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Thema: Steueroasen - in der Politik bekannt und geduldet ... bisher!

  1. #11
    Super-Moderator Avatar von Stone
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    Deckung

    @Luzifer
    Ist Dir eigentlich bewusst das Geld das Du Dir von einer Bank in Form eines Kredits aufnimmst, zum Grossteil vorher garnicht existent war ?..Sondern erst im Moment Deiner Kreditaufnahme
    entstand ?.... Du aber RICHTIGES Geld für die Zinsen dieses erfundenen Geldes bezahlen must...inklusive der Summe die Du aufgenommen hast ?

  2. #12
    Erfahrener Benutzer Avatar von zottel
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    Und draußen blühen bald die ersten Bäume, dann wollen viele bald wieder ihre Zinsen pflücken gehen.
    Was nicht wachsen kann, wird halt so zurecht gebogen, dass es eben danach ausschaut als läge ein Wachstum vor.
    Halleluja!
    Amen.
    "Immer weigere ich mich, irgendetwas deswegen
    für wahr zu halten,
    weil Sachverständige es lehren, oder auch,
    weil alle es annehmen.

    Jede Erkenntnis muss ich mir selbst erarbeiten.
    Alles muß ich neu durchdenken, von Grund auf,
    ohne Vorurteile."


    Albert Einstein (1879-1955)

  3. #13
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    Daten aus Offshore-Steuerparadiesen gehackt: Etwas ist faul an diesem Skandal

    Das Projekt klingt seriös und beeindruckend. Eine Organisation namens International Consortium of Investigative Journalists (Internationales Konsortium investigativer Journalisten, ICIJ) aus Washington D.C. meldet mit großer Fanfare, sie sei in den Besitz vertraulicher Daten über Kunden von Offshore-Banken aus 170 Ländern gelangt, das Ganze sei »größer als WikiLeaks«.

    weiter hier: http://info.kopp-verlag.de/hintergru...F196FA5CBD1256
    Liebe Grüße
    Bill Gates ist 100% Eugeniker!
    Leute! Denkt immer an: "Teile und herrsche", und fragt Euch wer der "Dritte" ist! Cui bono?
    1 + 1 = 2 (universell und ewig)
    Love, peace and freedom!

  4. #14
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    Linksfraktion will alle Steueroasen trockenlegen

    Nach dem Willen der Fraktion die Linke sollen alle Steueroasen trockengelegt werden. In einem Antrag (17/13129), der am Freitag auf der Tagesordnung des Deutschen Bundestages steht, verlangt die Fraktion den Aufbau einer Bundesfinanzpolizei für die Bekämpfung von Steuerhinterziehung und Steuerumgehung. Außerdem soll sich die Regierung dafür einsetzen, dass alle Bundesländer ihren Steuervollzug verbessern, etwa durch die Einstellung von mehr Fachpersonal. Die Regierung soll das Steuerrecht so reformieren, „dass deutsche Staatsangehörige, unabhängig von ihrem tatsächlichen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt, mit ihrem Welteinkommen und ihrem Weltvermögen in der Bundesrepublik Deutschland unbeschränkt steuerpflichtig sind“. Banken, sonstige Finanzinstitute und Finanzdienstleister sollen zur Herausgabe von steuerrelevanten Informationen herangezogen werden können. Sofern die Informationen nicht gegeben werden, sollen Banken und Institute mit einer Strafquellensteuer in Höhe von 50 Prozent belegt werden. Die Steuer „wird auf sämtliche Zahlungen aus Deutschland erhoben, die an nicht kooperative Finanzinstitute oder an dubiose Empfängerinnen beziehungsweise Empfänger im Ausland fließen“, fordert die Fraktion. In Doppelbesteuerungsabkommen soll der automatische Informationsaustausch in Steuersachen als verpflichtender Standard eingeführt werden. „Bestehende Abkommen mit nicht kooperativen Staaten sind zu kündigen“, wird gefordert.
    Die Linksfraktion erinnert in ihrem Antrag unter anderem an die „Offshore Leaks“ genannte Veröffentlichung, die die Dimension des weltweiten Steuerhinterziehungs- und Steuerumgehungssystems offenbart habe. „Es enthüllt, wie und in welchem Umfang es Reichen in Zusammenspiel mit Finanzinstituten und Steueroasen gelingt, Steuern zu hinterziehen und durch die offensive Nutzung von Steuerschlupflöchern zu umgehen“, schreiben die Abgeordneten und verweisen auf Berechnungen von „Tax Justice Network“, wonach den Staaten weltweit mindestens 148 Milliarden Euro pro Jahr an Steuereinnahmen durch internationale Steuerhinterziehung entgehen.

    Quelle: http://www.bundestag.de/presse/hib/2...13_220/02.html
    Liebe Grüße
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  5. #15
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    AW: Steueroasen - in der Politik bekannt und geduldet ... bisher!

    USA hilft bei Steuerhinterziehung und Geldwäsche!



    Mit Gründung einer anonymen Firma lassen sich in den USA leicht Steuern hinterziehen.
    Die Regierung macht das sogar einfach.
    Was sie im eigenen Land zulässt, wird im Ausland hart verfolgt - vor allem in der Schweiz.

    PlusMinus / ARD
    Video: Steueroase USA

    ... so ein Video im öffentlich Rechtlichen!
    Leider kann ich das Video nicht einbetten.

    LG

  6. #16
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    AW: Steueroasen - in der Politik bekannt und geduldet ... bisher!

    Die grösste Steueroase sind jetzt die USA

    Dienstag, 8. März 2016 , von Freeman um 12:05

    Von mehreren Seiten bin ich angefragt worden, welcher Ort ist der sicherste Hafen, um Geld anonym zu deponieren oder anzulegen. Speziell nachdem in Europa das Bankgeheimnis praktisch überall aufgehoben wurde, einschliesslich in der Schweiz. Das US-Regime hat alle Länder mit Nötigung dazu gezwungen, die Bankdaten von US-Bürgern offenzulegen und automatisch zu melden. Sie mussten sich den US-Gesetzen FATCA und GATCA, sowie den OSZE-Richtlinien über die Preisgabe der Daten, unterwerfen. Interessant ist, umgekehrt gilt das nicht. Die Vereinigten Staaten haben sich NICHT den neuen Richtlinien der OSZE angeschlossen. Das heisst, die USA geben keine Bankdaten von ausländischen Kunden weiter und ist somit die sicherste und grösste Steueroase der Welt geworden. Wieder erweist sich Washington voller Heuchelei und Doppelmoral. Es müssen sich alle Länder an die neuen Regeln halten, nur selber tut man es nicht. Diesen Umstand hat unter anderem die Rothschild Bank genutzt und in den USA eine Stiftung gegründet, wo reiche Ausländer ihr Vermögen sicher parkieren können, befreit von Steuern und den neugierigen Augen der europäischen Behörden.

    Titel: "RENO - Die grösste kleine Steueroase der Welt
    darunter: Die Schweiz ist so vergangenes Jahrhundert

    Nach Jahren der Dresche auf Länder, die Amerikanern geholfen haben ihr Geld zu verstecken, sind die USA zu der führenden Steueroase für reiche Ausländer geworden. Indem Washington selber sich nicht an den Datenaustausch beteiligt, den sie aber allen anderen aufgezwungen hat, fliessen jetzt Milliarden aus dem Ausland in die USA. Es findet ein regelrechte Stampede statt, Geld aus den traditionellen Aufbewahrungsorten wie Luxemburg, der Schweiz oder den Cayman Islands, jetzt in Massen nach Nevada, Wyoming oder South Dakota fliessen zu lassen.

    Peter A. Cotorceanu, ein Anwalt der Zürcher Anwaltskanzlei Anaford AG, schrieb dazu in den Oxfordjournals: "Welche Ironie, wie pervers - dass die USA, die so scheinheilig die Schweizer Banken verurteilt hat, zum Bankgeheimnis-Rechtssystem du jour geworden ist." Er fügte hinzu: "Dieses gigantische Soggeräusch, das Sie hören? Es ist das Geräusch des Geldes, das in Richtung USA fliesst, um der GATCA-Berichterstattung zu entgehen."

    Wenn man wissen will, was in Finanzsystem läuft, muss man nur beobachten, was Rothschild macht. Sie haben in Reno, Nevada nicht weit von den Kasinos Harrah's und Eldorado eine Treuhandgesellschaft eröffnet. Die Gesellschaft ist vollauf damit beschäftigt, das Vermögen der Leute aus Europa, Lateinamerika und Asien, die neu der Veröffentlichung unterliegen, in die eigene Vermögensverwaltung zu transferieren, wo es keine gibt. Rothschild Trust America LLC sitzt im 12. Stock des Gebäudes des ehemaligen Hauptquartiers von Porsche Nordamerika.

    Hauptleidtragender ist die Schweiz, denn ein Grossteil von ausländischem Vermögen wird wegen dem Verlust der Anonymität jetzt in die USA verschoben, nicht nur nach Reno, sondern auch nach Sioux Falls, South Dakota. Viele amerikanische Bundesstaaten locken mit niedrigen Steuern und absoluter Vertraulichkeit in ihren Gesetzen was Stiftungen betrifft. Der Stichtag für das Inkrafttreten der Meldepflicht war der 1. Januar 2016 und vorher wurde fleissig das Vermögen in die USA verschoben.

    "Cayman wurde im Dezember hart getroffen, dabei wurden viele Konten geschlossen, welche die Leute geleert haben", sagte Alice Rokahr, Präsidentin von Trident in South Dakota, einer der weltweit grössten Bereitsteller von Offshore-Stiftungen. "Ich war überrascht, wie viele ehemalige Schweizer Konten herübergekommen sind, aber sie wollen raus aus der Schweiz."

    Laut Rokahr und anderen Vermögensberatern, soll es sich um einen legitimen Bedarf nach Vertraulichkeit handeln. Es geht um den Schutz vor Entführungen oder Erpressungen in den Ländern, wo die Kunden ihren Wohnsitz haben. Die USA kommt ihnen als Aufbewahrungsort dabei am sichersten vor. "Ich höre niemanden sagen, 'ich will steuern vermeiden'", sagt sie. "Es handelt sich um Leute mit begründeten Sorgen um ihre Gesundheit und ihr Wohlergehen."

    Moment, jetzt ist mir gerade die Tastatur zu Boden gefallen...

    Um die Anonymität und Steuervermeidung von US-Bürgern über das Ausland zu beenden, hat der US-Kongress 2010 das FACTA-Gesetz verabschiedet, Foreign Account Tax Compliance Act, was Finanzinstitute dazu zwingt, alle Kontendaten von US-Bürgern an die US-Steuerbehörde (IRS) zu melden oder saftige Strafen sind fällig. Banken ausserhalb Europas hatten nur die Wahl, entweder allen amerikanischen Kunden zu kündigen, oder sich dem US-Gesetz zu unterwerfen, wenn sie in den USA Geschäfte machen wollen.

    In der Schweiz haben mehr als 80 Banken, einschliesslich UBS und Credit Suisse, viele Milliarden an Strafe bezahlt, wegen angeblicher Beihilfe zur Steuerhinterziehung. Dazu gehört auch die Rothschild Bank AG, die sich schuldig bekannte US-Kunden dabei geholfen zu haben, ihr Vermögen und Einkommen zu verschleiern. Die Strafe belief sich auf 11,5 Millionen Dollar.

    Durch FACTA angeregt hat die OSZE selber noch strengere Richtlinien festgelegt. Seit 2014 haben 97 Staaten sich der Verpflichtung angeschlossen, Bankdaten über ausländische Kunden an die Herkunftsländer zu melden. Nur wenige haben abgelehnt, wie Bahrain, Nauru, Vanuatu und die Vereinigten Staaten von Amerika!

    Das amerikanische Finanzministerium hat kein Interesse, die Meldepflicht im eigenen Land durchzusetzen, die sie aber allen anderen auferlegt.

    Für die Vermögensberater ist es ein riesen Geschäft geworden, unzählige Vermögen von den ehemaligen klassischen Finanzzentren, in die USA zu transferieren. Damit sind die USA zur grössten Steueroase der Welt geworden. Laut US-Gesetzen ist es nicht verboten, Ausländern die Anonymität ihrer Vermögensverhältnisse zu garantieren. Es ist nur gegen das Gesetz, wissentlich den Kunden bei der Steuervermeidung zu helfen. Man kann sich dabei auch taub und blind stellen.

    Was hier abläuft ist wie oben bereits gesagt, die typische amerikanische Doppelmoral, die wir in allen Bereichen sehen, nach dem Motto, "tut was wir euch sagen, aber nicht was wir selber tun". Es ist beschämend und ein Skandal, wie die Europäer sich diese Einseitigkeit von Washington wieder gefallen lassen. Die Politiker in Europa haben keinen Mumm in den Knochen, sind Schlappschwänze und Feiglinge. Washington muss nur fordern und schon wird unterwürfig klein beigegeben.

    Die Europäer verlangen, wenn überhaupt, nur kleinlaut den umgekehrten Informationsfluss. Aber das kennen wir, denn Europa ist eine US-Kolonie. Die NSA darf ungehindert in Europa alles abhören und ausspionieren, die CIA ihre geheimen Foltergefängnisse betreiben, das Pentagon seine Kriege von europäischen Boden aus führen, Atomwaffen lagern, Raketen gegen Russland aufstellen und die Sanktionen gegen Russland zum eigenen Schaden ausführen lassen. Ich zitiere aus dem Film AVATAR:

    "Die pissen auf uns und sind nicht mal so höflich, es uns als Regen zu verkaufen."

    Es beweist wieder, das US-Regime betrachtet Europa als nützliche Idioten und Befehlsempfänger, mit denen man alles machen kann ... und die sich auch alles gefallen lassen. Amerika ist nicht ein Freund, sehr witzig, war es noch nie, sondern hat nur eigene, egoistische Interessen im Sinn. Die will ich wie folgt darlegen:

    Mit der Durchsetzung der Meldepflicht und Aufhebung des Bankgeheimnis für ausländische Finanzinstitute, und mit der gleichzeitigen Attraktivität für ausländisches Vermögen, verfolgt das US-Regime mehrere Ziele. Erstens, das Bankensystem der "europäischen Freunde" wird damit erheblich geschwächt, durch den Wegzug der Vermögen. Dadurch auch weniger Steuereinnahmen in den Ländern, denn dort gibt es Steuern auf die verwalteten ausländischen Vermögen, wie in der Schweiz, mit 30 Prozent Verrechnungssteuer.

    Banken mussten aufgeben oder fusionieren, Arbeitsplätze gingen verloren, der Finanzplatz Schweiz liegt am Boden.

    Zweitens, die Steuern fliessen jetzt in die Kasse des US-Fiskus, denn für Amerikaner ist es fast unmöglich geworden, ihr Geld im Ausland anzulegen. Plus die ganzen Strafen, welche die europäischen Banken zahlen mussten, die in die vielen Milliarden gehen. Aber noch wichtiger ist der dritte Punkt. Indem die USA eine Steueroase wurde, fliesst sehr viel Geld ins Land, wie oben beschrieben. Das ist sehr wichtig, denn so kann das Handelsbilanzdefizit ausgeglichen werden. Normalerweise holt man durch höhere Zinsen Geld ins Land, aber bei der Null-Zins-Politik der FED passiert das nicht.

    Also wir sehen, diese erpresserische Vorgehensweise gegen die sogenannten Freunde und das Anlocken von ausländischen Vermögen, ist von langer Hand geplant worden. Es ist ein Angriff auf das Bankensystem Europas, speziell der Schweiz, und gleichzeitig dient es zur Stabilisierung des Dollars. Durch die Hunderten Milliarden von Dollar an Vermögen, die in die USA jetzt fliessen und geparkt werden, wird der Dollar gestärkt. Das erklärt auch den Kursanstieg gegenüber anderen Währungen.

    Wieder gefickt eingeschädelt von den Amis! http://alles-schallundrauch.blogspot...jetzt-die.html
    ...außer den eigenen, sind die USA Steuersündern auf den Fersen!

    Was uns Freeman hier verschweigt ist, er selbst lebt in Russland und das ist auch ein Steuerparadies mit 13% Einkommensteuer!
    ...ein paar Ausnahmen wo man 30% bezahlt wie zb. Gewinne von Glücksspiel, Zinseszins-gewinne, Dividendenausschüttungen...usw. ...und, noch pfeifen die Russen auf die US-Auskunftspflicht.

    LG

  7. #17
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    AW: Steueroasen - in der Politik bekannt und geduldet ... bisher!

    Panama Papers: Politiker fürchten Enthüllungen ihrer Finanz-Geschäfte

    Deutsche Wirtschafts Nachrichten

    Ein Whistleblower hat einem internationalen Medien-Verbund einen umfangreichen Datensatz zugespielt. Er zeigt, wie Politiker über Panama Briefkasten-Firmen gegründet haben. Unter den Namen finden sich vom Bezüge zum Vater von David Cameron, den saudischen König, dem chinesischen Politbüro, dem isländischen Premier bis hin zu Vertrauten von Russlands Präsident Wladimir Putin. Es ist zu erwarten, dass die US-Finanzbehörden sich jeden einzelnen Fall genau ansehen werden.


    US-Ermittler werden sich wegen des Dollars für die Panama Papers interessieren. (Foto: dpa)

    Durch einen Whistleblower sind sogenannte Briefkastenfirmen von Politikern und Prominenten aus aller Welt enthüllt worden.
    In den Unterlagen tauchen nach Angaben des International Consortium of Investigative Journalists (ICIJ) die Namen von Milliardären, Politikern, Sportlern, Waffenhändlern, Spionen und Kriminellen auf. Das ICIJ nennt viele prominente Namen: Russlands Präsident Wladimir Putin, das chinesische Politbüro, die Familie des Präsidenten von Aserbaidschan, die Familie des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad, der der Vater des britischen Premiers David Cameron, der König von Saudi-Arabien, die Premiers von Island und Pakistand, der argentinische Präsident und der ukrainische Präsident Petro Poroschenko sollen Briefkasten-Firmen über die in Panama ansässige Kanzlei Mossack Fonseca betrieben haben. Das ist eigentlich nicht illegal, wie auch Mossack Fonseca beteuert.

    Doch die vom ICIJ dargestellten Fälle zeigen, dass es im Zusammenhang mit Mossack Fonseca durchaus zweifelhafte Geschäfte gegeben hat.
    In der Regel werden Briefkastenfirmen nämlich nicht für die ordentliche Geschäftstätigkeit benötigt, sondern dienen der Steuerflucht, der Geldwäsche und der Verschleierung von Korruption. Neue Vorwürfe gibt es auch gegen den argentinischen Fußballstar Lionel Messi. Auch ein Mitglied der FIFA-Ethik-Kommission ist betroffen: Die Ethikkommission des Fußball-Weltverbandes FIFA bestätigte der Deutschen Presse-Agentur interne Vorermittlungen gegen ihr eigenes Mitglied Juan Pedro Damiani aus Uruguay. „Ja, der Bericht ist richtig. Ich kann bestätigen, dass wir eine sogenannte Voruntersuchung in die Wege geleitet haben“, sagte der Sprecher der ermittelnden Kammer der Ethikkommission, Roman Geiser, laut dpa.

    Die FIFA steht seit Monaten unter Beschuss der US-Ermittler. Der als unantastbar geltenden Fifa-Präsident Sepp Blatter wurde gestürzt, nachdem die US-Ermittler eine Razzia in der Schweiz durchführten und Kronzeugen aus der Fifa rekrutiert hatte.
    Interessant: Bei der ersten Veröffentlichung finden sich keine US-Politiker in den Aufstellungen. US-Kunden bedienen sich in der Regel anderer Offshore-Plätze als Panama.

    Die Süddeutsche Zeitung, die im Rahmen einer Kooperation mit über 100 Medien aus aller Welt offenbar führend bei der Auswertung der Daten tätig gewesen ist, widmet sich schwerpunktmäßig dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. Enge Vertraute von Putin leiteten laut SZ den Angaben zufolge in den vergangenen Jahren unter konspirativen Umständen offenbar mehr als zwei Milliarden Dollar durch Briefkastenfirmen und schafften dabei viel Geld aus Russland heraus. Zu den Schlüsselfiguren in diesem Fall gehöre unter anderem Sergej Roldugin. Er ist ein bekannter Cellist und leitet eine Musikschule in St. Petersburg. Er gilt als einer der besten Freunde des russischen Präsidenten und steht im Mittelpunkt eines Netzwerks aus Briefkastenfirmen. Der Name von Putin selbst taucht den Angaben zufolge bei den Briefkastenfirmen nicht auf; der Name von Roldugin werde dagegen etliche Male genannt. Mehrere Dokumente wurden von ihm unterschrieben, auch eine Kopie seines Reisepasses findet sich in dem Datensatz.
    Roldugin äußerte sich in einer Stellungnahme, die der Guardian zitiert, ziemlich irritiert: Die Firmen seien schon vor der Perestroika gegründet worden, das sei schon lange her. Es handle sich um eine „delikate“ Materie, weshalb er um Verständnis bitte, dass er sich nicht äußern könne.

    Poroschenkos Briefkastenfirma wurde laut SZ im Jahr 2014 gegründet, nur zwei Monate nach seiner Wahl zum neuen Präsidenten der Ukraine.
    Auch der isländische Premierminister Sigmundur Gunnlaugsson soll bis Ende 2009 zusammen mit seiner heutigen Ehefrau eine Briefkastenfirma besessen haben, in der unter anderem Anleihen wichtiger isländischer Banken deponiert waren. Auch international sanktionierte Geschäftsleute wie ein Cousin des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad oder Monarchen wie der König von Saudi-Arabien haben den Unterlagen zufolge Offshore-Firmen genutzt.

    Die Informationen über die Offshore-Geschäfte wurden der Süddeutschen Zeitung von einer anonymen Quelle zugespielt. Der Zeitung zufolge handelt es sich um 2,6 Terabyte an Daten, das sind 11,5 Millionen Dokumente zu insgesamt 214.000 Briefkastenfirmen. Es sei das größte Datenleck, das es bislang gab. Die Auswertung der Dokumente wurde zusammen mit dem Internationalen Konsortium für Investigative Journalisten (ICIJ) in Washington organisiert. An ihr wirkten etwa 400 Journalisten aus fast 80 Ländern mit. Ab sofort werden etwa hundert Medien unter dem Titel „Panama Papers“ ihre Ergebnisse veröffentlichen.

    Die Kanzlei Mossack Fonseca aus Panama
    bietet die Gründung und Verwaltung von Offshorefirmen an. Nach eigenen Angaben beschäftigt das Unternehmen über 500 Mitarbeiter auf der ganzen Welt. Die Kanzlei ist in Belize, den Niederlanden, Costa Rica, Großbritannien, Malta, Hong Kong, Zypern, den Britischen Jungfern-Inseln, Bahamas, Panama, Anguilla, Seychellen, Samoa und den US-Bundesstaaten Nevada und Wyoming tätig.

    Mossack Fonseca bietet zudem Rechtsberatung unter anderem in den Bereichen Finanzen, geistiges Eigentum und öffentliche Ausschreibungen an. Außerdem setzt die Kanzlei Treuhandfonds und private Stiftungen auf und verwaltet sie.


    Gegründet wurde die Kanzlei 1977 von dem deutschstämmigen Rechtsanwalt Jürgen Mossack gegründet. Er wurde in Fürth geboren und wanderte nach Informationen der Süddeutschen Zeitung bereits als Kind mit seiner Familie nach Panama aus. 1986 tat er sich dann mit dem Panamaer Ramón Fonseca Mora zusammen. Der Anwalt, Schriftsteller und Politiker war bis vor kurzem Berater von Staatschef Juan Carlos Varela. Wegen Ermittlungen gegen Mossack Fonseca in Brasilien lässt er seine Beratertätigkeit derzeit ruhen.


    Das Leck umfasst E-Mails, Urkunden, Kontoauszüge, Passkopien und weitere Dokumente zu den 214.000 Gesellschaften vor allem in Panama und auf den Britischen Jungferninseln. Die Briefkastenfirmen wurden von der Kanzlei Mossack Fonseca aus Panama gegründet. Diese gründet und verwaltet seit fast 40 Jahren Briefkastenfirmen. In Deutschland wird nach SZ-Informationen seit einiger Zeit wegen Verdachts der Beihilfe zur Steuerhinterziehung gegen Verantwortliche der Kanzlei ermittelt. Auf Anfrage erklärte die Kanzlei, sie arbeite seit 40 Jahren ohne jede Beanstandung. „Nie sind wir einer Straftat beschuldigt oder angeklagt worden.“ Eine kürzlich bei der Commerzbank durchgeführte Razzia soll, so die SZ, ebenfalls auf den Datensatz des Whistleblowers zurückzuführen sein. Die Commerzbank hatte sich gegen Zahlung einer Millionen-Zahlung mit den Behörden auf eine Einstellung des Verfahrens geeinigt.

    FALTER und ORF enthüllen Offshore-Deals von Staatschefs und österreichischen Banken in Steueroasen

    Internationale Recherche "Panama Papers": 2,6 TB großes Datenleck gibt Einblicke in 214.000 Briefkastenfirmen

    von FLORIAN KLENK

    Der FALTER und der ORF werden ab heute, Sonntag, 20:00 Uhr auf panama.falter.at sowie auf www.orf.at und im ORF-Fernsehen (Sonder-ZIB, Runder Tisch) eine Serie mit brisanten Enthüllungen über die Offshore-Deals internationaler Politiker, heimischer Banken und Oligarchen in Steuerparadiesen veröffentlichen. weiter: https://cms.falter.at/falter/2016/04...n-steueroasen/


    Ein neues Spiel! FiFA - Putin! >>>
    Es werden noch Wetten angenommen! <<<

    Alle großen Medien berichten darüber, aber alle den gleichen Einheitsbrei,
    alle nach SZ und Le Monde, da Taucht der Name von Putin als erster auf! ... nicht wie "der Falter", sie haben die Recherchen geführt und keine Namen genannt!


    LG

  8. #18
    Moderator Avatar von Aaljager
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    AW: Steueroasen - in der Politik bekannt und geduldet ... bisher!

    Ich halte dieser Panama Paper für ein Bauernopfer oder eine geziehlte Aktion um mal wieder die Öffentlichkeit zu manipulieren und um von anderen weit wichtigeren Dingen abzulenken. Ein Bps. ist der Duff-Report der ja die Ölkonzerne direkt mit der IS in Verbindung bringt oder TTipp welches ja überhaupt nicht mehr in den Medien auftaucht oder die Ukraine oder die Konzerne welche in vielen Ländern inzwischen das Trinkwassermonopol besitzen, die Liste der echten Problemfälle ist derzeit noch viel länger aber alle sind mehr oder weniger im Paperrauschen untergetaucht.
    Denn eines sollte Uns allen doch klar sein derzeit gibt es absolut keine rechtliche Handhabe gegen die Praxis der Reichen Ihre Gelder mittels Scheinfirmen zu verschleiern um massiv Steuern zu sparen.
    Ergo es wird nun kräftig Radau gemacht und ein Paar Bauern werden geopfert aber mehr wird bei der ganzen Aktion nicht rauskommen. Die Praxis der Geldwäsche mittels Scheinfirmen ist doch ein alter Hut aber fast alle Regierungen blokieren seid Jahren die nötigen Schritte um dort wenigstens ein geringes Mass an Kontrolle rein zu bekommen.

  9. #19
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    AW: Steueroasen - in der Politik bekannt und geduldet ... bisher!

    Da hast du allerdings Recht, dass diese Masche ein "alter Hut" ist. Und bzgl. Panama: das ist doch seit eh und je bekannt, dass es dort Scheinfirmen wie Sand am Meer gibt, bereits seit Jahrzehnten. Wieso man Panama also ausgerechnet jetzt heraus kramt und plötzlich so tut, als wäre die ganze Sache erst vor kurzem heraus gekommen, bleibt irgendwie fragwürdig.
    "Immer weigere ich mich, irgendetwas deswegen
    für wahr zu halten,
    weil Sachverständige es lehren, oder auch,
    weil alle es annehmen.

    Jede Erkenntnis muss ich mir selbst erarbeiten.
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  10. #20
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    AW: Steueroasen - in der Politik bekannt und geduldet ... bisher!

    Zitat Zitat von Aaljager Beitrag anzeigen
    Ich halte dieser Panama Paper für ein Bauernopfer oder eine geziehlte Aktion um mal wieder die Öffentlichkeit zu manipulieren und um von anderen weit wichtigeren Dingen abzulenken. Ein Bps. ist der Duff-Report der ja die Ölkonzerne direkt mit der IS in Verbindung bringt oder TTipp welches ja überhaupt nicht mehr in den Medien auftaucht oder die Ukraine oder die Konzerne welche in vielen Ländern inzwischen das Trinkwassermonopol besitzen, die Liste der echten Problemfälle ist derzeit noch viel länger aber alle sind mehr oder weniger im Paperrauschen untergetaucht.
    Denn eines sollte Uns allen doch klar sein derzeit gibt es absolut keine rechtliche Handhabe gegen die Praxis der Reichen Ihre Gelder mittels Scheinfirmen zu verschleiern um massiv Steuern zu sparen.
    Ergo es wird nun kräftig Radau gemacht und ein Paar Bauern werden geopfert aber mehr wird bei der ganzen Aktion nicht rauskommen. Die Praxis der Geldwäsche mittels Scheinfirmen ist doch ein alter Hut aber fast alle Regierungen blokieren seid Jahren die nötigen Schritte um dort wenigstens ein geringes Mass an Kontrolle rein zu bekommen.

    Es ist ärgerlich und einfach zu Kotzen wenn man sich die Pressemeldungen durchschaut!
    ...
    hier wurden angeblich die Konten von 160 Politiker, etliche Banken, 214.000 Briefkastenfirmen aufgedeckt!
    Doch alles was man zu hören und lesen bekommt ist eine Hetzjagd gegen Putin, Assad, Gunnlaugsson!
    Leider nur eine Meldung über Poroschenko und nur eine Meldung über die Beteiligung von 500 Banken mit 15.000 Briefkastenfirmen!!!

    Man verwendet es rein nur als Hetzjagd! ...keine Erwähnung, dass auch 28 deutsche Banken darin verwickelt sind! Im Gegensatz zu den ersten Meldungen hört man auch nichts von europäische Politiker, Konzerne, Firmenchefs und Manager!
    Aus der plumpen Aufbereitung vom Video im Kurier, diese einseitige hindrehen auf Putin und Assad zu Hetzen, ist eigentlich schon beweis genug das es sich um kein Datenleck, sondern eine gezielte CIA Aktion handelt!



    ...am Schlimmsten ist NATO-Presse!


    Die Welt mit dem Artikel: "Wie Putin das Projekt Europa destabilisieren will" http://www.welt.de/debatte/kommentar...eren-will.html

    Die SZ: "Panama Papers " Die Geheimnisse des schmutzigen Geldes, mit den Finsteren Mienen von 6 Staatschefs, die vom US-Imperium unerwünscht sind! http://panamapapers.sueddeutsche.de/...b8d3c3495aa0a/

    The Guardian erklärt gleich alles mit eim Video gegen Putin! The Panama Papers: how to hide a billion dollars – video explainer http://www.theguardian.com/news/vide...MP=embed_video

    ...und wer nicht fehlen darf! Der Kurier! Die wichtigsten Antworten zu den Panama Papers http://kurier.at/wirtschaft/finanzen...rs/190.811.692
    Das Video im (ÖVP nahen = CDU/CDU) Kurierbeitrag hört man die gezielte Hetzte auf Putin und Assad heraus!
    Es schadet wieder einmal kräftig! ... und ist sicher nicht hilfreich beim Staatsbesuch vom österr. Bundespräsidenten!


    Panama Papers: „USA wollen sich als neue größte Steueroase präsentieren“ - Experte

    Auffällig für die „Panama Papers“, die gerade für den enormen Medienwirbel sorgen, ist das Fehlen jeder Erwähnung von US-Firmen. Der Finanzexperte Ernst Wolff, Autor des Buches „Weltmacht IWF. Chronik eines Raubzugs“, glaubt eine Erklärung dafür zu kennen. Ein Interview.

    Herr Wolff, Gerade sind ja die sogenannten Panama Papers in aller Munde. Welche Rolle spielen Offshore-Briefkastenfirmen im weltweiten Finanzzirkus?



    Die spielen eine riesige Rolle. Es gibt kein großes Finanzunternehmen auf der Welt, was nicht irgendwo offshore gemeldet ist. Wenn Sie mal nachschauen, wieviel Steuern die großen Unternehmen der Welt bezahlen, dann sind das minimale Beträge. Jeder einfache Arbeiter zahlt das Zigfache von dem, was Großunternehmen in der Welt an Steuern bezahlen.

    Man darf nicht glauben, dass es irgendwie im Interesse von Regierungen oder den großen Medien, die alle von den großen Finanzkonzernen beherrscht werden, liegt, irgendwelche Schieflagen aufzudecken oder irgendwelche Steueroasen trocken zu legen. Was sich jetzt abspielt, ist nichts anderes, als dass die USA versuchen, bestimmte Steueroasen trocken zu legen, um sich selbst als neue und größte Steueroase der Welt zu präsentieren. Die Amerikaner haben über mehrere Jahre versucht, das Steuergeheimnis in der Schweiz aufzuweichen. Das ist ihnen auch gelungen. Die Schweiz ist heute verpflichtet, die Daten von amerikanischen Staatsbürgern gegenüber dem amerikanischen Staat offen zu legen. Das gleiche haben die Amerikaner auch gegenüber allen anderen Staaten der Welt gemacht, auch gegenüber diversen Steueroasen. Gleichzeitig haben sie aber selber in ihren Staaten ein uneingeschränktes Bankgeheimnis eingeführt.

    In Amerika sind die Staaten Nevada, South Dakota, Wyoming und Delaware heute absolute Steueroasen. In Bankerkreisen heißt es: Das ist die neue Schweiz. Diese Panama-Papers, das ist eine Aufdeckung nur um diese anderen Steueroasen trocken zu legen und gleichzeitig die ganzen Geldströme, die im Moment in der Welt kein direktes Ziel finden, alle in die amerikanischen Steueroasen zu lenken. Es wird geschätzt, dass ungefähr 30 bis 40 Billionen an nicht versteuertem Privatvermögen in diesen Steueroasen liegen und da haben die Amerikaner natürlich Interesse, das ins eigene Land zu lenken.

    Rein vom journalistischen Standpunkt sind die Panama Papers schon sehr beeindruckend. Wie kommt man an solche Informationen? Arbeiten die Kollegen beim Geheimdienst?

    Ich bin ganz sicher, dass da die amerikanischen Geheimdienste auch dahinter stecken. Man muss sich ja immer fragen: Wem nützt etwas? Diese ganze Aktion nützt und passt nahtlos in die Politik der USA rein. Auf der einen Seite schadet sie gewissen Steueroasen, Privatleute und Konzerne werden ihr Geld da abziehen und werden ihr Geld nach Nevada oder South Dakota verlegen. Auf der anderen Seite: Auch der kleine Nebeneffekt der Sache, dass man dem russischen Präsidenten Putin da eins reinwürgen wollte — was ja relativ lächerlich ist, denn ihm selbst konnte ja nichts nachgewiesen werden, sondern angeblich einigen Leuten aus seinen Kreisen – das zeigt auch wieder, dass da jemand Interesse hat, jemand anderes anzuschwärzen.

    Der ukrainische Präsident Poroschenko scheint dagegen immer noch genug Zeit zu finden, sich um sein persönliches Business zu kümmern.

    Offensichtlich. Aber es ist ja bekannt, dass Politiker korrupt sind. Heute hält sich ja kein Politiker mehr an der Macht, der nicht das Geschäft der Finanzindustrie verrichtet. Aber natürlich sind das alles Haifische, die sich gegenseitig gerne mal aus dem Becken schmeißen. Da gibt es unterschiedliche Interessen, die gegeneinander stehen, und ab und zu muss man den Leuten ein Bauernopfer vor die Füße werfen.

    Man muss ja sehen, dass weltweit die soziale Ungleichheit derart explodiert ist, dass viele Leute heute auch am System selbst zweifeln. Und diesen Leuten werden jetzt die Panama Papers zum Fraß vorgeworfen. Und die Leute denken tatsächlich zum großen Teil: „Oh, da ist etwas veröffentlicht worden, das wirklich geheim ist und jetzt sehe ich auch, dass einige Leute bestraft werden.“
    Gestern gab es z.B. im Ersten Deutschen Fernsehen eine Talkshow, wo dann tatsächlich darüber geredet wurde, dass das ein ernsthafter Versuch sei, Steueroasen trocken zu legen. Das ist ganz großer Blödsinn. Solange es dieses System gibt, wird es Steueroasen geben. Es ist im Moment nur eine Verlagerung der Steueroasen hin zu denen, die die größten Schwierigkeiten haben, und das sind die USA. weiter: http://de.sputniknews.com/wirtschaft...teueroase.html
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    LG

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