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Thema: Fälschung in der Geschichte

  1. #1
    Redakteur Avatar von Angeni
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    Fälschung in der Geschichte

    Immer wieder liest man um Fälschungen in der Geschichtsschreibung.
    Hier können wir alles zusammen bringen, was wir Wissen und künftig
    noch lesen.

    Die Fälschung der antiken,
    mittelalterlichen und neuzeitlichen Geschichte





    Die Stimmen werden immer lauter, welche behaupten, dass unsere gesamte Geschichtsschreibung für die Zeit vor 1500 gefälscht ist. Schon der Historiker Herbert Illig hat in seinem 1996 erschienenen Buch ” Das erfundene Mittelalter” behauptet, dass die dreihundert Jahre zwischen dem 7. Jahrhundert und dem 10. Jahrhundert ersatzlos gestrichen werden müssen.
    Für Dr. Heribert Illig, einen ehemaligen Systemanalysten einer Großbank, gibt es mehrere Phasen, in denen Jahre “übersprungen” wurden. Nicht nur Karl den Großen hat es für ihn nicht gegeben. Eine elementare Analyse macht den meisten historischen Mythen mit einem Schlage den Garaus — jenen der „alternativen Historiker” ebenso wie jenen der Traditionalisten.
    Nun es kommt noch härter. Die russischen Wissenschaftler Prof. Dr. A.T. Fomenko und Dr. G.V. Nosovski behaupten gar, daß unsere Geschichte um etwa 1000 Jahre jünger ist! Eine wesentliche Erkenntnis von Nosovski und Fomenko ist, daß schon der Beginn unserer heutigen Zeitrechnung falsch sei.
    Es hat schon viele Ansätze gegeben die Geschichtsschreibung der Antike und des Mittel-alters zu widerlegen und sie als eine gemeine Fälschung darzustellen. Für viele war dieser Gedanke jedoch zu weit gefasst, wie konnte eine gesamte Geschichte von fast 2000 Jahren als Fälschung angesehen werden, da handelt es sich doch um einen Hyper-Verschwörungswahn?
    Anatolij Fomenko ist der Nachweis gelungen, dass die Geschichte der Antike, des Mittelalters und sogar der Neuzeit gefälscht, vollständig erfunden wurden! Da dieser geniale Forscher in Deutschland so gut wie nicht bekannt ist, möchten wir hier kurz die unglaublichen Erkenntnisse Fomenkos darstellen.
    Anatolij Fomenko (Jahrgang 1945) ist von Haus aus Professor für Mathematik und Statistik an der Universität Moskau und Mitglied zweier Akademien. Nach einer langen Forschungstätigkeit in seinem engeren Gebiet begründete er die Gruppe Neue Chronologie, die sich zur Aufgabe machte, die Inhalte der erzählenden historischen Quellen der älteren Zeit, des Altertums und des Mittelalters zu analysieren.
    Für die mathematisch-statistische Analyse von narrativen Strukturen wurde die alte Weltgeschichte nach bestimmten Kriterien auf wiederkehrende inhaltliche und zeitliche Elemente untersucht. Dabei stellte Fomenko fest, daß sich die älteren Geschichtsepochen in ihrer Dauer und in ihren Aussagen überlappen und letztlich auf etwa sechs Textbücher zurückgeführt werden können.
    Zentral sind für Fomenko die Begriffe der Zeitverschiebung (shift) und des inhaltlich zusammenhängenden Erzählstroms (jet). Das narrative Material (narrative material) läßt sich für ihn zu einer globalen chronologischen Tabelle (global chronological diagram) anordnen. In dieser Aufstellung ergeben sich einzelne Geschichtsepochen mit Längen von meistens etwa 250, 300, 1000 oder 1800 Jahren. Eine historische Epoche kann man durch Parallelverschiebung in eine andere einsetzen.
    Die meisten Herrscher zeigen sich beim Vergleich deckungsgleich in der Länge ihrer Herrschaft und teilweise in ihren Namen. Die mathematischen Modelle ergeben statistische Maxima und Graphen, welche die Identität von bestimmten pseudo-historischen Daten und Epochen beweisen.
    Fomenkos Entdeckung der Duplizitäten oder Isomorphismen von Herrschern, Er-eignissen und Daten in scheinbar vollkommen verschiedenen Epochen ist genial und in diesem Umfang noch nie erkannt worden.
    Eine besondere Stärke in Fomenkos Hauptwerk sind seine zahlreichen Tabellen, welche die Parallelitäten zwischen Herrschern und Dynastien veranschaulichen. Einen großen Teil seiner Überzeugungsarbeit leistet der Autor durch diese Graphiken. Fomenko erkennt vor allem, daß die Bibel das wichtigste Textbuch für die Matrix darstellt.

    Anders ausgedrückt finden sich alle anderen wichtigen Vorlagen für die Geschichts-erfindung auch in den historischen Büchern des Alten Testaments.
    Das Teilkönigreich Israel widerspiegelt sich zum Beispiel im spätrömischen Reich. Oder das Teilkönigreich Juda stellt ein exaktes Spiegelbild des Römisch- deutschen Reiches des Hochmittelalters dar. Wichtige von Fomenko erkannte Parallelitäten sind ferner: Die Geschichte des Byzantinischen Reiches entpuppt sich als eine vierfache Wiederholung des gleichen Textbuches.

    Die römische Kaisergeschichte spiegelt sich sowohl in der späten römischen Republik, der spätrömischen Geschichte, der Karolingergeschichte, der Kaisergeschichte des deutschen Hochmittelalters und sogar im Habsburger Reich des Spätmittelalters und der frühen Neuzeit.

    Kalenderfälschung – warum?
    Die Literatur über getürkte Geschichtsdaten, erfundene Epochen und Regenten wird immer umfangreicher, ein Forschungsgebiet, das sich hauptsächlich mit den Autoren Topper, Illig, Heinsohn, Fomenko, aber auch Davidson und Pfister verbindet. Diese zerbrechen sich den Kopf über Rätsel und Mysterien der Technik- und Weltgeschichte, die von phantasievollen Zeitgenossen gern mit esoterischen und futuristischen Er-klärungsmustern gedeutet werden, aber reale Gründe haben müssen. Etwas stimmt nicht mit unserem Geschichtsbild. Urkunden, die älter als das 16. Jh. sind, geraten massiv in Fälschungsverdacht.
    Am deutlichsten werden diese Dissonanzen im Aufeinandertreffen von Geschichtsdaten und Forschungsergebnissen der Archäologie und Baugeschichte. Baustile werden ent-wickelt, eine Zeitlang praktiziert, dann über ganze Jahrhunderte hinweg vergessen, um dann wie aus dem Nichts in alter Frische wieder aufzublühen. Wie können mühsam erarbeitete Qualifikationen, Konstruktionstechniken, das ganze notwendige um-fangreiche Know-how einfach vergessen werden, um dann nach mehreren Generationen andernorts einfach wieder da zu sein?
    Wo waren die Architektur- und Handwerkerschulen, die Universitäten, die die schwierigen Techniken an Schüler vermittelten in der Zwischenzeit? Gerade die Geschichte der römischen und romanischen Architektur, aber auch der Gotik gibt diesbezüglich reichlich zu denken. Am verwirrendsten ist die Baugeschichte der Jungstein-, Bronze- und Eisenzeit, die Baugeschichte der frühesten Grabmonumente, die in Europa hauptsächlich zur Megalithepoche (Großsteinkultur) gezählt werden, aber von der Steinbearbeitung her eigentlich nur in der Eisenzeit, also sehr spät entstanden sein können, womit ganze Jahrtausende aus der frühen Geschichte verschwinden müssen.
    Im Streit, ob im christlichen Kalender nun lediglich etwa 300 Jahre oder gleich mehr als 1300 Jahre zu streichen sind, wird aber die wichtigste Frage schlicht vergessen, warum überhaupt die Geschichte und damit der christliche Kalender gefälscht werden musste. Bislang konnte noch keiner eine vernünftige Antwort auf dieses große Rätsel geben. Einig sind sich die meisten Autoren, dass diese Aktion im Mittelalter von ganz oben, von der katholischen Kirche (ausgeführt z. B. von der Abtei St. Dennis in Frankreich, Titelbild), initiiert worden sein muss, also von demjenigen Personenkreis, der überhaupt in größerem Umfang lesen und schreiben konnte und damit die Fäden der Macht in der Hand hatte.
    Es wird immer klarer, dass Geschichte und Glauben, die Ideenwelt des Glaubens und der Religion insgesamt, aufs engste miteinander verquickt sind, wobei das Wort Religion nach Cicero auf lat. relego „wiederlesen, wieder erwägen“ zurückgeht und damit den geschichtlichen Zusammenhang, die historische Basis deutlich zum Ausdruck bringt. Unsere Geschichtsschreibung, da sie hauptsächlich in den Händen der Kirche lag, kann somit gar nicht objektiv sein. Und doch wurde die Bibel, da man sie bis heute als chronologisches Werk missversteht, zur Grundlage unserer Epochendatierung, zum Gerüst der heute gültigen Chronologie.
    Wenn man die chronologischen Verzerrungen erkennt und die Geschichten neu ordnet, erkennt man, dass die geschilderten Ereignisse wohl im großen und ganzen real sein müssen, allerdings nicht in dem dargestellten Zeitrahmen. Im zweifelhaften historisch-kulturellen Kontext stellt sich vor allem eine Frage, die Ralf Davidson formulierte, mit Vehemenz: Warum nahmen die Germanen und europäischen Völker überhaupt die Religion eines orientalischen Volkes an? Schließlich hatten sie eigene Kulte und theistische Überzeugungen, die ihrem jeweiligen Volkscharakter mehr entsprachen. Was ereignete sich tatsächlich in der Übergangsphase von Antike zu frühem Mittelalter, der Zeit der Völkerwanderung?
    Die vorrangige Frage aber lautet: Welches Interesse hatte die allmächtige Kirche, die Geschichte und den Kalender des christlichen Abendlands zu fälschen? Wenn Geschichtsfälschung geschieht, wird immer eine andere unbequeme Geschichte, also Wahrheit, damit verdrängt. Was musste durch die Kalenderfälschung verheimlicht werden?
    Hier gibt es den gesamten Text – Link

    Das erfundene Mittelalter
    Ein deutsches Heiligtum, eine nationale Ikone, der Vorzeigemonarch des europäischen Mittelalters, das alles soll auf einmal nur eine geschickt inszenierte Geschichtsfälschung sein?
    Illigs provokante Theorie, wonach das 7. – 9. Jahrhundert eine Fiktion darstellen, scheint auf den ersten Blick ungeheuerlich. Doch die von Illig dargelegten Beweise, so z. B. die plötzlich monolithisch auftretende Architektur der Aachener Kaiserpfalz, ohne jegliche, Jahrzehnte vorher sich annähernde Entwicklung auf architektonischem Gebiet.
    Ebenso rätselhaft scheinen die Feldzüge Karls des Großen; die Infrastruktur für die in den Geschichtsbüchern erwähnten Truppenbewegungen gab es nicht. Die bei Aus-grabungen entdeckten Gegenstände decken bei weitem nicht die zahlreichen Überlieferungen.
    Rückendeckung bekommt Illig auch von verschiedenen Forschern, die sich mit diesem Thema beschäftigt haben. Sie geben zu, das die Quellenlage, d. h. die vorhandenen Urkunden, Abschriften, etc. aüßerst dürftig ist und das vieles nicht erklärt werden kann.
    Drei Jahrhunderte also einfach so in die Geschichtsbücher “hineingeschrieben”?
    Fälschungen in der Geschichte sind keine Seltenheit, man denke nur an die sogenannte “Konstantinische Schenkung” mit der die katholische Kirche lange ihre Vorherrschaft und Machstellung begründete; alles Lüge! Diese Schenkung fand in Wahrheit niemals statt. Alle darüber vorhandenen Dokumente wurden nachträglich gefälscht.
    Dr. Illig über Geschichtsfälschung im Gespräch mit dctp.tv:

    Karl der Große
    - Fehlanzeige - Päpstlich-Römische Geschichtsfälschungen des Vatikan




    Dr. Illig spricht in einem Radiointerview bei Orange 94.0 im Jahre 2009,
    über die von ihm entwickelte Phantomzeittheorie:

    Das erfundene Mittelalter

    Hier findet man zum Thema so einiges
    http://www.fantomzeit.de/


    Was stimmt hier, was aber ist vielleicht einfach nur ausgedacht und eine NICHT
    haltbare These?
    Bei einigen Informationen auf der Webseite, habe ich meine Mühe.


    Liebe Grüsse
    Angeni
    Sonnige Grüsse
    Angeni



    Die Wissenschaft hat die Ganzheit getrennt und je detaillierter man das Atom in seinem
    Kern erforscht hat, desto weiter sind wir von uns selber weg gekommen
    - Angeni

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Avatar von AreWe?
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    Anatoli Timofejewitsch Fomenko

    Fomenko ist mir bekannt und ich habe die Trilogie in englisch (leider noch nicht gelesen, weil da noch ein "paar" Bücher mehr sind!), und frage mich, wieso immer noch keine deutsche Übersetzung vorhanden ist bzw. wirklich wenig bei Wikipedia steht.
    Ist wohl nicht gewünscht.

    Also ich kann es mir absolut vorstellen, was dort beschrieben wird.

    Dazu will ich mal einen kleinen Gedankengang skizzieren, den ich so noch nirgends gelesen habe.

    Vom heutigen Zeitpunkt zurückgerechnet, haben wir, wenn ich es großzügig betrachte, innerhalb von ca. 200 Jahren, das auf die Beine gestellt, was wir um uns herum sehen können! Industrielle Revolution, Raumfahrt, IT, etc. in einem verdammt kurzen Zeitraum! Wir (oder andere?) sind aber auch kurz davor dies alles aufs Spiel zu setzen!

    Wenn das mit der Geschichtsfälschung stimmen sollte, wäre es doch durchaus denkbar, dass wir davor schon mal dieselbe Situation hatten und dies schief gegangen ist!
    Und wenn das einmal so war, kann es auch zwei oder drei mal so gewesen sein!

    Es gab immer Überlebende (die sich vorher abgesichert haben, vielleicht in Bunkern?), die dann das "Spiel" von neuem gestartet haben. Start, reset, start, reset, start, reset, .......

    Fragt sich nur wer diese mächtigen Überlebenden sind bzw. wer da im Hintergund am Steuern ist?

    Und sollte es tatsächlich so sein, werden diese auch immer versuchen jegliche Artefakte (Geräte, Bücher, etc.) eines "Vorzyklus" zu vernichten bzw. verstecken (oder im Notfall lächerlich machen!), damit die Nachfolgenden keine dummen Fragen stellen können.

    Wieviel Jahre braucht die Menschheit wirklich, um intelligent zu werden? 1000, 2000, 5000, 10000 oder mehr?

    http://de.wikipedia.org/wiki/Informationsexplosion
    http://www.ciwm-wissenstransform.de/

    Da kann man schon mal ins Grübeln kommen, oder?

    Liebe Grüße
    Bill Gates ist 100% Eugeniker!
    Leute! Denkt immer an: "Teile und herrsche", und fragt Euch wer der "Dritte" ist! Cui bono?
    1 + 1 = 2 (universell und ewig)
    Love, peace and freedom!

  3. #3
    Moderator Avatar von Aaljager
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    Naja des mit der fehlenden Übersetzung könnte an einem Punkt liegen, der für die Geschichte der Teutschen aber umso wichtiger ist. Wenn Karl der Grosse nicht existiert hat, dann wäre Uns die Grundlage unter den Füssen weggezogen. Das HRDN mit Karl ist ja einer der Eckpfeiler für die Bildung der Staatengemeinschaft unter Führung der Preussen gewesen, vorher gab es ja nur Kleinstaaten hier im heutigem DE.
    Aber ein sehr interessanter Gedankengang, den Du da rausgehauen hast. Diese Fragen stellen sich heute sehr viele Menschen, leider sorgen die Medien und andere eher verdeckt operierende Gruppen massiv dafür, daß sowas schnell als lächerlich abgestempelt wird.
    Wenn ich nur ein Paar Genies sehe wie DaVinci, Newton, Einstein und Co, dann ist es schon irgendwie erstaunlich wie wenig die Menschheit bisher erreicht hat. Mir kommt es immerwieder so vor, als würden Wir einen Schritt nach vorne machen, um dann 3 Schritte zur Seite zu machen. Und dies solange hin und her bis keinem mehr wirklich auffällt, daß Wir eigentlich schonmal an dem Punkt gewesen sind.

  4. #4
    Redakteur Avatar von Angeni
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    Wer entdeckte Amerika wirklich?
    In unseren Geschichtsbüchern steht so manches, das verändert oder ergänzt werden müßte. Selbst über solche Zeiten, aus denen ausführliche schriftliche Überlieferungen vorliegen, können Ansichten, Deutungen, verschiedene Interpretationen weit auseinanderklaffen. Handelt es sich gar um Epochen, aus denen keine schriftlichen Zeugnisse vorliegen, dann kann man davon ausgehen, daß so manche Lehrmeinung alles andere als zutreffend ist. Beispiele gibt es genug. Wir wollen dazu hier die Entdeckungsgeschichte Amerikas betrachten, zu der Oscar Wilde (1854–1900) sagte: „Natürlich ist Amerika schon vor Kolumbus entdeckt worden; und zwar oft. Es wurde nur immer wieder vertuscht.“

    Ein Wikinger-Schiff: Möglicherweise ging schon im Jahr 967 ein Wikingerfürst im Golf von Mexiko an Land.Zweifellos wurde die Reise des Christoph Kolumbus (1451–1506) in die „Neue Welt“ (1492) ein Wendepunkt der Weltgeschichte. Der damit ausgelöste Aufbruch zu den neuen Ufern wandelte das abendländische Bewußtsein. Die Eroberung, Erschließung und Besiedlung beider Teile Amerikas veränderten Wirtschaft und Politik, zunächst in Europa und schließlich in allen Staaten. Zwar war der amerikanische Kontinent schon Jahrhunderte, vielleicht Jahrtausende früher entdeckt, doch erst vom 15. Jahrhundert an waren die Voraussetzungen gegeben, diese Entdeckungen auf breiter Front zu nutzen. Insofern war es die Reise des Kolumbus, die die Welt veränderte, während frühere Kontakte zwischen Europa und Amerika oder zwischen Asien und Amerika ohne durchschlagende Wirkung blieben.
    Trotzdem mag es interessant sein, einige Spuren früher Kontakte zwischen diesen Kontinenten aufzuspüren. Denn es gibt Mythen, Artefakte, Spuren, die dafür sprechen, daß unsere Lehrbücher weit davon entfernt sind, die ganze Fülle der historischen Tatsachen zu erfassen.

    Fakten und Funde geben Rätsel auf


    Ägyptisches Segelschiff, ca. 3000 v. Chr.: Möglicherweise reisten bereits die Alten Ägypter über den Atlantik.Zahlreiche unerklärliche Funde, sowohl in Amerika wie in Europa, lassen auf frühgeschichtliche Kontakte zwischen den Kontinenten schließen. Einige Beispiele:
    • Valdivia – frühe Kontakte mit Japan?
    Nach einem Fischerdorf an der ecuadorianischen Südküste, also am Pazifik, wurde die Valdivia-Kultur (ca. 3500 bis 1400 v. Chr.) benannt. Diese Kultur hinterließ merkwürdige Keramiken, die aufs Haar der Jomon-Ware aus Japan gleichen. (5, S. 236) Im Norden hat es dem Anschein nach entsprechende Kontakte gegeben. Mehr noch, als 1851 japanische Seeleute auf die Aleuten verschlagen wurden, konnten sie sich mit den aleutischen Einwohnern verständigen, da sich viele gemeinsame Worte fanden. (17, S. 46 und S. 282)
    • Chinesen in Amerika
    Der französische Schriftsteller Prof. Dr. Jacques de Mahieu berichtet: „Die Mitglieder des chinesischen Einwanderungsstromes, der seit etwa 1850 nach Peru zu fließen begann, waren erstaunt, in Etén, einem kleinen Fischerdorf, eben genau am Chinesen-Golf des Ptolemäus gelegen, ,Indianer' anzutreffen, die sich nicht nur von den anderen unterschieden, sondern deren Sprache sie auch mühelos verstehen konnten.“ (16, S. 22)

    Jomon-Ware: Kochtopf in japanischer Kunstfertigkeit Zahlreiche weitere Hinweise scheinen zu belegen, daß es schon vor vielen Jahrhunderten fruchtbare Beziehungen zwischen Asien und Amerika gab. (14, S. 12)
    • Olmeken: Reisten die Ägypter über den Atlantik?
    Zu den rätselhaftesten der mittelamerikanischen Völker gehören die Olmeken, deren längst verschwundene Kultur um 1500 v. Chr. begann. Berühmt sind meterhohe, tonnenschwere olmekische Steinköpfe, die negroide Züge tragen. Keramikköpfe aus vorkolumbischer Zeit mit ägyptischen oder typisch negroiden Zügen fanden sich auch in Kolumbien, Mexiko, Ecuador und gaben zu der Annahme Anlaß, daß schon die Alten Ägypter über den Atlantik reisten. (5, S. 242 f.)
    • Die Azteken und Quetzalcoatl
    Als Hernando Cortés 1519 in Mexiko eindrang, wurde er vom Aztekenkönig Montezuma als „Reinkarnation des blonden, bärtigen Himmelsgottes Quetzalcoatl begrüßt. Dieser hatte der Legende nach die Zivilisation eingeführt und war mit dem Versprechen weggegangen, eines Tages wiederzukommen. Warum aber sollte ein dunkelhäutiges, bartloses Volk eine blonde, bärtige Gottheit verehren?“ (5, S. 258)
    • Die Inka und Huiracocha
    Auch Atahualpa, der letzte König der Inka, machte im Jahre 1532 keinen Versuch, den Marsch Francisco Pizarros zu stoppen, da er ihn für den bärtigen weißen Schöpfergott Huiracocha hielt, der einst über das westliche Meer entschwunden war.
    • „Weiße Indianer“ und die Wikinger
    In Süd- wie Nordamerika begegneten die Eroberer an vielen Orten Eingeborenen europäischen Aussehens. Beispielsweise waren an den Küsten Labradors noch im 16. Jahrhundert „weiße“ Eskimos anzutreffen. Samuel de Champlain (1567–1635), der große französische Erforscher Kanadas, berichtet von weißen Indianern, die westlich der großen Seen siedelten. Sogar an der pazifischen Küste wurden weiße Indianer angetroffen, die Schiffe bauten, die denen der Wikinger sehr ähnlich sind. Schwer vorstellbar, daß Vinländer zu Fuß von Ost nach West marschierten. Allerdings könnte bei dem milderen Klima im ersten und dem beginnenden zweiten Jahrtausend die heute vereiste Nord-West-Passage im Sommer für Wikingerschiffe passierbar gewesen sein. (14, S. 54 f.)
    • Portolane: Seltsame Seekarten
    Im achten Teil dieser Beitragsreihe (siehe GralsWelt 22/2002) haben wir bereits über die Portolane berichtet, über jene seltsamen Seekarten, die zum Beispiel Teile von Südamerika oder die Antarktis richtig abbilden – zu einer Zeit, in der diese Teile der Welt nach gängiger Auffassung noch unerforscht waren. Als Erklärung dafür bietet sich die Vorstellung einer verschwundenen vorgeschichtlichen Hochkultur an, worüber wir unter der Überschrift „Atlantis“ in einer eigenen GralsWelt-Reihe (Hefte 23–26/2002) berichteten. Seefahrer dieser Zivilisation reisten möglicherweise vor Jahrtausenden um die Erde und schufen die Originale der als Kopien von Kopien überlieferten Portolane.
    Diese sehr alten Kontakte zwischen Amerika und Europa beziehungsweise zwischen Amerika und Asien sind derzeit noch nicht vollkommen schlüssig zu belegen, und wir wollen nun versuchen, einige uns zeitlich näherliegende vorkolumbische Reisen nach Amerika aufzuspüren:

    Das geheimnisvolle Volk der Chachapoya
    In den Anden lebt ein geheimnisvolles Volk: die Chachapoya.
    In deren Kultur gibt es beweisbare Parallelen zu Phöniziern oder Kelten: zum Beispiel im Baustil, ferner bei Ornamenten, in Grabstätten, in der Musik, im Tanz oder in der Verwendung von Steinschleudern, die ursprünglich von den Balearen stammen könnten und später von den Inkas übernommen wurden. Bis heute gibt es dort in den Bergregionen hellhäutige, blonde oder rothaarige Menschen, die wie Kelten aussehen und als „Gringos“* bezeichnet werden, obwohl sie Indios sind und von altamerikanischen Vorfahren abstammen.
    Über den Ursprung der Chachapoya gibt es verschiedene Vermutungen:
    • Phönizier
    Der Theologe und Historiker Lienhard Delekat schreibt: „Die Phönizier, besonders die Karthager, hatten bereits mit Amerika Handel getrieben und dort sogar Kolonien gegründet (schon im 19. Jahrhundert vermutet), dies aber streng geheimgehalten, so daß Griechen und Römer davon keine sichere Kunde mehr hatten.“ (4, S. 42) Das würde zum Beispiel auch Funde von Eisen bei den vorkolumbischen Indianern erklären, die selbst kein Eisen herstellten und die sicher gerne das für sie unerhört wertvolle Eisen gegen Gold tauschten.
    Nach der Zerstörung Karthagos, der wichtigsten phönizischen Stadt, könnte dann ein Rest der phönizischen Flotte mit vielen Überlebenden nach Südamerika geflohen sein; dem einzigen Land, in dem sie vor der Verfolgung durch Römer sicher waren. In Südamerika folgten die Flüchtlinge dem Amazonas stromauf ins gesündere Bergland, wo sie in dem Volk der Chachapoya aufgingen.
    • Kelten
    Manche Beobachtungen sprechen eher für keltische Einflüsse. Dazu gehören Rundhäuser, gebaut nach keltischer Sitte, oder Schädelöffnungen (Trepanationen), die dazu dienten, den Druck auf das Gehirn zu verringern; die Phönizier kannten solche Eingriffe nicht. Auch die keltische Sitte, abgehackte Köpfe zur Schau zu stellen, weil nach keltischem Glauben die Seele im Kopf wohnt, war bei den Phöniziern verpönt. Da die Karthager mit Kelten und Balearen gegen die Römer verbündet waren, wäre es möglich, daß sich unter den Flüchtlingen auch Kelten und Balearen befanden.

    Die sagenhafte Reise des „heiligen Brendan“
    Eine lateinische Dichtung aus dem 9., 10. oder 11. Jahrhundert berichtet von der „Navigatio Sancti Brendani“, der Reise des „heiligen Brendan“. Zusammen mit 17 (oder mehr; die Angaben schwanken) weiteren Mönchen erreichte demnach der um 484 geborene Brendan von Irland aus nach sieben Jahren ein wunderschönes Land mit blühender Vegetation.
    Es ist unsicher, ob Brendans Reise je stattgefunden hat. Erreichte er die Kanarischen Inseln, Madeira, die Azoren? Oder Island, Grönland, Neufundland, vielleicht sogar Florida, wie manche vermuten? Eine Überlieferung der Shawnee (Shawanos)-Indianer soll davon berichten, daß in früherer Zeit Florida von Weißen bewohnt war, die eiserne Werkzeuge besaßen. Beschreibungen von amerikanischen Pflanzen und Tieren in der Brendan-Legende könnten belegen, daß der Mönch tatsächlich in Amerika war.
    Unmöglich scheint Brendans Reise nicht: In den Jahren 1976 und 1977 baute der Abenteurer Tim Severin nach mittelalterlichen Vorbildern die „Brendan“, als Replik einer Curragh, des lederbespannten irischen Bootes. Mit diesem primitiven Fahrzeug erreichte Severin tatsächlich Neufundland.
    Auf der anderen Seite der Welt berichtete der Historiker Li-Yu von einer vergleichbaren Reise. Demnach „schifften sich fünf buddhistische Mönche aus Samarkand im Jahr 458 zu einer Reise über den Pazifik ein. In einer Entfernung von zwölftausend ,li' von China stießen sie auf Nippon, siebentausend ,li' weiter nördlich auf Wen Chin, das Land der Ainos, fünftausend ,li' weiter östlich auf das auf drei Seiten von Wasser umgebene Ta-Han. Nach nochmals zwanzigtausend ,li' in gleicher Richtung erreichten sie ein ungeheueres Festland namens Fu Sang.“ Die Beschreibung, die Li-Yu von diesem Land gibt, entspricht, so Jacques de Mahieu, „in grundsätzlichen Punkten nicht dem, was wir zuverlässig über das Amerika von damals wissen. Aber was möglicherweise das Produkt orientalischer Phantasie gewesen ist, macht das Zeugnis nicht völlig unglaubwürdig. Denn die erwähnten 20.000 ,li' entsprechen etwa 1.600 Kilometer und damit genau der Entfernung zwischen China und Kalifornien auf dem Weg der Kuro-Siwo-Meeresströmung.“ (14, S. 12)

    Von Grönland nach Vinland

    Vor Einbruch der „kleinen Eiszeit“ im 13. Jahrhundert war das Klima auf der Nordhalbkugel gemäßigter als heute. Nordische Seefahrer (Wikinger) entdeckten gegen Ende des ersten Jahrtausends die damals eisfreie Küste Grönlands, das „grünes Land“ getauft wurde, um es attraktiv zu machen. Als erster siedelte dort in einer „Eriksfjord“ genannten Bucht Erik der Rote, der Island wegen einer Totschlägerei verlassen mußte. Ein halbes Jahrtausend lebten Wikinger auf Grönland, bis eine zunehmende Klimaverschlechterung das Überleben erschwerte und die letzten hungernden und erschöpften Nachkommen der Nordländer Krankheiten und schließlich den Eskimos zum Opfer fielen.

    Wie Sagen erzählen, suchte Eriks Sohn Leif etwa im Jahr 1000 ein von Bjarni Herjólfsson gesichtetes Land im Westen. Leif Eriksson fand eine steinige Küste, die er „Helluland“ (Steinplattenland) nannte (wohl das heutige Baffin-Land). Dann segelte er weiter südwärts nach „Markland“ (Waldland, heute Labrador). Zuletzt siedelten er und seine 35 Gefährten auf einem schönen und fruchtbaren Land, das sie „Vinland“** nannten, da ein Expeditionsteilnehmer angeblich Weintrauben gefunden und sich daran berauscht hatte.
    Diese Story löste einen Gelehrtenstreit aus, da so weit im Norden weder Trauben wachsen, noch überhaupt die Chance besteht, sich an unvergorenen Trauben zu betrinken.
    Durch archäologische Forschungen (8) ist bewiesen, daß Europäer auf dem nordöstlichen Neufundland (bei L'Anse aux Meadows) siedelten, also vor der Nordostküste Nordamerikas. Allerdings konnten sie sich anscheinend nicht lange halten. Vermutlich war das Klima zu rauh, Feindschaften mit Indianern und Eskimos ließen kein normales Leben zu, interessante Handelsprodukte fehlten (die ersten Kolonien in Nordamerika überlebten im 16. und 17. Jahrhundert vor allem durch den Export von Tabak), und Europa war noch nicht so übervölkert, daß sich ausreichend viele Neusiedler den Risiken und Schwierigkeiten einer Auswanderung in ein so weit entferntes Land ausgesetzt hätten.
    Mehr als ein Dutzend Runeninschriften und über siebzig von Wikingern zurückgelassene Gegenstände – mehr oder weniger umstritten – geben, neben indianischen Überlieferungen, bis heute Anlaß zu vielen Spekulationen.

    Die eigentümliche Kultur der Mandan
    Lewis und Clark, die frühen Erforscher des amerikanischen Westens, berichteten 1804 von dem gastfreundlichen Stamm der Mandan. Weitere Berichte über dieses kleine, um 1830 bereits von Seuchen dezimierte und von den Sioux-Indianern bedrohte Volk mit einem geschickt angelegten Dorf am Steilufer des Missouri stammen von Catlin und dem Prinzen zu Wied. Dessen Begleiter, der Maler Bodmer, hielt das Dorf und einige seiner Bewohner in Gemälden fest. Im Jahr 1837 wurde der Stamm von damals noch 1.600 Menschen von einer Pockenepidemie bis auf 150 Überlebende dahingerafft. Damit war die eigenartige Kultur der Mandan ausgelöscht, noch bevor sie gründlich erforscht werden konnte.
    Das Interessante für unser Thema: Bei den Mandan gab es eine starke Minorität von Individuen mit blonden, rötlichen oder braunen Haaren und blauen oder grauen Augen. (14, S. 57) In der Kultur der Mandan spielten neben vielen weiteren Eigentümlichkeiten eine Sintflutsage und ein Kult um die Arche eine wichtige Rolle, deren Ursprung vor den ersten neuzeitlichen Kontakten mit Europäern zu vermuten ist. (6, S. 105 f.) Der Historiker George Catlin sieht sogar Parallelen zwischen mandanischem und alttestamentlichem jüdischem Brauchtum. (2, S. 96)

    Landeten die Wikinger in Südamerika?

    In der Zeit vom 9. bis zum 11. Jahrhundert landeten Wikinger mit ihren Drachenschiffen an vielen europäischen Küsten. Sie gründeten sogar Königreiche, zum Beispiel in der Normandie und auf Sizilien. Einzelne ihrer Schiffe sind, vom Sturm verschlagen, vermutlich auch an süd- oder mittelamerikanische Küsten getrieben worden.
    Folgt man dem französischen Wissenschaftler Prof. Dr. Jacques Mahieu, so blieb es nicht bei sporadischen Kontakten, sondern Wikinger ließen sich in Südamerika nieder und gründeten dort Staaten. Mahieu hat seine sensationellen Forschungsergebnisse in mehreren Büchern publik gemacht (11–16), und seine umfangreichen Forschungsarbeiten brachten überraschende Resultate, die nicht einfach wegzudiskutieren sind.
    Seinen Recherchen zufolge ging im Jahre 967 ein dänischer Wikingerfürst namens Ullmann im Golf von Mexiko an Land.
    Die dortigen Indianer, die Weiße schon aus verschiedenen Besuchen, zum Beispiel von Iren, kannten, bewunderten vermutlich vor allem die ihnen noch fremden Drachenschiffe, durch die Ullmann zu seinem mexikanischen Namen „Quetzalcoatl“ (gefiederte Schlange) kam. Die Wikinger zogen auf die Hochebene des Anahuac und unterwarfen die Tolteken. Über Venezuela und Kolumbien gelangten sie später nach Ecuador und Peru, wo ihr König im 11. Jahrhundert „Huiracocha“ (weißer Gott) hieß. Nach einem verlorenen Krieg floh ein Teil dieser Wikinger-Abkömmlinge, inzwischen wohl mit indianischem Blut vermischt, auf Flößen über den Pazifik, andere tauchten im Urwald unter.***

    Ein Templergeheimnis: Silber aus Amerika?
    Zu den „Lieblingskindern“ der Esoteriker gehört der einst reiche und mächtige Templerorden, der aufgrund von Intrigen des französischen Königs und des Papstes vernichtet wurde. Vieles geheime Wissen wird den Tempelrittern zugetraut.
    So ist Mahieu (15) der Ansicht, daß Templer aus Süd- oder Mittelamerika das Silber holten, das die Finanzierung der sehr kostspieligen gotischen Kathedralen erst möglich machte.
    Die Argumente Mahieus, so sehr sie im ersten Augenblick überraschen, scheinen fundiert und verdienen nähere Prüfung. So unterhielten die Templer in La Rochelle einen wichtigen Atlantikhafen, dessen Notwendigkeit schwer einzusehen ist. Ihr eigentliches Arbeitsgebiet lag ja in Palästina, und für Reisen nach England oder Portugal, wo es Templer-Niederlassungen gab, boten sich weit günstiger gelegene Templer-Häfen an. Unweit von La Rochelle verbrachte im 6. Jahrhundert ein später heiliggesprochener Mönch seine letzten Lebensjahre: St. Malo, der Brendan auf seiner großen Seereise begleitet haben soll. Kam durch St. Malo geheimes Wissen zu den Templern? (15, S. 33) Oder war den normannischen Seefahrern Amerika ohnehin schon bekannt, hatten sie sogar entsprechende Seekarten zeichnen können, wie Mahieu vermutet? Rätselhafte Funde in der Neuen Welt scheinen für die Anwesenheit der Templer – oder anderer mittelalterlicher Europäer – zu sprechen.
    Die Schiffe des Mittelalters, mit denen unter anderem die Templer während der Kreuzzüge die Verbindung zwischen Europa und dem Königreich Jerusalem aufrechterhielten, waren kaum weniger seetüchtig als die Karavellen des Kolumbus, und man darf ihnen die Passage über den Atlantik zutrauen.
    Nicht zuletzt hatten wahrscheinlich die Portugiesen Brasilien längst entdeckt, bevor Kolumbus in Westindien landete. 1493 und 1494 teilte Papst Alexander VI. die Kolonialreiche zwischen Portugal und Spanien auf. Diese Demarkationslinie von Tordesillas (1494) verlief zirka 370 Meilen westlich der Azoren. Der Meridian verlief zwar weit östlich der von Kolumbus entdeckten Westindischen Inseln, ging aber durch Brasilien, das damit (kaum rein zufällig) zu Portugal geschlagen wurde. Nach offiziellen Angaben erforschte als erster der Florentiner Amerigo Vespucci (1454–1512) südamerikanische Küsten auf seiner Reise von 1499 bis 1502, und als Entdecker Brasiliens im Jahr 1500 gilt der Portugiese Pedro Álvares Cabral (1467–1520).

    Die „Neue Welt“ war längst bekannt
    Betrachtet man die vielfältigen Sagen, Mythen, Funde, archäologischen Forschungen, so scheint fast sicher: Die von Kolumbus 1492 entdeckte „Neue Welt“ war der Alten Welt seit Jahrhunderten bekannt. Auch Ko-lumbus hatte wahrscheinlich ziemlich genaue Informationen vom Seeweg über den Atlantik. Phönizier, Iren, Wikinger, Bretonen (die angeblich schon vor Kolumbus in Neufundland fischten) waren wahrscheinlich nicht nur wenige Male, vom Sturm verschlagen, auf dem amerikanischen Kontinent angekommen. Wer die Nord- und Südäquatorialströme zu nützen wußte, vermochte sehr wohl mit Schiffen des Altertums oder des Mittelalters den Atlantik zu kreuzen und vielleicht auch den Pazifik zu überqueren. Die außerordentlichen seefahrerischen Leistungen der Polynesier zeigen, welche Entfernungen selbst mit primitiven Wasserfahrzeugen überbrückbar sind. Es gibt keinen Grund, den Europäern oder Chinesen, die vor zwei Jahrtausenden die Meere befuhren, weniger zuzutrauen.
    Daß wir so wenig von antiken und mittelalterlichen Entdeckungsreisen wissen, liegt vielleicht nicht daran, daß es sie nicht gab, sondern einfach daran, daß die Hochseewege – als wichtige Handelsstraßen – streng geheim gehalten wurden.
    Quelle

    Eines ist ganz sicher - einer war der Erste...Ko-Lumbus hin oder her.



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    Sonnige Grüsse
    Angeni



    Die Wissenschaft hat die Ganzheit getrennt und je detaillierter man das Atom in seinem
    Kern erforscht hat, desto weiter sind wir von uns selber weg gekommen
    - Angeni

  5. #5
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    Man sollte sich sehr genau ansehen was man jetzt als vorsätzliche Fälschung der Geschichte bezeichnet und was einfach auf neuen Erkenntnissen basiert die noch noch nicht in vollem Umfang in die allgemeine Wahrnehmung aufgenommen wurde.

    In den letzten 30 Jahren wurde das archäologische und historische Wissen mehrmals auf den Kopf gestellt und grundlegend geändert und selbst neueste Theorien hatten und haben oft kaum ein paar Jahre bestand. Der Quantensprung in den technischen und diagnostischen Möglichkeiten wird unser Geschichtsbild noch geraume Zeit ganz kräftig durcheinander würfeln und deshalb muss man auch alle diesen erstaunlichen neuen Erkenntnisse mit ebensoviel Begeisterung, Interesse wie Skepsis und Distanz aufnehmen und vor allem sollte man sich hüten sich ein persönliches al gusto Menü vom Geschichte-Buffet zusammenzustellen.

    Nicht alles was gut schmeckt stimmt zwangsläufig. Für diese Art der geschichtlichen Fusionsküche ist immer noch die Fantasy der geeignetere Tummelplatz, dort kann man nach Herzenslust zusammenrühren, würzen und Kultursoufflées backen.

  6. #6
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    Dogma

    Veritas est: Man weiss es absolut nicht!

    Das aber müßte zwangsläufig dazu führen, dass Kolumbus im Geschichtsunterricht als eine Möglichkeit dargestellt wird, und nicht als der Weisheit letzter Schluss!

    Und wenn wir dann unsere derzeitigen Schulgeschichtsbücher aufschlagen, dann steht dort was? Na?

    Also bleibt eine letzte Frage: Warum wird es nicht geändert?

    Liebe Grüße
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    Leute! Denkt immer an: "Teile und herrsche", und fragt Euch wer der "Dritte" ist! Cui bono?
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  7. #7
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    Naja..dann hat die Datenspeicherung der NSA und diverser Dienste ja wenigstens einen Sinn....ich kann inn 199 Jahren noch nachlesen wann ich aufs Klo gegangen bin...sofern ein Exibitionistisches Facebookgeposte vorhanden ...
    Was auch immer du tust, handle klug und bedenke das Ende


  8. #8
    Moderator Avatar von Aaljager
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    Zitat Zitat von AreWe? Beitrag anzeigen
    Veritas est: Man weiss es absolut nicht!

    Das aber müßte zwangsläufig dazu führen, dass Kolumbus im Geschichtsunterricht als eine Möglichkeit dargestellt wird, und nicht als der Weisheit letzter Schluss!

    Und wenn wir dann unsere derzeitigen Schulgeschichtsbücher aufschlagen, dann steht dort was? Na?

    Also bleibt eine letzte Frage: Warum wird es nicht geändert?

    Liebe Grüße
    Weil sich die Wissenschaft enorm schwer damit tut ein vorhandenes Dogma aufzulösen (allerdings nicht nur die Wissenschaft auch in den Religionen sind Dogmen quasi unumstösslich, leider!). Erst wenn alle Fluchtmöglichkeiten verschlossen sind beginnt man ein Dogma zu hinterfragen und zu ändern. Bsp. dafür gibt es in der Geschichte allzu viele aber hier mal ein schönes Lehrbsp. dafür: Galileo Galilä und der Status der Erde im System des Universums. Die Kirche zwang Ihn ja mittels Inquisition dazu seine Schriften zu widerrufen. Und über 300 Jahr später als selbst die Kirche schon über 100 Jahre anerkennen musste, daß die Erde NICHT der Mittelpunkt des Himmels ist. Wurde in einem kleinem Verfahren das Urteil der Inquisition geändert und Galilä rehabilitiert (leider wurde vergessen dies auch den Gläubigen Kund zu tun, denn die unfehlbarkeit der Kirche sollte nicht erschüttert werden).

  9. #9
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    "Die Wissenschaft" gibt es nicht, es gibt nur Leute die etwas vertreten!

    Liebe Grüße
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  10. #10
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    Warum Kolumbus immer noch als der "Entdecker" Amerikas gilt?

    Ganz einfach, er war der Erste von dem es exakte Aufzeichnungen gibt. In den meisten Geschichtebüchern sind zumindestens schon die Wikinger erwähnt, denn auch für derern "Entdeckung" gibt es stichhaltige Belege, allerdings keine konkreten Daten oder besser kein konkretes Datum. Darüberhinaus hat Kolumbus' "Entdeckung" dazu geführt dass Amerika zu einer festen Größe wurde, eine "bewussten Existenz" des Kontinents herbeigeführt hat, er wurde erobert, besiedelt und spielt ab Kolumbus eine konkrete Rolle in der Weltgeschichte, während die Wikinger, um bei dem Beispiel zu bleiben, keine dauerhaften Siedlungen zustandegebracht haben.

    Natürlich ist diese Sichtweise eurozentrisch, aber wie so oft erhält Geschichte erst durch schriftliche Aufzeichnungen einen echten Wert. Am Datum 1492 ist nicht zu rütteln, an allem was vorher war schon. Man hat auch schon Belege dafür gefunden dass Europäer bereits in der Steinzeit in Amerika gewesen sein könnten, doch diese Theorie ist noch zu wackelig und vage für das Schulgeschichtsbuch. Ausserdem wird in der Schule ja ein Basiswissen vermittelt und kein Expertenwissen.

    Also wir wissen das Kolumbus nicht der erste war der Amerika entdeckt hat, aber man kann es vielleicht so ausdrücken: Viele haben den großen Fisch schon gesehen, aber einer hat ihn als erster gefangen

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