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  3. #43
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    Zwangsabgabe: Heimliche Vorbereitungen haben weltweit begonnen

    Die globale Schuldenkrise könnte weltweit dem Zypern-Modell folgen. Spanien, Neuseeland und Großbritannien haben still und leise damit begonnen, die gesetzlichen Rahmenbedingungen für Zwangs-Abgaben zu schaffen.

    Die Zwangs-Abgabe für zypriotische Bank-Guthaben kommt offenbar nicht gar aus heiterem Himmel. In mehreren anderen Ländern wurden in den vergangenen Monaten Gesetze und Regeln dahingehend geändert, dass der Zugriff auf die Bank-Guthaben im Falle einer Schieflage rechtlich abgesichert ist.
    In Spanien wurde kürzlich die Verfassung geändert: Eine Banken-Steuer, die in der Verfassung noch mit 0 Prozent angesetzt ist, ist demnach bereits möglich. Dies könnte die leidenschaftliche Verteidigung von Bank-Guthaben durch Wirtschaftsminister Luis de Guindos erklären (hier). Die Änderung der Verfassung begründete Finanzminister Cristobal de Montoro damit, dass Spanien dazu verpflichtet sei, Steuergerechtigkeit zwischen den Regionen herzustellen. Die genaue Höhe der Bankenabgabe wird in einem Ausführungsgesetz festgelegt werden.

    In Großbritannien wurden die Banken-Regeln dahingehend geändert, dass die Einlagensicherungs-Fonds auch für eine Bankenrettung verwendet werden können. Konkret bedeutet das: Gerät ein Institut in Probleme, kann es auf die Einlagen-Sicherung zurückgreifen. Bricht die Bank danach trotzdem zusammen, ist das Geld der Bank-Kunden nicht mehr gesichert. Sie müssen sich auf einen Total-Verlust einstellen.
    In Neuseeland plant die Zentralbank eine ähnliche Maßnahme. Politiker der Greens haben dagegen protestiert. Es bestehe die Gefahr, dass die Guthaben der Kunden damit ausradiert werden können.
    In Deutschland sind noch keine derartigen Maßnahmen bekannt.
    Der Hintergrund für diese heimlich eingeführten Maßnahmen dürfte darin liegen, dass die gigantischen Schulden offenbar auch durch eine kontrollierte Inflation nicht mehr weggespült werden können. Wegen der Höhe der Risiken, vor allem aus Asset Backed Securities (das Fachgebiet von EZB-Außenminister Jörg Asmussen) und anderen Derivaten-Geschäften ist eine Inflation zur Lösung der globalen Schuldenkrise offenbar nicht mehr schnell genug wirksam.

    Quelle: http://deutsche-wirtschafts-nachrich...weit-begonnen/
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  4. #44
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    Zypern-Krise: viele Deutsche fürchten um ihre Ersparnisse

    Was für ein Lügen-Artikel!

    Die Querelen um eine Zwangsabgabe für alle Sparer auf Zypern verunsichern offenbar nicht nur die Inselbewohner. Obwohl die Bundesregierung garantierte, dass alle deutschen Spareinlagen sicher sind, drückt die Euro-Krise auf die Stimmung der Deutschen. Laut ARD-"Politbarometer" macht sich jeder Zweite (48 Prozent) Sorgen um seine Ersparnisse. Das Institut Infratest dimap befragte im Auftrag des ARD-"Morgenmagazins" am 19. und 20. März 1008 Bundesbürger.

    Des Weiteren unterstützt eine klare Mehrheit der Bundesbürger den Krisen-Kurs der Kanzlerin. 59 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass Angela Merkel (CDU) richtig und entschlossen gehandelt hat. 39 Prozent glauben, dass die Union die Kompetenz hat, die Schuldenkrise in den Griff zu bekommen. Nur für 16 Prozent der Befragten ist die SPD die kompetentere Partei. 38 Prozent trauen keiner der beiden Parteien zu, die Krise managen zu können.

    "Da muss sich hierzulande niemand Sorgen machen"

    Der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, Georg Fahrenschon, will derweil wegen der angespannten finanziellen Lage Zyperns die Sorgen deutscher Sparer zerstreuen. "Deutsche Sparguthaben sind von der Zypern-Krise nun wirklich nicht betroffen", sagte Fahrenschon den Dortmunder "Ruhr Nachrichten".

    weiter hier: http://www.t-online.de/wirtschaft/sc...fuerchten.html
    Und hier die dazugehörige Umfrage:

    Was denken Sie - sind unsere Spareinlagen in Deutschland noch sicher?

    Es haben 26979 Besucher abgestimmt
    Die Regierung garantiert für private Spareinlagen, also Ja.

    24%
    (6483 Stimmen)

    Nein, ich vertraue der Regierung nicht.

    72%
    (19417 Stimmen)

    Weiß nicht.

    4%
    (1079 Stimmen)
    Unglaubliche 24% unterliegen dem Irrglauben, dass die Regierung etwas garantieren kann/will! Ich fasse es nicht!

    In einer aktuellen Stellungnahme zur Enteignung von Bankeinlagen in Zypern sagt Marc Friedrich, Co-Autor von “Der größte Raubzug der Geschichte“, dass eine neue Eskalationsstufe der Bankenrettung erreicht sei. “Es ist eine Farce, was derzeit passiert.“ Das gelte im Übrigen auch für die erneuerte Einlagengarantie durch die Bundesregierung.

    Interview hören (Start, Pfeil links oben!): http://snd.sc/ZSkQhr
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  5. #45
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    EZB wusste von Geldwäsche in Zypern schon vor dem EU-Beitritt

    So, Zypern ist noch lange nicht erledigt! Weiter geht's!

    Die EZB wusste von den russischen Milliarden in Zypern – und zwar bereits ein Jahr vor dem EU-Beitritt des Landes. Der EU-Beitritt Zyperns wurde dennoch vorangetrieben. Denn das internationale Finanzsystem ist ein Schneeballsystem, in dem jeder Neuzugang willkommen ist. Der Euro dient als riesige Waschmaschine - solange keiner den Strom abdreht.

    Einer der Gründe, warum Zypern nun in die Knie gewungen werden müsse, sei das gigantische Problem der Geldwäsche. Die Klage über die Mißstände wird von allen geführt, vor allem von den Rettern: EU, EZB und IWF werden nicht müde zu betonen, dass es nicht gegen die kleinen Leute gehen, sondern gegen die großen Geldwäscher. Im europäischen Volksmund werden sie russische Oligarchen genannt.
    Eine Überraschung?
    Mitnichten. Denn nun stellt sich heraus: Die Europäische Zentralbank war über das Geldwäsche-Problem seit langem im Bilde. Im Grunde wussten die Währungshüter alles – und zwar schon vor dem EU-Beitritt der Mittelmeer-Insel.
    Die EZB habe gewusst, dass Russisches Geld nach Zypern fließt, sagt Yasen Iliev, Investmentbanker des Beratungsunternehmens New Europe Corporate Advisory, in Sofia. 2007 erwähnt der Konvergenzbericht der EZB großen Kapitalzustrom nach Zypern. „In den Jahren 2004 bis 2006 kamen viele der Gelder, die das zypriotische Leistungsbilanzdefizit finanzierten, aus Kapitalzuströmen, bestehend aus ausländischen Einlagen und Krediten“, so der Report. Diese „fremden Investitionen“ betrugen beträchtliche 11,3 Prozent des BIP im Jahr 2006. Diese Kapitalzuflüsse hätten das Leistungsbilanzdefizit zwischen 2004 und 2006 sogar überstiegen, so dass Zypern in dieser Zeit weitere Währungsreserven anhäufen konnte.
    Eine auf der EZB-Website veröffentlichte Datentabelle zeigt, dass 2011 ausländische Einlagen in Zypern mit 19,2 Milliarden Euro einen Höchststand erreichten (siehe Grafik). Die ausländischen Gelder überstiegen sogar die Wirtschaftskraft Zyperns um eine Milliarde Euro.
    Technisch wäre es unmöglich, dass es man es nicht gewusst hätte. „Große Ungleichheiten innerhalb des BIP, zum Beispiel der überdimensionierte Bankensektor, waren eine Zeitbombe die von Studenten der Makroökonomie leicht zu erkennen waren, geschweige denn von Bankern der Zentralbank“, sagte Iliev dem EUObserver. Die Zyprioten hätten wohl gedacht, die Party würde unendlich weitergehen. „Die Faustregel in Brüssel und Frankfurt war ‚lasst sie’, wahrscheinlich wegen Zyperns Streit mit der Türkei oder weil die Wirtschaft der Insel zu klein war, um sich darum zu kümmern.“ Die Konsequenz sei, dass die Zyprioten wie Kinder aufwuchsen, die wussten, dass ihre Eltern manchmal wütend auf sie seien, sie aber nie aus dem Haus werfen würden, so Iliev.
    Wie die Daten der EZB zu Zypern zeigen, erreichten die Kapitalzuflüsse aus dem Ausland 2011 einen Höhepunkt (Grafik: EZB).

    Zypern in die Eurozone zu lassen, hätte weniger mit Wirtschaftslehre als Politik zu tun, argumentiert Peter De Keyzer, Chef-Ökonom der Bank BNP Paribas in Brüssel. De Keyzer ist erstaunt, dass nach dem Fiasko in Zypern nächstes Jahr auch Lettland der Eurozone beitreten soll. „Bei allem nötigen Respekt für was sie erleben mussten und erreicht haben – das ist erneut eine politische Entscheidung die nichts mit Wirtschaftslehre zu tun hat.“
    Warum aber haben EZB und EU den Beitritt dann nicht verhindert? Warum haben sie nicht viel früher reagiert?
    Die Erklärung liegt in der Natur der Sache: Das internationale Finanzsystem ist zu einem globalen Schneeball-System entartet. Zu einem solchen System gehört wesentlich, dass immer neue Gelder in den Topf fließen, damit die alten Spieler ausbezahlt werden können.
    Je mehr neue Mitgieder, desto unübersichtlicher und damit unkontrollierbarer wird das Spiel. Die Komplexität steigt mit jedem neuen Mitglied im selben Maß, wie die Transparenz geringer wird.
    Es ist wesentlich für das Euro-System , dass es immer weiter wächst. Wenn es zu wuchern beginnt wie ein Krebs-Geschwür, haben die Spieler vom Finanz-Kasino längst kassiert.
    Es mag ja durchaus sein, dass es in der EU auch einige Gutgläubige gibt, die tatsählich der Meinung sind, dass ein EU-Beitritt für jeden Kandidaten den Himmel auf der Erde bedeutet.
    Paradiesische Zustände bedeutet das unkontrollierbare Wachsen allerdings nur für die Finanzindustrie. Sie können Schrottpapiere erzeugen verbiefen, was das Zeug hält. Sie bekommen immer neue Assets in die Hände, um neue Asset Backed Securities (ABS) auf den Markt zu werfen. Jörg Asmussen, heute EZB-Außenminister, ist der Meister der ABS. Er ist der Mann, nach dessen Pfeife Europa tanzt (hier).
    Ob die Assets nun serbische Stahlwerke, slowenische Bauernhöfe oder lettische Banken sind, ist gleichgültig.
    Am Ende des Spiels steht dann der Bailout, oder, wie in Zypern, der Bail-In: Die Steuerzahler in Europa zahlen die End-Abrechnung.
    Damit wenigstens die Endabrechnung nicht zu kompliziert wird, hat das Kasino eine einheitliche Währung ausgegeben: Der Euro ist für die einen das Spielgeld. Für die kleinen Leute wird er dagegen immer mehr zum Alptraum.

    Quelle: http://deutsche-wirtschafts-nachrich...che-in-zypern/
    Dadurch, dass immer wieder die Russen erwähnt werden, wird es auch nicht besser! Die Frage sollte eher lauten: Wer noch?

    Antwort darauf gibt es mal wieder von wo? Von Links!

    Die Sicherheit der Sparguthaben - Das klingt ja nach Bananenrepublik Gregor Gysi Linke 21.03.2013
    Dann sind da noch die, die einem ständig Angst machen wollen.

    Ankara warnt vor Ausbeutung von Gasvorräten auf Zypern

    Die Türkei wird laut ranghohen türkischen Beamten gegen jegliche Versuche Zyperns vorgehen, die Erdgasvorkommen in seinem Territorialgewässer für die Mobilisierung von Investitionen und die Rettung der eigenen Wirtschaft einzusetzen. „Diese Vorkommen gehören den beiden Volksgruppen, und deren künftige Ausbeutung darf nicht ausschließlich vom Willen Südzyperns abhängen“, sagte eine Quelle in der türkischen Regierung der Agentur Reuters. „Wir könnten diese Frage nicht nur in der Europäischen Union aufwerfen, sondern auch andere politische und rechtliche Kanäle nutzen“, fügte die Quelle hinzu, ohne auf Einzelheiten einzugehen. Wenn Nicosia bis zum Montag nicht etwa sechs Milliarden Euro für die Tilgung der internationalen Anleihen sammelt, so drohen Zypern der Finanzzusammenbruch und der Ausstieg aus der Eurozone. Die Behörden des Landes versprechen, die Kredite mit Einnahmen aus Gasvorkommen zu tilgen. Die Gasvorkommen, die in den letzten zehn Jahren entdeckt worden waren, sind die größten am Schelf Südzyperns. Im Herbst 2012 hatten Amtspersonen die dortigen Gasvorräte auf 1, 7 Billionen Kubikmeter geschätzt. Der Reingewinn aus ihrer Ausbeutung soll über 800 Milliarden Euro betragen.

    Quelle: http://german.irib.ir/nachrichten/item/218801

    Was haben die da eigentlich zu sagen???

    Diese und andere Fragen stellen sich die zunehmend aufgeklärten Deutschen immer öfter!

    ‘Money won’t support people in Cyprus, it will support banks’ – German economist


    Cyprus must raise US$7.5 billion before Monday to secure a $13billion loan from the EU and IMF. The debt-laden island faces pressure to downsize its banking sector. German economist Harry Bean told RT why Berlin insists Cyprus stop being a tax haven.
    Germany has recently taken the toughest stance on the Cyprus rescue deal, slamming Nicosia's decision to create a solidarity fund made up of pensions, property and future gas earnings.

    “Don’t forget that we’re heading for elections in Germany. Rescue packages that we’ve gone through in the past have been totally unpopular with the German taxpayer. Going ahead now with similar solution to what we had in the past - you just cannot sell it to the German taxpayer,” Harry Bean told RT.

    On Sunday, Cypriot President Nicos Anastasiades traveled to Brussels hoping to reach consensus with eurozone finance ministers on the rescue plan aimed at preventing his country from going bankrupt.

    “Those negotiations with Cyprus are very complicated. Every party has to keep up its bargaining power. It’s like game theory: you have to be on guard, you have to bluff… God knows what will happen,” the German economist noted.

    Germans feel tired of paying multi-billion dollar bills for failing European economies.

    “Ask Germans – we’re not saying we shouldn’t help Cyprus. Germans know that at the end of the day the money, the loans, the guarantees - whatever you want to call it – does not support the people in Cyprus. It’s supporting the banks, the banks’ owners, it’s supporting Wall Street, it’s supporting the equity bubble. That’s the whole issue here,” Bean added.

    Cyprus hoped to secure help from Russia. However, the two-day negotiations between Cyprus' finance minister and his Russian counterpart failed to provide anything tangible. Michalis Sarris left Moscow empty-handed on Friday after Russia said it would not help out Cyprus before it agrees a bailout deal with the EU. It's been reported Sarris was asking for a $5 billion loan, but had no luck.

    On Friday the discussion about the rescue plan for Cyprus’ financial crisis was postponed. It’s supposed to stipulate limits on financial transactions, the division of the country’s second biggest bank and the creation of an ‘investment solidarity fund’.

    If the creditors do not approve the plan until Monday, the island may go bankrupt and drop out of the euro currency zone.

    Quelle: http://rt.com/op-edge/germany-cyprus-rescue-deal-747/
    Also, wir wissen, dass das Geld niemals beim zyprischen Volk, sondern nur bei den Banken und deren Aktionären, etc., landen wird!
    Was wir aber (bisher) nicht wussten, ist folgendes:

    Zypern braucht wohl bis zu zwei Milliarden Euro mehr

    Das finanziell schwer angeschlagene Euroland Zypern braucht offenbar deutlich mehr Geld zur Rettung seiner Banken und zur Stabilisierung seines Staatshaushalts als bislang verhandelt. Die zunächst geschätzten 17 Milliarden Euro reichten nicht aus, berichtete die Tageszeitung "Die Welt" vorab. Der genaue Betrag stehe noch nicht fest. Mehrere Personen im Umfeld der Troika aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) sagten der Zeitung, dass sich der Mehrbedarf auf ungefähr zwei Milliarden Euro belaufen könnte.

    Eine Ursache für eine Ausweitung des Rettungspakets sind die Verwerfungen durch die Schließung der Banken, die bereits eine Woche andauert. Auch sollen die Wirtschaftsdaten des Inselstaats schlechter ausfallen als bislang angenommen.
    Gespräche "in einer heiklen Phase"

    Derweil rückt das vom Staatsbankrott bedrohte Zypern immer näher an den Abgrund heran. Wenige Stunden vor einer Sondersitzung der Euro-Finanzminister suchte Präsident Nikos Anastasiades am Sonntagnachmittag in Brüssel unter anderem mit EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy nach Lösungsmöglichkeiten. "Die Gespräche befinden sich in einer heiklen Phase. Die Situation ist sehr schwierig", sagte Zyperns Regierungssprecher Christos Stylianides vor dem Beginn der Unterredungen.

    Zyperns Frist läuft am Montag ab

    Und die Uhr tickt: Liegt bis Montag keine Lösung vor, will die Europäische Zentralbank (EZB) von Dienstag an Zypern den Geldhahn zudrehen. Dann würde die Wirtschaft binnen Kurzem zusammenbrechen. Welche konkrete Lösung für das Mittelmeerland erörtert wurde, war zunächst nicht bekannt.
    Am Tisch mit Anastasiades und Van Rompuy saß dem Vernehmen nach auch EU-Kommissionschef José Manuel Barroso. Gespräche mit IWF-Chefin Christine Lagarde, EZB-Präsident Mario Draghi, Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem und EU-Währungskommissar Olli Rehn waren ebenfalls geplant. Anastasiades wurde laut Staatsradio von Finanzminister Michalis Sarris und der Führung der Zentralbank Zyperns begleitet.

    Wirtschaftsweiser: Zypern will Geldgeber erpressen

    Der Wirtschaftsweise Lars Feld hat indes die Eurostaaten vor Nachgiebigkeit gegenüber Zypern gewarnt. "Ein Bankrott Zyperns hat seinen Schrecken verloren. Die Situation wäre für die Eurozone absolut beherrschbar", sagte Feld der "Bild"-Zeitung. Er warf der zyprischen Regierung vor, Eurostaaten und Troika bis zum Schluss "erpressen" zu wollen.
    "Es ist entscheidend, dass die Troika und die Euro-Regierungschefs sich das nicht bieten lassen und nicht nachgeben", sagte Feld. Eine Währung dürfe nicht "zum Bestandteil politischer Erpressung werden, sonst wird sie ganz schnell butterweich".

    Quelle: http://www.t-online.de/wirtschaft/sc...euro-mehr.html
    Dagegen wissen wir wiederum, dass dies ein absoluter Mainstream-Lügen-Artikel ist! Unschwer zu erkennen! Zypern erpresst die EU, wie lachhaft ist das denn???

    Aufgrund der im folgenden beschriebenen Maßnahmen (und weiterer zu befürchtender!) sollte Zypern (das Volk!) die einzig richtige Entscheidung treffen: Raus aus dem Euro! Island hat es vorgemacht und denen geht es wieder gut!

    Zypern aktuell: Nur noch 100 Euro aus dem Geldautomaten


    Bei den beiden grossen Banken, Laiki und Bank of Cyprus, gibt es seit heute Mittag für jeden Kontoinhaber nur noch 100 Euro am Geldautomaten. Die Laiki Bank, die jetzt vom Staat abgewickelt wird, hatte bereits am Donnerstag das Limit von 1.000 auf nur noch 260 Euro herunter gesetzt. Die neue Massnahme gilt mindestens bis Dienstag, wenn die Bankschalter wieder öffnen sollen.
    Derweil tagt in Brüssel soeben die Eurogruppe. Mit Verspätung allerdings, weil Zyperns Regierungschef vorher noch mit IWF, EZB und anderen konferieren will. Der Beschluss einer 20-prozentigen Zwangsabgabe auf Einlagen über 100.000 Euro wird erwartet.
    Der Finanzminister vom Luxemburg, Luc Frieden: “Die Eurogruppe hat die Verpflichtung, eine Übereinkunft für die Rettung Zyperns zu finden, weil die Stabilität der Eurozone als Ganzes auf dem Spiel steht.”

    Quelle: http://uhupardo.wordpress.com/2013/0...geldautomaten/
    Weitere Kommentare zum undemokratischen dogmatischen EU/RO Politik-Blablabla erspare ich mir!

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    Bombe vor zyprischer Bank



    An explosion has occurred outside of a Bank of Cyprus branch in Limassol, according to sources enikos.gr and SigmaLive. The blast was caused by an "improvised explosive device," according to an English translation of the SigmaLive report. A YouTube video available from NewsitCy Cyprus, available above, appears to show the aftermath of the explosion. Per an initial Google translation of the enikos.gr article, "the blast destroyed the window of a branch of the Bank and created small fire which katasvistike from the Fire. The area has been blocked by the Cypriot police." The enikos.gr story also reports an additional explosion. According to The Guardian, there have been "no reports of any injuries." Cyprus yesterday agreed to a levy on some deposits at the Bank of Cyprus, Reuters reports.

    Quelle: http://hisz.rsoe.hu/alertmap/site/?p...0325-38631-CYP
    Galt das nun der Bank oder will man die Leute von den Automaten fernhalten?

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  7. #47
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    Zypern bekommt 2. Hilfspaket in einer Woche – Wirtschaft vor Abgrund

    Zypern ist vorerst gerettet, wenn man das überhaupt so ausdrücken kann. In der Nacht um kurz nach 02:00 Uhr nahm die Eurogruppe der Finanzminister eine Einigung, die Zypern zuvor mit der Troika ausgehandelt hatte, an. Zypern wird jetzt seine Finanzindustrie radikal abspecken. Die Zahl der Opfer ist unbekannt. Wann die Banken wieder öffnen ebenfalls. Dienstag scheint nicht sicher zu sein. Welche Kapitalkontrollen nun genau eingeführt werden, vermochten die Mitglieder der EU, der Eurozone und des IWF in der Pressekonferenz nicht zu sagen. Der Deal führt zur Abwicklung der Laiki-Bank, deren Vermögensanteile in die Bank of Cyprus übergeführt werden. Die Bank of Cyprus übernimmt auch die 9 Mrd. Euro Notkredite, die die Laiki von der EZB erhalten hatte. Einlagen unterhalb 100.000 Euro sind geschützt und sollen nicht angetastet werden. Bei den Einlagen in der Bank of Cyprus oberhalb des Limits von 100.000 drohen bis zu 40% Zwangsabgabe. Einlagen in der Laiki Bank in dieser Kategorie sind annähernd oder komplett verloren. Stimmt der Bericht der FAZ vom Wochenende (siehe vorheriger Blog-Eintrag), woran ich nicht zweifle, dann haben Russlands Oligarchen und andere Großkunden in der vergangenen Woche trotz geschlossener Banken einiges Geld aus dem Land gebracht. Inwiefern sich dieser Aderlass in dem Deal mit den Gläubigern Zyperns spiegelt, vermag ich nicht zu sagen. Wir bekamen in der Nacht nicht einmal detaillierte Angaben zum Umfang der Einlagen oberhalb der Sicherungsgrenze von 100.000 Euro bei der Laiki Bank. Es ist das zweite Paket, das für die Rettung von Zypern vor einem Finanz-Kollaps binnen einer Woche geschnürt wird. Das erste wurde nach drei Tagen im Parlament des Landes wegen der höchst umstrittenen Teil-Enteignung von Einlagen auch unter 100.000 Euro abgelehnt. Die Drohung der Europäischen Zentralbank, am heutigen Montag ohne einen Deal den Hahn für weitere Kredite abzudrehen, hatte schwierige, emotionale und verfahrene Verhandlungen ausgelöst, in deren Verlauf Zyperns Präsident Nicos Anastasiades mit dem sofortigen Rücktritt gedroht haben soll. Das zyprische Bankensystem hatte sich bis auf ein Volumen von 750% des Insel-BIP aufgebläht. Das ist mehr als doppelt so viel wie im Schnitt der Eurozone. Russische Kunden, darunter einige Oligarchen, haben schätzungsweise 20 Mrd. der 68 Mrd. Euro Einlagen in den Banken der Insel (gehabt). Jetzt ist der Weg frei für die 10 Mrd. Euro Hilfe seitens der Eurozone. Ob und wie stark sich der IWF beteiligt, vermochte IWF-Chefin Christine Lagarde gestern Nacht nicht spontan zu sagen. Sie wolle aber dafür plädieren. Damit ist die flächendeckende Teil-Konfiszierung von Einlagen erst einmal abgewehrt. Doch der lokalen Wirtschaft droht massive Kapitalflucht und ein jäher wirtschaftlicher Absturz, der überwiegend auf 20-25% des BIP veranschlagt wird. Das ist jetzt die große Gretchenfrage: Wie soll ab Dienstag eine Wirtschaft funktionieren, die nicht weiß, wann ihre Banken wieder öffnen, in der viele Firmen gar nicht wissen, ob ihr Firmenkonto ausgelöscht ist, in der strikte Kapitalkontrollen eingeführt werden, in der viele Bankkunden gar nicht wissen, was von ihren Einlagen oberhalb jener Grenze von 100.000 Euro übrig bleiben wird ? Man kann sich das ganze Drama nur versuchen auszumalen. In der Nacht gab es die ersten Anschläge auf Bankzweigstellen auf der Insel. Proteste, Streiks, weitere Anschläge, Tausende Entlassungen – und mehr – werden folgen. Mein Gefühl sagt mir, eine Pleite des Landes und ein Austritt aus dem Euro sind nur vertagt, der Aderlass wird sehr schnell weitere Maßnahmen erfordern. Ob sich das vor der Bundestagswahl bewerkstelligen – und durchsetzen – lässt, ist fraglich. Zyperns Parlament muss diesmal nicht zustimmen. Vor einer Woche, in dem ersten – und geplatzten – Deal, wurde eine flächendeckende “Steuer” vorgesehen, daher musste das Parlament zustimmen. Diesmal gibt es einen “Haircut” nur für unversicherte Einlagen bei der Bank of Cyprus und Laiki. Eine solche “Restrukturierung” erfordert nicht die Zustimmung der Abgeordneten. Diese haben am Freitag neun verschiedene Gesetze verabschiedet, mit denen sie jetzt die Abrissbirne an das lokale Bankensystem ansetzen können. Moody´s hat in der Nacht sofort reagiert und den Zypern-Deal als negativ für die Kreditwürdigkeit nicht nur der Banken in Zypern bezeichnet, weil er einen bedeutenden Schritt in Richtung weniger systemischer Unterstützung darstellt. Wie groß der Schaden für Zyperns Banken aus weiterer Kapitalflucht sein wird, das entscheiden die kommenden Kapitalkontrollen, zu denen wir sicher heute im Tagesverlauf Details hören werden. Je länger sie anhalten – und je strenger sie ausfallen – desto mehr wird die Inselwirtschaft implodieren. Abhebungen an Geldautomaten scheinen vorerst auf 100 Euro pro Tag beschränkt zu sein. Ob der Gesamtumfang des Deals jetzt noch 17 Mrd. umfasst, vermochte in der Nacht keiner der Beteiligten verbindlich zu sagen. Das gilt auch für den Umfang, den Zypern selbst bereitstellen muss. Die Kapitalmärkte reagierten in der Nacht zunächst positiv auf die ersten Details des Deals. Die Asienbörsen starteten ins Plus, der Euro schwang sich über die 1,30 zum Dollar, die DOW Futures legten 51 Punkte zu. Was wir jetzt vor uns liegen haben ist wieder eine Lösung, die sich nicht lange als solche erweisen wird. Es muss nachgebessert werden, weil entweder zu viel Geld aus Zypern flieht und die Banken aushöhlt, oder weil die Kapitalkontrollen solche Kapitalflucht lange und strikt verhindern und damit die Konjunktur völlig erdrosseln. Die Börsen sehen das freilich anders. Ihre Lesart ist klar: Auch diesmal wurde das Feuer wie erwartet gelöscht, so wird es bei jeder folgenden Krise sein. Das ist wie bei Junkies. Der nächste Schuss führt jedes Mal zurücks ins Paradies, bis der nächste Absturz kommt. Und irgendwann endet der Trip in der Hölle. Die Russen werden sich jetzt vermutlich von Zypern abwenden, dann entfällt ohnehin das aktuelle Geschäftsmodell der Insel. Die Bankkunden anderswo in Europa werden ihre ganz eigenen Schlussfolgerungen ziehen und ihre Barbestände zuhause aufstocken. Und Banken haben ab sofort auch eine ganz neue Qualität. Sie gelten jetzt aus der Sicht von kleinen Sparern und Kontoinhabern als potentielles Bermuda-Dreieck.

    Quelle: http://blog.markusgaertner.com/2013/...droht-absturz/
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  8. #48
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    JPMorgan erwartet Ende des freien Bank-Kontos in Europa

    Zypern wird JPMorgan zufolge kein Einzelfall bleiben. Die eingeführten Kontrollen des Geldverkehrs werden nach und nach auf andere EU-Länder übergreifen: Damit müssen sich die Europäer auf Limits bei Abhebungen und Überweisungen einstellen.

    weiter hier: http://deutsche-wirtschafts-nachrich...tos-in-europa/
    Wo kommt denn auf einmal das "Wenn" her?

    Schäuble: Spareinlagen sind sicher, wenn es keine Staatspleite in Europa gibt

    Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble sagt, die deutschen Spareinlagen sind sicher – sofern nicht ein europäisches Land zahlungsunfähig wird. Damit räumt Schäuble erstmals ein, dass der Euro-Crash von den deutschen Sparern bezahlt werden wird. Allerdings hält Schäuble die Vorstellung, ein Land könne pleitegehen, für „unrealistisch“.

    weiter hier: http://deutsche-wirtschafts-nachrich...n-europa-gibt/
    Die 100.000 in seiner Schublade waren ja auch nicht real!

    Zypern-Deal: EU übernimmt Kontrolle über Bank-Guthaben in Europa

    Der Deal Zyperns mit der EU bedeutet die Übernahme der Kontrolle aller europäischen Bank-Guthaben durch die EU. Wer sein Geld auf die Bank getragen hat, hat ab sofort keine Sicherheit mehr, dass er es jemals wiedersieht. Ab sofort sind alle Banken in der Euro-Zone offizielle Hausbanken der Bürokraten in Brüssel.

    weiter hier: http://deutsche-wirtschafts-nachrich...ben-in-europa/
    Die Zerstörung des Mittelstandes in Zypern! Dann können die "Grossen" wieder sehr günstig einkaufen (privatisieren).

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  9. #49
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    Hilfspaket: Die gefährlichen Folgen der Zypern-Rettung

    Den größten Unfall haben die Euro-Finanzminister gerade noch verhindert. Doch auch wenn Zypern zunächst gerettet wird: Das Drama der vergangenen Tage könnte verheerende Folgen für das Land und die gesamte Währungsunion haben.
    Hilfspaket ist abgesegnet

    Erschöpft sahen die Verhandlungsführer in Brüssel gegen zwei Uhr morgens aus, übermüdet und abgespannt. So richtig nach Feiern war den Beteiligten nicht zu Mute - weder den Rettern, noch den Geretteten. "Wir haben sicherlich Zeit verloren", sagte Wolfgang Schäuble, nachdem die Euro-Finanzminister am frühen Montagmorgen ein Hilfspaket für Zypern gebilligt hatten.
    Die Lage des Landes habe sich nicht verbessert, erklärte der deutsche Minister. "Das ist bitter, auch für Zypern." Schäubles Amtskollege aus Nikosia gab sich zerknirscht: "Es wäre unrealistisch zu sagen, dass wir keine bedeutenden Verluste erleiden."

    Es gibt keine Gewinner Lüge!!!

    Auch wenn es so aussieht, als habe die Brüsseler Rettungs- und Kompromissmaschinerie am Ende doch wieder gewohnt zuverlässig funktioniert - diesmal ist etwas anders: Es gibt in diesem Drama um Zypern keine Gewinner. Alle haben irgendwie verloren.
    Die Eurozone hat das Problem an ihrem äußeren Rand lange unterschätzt. Wie soll ein Staat mit weniger als einer Million Einwohnern, der gerade mal 0,2 Prozent der Wirtschaftsleistung des Währungsraums ausmacht, zur Gefahr für den Euro werden? Die vergangenen Tage haben gezeigt, wie genau das passieren kann. Es war ein Rettungsdesaster, das mehr hinterlassen wird als einen Kratzer im Euro-Vertrauen.

    Aus für aufgeblähten Bankensektor

    Dabei ist der Plan, der nun am Ende heraus kam, das Beste, was in dieser Situation möglich war. Er setzt dort an, wo das zyprische Problem entstanden ist: im aufgeblähten Bankensektor. Von dem wird nicht mehr viel übrig bleiben. Die zweitgrößte Bank Laiki soll sogar ganz geschlossen und abgewickelt werden. Lediglich Sparer bis 100.000 Euro sollen ihre Guthaben behalten können, alle anderen Beteiligten werden viel Geld verlieren, wenn nicht sogar alles: Das gilt für Aktionäre, Anleihenbesitzer und betuchte Kunden.
    Dem anderen großen Geldhaus des Landes wird es nur unwesentlich besser ergehen: Die Bank of Cyprus soll zwar überleben, wird aber kräftig schrumpfen. Sie muss die Schulden des Konkurrenten Laiki bei der zyprischen Notenbank übernehmen - immerhin rund neun Milliarden Euro.

    Reiche werden kräftig zur Kasse gebeten

    Aktionäre, Gläubiger und reiche Kunden werden so viel Geld verlieren wie nötig, um die Bank wieder krisenfest zu machen. Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg sollen Guthaben über 100.000 Euro bis zu 40 Prozent ihres Wertes verlieren.
    Das ist das einzig Gute am zyprischen Drama: Es zeigt, dass man eine bedeutende Bank abwickeln und eine zweite schrumpfen kann, ohne dass die Finanzmärkte verrücktspielen.Im Gegenteil: An den Börsen schossen die Kurse am Montag sogar nach oben. Der deutsche Aktienindex DAX eröffnete ein Prozent im Plus. Der Euro Stoxx 50 legte sogar um 1,3 Prozent zu.

    Rettung mit Folgen

    Das war es dann aber auch schon fast mit den positiven Nachrichten. Sicher, Staatsbankrott und Euro-Austritt sind fürs Erste verhindert. Doch der Fall Zypern wird Folgewirkungen haben - für das Land selbst und für die Eurozone:
    - Sparer in Krisenländern können sich in Zukunft nicht mehr uneingeschränkt auf die staatliche Einlagensicherung verlassen. Auch wenn am Ende nur Guthaben über 100.000 belastet werden: Der erste Vorschlag zur Zypern-Rettung hat gezeigt, dass die Euro-Finanzminister offenbar auch keine Probleme damit haben, den Kleinsparern ans Geld zu gehen. Daran werden sich die Bankkunden in Spanien, Portugal oder Griechenland erinnern, wenn es mal wieder um die Rettung ihres Landes geht - genauso wie an die in Zypern eingeführten Beschränkungen für Bargeldabhebungen und Überweisungen. Es ist das erste mal, dass der freie Kapitalverkehr innerhalb der Eurozone eingeschränkt wird.

    - Deutschland ist die ungeliebte Hegemonialmacht in der Eurozone. Das war zwar auch schon vorher so. Doch das Auftreten der Bundesregierung im Kampf um die Zypern-Rettung hat den Unmut vieler Menschen in den Krisenländern noch einmal verschärft. Die Kluft zwischen Schuldner- und Gläubigerstaaten ist weiter gewachsen.

    - Zypern wird womöglich schon bald wieder ein Fall für den Rettungsschirm. Fürs Erste bekommt der Staat zwar zehn Milliarden Euro, um seinen Haushalt zu sanieren. Doch die Frage ist, wie lange das Geld reichen wird. Durch die zehn Milliarden Euro aus dem europäischen Rettungsfonds ESM werden die Schulden des Landes auf bis zu 140 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung steigen. Zypern wird damit nach Griechenland zum Land mit der zweithöchsten Schuldenquote in der Eurozone. Und dieser Wert steigt automatisch weiter, wenn die zyprische Wirtschaft schrumpft.

    - Eine schwere Rezession scheint unausweichlich. Zyperns Geschäftsmodell ist ruiniert. Der Finanzsektor war bisher neben dem Tourismus der wichtigste Wirtschaftszweig des Landes. Er wird nun so stark eingedampft, dass er künftig nur noch eine untergeordnete Rolle spielen wird. Zudem sieht die Einigung mit den Euro-Finanzministern vor, dass auch die Kapitalertragssteuer und die Unternehmensteuer erhöht werden. Unter diesen Umständen werden die reichen Russen, Ukrainer und Briten, die Zypern bisher gerne als Steueroase und Geldspeicher genutzt haben, wohl die Lust auf das Land verlieren. Wo künftig das Wirtschaftswachstum herkommen soll, ist unklar.

    Quelle: http://www.t-online.de/wirtschaft/sc...en-folgen.html

    Eurogruppen-Chef versenkt den DAX

    Schrecken in Frankfurt: Nach einem von der Zypern-Rettung verursachten Kurslauf bis auf 8028 Punkte hat der DAX hat am Montag ins Minus gedreht. Für Entsetzen sorgte eine Aussage von Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem - der sieht offenbar die Enteignung von Sparern als Modell für die Zukunft. Der Leitindex notierte zuletzt 0,6 Prozent im Minus bei 7865 Punkten.

    weiter hier: http://www.t-online.de/wirtschaft/bo...nline-de-.html
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  10. #50
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    Zu Tode gerettet: Zypern bekommt das volle Troika-Paket

    Nun steht es also, das abgewandelte “Rettungspaket” für Zypern. Die zentralen Punkte: (1) (2)

    • Zypern erhält Hilfskredite von bis zu 10 Milliarden Euro – größtenteils aus dem Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM). Der Anteil des Internationalen Währungsfonds (IWF) steht ebenso wie der für die Hilfskredite geforderte Zinssatz noch nicht fest. Die Hilfen dürfen nicht zur Stützung der angeschlagenen zyprischen Großbanken verwendet werden.
    • Beim Eigenanteil in Höhe von 5,8 Milliarden Euro zur Rettung des Inselstaates, der bei den Anlegern der zyprischen Banken abgeschöpft werden soll, ist es geblieben.
    • Einlagen unter 100.000 Euro werden nicht angetastet – die jetzt angeblich sowieso nie jemand wollte –, sondern nur noch die darüber. Wie sehr, das steht noch nicht genau fest. Klar ist indes, dass die Abgabe bei den beiden Problembanken Laiki Bank und Bank of Cyprus noch deutlich höher sein wird als bei allen anderen Banken.
    • Zyperns Bankensektor soll bis 2018 auf ein – gemessen am EU-Durchschnitt – in Relation zur Wirtschaftsleistung des Inselstaates normales Maß schrumpfen.
    • Die Laiki Bank wird aufgespalten und abgewickelt, der überlebensfähige Teil an die Bank of Cyprus übertragen. Letztere muss jedoch massiv schrumpfen und zwar auf eine Größe, bei der eine Eigenkapitalquote von 9 Prozent erreicht wird. Das soll zu Lasten ihrer Aktionäre, Gläubiger und Kunden mit Einlagen über 100.000 Euro geschehen. Alle Einlagen über 100.000 Euro werden zu diesem Zweck in Aktien der Bank umgewandelt. Mit der Zwangsabgabe sollen so insgesamt 4,2 Milliarden zusammenkommen.
    • Die restlichen Eigenmittel und die Mittel für den Schuldendienst soll Zypern über Steuererhöhungen, Ausgabensenkungen und die Privatisierung von staatlichen Unternehmen aufbringen. Mit anderen Worten bekommt jetzt auch Zypern das volle Troika-Paket.

    Zypern konnte sich demnach offensichtlich nicht mit seinem Plan durchsetzen, die geforderten 5,8 Milliarden über einen sogenannten Solidaritätsfonds aufzubringen, wobei Goldreserven der Notenbank sowie Mittel der Orthodoxen Kirche und aus der Rentenkasse als Sicherheiten für auszugebende Notanleihen zur Finanzierung der Restrukturierung der Problembanken hätten dienen sollen.
    Durch das Rettungspaket wird Zyperns Staatsverschuldung deutlich steigen, auf etwa 150 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Sie soll aber durch die vereinbarten Maßnahmen bis Ende 2020 auf 100 Prozent sinken. (3)
    Zur Orientierung: Laut IWF lag die Staatsschuldenquote Zyperns in den Jahren 2007 bis 2009 unter 60 Prozent, stieg in 2010 zunächst auf 61,5 Prozent, in 2011 auf 71,6 Prozent und lag 2012 bei geschätzten 87,3 Prozent. (4) Die Staatsschuldenquote Zyperns lag damit in den Jahren 2007 bis einschließlich 2011 noch unter der von Frankreich und von Deutschland. (5) In Griechenland war sie indes im gleichen Zeitraum von 107,5 Prozent kontinuierlich bis auf über 170 Prozent (2012) gestiegen. (6)
    Zyperns Probleme rühren nicht von unsolider Haushaltsführung. Es sind die beiden hoch verschuldeten zyprischen Großbanken, die Zyperns Finanzprobleme verursachten. Die Schieflage der Banken ist wiederum im Kern auf hohe Abschreibungen auf Forderungen gegenüber dem griechischen Staat zurückzuführen, die bedingt durch den im März 2012 von der Troika im Zusammenhang mit dem zweiten Rettungspaket für Griechenland durchgesetzten Schuldenschnitt angefallen waren. Insgesamt mussten die privaten Gläubiger Griechenlands 107 Milliarden Euro abschreiben. (7) Die Bank of Cyprus und noch mehr die Laiki Bank waren im Unterschied zu allen anderen Banken in Zypern in Bezug auf Griechenland stark exponiert und wurden infolgedessen vom Schuldenschnitt schwer getroffen. (8)
    Irland und Portugal hatten ebenfalls Probleme mit ihren Banken, die massiv auf die Staatsfinanzen durchschlugen und beide haben sich – so wie jetzt Zypern – unter das Diktat der Troika begeben müssen, um Hilfen von der Euro-Gruppe und dem IWF zu erhalten. Die Daten des IWF zeigen jedoch, dass in beiden Ländern die Staatsschuldenquote trotzdem von Jahr zu Jahr weiter angestiegen ist. In Irland von 25 Prozent (2007) auf 117 Prozent (2012) und in Portugal von 68 Prozent auf 119 Prozent. (9)
    Allein das lässt vom nun für Zypern beschlossenen Rettungspaket nichts Gutes für Zypern erwarten. Anders als Irland und Portugal ist Zyperns Volkswirtschaft jedoch nahezu vollkommen von seinem Finanzsektor abhängig. „Rettungspaket“ ist insofern die völlig falsche Bezeichnung für das, was jetzt in Brüssel für Zypern vereinbart worden ist.
    Der Fall Zypern zeigt, dass letztlich immer ein Grund gefunden wird, um das austeritätspolitische Konzept der Troika durchzusetzen, sobald Finanzhilfen des ESM und des IWF notwendig werden. Zypern konnte eindeutig nicht, wie zuvor den anderen europäischen Schuldenstaaten, vorgeworfen werden, es habe „über seine Verhältnisse gelebt“. Stattdessen wurde Zyperns „Geschäftsmodell“ (10) für gescheitert erklärt – wohlgemerkt, weil lediglich zwei – allerdings große – Banken in die Pleite geschlittert sind (11) und zwar in erster Linie wegen des von den Euro-Rettern im vergangenen Jahr durchgesetzten Schuldenschnitts für Griechenland. Dieses Geschäftsmodell wird allerdings innerhalb der Euro-Zone beispielsweise auch von Luxemburg verfolgt.
    Mit andere Worten: Es sind beides Pauschalurteile, die einer differenzierten Problemanalyse ebenso wenig standhalten können, wie das Standardprogramm der Troika einer differenzierten Erfolgsanalyse.
    Kurzum: Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg.
    So sieht denn auch Europas Zukunft aus. Es erinnert an die Ärzte im alten Rom ( … man muss den Patienten schröpfen, die Adern brauchen Luft!). Man mag gar nicht mehr hinsehen.

    Quelle: http://www.querschuesse.de/zu-tode-g...-troika-paket/
    Na super, alles freut sich!

    Der nächste bitte .......

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