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Thema: rationalgalerie.de - Uli Gellermann

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    Freie Welt, freie Presse - Wann erschiesst sich Putin?



    Freie Welt, freie Presse

    Wann erschiesst sich Putin?

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    Freie Welt, freie Presse

    Wann erschiesst sich Putin?

    Autor: U. Gellermann
    Datum: 24. Juli 2014


    Russland, das wissen die Deutschen aus ihren Medien, das ist das Reich der Finsternis. Vor allem die Sender und Zeitungen dort sind so unfrei und unterdrückt, dass sich keine kritische Stimme mehr erhebt. Das ist im freien Deutschland, auch das scheint der Durchschnittsdeutsche zu wissen, völlig anders. Außer manchmal. Aber dann geht es um die Freiheit anderer. Beispiel im Ukraine-Fall: Da wissen alle wesentlichen Medien im Land inzwischen wer den Abschuss des malaysischen Flugzeugs zu verantworten hat: Der Russe, zumindest der Pro-Russe. Zwar ist bisher nicht einmal der Abschuss endgültig bewiesen, geschweige wer denn abgeschossen hat. Aber das macht nichts. Wenn sich die völlig freien und pluralen Medien mal entschieden haben, dann kann nur der Russe schuld sein. Beweise? Nebbich.


    Inmitten langer Artikel und Kommentare, die mit langen Fingern auf den vorgeblich schuldigen Putin, der "einen großrussischen Traum träumt" und jetzt aber endlich zumindest mit Sanktionen zu bedenken ist, findet sich in der FAZ eine erstaunliche Medienlese aus russischen Zeitungen und Sendern. Zum Abschuss des malaysischen Flugzeuges titelt die Zeitung KOMMERSANT (150.000 Auflage): "Die Trümmer der Boeing fallen auf Russland" und weist so Russland Schuld zu. Die mit 600.000 Exemplaren Auflage bedeutende russische Zeitungen, NOWAJA GASETA, schreibt sogar "Wir verkünden Trauer" und die FAZ beschreibt die GASETA als "kremlkritisch". Und schließlich wird von einem Radio-Sender namens ECHO MOSKWY berichtet, der in Moskau 600.000 Hörer täglich erreicht und in den Regionen immerhin 1,5 Millionen. Dieser Sender sendet tatsächlich: "Ein zweites Lockerbie, durch uns veranstaltet". Ist der Chefredakteur schon verhaftet? Nein. Ist wenigsten der Eigentümer erschossen? Das wird schwer werden, gehören doch fast 70 Prozent des Senders der Firma GAZPROM und dieses Unternehmen, glauben wir dem deutschen Durchschnittsmedium, gehört dem Staat, also Putin. Nach deutscher Medienlogik muss der sich jetzt selbst erschießen.


    Weil wir, wie die deutsche Mehrheit glaubt, so plurale und die Russen nur diese Einheitsmedien haben, hat sich die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG während des Krim-Konfliktes von ihrer monatlichen, bezahlten Beilage RUSSLAND HEUTE getrennt. Es hätte ja sein können, dass sich in dieser deutschsprachigen Zeitung aus Moskau eine andere Meinung zum Krim-Konflikt gefunden hätte als die in der SZ-FAZ-BILD-ZEIT-Melange oder gar im ARD-ZDF-Eintopf. Am konsequentesten pluralistisch war die hochmögende, hochintellektuelle und total ausgewogene ZEIT. Sie kündigte die Zusammenarbeit mit ihrem freien Russland-Korrespondenten Moritz Gathmann. Denn der hatte auch schon mal für RUSSLAND HEUTE geschrieben. Da kann der ZEIT-Leser nur froh sein, dass dieser Agent Putins nicht mehr für ZEIT-Online arbeitet. Der wäre wahrscheinlich so infam gewesen in der Sache des malaysischen Flugzeugs die Frage nach den Beweisen zu stellen. Aber Zweifel verträgt der ZEIT-Leser nicht, denkt die Reaktion fürsorglich.


    Der Chef aller westlichen Demokraten, Barack Obama, ist offenkundig ein Absturz-Experte. Deshalb hat er jüngst in der ARD die ukrainischen Separatisten angeklagt: Die hätten die Leichen von der Absturzstelle weggebracht, das sei eine Kränkung der Angehörigen. Diese, bei den in der Ost-Ukraine zur Zeit herrschenden Sommer-Temperaturen, völlig unsinnige Anklage, löst bei der ARD keine Frage nach dem Verstand des US-Präsidenten aus. Nein, sie titelt diesen Beitrag aus der öffentlich-rechtlichen Anstalt wie es sich für eine Anstalt gehört: "Obama nimmt Putin bei Aufklärung von MH17-Absturz in die Pflicht". Die Pflicht zu anständigem Journalismus hat sich längst aufgelöst.


    Der Mangel an ernstzunehmender Recherche in der Ukraine-Russland-Frage im düsteren deutschen Medienwald rührt auch daher, dass die USA für grundsätzlich demokratisch und Russland prinzipiell für undemokratisch gehalten wird. Wer das verinnerlicht hat, braucht keine Recherche, keine Fakten mehr. - Neben der Frage nach der "freien Presse" ist auch die Frage nach den "freien Wahlen" entscheidend. Die Antwort des Mainstreams sagt : Die US-Wahlen sind frei, die Russischen Wahlen unfrei. Was zu prüfen ist. Bei den letzten Präsidentschaftswahlen in den USA gab es letztlich nur noch zwei Kandidaten auf dem nationalen Stimmzettel: Obama und Romney. In innenpolitischen Fragen unterschieden sich die beiden in Nuancen. Bei außenpolitischen Themen eher gar nicht. Obama erzielte deutlich mehr Wahlkampfspenden als Romney. Damit war die Wahl entschieden. Die anderen Kandidaten, unter ihnen Jill Stein von den US-Grünen, wurden in den wesentlichen Nachrichten am Wahlabend erst gar nicht mehr erwähnt.


    Im "autokratischen" Russland standen neben Putin vier weitere Kandidaten zur Wahl. Und sie wurden am Wahlabend auch erwähnt. Der kommunistische Kandidat erzielte sogar 17,38 Prozent der Stimmen. Und während seine außenpolitischen Postionen denen Putins ähneln, sind seine innenpolitischen Forderungen fundamental konträr. Das drittbeste Ergebnis erreichte Michail Prochorow mit immerhin noch 8,8 Prozent. Der verfügt über ein Vermögen von 18,5 Milliarden Dollar und musste schon deshalb keine Spenden sammeln. Dem Mann gehört der amerikanische NBA-Basketball-Verein "Brooklyn Nets". Wie heftig die amerikanischen Medien schäumen würden, wenn ein US-Präsidentschaftskandidat Besitzer von Dynamo-Moskau wäre, nicht auszudenken. Wahrscheinlich würde solch ein Agent Moskaus aus Gründen der nationalen Sicherheit erst gar nicht zur Wahl zugelassen. Vergleicht man also die beiden Wahlkämpfe, dann könnte glatt der Eindruck entstehen, die Wahlen in Russland seien vielfältiger und demokratischer als die in den USA. Aber das kann nicht sein. Es steht ganz anders in der Zeitung.




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    VG.

  2. #192
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    Bombenstimmung bei den GRÜNEN - Waffenindustrie hat den idealen Partner gefunden



    Bombenstimmung bei den GRÜNEN

    Waffenindustrie hat den idealen Partner gefunden

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    Bombenstimmung bei den GRÜNEN

    Waffenindustrie hat den idealen Partner gefunden

    Autor: U. Gellermann
    Datum: 28. Juli 2014


    "Haste mal Munition für mich?" Die Frage wurde von einem namenlosen Mitglied der GRÜNEN jüngst auf der "Stallwächter-Party" in der Baden-Württembergischen Landesvertretung in Berlin einem Vertreter der Rüstungsfirma Diehl hinter vorgehaltener Hand gestellt. Der Mann antwortet korrekt: "Aber nur wenn Sie auch eine Panzerhaubitze zum Verschießen haben, und flüstern müssen Sie hier nicht, wir sind einer der offiziellen Sponsoren dieser Party."


    Ausgerechnet der "gute Mensch von Laiz", Winfried Kretschmann, der in seinem Heimatort im Kirchenchor singt , hatte als Chef der Landesregierung eingeladen und sich vom Waffenschieber Diehl, der gern auch eine Art Streumunition herstellt, mit 5.000 Euro bei seiner Party unterstützen lassen. Die GRÜNEN machten es billig, der Diehl-Konzern gehört mit seinen drei Milliarden Euro Jahresumsatz zu den größten Rüstungsläden Deutschlands und hätte gut und gern ein paar Euro mehr locker machen können. Denn wenn eine Partei seit Jahr und Tag tapfer für die Rüstungslobby eintritt, dann sind es die GRÜNEN.


    Erst jüngst, mitten in der Ukraine-Krise, hatte der GRÜNEN-Vordenker Ralf Fücks, Chef der Böll-Stiftung, gefordert, Deutschland müsse "raus aus der Komfortzone", das Land sei "auf dem Weg zu mehr internationaler Verantwortung", um dann noch Verständnis für die "Erwartung einer zeitweiligen Verstärkung der NATO-Präsenz an der polnischen Ostgrenze" zu signalisieren. Fücks, der einst wie Kretschmann zu den maoistisch inspirierten Pol-Pot-Verstehern gehörte, hat augenscheinlich nicht mitbekommen, dass sein damaliger Hauptfeind, die Sowjetunion, sich längst zu einem gewöhnlichen kapitalistischen Staat entwickelt hat und Russland heißt.


    "Lenkflugkörper, prima Lenkflugkörper", rief der Diehl-Mann auf der Stallwächter-Party in den Saal, wedelte mit bunten Prospekten und wußte sich mitten in seiner Zielgruppe. Hatten doch die GRÜNEN dem Syrien-Krieg mit ihrer Zustimmung zur Stationierung von deutschen Patriot-Raketen an der türkisch-syrischen Grenze eine weitere internationale Note gegeben. Dass im Verkaufsprospekt erwähnte "Gefahrenpotenzial terroristischer Angriffe" könnte der GRÜNEN Europa-Abgeordneten Rebecca Harms zusagen, die den Begriff des "Antiterror-Kampfes" der Kiewer Regierung für ihren Krieg gegen die Bevölkerung in der Osturlraine problemlos übernommen hat. Mit dem Unternehmen Diehl hätten die Kiewer dann nach dem Sieg über die "Terroristen" auch einen prima Partner zur sachgerechten Unterbringung der Gefangenen: In der Nazi-Zeit beschäftigte das Unternehmen jede Menge Zwangsarbeiter und KZ-Häftlinge, die dem NSDAP-Mitglied Karl Diehl einst zu günstigen Konditionen zur Verfügung gestellt wurden.


    Ob die GRÜNEN sich auf der Party mit den Diehl-Leuten auch über die verpasste Umsatz-Chance im Libyen-Krieg unterhalten haben? Die GRÜNE Frontfrau Renate Künast attackierte damals die Enthaltung der Bundesregierung im Uno-Sicherheitsrat und lobte alternativ den "klugen Diplomaten Wolfgang Ischinger", der die jährliche Rüstungs-Messe, Münchner "Sicherheitskonferenz" genannt, leitet. Und der Spitzengrüne Cohn-Bendit sprach sich vehement für die "Flugverbots-Zone" über Libyen aus, in deren Ergebnis ein kaputtes Land und 50.000 Tote zu beklagen sind. Ob er wohl den Diehl-Prospekt gelesen hatte: "Derzeit sind Bundeswehrsoldaten an multi-nationalen Einsätzen beteiligt, um Konflikte zu verhüten, Krisen zu bewältigen und grenzüberschreitenden Terrorismus zu bekämpfen." Zwar hat der internationale Libyen-"Einsatz" nur mehr Terrorismus erzeugt, aber wer weiß, mit Diehl als Lieferant und den GRÜNEN an vorderster Front hätte alles vielleicht noch besser ausgehen können.


    Niemand weiß genau, ob der grüne Europa-Abgeordnete Werner Schulz seine Schaum-vor-dem-Mund-Einlage bei Sandra Maischberger auf der Stallwächter-Party wiederholt hat. Dort hatte er den russischen Präsidenten Putin als "Verbrecher" bezeichnet, als "Aggressor" und "Kriegstreiber", der einen "expansiven Nationalismus" vertrete. Sorgenvoll wurde schon bei Diehl nachgedacht, ob denn die laufende Produktion für einen Krieg mit Russland ausreiche und um ein wenig Verschiebung des von Schulz offenkundig anvisierten Angriff-Termins gebeten. Alle, die an der GRÜNEN-Party teilgenommen haben, versichern, es sei eine Bombenstimmung gewesen, obwohl so mancher doch unter der Last neuer deutscher Verantwortung geächzt habe. Nur die Leute von Diehl waren nicht ganz zufrieden: "Wir stellen gar keine Bomben her, ja, wenn von einem `Feuerwerk der guten Laune´ die Rede gewesen wäre, dann hätten wir problemlos ein paar unserer Artillerie-Raketen beisteuern können.





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    VG.

  3. #193
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    Schmock des Monats - Raphael Gross - Der Hammer des Antisemitismus



    Schmock des Monats
    Raphael Gross

    Der Hammer des Antisemitismus

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    Raphael Gross

    Der Hammer des Antisemitismus

    Autor: U. Gellermann
    Datum: 28. Juli 2014


    Er kommt aus der Schweiz, der Historiker Raphael Gross, aus dem Land der großen Berge und der kleinen Herzen. Bedächtig ist seine Sprache, der leichte Schweizer Akzent weckt Vertrauen, das dunkle Brillengestell akzentuiert Seriosität. Wer anders als er, der Direktor des Jüdischen Museums Frankfurt, sollte die allfällige Frage nach dem aktuellen Stand des deutschen Antisemitismus beantworten, eine Frage die pünktlich und regelmäßig zu den Kämpfen zwischen Israel und den Palästinensern gestellt wird. Denn immer wieder gibt es Deutsche, die sich mit den Palästinensern solidarisch erklären und Israels Politik kritisieren, da verlangt die deutsche Staatsräson echte Experten, die so überzeugend wie möglich Kritik an Israel als antisemitisch einordnen.


    "Aus Friedensdemonstranten werden", so Raphael Gross in einem Interview mit der FAZ, "im deutschen Kontext hassende Antisemiten". Und der Herr Professor belegt das wissenschaftlich damit, dass es auf einer der Demonstrationen die Parole "Kindermörder Israel" gegeben habe. Nun hat die UN-Menschenrechtskommissarin Israel im Gaza-Konflikt scharf kritisiert und von Kriegsverbrechen gesprochen. Und das UN-Kinderhilfswerks Unicef zählt nach zwei Wochen anhaltender Bombardierung von Zielen im Gazastreifen mehr als 120 tote Kinder. Aber da würde der vornehme Schweizer Professor äußerstenfalls die Formulierung `Kinder-Kollateral-Schäden´ zulassen können.


    Ein Kapitelchen seiner bedächtigen Antisemitismusforschung widmet der Historiker dem "linken Antisemitismus" und entdeckt dessen Wurzeln zum Beispiel in der verblichenen DDR. Denn die habe "die Verantwortung für den Holocaust" durch "antifaschistische Klischees" ersetzt. Dass die prägenden Politiker der DDR häufig nicht aus dem Klischee sondern aus den realen Konzentrationslagern und den Nazi-Gefängnissen kamen, dass drei ihrer Politbüro-Mitglieder ihre Verwandten an die Judenvernichtungsmaschine der Nazis verloren hatten, das ficht den Wissenschaftler nicht an. Und um die Ausblendung politischer Wirklichkeit zu komplettieren, tropft ihm ein bedeutender Gedanke von der Lippe: Antiamerikanismus und Antisemitismus, da ist er sicher, passen gut zusammen. - Fester kann man ein Brett nicht vor den eigenen Kopf nageln.


    Während Raphael Gross so vor sich hin redet, will ihm nicht einfallen, dass neben der deutschen Regierung auch und gerade die USA eine ukrainische Regierung unterstützt, in der Naziaktivisten eine erhebliche Rolle spielen. Deren Chef wurde jüngst noch sorgenvoll von der JÜDISCHEN ALLGEMEINEN als übler Antisemit so zitiert: "Die Ukraine wird von einer russisch-jüdischen Mafia beherrscht." Das kann den Einbahnstraßen-Wissenschaftler nicht erschüttern. Vielleicht deshalb mag er auf die soufflierende Frage der FAZ, was denn der Unterschied zwischen einem "waschechten Antisemiten" und einem "Opponenten der israelischen Regierung" sei, nur mit zionistischem Beton antworten: "Die Fragerei kann dem Wunsch nach einer Legitimation für eigene Ressentiments dienen." Das ist ein spannendes neues Tabu: Wer die Frage nach dem Antisemitismus stellt, ist also selbst ein Antisemit.


    Schon einmal, in der Debatte um ein Gedicht von Günter Grass zum denkbaren Israel-Iran-Krieg und dem israelischen Atomwaffenprogramm, sprang der jüdische Dogmatiker Raphael Gross aus dem Anzug des Wissenschaftlers: Das Gedicht sei ein "Hassgesang", um dann nachzuschieben: "Diese direkt aus dem Nationalsozialismus in Deutschland zwischen 1933 -1945 erwachsene `Moral der Volksgemeinschaft´ - ist es, deren Echo wir leider immer und gar nicht so selten hören, wenn wir der Generation von Grass nur genau zuhören." Der Ratzinger-Papst, der DDR-Schriftsteller Günter de Bruyn, der ehemalige deutsche Außenminister Hans-Dietrich Genscher, der Kabarettist Dieter Hildebrandt, der SPD-Politiker Erhard Eppler und der Soziologe Niklas Luhmann, alle aus der Grass-Generation und alle mit dem Volksgemeinschafts-Echo kontaminiert? Das meint er ernst, der Herr Professor und hält sich für seriös.


    Der schwere Hammer des Antisemitismus wird methodisch geschwungen und mit Vorliebe auf jene Köpfe gehauen, die Israel kritisieren. Wenn dabei auch israelische Köpfe sind, die getroffen werden - wie die Kritiker israelischer Palästinenser-Politik David Grossman, Amos Schocken, Moshe Zimmermann, Schlomo Sand oder Moshe Zuckermann - um so besser. Und so verlassen wir denn die fernen Gipfel des Schweizer Intellekts und begeben uns in die schlammigen Niederungen des von Henryk M. Broder eigenhändig geschnitzten jüdischen Antisemitismus: Antisemit ist immer der, der die aktuelle israelische Politik nicht mag.




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    VG.

  4. #194
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    Colin Powell ist wieder da - Jeder Schuss ein Russ



    Colin Powell ist wieder da

    Jeder Schuss ein Russ

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    Colin Powell ist wieder da

    Jeder Schuss ein Russ´

    Autor: U. Gellermann
    Datum: 31. Juli 2014


    Das waren noch Zeiten als der US-Außenminister Colin Powell im Februar 2003 vor der UN-Versammlung seine Rede zur Begründung des Irak-Krieges hielt: Eine Weltbühne, ein eloquenter Minister, eine farbige Power-Point-Präsentation, das Giftgas waberte geradezu von den Wänden und die Willigen meldeten gehorsamst an Bush jr., den obersten Kriegsherren der USA: Jawoll, mein Feldzugs-Führer, wir folgen Dir. Auch die deutschen Medien ließen sich damals nicht lumpen und stimmten, mit ganz, ganz wenige Ausnahmen in das Kriegsgeschrei der amerikanischen Lumpen ein. A War was born, eine halbe Million Iraker starben.


    Fast verstohlen schiebt die aktuelle US-Regierung diesmal vier Fotos über die Theke des internationalen Nachrichtenhandels: Schwarz-weiß sollen die angeblichen Satelliten-Aufnahmen beweisen, dass die Russen Stellungen der ukrainischen Armee beschossen haben. Ein paar Raketenwerfer im Irgendwo, ein paar Einschläge im Nirgendwo. Einschlägige Fachleute sagen, das hätte man im Computer-Programm "Photoshop" auch besser hinkriegen können. Dass man eigentlich erwartet hatte, das US-Propaganda-Ministerium würde Bilder vom Abschuss des malaysischen Fluges MH 17 veröffentlichen, den es seit Tagen in unterschiedlichen Varianten den Russen anhängen will. Das konnte die deutschen Medien nicht irritieren: Freunde lügen nicht. So wurden die diffusen Fotos fast überall veröffentlicht.


    Feinde lügen immer, grundsätzlich. Und da der unerschrockene deutsche Redakteur seit geraumer Zeit den Russen oder den Pro-Russen als Feind ins Visier genommen hat, ist dem nur Schlechtes zuzutrauen: Der Feind spielt mit den Leichen aus MH 17 Fangen, ist eine der Varianten. Kühn setzt sich der Redakteur sogar über TV-Bilder hinweg, die sein Konsument eigenäugig gesehen hat: Wie der Pro-Russe brav die unversehrten Flugschreiber abgeliefert hat. Wie der Pro-Russe Leichen in Säcken zu den Kühlwaggons bringt. Aber wenn der selbe Pro-Russe ein Stofftier aus den Flugzeugtrümmern hochhebt und bei Anne Will das Bild gezeigt wird, dann tut er das "triumphierend". Ein "Untermensch" eben, so hat der ukrainische Ministerpräsident ihn und die anderen Pro-Russen ja genannt. Hätte man das Original-Video komplett gezeigt, wie der Mann das Spielzeug respektvoll wieder hinlegt, wie er die Mütze abnimmt und sich bekreuzigt, hätte der Feind zum Menschen werden können. Wer will denn so was? Nur der Feind.


    Ein Freund, ein guter Freund, ist - nächst allen Erben von Colin Powell - auch der schockoladensüße Poroshenko, der ukrainische Ministerpräsident. Tag um Tag weigert er sich die Aufzeichnungen des Funkverkehrs zwischen dem Flug MH 17 und dem Tower Kiew herauszugeben. Die hat der ukrainische Geheimdienst. Dort sitzen Freunde der USA. Und so weiter. Inzwischen hat die Poroshenko Soldateska die Absturzstelle beschossen. Weil sie "das Absturzgebiet der Boeing 777 von Terroristen befreien (will), um internationalen Experten Sicherheit zu garantieren und die Möglichkeit für ihre Untersuchungen“, behauptet einer aus der Kiewer Regierung. Wenn Poroshenko nicht so ein guter Freund wäre, hätten die totalitär freien deutschen Medien daran erinnert, dass er zwei Tage zuvor eine Waffenruhe im Umkreis von 40 Kilometern um die Unglücksstelle zugesagt hatte.


    Zwischenzeitlich ist in der Ost-Ukraine eine "Schreckensherrschaft" aufgetaucht, verbreitet eine Presserklärung der UN. Die ist bei den nationalistisch geprägten, zusammengewürfelten Truppen der Separatisten nicht auszuschließen. Schließlich werden sie von den Oligarchen des "Donezker Clan" finanziert. Die sind kaum zimperlicher als ihre Brüder in Kiew. Aber vom Schrecken dieser, der feindlichen Brüder ist in deutschen Medien wenig zu erfahren. Von den rund Tausend zivilen Toten ist fast nur im Zusammenhang mit der "Schreckensherrschaft" der Pro-Russen zu lesen oder zu hören. Man könnte denken, die bringen ständig die eigenen Leute um. Wie sie anscheinend auch die Häuser jener Städte beschießen, in denen sie ihre Basis haben. So die ARD: "Auch in das Zentrum der von Separatisten gehaltenen Stadt Donezk schlugen Artilleriegeschosse ein. ... In allen Fällen ist unklar, wer geschossen hat." Wenn es nicht die Pro-Russen waren, dann werden es eben die Russen gewesen sein. Die fand man in der ARD immer schon unklar.


    "Es kommt darauf an, wie man es sieht“, meint Mikael Skillt. „Ich wäre ein Idiot, wenn ich sagen würde, dass ich nicht will, dass die weiße Rasse überlebt", erzählte jüngst voll Stolz dieser Sniper und Rassist aus Schweden in das Mikrophon der BBC. Er kämpft zur Zeit im Asov-Bataillon, einem pro-ukrainischen, bewaffneten Freiwilligenverband in der Ost-Ukraine. "Ich bin der Führer einer kleinen Aufklärungseinheit, ich bin außerdem Scharfschütze und manchmal arbeite ich als Spezialkoordinator im Häuserkampf gegen Zivilisten." Das ist eine der vielen Nachrichten, die man in den deutschen Medien einfach nicht finden kann. Denn das könnte das Bild von den Freunden beschädigen.


    "Jeder Schuss ein Russ´", stand auf den Eisenbahnwaggons, mit denen die deutschen Soldaten an die Fronten des Ersten Weltkriegs transportiert wurden. So holprig darf Propaganda heute nicht mehr gereimt sein. Und als Colin Powell damals seine angeblichen Beweis-Bilder an die unschuldige UN-Leinwand warf, war der Irak-Krieg längst beschlossene Sache.

    Wer das Video mit dem Stofftier sehen will;


    http://www.youtube.com/watch?v=xLdRBaL4-wU#t=58


    Wer mehr von Mr. Skillt wissen will:


    http://www.bbc.com/news/world-europe-28329329




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    VG.

  5. #195
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    Luftalarm per SMS - Israel tötet nach Ansage



    Luftalarm per SMS

    Israel tötet nach Ansage

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    Luftalarm per SMS

    Israel tötet nach Ansage

    Autor: Wolfgang Blaschka
    Datum: 30. Juli 2014


    Israel verschickt vor schweren Luftangriffen ernstzunehmende Warnungen per SMS oder Telefonanrufe an die Bewohner betroffener Stadtviertel mit der Aufforderung das Haus zu verlassen und anderswo zu warten, bis es in Trümmern liegt. Das ist die neueste Variante israelischer „Sorge“ um die palästinensische Zivilbevölkerung, jener Sorte "Fürsorglichkeit" des Verbrechers, der vor dem Abdrücken oder Zustechen noch brüllt: „Hau ab, sonst bring' ich Dich um“. Selber schuld, wer nicht rechtzeitig das Weite sucht, um sich in Sicherheit zu bringen! Strafmildernd wirkt das nicht, und im Falle des Massakers in Gaza wird aus dem Bombardement von Wohnhäusern, UN-Schulen und Krankenhäusern deshalb nicht weniger als ein einziges großes Kriegsverbrechen, bestehend aus vielen einzelnen. Doch Netanjahu wird nicht in Den Haag erscheinen.


    BBC zeigte eine Szene, die erschaudern ließ: Ein junger Mann liegt im Schutt eines Trümmerfelds, getroffen an der Hand. Er erhebt sie hilfesuchend, will sich aufrappeln, und wird durch einen zweiten gezielten Schuss niedergestreckt, offenbar von einem Scharfschützen der stolzen israelischen Armee IDF. Ein glatter Mord, ruchloses Kriegsverbrechen an einem verletzten Zivilisten! „Aber den Schützen hat man doch nicht gesehen. Es könnte doch auch ein Palästinenser gewesen sein; die Hamas macht sowas, die bringen auch ihre eigenen Leute um“, versuchte ein blinder Israel-Verteidiger die schmerzlichen Bilder zu entkräften, ganz vernagelt im missionarischen Ernst seiner Rechtfertigungs-Offensive. Soweit ist es gekommen: Die Opfer sind selber schuld und haben sich selbst umgebracht.


    Das glaubt nicht einmal mehr Angela Merkel, die sonst so bedingungslos treue Israel-Unterstützerin. Sie spricht mittlerweile von „überzogenen Maßnahmen“ und „unverhältnismäßigen Militär-Aktionen“. Das will etwas heißen bei ihr. Im diplomatischen Schönsprech ist das nicht weniger als ein Warnschuss vor den Bug, oder in ihrem Fall eher ein Hilferuf: „Halt ein, Bibi, ich kann eure Kriegsführung bald nicht mehr verteidigen“. Es wird an ihrer „Staatsraison“ vermutlich nichts ändern, doch zeigt es ihr Dilemma. Die verhärmte Hartleibigkeit ist derzeit oberste Bürgerpflicht bei allen unkritischen Freunden Israels. Dabei „vergessen“ sie geflissentlich: Mensch ist Mensch. Mord bleibt Mord. Es fällt ihnen nicht leicht, ihre Fahne hochzuhalten, die so besudelt ist. Dennoch tun sie es trotzig provozierend und unbelehrbar. Natürlich nur, um vor einer neuen Welle des "Antisemitismus" zu warnen. Aus lauteren Motiven sozusagen.


    Es gibt ihn tatsächlich, latent und akut, gerade auch in Deutschland. Ein Bodensatz von 25 bis 30 Prozent äußert in Umfragen antisemitische, rassistische Klischees und Ressentiments. Umso wichtiger wäre es ihm den Boden zu entziehen. Stattdessen soll er weggeredet werden mit empörten Sonntagsreden bei gleichzeitiger Rechtfertigung der Gaza-Zerstörung. Selbst der DGB macht da hilflos mit. Doch der Trick will nicht mehr so recht verfangen, jede Kritik, jeden Protest, jede Empörung gegen Israels Kriegs-, Besatzungs-, Blockade- und Siedlungs-Politik wegzuwischen. Der „staatlich verordnete“ Pro-Zionismus läuft immer mehr ins Leere. Die berechtigte Warnung vor Antisemitismus sollte an Israel gerichtet sein: Eure Politik trägt dazu bei ihn wiederzubeleben! Doch was da an Wut und Empörung bei den Palästina-Solidaritätsdemonstrationen erschallt, ist etwas grundlegend anderes als stumpfe Vorurteile oder verstockter Hass auf Juden, ob sie nun hier oder anderswo leben. Es ist ein Schrei nach Frieden, ein Appell an die Vernunft, eine Forderung nach Ende des Gemetzels. Gewiss auch Hass auf Israel.


    Dabei geht es nicht um dümmlich-mittelalterliche Verdächtigungen judenfeindlicher Progrom-Schreier, „die Juden“ würden Kinder töten, um daraus Matze zu machen. Es geht um den konkreten Vorwurf, dass Israel wahllos Zivilisten, Frauen und Kinder tötet, um die Hamas „auszurotten“. Dass Israel mit Judentum identifiziert wird, liegt nicht zuletzt am Zentralrat der Juden in Deutschland. Der hat jahrelang die Israel-Kritiker als verkappte „Antisemiten“, notfalls als „jüdische Selbsthasser“ zu diskreditieren und mundtot zu machen versucht. Nun schlagen über dieser absichtsvoll herbeigeredeten Gemengelage die Bomben und Raketen und Mösergranaten der israelischen Streitkräfte ein. Im Rauch der Explosionen wallen die Gemüter auf, und schon erscheinen alle bitteren Anklagen und verzweifelten Klagerufe wie „Judenhass“. Dabei ist es blanke Israel-Verdammung, mit Recht. Der perfide Trick der freiwilligen Hilfswilligen und "Selbstverteidigungs"-Lobbyisten Israels besteht darin, Antizionismus mit Antisemitismus in Eins zu setzen.


    Die vorhergehende Warnung soll den Bombenabwurf, die Hauszerstörung, die Erpressung, den Mord ins Recht setzen. Nach einer kurzen Benachrichtigung sei die Zerstörung des definierten Ziels legitim*. Eine Rechtsauffassung, die sich nur Zyniker ausdenken konnten. Der Rechtsbrecher kündigt den Rechtsbruch an, und meint straffrei zu bleiben. Ein kläglicher Versuch, dem unvermeidlichen Vorwurf zu entkommen, welcher allenthalben sich erhebt, und dessen niederschmetternde Botschaft nun tragische, alltägliche Wirklichkeit geworden ist im Schlachtplan der Zionisten: Israel tötet Kinder.


    Der Israel-Hass bekommt täglich neue Nahrung aus den Nachrichten über das Morden in Gaza: Bisher über 1260 Tote, über 7000 Verstümmelte, Verkrüppelte, Verwundete. Auf der anderen Seite: Knapp 60 Tote, fast ausschließlich israelische Soldaten, kaum Zivilisten. Das übliche Verhältnis im herzlosen „Body-Count“. Mit jedem Tag werden es mehr, in Hunderterschritten. Jedes Kriegsopfer ist eines zuviel!


    Die Hamas-Raketen werden zu großen Teilen abgefangen oder explodieren ungesteuert auf freiem Feld. Die israelischen „Präzisionswaffen!“ radieren treffsicher genau das aus, was die Lebensgrundlage der Menschen im „größten Freiluft-Gefängnis der Welt“ sicherstellen soll: Die Infrastruktur, zuletzt das einzige Kraftwerk im Gazastreifen, dessen Öltanks abfackelten. Es versorgte ein Drittel des Gazastreifens mit Elektrizität, der Rest kommt aus Israel. Damit gibt es nicht nur kaum Strom (schon jetzt nur zwei bis drei Stunden am Tag), sondern auch bald kein Wasser mehr, denn die meisten Brunnen benötigen Strom für die Pumpen. Und auch der Diesel für die Generatoren bleibt zwangsläufig aus, wenn die Tunnel restlos zerstört sind, wie Netanjahu es plant und angekündigt hat. Dann verdurstet Gaza, ähnlich wie 1904 die 30.000 Hereros vor den deutschen „Schutztruppen“ in Namibia. Es riecht verdammt nach Völkermord.


    Die „menschliche“ Geste, jemanden vor der Zerstörung seines Eigentums zu warnen, kann als Fortschreibung jener absurden Vorstellung von „humanitärer Aktion“ gelten, mit der Bombenkriege seit dem NATO-Krieg gegen Jugoslawien 1999 bemäntelt und als notwendige „Befreiungs-Intervention“ verkauft werden. Damals wurde mit frecher Ansage die serbische Infrastruktur zerklumpt, wurden Krankenhäuser und Schulen, die chinesische Botschaft und die staatliche Rundfunkstation, Brücken, Bahngleise und Wohnhäuser zu Schutt verarbeitet. Allerdings hatte die NATO noch nicht alle Telefonnummern von Belgrad eingespeichert. Es tönten konventionelle Luftschutzsirenen. Da ist Israel als neuerliche Besatzungsmacht im Gaza-Streifen technisch deutlich weiter mit seinem „Service“. Man lässt der gegnerischen Seite eine Chance, die keine ist. Es gibt so gut wie keine Bunker in Gaza. Wohin sollen die Leute fliehen?! 200.000 Schutzsuchende! Gaza ist dicht, Artilleriefeuer zerfetzt die Flüchtenden. Ganze Straßenzüge lagen übersät mit Leichen. Netanjahu will bis zum endgültigen Sieg über die Hamas so weitermachen, verkündet eine „lang anhaltende Militäraktion“. Kerry mahnt dagegen, die Hamas nicht komplett „auszuschalten“. Denn was aus dem jüngst gesäten Hass erwüchse, könnte noch weit schlimmer werden. Selbst eingefleischte Antideutsche ahnen in diesen Tagen: Israel geht zu weit.


    Noch weiter wäre es, wenn bei Drohnen-Exekutionen vorher ein Warnschuss abgegeben würde: Schalten Sie Ihr Handy ein und sprechen Sie letzte Worte. Wir erschießen Sie in zwei Minuten. Bleiben Sie auf Empfang, damit wir Sie gut orten können! Das wird vielleicht noch kommen, bevor sich die israelische Gesellschaft endlich dazu entschließt, sich zu therapieren. Dazu muss Druck von außen kommen, aus Europa, aus Deutschland. So würde die Bundesrepublik ihrer wirklichen historischen Verantwortung tatsächlich gerecht, indem sie diesen Wahnsinn nicht mehr unterstützt, Waren-Importe aus den besetzten Gebieten boykottiert und keine Waffen und U-Boote mehr an Israel liefert und dazu noch aus Steuermitteln subventioniert. Das sinnvollste, was wirkliche Freunde der Israelis tun könnten, wäre zu raten: Israel auf die Couch!


    * Das beklagt Yuli Novak, 32, am 28. Juli 2014 in der Süddeutschen Zeitung; sie diente 2000 bis 2005 in der israelischen Luftwaffe, zuletzt als Oberleutnant. Seit 2013 ist sie geschäftsführende Direktorin von „Breaking the Silence", einem Zusammenschluss regierungskritischer Soldaten.




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    Politik ist Glücksache - Fast jedes Los ein Treffer



    Politik ist Glücksache

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    Politik ist Glücksache

    Fast jedes Los ein Treffer

    Autor: U. Gellermann
    Datum: 04. August 2014


    Hereinspaziert, hereinspaziert sollen die Chefs des Deutschen Lottoblocks gesagt haben. Und während für den Millionengewinn, die sechs Richtigen mit Zusatzzahl, die Chance nur bei 1: 140 Millionen liegt, ist der Ex-Polit-Profi beim Lotto-Block immer richtig. Die Zusatzzahl ergibt sich aus der Nummer seines Parteibuches. Der Martin Stadelmaier von der SPD zum Beispiel, lange beim rheinlandpfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck Staatssekretär, kam jüngst zufällig an der Lottobude vorbei und wurde gekidnappt. Da traf er dann auf Ole von Beust, CDU. Den hätten die Lotto-Herren bei eBay günstig erworben, sagen sie. Jedenfalls gehören die beiden zu einer ganzen Reihe von Ausrangierten, die jetzt beim Lotto die Weichen in Richtung Politik stellen. Seinen alten Chef kann Stadelmaier nicht an der Lostrommel treffen, Kurt Beck berät den Pharmakonzern Boehringer Ingelheim. Von dem bisschen Pension, soll der Ex-Ministerpräsident gesagt haben, kann ich mir doch keinen Schoppen zum Saumagen leisten!


    In der selben Branche wäre beinahe der Ex-MP von Baden-Württemberg, Stefan Mappus, gelandet: Der sollte zum Darmstädter Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck. Da hätten die beiden ehemaligen Ministerpräsidenten konkurrieren können, beinahe wie damals, als der eine in der SPD und der andere bei der CDU noch Demokratie spielten. Wahrscheinlicher wäre eine gemütliche Große Koalition zustande gekommen: Absprachen über dies und das, gemeinsame Strategien zu diesem oder jenem, alles wie früher. Von diesen Elder Statesmen kann der Roland Pofalla, einst Darling bei Angela Merkel, sicher lernen: Geld einstreichen, schlau gucken und die richtigen Leute anrufen, das kann doch einen Profi nicht erschüttern. Nach dem was Frau Merkel eine Schamfrist nennt, geht Pofalla im kommenden Jahr schamlos zum Taschenfüllen und Strippenziehen zur Deutschen Bahn. Endlich, endlich soll der arme Mann geseufzt haben, endlich kann ich mir die dritte Scheidung leisten und den ersten Bentley.


    Die Merkel hat ihre Leute überall sitzen. Nicht, weil sie selbst das Job-Feld sondieren will, sondern damit sie ihrem Lieblings-Sport, dem Simsen nachgehen kann: Eckart von Klaeden, früher Staatsminister im Kanzleramt, heute bei Daimler, schickt ihr diese SMS: "Muss die hohe Auto-Abgasnorm sein, Angela?" Merkel simst zurü: "Nein". So schnell geht Politik. Hildegard Müller, die war vor von Klaeden Staatsministerin im Bundeskanzleramt und sitzt ihre Zeit heute als Geschäftsführerin des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft ab: "Brauchen wir diese Energie-Reform, Angela?" SMS zurück: "Nein, Merkel." Da soll doch noch mal einer sagen, die Kanzlerin sei nicht entscheidungsfreudig. - Wer sich jetzt Sorgen um die GRÜNEN macht, ob die denn auch ein wenig Geld verdienen können und mitmischen dürfen, soll sofort damit aufhören. Der GRÜNE Rezzo Schlauch zum Beispiel, ist fast ohne Umwege von der Anti-AKW-Barrikade zum Atomkonzern EnBW gewechselt. Er hat sich schon ein Ständchen verdient: "Weist du wo die GRÜNEN sind? Zittern ganz verwelkt im Wind. Ist eklig anzusehn, ist eklig anzusehn."


    Doch der Master of the Universe des Seiten-Wechsels ist Joschka Fischer. Schön, wenn der Erfinder des Polit-Turnschuhs sein Gnadenbrot bei Addidas verzehren würde, aber der Mann, der gemeinsam mit seiner amerikanischen Amtskollegin Madeleine Albright dem Staat Kosovo mit Bomben zur Geburt geholfen hat, führt heut mit eben dieser Dame die Lobby-Akten der DAX-Unternehmen Siemens, BMW und des Energieversorgers RWE. Wer jetzt "Schröder!" in den Wald reinruft und Gazprom raus schallen hört, der sollte sich keine Korruptions-Gedanken machen. Der Gerhard trinkt gerne einen und wo gibt es schon besseren Wodka als in Moskau: "Hol mir ma ne Flasche her!"


    Schon heute wird der kluge Politiker über seine Anschlussverwendung nachdenken. Der Steinmeier zum Beispiel hat absolut eine Zukunft als Markt-Schreier: Erst jüngst auf dem Kiewer Maidan hat er den Ukrainern eine Regierungskiste voll fauler Nazi-Äpfel als neue Euro-Norm verkauft. Ursula van der Leyens Perspektive liegt im Marketing: Wer es schafft, die Bundeswehr als Institut zur Familien-Therapie unter die Leute zu bringen und Drohnen als die Fortsetzung der Rohrpost mit anderen Mitteln zu preisen, der kann als Kanzlerin künftiger Kriege das militärische Treiben jederzeit zum sportlichen Wettbewerb erklären. Dabei sein ist alles. Der Große Gauck hat seine neue Rolle als Chef des "Deutschen Verantwortungs-Verbandes" schon gefunden. Die unter diesem originellen Namen auftretende Vereinigung deutscher Waffenschieber wird mit dem Slogan "Nicht länger heucheln, jetzt endlich meucheln" die Deutschen herrlichen Zeiten entgegenführen.


    Politik ist Glücksverheißung. Auch deshalb sollten die Parlamentswahlen künftig vom Deutschen Lottoblock durchgeführt werden. Um die Verantwortung der Wähler zu erhöhen, dürfen nur jene teilnehmen, die einen Mindesteinsatz leisten. Soldaten zahlen die Hälfte. Rentner das Doppelte. In einer großen Lostrommel warten die Namen diverser Politiker dann darauf, dass sie gezogen werden. Wer kein Amt abkriegt, darf sofort in die Wirtschaft. Statt der sonst üblichen Nieten werden Millionen Arbeits-Lose ausgegeben. Wer wirklich nur Treffer erzielen will, muss gleich zur Bundeswehr. Wer betrügt und dabei erwischt wird, kann leider nicht Journalist werden. Wer sich nicht erwischen lässt, darf sich Hoffnung auf einen Chefredakteursposten machen. Die Ziehung findet unter Kontrolle geprüfter Steuerhinterzieher statt.



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    Das Damals im Jetzt - Eine Reise in die Vergangenheit von Links und Rechts



    Das Damals im Jetzt

    Eine Reise in die Vergangenheit von Links und Rechts

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    Das Damals im Jetzt

    Eine Reise in die Vergangenheit von Links und Rechts

    Autor: U. Gellermann
    Datum: 04. August 2014
    -----
    Buchtitel: Für Isabel
    Buchautor: Antonio Tabucchi
    Verlag: Hanser


    Antonio Tabucchis letzter Roman, nach seinem Tod erschienen, ist eine lange, eine nahezu unendliche Reise in die Vergangenheit. In jene Zeit, in der alles noch klar erschien, die Fronten geklärt und die Bösen Rechts waren, die Guten aber Links. Nicht, dass das heute völlig anders wäre. Aber solche, die als Links galten, drängen in die Mitte, dort treffen sie auf jene, die sich selbst als konservativ, als Rechte verstanden, und so ist die Eroberung der Mitte ein gemeinsames Ziel von fast allen, denn dort wartet der Preis aller Gravitation: Die Macht.


    Da sucht einer Isabel, seine Liebe in der Zeit des portugiesischen Faschismus, er sucht sie der Leidenschaft wegen, auch weil sie verschwunden ist, sie könnte sein Kind ausgetragen haben, aber auch in den Folterkellern des Salazar-Regimes ermordet worden sein. Dunkel bleibt die Figur des suchenden Mannes, die gesuchte Frau braucht alles Licht auf, um in ihren Weggefährten - von der Kinderfrau über den Gefängniswärter bis zum mit Opium getränkten Dichter - jenen facettierten Spiegel der Wirklichkeit zu finden, der eben nicht einfaches Abbild ist sondern als ein Mosaik der vielen Sichten und Ansichten ein neues Bild schafft.


    Längst hat sich das faschistische Portugal - dessen Widerstandsbewegung Tabucchi seinen großen Roman `Erklärt Pereira´ gewidmet hat - in der Mitte Europas eingefunden. Scheinbar ist das alles vergessen, verklungen, der staatliche Terror und der linke Widerstand, haben sich scheinbar die Hände über den Gräbern gereicht. Ein ehemaliger militanter Maoist, José Manuel Barroso, hat sich zum Präsidenten der Europäischen Kommission verwandelt und so in ihr aufgelöst. Und doch klebt die braune Spur wie eine hässliche Siegelschnur auf der neuen Mitte. Portugal war Gründungsmitglied der NATO, nie hat die US-Militärorganisation Folter und Mord in Portugal kritisiert. Im Gegenteil, als die Portugiesen in den 70er Jahren die Herrschaft der Diktatur abwarfen, ließ die NATO Kriegsschiffe vor der Küste Lissabons kreuzen, inspirierte sie die spanische Franco-Armee zu Truppenkonzentrationen an der portugiesischen Grenze und übte Druck auf die erste freie Regierung des Landes aus.

    Tabucchis Sprache, in der Übersetzung von Karin Fleischanderl, erzeugt einen leisen, fast melancholischen Ton. So, als wäre er nicht sicher, dass die Vergangenheit vergangen sei, als sei er noch weniger sicher, dass die Zukunft auch eine Zukunft habe. Und doch war der Schriftsteller neben seinen eher verrätselten romantischen Arbeiten ein heftiger Gegner des Berlusconismus und attackierte die "Bedrohung der Demokratie" wo er nur konnte und kämpfte um die Zukunft. Bis zu seinem Tod vor zwei Jahren bliebTabucchi jener altmodischen Haltung verpflichtet, die das was Links war als Widerstand begriff und sich nicht mit irgendeiner verschwommenen Mitte arrangierte.


    Es gibt sie immer noch, die NATO. Und wer sie als pittoreskes Fossil begreift, der muss nur zur Ukraine schauen. Dort hätte sie gern einen Stützpunkt, möglichst auf der Krim. Bis dahin ist sie auch mit dem EU-Assoziierungsabkommen zufrieden, das legt schon mal militärische Zusammenarbeit fest. Zwar ist die ukrainische Regierung nicht so eindeutig faschistisch wie die damalige portugiesische, aber immerhin. - "Wir sind in unserem Damals", sagt Isabel , als sie den, der sie gesucht hat in einem kleinen Bahnhof an der Riviera trifft. "Man kann," sagt der Suchende, "nicht gleichzeitig im Jetzt und im Damals sein." Langsam erklingt Beethovens Klavier-Sonate "Les Adieux, l'Absence, et le Retour" an den Gleisen, vom Abschied und der Wiederkehr spielt das Stück. - Das Kiewer Lumpenstück ist eines mit den Widergängern derer von damals.




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  8. #198
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    Abstimmung mit den Füssen in der Ukraine - Berliner Regierung duldet und stützt Terror aus Kiew



    Abstimmung mit den Füßen in der Ukraine

    Berliner Regierung duldet und stützt Terror aus Kiew

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    Abstimmung mit den Füßen in der Ukraine

    Berliner Regierung duldet und stützt Terror aus Kiew

    Autor: U. Gellermann
    Datum: 06. August 2014


    Seit Monaten erwecken die Bundesregierung und die ihr angeschlossenen Medien den Eindruck, in der Ost-Ukraine wären es wesentlich pro-russische "Terroristen", die eine friedliche Entwicklung in der Ukraine verhinderten. Jetzt stimmt die Bevölkerung im Osten der Ukraine mit den Füßen darüber ab, woher der Terror gegen sie kommt: Aus Kiew. Denn, wie das UN-Flüchtlingskommissariat mitteilt, sind seit Jahresbeginn 730.000 Menschen aus dem umkämpften Gebiet geflohen. Und nicht in Richtung des angeblich so demokratischen Kiew, dem der Westen noch schnell ein EU-Assoziierungsabkommen umgehängt hatte wie einen Orden. Jeden Tag wächst die Zahl der Flüchtlinge um 1.200 an. Und sie fliehen nach Russland.


    Nach der Logik von USA und EU fliehen die Ost-Ukrainer natürlich in die falsche Richtung. Denn glaubt man den Unsinn, den die Mainstream-Medien verbreiten, dann sind Putin und die Seinen schuld an der Lage im Donbass. An dieser Auffassung konnte weder die Unterdrückung des Russischen, der Muttersprache der Ostukrainer, noch die Drohung der verrückten, aber in Kiew durchaus koalitionsfähigen Julia Timoschenko etwas ändern, die in einem Telefonat empfahl die "acht Millionen Russen auf dem Territorium der Ukraine" am besten "mit Atomwaffen" zu erschießen. In die "falsche Richtung" flohen jüngst auch mehr als 400 ukrainische Soldaten: Über die Grenze nach Russland, um nicht auf die eigenen Leute schießen zu müssen. "Rätselhaft" fanden das die wenigen deutschen Medien, die diese Desertion überhaupt meldeten. Aber es waren natürlich nicht die ersten Soldaten der regulären Armee, die den Kiewer Befehl auf die Menschen in der Ost-Ukraine zu schießen verweigerten.


    Die Gönner der Kiewer Regierung in Berlin, die immer noch mit langen Fingern in Richtung Russland zeigen wenn es um den Absturz des malaysischen Flugzeuges geht, wundern sich nicht einmal darüber, dass das Regime zwar alle zwei Tage irgendwelche Waffenstillstände verspricht, damit die internationalen Experten die Absturz-Stelle untersuchen können, um dann aber, wie auch gestern, erneut das Dauerversprechen zu brechen. Weil wieder einmal versucht wurde ausgerechnet diese Gegend zu erobern. Weder die EU, noch die deutsche Regierung oder deren Medien fordern bisher nachdrücklich den Funkverkehr zwischen der malaysischen Maschine und dem Kiewer Tower an, aus dem man Rückschlüsse auf die Verantwortung für den Absturz ziehen könnte. Statt dessen lassen sie zu, dass an der Absturzstelle Spuren im Gefolge von Kriegshandlungen beseitigt werden können.


    Während die deutsche Bundesregierung weiter so tut als wäre nichts, schweigt der deutsche Botschafter in Kiew, Christof Weil, vornehm. Dabei hätte der Diplomat - ein Mann der lange im NATO-Referat des Auswärtigen Amtes und weitere vier Jahre im Internationalen Sekretariat der NATO in Brüssel tätig war - viel zu erzählen. Zum Beispiel darüber, was er denn im letzten Jahr genau mit Oleh Tiahnybok, dem Chef der ukrainischen Nazi-Partei "Swoboda" beraten hat. Die "Swoboda" selbst kommentierte diesen höchst anrüchigen Kontakt so: Es sei dabei um das Assoziierungsabkommen mit der EU gegangen und um "Auswege aus der politischen Krise", dabei sei auch erwähnt worden, das "anti-ukrainische Regime" Janukowitsch könne gekippt werden. Nach einem kurzen Zwischenstop der Swoboda-Spitze bei der deutschen NPD, führten die Nazi-Ukrainer später eine Serie von Gesprächen mit den Botschaftern Litauens, der USA, Tschechiens, Ungarns, Israels und Dänemarks.


    Ort um Ort, Stadt um Stadt, zivile Ziele also, werden von den Poroshenko-Truppen unter Beschuss genommen. Zwischendurch beschießt die Kiewer "Nationalgarde" mal einen Bus mit unbewaffneten Flüchtlingen und deren Kindern aus der Stadt Schachtjorsk oder marodiert in Orten, die den deutschen Medien unbekannt sind und die sie nicht kennen lernen wollen, wie Krasnogorowka und Staromichailowka. In der ostukrianichen Stadt Lugansk sind, dank des Terrors aus Kiew, 250.000 Menschen ohne Wasser und Strom, teilten die örtlichen Behörden mit. Sie sprachen von einer "humanitären Katastrophe". Auch wenn die deutschen Medien keine Bilder liefern, berichtet die UNO und deren Weltgesundheitsorganisation, dass seit dem Beginn der "Antiterroristischen Operation" in der Ukraine 1.129 Zivilisten getötet wurden. Aus Berlin kein Ton, kein Protest, kein Eingreifen. Das offizielle, das öffentliche Deutschland macht sich schuldig. Diese Sorte Deutschland paktiert mit Faschisten. Dieses Deutschland deckt den Terror gegen die Bevölkerung in der Ost-Ukraine durch Schweigen, Wegsehen und diplomatische Billigung. Dieses schmutzige Stück Deutschland riskiert gnadenlos einen Krieg mit Russland. Für was? Für die USA.




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  9. #199
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    U-Boote der Staatsräson - Wie Deutschland das Gaza-Problem löst



    U-Boote der Staatsräson

    Wie Deutschland das Gaza-Problem löst

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    U-Boote der Staatsräson

    Wie Deutschland das Gaza-Problem löst

    Autor: U. Gellermann
    Datum: 11. August 2014


    Manchmal könnte man an der deutschen Staatsräson irre werden: Hatte doch die größte deutsche Kanzlerin aller Zeiten erklärt, die "Sicherheit Israels" sei Teil der deutschen Staatsräson und so einen echte Nibelungen-Eid geleistet. Aber nun, in höchster Not - in einer Zeit, in der die Hamas die Palästinenser aus Gaza in eine Art permanenten Selbstmordanschlag gegen Israel führt, sogar 430 Kinder musste die israelische Armee zur puren Selbstverteidigung umbringen - wird der Räson-Eid scheinbar aufgeweicht: "Der Status quo", schreibt Außenminister Frank-Walter Steinmeier in der WELT, „das zeigen die immer wiederkehrenden militärischen Auseinandersetzungen der letzten Jahre, ist nicht haltbar." Ja was will er denn, der Steinmeier? Die notwendige israelische Härte gegen den Hamas-Terror, in deren Ergebnis inzwischen fast 2000 tote Palästinenser nötig waren, aufweichen? Den guten alte Status quo - nach der die israelische Regierung in Gaza ein echtes Gefangenen-Lager unterhält, mit Todesstreifen, pädagogischen Bombardements und alledem - etwa abschaffen?


    Doch flugs meldete sich der israelische Außenminister Avigdor Lieberman zu Wort und rief die Bundesregierung zu mehr Engagement im Krisenherd Nahost auf: „Die Deutschen als politische Führungsnation in Europa müssen eine ganz entscheidende Rolle im Gaza-Konflikt einnehmen“. Der Mann hat die Gauck-Formel von der deutschen VERANTWORTUNG gut begriffen: "Führungsnation" nennt uns der ehemalige Saalordner, da wissen wir doch genau, wohin uns das führt. Da schlägt die Räson die Hacken zusammen, meldet sich zur Stelle und liefert umgehend das nächste U-Boot von Kiel nach Haifa. So jedenfalls kündigte es Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel an und wird mit dieser Verschiffung hoffentlich den Status quo weiter vertiefen, wenn nicht gar verbreitern. Denn nicht "Ab-Tauchen" ist die Devise deutscher Räson, sondern unsere U-Boote werden auftauchen und der Hamas mal zeigen was ein deutscher Torpedo ist.


    Schon seit Jahren, genauer seit dem März 1999, helfen wir dem armen israelischen Staat dabei, seine Haupt-Rolle in der Welt zu spielen: Pfahl sein im Fleische arabischen Übermuts, Knüppel sein für alle, die Washington im Nahen Osten nicht leiden mag. Denn in diesem März Ende der 90er Jahre lieferte Deutschland ein erstes U-Boot der Dolphin-Klasse an Israel aus. Das 225 Millionen teure Boot, eigens mit Torpedo-Rohren für atomare Marschflugkörper ausgerüstet, war ein Geschenk an die Ordnungsmacht im Mittelmeer. Der deutsche Steuerzahler hatte sich nicht lumpen lassen, um dem letzten Land ordentlicher Apartheid einen atomaren Angriffs-Vorsprung vor den anderen Staaten in diesem Raum zu sichern. Es gab dann noch eine zweite U-Boot-Lieferung. Ebenfalls gratis. Und erst das dritte U-Boot, im Juni 2000 ausgeliefert, wurde zur Hälfte vom israelischen Staat selbst bezahlt.


    Nun also, man ist geneigt zu sagen: endlich, kommt das vierte Boot zum Einsatz. Als erstes könnte es mal die restlichen Fischer vor der Gaza-Küste unter Betreuung nehmen. Bisher hatte die israelische Marine diese Terror-Fischer nur von den guten Fanggründen in der international üblichen 12-Meilen-Zone ferngehalten. Doch was die Fischer dann anlandeten, war zum Sterben immer noch zu viel.
    Diese Drohung mit dem palästinensischen Überleben könnte der deutsche Dolphin mit seinem geringen Tiefgang auf nahe Null bringen: So ein paar Bötchen sind für die deutsche Kriegsmaschine kein Problem. Auch die palästinensische Tunnel-Plage - immer wieder schmuggeln die Gaza-Isten Lebensmittel durch die Röhren ins Land – ließe sich damit final klären: Ein paar Torpedos in jeden Tunnel-Eingang, und der Ausgang hätte sich letal erledigt. Für Deutschland ist diese Form der Räsonausübung sogar billiger als üblich, zahlen die Israelis bei diesem vierten Boot doch sogar fast zwei Drittel des Preises. Allerdings kostet es inzwischen mit 550 Millionen Euro auch schon das Doppelte. Schließlich ließe sich mit den atomaren Marschflugkörpern auch eine endgültige Lösung des Hamas-Problems erreichen. So was ist nun mal nicht umsonst zu haben.


    Neben dem praktischen Nutzen ist die erneute U-Boot-Lieferung von unschätzbarer moralischer Bedeutung. Sagt doch das deutsche Waffengeschenk klipp und klar: Für die Räson nehmen wir gern den Verfassungsbruch in Kauf. Artikel 26 des Grundgesetzes formuliert eindeutig, dass "Handlungen, die geeignet sind und in der Absicht vorgenommen werden, das friedliche Zusammenleben der Völker zu stören", unter Strafe stehen. Ach was, Strafe, sagt sich der Gabriel. Es geht schließlich auch um das deutsche Waffenmarketing. Was sollen unsere Freunde in der Welt denn denken, wenn wir unsere Verpflichtungen nicht mehr einhalten? Gerade erst haben wir uns im Abkommen der Ukraine mit der EU auf eine "gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik" festgelegt. Der neue ukrainische Kriegsminister, Waleri Heletei, ließ bereits verlauten: "Ich werde alles auch für eine ukrainische Krim tun und bin überzeugt, dass wir siegen werden". Solche Überzeugungen dürfen nicht erschüttert werden. Deutschland wird liefern.




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    Ein Spiel mit dem Feuer - Ein Buch zur Kriegs-Brandbekämpfung in der Ukraine


    Ein Spiel mit dem Feuer

    Ein Buch zur Kriegs-Brandbekämpfung in der Ukraine

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    Ein Spiel mit dem Feuer

    Ein Buch zur Kriegs-Brandbekämpfung in der Ukraine

    Autor: Karl Peters
    Datum: 11. August 2014
    -----
    Buchtitel: Ein Spiel mit dem Feuer - - Die Ukraine, Russland und der Westen
    Buchautor: Peter Strutynski (Hg.)
    Verlag: PapyRossa


    Nach Monaten einseitiger und grundfalscher Berichte und Kommentare über den Ukraine-Konflikt in den deutschen Medien sammelt die ARD, - an der allgemeinen Nachrichtenfälschung führend beteiligt - in ihrem Deutschland-Trend die Ergebnisse ein: Rund 80 Prozent der Deutschen sieht Russland in der Verantwortung für die "Eskalation" und 49 Prozent (gegen 46) sind für die Verschärfung der Sanktionen. Wenn trotzdem nur 35 Prozent die USA für einen vertrauenswürdigen Partner halten und immer noch 40 Prozent (gegen 58) nachvollziehen können, dass sich Russland vom Westen bedroht sieht, dann liegt das nicht zuletzt an den Autoren, die Peter Strutinsky, Sprecher des "Friedensratschlag" in seinem Buch "Ein Spiel mit dem Feuer - Die Ukraine, Russland und der Westen" als Herausgeber um sich versammelt hat. Sie alle haben, zumeist im Internet, in eben diesen langen Monaten versucht, dem deutschen Kriegsgeschrei die Stimme der Vernunft entgegen zu halten.


    Mit Reinhard Lauterbach, der in Polen lebt und lange für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk gearbeitet hat, beginnt der Reigen der Maidan-Analytiker. Er weist nach, dass der Maidan keine spontane Erfindung war, erzählt detailliert von der Gründung des "Rechten Sektors", jener bewaffneten Schlägerbande, die letztlich den ehemaligen Bürgerprotest dominierte und vermerkt ironisch, dass der Aufruf der Kiewer Opposition zum Generalstreik "völlig wirkungslos" blieb. Offenkundig hatte der Maidan, im Westen als "das Volk" behauptet, einfach keine Mehrheit in der Bevölkerung.


    Die Schriftstellerin Daniela Dahn komplettiert die ukrainische Erzählung mit der Frage, wie legitim denn die vom Maidan installierte Regierung gewesen sei. Nüchtern erinnert sie daran, dass die Wahlen, aus denen die Janukowitsch-Präsidentschaft hervorgegangen war, von der OSZE als "vorbildlich demokratisch" gelobt worden waren. Wahlen, bei denen die Oppositions-Parteien verloren hatten, die sie aber mithilfe des des bewaffneten Maidan in einen Sieg umwandelten: Janukowitsch musste fliehen, die Timoschenko-Klitschko-Nazi-Gruppierung stellt heute Regierung und Präsident. Wenn Daniela Dahn dann anmerkt, dass eine gewählte Regierung wie zum Beispiel die deutsche nicht selten gegen Bevölkerungsmehrheiten handelt (sie erwähnt den Afghanistankrieg, Hartz 4 und die Vorratsdatenspeicherung), dann spielt sie auf den Maidan-Auslöser an: Das Abkommen zwischen der Ukraine und der EU, von dem Janukowitsch letztlich abrückte. So ist es in einer parlamentarischen Demokratie, schreibt Dahn und fragt nach der Legitimation der Maidan-Versammlung, die das Parlament mit Waffen unter Druck setzte und deren Regierung ihr Placet dann nicht vom "Volk" sondern von ausländischen Regierungen bekam.


    Der Journalist Willi Gerns versorgt den Leser mit einer Fülle von Fakten über die Ukraine: Drei Millionen Ukrainer arbeiten in Russland, der durchschnittliche ukrainische Bruttolohn beträgt 295 Euro, weniger als die Hälfte des russischen und erklärt so, aus dem sozialen Gefälle, die Attraktivität Russland für viele Ukrainer. Mit einem Ausblick auf die Rosskur, die der IWF den Ukrainern verordnet, will Gerns einen nächsten Maidan nicht ausschließen. Und Kai Ehlers, der an der verdienstvollen deutschsprachigen Website russland.ru mitarbeitet, bereichert die soziale Analyse um die politische, wenn er die "nationale Revolution", die im Mantel der EU-Freunde umhergeht, als eher dem Westen feindlich charakterisiert und dem "Anti-Maidan" (der ostukrainischen Bewegung) eine durchgängige Neigung zu Russland abspricht. In beiden Fällen konstatiert er, dass sich die bewaffneten Formationen von ihrer sozialen Basis gelöst haben und fürchtet, dass sich der begonnene Bürgerkrieg weiter vertiefen wird. Ein wenig blutleer wirkt das völkerrechtliche Plädoyer des Juristen Norman Paech dafür, dass die Loslösung der Krim von der Ukraine verfassungswidrig gewesen sei. Hier wäre eine Auseinandersetzung mit dem Völkerrechtler Reinhard Merkel möglich und nötig gewesen, der die Bewegung auf der Krim als "Sezession" begreift, eine Kategorie politischer Aktion, die durchaus dem Völkerecht entspricht.


    Aus der Fülle der klugen Beiträge sei jener des Historikers Ulrich Schneider erwähnt, der die historischen Wurzeln des Faschismus in der Ukraine ausgräbt, die geopolitische Einordnung des Ukraine-Konflikts durch den Wissenschaftler Erhard Crome, dessen Beitrag vom Historiker Jürgen Wagner um die EU-Erweiterungsstrategie bereichert und durch den Soziologen Jörg Kronauer erweitert wird, der die Ukraine-Politik der Bundesregierung im Widerstreit zwischen den eigenen Interessen und denen der USA begreift. Mitten in der aktuellen Auseinandersetzung befinden sich der Herausgeber der Zeitschrift "Ossietzky" Eckart Spoo und der Herausgeber der Website "Rationalgalerie", Uli Gellermann, die beide der deutschen Medienlandschaft völlige Einseitigkeit nachweisen. Während Spoo sich wesentlich die Druckmedien vornimmt, konzentriert sich Gellermann auf ARD und ZDF, deren "journalistische Sorgfaltspflicht" er in "deutlicher Parteilichkeit" aufgelöst sieht. - Das "Spiel mit dem Feuer" ist ein groß angelegter Löschversuch, der für alle jene unverzichtbar ist, die sich über die Wirklichkeit des Ukraine-Konflikts und seine Gefahren gründlich informieren möchten.



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