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Thema: rationalgalerie.de - Uli Gellermann

  1. #481
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    Merkel & Freiheit & Terror - Tote Deutsche sind toter als andere



    Merkel & Freiheit & Terror

    Tote Deutsche sind toter als andere

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    Merkel & Freiheit & Terror

    Tote Deutsche sind toter als andere

    Autor: U. Gellermann
    Datum: 13. Januar 2016


    „Die Terroristen sind Feinde aller freien Menschen, ja sie sind Feinde aller Menschlichkeit“, sagt die Kanzlerfrau nach dem Anschlag in Istanbul in die Kamera. Wie frei sind die ameisenkleinen Menschen aus der Höhe deutscher Tornados am Himmel über Syrien? Frei genug, um den Bomben, von deutscher Luftwaffe dirigiert, davon zu laufen? Frei genug, für ein schnelles Totengebet zwischendurch?


    Wie frei ist die Wahl derer aus Afghanistan, Syrien oder dem Irak, sich den richtigen Feind zu wählen? Hat der Feind schwarze Haare oder blonde? Starrt er über das Visier einer Kalaschnikow oder auf einen Bildschirm, um die nächsten Flugzeuge in das nächste Tal zum nächsten Dorf zu leiten? Ist der Tod menschlicher, wenn er in den sauberen deutschen Unterkünften sorgsam geplant wird, als wenn er aus schmutzigen Zelten oder Erdlöchern kriecht?


    Kommt die deutsche Menschlichkeit aus dem Export? Aus den glatten Schweißnähten deutscher Panzer? Aus der Präzision deutscher Wertarbeit? Ist die Menschlichkeit ein Christ und die Unmenschlichkeit glaubt an Allah? Hat die Menschlichkeit einen Preis? Ist sie an der Börse zu zahlen, quillt sie aus den Bilanzen der Todeslieferanten, ist sie das Wertpapier wert, auf das sie gedruckt ist?


    Von Feinden spricht die Frau. Der Feind ist immer der Andere. Der Feind hat kein Gesicht. Der Feind übt immer Terror aus. Und weil der Feind ein Feind ist, wird er bekämpft. Woher weiß der Feind, das er einer ist? Wer hat es ihm gesagt? Wie hat man ihm beigebracht, ein Feind zu sein?


    Terror heißt Schrecken. Wie groß ist der Schreck, wenn die Drohne trifft? Ist es schrecklich zu wissen, dass sie aus Deutschland geführt wird? Kennt der Schrecken ein Ende, wenn zum Kampf gegen den Schrecken aufgerufen wird? Kann ein Schrecken schrecklicher werden?


    Am Ende des Tages weiß das TV-Gerät: Reiseveranstalter bieten Umbuchung und Stornierung von Türkei-Reisen an. Wann storniert die Kanzlerfrau die Freundschaft mit den Terroristen aus den USA? Kann der Krieg umgebucht werden? Wohin führt uns die Reise der Merkel? Deutsche Tote sind toter als andere.

    Quelle

    VG

  2. #482
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    Der neue Schmock - Dr. Gniffke: Wer Terrorist ist bestimme ich - Aktivisten, Terroristen und Sanktionen: Der Durchblick ist das Opfer



    Der neue Schmock
    Dr. Gniffke: Wer Terrorist ist bestimme ich
    Aktivisten, Terroristen und Sanktionen: Der Durchblick ist das Opfer


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    Dr. Gniffke: Wer Terrorist ist bestimme ich

    Aktivisten, Terroristen und Sanktionen: Der Durchblick ist das Opfer

    Autor: U. Gellermann
    Datum: 13. Januar 2016


    Es ist zugegeben schwierig für die ARD: Terroristen und Aktivisten tragen häufig die gleichen Waffen und der Tod in Syrien wird auch durch Sanktionen befördert. Wie soll man da noch klaren Kopf behalten? Aber die Damen und Herren um Dr. Gniffke habe eine einfache Richtschnur: Wenn der Russe etwas unternimmt, kann es nur schlechter sei, als wenn die Anti-Assad-Koalition ihre berühmten Befreiungsmaßnahmen konsequent zum Tod der Bevölkerung durchführt. Es muß schön sei, wenn man ein feste ideologischen Kompass hat. Diese seltene Sender-Schönheit wird hier erneut von den Kollegen Bräutigam und Klinkhammer vorgeführt:


    PRGORAMMBESCHWERDE


    Russischer Militäreinsatz in Syrien Dutzende Tote bei Luftangriff auf Gefängnis - 9.1.16, 16:00
    http://www.tagesschau.de/ausland/syr...griff-101.html

    Sehr geehrter Herr Marmor,

    diesmal geht es wieder einmal um die Berichterstattung von ARD-Aktuell zum Syrien-Konflikt.

    ARD.aktuell behauptet:

    "Bei einem russischen Luftangriff auf ein Gefängnis (in Ma’arat al-Numan) im Nordwesten Syriens sind "Aktivisten" zufolge Dutzende Menschen getötet worden. Mindestens 57 Menschen seien der Attacke zum Opfer gefallen, unter ihnen zahlreiche Häftlinge und fünf Zivilisten, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Die Aktivistengruppe "Örtliche Koordinationskomitees" spricht von 51 Toten. "


    Diese Behauptungen sind unbewiesen, inkorrekt und verzerrt. Der Tagesschau geht es wieder einmal nicht um die Darstellung von Fakten, sondern um die folgsame Deutungshoheit westlicher Politik.
    Dass russische Bomber die Luftangriffe geflogen haben, ergibt sich weder aus den Angaben der "Beobachtungsstelle" noch aus den News der offiziellen syrischen Nachrichtenagentur SANA. Eine Evaluierung der Angaben des "Örtlichen Koordinationskomittees" ist nicht möglich. Mit ihm ist offensichtlich die oppositionelle Gruppierung "Local Coordination Committees in Syria (LCC ) gemeint, die mindestens zeitweise zu der von der deutschen Regierung und zur Tagesschau gesponserten Organisation "Adopt A Revolution", Sitz in Berlin, enge Verbindungen hatte. Umstritten ist die LCC wegen ihrer unklaren Haltung zu gewalttätigen Gruppen in Syrien. Ob sie überhaupt noch eine politische Rolle ispielt, ist fraglich. Ihre Homepage weist den Informationsstand von 2013 aus und kann deshalb als Nachrichtenquelle ernsthaft nicht infrage kommen.
    Ob die Angaben der Beobachtungsstelle SOHR korrekt sind, bleibt offen. Fest steht, dass es sich bei den Toten vor allem um Terroristen der Gruppe Jabhat al-Nusra handelte, die den Ort Ma’arat al-Numan beherrschen. Ohne die genaue Zahlen der Toten zu nennen, bestätigt auch die regierungsnahe Nachrichtenagentur SANA den Vorfall, allerdings mit der Behauptung, dass es sich bei dem zerstörten Gebäude um eine Fabrik zur Herstellung von Granaten gehandelt habe.
    Auf der Grundlage dieser vagen und widersprüchlichen Informationen einen Beitrag zu zimmern, in dem die Terroristen auch noch als "Opfer" bezeichnet werden, hat mit seriösem Journalismus nichts mehr zu tun. Es ist einfach nur peinlich. Die Pariser Terroristen wären mit dieser Ehrerbietung sicherlich besonders willig ins Jenseits entschwunden, mit der Dr. Gniffke Praline "Opfer" im Mund.
    "Der Westen hegt allerdings den Verdacht, dass die russischen Angriffe eher dem Ziel dienen, Staatschef Baschar al-Assad zu stützen" weiss Dr. Gniffkes Redaktion weiter zu berichten. Wie doof muss der Westen nach der Einschätzung der Tagesschau eigentlich sein, wenn Zweifel daran bestehen, dass es den Russen selbstverständlich auch um die Unterstützung für Assad ging. Putin jedenfalls hat das nie bestritten.
    Aber damit nicht genug. Es wird einseitig die furchtbare Hungerkatastrophe instrumentalisiert, um die TV-Rezipienten emotional gegen Assad und seine Partner aufzuwiegeln.
    "Hungern in Madaja geht weiter
    Derweil ist die Situation für viele Bürger in dem Land katastrophal - unter anderem in Madaja. Die Stadt nordwestlich von Damaskus wird seit einem halben Jahr von der syrischen Armee und ihren Verbündeten belagert - rund 40.000 Menschen sind eingeschlossen. Essen gibt es nicht mehr. Inzwischen sind nach Angaben der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen 23 Menschen den Hungertod gestorben."
    Dass die Stadt Madaja von Ahrar al-Sham-Terroristen (das OLG Stuttgart sieht sie als Terroristen) gehalten wird, die mit al-Nusra fraternisieren und den hungernden Zivilisten den Abzug verwehren, wird genauso verschwiegen, wie die Tatsache, dass die Islamisten ihrerseits seit langem mit al-Fu’ah und Kefraya zwei Orte belagern, deren Bevölkerung auf Seiten der Regierung steht. Die syrische Regierung ihrerseits hat all jenen einmal mehr Amnestie und freien Abzug zugesichert, die die Waffen niederlegen – auch davon kein Wort. Verschwiegen wird auch, dass Deutschland mit brutalen Folgen für die Zivilbevölkerung massiv Wirtschaftsanktionen gegen Syrien betrieben und befürwortet hat, Dies alles wird unter den Teppich gekehrt. ARD-aktuell verschweigt die Fakten, um weiterhin ein totales Zerrbild des Konflikts zu zeichnen, das die syrische Regierung dämonisieren soll. Dabei ist man sich nach wie vor nicht zu schade, islamistische Terroristen zu verharmlosen und zu protegieren. Von Beginn an hat die westliche Propaganda islamistische Terroristen, die hierzulande als gefährliche Verbrecher verfolgt würden, als “Rebellen” und Freiheitskämpfer verharmlost und ihren militanten Kampf gegen die syrische Regierung unterstützt und befeuert, mit ständiger und verlässlicher propagandistischer Unterstützung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Deutschland.
    Als Nachhilfeunterricht für Dr. Gniffke und seine Redaktion hier eine sachliche und propagandafreie Darstellung, wie wir sie auch im öffentlich-rechtlichen Rundfunk erwarten müssten:
    http://www.hintergrund.de/2016011038...t-kafraya.html
    Es wirkt mittlerweile psychopathisch: Auf der einen Seite ein mediales Riesentamtam beim Aufspüren von islamistischen Terroristen in Deutschland , auf der anderen Seite das Schönreden der gleichen Kopfabschneider-"Rebellen" in Syrien.
    Auch wenn es so erscheint, dass bei Ihnen die Programm-Richtlinien inzwischen nur noch den Wert eines Lametta-Restpostens genießen, fordern wir Sie auf, sich mit dem Vorgang im Sinne eines Staatsvertragsverstoßes zu befassen.


    Mit höflichen Grüßen
    F. Klinkhammer & V. Bräutigam

    Quelle

    VG

  3. #483
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    Waffenbruder Israel - Legal, illegal, scheißegal



    Waffenbruder Israel

    Legal, illegal, scheißegal

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    Waffenbruder Israel

    Legal, illegal, scheißegal

    Autor: U. Gellermann
    Datum: 18. Januar 2016


    Da kuscheln sie sich an, die Schwestern Merkel und von der Leyen, an die starke Brust des israelischen Waffenbruders. Jüngst erst lieferten sie einen zwei Milliarden teuren „Gott der Meere“ an die israelische Kriegsmarine. So heißt das U-Boot der deutschen "Dolphin 2"-Klasse in Israel, das atomar ausgerüstet werden kann und an ein Land geliefert wird, das wie kaum anderes im Nahen Osten seine Nachbarn terrorisiert und natürlich immer gern auch jenen Teil seiner Bevölkerung, der es nicht in den Status des Juden geschafft hat. Ein gutes Geschäft, versucht uns die Verteidigungsministerin zu erzählen. Schließlich bekommt die Bundeswehr im Gegenzug eine klasse Drohne aus dem Arsenal der Israelis. Und während die israelische Marine mit dem deutschen U-Boot den Iran bedroht, kann die Bundeswehr bald Ziegenhirten in der Umgebung des afghanischen Kandahar besser auf´s Korn nehmen.


    Haia, haia Safari, singen sie schon im deutschen Standort Mazar-e-Sharif und träumen doch von besseren Orten: Von Tse'elim. in der Negev-Wüste, zum Beispiel. Dort betreibt die israelische Armee das „Urban Warfare Training Center“ (UWTC), ein Gefechtsübungszentrum der besonderen Art. Auf rund 19 Quadratkilometern ist in dem Stützpunkt eine künstliche Wüstenstadt namens "Baladia City" gebaut worden, mit Wohnhäusern, Moschee, Hospital, Friedhof und Festungsviertel – aber ohne einen einzigen Einwohner. Da trainiert schon ein ganzer deutscher Infanteriezug das, was er nicht darf: Häuserkampf. Denn im Inland darf die deutsche Armee keinen Häuserkampf, weil sie im Inland nicht gegen die eigenen Bürger eingesetzt werden darf. Und ins Ausland darf sie nun auf keinen Fall. Steht im Märchenbuch für Demokraten, dem Grundgesetz. Egal.


    Der seltsame, ehemalige Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Bruno Kasdorf ("Wir sind den Taliban überlegen“), litt an schwerem Tunnelblick und teilte dem Verteidigungsausschuss des Bundestags mit, dass bis zu 250 deutsche Soldaten nach Israel geschickt würden, um dort im Häuser- und Tunnelkampf ausgebildet zu werden. Soll die Bundeswehr helfen die Versorgungstunnel zum Gaza-Streifen zu schließen? Soll demnächst der 7.916 Meter lange Rennsteigtunnel gegen irgendeinen Feind in Thüringen verteidigt werden? Oder wird die kühne deutsche Armee endlich den Nazi-Goldschatz bergen, der in gesprengten Tunneln auf polnischem Gebiet darauf wartet, heim ins Reich zu kommen? Vielleicht kommen dann schließlich auch die Jungs von der Luftlande- und Lufttransportschule der Bundeswehr zum Eisatz, die dort von israelischen Instrukteuren seit 2008 den „Krav Maga“, den „Kontaktkampf“ gelernt haben, ein israelisches, eklektisches Selbstverteidigungssystem, das bevorzugt Schlag- und Tritttechniken nutzt. Seit den Blitzkriegen gegen die unterlegenen Araber wissen wir: Vom Israeli lernen heißt siegen lernen; zwar dauern die Kämpfe seit Staatwerdung des Landes an, aber dafür ist die Zahl der Toten rekordverdächtig.


    Noch langweiliger als das lästige Grundgesetz ist das „Außenwirtschaftsgesetz“, das die Ausfuhr von Gütern beschränken soll, „die zur Durchführung militärischer Aktionen bestimmt sind“, um eine „Störung des friedlichen Zusammenlebens der Völker zu verhüten“. Für die Verhütung solcher Exporte ist nächst der Kanzlerin der Wirtschafstminister zuständig. Und wenn Gabriel sagt, er würde was verhüten, dann ist er so glaubwürdig wie eine Hure, die von Liebe spricht. Denn wer wie Gabriel seit Oktober 2014 für 332 Millionen Euro Waffen in die Golfstaaten, in das finstere islamistische Herz der Terror-Finanzierung hat liefern lassen, der schweigt einfach zur Atom-U-Boot-Lieferung an Israel: Als ob in dieser Gegend niemals das „friedliche Zusammenleben der Völker“ gefährdet war, wäre oder würde. Und so handelt die Bundesregierung nach dem alten Spruch der Autonomen, die ihre Aktionen mit dem Etikett „Legal, illegal, scheißegal“ versahen. Nur haben es die Autonomen nicht getan, um Geld zu verdienen.


    Quelle

    VG

  4. #484
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    Schmock des Monats - Der totale Verfassungs-Krieg - Wie uns Hans-Georg Maaßen den Krieg erklärt



    Schmock des Monats
    Der totale Verfassungs-Krieg

    Wie uns Hans-Georg Maaßen den Krieg erklärt

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    Der totale Verfassungs-Krieg

    Wie uns Hans-Georg Maaßen den Krieg erklärt

    Autor: U. Gellermann
    Datum: 18. Januar 2016


    Da! Da vorne! Da kommen fremde Horden und führen einen „Angriff auf die verfassungsmässige Ordnung des Bundes“. So steh es im Bundesverfassungsschutzgesetz, der Aufgabenbeschreibung für das Amt. Sofort bläst doch der Präsident vom Verfassungsschutz, der verdiente Reisswolf der Völkischen, Hans-Georg Maaßen, zum Krieg: „Der IS hat uns, Deutschland und dem Westen, den Krieg erklärt, und er will Terroranschläge durchführen“, sagt er dem Berliner Inforadio, und wir hoffen doch sehr, dass er an seine 2.750 Mitarbeiter die Maschinengewehre schon ausgegeben hat. Denn Krieg ist, im lästigen Grundgesetz auch „Verteidigungsfall“ genannt, wenn das Staatsgebiet mit „Waffengewalt“ von außen angegriffen wird.


    Und haben wir nicht gesehen, in der ARD, dem ZDF und im Staatsorgan für Großbuchstaben, wie sich an den Grenzen des deutschen Staatsgebietes der IS zusammenrottet, seine Burka schürzt, die Kalaschnikow schultert und auf das Kanzleramt zielt? Zwar sagt der Verfassungsschutzpräsident, anlässlich eines Attentates in der Türkei auch: „Wer nun hinter diesen Anschlägen steht – wissen wir nicht“, aber das kann doch einen Präsidenten nicht erschüttern, nicht einmal die lästige Tatsache, dass die Türkei noch nicht in unserem Staatsgebiet liegt. Auch die Zuständigkeit des Schutzes, man nennt ihn auch Inland-Geheimdienst, ist vom Maaßen längst geprüft: Ist Erdogan nicht neuerdings ein Freund von Merkel, und da wo ein Freund der Kanzlerdarstellerin lebt, ist da nicht immer auch Deutschland?


    Jüngst hatten wir schon so einen Fall von Auslandshorden auf Kriegspfad: In Köln zogen irgendwelche Nordafrikaner, ohne jede Wiesn-Lizenz, eine Oktoberfestnummer ab: Saufen, Frauen belästigen und Klauen. Schon lief die ganze Kölner Polizei, fast eine ganze halbe Hundertschaft, vor dem Kölner Hauptbahnhof auf. Aber in Wahrheit ging der tödliche Schlag ganz woanders ab: Am selben Silvesterabend gab es „eine sehr konkrete Terrorwarnung für München - daraufhin waren der Hauptbahnhof und der Bahnhof Pasing evakuiert worden.“ Beinahe wäre der Krieg um die Verfassung in Köln geführt worden, da musste Hans-Georg Maaßen schon in den Süden der Republik. Und, verdammt: Da war keiner. Es sei noch zu früh um zu beurteilen, ob es sich um einen Fehlalarm gehandelt habe, sagt der Verfassungsschutz-Präsident. Aber: „Wir müssen davon ausgehen, dass wir in Zukunft derartige Hinweise häufiger bekommen werden.“


    Der Verfassungsschutz wird mit Hinweisen zugeschmissen: Über Morde des Rechten Sektors, über die widerliche NSU-Bande, mit Personalakten seiner V-Leute. Jetzt kommen noch die IS-Hinweise hinzu. Da kann einem schon der Kopf schwirren. Und aus dem Schwirren heraus hat unser Hans-Georg dann die Dimmer-Theorie entwickelt: „Wir können, glaube ich, in Zukunft nicht immer nur sagen, wir schalten das Licht ein oder wir schalten das Licht aus und dazwischen haben wir keine andere Alternative. Ich glaube, wir brauchen, wenn ich das Bild weiter benutzen darf, einen ‚Dimmer‘.“ Das übersetzen wir jetzt mal aus der schweren Schwirniss ins Deutsche: Wenn der IS wirklich kommt, dann schalten wir das Licht ein. An allen deutschen Bahnhöfen. Wenn er aber nicht kommt, oder nur vielleicht, dann bleiben die Lampen an, aber nur halb. Dann denkt der IS mit seinem nordafrikanischen Mob: Kein Licht, keine Polizei, jetzt ist Zuschlagen angesagt. Aber plötzlich dreht Maaßen den Dimmerknopf voll auf und der Krieg geht los.


    So geht totaler Krieg: Erst wehrte die Bundeswehr den IS in Afghanistan ab, den es zu Zeiten noch gar nicht gab. Dann zeigt die deutsche Armee in Mali dem IS, den es da auch noch nicht gibt, was ein deutsches Sturmgewehr ist, und jetzt wird Hans-Georg Maaßen solange Krieg gegen den IS in Deutschland führen, bis er sich endlich eimal zeigt, der Feigling! Wenn alles ganz anders klappt als beim Krieg gegen den deutschen Rechts-Terrorismus, dann wird der Maaßen-Krieg totaler und radikaler, als wir ihn uns heute überhaupt erst vorstellen können: „Wir müssen davon ausgehen, dass wir in Zukunft derartige Hinweise häufiger bekommen werden.“


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    VG

  5. #485
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    Kaffee aus Elefantenscheiße - Obszöner Reichtum, perverse Armut, Erben erben alles


    Kaffee aus Elefantenscheiße

    Obszöner Reichtum, perverse Armut, Erben erben alles

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    Kaffee aus Elefantenscheiße

    Obszöner Reichtum, perverse Armut, Erben erben alles

    Autor: U. Gellermann
    Datum: 21. Januar 2016


    Ein kleiner Aperitif aus Balsamico-Essig gefällig? Damit der wirklich edel ist, muss es dann aber schon der gute, 80 Jahre alte Aceto Balsamico Tradizionale „Millesimato Ginepro“ für 436 Euro die Kleinst-Pulle sein. Wenn vier Leute davon ein Gläschen zur befrackten Brust nehmen, dann ist der Hartz-Vier-Satz des letzten Monats schon mal weg. Und der vom nächsten Monat ist auch halb die Kehle runter. Nach dem Essen dann, ganz unbedingt, ein Tässchen „Black Ivory Coffee“. Der kostet 1.100 Euro pro Kilo. Ein fairer Preis: Denn die Kaffeebohnen müssen zuerst von Elefanten in Thailand unter Aufsicht gegessen werden. Danach wartet der Elefanten-Wärter so lange, bis der Dickhäuter mal muss: Dann werden die veredelten Bohnen aus dem Elefantenkot rausgesucht. Weil Enzyme im Elefantenmagen freigesetzt werden, die alle Bitterstoffe in den Kaffeebohnen verschwinden lassen. Sie hatten schon alles? Jungfrauen auf Eis, einen Ferrari mit Sahne, Kaviar in Blattgold? Dann wird es Zeit für „Black Ivory Coffee“, für den Kaffee, der aus der Scheiße kommt.


    In der Scheiße sitzen, seit Jahren schon, jene Millionen Menschen, die nicht richtig arbeiten dürfen und deshalb von staatlichen Almosen leben. Nicht wenige von denen würden gern arbeiten, aber es gibt für sie nix oder eben Arbeit, von der man nicht leben kann. Die rackern und tun und machen, die bücken und drücken, damit eine Rasse von Faulenzern morgens aufstehen kann und über Nacht, ohne einen Handschlag zu tun, schon wieder reicher geworden ist: Die Erben. Nein, nicht die, die Oma ihr klein Häuschen geerbt haben. Und die Hypothek gleich mit. Sondern solche Erben, von denen in diesen Tagen das „Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung“ redet, die in jedem Jahr Vermögen im Wert von 200 bis 300 Milliarden Euro erben oder geschenkt bekommen. Die hauptberuflich Sohn oder Tochter sind. Für deren geerbte Unternehmen eben auch die arbeiten, die als Verkäuferin oder Paket-Esel nicht genug zum Leben verdienen.


    Vor gut einem Jahr hatte das Bundesverfassungsgericht festgestellt, dass die faktische Steuerbefreiung der Erben von Unternehmen verfassungswidrig ist. Wegen der “wachsenden Ungleichheit in Deutschland“. Doch im Liegenlassen – außer es ginge um Auslandseinsätze der Bundeswehr – ist die Große Koalition einfach groß. Macht nix, sagen die falsch etikettierten SOZIAL-Demokraten, macht nix, dass dem Staat in den letzten Jahren rund 45 Milliarden Euro an Steuereinnahmen entgangen sind. Milliarden für echte, volle und echt bezahlte Arbeit: Vom Stopfen von Löchern in deutschen Straßen bis hin zum Stopfen von Löchern in den Köpfen deutscher Schüler. Aber dann würden die armen Kinder der Quandts (BMW), der Albrechts (Aldi) oder Schaefflers (Continental) plötzlich keinen weiteren Satz Polo-Ponys kaufen können und gerieten ins Wehklagen. Oder den Nachkommen der Ottos (vom Versand die), oder der Oetkers und derer von Finck ginge der Spaß an der Parteienfinanzierung verloren, Trübsinn würde sich im Bundestag verbreiten und die sensiblen Abgeordneten müssten teure Anti-Depressiva auf eigene Kosten kaufen.


    Immer nur Zahlen und Fakten, stöhnen die Feingeister in den Redaktionen, ja schön, wir haben die Nachricht von Oxfam gebracht: Die 62 reichsten Menschen besitzen so viel wie die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung - und der Trend hält an. In ihrem Bericht "An Economy for the 1%" listet die Nichtregierungs-Organisation auf, dass sich die Investitionen von Unternehmen in Steuerparadiesen 2000 und 2014 vervierfacht haben – neun von zehn der weltweit führenden Großunternehmen sind in mindestens einem dieser Länder vertreten. Das ist das eine. Das andere – wie der DGB mitteilt haben die Hartz-Vier-Zombies heute faktisch weniger zum Leben als zum Start des Hartz-IV-Systems Anfang 2005 – hat damit doch gar nichts zu tun. Jedenfalls wollen wir vom Medienmainstream diesen Zusammenhang mal schön außen vor lassen. Man will doch noch eingeladen werden.


    Dieser DGB, dem der Sozialneid aus den Augen guckt, sagt doch zum Beispiel sowas: Die Hartz-Vier-Regelsätze seien zwar von 2005 bis 2015 um 15,7 Prozent gestiegen – die Preise für Nahrungsmittel aber um 24,4 Prozent. Ja ist denn der Balsamico Tradizionale „Millesimato Ginepro“ nicht auch ein Nahrungsmittel und ist dessen Preis in der langen Lagerzeit nicht viel extremer gestiegen als der Preis für die Kaffee-Sahne bei Lidl? Darum sollten sich die Gewerkschafter mal kümmern! Die armen Töchter von Dieter Schwarz zum Beispiel – das ist der Inhaber von Lidl – deren bisschen Erb-Geld so rund 15 Milliarden Euro beträgt, denen hat der Papa noch vor seinem Tod das Geld in einer Stiftung verbuddelt. Um nur ja keine richtigen Steuern zu zahlen. Wie sollten sich die Mädels sonst jemals ein Tässchen Elefanten-Scheiße-Kaffee leisten können?


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    VG

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    Krieg gegen Russland und China - Statt Krieg gegen den Terror?



    Krieg gegen Russland und China

    Statt Krieg gegen den Terror?

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    Krieg gegen Russland und China

    Statt Krieg gegen den Terror?

    Autor: Jürgen Heiducoff
    Datum: 21. Januar 2016


    Der Autor war Soldat in zwei Armeen: In der NATIONALEN VOLKSARMEE der DDR und der BUNDESWEHR des Vereinigten Deutschland. Zuletzt war er militärpolitischer Berater der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Afghanistan. Sein letzter Rang: Oberstleutnant.


    Das Jahr 2016 wird eine Reihe sicherheitspolitischer Highlights des Westens (Münchner Sicherheitskonferenz, Warschauer NATO – Gipfel, Weißbuch) bereit halten bevor nach der Amtsübernahme eines neuen US – Präsidenten erfahrungsgemäß eine Periode der Washingtoner Entscheidungsträgheit folgt. Ohne genau zu wissen, was der Osten (Russland und China) aktuell zur Sicherheitspolitik beizutragen hat, ist eine rege Diskussion in den deutschen Think Tanks mit vielen Konjunktiven losgebrochen. Die gefährlichste Entwicklung zeichnet sich in Richtung einer neuen nuklearen Abschreckung ab.


    Wird der „Krieg gegen den Terror“ durch den „Krieg gegen Russland und China“ überlagert?
    Das wäre ein Zweifrontenkrieg, denn das europäische Russland liegt im Osten und China im Westen von den „Staaten“ aus gesehen. Die Manöveraktivitäten der USA nebst Partnern sind die „Speerspitze“ nach Osten; die Präsenz der Navy nebst Überflügen von B – 52 – Kernwaffenträgern über das Südchinesische Meer und über Seoul ein Zeichen gegen Peking. Die Strategie der USA aus Hillary Clinton's Beitrag „Amerikas Pazifisches Jahrhundert“ im US-Magazin „Foreign Policy“ vom November 2011 ist nie bestritten oder zurück genommen worden.
    Nun ist nach dem durch Obama „als großen Erfolg starker Diplomatie“ gefeierten Atomabkommen mit dem Iran völlig unklar, welche Überraschungen der Friedensnobelpreisträger in seinen letzten Wochen noch auf Lager hat. Nur eines ist sicher: die europäischen Partner werden folgen.
    Knüpft Obama an seine Prager Rede vor fast sieben Jahren an und leitet neue diplomatische Schritte zur Verwirklichung seiner Vision von einer Welt ohne Atomwaffen ein? Dann dürften die Genfer Gespräche über eine weltweite Ächtung und ein Verbot von Kernwaffen nicht weiter verzögert werden. Bisher versuchen US-Diplomaten gefolgt von denen anderer Nuklear- und NATO – Staaten diese Debatten gegen den Willen der Mehrzahl der Staaten in den Vereinten Nationen zu verhindern.


    Warum modernisieren die USA die in Deutschland gelagerten Kernwaffen statt sie abzuziehen?
    Verschärft Obama den Konfrontationskurs vor allem gegen Russland mit einer Neuauflage der nuklearen Abschreckung?
    Das wäre dann die endgültige Abkehr der „führenden Demokratie“ von jeglicher Humanität und Vernunft in der Außenpolitik.
    Die Nuklearstrategie als Experimentierfeld? Die Erprobung der modernisierten Kernwaffen der USA in Europa anzudrohen – ein "Symbol der Perversion menschlichen Denkens" 1)
    Soll die auf dem Gipfel in Wales erfundene „Speerspitze der NATO“ gegen Russland nuklearisiert werden?
    Obama und der NATO – Gipfel in Warschau werden es zeigen.


    Ist es ihm zuzutrauen? Yes, he can!


    Und unser deutscher Beitrag? Wir schaffen das schon!


    1) Egon Bahr's Bezeichnung für Neutronenwaffen


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    Schmock des Monats - ARD macht Nonsens-Nachrichten - Dadaismus im Öffentlich-Rechtlichen



    Schmock des Monats
    ARD macht Nonsens-Nachrichten
    Dadaismus im Ö–ffentlich-Rechtlichen


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    ARD macht Nonsens-Nachrichten

    Dadaismus im Öffentlich-Rechtlichen

    Autor: U. Gellermann
    Datum: 21. Januar 2016


    Früher hatte der gewöhnliche BILD-Zeitungsredakteur seinen Taxifahrer, von dem er angeblich die Volksmeinung bezog. In Wahrheit war es immer nur der Daumen des jeweiligen Redakteurs, aus dem der Mann seine Meinung lutschte. Je nach Grad der Handwäsche war das Ergebnis dann schmutzig oder dreckig. Die TAGESSCHAU ist da viel moderner: Sie hat eine tatsächlich irgendwie existierende Quelle: Die „Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte“. Diese Quelle hat noch nie einen ordentlichen Waschgang erlebt. Gerüchten zufolge soll es in der ARD-Aktuell-Redaktion Daumen geben, die nahrhafter sind, als die obskure „Beobachtungsstelle“. Der Daumen des Chefredakteurs Dr. Gniffke kann es nicht sein. Der ist zum Bohren von Nasen aus Washington vergeben. Und so produziert die ARD Nonsens-Nachrichten, eine neue Form des Dadaismus. Nur nicht so heiter wie die verblichene Kunstform. Das beweisen die unermüdlichen Beobachter der ARD, die Kollegen Bräutigam und Klinkhammer:

    Programmbeschwerde wegen Nutzung obskurer Nachrichtenquellen


    Eingabe. „Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte“ Dauerquelle für ARD-aktuell /TS 20 Uhr v. 17.01.2016

    http://www.tagesschau.de/multimedia/.../ts-12173.html

    Sehr geehrter Herr Marmor,

    viele Male haben wir vergeblich dagegen argumentiert, dass sich die Redaktion ARD-aktuell auf die „Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte“ stützt, oftmals sogar dann, wenn diese die einzige Informationsquelle ist.

    Neuerdings, so auch in der o.g. Sendung am 17. Januar 2016, relativiert die Redaktion zwar solche Meldungen mit Floskeln wie „Diese Berichte ließen sich bislang nicht von unabhängiger Seite bestätigen,“ doch bewirken derartige Suffixe beim Zuschauer nicht, was sie vorgeblich sollen. Sie wecken keine gravierenden Zweifel an der Richtigkeit der übermittelten Information, sondern geben der ARD-aktuell nur den dünnen Firnis des Bemühens um Objektivität und neutrale Distanz. Diesen Wirkmechanismus kann Ihnen jeder Kommunikationswissenschaftler darlegen. Wir gehen davon aus, dass er auch der Redaktion ARD-aktuell bekannt ist und sie genau weiß, dass sie mit solchen Floskeln ihrer propagandistischen Arbeit nur einen Tarnanstrich verleiht.


    Informationsendungen müssen nach § 8 des NDR-Staatsvertrages "unabhängig und sachlich sein. Nachrichten sind vor ihrer Verbreitung mit der nach den Umständen gebotenen Sorgfalt auf Wahrheit und Herkunft zu prüfen." Wie das bei der obskuren syrischen Beobachtungsstelle möglich sein soll, bleibt ein Geheimnis von ARD-aktuell.

    Hier gilt wohl die Erkenntnis von Noam Chomsky: "Aussenpolitisch dienen die Massenmedien der Politik als Propagandainstrument, um deren Feinderklärungen regelmäßig abzusegnen. Innenpolitisch sind sie das Mittel zur Herstellung von Konsens..."

    Wir erheben deshalb Programmbeschwerde gegen die regelmäßige Berufung auf eine so vollkommen unqualitifizierte Nachrichtenquelle seitens der Redaktion ARD-aktuell.

    Die „Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte“ gibt es in London gar nicht mehr, sie hat ihren Sitz in Coventry. Ihr Chef und einziger Beschäftigter ist der Brite Ossama Suleiman. Er ist ein dreimal vorbestrafter Dunkelmann, der im Jahr 2000 aus Syrien nach England übersiedelte, sich den Namen Rami Abdurrahman gab und als „Direktor“ der „Beobachtungsstelle“ firmiert. Der Süddeutschen Zeitung zufolge betreibt er mit seiner Frau einen Kleiderladen und wurde von einer Gruppe, in der er in London für diese ominöse Beobachtungsstelle tätig war, schließlich rausgeworfen; deren Internet-Domain habe Suleiman "geklaut"; 2012 hat sich diese Gruppe aufgelöst. Suleiman wird mutmaßlich von US-amerikanischen, evtl. auch britischen Geheimdiensten geschmiert. Er behauptet, zuverlässige Informanten in den syrischen Bürgerkriegsgebieten zu haben, die ihn telefonisch über dortige Ereignisse unterrichten. Die meisten seiner Hinweise und Behauptungen haben sich jedoch entweder als falsch oder als übertrieben oder als allenfalls bedingt zutreffend erwiesen. Es ist fachlich nicht erklärbar, weshalb ARD-aktuell sich permanent auf eine solche Quelle beruft – wenn man nicht unterstellt, dass die Redaktion freiwillig und bewusst nach einer propagandistischen Matrix arbeitet.
    Was von Mister Suleiman zu halten ist, haben wir mehrmals vorgetragen: Nichts. Hier ist es nochmals aus anderem Blickwinkel nachlesbar.

    http://spiegelkabinett-blog.blogspot...heit-wird.html
    http://www.informationclearinghouse....ticle43964.htm.

    Für ARD-aktuell sind Moskauer Quellen zwar grundsätzlich irrelevant, Chefredakteur Dr. Gniffke gibt lieber den Washingtoner Heloten. Aber Sie als Intendant und der NDR-Rundfunkrat sollten noch ein Restinteresse daran haben, journalistischen Anstand und Distanz zu undurchsichtigen Figuren wie Herrn Suleiman und seinen Hintermännern zu wahren. Das Restinteresse könnte sich in der Rückbesinnung auf eherne ethische Grundsätze im Journalismus ausdrücken:

    Eine Nachricht, deren Wahrheitsgehalt sich nicht überprüfen und die sich nicht anderweitig bestätigen lässt, ist keine Nachricht.

    Und was zusätzlich ins Auge fällt: Die „Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte“ als Nachrichtenquelle zu akzeptieren, eine offizielle russische Nachrichtenagentur von vornherein aber per Dr. Gniffke-Diktum zu ignorieren und zu dämonisieren, ist ein überaus klarer Beweis dafür, wie eindeutig ARD-aktuell im Geschäft der Propaganda verstrickt ist.

    Höflich grüßen
    Volker Bräutigam und Friedhelm Klinkhammer


    Quelle

    VG

  8. #488
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    Rettet die Banken, versenkt die Flüchtlinge - Das Merkel-WIR ist das Lügenwort des Jahrhunderts



    Rettet die Banken, versenkt die Flüchtlinge

    Das Merkel-WIR ist das Lügenwort des Jahrhunderts

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    Rettet die Banken, versenkt die Flüchtlinge

    Das Merkel-WIR ist das Lügenwort des Jahrhunderts

    Autor: U. Gellermann
    Datum: 25. Januar 2016


    Was trägt der tapfere deutsche Kämpfer gegen die Flüchtlingsflut wenn er seinen Anschlag auf Flüchtlingsheime durchführt? Am liebsten die blaue Stretch-Jeans im Used-Look für 17.00 Euro von H & M. Wo mag sie herkommen, die Jeans-Baumwolle zum Tiefstpreis? Aus einem der afrikanischen oder arabischen Länder, in denen der Stundenlohn des Baumwollpflückers unter der Hungergrenze liegt? – Was hat er am Morgen gegessen, der CDU-CSU-SPD-Vorkämpfer für die Flüchtlings-Begrenzung, wenn er am Nachmittag der Presse erzählt, dass WIR das doch nicht so ganz schaffen? Eine von den EU-Billig-Tomaten, die, von der EU subventioniert, afrikanische Farmer in den aussichtslosen Preiskampf und in die Flucht treibt? Oder ist der elende Flüchtling, der vor allem seit „Köln“ das Gemüt der gemütlichen deutschen Öffentlichkeit arg stört, nur vor deutschen Waffen geflohen, die jährlich für eine Milliarde exportiert werden und am liebsten arme Menschen vom Leben in die Flucht befördern.


    WIR schaffen das. Dieses WIR ist das Lügenwort des Jahrhunderts. Merkel, die Sachwalterin des freien Marktes, die Ideal-Kanzlerin der Steuervermeider und der Lobby-Schieber, hat es mit einem Zauberwort geschafft, auch sonst vernünftige Leute in die berühmte deutsche Galeere zu holen, die von ihr gesteuert und mit dem dumpfen Takt-Schlag der Medientrommel für die Blöden vorangetrieben wird. So haben WIR damals auch die Banken gerettet: Das hat etwa 200 Milliarden gekostet. Dafür könnten wir gut und gerne noch zwei, drei Millionen Flüchtlinge ins Land holen, ihnen Brot und Bildung geben. Aber WIR finanzieren lieber die Spiele der Bänkster, das ist echt alternativlos.


    Angeblich sind auch unsere Kriegseinsätze in Afghanistan, im Irak, in Mali und wo sonst sich deutsche Soldaten oder deutsche Waffen rumtreiben, völlig alternativlos. Auch aus diesen Ländern kommen jetzt, glaubt man den deutschen Eliten, ganz plötzlich, vermeintlich völlig unvorhersehbar diese störenden Flüchtlinge. Weil sie keine andere Alternative mehr gesehen haben. Und manche von denen lassen dann auch noch jede Dankbarkeit vermissen und benehmen sich nicht gesittet. Obwohl sie doch uns diese spannenden Reisen ins gelobte deutsche Land verdanken. Ohne deutsche Nachhilfe – ob beim ausbeuterischen Handel oder dem Export von deutscher Wertarbeit auf dem Waffensektor – säßen die immer noch in ihren ungelobten Ländern.


    WIR kennen keine Parteien mehr, WIR kennen nur noch Flüchtlingsprobleme. Vom gewöhnlichen Kriegsredakteur in deutschen Medien, bis hin zu den besorgten Nach-Kölnern im innenpolitischen Teil: In der Außenpolitik kann es denen gar nicht genug Krieg geben, auf den Wirtschaftsseiten wird der smarte deutsche Exporteur gelobt, der gerade durch das erpresserische EU-Freihandelsabkommen afrikanischen Produzenten den Hals abschneidet, aber innenpolitisch ist das zentrale Thema der Flüchtlingsknigge: Benehmen soll der sich erstmal, der Flüchtling, sonst, ja was sonst? WIR retten nun mal lieber Banken als Flüchtlinge. Und wenn WIR schon mal Flüchtlinge retten, dann sollen wenigsten die Normalos mehr Steuern zahlen, an der Tanke zum Beispiel. Nur ja die Profiteure, die Verursacher der Flüchtlinge bei der Finanzierung ihrer Verbrechensfolgen außen vor lassen.


    Das scheinbar humanistische WIR greift um sich wie die Pest: „Wer Gastrecht missbraucht, der hat Gastrecht eben auch verwirkt“, sagt die Ikone der Linkspartei, Sahra Wagenknecht. Die sonst so kluge Frau verliert vor dem verlogenen Merkel-WIR die Haltung: Gäste kommen freiwillig, Frau Wagenknecht. Hunger und Kriege stellen keine Gäste her, sondern eben Flüchtlinge. Dringend braucht die WIR-sitzen-alle-im selben-Boot-Ideologie linke Kronzeugen. Der slowenische Philosoph Slavoj Žižek ist so einer: Der SPIEGEL räumte ihm jüngst einen After-Köln-Artikel von drei Seiten ein: „Ein Karneval der Underdogs“ lautete der Titel. Tatsächlich erleben wir im SPIEGEL einen Demaskierungs-Ball des Humanismus: „Im Kampf gegen den Rassismus gibt es also keine Guten“, leitet Žižek seine öffentliche Entblößung ein und fährt damit fort, wenn er den französischen Philosophen Alain Badiou zustimmend zitiert, der einen „faschistischen Nihilismus“ entdeckt hat, der als „Neid auf den Westen“ daherkäme. Nicht vom Faschismus der Bombenkriege, der Regime-Changes des Westens und seines Drohnenterrors ist die Rede.


    So kann es nicht ausbleiben, dass der Kronzeuge Žižek den Migranten vorwirft, sie wollten zu Hause einfach keine Revolution machen, sondern nur „ihr verwüstetes Land verlassen.“ Darf er das denn, der Flüchtling? Wo wir im reichen gebildeten Westen zu faul, zu dumm, zu ängstlich sind, die herrschende Klasse und ihre Verbrechen zu stoppen, da greift der Philosoph auf die Armen der armen Länder zurück und unterscheidet sich nur graduell von H&M: Lass doch die Blöden in den Dritte-Welt-Ländern die Drecksarbeit machen, ob an der Nähmaschine oder am Maschinengewehr.


    Später strickt er dann noch eine neue Theorie, nach der ein „traditionelles Merkmal der niederen Klassen“ Brutalität sei und begründet diese, wahrscheinlich einem alten Handbuch der FDP entnommene These, mit einer erschrecklichen Story aus der Zeit vor der französischen Revolution, in der französische Lehrlinge damals Katzen ihrer Herrschaften gefoltert hätten, um dann eine widerliche Kurve von der kätzischen Pussy zur weiblichen Muschi zu ziehen. So sind sie, glaubt man dem Slowenen, die „niederen Klassen“ – auch und gerade die aus den Fluchtländern – brutal und geil. Auch wenn er kurz, als eine Art Alibi, die Gewalt des Kapitalismus wie eine Pflichtübung erwähnt: Slavoj Žižek goes Sloterdijk und es ist peinlich zu lesen.


    Es gibt kein WIR im Kapitalismus. Es gibt nur die oben oder uns unten. Wer sich in diesen Tagen den Kopf der Merkel zerbricht und fragt, ob WIR das schaffen, der schafft seinen Verstand ab und letztlich auch sich selbst als bewusstes, als handelndes Subjekt.

    Quelle

    VG

  9. #489
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    Die Linken sind auch Rassisten - Wie im Internet ein altes Schauer-Märchen als echt neu auftaucht



    Die Linken sind auch Rassisten

    Wie im Internet ein altes Schauer-Märchen als echt neu auftaucht

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    Die Linken sind auch Rassisten

    Wie im Internet ein altes Schauer-Märchen als echt neu auftaucht

    Autor: Reyes Carrillo
    Datum: 25. Januar 2016


    Innerhalb der aufgeklärten, zu Teilen sich dezidiert links verstehenden Gegenöffentlichkeit im Internet mit ihren Portalen und Blogs, setzt sich in einem nicht irrelevanten Teil spätestens seit den Silvester-Ereignissen in Köln eine Sichtweise durch, die Anlass zur Sorge geben sollte: Das Linken-Bashing neuer Qualität. Die alte, stets treu und zuverlässig eingehaltene Tradition, dass sich Linke am liebsten gegenseitig madig machen und in die Fresse hauen, hat Gott sei Dank wieder eine neue Runde eingeläutet. Es wäre ja auch langweilig geworden. Neu dabei ist eine sich so noch nicht gezeigt habende Links-Rechts(außen)-Koalition mit allen ihren Variablen. Es ist dies ein naturbedingt widersprüchliches Lager, das sich aber vor allem in der Bewertung des us-amerikanischen NATO-Imperialismus, der positiven Rezeption russischer Außenpolitik und in der Analyse der von den USA und in seinen jeweiligen Vasallenstaaten gesteuerten Medien weitgehend einig ist. Weiterhin gemein ist ihm, den massiven, nach wie vor ungeregelten Zustrom von Flüchtlingen nach Deutschland einseitig zu katastrophisieren und darüber das dramatische ausländerfeindliche Potential in diesem Land durch ein völlig unverantwortliches, seltsames Verständnis gegenüber Pegida und Co. zu bagatellisieren und damit geradezu zu legitimieren.


    Diese „Fraktion“ arbeitet sich u.a. an einer von ihr so erkannten „Rot-grünen-Community“ ab, einer Art linksgrünen Gutmenschentums, dem ein „Links-Rassismus“ unterstellt wird, „…der bis heute als Überreaktion auf die NS-Geschichte zu werten ist…“ (Ken Jebsen), und ein anderes Blog, die Propagandaschau, weiß, dass „…der naive „linke“ Rassismus die Augen selbst dann [verschließt], wenn die anti-sozialsten Subjekte unter den Migranten sich schwerster Straftaten schuldig machen. In beiden Fällen ist eine oftmals ideologisch motivierte, mangelnde Bereitschaft zur Differenzierung die Ursache.“ Frauen, die es wagen, anlässlich der Kölner Ereignisse auf die allenthalben in Deutschland grassierende sexuelle Gewalt gegen Frauen zu verweisen, die es ablehnen, sexuelle Gewalt zu ethnisieren, gar zu islamisieren und die plötzlich überall aus den Gullis heraufsteigenden Frauenrechtler hinterfragen, werden lächerlich gemacht. Frauen, die es – zugegeben nicht ganz unproblematisch - wagen, auf das „Oktoberfest“ als ein Synonym für ihre Argumentationslinie hinzuweisen, gehören dann in die Freakshow des lustigen Naivseins eines „…mit dem rot-grünen Spektrum eng verbandelten Gender-Feminismus“. (Sebastian Müller/Le Bohémien). Der Herausgeber dieses im eigenen Selbstverständnis intellektuellen, linken Edel-Blogs macht dann in seinem Feminismus-Bashing sogar den berüchtigten Islamophobiker Hamed Abdel-Samad mit der Verlinkung zu einem Artikel des Genannten ausgerechnet im „Cicero“ zum Zeugen seiner chauvinistischen Anklage. Richtig, Abdel-Samad, das war der Beifahrer in Henryk M. Broders einst unsäglicher TV-Deutschland-Safari.


    Es wird suggeriert, dass es tatsächlich eine mehr als relevante Zahl linker Naivlinge mit pathologisch übersensibel eingestelltem Rechts-Trigger in diesem Land gäbe, die ideologisch ferngesteuert dafür plädierten, jedem Nicht-Deutschen eine strafrechtliche Sonderbehandlung angedeihen zu lassen, mehr noch, zu leugnen, dass es überhaupt Straftäter mit „Migrationshintergrund“ geben könne oder gar meinten, Nicht-Deutsche seien per se die besseren Menschen. Wer kennt bloß solche Linke? Ich nicht. Ken Jebsen kennt sie aber und weiß nach numerisch aufwändigen Doppelblindstudien die Fachwelt aufzuschrecken: "Anders als der rechte Rassist unterstellt der linke Rassist dem Ausländer nicht ab Werk, ein Schurke zu sein, er leugnet bei ihm die Fähigkeit dazu. Aus Angst vor der Realität, die in den eigenen Kreisen kaum laut auszusprechen ist ohne extrem schief angeschaut zu werden“, notiert er in sein öffentliches Tagebuch. Man fasst es kaum, Jebsen muss offenbar den Begriff Doppelblindstudien wörtlich verstanden haben. Aber keine Sorge, der Wahrnehmungscrash ist noch steigerbar: "Wer in Deutschland offen über die existierende Kriminalität bei Nicht-Deutschen spricht, bekommt schnell von den deutschen Leitmedien einen Maulkorb verpasst.“ Bitte, nicht böse sein, wenn jetzt die Tränen aus dem lachenden und dem weinenden Auge gleichzeitig kullern: Das muss man sich wirklich langsam auf der Zunge zergehen lassen nach gefühlten viertausendsiebenhundertundzwei Talkshows zum Thema Zuwanderung/Multikulti/Integration/Islamismus, in denen eine immergleiche, geradezu an systemische Familienaufstellungen erinnernde Regie im Verbund mit der passenden Gästeliste dafür sorgte und sorgt, den Nicht-Deutschen in der Regel zum determinierten Symptomträger zu pathologisieren. Auch die weiteren vierhundertzwölf Quatschbuden mit und ohne Thilo Sarrazin über dessen das Land spaltende phobische Thesen können Ken Jebsen nicht von seiner verqueren Perzeption erlösen. Sebastian Müller ergänzt jedenfalls kongenial in seinem Blog „Le Bohémien“: “Mit den Stigmatisierungen und dem in “die rechte Ecke stellen”, trägt der linksgrüne Generalkonsens maßgeblich zum Erfolg des Rechtspopulismus bei. Denn wer in “die rechte Ecke gestellt” wird, kann mitunter auch von rechts abgeholt werden.“ Was für eine grandiose Ausblendung der Realitäten! Er blubbert weiter: „Dass man sich zwar die Bekämpfung von Faschismus und Patriarchalismus auf die Fahnen schreibt, diesen aber nicht im Islamismus zu erkennen imstande oder willens ist, zeugt im Übrigen von einem blinden Fleck im linken Denken.“ Mit der Frage nach dem „blinden Fleck“ wäre ich an der Stelle von Sebastian Müller angesichts solcher Gesichte ganz zurückhaltend. Wie kann man als doch halbwegs kluger politischer Beobachter zu solch einer völlig verzerrten Wahrnehmung kommen? Unglaublich.
    Es sind dies dieselben Deeskalierungs-Basher, die dann (wie oben schon angesprochen), vor allem ist hier die Propagandaschau an führender Stelle tätig, dem deutschen Rechtspopulismus (u.a. eben Pegida u. Co.) mit einem eigenartig-warmen Verständnis gegenüberstehen. Xenophob begründete Übergriffe auf Flüchtlinge werden in dieser einseitig konditionierten Wahrnehmungswelt zwar nicht gebilligt, aber doch mit einem gefährlichen, nachfühlenden Verständnis begleitet. Die Propagandaschau schreibt deshalb im vergangenen Oktober einfühlsam: „Politische Gewalt resultiert immer aus Ohnmacht des Individuums oder einer Gruppe, eigene für besonders bedeutsam erachtete Ziele mit gesellschaftlich konformen Mitteln durchzusetzen. Wenn die Bürger in Kommunen – aus welchen Gründen auch immer – mehrheitlich nicht wollen, dass dort Flüchtlinge untergebracht werden und wenn ihnen keine legitimen Mittel zur Verfügung stehen, ihren Willen durchzusetzen, dann ist der Schritt zur Gewalt nicht weit.“ Im November meldet sie zur medialen Rezeption des bekannt gewordenen „Galgen“ innerhalb einer Pegida-Demonstration: „Es geht in Dresden darum, friedlichen Protest zu skandalisieren und ihm Gewalt anzudichten, um weitere Bürger davon abzuhalten, gegen die eigene Regierung auf die Straße zu gehen.“ Propagandistisch wird der Versuch unternommen, den inzwischen überall anzutreffenden „Ich bin kein Rassist, aber…“-Bürger“ vom Vorwurf einer ausländerfeindlicher Schlagseite zu befreien und die allgemeine Rechtskonditionierung in Deutschland auf eine klar zuzuordnende und überschaubare Rassisten- und/oder Nazi-Nische zu reduzieren – es sei denn, der ohnmächtige Bürger fühlt sich zur Gewalt getrieben. Die bei Pegida und ähnlichen Bewegungen zum Vorschein kommende latente Xenophobie und Islamophobie wird entweder bestritten oder zur berechtigten Gegenwehr einer gegen das Wohl der Bürger durchgesetzten Flüchtlingspolitik erhoben; die latente, also von nachvollziehbaren Kausalitäten befreite Xenophobie auf diese Weise gefährlich kaschiert und damit ignoriert. Die überproportionale Xenophobie in den östlichen Bundesländern bei gerade einem Bruchteil des Ausländeranteils im Vergleich zu den Westländern zeigt deutlich, dass die hier ausgegebenen und mit mitunter auch rührender Empathie aufgeladenen Kausalketten völlig einseitiger und damit propagandistischer Natur sind.
    Der Hintergrund all dieser Ausblendungen ist der übel gärende Nährboden, aus dem das gegenwärtige Flüchtlingsdrama als „Migrationswaffe“ herausrülpst, womöglich gesteuert von der globalen Finanzelite und inszeniert als Merkels „Refugees Welcome“, um schließlich das Land zu überfremden, zu islamisieren und damit seinen inneren Frieden nachhaltig zu zerstören. An dieser Stelle wird unfreiwillig Horst Seehofer geradezu zum Retter des Abendlandes und selbst Bestsellerautor Thilo S. konnte nicht ahnen, dass seine kruden Szenarien schon bald von ihre Hüte mit Alupapier umwickelnden Hutträgern, also noch weit bescheuerteren Theorienverschwörer derart getoppt werden würden. Wunderbar, ausgerechnet die Finanzmafia zielt auf das Chaos im neoliberalsten Land Europas!


    Das alle einende Band, das diese Protagonisten miteinander verknüpft, mit oder ohne Aluhüte, mehr oder weniger rechts-bagatellisierend, verwirrter oder weniger verwirrt, ist das lächerliche Selbstbild eines geradezu totalen Durchblickens, des Eindrucks, Teil einer Elite von intellektuellen Überfliegern zu sein oder eines erlauchten Kreises von Meta-Ebenen-Kraxlern. Man könnte wiehern und gleichzeitig weinen.


    Natürlich gibt es sie, die Scheuklappen tragenden Links-Romantiker - und seltsame Feministinnen gibt es auch. Und natürlich gibt es die, die in Köln eine „Inszenierung“ erkennen wollen, die sich als hauptamtliche Faschisten- bzw. Rechts-Jäger mit Mengenrabatt wähnen und die, die die Herausforderung dieser massiven Flüchtlingswelle nicht sehen wollen oder können. Natürlich ist die verzögerte Bericht- oder besser Nicht-Berichterstattung der so genannten „Qualitätsmedien“ zu den Kölner Ereignissen in den ersten Tagen schlicht und einfach propagandistisch zu nennen. Und natürlich ist es mehr als problematisch, die gegenwärtige Politik gegen große Teile der Bevölkerung durchzusetzen. Andererseits: Ginge es nach dem Volk, hätten wir morgen die Todesstrafe und übermorgen keinen einzigen Ausländer mehr im Land – außer Franco, den Pizzabäcker und Ali von der Dönerbude gegenüber natürlich. Diese Debatten um die Aushöhlung der Demokratie ausgerechnet in der Flüchtlingsfrage triefen nur so von doppelten Standards und Verbiegungen. Es gibt natürlich den schönen Propagandatrick, mit geradezu auffälliger, bemerkenswerter Stringenz Ursache und Wirkung aufzuzeigen, wieder und wieder, nichts zu verschweigen, nichts zu beschönigen – um dann plötzlich, holterdiepolter, doch den Rollladen herunterzulassen und die Wirkung von der Ursache zu entkoppeln. Von der redlichen Schonungslosigkeit bleibt ja sicher was hängen… Deshalb nochmals: Dieses Land ist zu einem großen Teil dafür verantwortlich, warum diese Flüchtlinge hierher fliehen. Über die Grenzen gehen jene, deren Existenzgrundlage von den gewählten deutschen Regierungen mitverantwortlich zerstört wurde und weiterhin zerstört wird. Wer also auch nur die Lippen zu einem scheiß Halbsatz zum Thema Flüchtlinge spitzt, ohne diese Ursachenlage in sich auf Dauer-Plus geschaltet zu haben, der soll die Fresse halten! Pardòn.


    Fazit: Eine Debatte über die Flüchtlingspolitik, die sich nicht gleichzeitig mit dem deutschen rechten Mob auseinandersetzt, sich aber leidenschaftlich ihrem ausgemachten, als Links-Rassisten diffamierten Gegner widmet, ist geradezu lächerlich. Der Versuch, die Flüchtlingsproblematik, also die Wirkung, allein der gegenwärtigen Regierungspolitik, ihren medial verbreiteten Sprachregelungen und einer Rotgrünen-Gutmenschen-Community anzuhängen, ist dümmlicher oder ganz bewusster Unsinn. In Deutschland gibt es deshalb zwei Brennpunkte: Die Flüchtlingskrise UND die Rechtskonditionierung der bürgerlichen Schichten. Wer diese Rechtskonditionierung nur in der Kausalität der Flüchtlingsproblematik sehen will und dieser Konditionierung sogar mit wohlwollendem Verständnis begegnet, der hat nichts begriffen und spielt jenen rechten Dumpfbacken in die Hände, die längst die Kommentarspalten vieler Blogs für sich erobert haben. Der wohlfeile Ruf, so berechtigt er auch ist, nach einer längst fälligen Neutralität im Umgang mit Nicht-Deutschen auf jeder Ebene, der Ruf nach der völligen Gleichbehandlung ist nichts weiter als ein akademischer Appell an das Phantom einer Normalität und Neutralität, die es in diesem Land nie gab, nicht gibt und auf lange Zeit nicht geben wird. Denn nichts ist normal im Zusammenleben zwischen völkischen Deutschen und „dem Ausländer“. Die Schuld an einer nie existierenden Integrationspolitik, die diesen Namen verdient hätte, lastet auf vielen Schultern. Ausgerechnet das rotgrüne Spektrum besonders dafür verantwortlich zu machen, diskreditiert diejenigen, die so etwas behaupten, zu eitlen Plappermäulern. Solange die (fiktive) Meldung im (ebenso fiktiven) Berchtesgadener Heimatboten „Omar A., ein Flüchtling syrischer Herkunft stahl dem Koch das Ei…und Sepp F., gebürtiger Moosbacher, stahl dem Koch das andere Ei… - jetzt ist er eierlos“ nicht in völliger Normalität und mit annähernd gleich niedrigschwelliger Leseremotion aufgenommen wird, solange geht noch viel eitles, wohlfeiles und als megalomaner Meta-Durchblick verkauftes Gelaber ins Land.
    Selbstverständlich ist unbedingt darauf hinzuweisen, dass die hier Genannten und auch nicht Genannten überwiegend eine sehr gute und wichtige aufklärerische Arbeit leisten, der Dank gebührt. Sakrosankt ist sie deshalb nicht.

    Quelle

    VG

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    Der neue Schmock - Ein Rundfunkrat der ARD schreibt Schnee - Und was da schmilzt ist der gesetzliche Sendeauftrag



    Der neue Schmock
    Ein Rundfunkrat der ARD schreibt Schnee
    Und was da schmilzt ist der gesetzliche Sendeauftrag


    Quelle Rationalgalerie

    Ein Rundfunkrat der ARD schreibt Schnee

    Und was da schmilzt ist der gesetzliche Sendeauftrag

    Autor: U. Gellermann
    Datum: 25. Januar 2016


    Schon seit Monaten kämpfen die unermüdlichen Kollegen Bräutigam und Klinkhammer um journalistische Sorgfaltspflicht und die Einhaltung des gesetzlichen Sendeauftrags der ARD. Routiniert bekommen sie belanglos Antworten des Senders auf ihre Kritik, wahrscheinlich hat man schon ein Formblatt entwickelt. Doch mitten in den bürokratischen Ablehnungsschreiben taucht dann der Brief eines Rundfunkrates auf, der eigentlich das „im Sinne des vom Gesetzgeber erdachten Vielfaltssicherungskonzepts die Offenheit des Zugangs zum Programm der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten für verschiedene gesellschaftlich relevante Gruppen garantieren“ soll. Eigentlich. Erstmal versucht der Rundfunkrat, die Veröffentlichung seines Briefes an eine Zuschauerin mit „juristischen Konsequenzen“ zu verhindern. Jetzt wird er doch in Teilen veröffentlicht. Von eben Bräutigam und Klinkhammer. Sie schreiben:


    Eine Frau aus dem Publikum – sie verortet sich selbst in der bürgerlichen Mitte – fand unsere Beschwerden über die zahllosen Mängel und propagandistischen Entgleisungen in den TV-Nachrichtensendungen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks bedenkenswert. Sie beließ es nicht beim Lesen, sie schrieb an den NDR-Rundfunkrat. Suchte sich als persönlichen Adressaten den vom DGB ins Gremium delegierten Uwe Grund aus. Eine gute Wahl, sollte man annehmen: "kampferprobt, gesellschaftskritisch, mißtrauisch gegenüber politischen Eliten, unverbogen, kurz: ein Block in der Brandung widerstreitender Interessen.
    Oh weh.


    „Liebe Frau ...,
    schrieb ihr der liebe Rundfunkrat Uwe Grund,
    ich stimme Ihnen zu, dass die Medien insgesamt in einer Legitimationskrise sind.“
    So, das wäre schon mal geschafft! Standardrepertoire eines politischen Funktionärs: Zunächst mit einem schönen Allgemeinplätzchen das kritische Publikum sedieren. Dabei aber Obacht geben, dass das Sedativ nicht gar zu homöopathisch ausfällt. Der Gedanke ‚Die einen Medien haben mehr, die anderen weniger Probleme mit ihrer Legitimation’ – darf gar nicht erst aufkommen. Es könnte sonst ja jemand darauf verfallen, die Tagesschau mit sputnik-news oder der RATIONALGALERIE abzugleichen und auf eine Krise bei ARD-aktuell zu schließen.
    Und wie es so typisch ist: Für einen gewerkschaftlichen Alibi-Vertreter in einflussreichen Gremien hat Vorrang erst einmal die Darstellung der eigenen Kompetenz:
    „Meine Erfahrung ist, dass aktive Medienbeeinflussung in Zeiten von Krieg und Terrorismus zum Instrument der Auseinandersetzung werden.“
    Gelungen. Das trifft. Ins eigene Auge.
    Lösen wir den Blick vom verkorksten Deutsch. Uwe Grund zeigt seiner Adressatin seine gedankliche Größe: Die Medien sind das Opfer. Ihre aktive Beeinflussung ist ein „Instrument der Auseinandersetzung.“ Man ahnt, der Rundfunkrat Grund hat Wichtiges mitzuteilen, man versteht nur noch nicht ganz, was. Wahrlich schlimme „Zeiten von Krieg und Terrorismus“.
    „Das ist hoch brisant, weil die Arbeit der Journalisten immer stärker unter Beeinflussungsversuchen steht.“
    Das kommt dabei heraus, wenn Rundfunkrat Grund ein Problem unter die Lupe nimmt und nicht merkt, dass sie das Fernglas ist und er von der falschen Seite durchblickt. So merkt er nicht, dass das Publikum zunehmend von Politikern und Journalisten propagandistisch indoktriniert wird, sondern sieht die Arbeit der Journalisten bedroht, fungiert freundlicherweise auch noch für"Reporter ohne Grenzen":
    „Vor wenigen Jahren noch unvorstellbar, heute traurige Realität: Journalisten und ihre Familien werden bedroht und auch - wie gestern in Leipzig angegriffen oder davor in Paris - sogar getötet.“
    Jeden Tag wird in Hamburg-Lokstedt ein Redakteur von ARD-aktuell massakriert. Deshalb muss sich der Beschützer des bedrohten Journalismus, Uwe Grund, vor den armen Nachrichtenredakteuren in seiner ARD-aktuell-Zentrale groß aufbauen. Und lichtvolle Erkenntnisse weitergeben:
    „Vertrauen ist eine sensible Haltung, schwer zu gewinnen und leicht zu verlieren.“
    Das ist – edel. Und schlicht. Vertrauen. Eine Haltung als solche.
    „Ich will Ihnen nur versichern, dass im ÖR tausende hoch engagierte Menschen sich täglich dafür professionell einsetzen durch aktuelle und objektive Berichterstattung -guten Journalismus eben- Glaubwürdigkeit zu erhalten oder wo nötig neu zu schaffen.“
    Auch mit diesen Worten zeigt unser Gewerkschafter Kompetenz: Fast genauso klingen die PR-Anweisungen im NDR, dem "Besten am Norden"
    Und welch ein Schicksal:
    „Dass dabei -wie belegt und eingeräumt- auch Fehler gemacht werden, scheint mir allerdings unvermeidlich.“

    Mag sein, dass Dr. Gniffke im Rundfunkrat regelmäßig zur Beichte gehen muss, wenn er von uns mit journalistischen Mogelpackungen erwischt wurde. Öffentlich bekannt wurden die Beichten bisher aber nicht. Wenn es sie denn tatsächlich gibt, sie sind der Öffentlichkeit verwehrt, bleiben Geheime Kommandosache, wie in dunklen autoritären Zeiten.

    „Abschließend noch der Hinweis: Einen Vergleich der Qualität journalistischer Arbeit mit den privaten Rundfunkanstalten in Deutschland, Europa oder gar in der Welt braucht der ÖR hierzulande nicht zu scheuen.“

    Wie ehrlich der Uwe Grund doch ist. Nicht unter das kommerzielle Niveau sinken, das sagt er damit indizenter – ein wahrlich ehrgeiziges Ziel des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.
    Das hatte seine Adressatin allerdings längst gemerkt:
    Sehr geehrter Herr Grund,
    vielen Dank für eine Antwort, sie lässt mich allerdings unzufrieden zurück. Es bleibt mein Misstrauen in Politik und Medien und das aus der bürgerlichen Mitte heraus, ich bin nicht alleine, ich kenne in meinem Umfeld niemand der das anders sieht. Aber halten Sie sich nur weiter an Ihre diversen Untersuchungen, die Ihnen Glaubwürdigkeit suggerieren. Ich mache mir weiter Sorgen um unsere Demokratie und unseren sozialen Frieden.“
    (...)
    Epilog:
    Uns geht es nicht darum aufzuzeigen, warum wir bei Uwe Grund das sensible Geschick im Umgang mit Leserbriefen, die Logik und das völlige Beherrschen der deutschen Sprache vermissen, sondern dass er ein Rundfunkrat ist, der offenkundig seine Aufgabe als Vertreter einer gesellschaftlich relevanten Gruppe mißversteht und nicht begreift, dass er im Dienste der Öffentlichkeit die Programme des NDR kritisch zu begleiten hat. Er schwingt sich ganz im Gegenteil zum Verteidiger derer auf, die er auf mangelhafte Arbeit hinzuweisen hätte. Er identifiziert sich mit jenen, die er zu kritisieren hätte. Einfachen Gewerkschaftmitgliedern ist diese Haltung ihres Oberfunktionärs kaum zu vermitteln. Uwe Grund wird sich trösten: Es ist es kein neues Phänomen mit Gewerkschaftern in Aufsichtsgremien.

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